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Thema: Kokoskuchen und Cashew Irish Moss Torte

  1. #1
    Samenkorn
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    Kokoskuchen und Cashew Irish Moss Torte

    Hallo Angelika,
    Ich blättere gerade mal wieder in Deinem Grossen Rohkostbuch und bin gerade über zwei Rezepte gestolpert, die ich sehr gerne mal ausprobieren wollte.
    Einmal geht es um den Kokoskuchen. Dort soll das Kokosfleisch durch die Saftzentrifuge gelassen werden. Ich habe keine Saftzentrifuge sondern einen Green Star Entsafter (der natürlich auch irgendwie zentrifugiert). Geht es damit auch, oder sollte ich es damit besser lassen?
    Zum anderen geht es um den Cashew Irish Moss Kuchen. Ich dachte, Du hättest mal irgendwo gesagt, dass Irish Moss neben der gelierenden Wirkung auch dazu dient, den Kuchen nicht so fett zu machen. Wenn ich nun das Rezept anschaue, kommen mir 200 g Cashewnüsse recht viel vor. Kann ich das auch reduzieren? Mit was ersetze ich es dann? Mehr Irish Moss und mehr Wasser?
    Vielen lieben Dank und Grüße,

    Anja

  2. #2
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    Hallo Anja,

    mit der Saftzentrifuge erzeuge ich im wesentlichen Kokosraspeln und Kokosmilch. Wobei die Kokosraspeln eben der Trester sind. Und viel besser als die getrockneten Kokosraspeln, jedenfalls - sofern frisch - nicht ranzig.
    Ich kann jetzt nicht beurteilen wie aus deinem Gerät der Trester herauskommt. Wenn er im Wesentlichen gut durchmischbar ist, wird es auch damit gut funktionieren.
    Wenn das Gerät grundsätzlich eher quetscht, würde ich ergänzende Zutaten einfach gleich mit quetschen.

    Betreffend der Irish Moss Torte ist es so, dass sonstige Rezepte die ich von diversen Rezeptverteilern gesehen habe, Kokosöl enthalten. Kokosöl ist derzeit sehr billig zu bekommen, meiner Ansicht nach aber nicht sehr besonders zuträglich, schon gar nicht in größeren Mengen. Wie du vielleicht bemerkt hast bin ich Verfechterin frischer Lebensmittel und wenn ich Kokosöl (-fett) bräuchte, dann erzeuge ich mir das frisch über die Saftpresse. Ein stark extrahiertes Produkt, wo ausschließlich nur noch Fett enthalten ist, interessiert mich meist nicht. Höchstens aus technischen Zwecken und dafür reicht dann ggf eine kleine Menge.
    Zurück zum Rezept - das Kokosöl wird fest im Kühlschrank, und zwar ziemlich fest. Diesen Effekt nützen die Rezeptverteiler, indem sie Kokosfett relativ reichlich in die Rezeptur dazugeben. Zuerst flüssig, wird die Kohlenhydrat-Fett-Masse im Kühlschrank dann schnell und gut fest.

    Ich bevorzuge lieber einen höheren Wasseranteil und gar keine separate Fettzugabe. Deshalb nütze ich lieber nur die Cashews die wie du selbst schreibst eh genug Fett haben. Wenn du sie einweichst, was ich dir empfehle, quellen sie ziemlich auf und gemeinmsam mit der Wasserzugabe und dem Irish Moss bleibt der Fettanteil so in Grenzen.
    Eine Fettbombe, in der ich mir zwar das teurere Irish Moss spare aber dafür doch einiges Kokosfett hineinleere würde ich nicht nur nicht empfehlen, ich hätte damit wohl auch Verdauungsprobleme.

    Mein Rezept bereite ich für spezielle Anlässe zu. Und dann ist es auch okay für mich, das zu essen. Und es ist dann nicht die extreme Kohlenhydrat-Fett-Bombe, die ziemlich perfekt das nachmacht, was man in der Rohkost eigentlich vermeiden möchte.

