Willkommen

 

Ergebnis 1 bis 12 von 12

Thema: Schwermetalle

  1. #1
    Sprössling Avatar von Christoph90
    Registriert seit
    21.12.16
    Alter
    28
    Beiträge
    80
    Danke
    10
    Danke erhalten: 21 Mal in 13 Posts

    Schwermetalle

    Vergiftung mit Schwermetallen?!

    Seit einiger Zeit beschäftige ich mit dem Thema Schwermetallvergiftung und –ausleitung, da ich einige, teilweise heftige Symptome entwickelt habe, die diese Vermutung hervorgebracht haben und damit in Verdacht stehen könnten:

    - Bildung von grauen Haaren (mindestens seit 2015)
    - Tinnitus (seit 2010)
    - Konzentrationsschwierigkeiten
    - Trockene Haut (seit Frühjahr 2017)
    - Verminderte Libido (seit Frühjahr 2017)
    - Eingeschränkte Funktion des Ernährungsinstinktes (seit September 2017)
    - Appetitlosigkeit (seit September 2017)

    Im September 2017 hatte ich außerdem noch akut folgende besorgniserregende Auffälligkeiten:

    - Demenz (ca. 3 – 5 Tage; ich weiß jetzt in etwa wie sich ein Demenzkranker fühlt; das Kurzzeitgedächtnis funktioniert nicht mehr richtig, man ist nicht mehr in der Lage eine richtige Konversation zu führen, da die Wörter die man sagen will einem wieder entfallen)
    - Schwindel (besonders nach dem Konsum von Wasser oder Früchten – Mobilisierung?!)
    - Verstopfung

    Diese akuten Symptome konnte ich durch hohen Konsum von (tierischen) Fett wieder revidieren. Allgemein habe ich in den letzten Monaten einen hohen Fettkonsum, der den Körper definitiv überlastet, aber anscheinend unbedingt notwendig ist um den Körper / das Gehirn zu schützen. Mangelerscheinungen kann ich nach diversen Test größtenteils ausschließen. Insbesondere hat sich mein Verdacht auf einen Mangel von Vitamin B12 oder Zink nicht nachweisen lassen.

    Interessanter Weise habe ich im Jahr 2017 bis September eine ziemlich starke Entgiftungsphase mit deutlicher Gewichtsabnahme zu verbuchen. Ich bin schlank, aber konstant von der Körpermasse. Jetzt mein aktueller Verdacht: durch die starke Entgiftung und den Abbau von Körperfett wurden unter anderem eingelagerte Schwermetalle (und möglicherweise noch andere Umweltgifte) mobilisiert, aber nur verlangsamt oder unzureichend ausgeleitet. Im September 2017 scheint eine Belastungsspitze aufgetreten zu sein.


    Therapien zur Schwermetallausleitung

    Nach meinem aktuellen Kenntnistand gibt es verschiedene alternative oder schulmedizinische Ausleitungsverfahren. Hier ein kleiner Überblick:


    Ausleitung nach Klinghardt

    Die Süßwasseralge Chlorella spielt hier eine zentrale Rolle. Die Chlorella-Alge und ihre Fähigkeit Schwermetalle zu mobilisieren und zu binden sind umstritten. Manche Quellen behaupten dies sein Humbug, erfunden von Hippies, Esoterikern oder Rohköstlern. Andere vertreten die Meinung, die Chlorella-Algen im Handel sind teilweise stark mit Schwermetallen belastet und deshalb ungeeignet. Und wiederum einige meinen die Chlorella-Alge ist ein sehr gutes Mittel um Schwermetallbelastungen im Körper zu reduzieren. Neben der Chlorella-Alge wird bei der Klinghardt-Therapie nach und nach noch Bärlauch und Koriander eingesetzt.

    Ich habe bereits einmal im Herbst 2016 einen Chlorella-Selbstversuch gestartet. Damals habe ich mir die Algen in Pulverform gekauft. Nach zwei Wochen konnte ich diese Pulver nicht mehr sehen und riechen, da ich es absolut widerlich fand. Ich habe aber festgestellt (damals noch deutlich mehr mit Ernährungsgiften belastet), dass ich von der Einnahme extrem müde wurde und während dessen eine sehr hohe Präferenz nach (tierischem) Fett hatte! Möglicherweise wurden damals schon Schwermetalle mobilisiert. Aktuell habe ich mir Chlorella-Presslinge besorgt. Ich werde noch mal einen Test wagen.


