• An was denkst du denn so?

    Da ich nicht so die Aufstrich-Anwenderin bin und diese in Rohkostqualität natürlich auch sehr rasch zu verwenden sind, wäre der mir bekannte klassische Tipp: Avocado in streichfähiger Form. Manche vermischen mit Tomate/Paradeiser oder Knoblauch oder Gemüse bzw Gewürze.

    Ansonsten ginge mit Cashews (eingeweicht -> gemixt -> sehr cremig vermutlich) oder Sonnenblumenkerne (bekanntermaßen deftig*) wohl einiges.

    Wobei ich Sonnenblumenkerne wegen der extremhohen und dominaten Omega-6-Fettsäurengehalte aus meiner Küche verbannt habe.

    Die esse ich in wenigen Stücken pro Jahr.


    *deftig ist auch Anzeichen für AGE-Gehalt, Omega-6-Fettsäuren fördern dies besonders.


    Für welchen Zweck sollen die Aufstriche sein?

  • Weis wer von euch vielleicht gute Rezepte für vegane Rohkost-Aufstriche?

    bin im Netz da nicht wirklich fündig geworden.


    Quote
    wie wäre es mit herzhaftem grünem Kräutermarzipan ?: Mandeln pürriert mit Wasser, dazu frische Kräuter nach Geschmack (z.B. Schnittlauch, Petersilie, Wildkräuter) und dazu Pfeffer,Salz (wer mag), oder lieber was Süßes? z.B. Carobella: 70 g frisch geknackte Haselnüsse, Vanille, Spritzer Limette, 5 getrocknete Feigen, 2 EL gehäuftes rohes Carob(pulver), pürrieren, durchziehen lassen, fertig:)das mit dem Namen ist jetzt Zufall:)wobei ich jetzt gerade nicht weiß, ob das Carob als pflanzliche Frucht oder pflanzliche Stärke zählt und somit Angelikas Kombinationsempfehlungen entspricht??? So oder so (ich esse auch nicht so oft Aufstriche aber wenn dann genieße ich sie, denn) sie sind lecker
  • Quote from Caro_Bella

    wobei ich jetzt gerade nicht weiß, ob das Carob als pflanzliche Frucht oder pflanzliche Stärke zählt und somit Angelikas Kombinationsempfehlungen entspricht

    Das ist bei Gourmet-Rohkost ohnehin ausgehebelt. Im Vorwort zu den Rezepten in meinem Buch habe ich ja hineingeschrieben, dass für spezielle Fälle oder Übergänge eine Zubereitung auch mal nicht optimal ist. Sonst würde man die wohl auch nicht machen. Viel wichtiger sehe ich dabei, nicht auf sowas wie Agavensirup oder andere Fruchtzuckerbomben oder Kokosöl als Tortenmasse zurückzugreifen. Das sind ganz andere Hausnummern als frische (!) z.B. Walnüsse, vielleicht sogar eingeweicht, zu verwenden.

    Carob sehe ich eher als "Spezialzutat" -> Schmetterlingsblütler weiter oben in der Pyramide mit speziellen Eigenschaften/Wirkungen.

    Mir fällt gerade auf, dass ich nie sowas wie Nussaufstrich je auf einem Brot gegessen habe, das hatten meine Eltern wegen meiner Allergien als Kind erst gar nicht heimgebracht. Aber vermutlich bin ich da eher die Ausnahme und jede(r), die/der von raffinierten Fertigprodukten weg möchte, fährt jedenfalls besser mit so einer improvisierten Creme als harter Entzug von diesen "auf Sucht erzeugend getrimmter" Convenience-Produkte der Nahrungsmittelindustrie.

  • Hallo zusammen,


    der Knackpunkt liegt vermutlich an dem "vegan". Wenn man das weg lässt, fallen mir auf Anhieb "tausende" Möglichkeiten ein, die man alle leicht selber machen kann.