    Solche Rezepturen bereite ich mir übrigens meist für mich selbst zu.
    Ich lege keinen Wert darauf, mittels billiger Zutaten Kochkost zu imitieren und Kochis so zeigen zu wollen "das sei auch Rohkost". Weil das geht einfach am Sinn der Frischkost voll vorbei.
    Und ich lege keinen Wert darauf, kostenintensive Zutaten für andere zu verarbeiten, die weder die Papillenempfindlichkeit noch den Qualitätsanspruch an Lebensmittel besitzen. Schlicht - für andere ist mir das zu schade.

    Ich habe Familienmitglieder, die meine Zubereitungen wirklich schätzen, die dürfen auch mal etwas davon abhaben - aber nie große Portionen, weil sie eh auch anderes, eben Kochkost ohnehin auch essen.

    Hm, ich hoffe du verstehst, dass es hier nicht nur um die Fakten der Zusammenstellung einer Speise geht sondern auch um die Philosophie, was einem etwas Wert ist. Einem selbst.

    Wenn du magst, kann ich dir auch vorrechnen, wie das im Vergleich aussieht. Etwas ähnliches hatte ich letzten Sommer mal mit einer Rohkost-Eis-Variante in einem Youtube-Video gemacht.
    Aber ich habe den Eindruck, das interessiert nicht so viele Leute.

    Entweder man legt Wert auf Frische oder nicht.

    Dazu kommt, dass manche den alten Geschmack der Kokosraspeln als normalen Kokosgeschmack kennen und wollen. Frische Kokosraspeln schmecken für sie im besten Fall nach nichts. Krass übrigens auch Agavensirup und ähnliche als "Rohkost" verkaufte Produkte. Produkte, die meist technisch extrahiert sind. Fruchtzucker ist extrem AGE-Reaktionsfreudig (siehe auch in meinem Buch die Grafik dazu).

    Richtige, frische Rohkost enthält wenige AGEs und ALEs und schmeckt daher nicht deftig.

    Falls du etwas machen willst, dass deftig ist, nütze die Produkte wie fertige, getrocknete Kokosraspeln und Kokosfett und andere Produkte dieser Art.
    ABER: Der Effekt, AGEs und ALEs zu meiden, den hast du nur wenn du eben "deftiges" dieser Art meidest. Diese Art von "deftig" hat nichts mit Würsteln zu tun .. es geht um die Oxidation bzw die Reaktion zwischen Eiweiß (bzw Aminen) und Kohlenhydraten, die über die Zeit passiert.

    Hmm, das ist jetzt schon recht lange der Text.
    Verstehst du was ich meine?
    Wo bestehen ggf Rückfragen?

  3. Der folgende Benutzer sagt Danke an Angelika für diesen Beitrag:

    tatjana (In den letzten 2 Wochen)

  4. #3
    Administrator Avatar von Angelika
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    Hm Ergänzung: Wenn du mehr Wasser dazugibst, wird es nicht mehr fest werden.
    Mehr Irish Moss wäre eine Option, aber nicht sinnvoll.
    Weniger Cashews kannst du probieren, ich hatte das allerdings in Versuchen schon recht reduziert.
    Du wirst sehen, das Einweichen bläst die Cashews ziemlich auf und die Torte schmeckt nachher wirklich nicht besonders fett.

    Du kannst ja im Vergleich dazu ein typisches Tortenrezept mit Kokosfett probieren, wie es sonst meist als toll verkauft wird. Ich könnt´s nicht gut verdauen.

  5. #4
    Samenkorn
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    Hallo Angelika, dafür schätze ich Dich ja so, dass Du immer alles so konsequent naturnah machst! Ich habe nun mit meinem Greenstar Entsafter (horizontale Walzentechnik) versucht, das Kokosfleisch zu "entsaften". Das Ergebnis war leider ernüchternd und schreit nicht nach Wiederholung. Hast Du noch einen Tipp für mich, wie ich alternativ das "Kokosmehl" herstellen könnte? Ansonsten muss ich wohl auf Kokoskekse und Co verzichten und besser die anderen Rezepte von Dir ausprobieren...
    Lieben Gruss,
    Anja

  6. #5
    Samenkorn
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    Ach so, und Danke für die Ausführungen bezüglich des Cashewkuchens. Dann werde ich also nicht weiter reduzieren.