    Ausleitung mit Heilerde (Zeolith / Bentonit)

    Ähnlich wie die Chlorella-Alge, sollen bestimmte Zeolithe und/oder Bentonite in der Lage sein Schwermetalle im Darm zu binden, die mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Eine erhöhte Mobilisierung soll eher nicht stattfinden. Möglicherweise eine schonendere Variante der Ausleitung, aber kaum weniger umstritten. Besonders beim Zeolith wird zum Teil behauptet, dass darin gebundenes Aluminium im Verdauungstrakt gelöst werden kann und zu einer Intoxikation führt. Zeolithe sollten besser nüchtern und mit zeitlichen Abstand zur Nahrungsaufnahme eingenommen werden, da sie nicht nur Schwermetalle sondern auch Nährstoffe binden.


    Die Rolle von organischem Schwefel / schwefelhaltigen Aminosäuren

    Die Wissenschaft schreibt, dass Schwermetalle im Körper (wahrscheinlich) durch schwefelhaltige Aminosäuren transportiert werden können. Demnach müssen für eine Ausleitung genug dieser Substanzen im Körper vorhanden sein. Teilweise werden neben der Ernährung demnach auch schwefelhaltige Nahrungsergänzungen (MSM) eingenommen.


    Chelat-Therapie

    Die schulmedizinische Chelat-Therapie scheint in ihrer Wirksamkeit eher weniger umstritten zu sein. Die Anwendung soll aber sehr heftig sein und nur von erfahrenen Spezialisten (Umweltmediziner) durchgeführt werden, da bei fehlerhafter Durchführung Nierenversagen und/oder der Tod möglich sind. Diese Chelate (chemische Substanzen) sind in der Lage Metalle zu binden und aus dem Körper zu schwemmen. Auf der anderen Seite werden auch wichtige Spurenelemente ausgetrieben. Die Therapie erfolgt oral oder per Infusion. Die Chelat-Therapie wird eher bei akuten und/oder hohen bis sehr hohen Belastungen eingesetzt.


    In gewisser Weise wird wahrscheinlich auch über den Stoffwechsel immer eine kleine Menge an Schwermetallen ausgeleitet. Bei niedrigen Belastungen ist dies möglicherweise auch völlig ausreichend zur Entgiftung. Durch Belastungen wie Impfungen, Medikamenten, Zahnfüllungen, Leitungswasser in Bleirohren oder Industrieabgasen /-abfällen kann aber durchaus auch eine Therapie von Nöten sein.

    Mich würde jetzt interessieren ob jemand schon einmal auf Verdacht oder mit Diagnose eine Schwermetallausleitung vorgenommen hat. Außerdem würden mich grundsätzliche Erfahrungen von einer Chlorella-Einnahme, egal ob gezielt zur Schwermetallausleitung oder allgemein zur Entgiftung / Nahrungsergänzung, interessieren. Gerne darf auch allgemein über das Thema Schwermetalle diskutiert werden und Ausführungen ergänzt und/oder korrigiert werden.


    Vielen Dank schon mal und (f)rohe Weihnachten!


  2. #2
    Samenkorn
    Registriert seit
    26.09.16
    Beiträge
    43
    Danke
    4
    Danke erhalten: 20 Mal in 12 Posts
    Hallo Christoph,
    Woher hast du Schwermetalle in deinem eigentlich jungen Körper? Amalgam oder Beruf?
    Ich hatte ca. 10 Jahre lang 15 Amalgamfüllungen. Nach dem Entfernen versuche ich seit 15 Jahren immer wieder auszuleiten. Zuerst nach Klinghardt. Dann mit dem, was gerade da ist, im Sommer Bärlauch und Koriander im Garten und Chlorella. Braunalgen jeden Tag und viel Knoblauch. Klinghardt hat schön gesagt: Mit Knoblauch sind Sie langsamer aber sicher am Ziel. Der Anfang war ziemlich brutal für mich, Leber-, Nieren-, Gedächtnis-, Haut-, Gewichtsversustprobleme. Die letzten Messungen mit Bioscan und Oligoscan, auch eine Haaranalyse waren im Grünen Bereicht. Nicht auffalend, obwohl nicht ganz frei. Fisch esse ich auch.
    Vielleicht hast du zu schnell angefangen und der Körper überanstrengt. Mach's langsamer und nutze alle möglichen bekannten Methoden, egal was hilft, hauptsache resultativ.

