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Thema: Vitamin B12

  1. #16
    wojna
    Gast
    Sanddorn-Samen sollen ein super B12-Lieferant sein. Gesehen auf der Seite von Brigitte Rondholz: http://www.urkostmitbrigitte.de/sanddorn.html

  2. #17
    Dattelkern
    Gast
    Zitat Zitat von wojna Beitrag anzeigen
    Sanddorn-Samen sollen ein super B12-Lieferant sein. Gesehen auf der Seite von Brigitte Rondholz: http://www.urkostmitbrigitte.de/sanddorn.html
    Muahahaha...ist es die große Meisterin herself oder einer ihrer devoten Speichellecker ? Fragen über Fragen...

  3. #18
    Administrator Avatar von Angelika
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    Dattelkern, das schaut fast so aus, auch nach der Wortwahl in den anderen Beiträgen.

    Dennoch Kurzkommentar: Selbst wenn auch Vitamin B12 darin sei, ist meist auch analoga dabei, das den Nutzen runterzieht. Die Studien dazu sind generell umstritten. Präperate angereichert, der Verzehr natürlichen Sanddorns wird von der Menge insb auch bei heutiger Lebensweise nicht reichen. Hohe Dosen an Vitamin C scheinen die Aufnahme von Vitamin B12 übrigens auch wieder zu blockieren, müßte ich genauer nachlesen. Eine gute Rohkost-Freundin bekam den Tipp mit Sanddorn kürzlich im Radio von einem Mann, der ehrenhalber einen Doktortitel erhalten hatte. Er riet ihr zu Sanddorn-Saft und gab an, dass dieser in Rohkost-Qualität in allen Reformhäusern erhältlich sei. Sie wollte das dann gleich kaufen gehen, doch von "Rohkost-Qualität" kann da keine Rede sein, alles mit Zusatzstoffen, Konservierungsmittel und mindestens pasteurisiert.
    Ich habe seit langem mittlerweile sehr große Sanddornbüsche im Garten, deren Früchte ich gerne esse. Weihnachten bis Ostern kann man sagen. Meiner Beobachtung nach ist das eine sehr gute Rohkost-Quelle, allerdings keine sichere Vitamin B12 Quelle.
    Hinzukommt, dass nicht jeder Sanddornbusch überhaupt - sei es analoges oder brauchbares B12 hat. Und das, nicht wie in dem Link oben geschrieben nicht am Kern, sondern an der Schale.

    Und da sind wir auch wieder am Kernpunkt der Sache, nämlich Abwaschen oder nicht. Das geht bei Sanddorn ohnehin nicht. Was jedenfalls anzunehmen ist, ist dass Wildpflanzen und Früchte mit Traubenzuckerüberschuss eher diese Mikroorganismen anlocken. Ob das reichen wird, ist äußerst äußerst anzuzweifeln und es gibt leider äußerst äußerst bedenkliche Berichte auch gerade betreffend Kleinkinder und auch generell.

    Hier folgendes Zitat aus http://www.uni-protokolle.de/Lexikon...ml#Vitamin_B12
    Vitamin B12

