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Thema: Krebs

  1. #1
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Krebs

    Ich habe schon wieder einen Krebsfall in meiner Verwandschaft. Hat mich gestern ziemlich getroffen. Eigentlich wollte ich der Person empfehlen es mit Rohkost zu probieren, aber diese Empfehlungen kommen immer nicht so gut an.
    Vor einigen Wochen ist ein Freund von mir an Lungenkrebs gestorben. Den habe ich es auch mal vorgeschlagen es vielleicht mal mit Rohkost zu probieren. Daraufhin hat er mich als psychisch krank beschimpft.
    Die wollen geheilt werden aber genau dasselbe Leben weiterführen, das sie bisher geführt haben.
    Als meine Mutter damals an Krebs erkrankte habe ich ihr das mit der Rohkost auch mal vorgeschlagen. Sie fragte ob sie das dann immer essen muss und ich sagte "ja, vielleicht", oder" ja wahrscheinlich":
    Nachdem ich das gesagt habe, habe ich gemerkt dass damit ihr Interesse an der Sache ganz schön gesunken ist.
    Am nächsten Tag war der Hausarzt da, und als ich dann das Thema nochmal ansprach, schaute der mich an als wollte er mich auffressen.
    Sie hat das mit der Rohkost dann auch keinen einzigen Tag ausprobiert.
    Ich habe dem Arzt gesagt dass sie durch eine 100%ige Rohkosternährung vielleicht abnehmen wird. Dann meinte er , sie darf auf keinen Fall abnehmen während der Chemo.
    Das Argument habe ich nicht ganz verstanden weil Krebspatienten öfters abnehmen , auch wenn sie nur Kochkost essen. Aber zu dieser Chemo kam es dann auch nicht mehr weil sie zu schwach dafür war.

    Die Leute denken dass wenn sie zu Rohkost wechseln sie alles aufgeben müssen was nur irgendwie lebenswert ist. Das habe ich auch schon von anderen gehört. Wenn sie einem Kranken vorgeschlagen haben Rohkkost zu essen dann haben die meistens gemeint dass sie lieber sterben wollen als roh zu essen.

    Man weiß ja auch nie genau was beim anderen vor sich geht. Vielleicht hat er auf einer anderen Ebene einfach beschlossen die physische Existenz zu beenden. Vielleicht will er einen Neuanfang machen, einen völligen Reset, oder in eine andere Dimension wechseln die vielleicht etwas weniger dicht ist. Oder das Experiment in einer physischen Form ist für einen ganz beendet.
    Man kann das von außen nicht richtig beurteilen. Aber wenn jemand von einer höheren Warte aus die Entscheidung getroffen hat seinen Körper zu verlassen und ich komm an und schlage ihn vor Rohkost zu essen, dann ist das natürlich etwas deplatziert.

    Aber ich werde es in diesem Fall trotzdem tun. Habe gerade ein paar Vortrags-Ausschnitte und Artikel zum Thema Rohkost und Krebs gesammelt.
    Desweiteren habe ich aus den Büchern "Krankeit als Weg" und "Krankheit als Sprache der Seele" noch ein paar Passagen zu dem Thema kopiert. .

    Ich glaube bei dem Thema muss man wirklich auf allen Ebenen "arbeiten". (Das Wort "Arbeit" ist da nicht ganz passend , aber mir fällt kein anderes Wort ein)
    Rohkost für sich alleine hilft in dem Fall glaube ich nicht.

    Vor ein paar Jahren ist Jerry Hicks an Krebs abgekratzt. (Abraham benutzt immer absichtlich das Wort abkratzen ( to croak) weil es so etwa wie den Tod nicht gibt).
    Jerry war der Mann von Esther Hicks die immer die Botschaften von Abraham (eine Gruppe von Nichtpysischen Wesen) übersetzt.

    Das sagte Abraham zum Krebs-Tod von Jerry:
    Death is expansion, Jerry's soul required a broader perspective, that could only be provided by non-physical form, in order to do what he wanted to be able to do. He wanted to be able to be involved in multiple things at a time, in multiple locations simultaneously, and that can only be done in non-physical form, so his soul chose to move on to nonphysical
    Neulich ist mir meine verstorbene Mutter erschienen. Die scheint sich auch sehr wohl zu fühlen im Nichtphysischen Raum.

    dead.jpg death 2.jpg

    Als sich bei meinem Freund vor ein paar Wochen angedeutet hat dass er bald stirbt habe ich ihm diesen Text von Osho geschickt. Ich finde den gut, das ist aber wiederum überhaupt nicht gut angekommen.