    Ich bin 61 und seit 19 Jahren Roköstlerin.
    Auch gute Weihnachtzeit, Olja

  3. #3
    Sprössling Avatar von Christoph90
    Registriert seit
    21.12.16
    Alter
    28
    Beiträge
    80
    Danke
    10
    Danke erhalten: 21 Mal in 13 Posts
    Danke für die Antwort. Ich habe mich auch sehr lange gefragt, ob es realistisch ist, dass ich eine erhöhte Belastung an Schwermetallen habe oder irgendeine Mangelerscheinung. Amalgamfüllungen hatte ich zum Glück nicht. Meine Mutter hatte wohl als junge Frau (noch vor meiner Geburt) kurzzeitig eine Amalgamfüllung. Wie viel da aber an mich, dem 4. Kind noch weiter gegeben worden ist, lässt sich nicht genau sagen. Es wird nach meiner Recherche anscheinend besonders das erstgeborene Kind durch die Mutter belastet, falls solche Füllungen vorhanden sind. Beruflich kann ich auch eine erhöhte Schwermetallbelastung eher ausschließen.

    Ich habe vor ca. einer Woche auch einen Bioscan gemacht. Grundsätzlich muss man ja sehr vorsichtig sein, was dort ausgegeben wird - es ist ja extrem umstritten, ich wollte das Ganze aber einfach mal ausprobieren und mir dann eine Meinung bilden. Laut Bioscan habe ich hohe bis sehr hohe Bleiwerte und erhöhte Werte an Quecksilber, Cadmium und Aluminium (Leichtmetall). Lange habe ich überlegt ob besonders die Bleiwerte als realistisch angesehen werden können. Vor einigen Minuten erst ist mir eingefallen, dass ich in meiner Jugend Sportschütze war. Dort wird mit Bleimunition geschossen. Nach ganz kurzer Recherche scheinen erhöhte Bleiwerte bei Sportschützen durchaus möglich zu sein.

  4. #4
    Samenkorn
    Registriert seit
    26.09.16
    Beiträge
    43
    Danke
    4
    Danke erhalten: 20 Mal in 12 Posts
    Ich kopiere meine Bioscanmessung hier:
    Blei ++ 0,052 - 0,643 1,517
    Quecksilber+ 0,013 - 0,336 0,529
    Kadmium+ 0,527 - 1,523 1,905
    Chrom- 0,176 - 1,183 0,918
    Arsen- 0,153 - 0,621 0,238
    Antimon- 0,162 - 0,412 0,187
    Thallium- 0,182 - 0,542 0,451
    Aluminium- 0,192 - 0,412 0,254 [

    Vergieß nicht, dass Blei von Autoabgasen uns permanent erwischt, Cadmium ist sogar in Sonnenblumen- und Kürbiskernen, Leber und v.m. vorhanden. Alu im Trinkwasser ... Geschossen habe ich auch an der Uni vor 40 jahren viel.
    ++ - starke Abweichung, +- leichte, - - normal

  5. #5
    Sprössling Avatar von Christoph90
    Registriert seit
    21.12.16
    Alter
    28
    Beiträge
    80
    Danke
    10
    Danke erhalten: 21 Mal in 13 Posts
    Der Bioscan ist an sich schon interessant. Meine Werte sind teilweise ähnlich. Ich werde erstmal jetzt 'ne Ausleitung nach Klinghardt machen und dann ggf. nachdem hoffentlich eine Besserung spürbar ist, sofern ich mit meinem Verdacht richtig liege, nochmals einen Bioscan machen. Dann müssten ja diverse Veränderungen sichtbar werden, wenn das Ganze funktioniert. Ich habe gestern einen interessanten Vortrag auf Youtube von Dr. Klinghardt angesehen:

    https://www.youtube.com/watch?v=N0RgeRq2h2g

    Was mich aber etwas irritiert ist, dass immer wieder gesagt wird, dass Korianderkraut, das einzige Kraut / die einzigste Pflanze darstellt, die Schwermetalle aus dem Gehirn mobilisieren kann. Das glaube ich eher nicht, aber vielleicht ist Koriander, mit Abstand am potentesten. Oder aber Koriander ist die einzige Pflanze, wo diese Fähigkeit definitiv durch Versuche nachgewiesen ist. Ist nicht die Petersilie mit dem Koriander verwandt? Da hätte ich noch viel im Garten stehen, aber nicht mehr im guten Zustand. Einige Quellen schreiben, dass Petersilie nicht in der Lage sei, das Gleiche wie Koriander in Hinblick auf Schwermetalle zu leisten.

