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Thema: Hallo, ich stell mich vor

  1. #16
    Administrator Avatar von Angelika
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    Grüß dich Martina,

    betreffend Fleisch/Fisch roh war es bei uns so, dass "roh" anfangs besser schmeckte weil das andere schien unserem Sohn im Vergleich voll trocken.
    Inzwischen kennt er natürlich auch erhitztes Fleisch auch wenn er es nicht so häufig ißt. Letzten Herbst habe ich ein Foto von Tartar gemacht, also Rinderhack/Rindfaschiertes.
    Besser ist es, es vorher auch pur testen zu lassen. Bio-Qualität ist leider meist sehr fett gemischt. Oder selbst herstellen.
    Du findest das Bild hier etwas weiter unten, es sind auch andere Fotos dabei: http://blog.allesroh.at/2012/09/24/r...-im-september/

    Oder, dieses Bild habe ich auf Anregung von Rohköstlerinnen gemacht, die das ab und zu gerne regelmässig aßen und mir davon berichteten: Carpaccio. Das kannst du von verschiedenen Quellen machen, hier ist es von Rind-Lungenbraten (= rohes Filetstück bei der Lunge, feinstes Fleisch). Anscheinend wird es gerne mit Olivenöl gegessen, deshalb habe ich es auch so fotografiert. Es ist wirklich lecker, ich selbst esse wenn pur. Damit das so dünn schneidbar ist, wird es eingefroren bis es fest ist. Bis zu 14 Tage max. (!) würde ich das machen, dann kann man auch wegen Parasiten im Normalfall sicher sein falls das ein Thema für dich ist. Bei uns gibt es allerdings diesbezüglich sehr strikte Kontrollen. Vor (Weide-) Rind bevorzuge ich allerdings Pferd und Bison wenn ich es bekomme.

    carpaccio.jpg

    Bei Innereien war je nur Hühnerleber interessant, diese ist die zarteste Leber. Kinder lassen sich in so einem Fall aber nur direkt füttern denke ich (die Verbindungsteile wegschneiden). Und wenn sie älter ist, mag das natürlich auch kein Kind. Wenn die Hühnerleber so adrig aussieht, ist sie meist älter.
    Teilweise war sie immer wieder ein Hit. Mein Mann ißt sie nur kurz erhitzt, für mich stinkt das dann. Manuel ist in dem Fall auch mit. Ich glaube, das ist eher ein Winteressen bei uns. Ich hatte mal einen Hühnerleber-Test im Winter über eine Zeit gemacht und fand es zuerst absolut prima, doch ist es zumindest für mich besser eher immer wieder mal aber nicht laufend davon essen.
    Ich könnte mir aber vorstellen, das das auch was für Kids ist. Andere Leberarten sind meist eher ... sehr hart und geschmacklich nicht so gut (dies bestätigte mir ein Fachmann der die versch. Sorten kennt - auch in roh). Im Fall "Wild" ist die Leber das, was nur dem Jäger zusteht. Du wirst sie also von "Wild" nicht bekommen, ist aber meist auch nicht so empfohlen. Leber ist wirklich ein ziemlicher Nährstoff-Booster. Aber auch hier eher: durchaus immer wieder, durchaus eher kleine Mengen und nicht "auf einmal viel" (maximiert die Aufnahme weil der Körper auf einmal immer nur gewisse Mengen an B12, Eisen etc aufnehmen kann). Wenn ich mich nicht irre (müßte ich raussuchen) ist es auch wegen Mitrochondrien (Energiezellen) besonders interessant.

    Generell gilt bei tierischem in Rohkost-Qualität: Hier zählt die Qualität nicht die Quantität.
    Auch, weil sonst Geld schnell beim Fenster rausgeworfen ist.

    Was auch seit lange gerne gegessen wurde auch von Manuel ist Weichkäse. Den gibt es auch in Rohkost-Qualität. Er darf auch Mozzarella essen (der ist allerdings pasteurisiert meist), mit reifen Tomaten, nativem Bio-Olivenöl, Goldwürze-Salz/Himalayasalz/Meeresalz (er salzt wenig) und frischen Basilikum. Wobei er hier lieber den vom Büffel hat. Er meint, das schmeckt besser und die Tiere hätten es besser (ob das jetzt wieder stimmt, müßte ich prüfen, bei Bison weiß ich jedenfalls das die zu wild sind um gemolken zu werden, wie Büffel gehalten werden habe ich noch nicht geschaut).

    Mit lieben Grüßen
    Angelika

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  3. #17
    Dattelkern
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    Zitat Zitat von Angelika
    Vielleicht war der fette Speck den du früher kanntest wirklich grauslich im Vergleich zu heute.
    Keine Ahnung, vielleicht lag´s ja auch an der zähen Konsistens (würg ) des Specks oder an dem vielen Salz. Die auch sehr fette "Teewurst" dagegen habe ich geliebt


    Zitat Zitat von Angelika
    Ich glaub, das war bei dem Lied: https://www.youtube.com/watch?v=zUwEIt9ez7M
    Hahaha...das war die allererste Single, die ich mir 1973 gekauft habe

  4. #18
    Administrator Avatar von Angelika
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    Grüß dich Martina,

    Zitat Zitat von Martina Beitrag anzeigen
    Meine momentan brennendsten Fragen sind die:
    Muss ein entzündeter Darm, wirklich vor ausschließlicher Rohkost mit ausgekochten Fleischsuppen behandelt werden? Hat da jemand Erfahrung dazu? Also, wirkliche Erfahrung, nicht nur Meinung oder Dogma - ich wär echt sehr dankbar.
    Und hat jemand Erfahrung in der Umstellung auf Rohkost mit Kindern. Generell glaub ich ja schon daran, dass Kinder da noch gesunde Instinkte haben, aber ich würde meinen kleinen Sohn von dieser Annahme ausnehmen. Durch die Wahrnehmungsstörung erkennt er seine Grenzen nicht unbedingt. Beispielsweise isst er Salzsteine ohne Ende, wenn ich ihm nicht der Möglichkeit entziehe. Von außen ist schon eine deutliche Abwehrreaktion erkennbar - er hustet, würgt, hechelt, aber... er isst weiter. Ich muss ihn regelmäßig daran hindern Dinge wie Styropor (wenn mal ein Paket mit der Post kam), oder andere Kunststoffe zu verzehren.
    Und wie ist das mit dem Stillen - ich will da eben gerade möglichst wenig Altlasten abgeben und aber eigentlich trotzdem jetzt nicht zwei Jahre warten um uns auf Rohkost zu tarieren.
    Mir ist schon klar, dass meine Kinder auch durch die Schwangerschaften einiges von meinen eingelagerten Giften abbekommen haben, aber deshalb muss ich ja nicht beim Stillen jetzt noch mal eine Extraportion drauflegen. Und ich hoffe ja auch, dass eine wirklich gesunde Ernährung den Entgiftungsprozess bei den Kindern fördert, ohne, dass sie fasten müssen, mir fehlt jetzt nur der konkrete Weg dorthin und darum hoffe ich auf Erfahrungen was Kinder und Rohkost betrifft und was den entzündeten Darm und die Umstellung betrifft.
    Also stillen ist jedenfalls gut und Fasten vergiß bitte für dich als stillende Mutter wie auch für deine Kinder.
    Dazu könnte ich mehr schreiben, per Nachfrage (dazu habe ich sicher schon einiges im alten wie auch neuen Forum geschrieben).

    Betreffend entzündeter Darm: Ich hatte am Anfang meiner Rohkost-Umstellung das Problem, dass ich nach spätestens 14 Tagen Nudeln essen mußte um meinen Verdauungstrakt zu beruhigen. Später kam ich darauf, dass dies vor allem daran lag, weil ich dann zum Teil zu starken Fruchtzucker-Überhang gegessen hatte. Also typischerweise trifft eine solche Problematik auch dann zu, wenn man zu vermeindlich günstig und leicht zu bekommende europäische regionale Zuchtformen von Äpfel, Birnen aber auch Gemüse wie Karotten, Kohlrabi etc. greift. Dann hilft aber auch die Karenz mit der nahrhaften Fleischsuppe davor nicht, ein empfindlicher Darm wird darauf immer reagieren. Man kan natürlich auch mal Apfel essen und anderes, aber als Volumen-Basis gibt es dazu eher schlechte Erfahrungen (Betreffend Früchte unbedingt Beeren bevorzugen; Banane gehört auch zu Beeren).

    Von erhitztem Gemüse wie Fleisch und auch Gemüsesuppe bekamen wir (insb auch in der Stillphase) eher Verstopfung. Manuel ist allerdings ein richtiger Suppentiger. Während andere Kinder hier wohl zögerlicher sind, erlebt er Suppe (Rindbouillion oder Gemüsebouillon) samt Gemüseeinlagen als sehr wohltuend. Er schimpft allerdings, wenn diese anderswo als bei seiner Oma zu salzig, Glutamatsalz o.ä. enthalten. Ich kann mir vorstellen, dass es eine gute Ergänzung für Kinder ist.
    Meine persönliche Erfahrung mit Suppen ist die: Ich war schon länger roh (so 2 - 3 Jahre vermute ich), als ich mir dachte, na mach ich doch eine Zwiebelsuppe wie früher für meinen Mann (der hatte grad Halsweh oder so). Und da aß ich auch eine. Das Gefühl war grauslig, insbesondere hatte ich trotz nicht zu heißer Suppe am Löffel nachher das Gefühl, als seien meine Geschmacksknospen leicht verbrannt worden (das hatte ich dann immer, wenn ich sowas probierte). Und ich hatte Verdauungsprobleme. Als Übergang oder wenn es nicht so ganz konsequent gemacht wird wie z.B. bei Kindern ist das aber sicher eine praktikable Möglichkeit - wenn sie vertragen wird.

