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Thema: Wildkräuter

  1. #1
    Samenkorn
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    Wildkräuter

    Hallo,

    ich wollte fragen ob jemand Erfahrung mit Löwenzahn und Scharbockskraut hat und wie es ihm bekommen ist bzw. in welchen Mengen man es essen kann?

    Danke

  2. #2
    Urwaldriese Avatar von Susanne
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    Hallo Zwirli,

    ich esse während der Saison regelmäßig Wildkräuter pur, sozusagen von Feld, Wald oder Wiese direkt in den Mund. Die Mengen variieren je nach Bedarf und Zustand der Pflanze. So kann ich von jungen Löwenzahnblätter so um die 50 Gramm essen, sind die Blätter älter, esse ich nur noch zwei bis drei Blätter. Dann schmecken mir vor allem die Blüten der Pflanze, von denen ich wiederum abhängig vom Bedarf zwischen 10 und 50 Stück essen kann. Vom Scharbockskraut esse ich meist nur ein paar Blätter, egal, ob sie jung oder alt sind. Sie schmecken mir meist zu bitter.

    Gruß
    Susanne

  3. #3
    Samenkorn
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    Hallo Susanne,


    danke für deinepersönlichen Erfahrungen.


    Ich habedas Scharbockskraut jetzt probiert und mir schmeckt es einzeln nichtbitter, aber ich mische das auch mit Banane. Was mir leicht bitter –aber auch nicht schlecht schmeckt – ist der Löwenzahn. Die Blütenisst du so – also wenn ich jetzt noch mal blöd nachfrage, dassheißt du isst direkt das Gelbe?


    VieleGrüße

  4. #4
    Urwaldriese Avatar von Susanne
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    Hallo Zwirli,

    du schreibst:

    Zitat Zitat von Zwirli
    Ich habe das Scharbockskraut jetzt probiert und mir schmeckt es einzeln nicht bitter, aber ich mische das auch mit Banane.
    Wenn du das machst, läufst du Gefahr, Stoffe zu dir zu nehmen, die dein Körper nicht gebrauchen kann oder die im schlimmsten Fall sogar giftig sein können. Beim Kombinieren funktioniert das Alarmsystem, das über den Geschmackssinn läuft, nämlich nicht richtig, Stichwort instinktive Sperre. Gerade beim Schwarbockskraut kann das problematisch sein:

    Zitat aus dem Wikipedia-Artikel über das Scharbockskraut

    Das Scharbockskraut ist in allen Teilen giftig, besonders aber im Wurzelstock und in den Bulbillen. Junge Blätter, die vor der Blütezeit geerntet werden, sind jedoch unbedenklich.[11][12] Hauptwirkstoffe sind Protoanemonin und andere unbekannte Stoffe. Protoanemonin wirkt schleimhautreizend.[12] Vergiftungserscheinungen sind: Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
    Zitat Zitat von Zwirli
    Die Blüten isst du so – also wenn ich jetzt noch mal blöd nachfrage, das heißt, du isst direkt das Gelbe?
    Ja, ich "köpfe" den Blütenstengel! Ich esse aber auch die noch geschlossenen Knospen.

  5. #5
    Samenkorn
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    Oh ich liebe Wildkräuter und besonders den Löwenzahn! Momentan findet man ihn ja auch in Hülle und Fülle
    Also, ich persönlich bevorzuge den Löwenzahn in einem leckeren grünen Smoothie, dort kann man ihn sehr gut mit anderen leckeren Zutaten mixen und hat ein viel umfassenderes Geschmackserlebnis.
    Hole mir meine Rezepte immer von http://smoothievielfalt.de dort findest du auch einen wirklich leckeren Löwenzahn Smoothie (https://smoothievielfalt.de/rezepte/...-reinigungskur ) Kann das Rezept wirklich nur empfehlen! :-)

    Liebe Grüße aus Darmstadt!