  6. #6
    Sprössling Avatar von Christoph90
    Registriert seit
    21.12.16
    Alter
    28
    Beiträge
    80
    Danke
    10
    Danke erhalten: 21 Mal in 13 Posts
    Ok, anscheinend habe ich einen neuen Verdachtsfall in Hinblick meiner Symptome im September 2017. Es scheint so (nach endlosen (Selbst-)Experimenten), dass im September meine Darmflora gekippt ist. Bin mir zwar nicht ganz sicher aber Schwermetalle können dabei auch eine Rolle spielen. Irgendwie habe ich mir da was angezüchtet / eingefangen, dass teilweise mein Gehirn insbesondere mein Essverhalten steuern kann. Das zu korrigieren ist relativ schwierig, da werde ich wohl am Fasten nicht vorbei kommen...

  7. #7
    Administrator Avatar von Angelika
    Registriert seit
    20.04.13
    Alter
    43
    Beiträge
    4.363
    Danke
    233
    Danke erhalten: 1.044 Mal in 759 Posts
    Blog-Einträge
    300
    Zitat Zitat von Christoph90 Beitrag anzeigen
    Was mich aber etwas irritiert ist, dass immer wieder gesagt wird, dass Korianderkraut, das einzige Kraut / die einzigste Pflanze darstellt, die Schwermetalle aus dem Gehirn mobilisieren kann. Das glaube ich eher nicht, aber vielleicht ist Koriander, mit Abstand am potentesten. Oder aber Koriander ist die einzige Pflanze, wo diese Fähigkeit definitiv durch Versuche nachgewiesen ist. Ist nicht die Petersilie mit dem Koriander verwandt? Da hätte ich noch viel im Garten stehen, aber nicht mehr im guten Zustand. Einige Quellen schreiben, dass Petersilie nicht in der Lage sei, das Gleiche wie Koriander in Hinblick auf Schwermetalle zu leisten.
    [Beitrag mit Blutwerten + Zitaten]
    Hm ich weiß nicht recht, ob das überhaupt wirklich so hilft.
    Eine entsprechende Ernährung aber u.a. mit Algen und Pektin-reich hilft sicher.
    Ich war eine Zeit lang fast süchtig nach Lebensmitteln mit hohem Pektin-Gehalt.
    2015 und 2016 hatte ich Blutauswertungen vom Vollblut machen lassen, heuer nur eine Bioscan-Messung die ja deutlich günstiger ist - allerdings sicher nur als erster Anhaltspunkt dienen kann.
    Ich hatte dazu schon mal im Forum geschrieben, nicht alles stimmte mit der gleichzeitigen Vollblut-Auswertung zusammen (siehe dieser Beitrag hier: http://www.rohkostforum.net/threads/...ll=1#post17985)

    Das war 2015 eine Kontrollmessung.
    Der Wert galt als in Ordnung. Man beachte den Referenzwert.

    quecksilber-2015.jpg

    Und hier 2016 (Anmerkungen von Dr. Strunz).
    Interessant hier auch die unterschiedlichen Labor-Grenzwerte.
    Absolut ist der Quecksilberwert also sogar weiter gesunken.

    quecksilber-2016.jpg

    2017 hatte ich eben nur Bioscan gemacht aus Neugierde (siehe auch Link oben).

    schwermetall-2017.jpg

    Arsen ist übrigens auch im Feldsalat drin. Ob mein Wert im Vollblut auch wirklich so ist, habe ich noch nicht weiter überprüft.
    Bekannt wäre Arsen besonders für Reis. Den esse ich allerdings selbst gekeimt eher sporadisch.
    Aber vielleicht war er da kurz davor am Speiseplan.
    Reisprotein mochte ich noch nie, vielleicht auch ein Grund.
    Für jene, die auch Kochkost essen, ist vielleicht auch dieser Artikel von der AGES interessant:
    https://www.ages.at/themen/rueckstae...inanten/arsen/

    Da mich Reis nicht besonders anzieht, halte ich weiter Abstand.