    Aber ein Teil davon enthält halt auch Quark oder Yoghurt-Anteile und scheiden somit wieder aus.

    Dafür müsste man dann einen passenden (Sojamilch oder so?) Ersatz finden, der Rest ginge aber trotzdem.


    Aber selbst wenn man diese Milch-Bestandteile weg lässt, lassen sich bestimmt mit einem Mixer auch leicht und schnell "Pesto-ähnliche" Aufstriche zaubern, wenn man die Konsistenz etwas fester macht als bei einem Pesto. Die Zutaten könnten aber durchaus ähnlich sein, von Tomaten und Paprika angefangen über diverse Kräuter bis hin zu Pinienkernen, Knoblauch, diversen Gemüsen, Salatgurke und was weiß ich nicht.

    Ich denke, der Phantasie sind da kaum Grenzen gesetzt. :) Manchmal brauchts einfach nur den Mut, mal etwas "Unkonventionelles" auch ohne Rezeptbuch auszuprobieren. Viel schief gehen kann da m. E. nicht. ,

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

  • Viel wichtiger sehe ich dabei, nicht auf sowas wie Agavensirup oder andere Fruchtzuckerbomben oder Kokosöl als Tortenmasse zurückzugreifen. Das sind ganz andere Hausnummern als frische (!) z.B. Walnüsse, vielleicht sogar eingeweicht, zu verwenden.

    Carob sehe ich eher als "Spezialzutat" -> Schmetterlingsblütler weiter oben in der Pyramide mit speziellen Eigenschaften/Wirkungen.

    Mir fällt gerade auf, dass ich nie sowas wie Nussaufstrich je auf einem Brot gegessen habe, das hatten meine Eltern wegen meiner Allergien als Kind erst gar nicht heimgebracht. Aber vermutlich bin ich da eher die Ausnahme und jede(r), die/der von raffinierten Fertigprodukten weg möchte, fährt jedenfalls besser mit so einer improvisierten Creme als harter Entzug von diesen "auf Sucht erzeugend getrimmter" Convenience-Produkte der Nahrungsmittelindustrie.

    Danke dir für die ausführliche Antwort. Allergie ist immer blöd......aber letztlich hat sie dir ja Glück gebracht weil du sonst nie zur Rohkost gekommen wärst, wenn ich dich richtig verstanden habe.... ich hatte nie Allergien aber starkes Übergewicht bzw danach selbst mit einer "Vollwertkost" noch starke Gewichtsschwankungen. Aber nach der Umstellung auf 100 % Rohkost war das nie wieder ein Thema. Never ever.


    Da du die Walnüsse erwähnst habe ich noch ein schönes Aufstrich-Rezept. Es wurde mal auf der Rohvolution in Berlin vorgestellt:

    Die roh-vegane Lebenswurst: Walnüsse, Datteln, Sellerie, Champignons, Zwiebel, Majoran, Zitrone, Pfeffer, Salz, die Mengen so entsprechend der Reihenfolge abnehmend, dazu Wasser und alles vorsichtig pürrieren, (nicht zu fein, es schmeckt lecker, wenn noch Stückchen drinne sind) und durchziehen lassen.

    Champignon, ist da schon was für dich bei ?


    Euch allen wünsche ich jedenfalls gesegnete Feiertage

  • Ja da hast du sicher recht.

    Ein klassischer Milchersatz sind eingeweichte, mit Wasser gemixte Cashew-Kerne.

    Dies mit Mikroorganismen (Apotheke oder von Käse- oder Johurtferment-Lieferanten) und stehen gelassen, erreicht einen käsigen oder frisch-säuerlichen Geschmack dazu.

    Das ist vielen schon zuviel Aufwand und sie fügen statt dessen Zitrone oder Essig (für säuerlich) oder und Hefeflocken (für Käsegeschmack + Geschmacksverstärker; üblicherweise nicht roh im Handel; Ggf Nebenprodukt bei eigener anderer Fermentation) hinzu.