  6. #6
    Samenkorn
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    Ja der Löwenzahn ist echt gut, ich habe mich gestern gefragt was mit dem Klee ist, hat da jemand schon mal probiert bzw. kann man den auch essen?

  7. #7
    Sprössling
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    Löwenzahn ist mir momentan zu bitter. Und wie schon gesagt wurde, nicht mixen. Wenn mir etwas pur nicht zusagt, lasse ich es. Soviel habe ich hier gelernt :-) Kleeblüten haben wir als Kinder massenhaft gegessen, wir haben lange auf der Wiese gesessen und genascht. Heute finde ich sie nicht mehr so reizvoll. 2-3 Blütenköpfchen im Salat reichen mir. Die Blätter.... keine Ahnung ehrlich gesagt. Unsere Kaninchen jedenfalls lieben sie ;-)

  8. #8
    Samenkorn
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    Ok danke

  9. #9
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    "Nach dem Konsum selbst gesammelter Wildkräuter ist eine vierköpfige Familie aus Wiesbaden im Krankenhaus gelandet. Vermutlich hatten sie versehentlich auch eine giftige Pflanze gegessen."
    Mit schweren Vergiftungserscheinungen ist am Donnerstagabend eine vierköpfige Familie aus Wiesbaden ins Krankenhaus eingeliefert worden. Das Elternpaar und ihre beiden Kinder im Jugendalter hatten zuvor selbstgepflückte Wildkräuter gegessen. Die Rettungskräfte gehen davon aus, dass sich darunter auch eine giftige Pflanze befand - wahrscheinlich Rittersporn.
    Nach Angaben eines Sprechers der Wiesbadener Feuerwehr sei der Zustand der Familie bei Eintreffen des Rettungsdienstes kritisch gewesen. Daher seien alle vier Betroffenen schnellstmöglich ins Krankenhaus gebracht worden. Dort habe sich der Zustand stabilisiert. Insgesamt waren vier Rettungswagen und vier Notärzte im Einsatz.

    https://www.hessenschau.de/panorama/...ftung-100.html
    Die Rettungskräfte gehen davon aus, dass sich darunter auch eine giftige Pflanze befand, wahrscheinlich Rittersporn. „Sie hatten wohl vermutet, es sei Bärlauch“, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr am Freitag.

    https://www.morgenpost.de/politik/ar...e-Pflanze.html
    Vermutlich hat die Familie den essbaren Bärlauch mit den Laubblättern des hochgiftigen Rittersporns verwechselt. Der Rittersporn, der kelchförmige, traubenartige Blütenstände entwickelt, war 2015 Giftpflanze des Jahres.

    https://www.faz.net/aktuell/rhein-ma...-16720209.html
    Oh mann, das müssen die doch am Geschmack erkennen, dass das kein Bärlauch war. Wahrscheinlich haben sie alles bunt gemixt, so dass der einzelne Geschmack nicht mehr aufgefallen ist.

    Ich habe zur Zeit ein Bärlauch-Topf in der Küche stehen. Hat im Gartencenter 3.65 gekostet. (Typisch Großstädter)
    Auf dem Etikett stand:
    "Man erzählt sich dass die Bären nach ihrem Winterschlaf zuerst Bärlauch essen um einen ordentlichen Vitamin- und Nährstoffschub zu bekommen.
    Dies soll auch der Grund für seine Namensgebung sein
    Der nach aromatischem Knoblauch schmeckende Bärlauch, der aber keinen üblen Nachgeschmack hinterlässt, ist nicht nur ein kleines Aromawunder, sondern auch sehr gesund"


    Habe mir gerade die Bilder vom Rittersporn angeschaut. Die Blätter sehen doch ganz anders aus, als die vom Bärlauch.
    Vielleicht haben sie den Bärlauch mit den Maiglöckchen verwechselt. Aber wenn man Maiglöckchen isst, dann muss man doch nicht gleich ins Krankenhaus. (oder doch?).