    Heute Nachmittag habe ich ein bißchen in meinen Wälzern gestöbert, was ich zu Blei und weiters zu Koriander finde.

    Koriander ist ein sehr interessantes Kraut, besonders die Früchte. Für Schwermetall dazu steht in diesem Buch nichts, aber dafür dass es u.a. gegen nahezu alle getesteten Candida Stämme wirkt und .. lies am besten im Zitattext. Candida wird ja gerne mit Schwermetallbelastung in Zusammenhang gebracht.
    Aber diese Früchte und Blätter können einiges.

    Ich zitiere aus:
    Heilpflanzen Praxis heute Band 1 Arzneipflanzenporträts, Siegfried Bäumler,
    Verlag ELSEVIER URBAN & FISCHER

    buch.jpg

    [...] Allgemeines
    Koriander ist eines der ältesten Gewürze der Menschheit. Er wird bereits in alten Sanskritschriften, im Alten Testament sowie dem Papyrus Ebers erwähnt.
    [...]
    Droge und Dosierung
    [...]
    Die Ernte findet im August/September statt, wenn die Früchte der Mitteldolde gereift sind. Die frischen unreifen Früchte sowie auch das frische Kraut riechen unangenehm wanzenartig, nach Trocknung besitzen sie einen würzig aromatischen Geruch mit süßlicher Komponente. Ihr Geschmack ist würzig und schwach brennend.
    [...]
    Inhaltsstoffe und Wirkungen
    [...]
    Sowohl Früchte und Blätter als auch das Öl der Droge haben stark ausgeprägte antibakterielle und antimykotische Eigenschaften. Die antibakterielle Aktivität des Korianderöls (Blätter) bezieht sich sowohl auf grampositive (Staphylococcus aureeus, Bacillus spp.), in ausgeprägter Form, als auch gramnegative Bakterien (E. coli, Salmonella typhi, Klebsiella pneumoniae, Proteus mirabilis, Pseudomonas aeruginosa).
    Die antimykotische Wirkung richtet sich in Untersuchungen gegen anhezu alle getesteten Candida-Stämme (außer Candida tropicalis). Für wässrige und ethanolische Extrakte wurde eine antimikrobielle Aktivität gegen Bacillus subtilis und E. coli nachgewiesen.

    Für Korianderfrüchte liegen zudem Hinweise auf eine Beeinflussung der Blutlipide vor: Werden Korianderfrüchte fett- und cholesterinreicher Nahrung zugesetzt, wir der Anstieg von LDL und VLDL zugunsten des HDL beeinflusst. In einer experimentellen Untersuchung kam es unter Einnahme eines wässrigen Extraktes des Samesn zu einer Abnahme erhöhter Glukosespiegel sowie einer Insulinresistenz. [...]
    Korianderfrüchte und stärker noch Korianderblätter sowie das ätzerische Öl wirken antioxidativ. [...]
    Es steht einiges mehr, auch unter Indikationen, aber nichts von wegen Ausleitung.

    Zu Blei zitiere ich aus:
    Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie, Aktories, Förstermann, Hofmann, Starke,
    ELSEVIER URBAN & FISCHER Verlag

    buch2.jpg

    In dem Buch ist auf der Seite davor auch eine Grafik in der ersichtlich ist, dass es über die Jahre eine starke Abnahme der Bleikonzentration im Blut von Kindern und Erwachsenen in den USA gab - im Verhältnis zur Verringerung des Bleiverbrauchs für Benzin.

    Es steht, dass die Bleibebelastung der Bevölkerung heute im Schnitt unter 50 Mikrogramm/Liter liegt.
    Die Grafik fing vor 1976 bei über 160 (!) an und hört um 1980 bei ca. 100 (!) als Bleikonzentration im Blut in Mikrogramm/Liter auf!
    Da ist mein Wert ja sehr gering (siehe oben).
    Ich erwähnte dies, weil die Belastung früher deutlich höher war.

    Da Kinder besonders stark aufnehmen, ist mein Jahrgang (und drum herum ..) hier sehr betroffen - gewesen!