    "Du kannst nicht sterben, weil Leben und Tod keine Phänomene sind, die wesentlich mit dir zu tun haben. Beides kommt von außen zu Dir. Du hast niemals gelebt, bist niemals gestorben.

    Lass das Leben ohne jede Angst durch dich hindurchfließen. Es gibt nichts zu befürchten – du hast nichts zu verlieren. Du brauchst nichts zu befürchten, denn der Tod kann dir nur das nehmen, was dir die Geburt gegeben hat. Er wird es dir so oder so nehmen, es gibt also nichts zu befürchten.

    Kein Tod ist in Wirklichkeit ein Tod, denn jeder Tod öffnet eine neue Türe. Er ist ein Neubeginn. Das Leben hat kein Ende, es gibt immer einen Neubeginn, eine Auferstehung.

    Das Leben geht nach dem Tode weiter. Es war vor der Geburt da, es geht nach dem Tode weiter. Das Leben ist nicht auf diesen kleinen Raum festgelegt, der zwischen Geburt und Tod existiert, im Gegenteil, Geburten und Tode sind kleine Episoden in der Ewigkeit des Lebens.

    Der Tod ist der größte Witz , den es gibt. Den Tod hat es nie gegeben, es kann ihn gar nicht geben, das liegt nicht in der Natur der Dinge, denn das Leben ist ewig. Leben kann nicht enden, es ist keine Sache, sondern ein Geschehen. Es ist nicht etwas, das beginnt und endet; es hat keinen Anfang und kein Ende. Du bist schon immer in verschiedenen Formen hier gewesen, und du wirst in verschiedenen Formen oder letztendlich formlos hier sein.

    Die Exstenz hat dir das Leben geschenkt: die Existenz hat dich bemuttert, Wenn du also stirbst, gehst du einfach zu deinem Ursprung zurück, um zu ruhen und wiedergeboren zu werden.Der Tod ist wie ein Ruhen. Das Leben ist Aktivität; der Tod ist Ruhe. Und ohne Ruhen ist Aktivität nicht möglich. Das Leben ist wie der Tag, und der Tod ist wie die Nacht. Und der Tag für sich kann ohne die Nacht nicht existieren. Es ist die Nacht, die dich auf den Tag vorbereitet, es ist die Nacht, die dich verjüngt, dir deine Energie zurückgibt.

    Der Tod ist nicht der Feind. Der Tod ist dein Zuhause, das du nach vielen, vielen Reisen erreichst – müde, enttäuscht, erschöpft – auf der Suche nach Unterkunft, auf der Suche nach Ruhe, um die verlorene Lebenskraft wieder zugewinnen.

    Der Tod ist ein guter Freund; er erleichtert dich. Er nimmt dir all das ab, das du angesammelt hast. Sobald du dieses Erleichtern gern zulässt wird der Tod zu samadhi.

    Der Tod ist wie eine Transformation, wie Freiheit. Du wirst aus dem Gefängnis der Form befreit, du wirst formlos. Das ist große Freude. Ein Mensch, der wie eine Schneeflocke in klarer Luft sterben kann, ist gesegnet

    Einmal warst du nicht auf der Welt! – Kannst du dich daran erinnern, unglücklich gewesen zu sein, als du noch nicht geboren warst? Warum also sollst du dir über den Tod Sorgen machen? Du wirst wieder im gleichen Zustand sein. Du warst nicht da, erinnerst dich an kein Unglück. Eines Tages wirst du wieder verschwinden….Warum besorgt sein? Du wirst wieder im gleichen Zustand sein; du wirst nicht mehr sein – zumindest nicht so, wie du hier warst.Finde dein ursprüngliches Gesicht – das Gesicht, das du hattest, als du geboren wurdest, und das Gesicht das du haben wirst, wenn du tot bist. Finde das Ewige heraus, und gib dich nicht zu sehr mit dem Unwesentlichen ab.Wenn du aus dem Unwesentlichen aussteigen kannst, bist du aus der Welt ausgestiegen.