    EDIT:
    Das Maiglöckchen wird insgesamt als sehr stark giftig eingestuft. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders aber Blüten und Früchte. Bei äußerlichem Kontakt mit der Pflanze treten Haut- und Augenreizungen auf.
    Bei Aufnahme durch den Mund treten Übelkeit, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Schwindel und Brustbeklemmung auf. Zunächst tritt hoher Blutdruck und rascher Puls, später verminderter Blutdruck, sehr langsame und tiefe Atmung und schließlich Herzstillstand ein. Nach dem Genuss von einer bis fünf Beeren sind höchstens kurzzeitige Sinusarrhythmien beobachtet worden, meist keine Symptome.

    Durch Beeren, Blüten und Blätter sind besonders Kinder gefährdet. Bei Aufnahme von Teilen der Pflanze sollten der Giftnotruf oder ein Arzt konsultiert werden. Mit dem Maiglöckchen wird z. B. Bärlauch beim Sammeln immer wieder verwechselt. Der typische Knoblauchgeruch von Bärlauch unterscheidet beide. Schwere Vergiftungen von Tieren können bei der Waldmast auftreten. Auch Geflügel ist gefährdet.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Maigl%...hen#Giftigkeit
    Geändert von Tom Ate (12.04.20 um 11:43 Uhr)

  10. #10
    Urwaldriese Avatar von tatjana
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    Was die Leute alles so in den Mund schieben, ist ja erstaunlich. Habe auch Rittersporn gegoogelt, von den Namen her ist ja bekannt, aber wie die Pflanze aussieht, wusste ich nicht. Das ist so Art Gartenpflanze, hübsch blau.

    Ich esse schon einige Wildkräuter, aber nur die, die ich kenne. Einmal habe ich die Blätter von der Birke probiert. Ziemlich zäh und praktisch ungeniessbar.

    Bestimmt hat diese Familie, wie @Tom Ate vermutet, alles gemixt und als grüne Smoothie verzehrt. Sonst solo gegessen, wäre dann die giftige Pflanze bitter, oder?

  11. #11
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Zitat Zitat von tatjana Beitrag anzeigen
    Sonst solo gegessen, wäre dann die giftige Pflanze bitter, oder?
    Denk ich mir auch. Wenn die Pflanze nicht gut für den Körper ist, dann schmeckt sie einem wahrscheinlich nicht.
    Ich hätte da ziemliches Vertrauen dass der Instinkt mich schützt. Trotzdem wäre ich ein bisschen vorsichtig.

    Ein Bekannter meinte dass bei ihm öfters Aronstab zwischen dem Bärlauch wächst. Vielleicht haben sie von dem einige Blätter mitgesammelt.
    https://www.google.com/search?q=Aron...F_deDE774DE774


    Der Gefleckte Aronstab ist in allen Pflanzenteilen sehr stark giftig.
    Schwerwiegende, auch tödliche Vergiftungen sind vor allem bei Weidevieh aufgetreten.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gefleckter_Aronstab
    Man könnte eigentlich denken, dass der Instinkt die Kühe schützen sollte.
    Ich glaube von der Rohkostseite hört man das Argument, dass die Kühe meistens mit denaturierten Futtermitteln zugefüttert werden und so ihr Instinkt nicht mehr ganz exakt funktioniert, oder dass er gestört ist.

    Wir können die Wildkräuter ja auch viel selektiver pflücken als die Kühe mit ihrem breiten Maul.
    Geändert von Tom Ate (11.04.20 um 20:17 Uhr)

  12. #12
    Urwaldriese Avatar von Susanne
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    Ich nehme an, dass die Leute Bärlauch und Aronstab miteinander verwechselt haben. Rittersporn sieht im jungen Stadium komplett anders aus. Und wahrscheinlich wurden die Pflanzen zu Pesto oder einem Smoothie verarbeitet, dann spürt man die Giftigkeit nicht gleich.

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