    Interessant finde ich dass dort auch steht, dass früher Töpferwaren auch Bleisilikate enthielten. Saure Speisen wie Salate, Fruchtsäfte und ähnliches können toxische Bleimengen daraus freigesetzt werden. In Deutschland sei diese Verwendung von Blei per Verordnung verboten worden, in exotischen Ländern teilweise noch üblich.
    Ich erinnere mich dabei jetzt an meine eigenen Töpferversuche und Glasurarbeiten und daran, dass mir dies auch die Keramikerin erzählte.
    Hier ist ein Link dazu: http://www.bfr.bund.de/de/presseinfo...rden-6134.html

    Und natürlich werden die bleihältigen Trinkwasserleitungen in älteren Gebäuden angeführt.

    [...]
    Wirkungen von Blei
    [...]
    Akute Bleiintoxikationen ohne erhöhte Bleidepots treten - wegen der schlechten Resorbierbarkeit und der Fängerfunktion von Knochen und Erythrocyten - nur bei Aufnahme sehr hoher Dosen ein.
    Über chronische Bleivergiftungen liegen umfangreichen Erkenntnisse aus der Gewerbetoxikologie sowie bei Kindern vor. Typisch für die chronische Bleivergiftung ist der schleichende Beginn, da in kleinen Dosen beständig aufgenommenes Blei überwiegend in den Knochen abgelagert wird. Mit steigendem Depot wird der Plasma- und Harnspiegel im Zuge der Gleichgewichtseinstellung angehoben. Bleibt die Aufnahmerate konstant, stellt sich nach vielen Monaten auch ein Gleichgewichtszustand des Skeletts ein.

    Pharmakokinetik
    Die Resorption von Blei über den Magen-Darm-Trakt und über die Atemwege erfolgt sehr unterschiedlich. Oral aufgenommenes Blei wird schlecht resorbiert. Bei Zufuhr kleiner dosen beträgt die Retentionsquote etwa 10 %, bei Kindern 50 %. Bleisalze oder Bleioxide werden dagegen als lungengängige Aerosole - je nach Partikelgrößen und Löslichkeit - zu 50 bis 80 % resorbiert.
    Im Blut sind mehr als 95% des zirkulierenden Bleis an die Erythrocyten gebunden (-> Abb. 38.59). Geringe Anteile des im Plasma gelösten Bleis diffundieren in die weichen Gewebe ab. Auch in Zähe wird Blei eingelagert, die gefundene Konzentration spiegelt die Exposition im Kindeshalter wider. Die Hauptmenge wird im Knochen im Form des schwer löslichen Bleiphosphats gebunden (Bleidepot), Die Halbwertszeit von Blei im Blut beträgt etwa 20 Tage, im Knochen bis zu 25 Jahre.
    [...]
    Therapie
    [...]
    Bei chronischen Vergiftungen ist auch DMPS gut wirksam. Gegen die Schmerzen bei Bleikoliken hilft die Gabe von [...] [Anmerkung: Ich zitiere keine Medikamentenangaben, für diesen Fall bitte an einen Arzt wenden bzw ggf das Buch besorgen]
    Im Buch wird auch auf Bleitetraethyl eingegangen, das als Zusatz zu Benzin diente und als hoch lipophile Substanz auch durch die äußere Haut gut resorbiert wird. Hier steht mehr dazu, wobei zuletzt steht, dass hier Chelatbildner wirkungslos sind.

    In diesem Link steht auch einiges über wirkungsvolle Mittel: https://www.theepochtimes.com/the-tw...g_1957074.html

    Hier eine Studie: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3654245/

    Dieses Satz finde ich hier auch interessant:
    Taurine, when coadministered with DMSA or MiADMSA, helped to further reduce total body burden of arsenic and lead
    Taurin kann der Körper selbst aus der essentiellen Aminosäure Methionin bilden.
    Methionin enthält Schwefel und es kommt häufig vor, dass davon zuwenig aufgenommen wird.

    -> Nicht nur deshalb wohl auch häufig die Empfehlung für den Schwefel enthaltenen Knoblauch, Bärlauch und Co. Da ist natürlich nicht generell genügend Methionin enthalten.
    Jedenfalls ist eine ausgewogene Ernährung mit genügend Methionin auch hier relevant.
    Zusammen mit Lebensmitteln, die Schwermetalle bzw solche unerwünschten schwereren Elemente binden (Algen, pektinreiche Lebensmittel etc) eine gute Sache.