    Bisher war man davon ausgegangen dass sie veganes Vitamin B12 ( Cobalamin ) in hohen Mengen in Nori (Porphyra umbilicalis) einer Rotalge die u.a. bekannt geworden ist durch Sushi und in pflanzlichen Lebensmitteln die unter Einwirkung bestimmter Bakterien hergestellt werden (z. B. Sauerkraut durch das Milchsäurebakterium Lactobacillus lactis) fände. Leider sind nach Prof. Dr. Leitzmann Ernährungswissenschaften an der Universität Gießen alle diese fälschlicherweise immer wieder genannten Vitamin B12 Quellenangaben und Mengenbestimmungen von vor 1994 nicht relevant und meist falsch da ältere Messmethoden nicht zwischen den verschiedenen Vitamin B12 Varianten (Analoga) unterscheiden konnten und so auch Vitamin B12 - Analoga mitgemessen wurden die vom menschlichen Organismus nicht verwertbar sind und die u.U. die Aufnahme des verwertbaren Vitamin B12 sogar behindern!
    Die Wissenschaft sagt heutzutage dazu folgendes: enthalten praktisch ausschließlich Analoga des Vitamins die zudem noch in der Lage sind Resorption und Metabolismus der aktiven Vitamine zu blockieren. Dies ist hauptsächlich bei Spirulina der Fall. Essbare Meeresalgen wie Nori und Kombu enthalten nach heutiger Ansicht keine brauchbaren Mengen aktiven Vitamins. Somit erhöhen diese Produkte die Gefahr eines Cobalaminmangels. Gleiches gilt für Sauerkraut Petersilie ... und andere angebliche pflanzliche Vitamin B12 Quellen wie immer wieder fälschlicherweise und unverantwortlich kolportiert wird und so die durchaus gesunde vegane Lebensweise immer wieder unnötig in Misskredit bringt" (Prof. Dr. Leitzmann Uni Gießen)
    Sanddorn (Hippophae rhamnoides) in Symbiose mit den Mikroorganismen Actinomyces in der Fruchtschale und andere Mikroalgen wie Spirulina Chlorella und die AFA-Alge (Aphanizomenon flos aquae) sind trotz vorhandener Studien was ihren Vitamin B12-Gehalt anbelangt sehr umstritten. Weiterhin nicht 100%-ig abgesichert aber unsinnigerweise von ernährungswissenschaftlichen Laien oft genannt werden Sauerkraut Bierhefe durch Fermentation gewonnene Sojaprodukte wie Miso oder Tempeh Lopino und Getreidekeime.
    Aus ethnologischen Forschungen weiss man von einigen Bergvölkern [bitte hier noch benennen!] zu berichten die seit Jahrhunderten eine traditionell vegane Ernährung pflegen und keine Mangelerscheinungen aufzeigen.
    Zuletzt wieder Ende Januar 2004 wurde bekannt dass in zwei Fällen von veganen Müttern gestillte Kinder durch B12-Mangel Gehirnanormalien entwickelten; zuvor schon sind andere Säuglinge und Kinder vereinzelt infolge extrem einseitiger veganer (Rohkost-) Ernährungsdogmen gestorben. Allerdings ist erwiesen dass Vitamin B12 (oder Cobalamin) das als Coenzym wirkt nur in winzigen Spuren (0 5-1 μg; 1μg = 1/1000 g) benötigt wird und weder pflanzlichen noch tierischen Ursprungs sind sondern nur einige Mikroorganismen die auf Pflanzen und in Tieren leben (u. a. auch einige symbiotische Bakterien der Darmflora) befähigt sind dieses herzustellen (synthetisieren) - (aber bei vielen Menschen leider nicht im Dünndarm sondern erst im Dickdarm wo es für die Verwertung zu spät ist. Bei frei lebenden Primaten Vögeln und einigen anderen Tieren wurde beobachtet dass sie immer wieder mal ihren eigenen Kot essen und somit das darin befindliche Vitamin B12 aus der eigenen Produktion im Darm aufnehmen was in unserer Zivilisation jedoch undenkbar ist als B12 Quelle. Nach Dr. med. M. O. Bruker F. Konz und andere) - und der menschliche Körper Vitamin B12 v. a. in der Leber für längere Zeit speichern kann. Ausserdem ist Vitamin B12 für die Nervenzellfunktion und die Reifung von roten Blutkörperchen unentbehrlich mangelnde Zuführung würde sich bald bemerkbar machen u.a. auch im Blutbild durch abnormale Größe der Blutkörperchen nachweisbar.
    Das typische Vitamin B12-Mangelsyndrom die perniziöse Anämie (schwerwiegende Blutarmut) wird bei vegan lebenden Menschen weniger durch Mangel an Vitamin B12 in der Nahrung als vielmehr durch übertriebene Hygiene in den industriealisierten Staaten (durch gründliches Waschen von Karotten Gemüse Salat Obst ... z.B. schneiden wir uns von den natürlichen Mikroorganismen in der Erde und den Kotresten ab die Vitamin B12 auf der Oberfläche dieser Lebensmittel produzieren) sowie in manchen Fällen auch durch mangelhafte Aufnahmefähigkeit im Magen-Darm-Trakt verursacht da der Intrinsic-Faktor (ein Glykoprotein das von den Fundusdrüsen des Magens und im 12-Fingerdarm produziert wird und und für die Vitamin B12-Aufnahme unablässig ist) im Magensaft fehlt. Der Intrinsic-Faktor bindet Cobalamin in einem vor Verdauungsenzymen schützenden Komplex und ermöglicht so den Transport in die Darmzellen von wo Vitamin B12 über Bindung an weitere Proteine (Transcobalamine) in die äusseren Gewebe gelangt. Wer ganz sicher gehen und kein Risiko eingehen möchte insbesondere unbedingt bei Schwangerschaft und während der Stillzeit sollte ein- bis zweimal jährlich Vitamin B12 aus wirklich sicheren Quellen einnehmen; z.B. das Präparat B12-Fol-Vicotrat von der Firma Heyl in der 100-er Packung; für Kinder können auch die die Vitamin B12 Kindertropfen zwei- bis dreimal jährlich prophilaktisch gegeben werden. Damit ist garantiert dass nur das für den menschlichen Organismus verwertbare Vitamin B12 zugeführt wird und nicht die ebenfalls vorkommenden Vitamin B12 - Analoga Varianten die von Menschen nicht verwertbar sind und u.U. die Aufnahme der verwertbaren Variante behindern können. Eine jährliche Blutuntersuchung kann die beruhigende Sicherheit geben in keinen Mangel geraten zu sein.

    Seit 1948 wird die Methode der Mikrobiologin Mary Shorb verwendet um aus Streptomyces griseus-Kulturen Vitamin B12 gereinigt und kristalliert zu gewinnen. In: Shorb M. S. 1948. Activity of vitamin B12 for the growth of Lactobacillus lactis. Science 107: 397.) Die empfohlene tägliche Zufuhr liegt für Erwachsene bei 3 µg. Im Körper wird Vitamin B12 hauptsächlich von der Leber gespeichert; der Vorrat reicht für etwa zehn Jahre. Es geht nur wenig Vitamin B12 verloren da es auch bei einer Ausscheidung mit der Galle wieder aus dem Darm aufgenommen wird. Bei einem Überangebot an Vitamin B12 werden allerdings größere Mengen mit dem Harn ausgeschieden.
    Da Vitamin B12 lichtempfindlich ist sollten Lebensmittel die reich an diesem Vitamin sind möglichst dunkel gelagert werden. Beim Kochen oder Braten entstehen keine nennenswerten Verluste (etwa 12-15% wird zerstört).
    Und das ist nicht alles, bitte auch diese Datei von der Uni-Wien lesen, über Folsäure und B12 und nebenbei gesagt, beachtet den Zusammenhang mit der schwefelhältigen essentiellen Aminosäure Methionin.
    http://www.univie.ac.at/nutrigenomic...5_VitB12_K.pdf

    Mit lieben Grüßen
    Angelika

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