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Thema: bewusst essen

  1. #1
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    bewusst essen

    Die Werbung hier finde ich richtig gelungen. Er hat ein Long Chicken in der Hand und sein Freund ein Long Texas BBQ. Dann verabschieden sie sich und sagen : "bis später" ...und genießen in aller Ruhe ihre Snacks.



    Wenn ich mit anderen zusammen esse, dann passiert es mir manchmal dass ich in so Gespräche reingezogen werde die meine volle Aufmerksamkeit bedürfen. Von meinem Essen bekomme ich dann meist gar nicht viel mit. Ein paar Bemerkungen bei Tisch, ein lockerer Plausch, finde ich, stört überhaupt nicht, aber solche Gespräche wo man aufmerksam zuhören muss schon.

  2. #2
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Ich habe immer mal wieder so Phasen wo ich vor dem TV/PC esse. Es kommt mir zwar viel befriedigender vor, aber gleichzeitig spüre ich dass da irgendwas durcheinander kommt. Als ob da bestimmte Energien in die falschen Kanäle gelangen.
    Wenn ich bewusst esse dann esse ich erstens mal abwechslungsreicher und zweitens bin ich die Stunden danach und selbst am nächsten Tag innerlich viel ruhiger. Manchmal falle ich sogar spontan in einen Meditationszustand wenn ich mich irgendwo hinsetze.
    Habe ich aber zuvor vor dem TV-Gerät gegessen dann tritt das nicht ein.

    Andere Leute haben damit scheinbar keine Probleme.
    Dass ein erhöhtes Glücksgefühl eintritt wenn ich vor dem TV esse kann ich bestätigen, aber wenn man eine wirkliche "himmlische Phase" beim Essen erleben will (also vom Geschmack ganz verzückt ist) dann muss man sich schon bewusst dem Essen zuwenden.

    Manche Rohköstler sagen dass sie beim Essen das Gefühl haben als ob sie den Liebesakt mit der Natur vollziehen.
    ... Und wenn man in einem Liebesakt mit einem geliebten Menschen ist, dann schaut man ja auch nicht gleichzeitig TV oder checkt am Handy die neuesten Facebook-Updates..... (hinkt der Vergleich?)


    Ohne Glotze ess ich nicht!

    Die Süddeutsche Zeitung meint:
    "Glotze an! Wer zum Essen den Fernseher anschaltet, erhöht das Glücksgefühl - das ist wissenschaftlich erwiesen."
    http://www.sueddeutsche.de/leben/das...nicht-1.116542

    Das Marktforschungsinstitut Human Link hat herausgefunden, dass das Konsumieren ganzer Mahlzeiten vor dem Fernseher für 77 Prozent der Deutschen ganz normal ist - aber nur 15 Prozent findet das Essenvor der Glotze akzeptabel. Zeit, mit dem Heucheln aufzuhören.
    Aber wenn 77% vor dem Fernseher essen und nur 15% es als akzeptabel ansehen, dann heißt das aber auch dass vielleicht doch was damit nicht in Ordnung ist.



    Fernsehen beim Essen heißt ja nicht, aneinander vorbei zu leben. Die Italiener machen es doch vor - dort läuft der Fernseher in der Küche zu jeder Tageszeit, nebenbei wird lautstark diskutiert. Wir eifern doch sonst so gern der südlichen Lebensart nach. Warum also nicht auch bei diesem Thema?
    "Wer behauptet, dass Essen in Verbindung mit Fernsehen so richtig entspannt, hat die Wissenschaft auf seiner Seite: Beim Fernsehen werden erwiesenermaßen Glückshormone ausgeschüttet. Beim Essen auch. Essen vor der Glotze ist, rein wissenschaftlich gesehen, also doppeltes Glück - egal, ob alleine oder zu zweit."

  3. #3
    Administrator Avatar von Angelika
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    Ich finde auch, dass man am besten genießen und bewusst essen kann, wenn man nicht dabei spricht oder vielleicht sogar einfach zumindest in Ruhe gelassen wird.

  4. #4
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Zu viel Geplapper empfinde ich auch als "störend".

    Ich bin aber auch "so eine", die neben dem Essen fast immer irgendwas tut... Handy zum Beispiel... *grmpf*

  5. #5
    Urwaldriese
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    Hinkt!
    Ach du liebe Zeit, da mag einer sagen, die Menschen sind völlig verrückt geworden...
    Ist was dran und ich vermeide Kommentare hierzu. Beim Essen fern zu schauen ist schon schräg, ebenso datt Handy dabei zu haben...
    Handy mit eingebautem Esswerkzeug, einer Gabel zum Bleistift. Oder einem Löffel...
    Oder gleich einen Löffel mit SIM und Mikro, beim Essen und Schmatzen telefonieren. Klasse!