    Alles häufig empfohlen zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes, soweit ich das ziemlich konstant beobachte ...

    Liebe Grüße
    Angelika

  8. Der folgende Benutzer sagt Danke an Angelika für diesen Beitrag:

    Christoph90 (04.01.18)

  9. #8
    Administrator Avatar von Angelika
    Registriert seit
    20.04.13
    Alter
    43
    Beiträge
    4.363
    Danke
    233
    Danke erhalten: 1.044 Mal in 759 Posts
    Blog-Einträge
    300
    Oh, da hatte ich noch ein Buch offen.
    Auch interessant.
    Und es erinnert mich auch daran, dass wir hier im Forum auch schon über das Thema Blei bei Wildtieren schrieben wegen dem ganzen Schießblei das verschossen wird.
    Das eben in der Erde dort landet. Hier der Link dazu: http://www.rohkostforum.net/threads/...tkontamination

    Das geht aber noch weiter! Da leben auch Weidetiere etc ...

    Also in dem Buch das ich jetzt zitiere, steht auch geschrieben, dass gesetzliche Vorschriften die Blei Verbreitung drastisch eingeschränkt haben, sodass in vielen Ländern Schwermetall aus Farben, Benzin, Wasserleitungen, Haushaltswaren und Kinderspielzeug verbannt wurde.
    Hier ein Link der AGES: https://www.ages.at/themen/rueckstae...en/blei/tab/4/

    Im Buch wird auch auf die Bleibelastung in räuberischen Speisefischen, Seevögeln und Meeresfrüchten hingeweisen, ebenso - auf Weidevieh auf stark bejagten Feldern und einheimische Greifvögel, denen im Endeffekt die Bleihaltige Jagdmunition indirekt zum Verhängnis wird. Hier ein Link zu einem Artikel dazu - es ist auch ein Foto der oben erwähnten Bleimunition zu sehen: http://www.spektrum.de/news/bleimuni...voegel/1379174

    Ich zitiere aus:
    Ernährungsmedizin Nach dem neuen Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer, Biesalski, Bischoff, Puchstein (4, Auflage 2010)
    Verlag Thieme

    buch3.jpg

    Der Pb-Gehalt im Blut stellt eher ein Maß der akuten Exposition dar, während der Pb-Gehalt in Knochen ein guter Langzeitexpositionsparameter ist. Zwischenzeitlich erfolgt eine Anreicherung in den inneren Organen und Geweben, wobei die Transportmechanismen nach der Aufnahme und in die verschiedenen Zellen und Knochen noch weitgehend ungeklärt sind.
    Liebe Grüße
    Angelika

  10. Der folgende Benutzer sagt Danke an Angelika für diesen Beitrag:

    Christoph90 (04.01.18)

  11. #9
    Sprössling Avatar von Christoph90
    Registriert seit
    21.12.16
    Alter
    28
    Beiträge
    80
    Danke
    10
    Danke erhalten: 21 Mal in 13 Posts
    Super! Danke für die ausführliche Antwort. Das mit den Pektinen werde ich auf jedenfall mal testen - das heißt dann wohl viel Zitronenschalen essen Ich bin immer noch verwirrt und hin und hergerissen, ob meine Symptome hauptsächlich direkt durch Schwermetalle ausgelöst werden, oder ob meine Darmflora gekippt ist und Parasiten Probleme machen. Ich kann auch diese Lust nach Fett nicht ganz einordnen: Falsche Darmflora oder Schutzmechanismus vom Körper. Aber ich werde eine Schwermetallausleitung durchführen.

  12. #10
    Sprössling Avatar von Christoph90
    Registriert seit
    21.12.16
    Alter
    28
    Beiträge
    80
    Danke
    10
    Danke erhalten: 21 Mal in 13 Posts
    Ok, hier mal ein kleiner Zwischenbericht wie es mir bei der Schwermetallausleitung ergeht:

    Zur Zeit konsumiere ich zur Ausleitung, neben der Ernährung, folgende Nahrungsergänzungen:
    - Chlorella-Presslinge
    - Koriander-Kraut
    - MSM

    Zum Koriander kann ich sagen, dass es bei mir anscheinend eine Wirkung zeigt. Ich könnte behaupten, dass mein Geist wieder etwas gestärkt wurde. Außerdem konnte ich den Effekt, den auch Dr. Klinghardt beschreibt, dass nach dem Konsum von Koriander viele Patienten zum hüsteln anfangen bei mir feststellen. Allerdings habe auch ich bei Petersilie eine ähnliche Wirkung gespürt.