    Mahlzeiten sollten nicht verstopfen. Was ich unter Stuhlbeobachtung (insb auch bei Kindern) verstehe ist, dass man prüft, ob der Stuhlgang möglichst nicht schleimig oder klebrig ist. Und, auch sehr gut bei Kindern zu beobachten, ob der Bereich um den After eh nicht rot ist. Manuel achtete da auch darauf als Kind (über den Spiegel), es war wirklich eine gute Kontrolle.
    Falls das auch andere mitlesen, die Tagebuch schreiben - das wollte ich schon mal länger anmerken - es geht eben bei Stuhlbeobachtung insb darum, nicht so nur darum, wie oft er kommt (obwohl das dann natürlich für viele Ballaststoffe spricht - die ja nicht immer gegessen werden).

    Zurück zur Suppe - und da auch Urkost hier Thema war. Ich kam ja über ganz eigene Wege in die Rohkost-Szene (naja jeder hat so seinen Weg) und dann wurde ich mal auf das Urkost-Forum, damals auch ein Parsimony-Forum aufmerksam gemacht. Frau R. wurde mir erzählt, war aus dem frühreren (noch älteren) Parsimony-Forum ausgeschlossen, weil sie laut Aussagen anderer, zu stark bzw dominant missioniert hatte. Sie gründete dann ihr eigenes. Die Parsimony-Foren waren eine Art Plattform wie mysnip, die allerdings dann später aufgelöst wurden (die Betreiber machten wohl was anderes dann). Eine Eigenheit der Parsimony-Foren war, dass es auch einen Chat dabei gab, dem man auch als Gast beiwohnen konnte (die hießen dann Lurker). Ich war angemeldet darin, über kurze Zeit war jener Chat aktiv. Vmtl wegen der nicht bannbaren Lurker wurde das dann eingestellt. Beim anderen Rohkost-Forum wurde eine andere Chatform gewählt - hier ist eine eigene Software dabei. Also wie auch immer, ich war in dem Urkost-Chat ein paar Mal drin und fragte Mütter, wie sie das mit der Ernährung bei ihren Kindern machen - Von Mama zu Mama.

    Ich erzähle dies hier, weil es hier weiter oben auch Thema war. Die Mütter erzählten ALLE, dass sie ihren Kindern mind. 2 - 3 Mal in der Woche Suppe (auf Nachfrage: Erhitzt) gaben. Dazu ist zu bemerken, dass darüber im Forum kein einziges Wort verloren wurde - da wurde strikte Urkost, also striktes rohes essen stark betont und sich sogar eher über Probleme lustig gemacht. Mich hatte das irritiert, aber mit der Zeit kam ich dann darauf - auch durch viele Treffen auch mit Urköstlern, dass nicht alles so ist, wie in solchen Blogs und Foren geschrieben wird.

    Zum Thema Suppe sehe ich es also so: Wenn du merkst, dass dein Kind bzw deine Kinder das gut vertragen - STUHLBEOBACHTUNG UND AFTERBEOBACHTUNG IST DAZU UNUMGÄNGLICH (Tipp einer weisen Kinderärztin die mir das sagte als zufällig genau beim 1. Kinderarzttermin eine "Ladung" in der Windel meines Sohnes war). Ist der Stuhlgang fortlaufend schleimig paßt etwas nicht!!!
    Klebrig soll er auch nicht so sein, das ist halt meist bei Kochanteil.
    Deine Kinder kannst du so oder so nicht unter eine Glasglocke stellen, aber du kannst sie fortan begleiten und mit Vergleichsverkostungen (ohne Dogma und Schwarz-Weiß-Beurteilung) sehr stark machen. So stark, dass sie Vertrauen in ihr eigenes Körpergefühl bekommen und immer besser damit zurechtkommen werden. Du wirst vermutlich selbst auch dabei dazulernen (so ging es mir bzw vielen rohen Müttern). Und auch dein eigenes Körpergefühl immer mehr stärken. Auch: Wie geht es dir "nachher".

    Interessant bei Kindern ist auch, dass die Reaktion auf eine Mahlzeit mitunter in wenigen Stunden erfolgt, bei dir evtl erst nach 48 Stunden (Stoffwechsel!!) oder gar nach 14 Tagen.
    Deshalb sage ich erwachsenen Menschen auch gerne, dass sie das wahre Potential der Rohkost erst spüren werden, wenn sie selbst einmal - egal was aber möglichst ausgewogen und roh - 14 Tage roh gegessen haben.

    Mit falscher Ernährung war ich auch schon soweit, dass ich entzundenen Darm hatte. Viele frühere (und durchaus noch übliche Tipps) führten dazu. Ein entzundener Darm kann nicht gut B12 etc aufnehmen (siehe auch im Rohkost-Buch betr. Verdauung erster Teil und danach, dort auch wie Wildpflanzen dies stark unterstützen können). Ein guter erster Wegeinschlag ohne mehr ins Detail zu gehen, dies zu vermeiden ist u.a. möglichst wenig Mischen (keine Kraut&Rüben-Salate), die Köstlichkeiten pur zu essen, gute Qualität. Gerade Anfangs ist da auch eine Geldsache, wobei sich das später einpendelt.
    Bitte berichte mir/uns gerne wie es dir/euch geht, evlt auch als Blogeinträge. - Diese kannst du ggf dann auch für einen Beitrag im Forum für eine Frage dazu verlinken.

    Mit lieben Grüßen
    Angelika

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  6. #19
    Martina
    Gast
    Liebe Angelika,

    vielen vielen Dank für diese ausführlichen Antworten - damit kann ich wirklich viel anfangen.

    Naja es ist ein Schritt in die Richtung, aber wirklich Rohkost ist das wohl nicht trotz alledem. Rohschinken und Speck darf Manuel allerdings auch eher als anderes essen. Geselchtes ist aber nicht roh oder? Ist das nicht Kochfleisch das dann später in eine Räucherkammer wegen Geschmack gehängt wurde? *grübel*
    Ich hab mir schon gedacht, dass mein momentanes Fleisch-Angebot für meine Kinder nicht unbedingt schon echte Rohkost ist, aber es ist eben das, was sie bei mir bislang als Normalkost bekommen haben. Vielen Dank für deine Anregungen für Fleischmahlzeiten.
    Carpaccio und Leber kann ich beides leicht umsetzen und die Kinder sind da glaub ich recht offen. Und ich bin recht froh über Alternativen. Speck und Schinken waren nur so die Kompromisslösungen und Geselchtes hatten wir vom Bauern und ich glaube schon, dass es nicht gekocht ist, allerdings kommt beim Räuchern dann wohl auch eine gewisse Temperatur zustande... Ich kann aber mal fragen, wie das genau hergestellt wird. Bislang hab ich mich für Temperaturen weniger interessiert - mich hat eher gestört wenn die Fleischversorgung der Kinder manchmal mit einen massiven Übersalzung einhergeht.

    Also stillen ist jedenfalls gut und Fasten vergiß bitte für dich als stillende Mutter wie auch für deine Kinder.
    Dazu könnte ich mehr schreiben, per Nachfrage (dazu habe ich sicher schon einiges im alten wie auch neuen Forum geschrieben).
    Ja, das kommt auch wirklich gar nicht in Frage für mich. Und selbst wenn ich es für vernünftig erachten würde - es ließe sich nie im Leben umsetzen. Wir brauchen alle starke Nerven um den Alltag zu bewältigen und miteinander klarzukommen. Autismus ist für Eltern und Geschwister oft eine riesige Herahusforderung... Für mich selbst wird Fasten erst wieder interessant, wenn ich nicht mehr so von den Kindern gebraucht werde, und das wird ja doch noch einige Jahre dauern, bis ich mir da eine mehrtägige Auszeit genehmigen kann. Fasten braucht Ruhe, so waren meine bisherigen Erfahrung - die schon ewig zurückliegen - und diese Ruhe finde ich nur, wenn ich nicht für so viele kleine Menschen sorgen muss und verantwortlich bin.

    Betreffend entzündeter Darm: Ich hatte am Anfang meiner Rohkost-Umstellung das Problem, dass ich nach spätestens 14 Tagen Nudeln essen mußte um meinen Verdauungstrakt zu beruhigen. Später kam ich darauf, dass dies vor allem daran lag, weil ich dann zum Teil zu starken Fruchtzucker-Überhang gegessen hatte. Also typischerweise trifft eine solche Problematik auch dann zu, wenn man zu vermeindlich günstig und leicht zu bekommende europäische regionale Zuchtformen von Äpfel, Birnen aber auch Gemüse wie Karotten, Kohlrabi etc. greift. Dann hilft aber auch die Karenz mit der nahrhaften Fleischsuppe davor nicht, ein empfindlicher Darm wird darauf immer reagieren.
    Ich denke, dass sich das noch nicht so genau sagen lässt, ob er auf die regionalen Zuchtformen reagiert, weil er ja neben süßem Obst auch noch viele andere der Darmgesundheit nicht gerade förderliche und in der Auswahl extrem eingeschränkte Nahrungmittel zu sich nahm/nimmt und ich auch sehr hoffe, dass im Kampf der Darmbakterien die guten gewinnen mögen und sich so weit vermehren auf dass sie die bösen in Schach halten können - und dann könnte ja hoffentlich schon sein, dass er auf Obst und Gemüse nicht gleich wieder Durchfall bekommt. Jedenfalls hab ich das in dem bereits genannen GAPS Buch so gelesen. (oder zumindest so verstanden - es gibt noch keine deutsche Ausgabe).

    Von erhitztem Gemüse wie Fleisch und auch Gemüsesuppe bekamen wir (insb auch in der Stillphase) eher Verstopfung
    Ach, diese Sorge habe ich gerade nicht so. Mein Sohn neigt ja eben zu Durchfall, und da er ja auch in unserer Normalkost immer wieder mal Suppen und auch (bei der Oma) erhitztes Fleisch bekommt, habe ich dazu schon die Erfahrung, dass er auch mit dieser Nahrung Durchfall hat.

