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Thema: Sehenswert auch für Rohköstler: "Voll verzuckert" Der Zucker Film

  1. #1
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    Sehenswert auch für Rohköstler: "Voll verzuckert" Der Zucker Film

    Generell sehenswert, aber auch für Rohköstlerinnen und Rohköstler.
    Derzeit noch in kleineren Kinos, ab Ende Februar als DVD erhältlich.

    Zwei Trailer dazu:

    Voll verzuckert - That Sugar Film - Trailer (deutsch/german)




    "Voll verzuckert" Der Zucker Film - Trailer 2015 NEU


  2. #2
    Administrator Avatar von Angelika
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    Grüß Euch,

    obigen Eintrag erstellte ich kürzlich aufgrund der Information, die ich von einem guten Freund erhielt.
    Gestern nun hatte ich die seit kürzlich erhältliche DVD erhalten (ich hatte sie vorbestellt).
    Und ich möchte diese Empfehlung doppelt unterstreichen, nämlich auch für Rohköstler.

    voll-verzuckert-dvd.jpg

    Darin wird nicht nur einfach wegen Zucker erzählt. Mancher denkt sich vielleicht - *gähn*, das weiß ich doch schon längst.
    Nein, es geht auch um die Erklärung zum Fruchtzucker, was ich auch in meinem Buch Das große Rohkost Buch sehr unterscheide.
    Es sind Animationen darin, WARUM man mit Fruchtzucker verfettet und mit geringem Traubenzucker nicht.
    Allerdings schlecht verfettet, also die Leber auch noch usw.
    Mein Erlebnis, dass ich wegen eines Versuches mit Fruchtzucker-Überlastigem Obst im Krankenhaus landete, habe ich auch in meinem Roman ROH - Sex Lügen und Rohkost eingebaut (der ja eine fiktive Geschichte mit erfundenen Personen aus vielen erzählten wahren Begebenheiten ist).

    Wir - als Familie - sahen uns den Film an und ich war so begeistert, Balsam und Sprit auf all dem, was auch meine Familie längst fördert, aber doch auch Motivation und Veranschaulichung mag.

    Außerdem werden die Aborigines erwähnt, und dass diese ganz schnell unter den Zuckerzeug leiden - es ist eben zugesetzter Zucker gemeint, nicht Bonbons.
    Er besucht auch Amerika und einen reisenden Zahnarzt. Der einen sehr jungem Patienten alle 2. Zähne reißen muss und die Spritzen wirken bei ihm nicht, weil das Zahnfleisch so krass entzunden ist. Live gefilmt.

    Der Filmemacher und Schauspieler, der den Filme machte, hatte davor 3 Jahre lang kaum Zucker gegessen. Und obwohl er täglich Sport machte und außerdem weniger Kalorien zu sich nahm, nahm er in wenigen Wochen stark zu!
    Und dabei isst er nur vermeindlich gesunde Produkte (!!!!). JA, auch Früchte Smoothies!
    Er sagt im Film, dass es möglicherweise besonders krass ist, wenn jemand bisher kaum Zucker gegessen hat, das dies besonders negativ wirkt.
    Jedenfalls waren seine vormals super Blutwerte danach ganz schlecht.
    Ein sehr interessantes Detail, wie ich finde und erklärt mir auch,warum ich damals gar so schnell wegen Fruchtzucker-Überschuss im Krankenhaus landete. Ich hatte mich davor - unbewusst noch - eher Traubenzuckerbetont bzw eher weniger Zucker ernährt.

    Einfach ein genialer Film und ich finde JEDER Rohköstler sollte ihn auf sich wirken lassen.

    Am Ende ist dieses lustige Lied dann noch - sogar mit deutscher Übersetzung. Der Film ist übrigens komplett in Deutsch übersetzt, sehr gut, sehr schön auch für jene, die nicht englisch sprachgewandt sind.
    Auf Youtube fand ich das Lied jetzt einmal nur in englischer Version.



    Liebe Grüße
    Angelika

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    Mela (01.03.16)

  4. #3
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Den Film werde ich mir auch anschauen.