    Dann die jeweiligen gewünschten Geschmäcker, wie du auch schreibst.


    Natürlich gehen auch andere Nüsse oder Samen als Grundlage, aber Cashew hat u.a. wegen dem relativ hohen Lysinanteil einen milchähnlichen Geschmack und Textur. Kann also als eher neutral gewertet werden und wir cremig und Fermentation gelingt auch gut.


    Sonnenblumenkerne sind eher nicht so gut, weil sie extrem hohe Omega 6 Fettsäuren enthalten.
    Das ist allerdings auch ein Grund, warum sie so beliebt sind: Sie erzeugen den für hohen AGE-Gehalt typischen deftigen Geschmack und längere Haltbarkeit.

    Allerdings ist dieser ergänzend auch zu erwarten, da Omega 6 Fettsäuren die AGE-Bildung eher unterstützen (nicht vorteilhaft).


    Da ist Walnuss eine ganz andere Nummer, für was auch immer - eher für "Rohkostburger-Patties".


    Ansonsten sind Saucen meist eine Kombination aus Salz und Süß, Sauer und Fett, je nach Gewichtung, jedenfalls geschmacksverstärkend.


    Dann kommt es wie bei den anderen Saucen darauf an, welcher Geschmack es werden soll


    Saucen sind im Prinzip eine Kombination aus süß, salzig, sauer und deftig.


    Ich bleibe aber auch bei der Frage, für welchen Zweck die Sauce sein soll: Für Gemüsesticks oder selbst gemachte "Rohkostburger-Patties", als Grundlage einer Rohkost-Pizza, eine Salatsauce (=Marinade) oder soll sie in einen Wickel-Wrap kommen oder auf ein Rohkost-Brot oder Rohkost-Cräcker..?

    Das entscheidet darüber, welche Sauce passend ist.

  • Bei

    Rohkost-Aufstriche

    denke ich eigentlich eher an Brotaufstriche und ähnliches, oder? An Saucen hatte ich dabei jetzt gar nicht gedacht.

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

  • Danke allen, die geantwortet haben und Caro Bella für dein Rezept.


    Und Pestos, ja, hier im Leipziger Auwalt gibt es im Frühjahr ohne Ende Bärlauch,

    da mach ich immer viel Pesto von (als Aufstrich), so Anfang Okober war dann das

    letzte aufgebraucht.


    Die Tipps zu Cashews, das passt, habe vor kurzem ne größere Menge in Rohkost-

    qualität bekommen. Fermentiert das nicht auch (zu Cashew Käse), wenn man das einfach so stehen

    läßt? Oder funktionieren auch effektive Mikroorganismen für

    die Verdauung wie diese (nur mal als Beispiel) :https://www.bio-bahnhof.de/Mikroveda-Life-Pur-Bio-Qualitaet



    Sonnenblumenkerne lassen sich ja leicht keimen, ich finde sie dann wesentlich

    bekömmlicher und die Nährwerte dürften dann auch besser sein?


    Neue Rezepte durch ausprobieren zu finden oder vorhandene Rezepte zu verändern,

    gute Idee, da habe ich schon einiges Gutes kreiert.


    Hier ein Rezept (weiß nicht, ob ich es hier schon mal gepostet habe?), finde

    ich sehr schmackhaft, wenn ihr es etwas cremiger mögt, erhöht einfach die

    Wassermenge. Wenn ihr eine Flockenquetsche habt, ist das eine gute Methode,

    danach läßt sich das Sesam leichter zu Mehl/ Brei zerkleinern.


    hier das Tahin Rezept:

    600g Sesamsamen (behutsam gemahlen im Hochleistungsmixer)

    ca. 250 ml Wasser

    Saft einer Zitrone (ca 50ml) kann man auch weglassen, dann stattdessen mehr Wasser

    gestrichenen Teelöffel Salz (wenn du es salzarm magst)

    5 Knoblauchzehen

    3 Esslöffel Olivenöl

    3-4 Teelöffel Baharat (libanesische Gewürzmischung) oder ja nach Geschmack

    1 großes Stück Frischkurkuma

  • Hier ein Rezept (weiß nicht, ob ich es hier schon mal gepostet habe?), finde

    ich sehr schmackhaft, wenn ihr es etwas cremiger mögt, erhöht einfach die

    Wassermenge.

    He, danke dir, Champignon, jetzt noch ein paar lecker Kichererbsenkeimlinge und ein bisschen Petersilie dazu und der Tag ist gerettet :)

    Hast du schon eines der Rezepte ausprobiert ? Ich hätte noch ein paar aber ich will dich auch nicht zutexten :P:)


    LG Caro

  • Petersilie

    Wird die eigentlich nach der "neuen political correctness" jetzt in "Petrasilie" oder "Peter*trasilie" oder so umbenannt:?:  :D :/

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

  • Wird die eigentlich nach der "neuen political correctness" jetzt in "Petrasilie" oder "Peter*trasilie" oder so umbenannt:?:  :D :/

    :):):)P*silie(m,w,d) :)...tatsächlich nenne ich für mich im Stillen dieses Kraut meist "Peterli" aber ich weiß nicht, ob da sonst noch jemand was mit anfangen kann:)

    Ich hab´damit in meiner Umstellungsphase mal ein Zahnproblem ausgeheilt. Sie ist PUR besonders schmackhaft und anziehend, wenn im Körper ein entzündlicher Prozess stattfindet. Habe solange drauf rumgekaut bis der Schmerz weg war!

    Warum willst du eigentlich den Rasen mähen, stell doch das Büffet gleich im Garten auf :)

    LG Caro

  • :D Hihi, quasi Selbstbedienung direkt an den Beeten, das wäre auch ne Idee. ^^

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

  • "Silk" wäre eine Variante, mit der wahrscheinlich noch weniger Leute etwas anfangen können: :Rainbow:


    Quote from https://de.wikipedia.org/wiki/Petersilie


    Die Petersilie (Petroselinum crispum), in Österreich und Altbayern auch der Petersil, weitere Namen Peterle bzw. Peterli, Peterling, Petergrün oder Silk (früher auch Felsensilge und Steineppich[1]), ist eine Pflanzenart aus der Gattung Petroselinum innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

  • Stimmt, mit "Solk" hätte ich jetzt eher die englische "Seide" in Verbindung gebracht als Petersilie. Auch wenn ich das schon mal in dem Zusammenhang gehört habe.

    Aber den Begriff hat man sonst nicht so auf dem Schirm. :)

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

  • Also eigentlich ist es doch ohnehin "die" Petersilie. Oder ist der Titel in Deutschland anders (ist ja manchmal anders als in Österreich/bairischer Sprachraum). Also haben wir dann eh "die" (weiblich) + "Peter" (männlich)


    :blush:

  • Stimmt, im Deutschen heißt es auch "die Petersilie". Das Maskulinum ist eher österreichisch, "der Petersil"- ;)

    Insgesamt greifen also wohl sämtliche Artikel der deutschen Sprache, Petersilie gehört zu den Doldenblütlern, also schon mal "die".

    Diese wiederum gehören zu den Kräutern, also "das" (Kraut) und damit auch sächlich.

    Dann haben wir noch den Namen "Peter" im Namen, also "der".


    Hach ist das alles kompliziert..... einigen wir uns doch einfach auf "DAS Grünzeug". :breitgrins:

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

  • *LOL* .. Also für Supermarkt-Grünzeug-Bezieher sicher passend. :hm:


    Ansonsten ist das zu allgemein, in Gärten und in der Natur gibt´s da zu viel Unbekömmliches, das auch unter "Grünzeug" fallen könnte.

    :garten:



    Wenn es dann ein "Unbekömmliches" wäre ...
    :uebel:

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