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Ergebnis 1 bis 3 von 3

Thema: Diverse Buecher

  1. #1
    Manu1977
    Gast

    Diverse Buecher

    Rohkostbuecher verschiedener Richtungen abzugeben, Einsteigerliteratur saemtlicher RK Richtungen, Roh-Gourmet-Rezeptbuecher, etc. Bei Interesse bitte PN dann schick ich ne Liste. Gruss Manuela

  2. #2
    Bonnie2000
    Gast
    Hallo Manuela,

    sind denn noch einige Bücher zu haben?
    Ich hätte Interesse an Einsteigerliteratur zur Rohkost und evtl. Rezeptbüchern.

    Lg
    Bonnie

  3. #3
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Habe gerade in der Spiegel-Bestsellerliste geschaut was es so neues gibt. Da ist ein Buch mit dem Titel:
    Der Ernährungskompass: Das Fazit aller wissenschaftlichen Studien zum Thema Ernährung - Mit den 12 wichtigsten Regeln der gesunden Ernährung

    Habe die Vorschau gelesen, das scheint nicht uninteressant zu sein. Vielleicht kaufe ich mir das Hörbuch.

    Es ist die Überraschung des Jahres unter den Sachbüchern und gehört schon zu den Klassikern: Bas Kast hat mit dem ›Ernährungskompass‹ ein Standardwerk rund um das ewig heiß (und oft dogmatisch) diskutierte Thema Essen und Trinken geschrieben. Viele Jahre Recherche hat Kast investiert und sich einen unverstellten Blick bewahrt. Anschaulich erklärt er die komplizierten Vorgänge im Körper mit hohem praktischen Wert.« (Kleine Zeitung)

    »Vielleicht das Umfassendste, was zu diesem Thema bisher verfasst wurde.«

    »Wissenschaftsjournalist Bas Kast ist auf dem letzten Stand der Forschung in Sachen Essen. Die Quintessenz davon, spannend und einfach erklärt, bietet er in seinem Buch.«


    Also, wenn ich mir diese 5 Regeln hier durchlese, dann ist das Buch wahrscheinlich doch nicht so interessant.
    5 wichtige Regeln für eine gesunde Ernährung


    • Essen Sie echtes Essen
    • Machen Sie Pflanzen zu Ihrer Hauptspeise
    • Lieber Fisch als Fleisch
    • Joghurt: ja. Käse: auch okay. Milch: so lala
    • Zucker minimieren, industrielle Transfette meiden
    "
    profilsüchtige Ernährungs-Gurus“ (S. 169), die dem Autor mit ihren Ernährungsdogmen gegen den Strich gehen, weil die allzu oft davon überzeugt sind „man sei der einzige auf der Welt, der durchschaut hat, was wirklich dick und krank macht“
    Kritik:
    1 Stern Abzug: Für das Erwecken eines wissenschaftlichen Anscheins durch das simple zitieren von wissenschaftlichen Studien gibt es einen Stern Abzug, zumal der Autor angibt nur relevante Studien heranzuziehen und dabei mehrmals Meta-Studien erwähnt, was er definitiv nicht tut, wenn man den Literaturquellen im Anhang bis zur Originalquelle nachgeht.

    https://www.amazon.de/gp/customer-re...SIN=3570103196
    Kritik:
    Es wird ein eigener Proteinmythos generiert mit der Argumentation, dass Mormonen-Grillen erst gesättigt sind, wenn Sie genügend Protein aufgenommen haben und deshalb ist auch für uns Menschen Protein so wichtig zur Sättigung (S. 67), nicht etwa die aufgenommene Energiemenge. Hier lernt man schon im Bio-Grundkurs, dass laut dem Kleibers Gesetz die Stoffwechselrate von Säugetieren (daher schonmal wieder kein Vergleich mit Mormonengrille) mit der Potenz von 0,75 zum Körpergewicht wächst und daher ein Elefant selbstverständlich mehr Energiekalorien in Form von Kohlenhydraten und auch Fett benötigt als eine Maus. Der Proteinumsatz steigt lediglich mit dem Körpergewicht, aber proportional und nicht zur Potenz.
    Also, aus solchen Diskussionen klink ich mich aus. Das interessiert mich im Prinzip nicht.

    Dem Kritiker (auch ein Autor über Ernährung) haben sie Kollegen-Bashing vorgeworfen.