    Ich hab ja 1994 meinen Fernseher zum Fenster raus geworfen und ein Radio hab ich seit Jahren auch nicht mehr. Und seit dem herrscht mehr Frieden in der Baude. Allerdings muss man für die öffentlichen Programme zahlen, also für die Inhalte. Ich zahl übrigens nicht und hab richtig Ärger deswegen. Sagte zum Obmann: Stell doch ein Aquarium ins Erste, reicht völlig zu! Nachrichten? Wozu?

    Vorrichten!
    Jedenfalls ist es recht, beim Essen völlig ungestört zu sein, seine Ruhe zu haben, auch nicht zu reden.Nur auf das Essen konzentrieren. Übrigens esse ich oft im Stehen, datt könnt Ihr mal probieren. Geht gut!
    Und Handys? Weit weg, nur nicht in Griffweite. Übrigens ist es wirklich so, dass reifere Herrschaften als komisch gelten, wenn sie mit einer Flunder (Smartphone) gesehen werden. Was, Du brauchst so ein Spielzeug? Ein Kollege, ü50, hat noch ein altes Nokia 3330 in der Weste, ich... ein Seniorentelefon mit großen Tasten und Notrufdrücker. Letzteren könnte man vielleicht mal gebrauchen...

  6. #6
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Übrigens esse ich oft im Stehen, datt könnt Ihr mal probieren. Geht gut!
    Mach ich auch häufig.

  7. #7
    Urwaldriese Avatar von Susanne
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    Zitat Zitat von Uwe
    Übrigens esse ich oft im Stehen, datt könnt Ihr mal probieren. Geht gut!
    Zitat Zitat von Mela
    Mach ich auch häufig.
    Ich auch. Mein Küchentisch ist ein Bartisch, deshalb geht das hier besonders gut.

    Zitat Zitat von Uwe
    Allerdings muss man für die öffentlichen Programme zahlen, also für die Inhalte. Ich zahl übrigens nicht und hab richtig Ärger deswegen
    Glückwunsch! Ich zahle seit Jahren felißig, obwohl ich keinen Fernseher habe. Allerdings hatte ich so viele persönliche Baustellen, dass ich mir nicht noch weiteren Ärger aufbürden wollte. Auch für dieses Jahr habe ich schon bezahlt, aber vielleicht geselle ich mich im nächsten Jahr zu der Gruppe der Zahlungsverweigerer - wenn dies noch notwendig sein sollte.

  8. #8
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    Danke!...
    Na ja, wozu sich die Bude verschmutzen lassen?
    Ich hab das schon seit Jahren satt, diese visuelle, akustische Bevormundung. Wir werden eigentlich von den Medien wie kleine Kinder behandelt, DU DU DU!!! sagen die...

    Ne, ist auch so, dass ich selbst dieses Gedudel nicht mehr hören kann, was sich Musik nennt aber gar keine ist. Verschmutzung sag ich immer. Seit Jahrzehnten immer dieselbe Musik, diese Gruppen, dieses Gehämmer. Vielleicht bin ich ja komisch, aber ich kann mir einfach keine Radiosender mehr anhören, geschweige denn in die Röhre gucken. Ich fühl mich seit dem viel besser und auch die Gedanken kreisen besser jetzt, ungestört vom Krach der Funklatrine...

  9. #9
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Zitat Zitat von Uwe Beitrag anzeigen
    Danke!...
    Ich hab das schon seit Jahren satt, diese visuelle, akustische Bevormundung. ..
    Finde ich gut dass ihr beide keinen Fernsehen mehr habt. Aber ich kenne auch eine Frau die hat kein TV-Gerät, aber am Notebook schaut sie sich dann die ganze Zeit die Netflix-serien an.

    Ich bin TV-Junkie. Frühere wurde es mir manchmal zuviel und dann habe ich den TV ein paarmal in die Mülltonne geworfen. Hat dann immer so 6 Monate gedauert bis ich mir einen neuen gekauft habe.
    Aber diese Zeit war dann immer ziemlich produktiv. Und ich bin viel ausgegangen.
    Das Buch von Neil Postman war Ende der 80er ein Klassiker.

    5159tELPeUL._SX326_BO1,204,203,200_.jpg amusing.jpg

    Neulich habe ich die Vorschau für das Buch: "Deep Work: Rules for Focused Success in a Distracted World" gelesen.
    Da wird gesagt das Woody Allen von 1969 - 2013 für 44 Filme Drehbücher geschrieben und Regie geführt hat. 23 davon waren für den Oskar nominiert. Er hat nie einen Computer besessen, sondern alles auf seiner Olympia SM3 - Schreibmaschine geschrieben.
    Moving forward in history, consider the screenwriter and director Woody Allen. In the forty-four-year period between 1969 and 2013, Woody Allen wrote and directed forty-four films that received twenty-three Academy Award nominations— an absurd rate of artistic productivity. Throughout this period, Allen never owned a computer, instead completing all his writing, free from electronic distraction, on a German Olympia SM3 manual typewriter.
    Das nenne ich Produktivität. Wegen der ganzen Ablenkung am Computer hätte er bestimmt nur die Hälfte geschafft, oder noch weniger.

    Mark Twain wrote much of The Adventures of Tom Sawyer in a shed on the property of the Quarry Farm in New York, where he was spending the summer. Twain’s study was so isolated from the main house that his family took to blowing a horn to attract his attention for meals.
    Mark Twain schrieb Tom Sawyer in einem Schuppen , abgelegen vom Haupthaus, damit er seine Ruhe hatte.


    Vor 2 Monaten habe ich mal aus einer Laune heraus mein TV-Gerät zu einem Bekannten gebracht mit der Bitte es für unbestimmte Zeit für mich zu verwahren. Aber in Zeiten von Internet-Streaming macht das gar keinen Sinn mehr. Man kann sich ja fast alles im Internet anschauen. (das habe ich auch getan). Außer Fußball, dafür braucht man ein TV-Gerät, und deshalb holte ich mir meinen Fernseher auch wieder zurück, damit ich Champions-League kieken kann.
    Geändert von Tom Ate (12.01.16 um 01:37 Uhr)

  10. #10
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    Absolut!
    Fernsehen und Computer lenken ungemein ab und ich sage Dir, dass viele Schreiberlinge ihre Texte auf der Schreibmaschine klimpern. Warum? Naja, ich merk, dass ich am Computer keine Einfälle habe, zumindest keine guten. Irgendwie gibt es ein Störfeld, elektromagnetisch, Smog, kein Rauch! Ich werd passiv und das Schreiben ist eine Qual. Auch wegen der Vorteile, drauf gesch...
    Ich schreibe mit Füller auch noch Briefe, am Tisch, meist in der Küche. Der Computer saugt mich aus und wahrscheinlich ist es genau so mit dem Smartphon. Hab ich auch nicht...

    Ich behaupte hier: Die Menschen waren früher viel produktiver, da passierte mehr und es wurde viel mehr gearbeitet. Mangel an Produktivität könnte man sagen, aber so ist es nicht. Arbeit bedeutet Teilhabe und wer Menschenrechte definiert, sollte das Recht auf Arbeit nennen und nicht universal auf bodenlose (rechtlose, frei von Bürger- und Teilhaberechten...) Grenzverletzer setzen. So, mehr sag ich nicht, sonst komme ich auch auf die schwarze Liste...

  11. #11
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Das hast du schön geschrieben.

    Ich meine immer ich muss informiert sein. ......Aber was bringt mir das für mein eigenes Leben?......nixxxxx.








    Edit:
    Jetzt habe ich nochmal eine Stelle in dem "Deep Work" Buch gefunden.
    Da will ein Mann umschulen , er will Programmierer werden. Aber er hat keine Zeit das 4 Jahre lang zu studieren. Es muss also ziemlich schnell gehen. In seinem letzten Job hat er 98% der Zeit im Web rumgesurft. Und jetzt weiß er dass er natürlich viel fokusierter an die Sache rangehen muss.
    Er hat sich dann in einen Raum ohne Computer eingeschlossen, nur mit Fachbüchern. In den 2 Monaten als er sich einschloss hat er dann 18 Fachbücher gelesen.
    “I locked myself in a room with no computer: just textbooks, notecards, and a highlighter.” He would highlight the computer programming textbooks, transfer the ideas to notecards, and then practice them out loud. These periods free from electronic distraction were hard at first, but Benn gave himself no other option: He had to learn this material, and he made sure there was nothing in that room to distract him.
    Over time,however, he got better at concentrating, eventually getting to a point where he was regularly clocking five or more disconnected hours per day in the room, focused without distraction on learning this hard new skill. “I probably read something like eighteen books on the topic by the time I was done,” he recalls.
    Geändert von Tom Ate (12.01.16 um 02:26 Uhr)

  12. #12
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    Habe auch keinen Fernseher, auch keine andere andere Möglichkeit zum Fernsehen, Filme schauen, o.ä.
    Nur ein Smartphone und das "saugt" genug aus, wie es Uwe so schön formulierte. Empfinde das nämlich auch oft so.