    Super gesund ist Zucker wahrscheinlich nicht. Als Kind hatten wir immer 2 Getränkekisten, eine Kiste mit Limonade und eine Kiste mit Mineralwasser. Ich habe nie von dem Mineralwasser getrunken. Habe auch ziemlich viel Karies gehabt in der Kindheit.

    Ich denke wenn jemand raucht oder täglich Alkohol trinkt für den hat Zucker keine so große Bedeutung. Der kann damit leichter aufhören.
    Wenn ich gekocht essen würde, dann könnte ich mir das ohne Zucker nicht vorstellen. Ich glaube der Ist auch wichtig um sich innerhalb der Kochkost auszubalancieren. Nicht umsonst essen alle einen Nachtisch nach dem Essen. Ohne Nachtisch fehlt einfach etwas.

    Ich hatte mal ein Jahr lang Makrobiotik gemacht, da habe ich den Zucker eigentlich gar nicht so vermisst. Und dann machte ich 1,5 Jahre lang die "Fit For LIve"-Diät und als ich das aufhörte und wieder in Zucker schwelgte habe ich das als eine so große Befreiung empfunden. Ich war wieder restlos glücklich.

    Ich denke Milchprodukte sind auch nicht optimal für die Gesundheit, aber ohne sie fühlt man sich einfach nicht richtig rund innerhalb der Kochkost. Und dasselbe ist mit dem Zucker.. Warum sollte man es sich nicht gut gehen lassen solange man Kochkost isst.
    Diese "unbeschreibliche Leichtigkeit des Seins" erfährt man innerhalb der Kochkost eigentlich nur wenn man sich nicht einschränkt.

    Angenommen man ist krank, dann ist das vielleicht was anderes. Da macht es wahrscheinlich Sinn einige Zeit auf bestimmte Dinge zu verzichten.

    Meine Mutter hat auch sehr gerne süße Sachen gegessen. Dann hat sie einmal für 14 Tage darauf verzichtet. Und in der Zeit hat sie sich die Frage gestellt für was sie überhaupt noch lebt.

    Wenn man sich innerhalb der Kochkost einschränkt dann ist die doch gar nicht mehr so attraktiv. . Dann kann man ja gleich zur Rohkost wechseln.

    dz.jpg

    Klar ist Zucker eine Droge. Aber dann dürften die ja auch keinen Weizen , keine Milchprodukte , keinen Kaffee, keine Zigaretten und keinen Alkohol mehr zu sich nehmen. Und was würde dann noch übrig bleiben? Ich glaube ohne diese Sachen würden manche Leute morgens gar nicht mehr aus dem Haus und zur Arbeit gehen.

    Die Kaffee-Trinker stellen sich ja manchmal morgens die Frage: "Gibt es ein Leben vor dem Kaffee?"

    food - condem_.jpg food - cravings.jpg

    food is my friend.jpg food - tomatoes.jpg

    food - condemnation2.jpg food - chemical factory.jpg

    food - freakish eating.jpg food 1.jpg
    Geändert von Tom Ate (29.02.16 um 00:34 Uhr)

  5. #4
    Administrator Avatar von Angelika
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    Das Zucker im üblichen Ausmaß für viele Überdenkenswert sein sollte, steht für mich außer Frage.
    Aber heute hat mich etwas ganz anderes ziemlich erstaunt. Ich war tanken, kaufte mir ein Wasser weil meine Glasflasche in der Firma schon leer war, leider gibt es dort natürlich nur Kunststoffflaschen.
    Und weil ich nicht so im Zeitdruck war, schaute ich mir in der Süßigkeitenabteilung dort einige Kekspackungen an. Klar, da ist überall Zucker drin. Aber, und das verblüffte mich - Palmöl!
    Also ich hätte nicht gedacht, dass es dermaßen durchgezogen durch die Firmen verwendet wird. Gut, ich habe nicht alle ansehen können. Aber überall, wo ich mir die Inhaltsstoffe ansah, stand auch Palmöl drauf.
    Ob ich jetzt erstaunt bin, weil ich früher nie durchlas oder schon ewig nicht mehr solche Packungen ansah weiß ich nicht.
    Dass die Leute das Zeug kaufen, in Massen, da bin ich mir sicher. Sonst wären damit nicht sogar die Tankstellenläden voll. Das sollten ja sogenannte Bestseller sein.

    Dieses Filmchen hatte ich kürzlich gesehen, das hat auch einen Link hier verdient.
    Palmöl zerstört den Urwald.
    Und den brauchen auch wir!



    Diese Kekse und solches Zeugs .. auf das kann man nachweislich verzichten. Nicht nur aus gesundheitlichen Gründen - hierzu verweise ich die Leser wieder auf den oben zitierten DVD-Film "Voll Verzuckert".

  6. #5
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Ja das mit dem Palmöl ist eine böse Sache. Unsere Wälder könnte man ja noch einigermaßen leicht wieder aufforsten aber bei den tropischen Urwäldern in ihrer Diversität ist das nicht so einfach. Das tut mir richtig weh wenn ich das sehe, und das alles für das olle Palmöl. Früher hat man auch Nougatcreme und Schoko-Riegel ohne Palmöl hergestellt und es ist trotzdem gegangen.
    Aber heutzutage ist das ja auch in Waschmitteln und selbst als Zusatz im Benzin enthalten.

    Vor 6 Jahren hat Greanpeace diesen Spot herausgebracht, aber viel haben diese Aktionen nicht gebracht. Selbst in der Rapunzel Nuss-Nougat-Creme im Bioladen ist Palmöl enthalten.
    --Ich sehe gerade, jetzt gibt es auch Schoko-Aufstrich ohne Palmöl......geht doch...
    Endlich: Seit Dezember 2014 müssen alle Lebensmittel-Hersteller sämtliche Zutaten ihrer Produkte auf der Verpackung genau angeben. Jetzt steht auch auf dem Nutella-Glas „Palmöl“ und nicht mehr „pflanzliche Öle und Fette“.
    https://www.abenteuer-regenwald.de/b...a-alternativen


    Das ist so krass, das soll jemand verstehen. ........die Kochis machen alles kaputt..



    Ich kann es nicht richtig fassen!! Wie kann man für so ein beknacktes Nutellabrot einen ganzen tropischen Regenwald abholzen. Und die Leute die sowas gerne essen müssten ja gar nicht darauf verzichten. Sollen sie halt das ohne Palmöl kaufen. Das ist vielleicht 2% weniger cremig, aber was soll's.
    Der Import von Elfenbein wird ja auch unter Strafe gestellt. Wieso nicht auch der Import von Palmöl?

    nutella-alternativen-palmoelfrei.jpg
    Geändert von Tom Ate (04.03.16 um 23:30 Uhr)

  7. #6
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    Hab da mal auch einen Beitrag gesehen, wie man dort den Mensche das Land stiehlt, um Platz für Ölpalmen zu gewinnen. Die Menschen sind völlig rechtsfrei, keinerlei Rechte, also auch Boden und Bürgerrechte, die Rede ist nicht einmal von Menschenrechten, dies wär verkürzt dargestellt. UNd wenn die Menschen am Ort nicht freiwillig verschwinden, werden sie einfach umgebracht. Schöne neue Welt!

    Aber ich wiederhole mich: Dieser Planet soll nur noch eine Steinkugel sein, Ziel aller Politik. Erst die Venus, der Mars und dann die Erde. Drei, vier Steinkugeln. Der Merkur ist ja auch so eine unbequeme Kugel...

  8. #7
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Den meisten Konsumenten ist ja gar nicht klar (bzw. interessieren sie sich teilweise nicht mal dafür), dass sie quasi mit jedem Einkauf+Konsum ihres Süßkrams diese Regenwaldzerstörung fördern...

  9. Der folgende Benutzer sagt Danke an Mela für diesen Beitrag:

    Uwe (05.03.16)

  10. #8
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    Ja, ganz genau.
    Über die Folgen des eigenen Tuns sind sich nur ganz wenige Menschen bewusst. Die schöne heile Welt wird nur mittels Sklaven, Sklavenarbeit (natürlich arbeiten hunderte Millionen Kinder für die westlichen Märkte, ohne so wahrgenommen zu werden), Umweltzerstörung, Verdrängung, Mord und Totschlag, Krieg und Folter aufrecht erhalten. Der Globalkapitalismus braucht auch keine Nationen mehr, er kennt nur noch Regionen, Gebiete...

  11. #9
    Administrator Avatar von Angelika
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    Zitat Zitat von Tom Ate Beitrag anzeigen
    Ich kann es nicht richtig fassen!! Wie kann man für so ein beknacktes Nutellabrot einen ganzen tropischen Regenwald abholzen. Und die Leute die sowas gerne essen müssten ja gar nicht darauf verzichten. Sollen sie halt das ohne Palmöl kaufen. Das ist vielleicht 2% weniger cremig, aber was soll's.
    Der Import von Elfenbein wird ja auch unter Strafe gestellt. Wieso nicht auch der Import von Palmöl?
    Ich finde das auch voll krass. Vor allem, weil es im Internet noch dazu sogar von hausgemachten Rezepten nur so wimmelt.
    Wie man sich Schoko-Nuss-Creme auf ein Brot schmieren kann, war mir allerdings schon als Kind ein Rätsel. Mir schmeckte das jedenfalls nie.

  12. #10
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Zitat Zitat von Angelika Beitrag anzeigen
    Ich finde das auch voll krass. Vor allem, weil es im Internet noch dazu sogar von hausgemachten Rezepten nur so wimmelt.
    Wie man sich Schoko-Nuss-Creme auf ein Brot schmieren kann, war mir allerdings schon als Kind ein Rätsel. Mir schmeckte das jedenfalls nie.
    Mich ließen Nutella und ähnliche Cremes auch "kalt", während andere sich darum gierten.
    Ich kann die paar Male, wo ich sowas gegessen habe, sogar auf der Hand abzählen.

  13. #11
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Rapunzel sagt Palmöl sorgt für eine cremige und gleichbleibende Konsistenz.in der Nuss-Nougat Creme und deshalb können sie nicht darauf verzichten.

    Palmöl hat aufgrund seiner Zusammensetzung (teilweise gesättigte, teilweise ungesättigte Fette) bei Raumtemperatur einen bestimmten Schmelz, das ist in vielen Nuss-Nougat-Cremes erwünscht. Noch relevanter ist allerdings, dass Palmöl in der Lage ist, flüssige Öle zu binden. Das ist gerade in Nuss-Nougat-Cremes essentiell, da Nüsse sehr viel Öl enthalten. So bleibt die Creme streichfähig und ansehnlich und es setzt sich kein Öl darauf ab. Auch die erst einmal ähnlich wirkende Kakaobutter ist kein Ersatz, da sie bei Raumtemperatur fest ist und bei Erhöhung der Temperatur schnell flüssig wird. Palmöl hat aufgrund seiner Zusammensetzung auch bei 40° noch feste Bestandteile, die eine Creme cremig halten und verhindern, dass sie allzu flüssig wird. Aus all diesen Gründen wird Palmöl gerne für die Erstellung von Nuss-Nougat-Creme verwendet.
    Es geht aber auch anders. Nuss-Nougat-Creme kann konventionell auch mit heimischen gehärteten pflanzlichen Fetten hergestellt werden. Wenn pflanzliche Fette gehärtet werden, entstehen allerdings so genannte Transfette. Diese sind gesundheitsschädlich, daher dürfen im Biobereich auch keine gehärteten Fette eingesetzt werden.
    Eine zweite Möglichkeit ist der Einsatz von heimischen Ölen in Kombination mit Lecithin. Diese Mischung wird bereits erfolgreich in Nuss-Nougat-Cremes angewandt. Eine Qualitätsminderung kann dadurch nicht beobachtet werden. Auch bei dieser Nuss-Nougat-Creme setzt sich kein Öl ab und die Creme ist genau so streichfähig wie andere Varianten.
    http://zeropalmoel.de/content/eigenschaften
    Auch die Biobranche setzt voll auf Palmöl. In weit über 400 Bioprodukten der bekannten Hersteller wie Alnatura, Allos, Rapunzel usw. ist Palmöl enthalten. Bei deren Lieferanten, der Daabon-Gruppe in Kolumbien, hat Rettet den Regenwald schwere Unfälle und Leckagen, Wasservergeudung, Umweltverschmutzung, Rodungen und Landvertreibung von Kleinbauern festgestellt. Auch hier dehnen sich die riesigen Ölpalm-Monokulturen auf tausenden Hektar Land aus. Die verdienen nach Ansicht von Rettet den Regenwald auf keinen Fall „Bio“siegel für „ökologische“ Landwirtschaft und „Fair Trade“.
    https://www.regenwald.org/themen/pal...-und-antworten
    Ich habe früher viel Nuss-Nougat Cremes gegessen. Ich schätze ich bin bestimmt für die Abholzung von ein Quadratkilometer Regenwald verantwortlich.

  14. #12
    Urwaldriese Avatar von tatjana
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    Ich habe Nuss-Nougat-Creme vielleicht mit 37 Jahren zum ersten Mal probiert. Einmal auf Knäcke-Brot geschmiert. Und dann nie mehr wieder. Als Kind hatte ich auch sehr, wirklich sehr wenig Schokolade gegessen, einmal in der Woche eine Praline oder Riegel, es gab so was nicht alltäglich in Sowjet-Russland. Nicht das wir da keine Süssigkeiten aßen, das nicht, Süßigkeiten und Zucker gab es in Überfluß. Und Weißmehlbrote satt. Aber Schokolade war etwas besonderes, seltenes. Und keine gewöhnliche Sache. In Deutschland habe ich einige Leute kennengelernt, die TÄGLICH eine ganze Tafel Schokolade aßen (enthält neuerdings auch Palmöl). Und zwar am Stück.Und sie meinen dazu, das wäre völlig normal, solange es nur bei einer Tafel bleibt. Wahnsinn.

  15. #13
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Ich habe immer die Ritter Sport Nougat gegessen. Da ist kein Palmöl drin sehe ich gerade. Bei den einfachen Milka -Sorten auch nicht, nur bei manchen Sorten ist Palmöl drin, wie bei dieser hier:
    https://www.milka.de/produkte/Milka%...ategoryId=1395


    Jeden Tag essen wir Produkte wie Müsli, Schokolade und Eiskonfekt, in denen Palmöl steckt. Um den riesigen Bedarf zu decken, werden in Südostasien und Afrika zahlreiche neue Plantagen errichtet. Dafür muss der Regenwald weichen. Das hat fatale Folgen.
    Allein im laufenden Jahr 2015 wurden in Indonesien schon mehr als 15 Millionen Hektar Regenwald gerodet.
    Eine typische Palmölplantage verschmutzt die Atmosphäre im selben Ausmaß wie 22.000 Autos.
    Riesige Palmölplantagen sollen nun auch in Afrika entstehen.

    http://www.focus.de/wissen/natur/dra...d_4785033.html
    In Sumatra, einer zu Indonesien gehörenden Insel, leben noch etwa 6000 Orang-Utans, doch sie werden gejagt, erschossen oder verhungern qualvoll. Besonders der erhebliche Verlust ihres Lebensraums ist ein Todesurteil. So verloren die Menschenaffen in den letzten 20 Jahren allein in Sumatra 40 Prozent ihres Habitats.

    Ein ähnliches Schicksal könnte nun auch die west- und zentralafrikanischen Menschenaffen erwarten. Besonders gefährdet seien Gorillas, Schimpansen und Bonobos, schreibt ein internationales Forscherteam in der Zeitschrift „Current Biology“.
    Der Grund dafür ist die menschliche Gier. Nicht nach Tropenholz, sondern nach geschmeidiger Margarine und auf der Zunge zergehender Schokolade.
    Die Umweltorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) schätzt, dass die Hälfte aller Produkte in hiesigen Supermärkten mit Palmöl oder Palmöl-hergestellt wird. Besonders Nutella war in letzter Zeit häufiger deswegen in den Medien, erst recht nachdem die französische Umweltministerin Ségolène Royal zum Boykott aufrief.
    Glaubt man Greenpeace, dann prangert Royal jedoch genau die falsche Firma an. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen verwendet Ferrero offenbar nur Palmöl aus nachhaltigem Anbau


    Diese Produkte enthalten Palmöl

    Besonders cremige Süßigkeiten enthalten Palmöl, etwa Schokolade von Milka oder Lindt.

    Aber auch Hersteller von Fertigprodukten, unter anderem Uncle Bens, Knorr und Erasco verwenden das Öl in ihren Produkten.

    In vielen Seifen ist Palmöl ebenfalls enthalten, darunter in Produkten von Palmolive und Dove.

    Ariel, Persil, Spree, Terra Aktiv – die bekannten Waschmittel enthalten allesamt Palmöl.

    Auch Cremes und Kosmetika enthalten das Öl der Palmen.

    Wie weit diese Produkte Palmöl von verifizierten Herstellern verwenden ist nicht bekannt..

  16. #14
    Urwaldriese
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    Ich kann das von tatjana gesagte und für die damalige Sowjetunion nur bestätigen. Konfekt noch und nöcher, aber keine Schokolade. In der DDR gab es zwar Schokolade, aber bei weitem nicht so inflationär wie heute im Westen. Eine Tafel Schokolade (und mehr!) am Tage zu verdrücken ist ja für viele kein Problem und auch die Werbung tut einiges dafür, dass wir noch mehr Schokolade essen (von essen... also nicht genießen!!!). Dabei wußten die alten Ärzte, dass Schokolade alles andere als gesund ist. Sie wußten die Zusammenhänge um die Wirkung der Oxalsäure , welche die Nieren zerstört und den Schimmelpilzen, deren Gifte die Leber schädigen. Und so weiter.

    Aber darf man für ungesunde Lebensmittel überhaupt Werbung machen? Also Kaffee, Zucker, Alkohol, Tabak, Schokolade...
    Letzterer dürfte an Schärfe verlieren, angesichts unendlicher Werbeunterbrechungen im Fernsehen.

    Ich sagte einst: Wenn der Fernseher kippelt, leg Schokolade drunter! Geht besser...

  17. Der folgende Benutzer sagt Danke an Uwe für diesen Beitrag:

    tatjana (11.03.16)

  18. #15
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Zitat Zitat von Uwe Beitrag anzeigen
    Aber darf man für ungesunde Lebensmittel überhaupt Werbung machen? .
    Man müsste eine gut sichtbare Kennzeichnungspflichtig einführen:

    milka.png


    Im "Schrot und Korn" war auch ein Bericht über Palmöl gestanden:

    https://schrotundkorn.de/lebenumwelt...te.html#page:1

    Bei Lebensmitteln müssen die Hersteller seit Anfang diesen Jahres das verwendete Öl in die Zutatenliste schreiben. Die Angabe „pflanzliche Fette“ genügt nicht mehr. Einige Hersteller haben ihre Rezepturen geändert und Palmöl etwa durch Sonnenblumen- oder Kokosöl ersetzt. Das ist einfach etwa bei Chips, die sich auch in anderem Öl frittieren lassen. Bei Keksen jedoch gibt Palmöl höhere Festigkeit und besseren Biss. Das ist sonst nicht so einfach zu schaffen. Nur mit Palmöl lässt sich Blätterteig gut ziehen – es sei denn, man nimmt Butter, doch die ist nicht vegan. Und dass Palmöl von zehn bis 35 Grad eine cremige Konsistenz hat, macht es geradezu ideal für Aufstriche.
    Rund ein Viertel des weltweit produzierten Palmöls wird für Konsumartikel verwendet: für Kerzen, Kosmetik und als Rohstoff für Chemikalien. In diese Bereiche fließt auch das zusätzlich aus den Samen der Palmfrucht gewonnene Palmkernöl. Beide Ölsorten ersetzen dort Erdöl. In Kosmetik findet sich reines Palmöl vor allem in Seifen. Palm oil oder Sodium Palmate steht dann in der Zutatenliste.
    In Zukunft könnte Palmöl vermehrt aus Afrika stammen. Dort sichern sich Palmölkonzerne und RSPO-Mitglieder riesige Flächen für neue Plantagen – oft mitten im Regenwald. Unterstützt von Robin Wood haben Filmemacher das Vorgehen des Konzerns Wilmar in Uganda dokumentiert (www.ujuzi.de). „Der Konzern wendet ähnliche Methoden an wie die, die ihn bereits in Süd-ostasien groß gemacht haben“, sagt Robin Wood Tropenwald-Referentin Tina Lutz: „Unrechtmäßige Landnahme, Zerstörung wertvoller Wälder, umwelt- und gesundheitszerstörender Pestizideinsatz, unzumutbare Arbeitsbedingungen.“Ähnliche Berichte gibt es von Wilmar und anderen Unternehmen aus dem Kongo oder Liberia (siehe Interview). Für Tina Lutz ist deshalb klar: „Landraub ist bei RSPO-Mitgliedern an der Tagesordnung.“ Und mit dem Landraub kommen die Konflikte.
    In Zahlen: Palmöl im Tank

    ‣ Der Diesel an Deutschlands Tankstellen enthält fünf Prozent sogenannten „Bio“diesel. Er hat nichts mit Bio zu tun, sondern zeigt lediglich an, dass dieser Treibstoff aus Pflanzenölen hergestellt wurde.

    ‣ In Deutschland wird „Bio“diesel vor allem aus Raps, aber auch aus Palmöl hergestellt. Im Jahr 2013 wurden dafür 338 000 Tonnen Palmöl importiert und verarbeitet. Das meldete der Biokraftstoffverband.

    ‣ In der gesamten EU wurden im selben Jahr 1,9 Millionen Tonnen Palmöl für Agrarsprit importiert. Das entspricht einer Plantagenfläche von 700 000 Hektar, wie die Organisation Pro Regenwald ausgerechnet hat. Dreimal so groß wie das Saarland.

    ‣ Verantwortlich für die Beimischung sind die EU und ihre Mitgliedsstaaten. Sie haben sich darauf geeinigt, bis 2020 sieben Prozent ihres Treibstoffverbrauchs auf nachwachsende Rohstoffe umzustellen.

    ‣ Super statt Diesel zu tanken ist keine wirkliche Alternative. Es enthält fünf oder zehn Prozent (E10) Ethanol, hergestellt aus Weizen, Mais oder Zuckerrohr.
    Sie waren mehrere Wochen in Liberia unterwegs, wo sich Kleinbauern gegen den Landraub durch Palmölkonzerne wehren.

    Liberia ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 80 Prozent. Die Menschen beschäftigt vor allem, ob sie nächste Woche etwas zu essen haben. Wenn da ein Palmöl-Multi kommt und Arbeit und Entwicklung verspricht, haben Skeptiker einen schweren Stand. Zudem wird 25 Prozent des Landes von privaten Konzernen kontrolliert, die auf ihrem Grund eigene Regeln schaffen.

    Verwendung von Palmöl

    • Lebensmittel: Knorr Tütensuppe, Nestlé KitKat und Lion-Riegel, Langnese Eis, Bahlsen-Kekse, Prinzenrolle, Toffifee, Maggi-Produkte, Rama und Lätta von Unilever, Nutella, Milchnahrung von Milupa usw.
    • Kosmetika: Nestlé, Beiersdorf Nivea-Creme, Schwarzkopf, Dove-Seife von Unilever, Lotion von Penaten, Olaz-Tagescreme, Labello, Haarspülungen von L’Oreal, Shampoos von Wella
    • Waschmittel: Ariel, Persil, Frosch, Spee, Terra Aktiv von Henkel
    • Energetische Nutzung als Agro-Diesel oder in Blockheizkraftwerke


    https://www.greenpeace-muenchen.de/i...9-palmoel.html
    Der Palmölboom trug maßgeblich dazu bei, dass Indonesien heute das Land mit der am schnellsten voranschreitenden Urwaldzerstörung geworden ist. Hierdurch rangiert das Land inzwischen auf dem dritten Platz, nach China und USA, der weltweit größten Treibhausgasemittenten. Die Umwandlung von Torfböden hat gravierende Umweltauswirkungen. Sie voll-zieht sich normalerweise in drei Stufen:

    1. Zuerst werden die wertvollsten Bäume zur Holznutzung gefällt.
    2. Ein Netzwerk von Kanälen wird angelegt, um die Stämme abzutransportieren und den Torf zu entwässern, so dass Plantagen angelegt werden können. Besonders die-se Torfentwässerung führt zu gravierenden CO2 Emissionen. Denn wird die abge-storbene organische Substanz in den Torfböden wieder der Luft ausgesetzt, setzt der Verrottungsprozess ein. Über Jahrtausende gespeicherter Kohlenstoff oxidiert mit Sauerstoff, wodurch ein Hektar entwässerter Torfboden ohne Brandrodung pro Jahr rund 100 t klimaschädliches CO2 freisetzt – ca. 10 Mal so viel, wie der Durchschnitts-deutsche im Jahr verursacht.
    3. Der verbliebene Wald wird gefällt, wodurch der Torf weiter austrocknet und mehr CO2 entweicht. Der ausgetrocknete Torf der entwässerten Moore ist leicht entzündlich. Manchmal wird der Restwald abgebrannt, damit der Boden für die Palmsetzlinge we-niger sauer ist.

    https://www.greenpeace-muenchen.de/i...9-palmoel.html
    Artensterben

    Nach Brasilien ist Indonesien das Land mit der größten Artenvielfalt der Erde. Durch die Ro-dung des Regenwaldes wird die Lebensgrundlage vieler vom Aussterben bedrohter und en-demischer Arten wie Orang-Utans, Sumatra-Tiger, Dschungeladler oder Java-Nashörner vernichtet.

    Ausblick

    Prognosen zufolge soll sich die Nachfrage nach Palmöl vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2030 verdoppeln und bis 2050 sogar verdreifachen. Hält der gegenwärtige Trend an, werden in den kommenden Jahrzehnten fast alle Wälder in den südostasiatischen Torfgebieten trockengelegt sein. Dies hätte einen immensen Anstieg der CO2 Emissionen zur Folge. Gleichzeitig müssen wir im Kampf gegen den Klimawandel versuchen, den globalen Temperatur-anstieg bis Ende des Jahrhunderts auf maximal 2°C gegenüber dem vorindustriellem Niveau zu beschränken.

    Was können Verbraucher tun


    Lesen Sie auf der Verpackung Ihres Lieblingsprodukts pflanzliches Fett/Öl, könnte es sich auch um Palmöl handeln. Fragen Sie den Hersteller, ob dieser Rohstoff eingesetzt wird. Wenn ja, können Sie die Firma gleich auffordern, kein Palmöl aus Urwaldzerstörung zu be-ziehen. Stoßen Sie auf Widerstand, können Sie auf Produkte mit anderen Pflanzenölen (Oli-ven-, Sonnenblumenöl) zurückgreifen
    .

    Lassen Sie sich nicht abspeisen mit dem Verweis auf den RSPO (Runder Tisch für nachhal-tiges Palmöl), einer freiwilligen Zertifizierungsorganisation der Industrie. Dessen Kriterien sind zu schwach und die Mitglieder des RSPO halten selbst die schwachen Standards nicht ein. Die Firmen des RSPO tun nicht genug, um die Urwaldvernichtung in Indonesien zu stoppen.

    Um sicher zu sein, keine Waren aus Urwaldzerstörung zu kaufen, greifen Sie am besten zu Bioprodukten und fragen bei Herstellern nach Produkten ohne Palmöl.

    Fordern Sie Politiker und Unternehmen auf, sich für einen sofortigen Stopp der Urwaldver-nichtung in Indonesien einzusetzen. Beteiligen Sie sich an der Mitmach-Aktion „Palmöl gehört nicht in den Tank

    https://www.greenpeace-muenchen.de/i...9-palmoel.html
    Palmoilproducts_20100618_m.jpg
    Geändert von Tom Ate (11.03.16 um 23:37 Uhr)

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