    Der Autor schreibt in seinem Buch:
    Ich tauchte ein in die komplex-faszinierende Welt der Ernährungs- und Übergewichtsforschung, der Biochemie des Stoffwechsels, der Ernährungsmedizin sowie nicht zuletzt der »Gerowissenschaften« – ein derzeit aufblühendes interdisziplinäres Fach, das den Alterungsvorgang unter die Lupe nimmt, angefangen bei den molekularen Mechanismen bis hin zu den rätselhaften Eigenschaften von Menschen, die 100, 110 Jahre und noch älter werden, und das auf oft verblüffend fitte Weise. 1 Was steckt hinter ihrem Geheimnis? Warum altern manche Menschen langsamer als andere? Wieso erscheinen manche mit 60, 70 noch fit wie ein Turnschuh, während andere sich bereits mit 40 zu körperlichen Wracks entwickelt haben?
    Die Frage ist ob bei diesem Thema die Ernährung wirklich sooo relevant ist.

    Einen gewissen Recherche-Aufwand hat er jedenfalls betrieben:
    Ich sammelte die Untersuchungen rund um die Thematik wie ein Besessener, als hinge mein Leben davon ab, was in gewisser Weise ja auch der Fall war. Ich studierte die Forschungsbefunde nicht in erster Linie aus intellektueller Neugierde, sondern aus schier existenziellen Gründen. Die Studien stapelten sich in meinem Arbeitszimmer, im Wohnzimmer, in der Küche. Dutzende, Hunderte, irgendwann waren es weit mehr als tausend (ich habe vor langer Zeit aufgehört zu zählen). Monate gingen ins Land. Ein Jahr verging, dann noch eines. Allmählich eröffnete sich mir auf diese Weise eine Welt mit erstaunlichen, mitunter spektakulären Erkenntnissen, die mein Leben verändert haben. Vieles von dem, was ich übers Abnehmen und eine gesunde Ernährung zu wissen glaubte, deckte sich überhaupt nicht mit den Befunden, auf die ich stieß. Stattdessen wimmelt es nur so von Ernährungsmythen und »Diätweisheiten« da draußen, die unserem Körper erheblich schaden können.
    Weitere Auszüge:
    •Hochwertige Olivenöle enthalten Substanzen, die eine kritische Alterungsschaltstelle des Körpers namens »mTOR« hemmen. Über diesen Weg könnte Olivenöl sogar den Alterungsprozess bremsen und sich als eine Art Anti-Aging-Medizin erweisen
    •Wer täglich zwei Handvoll (fettreiche) Nüsse futtert, wird davon nicht dick, sondern bleibt eher schlank, senkt sein Krebsrisiko um 15 Prozent und die Gefahr einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um knapp 30 Prozent. Das Sterblichkeitsrisiko aufgrund der Zuckerkrankheit wird dadurch um fast 40 Prozent, das Sterblichkeitsrisiko aufgrund einer Infektionskrankheit um 75 Prozent gesenkt.
    Also, diese Studie finde ich etwas übertrieben.