    Als Übergang oder wenn es nicht so ganz konsequent gemacht wird wie z.B. bei Kindern ist das aber sicher eine praktikable Möglichkeit - wenn sie vertragen wird.
    Danke, das hilft mir sehr. Ein klares Statement zum Thema Fleischsuppen. Ich werde mich also demnächst mal überwinden und eine Hühnersuppe kochen und streng nach Rezept der Autorin das Knochenmark und die Weichteile um die Gelenke unbedingt herauslösen und dem kleinen Patienten verabreichen. Und wenn ers verträgt, dann werd ich mich eben daran gewöhnen und die nächsten Jahre sehr routiniert werden. Ich muss mich nur ans Erste Mal herantasten...

    Die Mütter erzählten ALLE, dass sie ihren Kindern mind. 2 - 3 Mal in der Woche Suppe (auf Nachfrage: Erhitzt) gaben. Dazu ist zu bemerken, dass darüber im Forum kein einziges Wort verloren wurde - da wurde strikte Urkost, also striktes rohes essen stark betont und sich sogar eher über Probleme lustig gemacht. Mich hatte das irritiert, aber mit der Zeit kam ich dann darauf - auch durch viele Treffen auch mit Urköstlern, dass nicht alles so ist, wie in solchen Blogs und Foren geschrieben wird.
    Schräg. Also, fast schon soziologisch spannend genug um es genauer zu untersuchen. Ist Urkost eigentlich ein Wettbewerb? Und doch gut zu wissen - nochmal ein Pluspunkt für die Fleischsuppen - auch wenn ich gar nicht so viel Lust darauf habe. Es hilft mir sehr, mich da nicht übertrieben dagegen zu wehren und den Ansatz den ich mir da zusammen gelesen habe auch weniger skeptisch zu betrachten.

    Deine Kinder kannst du so oder so nicht unter eine Glasglocke stellen, aber du kannst sie fortan begleiten und mit Vergleichsverkostungen (ohne Dogma und Schwarz-Weiß-Beurteilung) sehr stark machen. So stark, dass sie Vertrauen in ihr eigenes Körpergefühl bekommen und immer besser damit zurechtkommen werden. Du wirst vermutlich selbst auch dabei dazulernen (so ging es mir bzw vielen rohen Müttern). Und auch dein eigenes Körpergefühl immer mehr stärken. Auch: Wie geht es dir "nachher".
    Ja, das hatte ich auch gar nicht vor. Ich denke, dass das ja nur nach hinten losgehen kann, wenn Kinder da zu dogmatisch damit konfrontiert werden. Meine Rolle sehe ich auch eher als diejenige die dafür verantwortlich ist, welche Lebensmittel zur Verfügung sind und vorzuleben wie ich damit umgehe.

    Mit falscher Ernährung war ich auch schon soweit, dass ich entzundenen Darm hatte. Viele frühere (und durchaus noch übliche Tipps) führten dazu. Ein entzundener Darm kann nicht gut B12 etc aufnehmen (siehe auch im Rohkost-Buch betr. Verdauung erster Teil und danach, dort auch wie Wildpflanzen dies stark unterstützen können). Ein guter erster Wegeinschlag ohne mehr ins Detail zu gehen, dies zu vermeiden ist u.a. möglichst wenig Mischen (keine Kraut&Rüben-Salate), die Köstlichkeiten pur zu essen, gute Qualität. Gerade Anfangs ist da auch eine Geldsache, wobei sich das später einpendelt.
    Was für Tipps waren das? Und welche Ernährung war das? War das noch vor deiner Rohkostzeit, oder waren das Rohkost-Fehler die ich lieber nicht machen sollte?
    Und wie pendelt sich die Geldsache ein?

    Nicht-mischen hab ich heut schon herausgefunden ist eine ganz schwierige Sache für mich. Mischt du gar nichts mehr? Gerade bei meinem Salat-Abendessen kann ich mir kaum vorstellen nicht diese Geschmacksexplosion zu spüren. Aber vermutlich sind meine Sinne noch viel zu taub, um die Feinheiten einer einzelnen Sorte harauszuschmecken.

    Bitte berichte mir/uns gerne wie es dir/euch geht, evlt auch als Blogeinträge. - Diese kannst du ggf dann auch für einen Beitrag im Forum für eine Frage dazu verlinken.

    Ja, wenn ich es irgendwie schaffe, gerne. Ich habe leider nur sehr spärliche Freizeit und die verbrauche ich dann meist schon für den Haushalt und für Recherche. Ich habe schon vor Aufzeichnungen zu führen, es ist nur leider recht dicht in meinem Leben und da geht sich dann nicht immer alles aus, was ich so vorhatte.

    Vielen Vielen Dank noch mal für deine ausführlichen Antworten und
    Alles Liebe

    Martina

  7. #20
    Banani
    Gast
    Hallo zusammen!

    Danke Angelika für den Hinweis. Dadurch ist mir aufgefallen, einige Details bzgl. Urkost vergessen zu haben.
    Ich war noch nie ein Fanatiker, habe zB auch noch nie Koch- u. Backrezepte 100% befolgt, immer irgendwie in meinem Sinne abgewandelt.
    So gefällt mir auch nicht alles an der Urkost (Verzeihung, wenn ich dieses Wort in dem Forum erwähne, denn das gehört ja eigentlich gar nicht hierher.)
    Bzgl. Vit. B12 bin ich mir nicht so sicher, weshalb ich schon vor Wochen in dem Forum geschrieben habe, daß meine Kinder neben Rohkost auch mal ein Eigelb bekommen. Und in Ausnahmen Käse in der kalten Jahreszeit, weil dann die Heuschnupfensaison vorbei ist (mein Großer leidet darunter, ist aber in diesem Sommer symptomfrei gewesen, seit tierisches Eiweiß weggelassen wurde). Ja, liebe Angelika, so halte ich es also auch heute noch. Auch werden meine Kinder noch etwas bekocht. Ihr seht, ich sehe das Ganze wenig verbissen. So landet auch beim Kochen mal ein Löffel zum Ablecken in meinem Mund. Und wenn im Winter Käse gekauft wird, esse auch ich mit. Trotzalledem finde ich die Grundidee dieser "anderen Kostform" gut.
    Unsere Ernährung in der Familie ist eben eine ganz eigene. So sollte m.M. keiner stur nach Vorlagen von irgendwelchen Büchern sich oder gar seine kleinen Kinder beköstigen. Sondern immer alle Umstände, die ja auch nur der Mutter/ dem Vater bekannt sind, miteinfließen lassen in die Entscheidung für das Ernährungskonzept. Und v. a. auf das eigene Gefühl hören. Gerade bzgl. Ernährung gibt´s ja tausende Möglichkeiten. Man könnte verrückt werden, gäbe es nicht die eigen innere Stimme als Wegweiser. Und selbst, wenn man mal falsch liegt - es ist alles ein Probieren, ein Testen. Nichts bleibt, wie es ist. Alles ist im Wandel begriffen. Wer weiß, ob zB ich meine jetzige Ernährung in 2 Jahren noch praktiziere? Jeder Mensch ist ja auch anders. Was dem einen sehr wohl bekommt (nicht nur körperlich, auch von der Persönlichkeit her), muß bei einem einem anderen nicht der Fall sein. Insofern ist mein letzter Beitrag in diesem tread nicht als Tipp zu verstehen, Urkost zu praktizieren. Ich schrieb, wie ich es machen würde (und das auch sehr unvollständig, was ich jetzt hoffentlich korrigiert habe).

    Ich denke auch, daß das Thema Gesundheit/ Ernährung gerne kommerziell ausgeschlachtet wird. Die Leute leben davon, neue Diäten, neue Erkenntnisse, neue Ernährungsformen in die Welt zu setzen.
    Genauso die Diskussion um Vitamin B12 : wenn zwei sich streiten, freut sich der dritte bzw. verdient daran. Warum sich dafür hergeben? Warum soll man sich in die Haare kriegen? Letztlich quatscht doch jeder nur das kluge Geschwätz eines anderen nach. Oder ist vielleicht jemand von euch Wissenschaftler, hat jemand von euch persönlich wissenschaftliche Studien durchgeführt?
    Ich gebe zu, bei Vit. B12 aus Unwissenheit einen Mittelweg zu wählen. Damit fühle ich mich gut. Und fertig.

    Liebe Grüße, Banani

  8. #21
    Administrator Avatar von Angelika
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    Zitat Zitat von Martina Beitrag anzeigen
    Liebe Angelika,

    vielen vielen Dank für diese ausführlichen Antworten - damit kann ich wirklich viel anfangen.
    Gerne! Nimm dir Zeit im Buch immer wieder nachzulesen.
    Vergleichsverkostungen mit Kindern können auch so aussehen, dass du Orangensaft (am besten wenn sie auch wirklich gut sind), Fertigsaft aus Packerln und Orangensaftlimo mit ihnen vergleichsverkostet. Also: Frisch, Direktsaft aus dem Packerl, dann den aus Konzentrat ohne Zuckerzusatz, dann aus Konzentrat mit Zuckerzusatz und evtl Aroma oder gar nur Aromasaft mit Vitaminzusatz. Also 3 Varianten reichen natürlich. ;-)
    Kinder schätzen das, sie fühlen sich ernstgenommen.
    Und KLAR kann dann herauskommen, dass die künstliche Variante viel stärker nach Orange schmeckt. Aber das liegt eben am Aroma.
    Ich habe das Glück (und man kann es manchmal an Tag der offenen Türen mancher Gymnasien auch machen) dass mein Mann in der Aroma/Lebensmittelindustrie arbeitet. Manuel konnte dort schon selbst Aroma, Zucker, Zitronensäure (ohne dem schmeckt es nicht frisch, aber die ist ja nicht so gesund auch wegen Gehirn!) und Wasser oder Blubberwasser zusammenmischen.
    Das kannst du evtl auch selbst machen und so zeigen. Kinder lieben es, zu experimentieren. Und bei diesem Experiment lernen sie spielerisch, wieviel Zucker eigentlich in eine Limo reinmuss, dass es gut schmeckt dann. Und wievel Zitronensäure. Und wie Mini-wenig Aroma so viel Geschmack ausmacht.
    Ich hatte mir mal überlegt, ob ich sowas extra anbieten soll, doch das gibt es eh, z.B. auch bei Amazon:
    http://www.amazon.de/100%25-nat%C3%B...keywords=aroma
    Zitronensäure bekommst du in jedem Supermarkt (meist auch als Reinigungsmittel/Entkalker - nimm aber natürlich reine Zitronensäure für diese Experimente.