  13. #13
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Habe mir gerade "Unterwegs nach Cold Mountain" angeschaut. WOW ist dein Film! Ich habe am Ende richtig losgeheult. Der Film hat so eine Sehnsucht nach diesem einfachen Leben in mir ausgelöst.
    Der Film spielt um das Jahr 1860 in Nord Corolina, in der Zeit des Bürgerkrieges. Da gab es auch noch kein Internet, kein TV und keine Smartphones.
    Die Leute haben vielleicht ein Buch besessen, das war alles.
    Ich habe das Gefühl dass damals die Beziehungen der Menschen zueinander einen höheren Stellenwert hatten. Es war eine harte Zeit, aber gleichzeitig faszinierend einfach und von einer gewissen Tiefe, die heute nicht mehr zu sehen ist.



    In dem Film sieht man so viele interessante Randfiguren die irgendwo in den Wäldern leben oder sonstwo. In Zeiten des Krieges ist das Leben das sich etwas abseits der Fronten abspielt auch etwas ganz besonderes. Es hat so eine bestimmte Note. Es ist eine ganz besondere Zeit, trotz all der Not und der Grausamkeit.

    Ich glaube die Mahlzeiten wurden damals fast immer zusammen mit den anderen eingenommen. Die Mahlzeiten hatten wahrscheinlich damals einen höheren Stellenwert als heute. Und es war alles BIO.

    Ich denke für die ganzen interessanten Epochen der Geschichte war der Kochkosteinfluss wichtig. Die Leute haben diese Härten erleben wollen und da durchgehen wollen.
    Die Frage ist nur ob das vorbestimmt ist das alles ewig so weitergeht. Es hat heutzutage auch nicht mehr diese Aura von früher. Vielleicht läuft diese Epoche dem Ende entgegen..??

    Die Beziehung zwischen Nicole Kidman und Rene Zelweger habe ich auch ganz schön gefunden.

  14. #14
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    Dein Film klingt interessant und so wie es bei hier von anderen empfohlenen Filmen so ist, werde ich ihn mir wohl bei Gelegenheit ansehen.

    Zu den "einfachen Gesellschaften" fällt mir allerdings die absolut abgeschnittene Insel ein, die jüngst hier vorgestellt wurde, wo man sich hinsiedeln könnte - allerdings eben sehr abgeschieden (ich will gerade nicht mehr suchen um diese Uhrzeit - wer nicht weiß was gemeint ist und nicht suchen will, mehr wissen möchte kann ggf nachfragen).
    Da kam allerdings dann heraus, dass die Menschen dort stark verroht im Sinne von relativ gewalttätig/skrupellos und - was ich für massgeblich halte - keine Kultur/Kunst die meist zur Verarbeitung gesellschaftlicher Herausforderungen dient, aufwies.

    "Nur ein Buch" zu besitzen ist deshalb glaube ich nicht so eine wahnsinnig gute Voraussetzung wenn man zu abgeschieden in einer Gruppe lebt. Zumindest wenn man sich "irgendein Buch" dabei denkt.
    Nicht umsonst war das erste "wichtigste" Buch die Bibel - das den Menschen wichtig war zu verbreiten (möglicherweise auch gewissen Machtgruppen, doch es hat ja doch auch rein gesellschaftliches zum Inhalt) oder später in der Wüste, wo man diese nicht angenommen hätte, das erste schriftliche Buch der Koran.
    Wohl um den Menschen etwas aus den Fehlentscheidungen früherer Tage weiterzugeben, es möglichst besser zu machen.

    Du fragst ob es ewig so weitergeht betreffend Kochkost. Das ist eine gute Frage. Deren gewissen Antwort wir möglicherweise nicht erleben werden.
    Eines ist sicher: Die Natur selbst "braucht" keine Kochkost. Gemessen an der Zeit der Dinosaurier auf der Erde gibt es die Menschheit - und insbesondere die Kochkost gerade mal einen Huster lange. Außer sie wurde von "Außerirdischen" sozusagen hierher verpflanzt und breitete sich dann hier (wieder oder weiter) aus.

    - - -

    Eure Berichte zum Stehen beim Essen erstaunen mich.
    Nicht nur, dass ich gerne sitze beim Essen, ggf liege ich sogar wie bei einem Kanapee und aale mich ggf unter künstlichen Wärmestrahlen (Infrarot). Was nicht heißt, dass ich letzteres empfehlenswert finde. Aber im Stehen essen ist meines definitiv nicht. Möglicherweise auch ein Grund, warum mich so etwas wie Würstelbuden nie reizen würde.