    Wir werden ja mittlerweile tagein, tagaus mit immer neuen Ernährungsweisheiten behelligt – kein Wunder, dass wir gar nicht mehr groß hinhören, wenn wieder mal eine andere Ernährungssau durchs Dorf getrieben wird.
    Dieser Auszug hier finde ich nicht schlecht:
    Andererseits wird zunehmend deutlich, dass es so etwas wie die eine Diät, die universell für uns alle die beste ist, nicht gibt: Es hängt von unserem Körper ab, wie gut wir auf eine bestimmte Ernährungsrichtung ansprechen, wie etwa Low-Fat oder Low-Carb . Deshalb kommt es nicht zuletzt auf den Selbstversuch an, darauf, dass Sie, statt stur ein bestimmtes, vorgegebenes Diätprogramm durchzuziehen, auf Ihren Körper hören. Auch auf dieses Zusammenspiel werden wir einen Blick werfen, denn hier bahnt sich ebenfalls eine kleine Revolution an: Die Zeiten einheitlicher, starrer Ernährungsrichtlinien, die die individuelle Situation nicht berücksichtigen, sind vorbei.
    Mit gewissen Ernährungsweisen lassen sich zum Beispiel lebensbedrohliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen in ihrem Verlauf aufhalten und sogar rückgängig machen. Anhand von Röntgenbildern kann man mit eigenen Augen verfolgen, wie sich selbst massive Gefäßverstopfungen in nichts auflösen. Ich rede von Herzpatienten mit Qualen, die meine eigenen Beschwerden wie harmlose Zipperlein erscheinen lassen: Menschen, die nach dreifachen Bypässen von ihren Kardiologen nach Hause geschickt worden waren mit dem ermutigenden Rat, sich einen Schaukelstuhl zu kaufen, um sich darin auf einen baldigen Tod vorzubereiten. Manche litten unter dermaßen unerträglichen Brustschmerzen (Angina pectoris), dass sie sich nicht hinlegen und nur im Sitzen schlafen konnten – Schmerzen, die wenige Wochen oder Monate nach einer Ernährungsumstellung meist komplett verschwanden.
    ....Befunde wie diese belegen die enorme Kraft der Ernährung. Eine Kraft, die wir selbst steuern können, sie liegt – buchstäblich – in unseren Händen. Die Ergebnisse offenbaren, wie grundlegend, wie tief greifend sich das Leben zum Besseren wenden kann, indem man einfach nur seine Ernährung umstellt. Und wir haben es hier nicht mit Einzelbefunden zu tun. Überall auf der Welt sind Wissenschaftler derzeit dabei, mithilfe von speziellen experimentellen Diäten weitverbreitete und/ oder tödliche Erkrankungen zu kurieren:
    Bestimmte Ausschnitte aus dem Buch berühren mich auch:
    Herz-Kreislauf-Erkrankungen – in der wohlhabenden Welt und damit auch in Deutschland Todesursache Nr. 1 – nicht nur gestoppt, sondern rückgängig gemacht? Die Zuckerkrankheit, geheilt ohne ein einziges Medikament? Frühe Stadien von Alzheimer, die sich mithilfe eines Diätprogramms als reversibel erweisen könnten? Sicherlich müssten Durchbrüche wie diese, Befunde über Ernährungsformen, die etwas bewerkstelligen, woran eine globale Hightech-Pharma-Industrie mit Multimilliardenbudget bisher weitgehend gescheitert ist, sich langsam herumsprechen, ja in Zeitungen und Internetforen rauf- und runterdiskutiert werden? Aber nein, eher das Gegenteil ist der Fall: Die meisten von uns haben trotz oder fatalerweise vielleicht sogar wegen der immensen Flut von Ernährungsschlagzeilen und des geballten Diät-Bullshits, der unseren Hippocampus zumüllt, nie auch nur das Geringste von diesen Ergebnissen gehört.
    Nicht schlecht:
    Im Vordergrund steht also nicht die Frage, wie alt wir werden, sondern wie wir alt werden. Ich stelle mir das so vor: An meinem, sagen wir, 88. Geburtstag gehe ich am Nachmittag noch einmal, ein letztes Mal, mit meinen geliebten Enkelkindern ins Freibad oder – warum nicht, das hier ist schließlich mein Traum – eine Runde joggen, um dann nachts friedlich einzuschlafen, für immer. Im Ärztejargon würde man ein Szenario wie dieses als ultimative »Kompression von Morbidität« bezeichnen.
    Ess ich zuviel Eiweiß?
    So kann man, nur als Beispiel, das Leben von Mäusen von 100 auf 150 Wochen verlängern, indem man den Eiweißanteil ihrer Ernährung von 50 auf 15 bis 5 Prozent herunterschraubt. Die Methusalem-Mäuse zeichnen sich unter anderem durch einen niedrigeren Blutdruck sowie günstigere Cholesterinwerte aus. Wohlgemerkt, die langlebigen Tiere essen nicht insgesamt weniger – sie essen nur ganz spezifisch weniger Eiweiße. 18 Befunde wie diese sind nicht zuletzt deshalb relevant, weil die molekularen Schaltstellen (mit kryptischen Kürzeln bezeichnet, wie »mTOR« und »IGF-1«) über die gewisse Nährstoffe den Alterungsprozess steuern, erstaunlich universell vorhanden sind, über zahlreiche Arten hinweg bis zu uns Menschen. Kein Wunder also, dass man kürzlich etwas sehr Ähnliches in einer Untersuchung an über 6000 Personen festgestellt hat: Wer in mittleren Jahren fleißig (bestimmte) Eiweiße futtert, stirbt früher. Das Sterblichkeitsrisiko ist um 74 Prozent, das Krebsrisiko sogar um das Vierfache erhöht.
    Selbst wenn eine gesunde Ernährung unser Leben kaum verlängern sollte, wird sie doch entscheidend dazu beitragen, dass wir länger fit bleiben.Eine gesunde Ernährung könnte aber auch beides bewirken: eine Verlängerung von Gesundheits- und Lebensspanne . Das mag allzu optimistisch klingen, viele Befunde jedoch – von Tierversuchen bis hin zu Völkern mit besonders hoher Lebenserwartung – sprechen dafür, dass auch dieses Szenario nicht unrealistisch ist.
    Alles in allem hat das Buch doch mein Interesse geweckt.
    Geändert von Tom Ate (20.10.18 um 03:51 Uhr)

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