    Ich habe weiterhin bei mir letztendlich doch eine Verarmung an bestimmten Nährstoffen / Vitaminen festgestellt (im übrigen genau das, was auch der Bioscan bei mir angezeigt hat):
    - Omega-6-Fettsäuren
    - Vitamin A

    Mit einem ausgewogenen Fettkonsum lassen sich nach Klinghardt Nervenschäden, zum Teil vollständig, wieder gutmachen. Das habe ich auch bei mir feststellen können, indem ich mich nach Fettkonsum häufig viel wacher fühle. Jetzt verstehe ich auch, warum ich ein sehr starkes Verlangen nach Fett habe/hatte. Das Problem dabei war aber, dass Fett in natürlicher Form häufig in Kombination mit Eiweiß vorkommt (Nüsse, Fleisch). Daher habe ich mich mit Proteinen überlastet. Nun werde ich mich wohl eher mit Avocados verköstigen. Ja, es ist paradox, dass es gerade die Omega-6-Fettsäuren sind, die mir gefehlt haben, da die zum Teil einen sehr schlechten Ruf genießen. Aber das erklärt auch mein sehr starkes Verlangen nach Mandeln. Seit Juni 2017 habe ich eigentlich, was pflanzliche Fettquellen betrifft, fast nur Mandeln gegessen, häufig über die Sperre hinaus, ohne das ich es interpretieren konnte. Mandeln haben sehr viele Omega-6-Fettsäuren und ein sehr hohes Omega-6 zu Omega-3-Fettsäureverhältnis. Omega-3-Fettsäuren habe ich anscheinend genug. Bei Klinghardt habe ich heraushören können, dass bei Schwermetallbelastungen besonders die Omega-6-Fettsäuren in größeren Mengen benötigt werden.

    Zum Vitamin A kann ich sagen, dass ich in letzter Zeit fast kein Obst mehr essen mochte, da kein Appetit vorhanden war. Aber seltsamerweise habe ich insbesondere auf Kakis und Melonen reagiert. Im Sommer habe ich auch eine Zeit lang sehr viel Spinat gegessen. Das erklärt auch die Lust auf Fleisch / Fisch.

  13. #11
    Administrator Avatar von Angelika
    Registriert seit
    20.04.13
    Alter
    43
    Beiträge
    4.363
    Danke
    233
    Danke erhalten: 1.044 Mal in 759 Posts
    Blog-Einträge
    300
    Hmmm, ich meide eine hohe Omega 6 Fettsäuren-Zufuhr wie die Pest. Was mit "größere" Mengen gemeint ist, ist eventuell zu überlegen und in die richtige Relation zu setzen.

    Vorgestern hatte ich Koriander am Naschmarkt geschenkt bekommen. Ich finde Jedesmal, das es wirklich etwas nach Wanzen riecht, wobei ich Wanzen noch nie gerochen habe. So wird es halt beschrieben. Also Petersilie, Dille und andere Doldenblütler riechen mir auch besser

    Betreffend Vitamin A beziehst du dich vermutlich auf die Vorstufe, Betacarotin A bei pflanzlichen Lebensmitteln.
    Ich hatte davon auch einmal weniger und deshalb kurzfristig ergänzt.
    Es ist immer gut, "Löcher" aufzufüllen, das wirkt sich tatsächlich stark auf die Wahrnehmung aus, was "anziehend" ist an Lebensmitteln und was nicht so.

  14. #12
    Samenkorn
    Registriert seit
    13.04.18
    Beiträge
    30
    Danke
    0
    Danke erhalten: 0 Mal in 0 Posts
    Ich mische mir Chlorellapuilver in meine Shakes. Mache das aber unabhängig von Schwermetallen im Körper. Ist für mich einfach eine weiter Nährstoffquelle und macht den Shake wertvoller.

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 27.08.13, 00:06

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •