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Thema: Einweggeschirr von Leaf Republic - "mangelhaft" bei Öko Test 6/2018

  1. #1
    Administrator Avatar von Angelika
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    Einweggeschirr von Leaf Republic - "mangelhaft" bei Öko Test 6/2018

    Grüß Euch!

    In einem meiner Youtube-Videos habe ich von den toll aussehenden Einwegtellern aus (Baum/Pflanzen-) Blättern (!!) von Leaf Republic berichtet, die eine Dame, die bei einem Rohkost Treffen dabei war, mitgenommen hatte.

    Davon war ich gleich begeistert und wollte mir auch welche bestellen für nächste Rohkost-Treffen.
    Ich recherchierte also und sah dann auf der Homepage aber keine Bestellmöglichkeit, auch nicht über einen Onlineversand.
    Deshalb hatte ich eine E-Mail dorthin geschrieben um zu fragen, wann es wieder etwas gäbe und was es denn kosten würde.
    Leider kam bis heute keine Antwort.

    Aber gestern hatte ich das Jahrbuch für 2019 von ÖKO TEST gesehen und gekauft (über 1 cm dicker Buchrücken mit mehr als 950 Produkten im Test).
    Eigentlich habe ich lieber den KONSUMENT, weil das eine österreichische Firma ist und deshalb mehr auf Produkte konzentriert ist, die es in Österreich gibt. Die ÖKO TEST enthält wiederum oft Produkte, die es nur oder hauptsächlich in Deutschland gibt.
    Dort oder da finde ich selten Produkte, die ich kaufe, vermutlich weil ich entweder ganz andere Sparten von Produkten kaufe oder die anscheinend nicht unter den Massenmarkt fallen.

    Bevor ich das Heft einem Familienmitglied weitergeben wollte, weil sehr viele Produkte für Kleinkinder enthalten sind, blätterte ich durch und fand einen interessanten Test über Einweggeschirr aus nachwachsenden Rohstoffen von der Ausgabe 6/2018.

    Auffallend war, dass kein einziges Produkt ein Gesamturteil mit "sehr gut" bekam. Ein großer Teil bekam "gut" doch einige nur "befriedigend" oder "ausreichend".
    Die harmlosesten Anmerkungen waren betreffend Auslobung von kompostierbar oder biologisch abbaubar ohne Nachweis oder deutlicher Geruch.
    Sehr sehr häufig dann aber auch halogenorganische Verbindungen.

    Den letzten Platz und als einziges Produkt mit "mangelhaft" bewertet, kassierte das Orion Einwegteller aus Laub, Gr. L, 25 cm (gleichzeitig das deutlich hochpreisigste Produkt mit 7,33 EUR pro 10 Stück).
    Als Kommentar steht dazu:
    9) Pestizid DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan), starker Befall mit Schimmelpilzen sowie mäßig viele Bakterien, vereinzelt Milben mäßig viel Milbenkot und eine hohe Zahl anzüchtbarer Keime. Laut Anbieter ist die Auslieferung bis auf Weiteres gestoppt.
    Interessant finde ich es, es Euch auch zu erzählen weil es zeigt, dass der grüne Gedanke oft groß ist, aber die Umsetzung manchmal sehr große Herausforderungen birgt.
    Schade, ich bin gespannt ob die Hersteller die Problematik in den Griff bekommen und ich vielleicht doch noch eine Antwort erhalte ..

    Viele Grüße
    Angelika

  2. #2
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    In der Erfinder-Show "Das Ding des Jahres" hat Leaf Rebublic im Februar den zweiten Platz belegt. Mich hat das Konzept nicht ganz überzeugt. Wenn man sowas in Massen herstellt braucht man wahrscheinlich Monokulturen und dementsprechender Pestiziteinsatz.

    Der ökologische Fußabdruck, den die Produktion der Teller hinterlässt, ist groß. Das Laub wird auf Plantagen in Chiang Mai, Bangladesch, Nepal, Sri Lanka und Indien gepflückt, in München zu Geschirr verarbeitet und anschließend in 52 Länder exportiert, darunter Südkorea, Chile und Venezuela.
    Hier steht dass sie im September Insolvenz anmelden haben müssen.
    Das Münchner Startup Leaf Republic musste Insolvenz anmelden. Das geht aus einem Eintrag im Insolvenzregister hervor. Wegen „Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung“ wurde das Verfahren am 3. September eröffnet.

    In 52 Länder exportiere man das nachhaltige Geschirr. 750.000 Laubteller produzierte Leaf Republic dem Gründer zufolge damals pro Monat. Sein Ziel beschrieb er folgendermaßen: In drei Jahren monatlich 80 Millionen Teller herstellen. Schon damals erwähnte Zolgadri Schwierigkeiten bei der Investorensuche. „Niemand hat sich für uns interessiert“, gab er zu. Ob diese Probleme zur Insolvenz geführt haben, ist unklar.
    Die haben auch noch keinen Gewinn erwirtschaftet und waren deshalb noch von Investoren-Gelder abhängig.

    Der Amazon-Link auf der Webseite von Leaf Republic verweist auf ein anderes Produkt (scheinbar von einer anderen Firma):
    https://www.amazon.de/s/ref=bl_dp_s_...search-type=ss

    Geändert von Tom Ate (In den letzten 3 Wochen um 04:31 Uhr)

  3. #3
    Administrator Avatar von Angelika
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    Danke für die Aktualisierung. Eigentlich schade um die Idee.

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