    Was du damit schaffst, ist Bewußtsein - vor allem das, was nicht immer drin ist, was wo aufgedruckt ist wie z.B. Orangen auf CapriSonne. Die wird intensiv an Kinder beworben, wobei genau das sogar bestritten wird.
    Siehe: http://www.welt.de/finanzen/verbrauc...pri-Sonne.html
    und dieses lustige aktuelle Verarsche-Video dazu (unbedingt ansehen !!!):



    Natürlich kann man auch hier Kinder nicht unter die Glocke stellen, aber wenn sie es selbst merken, und mehrmals (einmal reicht leider nicht) erfahren insb durch Selbsterfahrung (z.B. in der Folge überdreht oder müde/apatisch oder depressiv/schnell weinerlich etc) dann wird die Beweislage für das Kind immer klarer.
    Später geht das nicht mehr. Von "unter die Glocke stellen so lange es geht" und nicht kommunizieren und mit der Außen/Umwelt befassen halte ich deshalb nichts. Genau wie du auch geschrieben hast, greifen die Kids dann als Jugendliche nur umso mehr zu, insb auch weil sie rebellieren und nicht die Erfahrung haben, dass die Eltern sie in ihrem Erfahrungsprozess in dieser Angelegenheit weitergebracht haben. Kinder lernen ja durch Nachmachen. Und lustigerweise prägt das am meisten, was Eltern NICHT wollen, weniger aber was sie wollen. Auch wenn sie es durchaus auch probieren. Und da helfen diese Vergleichsverkostungen besonders. "Sagen" lassen sich Kinder ja kaum etwas ;-) (Außer das mit der Straße, aber das merken Sie an der lebensgefährlichen eindringlichen Kommunikation und das das keiner darf)


    Zitat Zitat von Martina Beitrag anzeigen
    Ich hab mir schon gedacht, dass mein momentanes Fleisch-Angebot für meine Kinder nicht unbedingt schon echte Rohkost ist, aber es ist eben das, was sie bei mir bislang als Normalkost bekommen haben. Vielen Dank für deine Anregungen für Fleischmahlzeiten.
    Carpaccio und Leber kann ich beides leicht umsetzen und die Kinder sind da glaub ich recht offen. Und ich bin recht froh über Alternativen. Speck und Schinken waren nur so die Kompromisslösungen und Geselchtes hatten wir vom Bauern und ich glaube schon, dass es nicht gekocht ist, allerdings kommt beim Räuchern dann wohl auch eine gewisse Temperatur zustande... Ich kann aber mal fragen, wie das genau hergestellt wird. Bislang hab ich mich für Temperaturen weniger interessiert - mich hat eher gestört wenn die Fleischversorgung der Kinder manchmal mit einen massiven Übersalzung einhergeht.
    Ja, wird heiß geräuchert habe ich gerade gefunden. Und klar, da wird sehr viel gesalzen (Pökelsalz eben wie oben erwähnt)


    Zitat Zitat von Martina Beitrag anzeigen
    Ja, das kommt auch wirklich gar nicht in Frage für mich. Und selbst wenn ich es für vernünftig erachten würde - es ließe sich nie im Leben umsetzen. Wir brauchen alle starke Nerven um den Alltag zu bewältigen und miteinander klarzukommen. Autismus ist für Eltern und Geschwister oft eine riesige Herahusforderung... Für mich selbst wird Fasten erst wieder interessant, wenn ich nicht mehr so von den Kindern gebraucht werde, und das wird ja doch noch einige Jahre dauern, bis ich mir da eine mehrtägige Auszeit genehmigen kann. Fasten braucht Ruhe, so waren meine bisherigen Erfahrung - die schon ewig zurückliegen - und diese Ruhe finde ich nur, wenn ich nicht für so viele kleine Menschen sorgen muss und verantwortlich bin.
    Ja, wenn überhaupt sehe ich das auch genauso.
    Wobei manche nach Fasten "ausgehöhlte" Augen bekommen. Mir sagte eine Ernährungswissenschaftler, dass dann das Fett dort bei den Augen abgebaut wird. Und das wird anscheinend nicht mehr wieder aufgebaut.
    Gefällt mir nicht so, zeigt mir aber auch irgendwie das das trotz häufig gegenteiliger Argumentationen nicht so wirklich sinnvoll ist - temporäres wenig-essen und Essenskarenz (durchaus mal 3/4 Tag oder auch 1 Tag) wirkt sich aber nicht so aus. Für Kinder finde ich das allerdings nicht so zielführend, die brauchen Regelmässigkeit. (Eigentlich Erwachsene ja auch, aber die sind ja verkopfter meist ;-) )

    Zitat Zitat von Martina Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass sich das noch nicht so genau sagen lässt, ob er auf die regionalen Zuchtformen reagiert, weil er ja neben süßem Obst auch noch viele andere der Darmgesundheit nicht gerade förderliche und in der Auswahl extrem eingeschränkte Nahrungmittel zu sich nahm/nimmt und ich auch sehr hoffe, dass im Kampf der Darmbakterien die guten gewinnen mögen und sich so weit vermehren auf dass sie die bösen in Schach halten können - und dann könnte ja hoffentlich schon sein, dass er auf Obst und Gemüse nicht gleich wieder Durchfall bekommt. Jedenfalls hab ich das in dem bereits genannen GAPS Buch so gelesen. (oder zumindest so verstanden - es gibt noch keine deutsche Ausgabe).
    In kleinerer Menge oder bis zu einer gewissen Menge ist es sicher kein Problem (wenn auch individuell). Aber viele die auf Rohkost umsteigen, essen durchaus große Mengen der oben genannten Früchte/Gemüse. Und länger hält das niemand aus.
    Deshalb wird u.a. auch auf Wildpflanzen aus Freiland (nicht Treibhaus) hingewiesen, die Qualitativ besser als Gemüse sind im Hinblick auf ungesättigte Fette (Omega 3), Fettgehalt, Aminosäurengehalt (auch Eiweiß eben Chlorophyll wird ja mehr bei Sonne gebildet), Nitratgehalt (wird am Tag unter der Sonne abgebaut) usw. Lindenblätter und ins Malven (noch milder) sind da sehr gut (siehe Malvengewächse im Buch) aber auch Nelkenartige wie Vogelmiere sind sehr beliebt. Bei Spinat eher im Winter den Babyspinat, sonst auch mal Gartenmelde probieren (sperrt aber auch bald). Kinder mögen häufig auch gerne eingeweichte und ein bißchen angekeimte (muss nicht sein, aber gut weich-knackig) Kichererbsen (Schmetterlingsblütler). Aber bitte pur, dass sie rechtzeitig damit aufhören (Lektine).
    Ich bin kein Arzt, Ernährung die hier auch von anderen geschildert wird zielt meist drauf ab, Krankheiten zu vermeiden.
    Wenn du oder dein Kind ein defektes Organ hast, ist Vorsicht geboten (z.B. wird bei Diabetes langsam und unter Kontrolle abgesetzt wegen ggf zuwenig Zucker). Mit einer Fleischsuppe wirst du nicht soviel falsch machen, aber es wird nicht "vorher" den Weg glatt machen, dass du danach "irgendwas" zu essen geben kannst.
    Häufig zielen einschränkende Empfehlungen auch einfach darauf ab um zu sehen, wie man etwas verträgt und sich damit befaßt. Bei mir hatte das sehr lange gedauert (meine Mutter probierte schon bei mir) bis ich den Schlüssel endlich in der Hand hatte.


    Zitat Zitat von Martina Beitrag anzeigen
    Ach, diese Sorge habe ich gerade nicht so. Mein Sohn neigt ja eben zu Durchfall, und da er ja auch in unserer Normalkost immer wieder mal Suppen und auch (bei der Oma) erhitztes Fleisch bekommt, habe ich dazu schon die Erfahrung, dass er auch mit dieser Nahrung Durchfall hat.
    Ein Durchfallkanditat war mein Vater auch. Aber als er Nahrungskarrenziert war, reagierte er genauso darauf (wäre fast sein noch früherer Tod gewesen). Soll heißen: Wenn du bzw ein Körper erst einmal länger roh aß, DANN reagiert er so (mit Verstopfung). Wenn es ohnehin immer wieder gegessen wurde eher mit schwer gängigem Stuhlgang bzw kaum Unterschied merkbar.


    Zitat Zitat von Martina Beitrag anzeigen
    Danke, das hilft mir sehr. Ein klares Statement zum Thema Fleischsuppen. Ich werde mich also demnächst mal überwinden und eine Hühnersuppe kochen und streng nach Rezept der Autorin das Knochenmark und die Weichteile um die Gelenke unbedingt herauslösen und dem kleinen Patienten verabreichen. Und wenn ers verträgt, dann werd ich mich eben daran gewöhnen und die nächsten Jahre sehr routiniert werden. Ich muss mich nur ans Erste Mal herantasten...
    Naja, die veganen Mütter haben natürlich Gemüsesuppen genommen. Aber wie auch immer, sicher enthält Knochenmark und Knorpel vom Huhn einiges das vermutlich hilft. Ich hatte es als Kind auch immer bekommen. Also nicht, dass es der Hit war dass ich mehr vertrug .. aber geschadet hatte es mir wohl nicht.



    Zitat Zitat von Martina Beitrag anzeigen
    Schräg. Also, fast schon soziologisch spannend genug um es genauer zu untersuchen. Ist Urkost eigentlich ein Wettbewerb? Und doch gut zu wissen - nochmal ein Pluspunkt für die Fleischsuppen - auch wenn ich gar nicht so viel Lust darauf habe. Es hilft mir sehr, mich da nicht übertrieben dagegen zu wehren und den Ansatz den ich mir da zusammen gelesen habe auch weniger skeptisch zu betrachten.
    Hast du eine Ausbildung in der Richtung (weil du schriebst "soziologisch")? Bei veganer Richtung geht es vor allem darum - bzw auch dort, nicht ausgeschlossen zu werden. Entweder aus dem Forum. Oder einfach nicht mehr "Liebkind" zu sein. Manche brauchen austausch und fürchten dann, dort nicht mehr schreiben zu können/dürfen. Aber es ist meist nicht nur virtuell, auch wenn die Aussagen virtuell und real äußerst auseinanderklaffen können. Dazu kann ich nicht nur obige Geschichte erzählen. Von einer Frau, der angedichtet wurde, sie würde durch suggestierte jahrelange Urosternährung (= auch ohne Nahrungsergänzungmittel (NEM) und selbstverständlich vegan) Profisport betreiben. Die Dame ist zwar vegetarisch gesindt, ißt aber auch Milchprodukte, nimmt NEMs und insb vor Wettkämpfen noch extra welche. NONA! Aber die lieben Mütter und andere, die die Person nicht kennen oder Einblick in die Szene haben, glauben die Geschichte (die Wuchtl ..) und denken sich, sie sind einfach selbst zu schwach, gehen in der Folge durchaus härter mit sich und auch mit ihren Kindern um, weil sie glauben, XY schaffe das ja auch!
    Inzwischen ist in der sonstigen veganen Szene, auch Rohkostbereich durchaus schon Bewegung hineingekommen und es wird auch öffentlich darüber gesprochen dass ergänzt wird. Zum Teil auch regelmässig Vitamin B12 gespritzt. Da allerdings noch lange nicht klar ist, was alles zusammenspielt (in Wirklichkeit alles, die Biologie ist auf komplexe Zusammenhänge aufgebaut) ist insb bei Kindern das Verlassen auf Nahrungsergänzungsmittel eher umstritten.
    Da wird dann eher Soja empfohlen, wenn es vegan sein soll .. aber du hast dich sicher auch schon mit der Thematik befaßt?
    Zumindest ist es kein Cocktail im Sinne von einzelnen Substanzen. Jedoch roh nicht essbar (Tofu ist auch nicht roh).


    Zitat Zitat von Martina Beitrag anzeigen
    Ja, das hatte ich auch gar nicht vor. Ich denke, dass das ja nur nach hinten losgehen kann, wenn Kinder da zu dogmatisch damit konfrontiert werden. Meine Rolle sehe ich auch eher als diejenige die dafür verantwortlich ist, welche Lebensmittel zur Verfügung sind und vorzuleben wie ich damit umgehe.
    Nur Vorleben hat mich eher frustriert, da bleibt nix wirklich hängen. Zumindest bei uns ist der Einfluß durch die längere Zeit in der Schule und bei anderen hier viel größer: Andere leben ja auch vor! Gezieltes Vergleichsverkosten und Begleiten hilft hier stärker, wenn du es machen willst.
    Eben habe ich Manuel auch das Verarsche-Video von Capri Sonne von foodwatch gezeigt, weil er es noch nicht kannte. Siehe auch oben Text dazu.



    Zitat Zitat von Martina Beitrag anzeigen
    Was für Tipps waren das? Und welche Ernährung war das? War das noch vor deiner Rohkostzeit, oder waren das Rohkost-Fehler die ich lieber nicht machen sollte?
    Als ich merkte, dass es so nicht ging und dass die RatSCHLÄGE diverser Rohköstler eben eher Schläge waren und sich entweder widersprachen oder einfach offensichtlicher oder möglicher Unsinn waren, überlegte ich Ernährungswissenschaften zu studieren.
    Damals arbeitete ich im Schnitt 4 Stunden am Tag für die Firma von zu Hause aus und ich hatte aber durch meine liebe Schwiegermutter die möglichkeit, noch mehr Zeit zu nützen. Dann war Manuel auch ein so ein Lieber, dass ich entweder beim Stillen oder in seinen Schlafenszeiten gut lesen bzw lernen konnte. Übrigens, wehe ich hatte etwas anders gegessen, er reagierte binnen weniger Minuten/Stunden, Babys und Kleinkinder haben ja einen so krass schnellen Stoffwechsel.
    Ich informierte mich einerseits, ob es möglich ist, dies als Fernstudium zu machen. Da wurde mir gesagt, das geht nur mit Laborzeiten. Noch gab ich nicht gleich auf, doch dann sagte mir Herbert, der ja in der Lebensmittelindustrie arbeitet, dass die Ernährungswissenschaftler zwar total viel wissen, aber kaum gute Jobs bekommen und insb auch als Vertreter für die Lebensmittelindustrie arbeiten. Wenn ich also als ausgebildete Technikerin das mache, fange ich nicht nur neu von unten an, sondern habe auch noch schlechte Berufsaussichten, Ausfall von Gehalt (ich muss ja doch viel miterhalten bei uns) und ein Vertreterberuf in der Richtung würde mich wohl nicht ausfüllen. Also beschloß ich, mich einfach selbst zu lehren. Labor hatte ich für angewandte Biologie und Chemie auch in der HTL gehabt und manches konnte ich auch Herbert fragen bzw gewisse Substanzen bekommen. Ich kam mit Ernährungswissenschaftlern zusammen und insbesondere mit einer kam ich dann immer wieder zusammen, die ich bei Fragen wie: "Warum stehe ich so wahnsinnig auf Ketchup gerade ????" oder "Macht es Sinn, viel Leber auf einmal zu essen: Ich habe gesehen/Mir wurde gezeigt/Ich habe gemerkt/.." erfolgreich um Antworten bitten konnte.
    Ich besorgte mir die empfohlenen Bücher, kopierte mir manches aus Skripten und las und testete und machte viele Rohkost-Treffen bzw besuchte welche. In der Folge bekam ich meine Verdauung und auch meine Immunprobleme (Haut, Lunge, ..) in den Griff und ich wollte einen Roman schreiben über all das, was ich da erlebt hatte. Jedoch meinten dann einige, ich soll lieber zumindest zuerst ein Sachbuch schreiben. Dann machte ich die Workshops bei denen ich auch prüfte, welche Erklärungen von den Teilnehmern verstanden wurden bzw entwickelte einige.
    Das Resultat und was wichtig war, hast du ja in deinen Händen. Ich verdiene an dem Buch dzt. ca. 0,50 EUR und habe bei weitem noch nicht einmal meine Ausgaben die ich dafür hatte (ein weiterer Ernährungswissenschaftler, der nach dem Lektorat des Verlages nochmal auf Lektoratsfehler die untergegangen sein konnten achtete bzw auch nochmals manches mehr herausgehoben haben wollte [z.B. Instinkthintergrund, habe dann etwas aus der Geschichte dazu hinzugefügt].
    Ich habe hier im Forum eine Rubrik für die sinnesorientierte Ernährung gemacht. Sie ist insb für Fragen dazu gedacht.

    Das Buch ist dick geworden, weil wird die Pflanzenfamiliensache auch gleich kompett hineingegeben haben. Es sind also eigentlich zwei Bücher in einem, aber die Makronährstoffe und Pflanzenfamilien gehen eben Hand in Hand.
    Die AGE-Sache die darin immer wieder erwähnt wird, wird ein eigenes Buch.

    Wichtig ist neben Qualität wie oben schon geschrieben auch so natürlich und einfach wie möglich.
    Manches aber ist roh schwer oder kaum gut verdaubar. Das entweder meiden oder weniger essen, durch verdaubare Version ersetzen, oder ggf fermentieren (ist alles im Buch, gib dir Zeit dafür, insb für deine eigenen Wahrnehmungen).


    Zitat Zitat von Martina Beitrag anzeigen
    Und wie pendelt sich die Geldsache ein?
    Anfangs kaufte ich in der Angst, mich nicht ausgewogen zu ernähren relativ chaotisch ein und aß entsprechend. D.h. dass auch viel unnötig gekauft wurde. Einerseits regelten wir bald, dass wir nur das kauften, was wir unmittelbar essen wollten und Herbert seines selbst auswählt, ich meines und Manuel (bzw Kids bei Besuch) selbst aussucht bzw sogar auch zubereitet. Ich fand es z.B. ärgerlich wenn ich/Herbert nach Manuels Art eine Tomatensauce machten und andere Kids die halt salziger oder ohne dem oder mit dem wollten. Also würzen die Kids dann einfach selbst - basta. Und auch bei meinem Mann war es gleich so: Ich sagte ihm ich kann ihm nicht würzen, weil er erstens andere Bedürfnisse und Geschmäcker mag und braucht und es mir zweitens nicht gut tut. Ist ja nur ein Ratspiel und nicht umsonst wird man dick wenn man immer Abschmecken muss für andere und dann paßt es erst nicht ..
    Ich probierte für mich dann auch mit Nahrungsergänzungsmittel die roh sind, doch das ist leider ein schwarzes Thema bei mir, ich bekomme Asthma oder chronische Rhinitis oder sonst was davon. Mir wurde das dann bald zu bunt. Ich dachte mir: Mangel hin oder her den ich habe, was wäre wenn ich jetzt im Urwald ausgesetzt wäre, was würde ich essen? Der Urwald, dort ist es ja wärmer als bei uns und er hat alle Pflanzenfamilien. Das fand ich in dem Zuge aber erst heraus. Und so kaufte ich keine Kreuzblütler mehr, wenn ich eh welche im Garten hatte. Bestenfalls Ruccola o.ä. im Winter, wenn alles zugeschneit ist meterdick. Weil die sind auch winterhart. Ebenso Lippenblütler. Ggf eben Oregano nicht aus dem Garten sondern getrocknet im Winter. Mithilfe dieser Betrachtungsweise konnte ich sehr sehr viel einsparen. Viele Früchte sind Rosengewächse, insb die die hier großgezüchtet wurden. Sie haben alle meist ganz nett Eisen drin aber auch andere Eigenheiten (ggf Allergiepotential, je nach dem auch Oxalsäure bei Brombeerblätter typisch etc). Ich kaufte dann nicht mehr exotische Früchte von denen ich wußte, sie sind aus der selben Familie. Hatte ich Passionsfrüchte, war ich nicht traurig dass ich keine Mangostane bekam oder hatte. Klar, bestellte ich sie mir manchmal auch mal. Aber hatte ich kein Geld dafür übrig, aß ich eben Weidenblätter, Johanniskrautblüten oder anderes. Ebenso bei den Fetten. Es ist günstig, wenn man mit der Zeit (!) immer wieder herausschmeckt und vergleichsverkostet. Es festigt sich dann auch. Z.B. ist auch die Vergleichsverkostung Macadamia-Cashew sehr sinnvoll. Siehe Seite 110 im Rohkost-Buch.

    Bald konnte mir so leicht niemand mehr etwas vormachen. Und mit der steigernden Sicherheit stieg auch das gezielte Ausgeben für Lebensmittel wie andere Brot, Milch, Eier kaufen. Auch auf die Werbemasche "Superfoods" fiel ich fortan kaum mehr herein: Goji-Beeren? Klar schmecken gut, auch auf Rohkostschokolade so man das will. Aber sich bin auch nicht traurig wenn ich sie nicht haben, sie sind Nachtschattengewächse und heißen bei uns Gemeiner Bocksdorn (siehe Seite 237). Ähnlich und mit vielen Polyphenolen und einigen speziellen typischen Stoffen (leichte Schärfe) sind auch roter Paprika bestückt, der auch zu den Nachtschattengewächsen gehört. Ich habe nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlt, wenn ich diese Trockenfrüchte nicht miteinbeziehe. Die Ähnlichkeit wird auch klar, wenn man weiß dass es auch Schoko mit Paprika/Chili gibt die gerne konsumiert wird. Ich erlebe sie als nette Abwechslung, aber ausgeben muss ich es nicht.
    Trockenfrüchte haben einen Nachteil in der Küchenlade: Auch wenn sie natürlich länger halten vom Verderb her, die Motten mögen sie meist gerne. Manchmal werden sie bei Rohkost-Qualität auch gleich mitgeliefert, denn sie werden ja nicht erhitzt oder bestrahlt. So bekam ich vor einigen Monaten einen Kilo Goji Beeren, den ich im Urlaub dann mitnahm als Reserve, doch dort kam ich darauf, dass die Sache schon ganz versponnen und voller Motten war. Das kann schon weh tun, wenn man das dann in so einem großen Sackerl gekauft hätte. Ich hatte es geschenkt bekomen. Falls du - und bestimmt wirst du das - Trockenfrüchte verwendest, verpacke sie ggf in kleinere Twist-Off Gläser, die wirklich dicht schließen. Tupperware hat mich bisher immer im Stich gelassen bei sowas. Damit vermeidest du auch, dass die Motten auf anderes übergehen. Und selber trocknen ist natürlich auch ein Einsparungspotential. Jetzt ist eine Super Zeit für selbst gemachtes Fruchtleder (im Umluft-Backofen aus Ringlotten oder was auch immer), getrocknete Zwetschken und auch Äpfel wenn sie im Herbst kommen (bevorzuge rote, ca. 1 - 2 cm dick geschnitten und dann getrocknet). Oder Ananasstücke, sind bei Kindern sehr beliebt. Besser frischer als schon fertig gekauft. Dann sind auch weniger AGEs drin und es ist mehr das Kribbel/sauer-Gefühl drin, das Kinder auch schätzen.

    Uff, da gibt es noch mehr zu erzählen, aber das in Kurz. In der Rubrik sinnesorientierte Ernährung könnte das auch mal ein Thema sein oder werden: Was ist ähnlich wie und wie nehme ich es wahr? Ist aber eigentlich auch im Buch drin.

    Zitat Zitat von Martina Beitrag anzeigen
    Nicht-mischen hab ich heut schon herausgefunden ist eine ganz schwierige Sache für mich. Mischt du gar nichts mehr? Gerade bei meinem Salat-Abendessen kann ich mir kaum vorstellen nicht diese Geschmacksexplosion zu spüren. Aber vermutlich sind meine Sinne noch viel zu taub, um die Feinheiten einer einzelnen Sorte harauszuschmecken.
    Hier kann ich dir nur helfen, wenn du Beispiele anführst. Am besten im Blog und dann einen Beitrag in einer Rubrik eröffnest mit einer Frage dazu. Mir tut Salat gar nicht gut, aber anfangs hatte ich ihn auch gegessen. In den letzten Tagen bekam ich Salat in der Firma, aber ich werde da auch eher umsteigen auf wirklich einzelne Gemüsesorten, sonst krampft es bei mir zusammen und dann wird es chaotisch. Fange am besten an, langsam auch Wildpflanzen miteinzubeziehen. Mir schmecken sie längst pur am besten, aber anfangs gab ich aufgrund von Tipps z.B. Gundermann in den Salat.


    Zitat Zitat von Martina Beitrag anzeigen
    Ich habe schon vor Aufzeichnungen zu führen, es ist nur leider recht dicht in meinem Leben und da geht sich dann nicht immer alles aus, was ich so vorhatte.
    Ja da geht es mir genauso. Es ist eine Ausnahme, wenn ich so viel und ausführlich im Forum antworte (Voll berufstätig, Arbeitsanfahrt mit Auto, Familie, Buch, viele administrative Tätigkeiten .. uff). Jetzt ging es aber gerade weil ich es mir wieder vorgenommen hatte - und ich dachte mir, evtl paßt es hier mal wieder, ein bißchen zu erzählen von dem, was ich bisher noch nicht so erzählt hatte. Ich hoffe ja, dass nächste Leser dann immer wieder durch die Suchefunktion auch etwas finden ;-)
    Alles Gute und betreffend Salat und rausschmecken wäre evtl eine Liste von 3 Tagen mit allem in der Ernährung gut.
    Und das mit Zink: insb. Seite 308 und 309 im Rohkost-Buch.

    Mit lieben Grüßen
    Angelika

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  10. #22
    Martina
    Gast
    Hallo Angelika,

    nochmals vielen Dank für deine ausführliche und interessante Antwort. Für mein erstes mal in einem Forum überhaupt fühle ich mich gerade sehr verwöhnt und beschenkt.

    Vergleichsverkostungen mit Kindern können auch so aussehen, dass du Orangensaft (am besten wenn sie auch wirklich gut sind), Fertigsaft aus Packerln und Orangensaftlimo mit ihnen vergleichsverkostet. Also: Frisch, Direktsaft aus dem Packerl, dann den aus Konzentrat ohne Zuckerzusatz, dann aus Konzentrat mit Zuckerzusatz und evtl Aroma oder gar nur Aromasaft mit Vitaminzusatz. Also 3 Varianten reichen natürlich. ;-)
    Kinder schätzen das, sie fühlen sich ernstgenommen.
    Das klingt lustig und interessant. Ich denke das bekommen wir mal hin. Was für den Winter wenn wir nicht mehr so viel draußen machen können und die frischen Orangen wieder leichter zu bekommen sind.

    Natürlich kann man auch hier Kinder nicht unter die Glocke stellen, aber wenn sie es selbst merken, und mehrmals (einmal reicht leider nicht) erfahren insb durch Selbsterfahrung (z.B. in der Folge überdreht oder müde/apatisch oder depressiv/schnell weinerlich etc) dann wird die Beweislage für das Kind immer klarer.
    Ach ja, da wär wirklich fein, wenn sie schon so reflektiert wären - aber das wird schon kommen. Mein autistischer Sohn hätte das ja ganz dringend nötig, dass er merkt wie sich was auf ihn auswirkt. Von außen is es nämlich ganz schwer zu sagen, was ihn eigentlich grad völlig aus der Fassung bringt.
    Ich werde bei ihm besonderst genau mitschreiben müssen, was ich beobachten kann und mich nicht darauf verlassen, dass ich auch nur annähernd richtig liege mit meinen Interpretationen.

    "Sagen" lassen sich Kinder ja kaum etwas ;-) (Außer das mit der Straße, aber das merken Sie an der lebensgefährlichen eindringlichen Kommunikation und das das keiner darf)
    Nun ja, mein Sorgenkind glaubt mir auch das Kapitel mit der Straße nicht. Denn genau dort sind ja die spannenden Kanaldeckel.

    Ja, wenn überhaupt sehe ich das auch genauso.
    Wobei manche nach Fasten "ausgehöhlte" Augen bekommen. Mir sagte eine Ernährungswissenschaftler, dass dann das Fett dort bei den Augen abgebaut wird. Und das wird anscheinend nicht mehr wieder aufgebaut.
    Gefällt mir nicht so, zeigt mir aber auch irgendwie das das trotz häufig gegenteiliger Argumentationen nicht so wirklich sinnvoll ist - temporäres wenig-essen und Essenskarenz (durchaus mal 3/4 Tag oder auch 1 Tag) wirkt sich aber nicht so aus. Für Kinder finde ich das allerdings nicht so zielführend, die brauchen Regelmässigkeit. (Eigentlich Erwachsene ja auch, aber die sind ja verkopfter meist ;-) )
    Ui, na wenn das kein Argument gegen das Fasten ist. Wow. Das klingt ja nicht grad nach "Jungbrunnen"

    Hast du eine Ausbildung in der Richtung (weil du schriebst "soziologisch")?
    Nicht direkt. Ich hab was therapeutisches studiert. Krankheit - so wurde es uns gelehrt - hat die drei Ebenen: körperlich - psychisch - sozial/soziologisch. Somit wäre es unbedingt notwendig auch das psychosoziale Umfeld miteinzubeziehen und das gibts ja nicht nur im kleinen sondern im großen - also der Gesellschaft.
    Und mich interessieren diese Phänomene einfach. Und ohne jedem einzelnen die Verantwortung für das eigene Leben abenehmen zu wollen (oder zu können) find ich es trotzdem immer wieder spannend: Was beeinflusst wen? Wie? Wodurch? etc.
    Es ist einfach so ein Hobby - das Nachdenken und Austauschen über solche soziologischen Zusammenhänge.

    Inzwischen ist in der sonstigen veganen Szene, auch Rohkostbereich durchaus schon Bewegung hineingekommen und es wird auch öffentlich darüber gesprochen dass ergänzt wird. Zum Teil auch regelmässig Vitamin B12 gespritzt. Da allerdings noch lange nicht klar ist, was alles zusammenspielt (in Wirklichkeit alles, die Biologie ist auf komplexe Zusammenhänge aufgebaut) ist insb bei Kindern das Verlassen auf Nahrungsergänzungsmittel eher umstritten.
    Da wird dann eher Soja empfohlen, wenn es vegan sein soll .. aber du hast dich sicher auch schon mit der Thematik befaßt?
    Zumindest ist es kein Cocktail im Sinne von einzelnen Substanzen. Jedoch roh nicht essbar (Tofu ist auch nicht roh).
    Mit der Soja-Thematik hab ich mich eigentlich nicht besonders viel befasst. Es schmeckt mir nicht, ich bekomme davon Blähungen (furchtbare) und finde es furchtbar, wenn ich es wo als Tofu essen muss, weil man für uns Vegetarier extra was eigenes gemacht hat. Obwohl es ja wirklich lieb ist, wenn uns da wer entgegenkommen will, es geht nur manchmal grausam nach hinten los...

    Nur Vorleben hat mich eher frustriert, da bleibt nix wirklich hängen. Zumindest bei uns ist der Einfluß durch die längere Zeit in der Schule und bei anderen hier viel größer: Andere leben ja auch vor! Gezieltes Vergleichsverkosten und Begleiten hilft hier stärker, wenn du es machen willst.
    Da bin ich momentan noch in der Lage, dass nicht allzu viele vorleben und ich diejenige bin, die die Lebensmittel beschafft. Aber Danke schon mal für den Tip mit dem Vergleichskosten - da fühl ich mich dann schon etwas gewappnet für die kommenden anderen Einflüsse.

    Das Resultat und was wichtig war, hast du ja in deinen Händen. Ich verdiene an dem Buch dzt. ca. 0,50 EUR und habe bei weitem noch nicht einmal meine Ausgaben die ich dafür hatte
    Das hab ich von einem meiner Uni-Professoren auch schon mal gehört, dass so ein SachBuch einfach auch eine Überdosis Idealismus braucht - weil zum Reich werden reicht es nicht. Ich finde das Buch jedenfalls sehr gelungen und übersichtlich. Es ist für mich eine gute Vorbereitung. Mittlerweile weiß ich schon, dass ich unsere Ernährung nicht ohne Vorbereitung umstellen kann, das wär schon für mich selbst am Anfang sehr chaotisch, wenn noch gar nicht so klar ist, was darf ich alles essen, wo bekomme ich es her, wieviel kostet das dann, etc. Ich muss aber für uns alle kalkulieren, darum werde ich lieber mehr Zeit in Vorbereitungen investieren und nur in kleinen Schritten was verändern. Für meinen kleinen Sohn, der ohnehin schnell Schwierigkeiten hat, wenn gewohntes nicht mehr da ist, hat sich ohnehin genau dieses Konzept der vielen kleine Schritte sehr bewährt.

    Ich probierte für mich dann auch mit Nahrungsergänzungsmittel die roh sind, doch das ist leider ein schwarzes Thema bei mir, ich bekomme Asthma oder chronische Rhinitis oder sonst was davon. Mir wurde das dann bald zu bunt. Ich dachte mir: Mangel hin oder her den ich habe, was wäre wenn ich jetzt im Urwald ausgesetzt wäre, was würde ich essen? Der Urwald, dort ist es ja wärmer als bei uns und er hat alle Pflanzenfamilien. Das fand ich in dem Zuge aber erst heraus. Und so kaufte ich keine Kreuzblütler mehr, wenn ich eh welche im Garten hatte. Bestenfalls Ruccola o.ä. im Winter, wenn alles zugeschneit ist meterdick. Weil die sind auch winterhart. Ebenso Lippenblütler. Ggf eben Oregano nicht aus dem Garten sondern getrocknet im Winter. Mithilfe dieser Betrachtungsweise konnte ich sehr sehr viel einsparen.
    Das ist ein sehr hilfreicher Ansatz. Danke, ich denke es dauert Monate um auf sowas selbst draufzukommen - bei mir jedenfalls würde ich denken, wenn nicht sogar Jahre. Du bist sehr strukturiert an das Thema Rohkost herangegangen finde ich. Ich bin sehr dankbar, dass ich davon profitieren kann und jetzt dein fertiges Buch habe und du mir auch so ausführlich geantwortet hast.

    Trockenfrüchte haben einen Nachteil in der Küchenlade: Auch wenn sie natürlich länger halten vom Verderb her, die Motten mögen sie meist gerne. Manchmal werden sie bei Rohkost-Qualität auch gleich mitgeliefert, denn sie werden ja nicht erhitzt oder bestrahlt
    Ja, diese Erfahrung hab ich schon mal gemacht vor vielen vielen Jahren. Ein ganzer Großeinkauf am Naschmarkt war innerhalb von Wochen befallen. Seitdem lagern wir alles in Gläsern, was nicht innerhalb einer Woche sowieso schon weg ist. Damals waren wir noch beide Studenten und haben bei diesem Einkauf mal so richtig viel Geld ausgegeben - das war wirklich teuer bezahltes Lehrgeld bezüglich Haushaltsführung.

    Hier kann ich dir nur helfen, wenn du Beispiele anführst. Am besten im Blog und dann einen Beitrag in einer Rubrik eröffnest mit einer Frage dazu. Mir tut Salat gar nicht gut, aber anfangs hatte ich ihn auch gegessen. In den letzten Tagen bekam ich Salat in der Firma, aber ich werde da auch eher umsteigen auf wirklich einzelne Gemüsesorten, sonst krampft es bei mir zusammen und dann wird es chaotisch. Fange am besten an, langsam auch Wildpflanzen miteinzubeziehen. Mir schmecken sie längst pur am besten, aber anfangs gab ich aufgrund von Tipps z.B. Gundermann in den Salat.
    Ja, so mach ich es gerade - es kommen zusehends mehr Wildkräuter in den Salat, damit sie schon mal dabei sind und nach und nach werde ich den Salat etwas ausdünnen und mit den Kindern versuch ich halt so im Garten immer wieder mal ein bisschen dahinzukosten was es da an Wildkräutern grad gibt.
    Leider ist da mein autistischer Sohn äußerst skeptisch, aber immerhin kann ich ihn zu grünen smoothies motivieren. Darum, werd ich vermutlich gerade was ihn betrifft nicht so auf seine Instinkte eingehen - obwohl ich gern würde. Aber da muss er erstmal aufhören instinktiv alles mögliche definitiv nicht essbare zu sich zu nehmen und alles was ich ihm so anbiete mal überhaupt nicht anzunehmen

    Und was den Blog betrifft hab konkretisiert sich das Vorhaben schon sehr in meinem Kopf. Es wird noch dauern, aber fürs erste komm ich schon mal weiter. Das wäre dann mein erster Blog - gleich nachdem ich zum ersten mal aktiv in einem Forum unterwegs bin.

    Ja da geht es mir genauso. Es ist eine Ausnahme, wenn ich so viel und ausführlich im Forum antworte (Voll berufstätig, Arbeitsanfahrt mit Auto, Familie, Buch, viele administrative Tätigkeiten .. uff). Jetzt ging es aber gerade weil ich es mir wieder vorgenommen hatte - und ich dachte mir, evtl paßt es hier mal wieder, ein bißchen zu erzählen von dem, was ich bisher noch nicht so erzählt hatte. Ich hoffe ja, dass nächste Leser dann immer wieder durch die Suchefunktion auch etwas finden ;-)
    Alles Gute und betreffend Salat und rausschmecken wäre evtl eine Liste von 3 Tagen mit allem in der Ernährung gut.
    Dann hab ich schon mal was für den ersten Blog Eintrag.
    Aber es wird dauern. Ich komm normalerweise nämlich nur nächsten überhaupt an den Computer, und da nur, wenn ich nicht versehentlich mit den Kindern eingeschlafen bin - und wenn ich den Rest des Haushalts halbwegs erledigt habe.
    Ich fühl mich geehrt, dass ich so ausführliche Antworten bekommen habe, obwohl du es auch so dicht hast und werde mich dann wieder ein bisschen in dein Buch vertiefen, wo ich schon mal einen "freien" Sonntag Abend bekommen habe.

    Vielen Dank

    Achja, weil es ja noch immer der Vorstellungsthread ist:
    Ich bin zum aller ersten mal in einem Forum aktiv und das mit dem Zitieren hab ich noch nicht ganz geschnallt: Was genau muss ich machen, damit in dem Zitat steht - von wem und aus welchem Beitrag ich grad zitiere?
    Und wie kann ich so elegant einfach gleich Zitat im Zitat (im Zitat im Zitat....) zitieren?

    Vielen Dank und
    Alles Liebe

    Martina

  11. #23
    Ralph
    Gast
    Zitat Zitat von Martina Beitrag anzeigen
    das mit dem Zitieren hab ich noch nicht ganz geschnallt: Was genau muss ich machen, damit in dem Zitat steht - von wem und aus welchem Beitrag ich grad zitiere?
    Und wie kann ich so elegant einfach gleich Zitat im Zitat (im Zitat im Zitat....) zitieren?
    Probier's mal mit dem Knopf "Zitieren" unter einem Beitrag - der erleichtert die Sache und zeigt, wie es geht. Und: solche quote-Umgebungen lassen sich schachteln ...

    Zitat Zitat von ABC
    erste Ebene ...
    Zitat Zitat von DEF
    zweite Ebene ...
    wieder erste Ebene ...
    Alles Liebe,
    Ralph

  12. Der folgende Benutzer sagt Danke an Ralph für diesen Beitrag:


  13. #24
    Administrator Avatar von Angelika
    Registriert seit
    20.04.13
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    44
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    4.460
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    Grüß dich,

    ja das mit den vorherigen Zitaten ist so, müßte man wieder reinkopieren und anschließen den Text markieren und auf das Sprechblasensymbol klicken.
    Ist wohl, um zu unübersichtliche Texte zu vermeiden. Ich zitiere manches aber auch gerne so.

    Wenn du Text trennst, kopiere einfach die [ QUOTE ] [ /QUOTE ] (hier mit Abstand eingegeben, sonst wäre es Zitatblase). Und wenn du einen Namen dazugeben willst, dann mit Gleichzeichen und Namen danach. Also so (wieder dann ohne Abstand zu den eckigen Klammern): [ QUOTE=Mustermann ] [ /QUOTE ]

    Aber du hast das schon sehr gut gemacht gehabt bisher. Das mit den Namen ist natürlich ganz gut, in dem Fall war es aber eh eindeutig zwischen wen die Kommunikation war. Also bei Quote einfach =Zitatperson dazuschreiben

    Mit lieben Grüßen
    Angelika

  14. Der folgende Benutzer sagt Danke an Angelika für diesen Beitrag:


  15. #25
    Martina
    Gast
    Vielen Dank an euch beide

    ich habs gerafft - und auch gleich die Testreihe wieder gelöscht - weil die ja nicht so spannend für andere Leser ist.
    Und jetzt les ich weiter, solange die lieben kleinen noch unterwegs sind und das ganz kleine noch schläft.

    Schönen Abend an alle

    Martina

  16. Der folgende Benutzer sagt Danke an Martina für diesen Beitrag:

    Angelika (04.08.13)

  17. #26
    Frau Murl
    Gast
    Liebe Martina,
    meine Schwester hat Morbus Crohn und kann tatsächlich kaum Rohes essen. Ich denke, dass es bei einem geschädigten, entzündeten Darm wirklich anders ist.
    Bzgl Kinder: MEINE Kinder mögen alle keine Rohkost alleine. Keine zubereitete Rohkost (egal ob süß oder salzig). Sie wollen einfach ein Stück Obst oder Gemüse und das essen sie dann, oder sie wollen etwas gekochtes. Punkt. Hab ich akzeptiert. Mit den Vorlieben sind sie ganz verschieden (ich hab ja auch 5 Stück:-), einer mag zB oft Eier essen, die anderen kaum mal ein halbes. Schinken essen sie eigentlich alle sehr gerne (kauf ich aber nicht so oft), vertragen tun sie es außer die querschnittgelähmte Tochter mit Darmlähmung (und die isst ihn besonders gern:-(
    Ich koche nie Fleisch, wir essen keine Milchprodukte (vertragen wir alle nicht besonders gut) und sie wollen kaum Süßes essen (außer irgendein Dillo schenkt ihnen Fabrikssüßigkeiten). Zwei von ihnen trinken recht oft grüne Smoothies, die anderen hassen sie.
    Sie sind alle sehr gesund, ich lasse regelmäßig das Blut anschauen und wir haben alle einen zu niedrigen B12 Spiegel den ich mit Kapseln ausgleiche (funktioniert sehr gut). Außerdem bekommen sie Kindervitamine (von Naturepower) und - wenn ich sie überreden kann- Krillölkapseln.
    Ach ja - und ein Sohn salzt sich sein Essen, dass man glaubt, es schneit. Unsere TCM-Ärztin meinte, wir sollen ihn lassen (ich verwende nur Stein- u. Himalayasalz).
    Ich nehme viel Kokosöl und koche oft mit dem Dampfgarer.
    Liebe Grüße
    Fr Murl
    Geändert von Frau Murl (04.08.13 um 23:42 Uhr)

  18. #27
    Martina
    Gast
    Liebe Fr. Murl,

    Zitat Zitat von Frau Murl
    meine Schwester hat Morbus Crohn und kann tatsächlich kaum Rohes essen. Ich denke, dass es bei einem geschädigten, entzündeten Darm wirklich anders ist.
    vielen Dank für deine Antwort. Das hilft mir sehr weiter. Hat deine Schwester schon mal längere Zeit Rohkost ausprobiert? Und wie ernährt sie sich?
    Ich bin jedenfalls jetzt noch eine Spur überzeugter von dem Ansatz, den ich mir schon zusammengelesen habe und werde mich an ein bereits fertiges und erprobtes Konzept für meinen Sohn halten. Keine Angst, in dem Konzept ist unter anderem schon auch enthalten wirklich darauf zu achten, ob die Lebensmittel auch vertragen werden. So muss ich jetzt mal das Rad nicht neu erfinden und bereite mich langsam darauf vor.
    Es gibt auch viele Überschneidungen mit Rohkost, nur der Einstieg ist eben sehr genau vorgegeben und da darf mal mehrere Wochen überhaupt kein Rohes Obst oder Gemüse gegessen werden. Fleisch zunächst auch nur gekocht (also wirklich nur gekocht - braten, backen, frittieren und was es sonst noch alles gibt ist verboten), Mit der Zeit darf dann auch vieles fermentiert gegessen werden - darüber weiß ich aber noch recht viel in der Praxis. Und erst wenn das alles wirklich vertragen wurde, dann wird nach und nach auch Rohes probiert.

    Ich habe auch schon ein bisschen Angst vor der Einführungsphase - weil da eben mal ein paar Tage, wenn nicht sogar Wochen, die Lebensmittelpalette extrem eingeschränkt sein wird - es hängt davon ab, wie schnell die Durchfälle abklingen. Das wäre überhaupt kein Problem für mich alleine, aber die Kinder müssen da durch. Und zwar ungefragt alle - ebenso wie ich selbst, weil es sonst nicht funktionieren kann.


    Wie alt waren deine Kinder, als du mit Rohkost begonnen hast? Und wie praktizierst du das mit fünf Kindern und so unterschiedlichen Vorlieben? Sind sie schon so selbständig, dass sie sich auch ein bisschen selbst versorgen können?
    Meine Kinder essen bislang ganz gerne Rohes, wobei ich mich noch nicht an Rohkost-Rezpten versucht habe. Es ist eher so, dass sie beim Gemüse schnippeln fürs Essen, einfach mitnaschen solange die Zutaten noch roh sind - aber dann vom fertigen Essen eigentllich meist nichts wollen, oder nur ganz wenig - anstandshalber wie mir scheint. Sie essen momentan aber auch noch gerne Nudeln und Reis, Brot, Hirsebällchen und Maisscheiben (alles demnächst nicht mehr erlaubt) und ja, sie naschen auch gerne. Wobei ich heldenhaft interveniere, wenn zu Ostern plötzlich Kilos an Süssigkeiten ins Haus trudeln... Ich esse möglichst viel davon. Ich hatte auch schon ein Experiment laufen - wie es so läuft, wenn sie diese Süßigkeiten dann selbst verwalten. Einerseits, was das einteilen betrifft war es gar nicht so schlimm. Aber der Entzug, war dann schon auch ein paar Tage krass spürbar.


    Krillölkapseln - was machen die? Hab ich noch nie gehört.
    Ja das Salz. Ich hatte mal eine Salzstein-Lampe. Die Kinder haben sie ständig als Leck-Stein besucht. Ich war mir dann aber nciht mehr ganz sicher, ob sie nicht übertreiben.


    Vielen Dank noch mal für eine Antwort
    Alles Liebe

    Martina

  19. #28
    Samenkorn
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    liebe alle ... dieser ganze thread hier hat mich gerade sehr berührt ... ist allerdings schon so alt, dass ich vermute, dass er nicht mehr "aktiv" ist ...
    auf jeden fall: meine tochter hat, so wie es aussieht, auch autismus.

    und das schwierige an der ernährung ist, das sie EXTREM auf süßes und stärkehaltiges steht. sie würde sich von Obst, brot und nudeln ernähren. alles versuche ich einzugrenzen, was aber eindeutig zu unzufriedenheit und kämpfen führt. die GAPS-diät verspricht so viel erfolg ... aber ich bin selbst sehr angetan von der rohkost, jedoch gar nicht angetan von fleischkonsum.

    dennoch ahne ich, dass meine tochter genau das brauchen könnte.

    hat jemand einen tipp für mich, wie ich das thema Fleisch (am liebsten roh) am besten angehe? ich mochte das nie, kenne mich also auch gar nicht aus. in der metzgerei fragen, ob sie biologische innereien haben? oder Knochenmark? was ist roh "sicher", was ist ein guter Start bzw. überhaupt erhältlich? ich komme aus österreich, da isst man oft Trockenfleisch, aber das ist so salzig - und ich kann es gar nicht verdauen. erhitztes eiweiß tut mir generell nicht gut. aber das roh-vegane behebt meine schon ewig bestehenden mangelerscheinungen eben auch nicht ...

    Hilfe?

    danke euch

    und danke auch für diese vielen interessanten ansichten hier ***

    lena

  20. #29
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Liebe Lena,

    „sicher“ finde ich alles, was nicht verdorben ist und einigermaßen gute Qualität hat.

    Ich habe von vielen schon gehört, dass sie mit angetrocknetem Fleisch angefangen haben. Ich selbst mochte das eigentlich nie. Ich habe einfach mit frischen, rohen Fischfilets angefangen. Pur, also nicht irgendwie gewürzt oder so. Für mich war es traumhaft und seither mag ich keinen anderen mehr. Nur notfalls, wenn ich halt keine Möglichkeit habe, frischen zu kaufen.
    Hast du Fisch schon probiert?

    PS: Woher kommst du denn, wenn ich fragen darf?

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