    Das größte Mysterium im Leben ist nicht das Leben selbst, sondern der Tod. Der Tod ist der Höhepunkt des Lebens, die endgültige Blüte des Lebens. Im Tod wird das ganze Leben zusammengefasst, im Tod kommst du an. Wenn du gegen den Tod bist entgeht dir das größte Geheimnis. Das Leben wächst, der Tod ist seine Blüte, Die Reise und das Ziel sind nicht getrennt – die Reise endet im Ziel.

    Die Existenz lebt durch den Tod, die Existenz erneuert sich durch den Tod. Der Tod ist das größte Geheimnis – geheimnisvoller als das Leben.

    Tod und Leben sind zwei Gegenpole der gleichen Energie, des gleichen Phänomens – Ebbe und Flut, Tag und Nacht, Sommer und Winter. Sie sind nicht voneinander getrennt und nicht widersprüchlich, keine Gegensätze; sie ergänzen sich. Der Tod ist nicht das Ende des Lebens; in Wirklichkeit ist er die Vollendung eines Lebens, das Crescendo eines Lebens, der Höhepunkt, das Finale.Der Tod ist ein organischer Bestandteil des Lebens, und er ist sehr freundlich zum Leben. Ohne ihn kann das Leben nicht existieren. Das Leben existiert aufgrund des Todes; der Tod gibt den Hintergrund ab. Der Tod ist in Wirklichkeit ein Prozess der Erneuerung.

    Es gibt einen Faden, wie unsichtbar er auch sein mag. Und alles verändert sich ständig, aber dieser unsichtbare Faden bleibt der gleiche. Dieser Faden ist jenseits von Leben und Tod. Leben und Tod sind zwei Flügel dessen , was jenseits von Leben und Tod ist. Das , was jenseits ist, benutzt Leben und Tod als zwei Räder eines Karrens, als Ergänzungen. Es lebt durch das Leben; es lebt durch den Tod. Tod und Leben sind seine Erscheinungsformen, wie Einatmen und Ausatmen.

    Wenn die ganze Reise eine unglaubliche Freude war, warum nicht auch das Ende? Es ist der Höhepunkt. Du bist nach Hause gekommen. Du heißt ihn willkommen, du bist bereit, den Tod zu umarmen. Du entspannst dich – du gleitest einfach in den Tod hinein.Und das ist der Moment! Wenn du ohne Kampf sterben kannst, stirbst du nicht – und wirst niemals mehr geboren . Du bist einfach aus der Begrenzung des Körpers herausgeschlüpft – aus der Welt. Du lebst! – Du lebst ewig. Aber nun lebst du als eine körperlose Existenz. Ohne Beschränkungen ohne Grenzen.

    Der Körper gibt dir Grenzen. Der Tod nimmt dir alle Grenzen. Der Körper definiert dich, macht dich zu einem Mann oder einer Frau, macht dich hässlich oder schön, macht dich intelligent oder unintelligent, macht dich zu diesem oder jenem – der Körper gibt dir eine Definition. Der Tod nimmt alle diese Definitionen fort. Er lässt dich undefiniert zurück. Unbegrenztes Leben, das ist es, was Gott ist.


    Von Paul Lowe gibt es auch einen guten Artikel zu dem Thema:
    Der Tod - keine ernste Angelegenheit - lediglich ein Adressenwechsel
    http://www.paullowe.org/wp-content/u...ath_german.pdf

    tod.jpg
    Geändert von Tom Ate (23.07.15 um 10:37 Uhr)

  2. #2
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    Sehr ernste Worte von dir, die ich ähnlich schon selbst erlebt habe. Mitunter bei weniger drastischen Diagnosen.
    In der Firma in der ich derzeit arbeite, wird stark an Krebsforschung gearbeitet. Ja man könnte sagen, mein Auftraggeber macht hier Grundlagenarbeit und meine ist zum Teil mitzuhelfen, dies zu ermöglichen. Leider darf ich dazu kaum oder nicht Auskunft geben.

    Eines allerdings, dass es verschiedene Stadien gibt und je nach Stadium ist eine Heilung durch den Körper möglich oder eher unwahrscheinlich. Oft geht es einfach darum, die Lebenszeit zu verlängern.

    Vor Jahren hörte ich in einem Vortrag, dass Krebs immer in uns ist und der Körper stetig um sein Gleichgewicht was auch Gesundheit ist kämpft.
    Die beste Vorkehrung ist, ausgewogen zu leben in allen Ebenen.