  15. #15
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    In dem Film "Cold Mountain" gab es wie in vielen Filmen diese klassische Dreieckskonstellation. Nicole Kidmann verliebte sich in Jude Law, dann musste der in den Krieg und Nicole lernte Renée Zellweger kennen und lebte mit ihr auf ihrer Farm. Eine schöne Beziehung, dann kam Jude Law zurück, doch die Liebe dauerte nicht lange, er wurde kurze Zeit nachdem er wieder auftauchte erschossen.
    Er hätte im Laufe des Filmes schon hundertfach getötet werden können aber ausgerechnet am Schluss des Filmes als alles auf ein Happy End zuzusteuern scheinte, stirbt er.
    Er hatte sogar kurz zuvor noch Renee Zellweger nach der Erlaubnis gefragt mit ihnen zusammen auf der Farm leben zu dürfen. Sie willigte ein, wenn auch ein klein wenig mürrisch. Aber das war ihre Art.

    Ich denke die ganze Kochkostzeit war toll. Die Menschen haben soviel erlebt. Auch ganz viele berauschende, aufregende und schöne Zeiten.
    Aber vielleicht waren auf dieser Ebene ein paar Sachen wirklich nicht möglich. Zum Beispiel diese Dreierbeziehung. Es kam gar nicht dazu. Er wurde erschossen.
    Eine Vorahnung, ein düsteres Bild in einem magischen Brunnen hatte es schon vorausgesagt. Es war zum scheitern verurteilt. Schon im Voraus


    Ich schaue normalerweise keine deutschen Filme an, aber die Filme die im zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit spielen finde ich wirklich gut.
    So zum Beispiel "Schicksalsjahre" mit Maria Furtwängler.



    Sie lernte ihre große Liebe kennen und genauso wie Nicole Kidmann wurde diese Liebe durch den Krieg getrennt. Dann lernte sie genauso wie in "Cold Mountain" eine Frau kennen und es entstand eine sehr schöne Beziehung zwischen den beiden.
    Ich habe mich richtig in die Beiden verliebt, da ging mir so richtig das Herz auf. .
    Aber Maria musste trotzdem immer wieder an ihren Mann denken und irgendwie stand er unsichtbar zwischen ihr und Norah.

    schicksalsjahre.jpg
    http://xt.zdf.de/schicksalsjahre/

    Obwohl die beiden Frauen eine sehr schöne Beziehung hatten, zerbrach sie. Wahrscheinlich braucht jede Beziehung eine Öffnung nach außen.
    Maria (im Film Ursula Heye) glaubte nicht wirklich dass ihr Mann tot ist. Sie liebte ihn immer noch und ihre Gedanken waren bei ihm.
    Ich denke sie hat diese ganz tiefe innere Befriedigung die sie in der Zweierbeziehung mit Norah nicht fand auf ihre Beziehung mit ihren Mann projiziert. Sie dachte wahrscheinlich , wenn sie ihren Mann wiederfindet dann wird sie wirklich glücklich sein.


    Nach zwanzig Jahren bekam sie einen Hinweis dass er tatsächlich noch lebt und zwar in Stuttgart. Sie führ dorthin. Er war inzwischen neu verheiratet, weil er auch dachte dass sie den Krieg nicht überlebt hat. Er lebte in so einem 50er Jahre Wohnblock , alles ein wenig sehr spießig.
    Das Treffen verlief enttäuschend für Maria. Sie war desillusioniert . Und dann war der Film zu Ende.


    Man sieht da wieder: - . Die Kochkostzeit , eine super Sache, sie hat sehr viel erlebt, ihr Leben war bewegend., aber nicht alle Sehnsüchte wurden restlos erfüllt. Die Kochkost , auch wenn sie noch so toll erscheinen mag, irgendwo ist vielleicht auch ein gewisses Scheiten mit einprogrammiert. Ein Scheiten unserer ganz tiefen Sehnsüchte. Ein Scheitern unserer ganz tiefen Bedürfnisse in der Liebe.

    In bestimmten Schlüsselszenen erlebte sie oben drauf noch die Desillusion des Nationalsozialismus, des Sozialismus und des Kapitalismus.


    Da gibt es viele Parallelen zwischen den beiden Filmen. "Schicksalsjahre" ist der deutsche "Cold Mountain".
    Geändert von Tom Ate (13.01.16 um 01:50 Uhr)

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