  7. #6
    Administrator Avatar von Angelika
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    Danke!

    Zum Kokoskuchen: Meine ursprüngliche und pragmatische Version war immer jene mit der Handreibe, das steht auch im Rezept beim Tipp dabei. Also wenn du mit einem Gerät das Fett herausdrücken willst um den Kuchen etwas fettärmer zu machen, verwendet du eben diesen Trester. Und das Fett entweder anders, separat oder auch als Creme dazu oder woanders dazu. Ich verwende immer gerne soweit wie möglich alles was es gibt - zum Teil allerdings für ggf unterschiedliche Speisen. Wenn du länger Rohkost praktizierst - und du bist ja jetzt auch schon länger dabei (?) - wirst du es zu schätzen lernen, für manches speziell Reserven anzulegen oder etwas spezielles zuzubereiten das dir ganz besonders toll schmeckt - für gleich oder auch für später eingefroren. Irgendwann kommt die Industriekost einfach überhaupt nicht mehr ran an das, was du tun kannst wenn du dieser Philosophie folgst.

    Das war jetzt ein Sidestepp, jedoch nochmal zurück zu dem Tipp mit der Handreibe - der auch im Rezept dabei steht:
    Vor vielen Jahren, als mein Sohn noch sehr klein war, war an die Beschaffung eines Küchengerätes nicht zu denken. Nicht nur wegen der Kosten, die mir unnötig erschienen.
    Solche Geräte hätten mir auch viel zu viel Lärm produziert. Manches wollte ich in der ruhigen Zeit machen, wo mein Sohn eben schlief. Der wurde ja als Säugling noch gestillt.
    Zu diesem Zwecke liebte ich Handgeräte - wie eine einfache Handreibe. Das Fett war schon okay für mich - zu jener Zeit besonders gut brauchbar.
    Also rieb ich ein paar Stücke reifer Kokosnuss - die zudem sehr günstig zu haben waren - und zerkleinerte ein paar saftige Softdatteln vom Rohkost-Versand (die vom Supermarkt waren damals gar nicht so gut, die erhitzten sind aber auch nie so gut wie die vom Rohkost-Versand) dazu. Dann mischte ich Kakaopulver mit rein und fertig war ein faustgroßes Stück Schokoladekuchen, das mich damals von der Schokoloadensucht befreite.

    Also - du brauchst für diesen Kuchen gar kein elektrisches Gerät.Die geriebene Kokosnuss schmeckt viel feiner und zarter als Kokosraspel.
    Wer fertige Kokosraspel in der Rohkost-Küche verwendet hat es entweder nicht verstanden was Frische ausmacht (AGE-arm = weniger oder nicht deftig = kein ranziger Kokosraspel-Geschmack) oder hat schlicht einfach gerade keine frische reife Kokosnuss da obwohl er/sie das gerade machen möchte.

    Da Kokosnuss sehr fetthältig ist, würde ich Kokos nicht auf Vorrat zerkleinern. Wenn du keine andere Möglichkeit hast, friere dir die ganzen Stücke ein und nimm sie portionsweise. So mache ich das seit Jahren und lebe sehr gut damit. Denn natürlich verbrauche ich nicht sofort alles was ich bestelle und nicht immer ist alles lange haltbar. Frische, gute Kokosnüsse, selbst wenn sie wie es sich gehört, im Kühlschrank lagern 2 Wochen .. dann wird es schon kritisch (es dauert ja auch bis die bei uns ist ..).

    - - -

    Naja und wenn du das nicht nur für dich machst, dann ist ein Küchengerät schon nützlich. Oder du hast ein paar Küchenhelferchen, die aber auch alle tüchtig auf ihre Fingerchen achten beim Reiben.
    Der Grund warum ich überhaupt anfing, ein Küchengerät zu verwenden war .. rate mal ... etwas für Rohkost-Treffen u.ä. vorzubereiten, wo mehr als eine Person oder zwei davon essen möchten.

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