    Und da fällt mich noch etwas ein. Vor ein paar Jahren war ich in den Bau eines wunderbaren Projektes also Biohauses involviert, für eine Art Kuraufenthalte für Kinder in den Bergen, nachdem sie den Krebs besiegt haben.
    Die Schwester des Architekten war an Krebs gestorben und er sah es als seine Aufgabe Spendengelder für den Bau zu lukkrieren und es selbst zu planen und verwirklichen. Immer wenn wieder genug Geld gespendet wurde, ging es weiter. Kinderkrebshilfe.

    Spannend und herausragend fand ich die Empathie und das Verständnis zu den aus Ihrem Alterskreis gerissenen Kindern und den Eltern die viel nicht mitbekämen was in ihren Kindern alles vorginge. Die Kinder würden dort lernen was gesunde Ernährung ist, können revitalisieren und ihrer Familie zeigen (wenn nicht dabei) was sie gelernt haben. Nachsorgecamp, Familienerholung uvm mit Fachkräften.

    Das hat mich beeindruckt, auch hier der vorkehrende Ansatz Ernährung und Lebensweise.

    Die Frage ist immer und immer wieder: Zu was sind wir selbst bereit hineinzufühlen und mit uns selbst zu arbeiten.

  3. #3
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    So wie es aussieht hilft meinem Bruder nur noch eine Knochenmarkspende. Ich habe mich noch nicht typisieren lassen, deshalb weiß ich nicht ob ich überhaupt in Frage kommen. Meine Schwester hat mir heute erzählt dass er noch raucht. Ich bin natürlich schon bereit Knochenmark zu spenden, aber nicht jemanden der nicht mal bereit ist das Rauchen von Heute auf Morgen radikal aufzuhören. Sie sagt er versucht das Rauchen aufzuhören. Aber dieses Wort "versuchen", das kann man ja vergessen.
    Bei der Spende von Stammzellen aus peripherem Blut ist keine Operation und keine Narkose notwendig. Stattdessen muss der Spender mit einem Medikament, welches die Blutstammzellen im Körper anreichert, vorbehandelt werden. Als Nebenwirkungen dieser Behandlung mit demBotenstoff G-CSF können Symptome wie Knochen-, Muskel-, oder Kopfschmerzen auftreten. Diese Symptome können jedoch mit handelsüblichen Schmerzmitteln behandelt werden und klingen nach Ende der Behandlung wieder ab. Langzeiteffekte dieses natürlichen, d. h. auch in unserem Körper vorkommenden, Wachstumsfaktors G-CSF sind seit Beginn des Einsatzes im Jahre 1989 nicht bekannt geworden.

    Was meine Bedenken sind bei der Methode ist dass dieses ganze Verfahren nur an Kochköstlern ausprobiert wurde. Ich habe keine Ahnung wie ich auf so eine Behandlung reagiere. Ich nehme schon viele Jahre null Medikamente und ich weiß echt nicht wie extrem ich auf das Zeug reagiere. Ich denke für Kochköstler sind diese Verfahren bedenkenlos, aber ich reagiere normalerweise ganz schön heftig auf so Chemiezeug.
    Und wenn ich eine Knochemarkentnahme vornehmen lasse dann erfolgt das ja nur unter Vollnarkose. Und als Rohköstler ist diese normale Narkose-Dosis vielleicht schon viel zu stark. Die verantwortlichen Ärzte haben da wahrscheinlich null Erfahrung und im Internet oder in ihren Büchern wird wahrscheinlich auch nichts darüber stehen.

    Bei der Knochenmarkentnahme aus dem Beckenkamm wird ein operativer Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt. Jede Knochenmarkentnahme und jede Vollnarkose beinhalten ein gewisses Risiko. Bei gesunden Spendern ist die Gefahr ernster Komplikationen jedoch sehr gering. An der Entnahmestelle können sich Blutergüsse bilden und noch einige Tage Schmerzen auftreten. Das Knochenmark selbst regeneriert sich in kurzer Zeit, so dass keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten sind.
    In seltenen Fällen können bei der Behandlung mit G-CSF und bei der Entnahme von Knochenmark oder peripherem Blut allergische Reaktionen beim Spender auftreten.
    https://www.stammzellspenderdatei.de...ken-spende.php
    Im Augenblick macht er eine Chemo. Und scheinbar hat er einen gewissen Rohkostanteil in seiner Ernährung. Er sagt aber dass er durch die Chemo vieles Obst oder Gemüse nicht mehr verträgt.
    Das kann schon so sein. Dieses Chemo-Zeug ist ja ganz schön harter Tobacco.

