Also liebe Angelika,
die "morderne Forschung" in aller ehren (viel halte ich bekanntlich nicht davon), aber schon die allgemeine Praxis zeigt uns doch, da da was nicht ganz zusammen passt: Die höschten Geburtenraten und meist auch die beste Fruchtbarkeit herrscht in Ländern wo es wenig bis sehr wenig zu Essen gibt und die Menschen oft Hunger leiden. (klar hat das viele verschiedene Ursachen, aber die Korrelation ist halt da). Auch bei uns war die Zeit der "Baby-Boomer" genau in jeder Zeit ("Nachkriegszeit") wo man karg und genügsam lebte und keinen Überfluss kannte.
Moderne Zivilisation=niedrige Geburtenrate=hohe (über)Versorgung mit Essen, das ist für mich ganz klar ersichtlich und widerspricht dem obigen. Natürlich sind extreme Hungersnöte auch für die Fruchtbarkeit schlecht, aber davon ist kaum ein Rohköstler betroffen. Auch die Aussage das mit beginn der Kochkost die Nährstoffe so stark zugelegt haben ist sehr zu bezweifeln, da sehe ich oft eher das Gegenteil. Manche Nährstoffe können zwar gekocht besser aufgenommen werden, es kommen damit aber neue Probleme, die der Körper vorher nicht kannte, dazu.(wie zb die AGEs).
Und um für unsere Evolution wirklich eine bedeutende Rolle zu spielen ist die Zeitspanne, in der wir unsere Nahrung zum größten Teil kochen, einfach zu kurz. Auf die Gesammtphase unserer Entwicklung gesehen ist das ja nur ein kleiner Prozentsatz.
Unser Körper ist, wie man oft liest, ja noch "Steinzeitlich geprägt". (Ich weiß nicht, wie da die Fruchtbarkeit ausgesehen hat, aber offensichtlich sind wir nicht ausgestorben).