    Meine Schwester sagt sie ist sofort 100%ig bereit zu Spenden, egal was kommt, und bei mir hört sich das vielleicht etwas erbärmlich an weil ich mir auch Sorgen um meine eigene Gesundheit mache, aber die Gedanken sind nun mal hochgekommen.
    Vielleicht ist es völlig unbegründet aber irgenwie habe ich ein bisschen Schiss oder kein so gutes Gefühl in Bezug auf so einer Stammzellen- oder Knochenmarkspende.

    Aber gleichzeitig merke ich dass die ganze Sache auch irgendwie mich betrifft. Ich "versuche" auch schon seit geraumer Zeit ein paar wichtige Sachen in meinem Leben zu ändern. Aber es bleibt bei diesem "versuchen". Und der wo "versucht", der ist nicht wirklich entschlossen etwas zu ändern.
    Etwas versuchen zu ändern , das klingt wirklich schrecklich.

    try-not.jpg



    Aber ich denke mir gerade. Selbst wenn ich bei so einer Knochenmarkspende abkratzen sollte - dann ist es halt so.
    (Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste). Man muss auch loslassen können.
    Vielleicht habe ich so einen kleinlichen Geist der an so viele Dinge festhalten will.

    Angenommen mein Bruder würde sterben und ich habe nicht gespendet; mit dem könnte ich ja sowieso nicht leben.


    Aber wie schon gesagt da haben ich und mein Bruder etwas gemeinsam.
    Wir müssen unser Leben um 180° ändern, oder es macht keinen richtigen Sinn mehr. Ein Krebs ist eine heftige Botschaft.
    Und ich bin in der Sache jetzt mittendrin. Es betrifft genauso auch mich.


    Und die Sache mit der Ernährung - Ich glaube sie kann unterstützend wirken, aber es ist nicht der Punkt.
    Geändert von Tom Ate (07.08.15 um 02:47 Uhr)

  4. Der folgende Benutzer sagt Danke an Tom Ate für diesen Beitrag:

    Mela (07.08.15)

  5. #4
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Jetzt war ich heute mal bei meinem Hausarzt und habe ihn wegen dieser Sache mit der Knochenmarkspende gefragt.
    Er meint ich soll dem Narkosearzt sagen dass ich schon seit Jahrzehnten kein Alkohol etc. mehr getrunken habe und er wird die Narkose automatisch vorsichtiger dosieren
    Habe aber die Typisierung noch nicht gemacht. Die Wahrscheinlichkeit ist 30% bei Familienmitglieder.

    Dann habe ich dem Arzt gesagt dass ich vielleicht vorhabe meinem Bruder eine Rohkostdiät vorzuschlagen. Er meinte aber dass das während der Chemo und auch in den 4 wöchigen Pausen nicht gut sei. Es sei besser weiterzumachen mit der Nahrung die der Körper bisher gewohnt war.
    Wahrscheinlich hat er damit recht. Aber ich habe schon einige solche Fälle in der Familie und in der Bekanntschaft beobachten können wo der Krebs auf einmal so eine Dynamik entwickelt wo dann alles ganz schnell geht. Von daher bin ich nicht 100% sicher ob der Rat meines Hausarztes der Richtige ist.

    Der Arzt meinte auch dass eine Rohkosternährung vielleicht eine Krebserkrankung verhindern kann , aber Rohkost kann kein Krebs heilen.
    Ich kenne aber Rohköstler die sich mit der Ernährung von Krebs geheilt haben. Es funktioniert natürlich nicht immer.

    Mein Hausarzt strahlt so eine gewisse Autorität und Kompetenz aus. Deshalb denke ich erst mal er hat recht, aber oft stellt sich im nachhinein doch raus dass meine eigene Intuition, meine eigenen Impulse richtig waren. Und die habe ich erst mal auf die Seite gedrängt.
    Und dann macht man halt was die Autoritäten sagen und falls es nicht klappt dann akzeptiert man das halt und sagt sich man hätte ja alles richtig gemacht und alles versucht.

    Aber schon Hippokrates sagte 400 Jahre vor Christus:
    "Der Arzt behandelt, die Natur heilt."

    In der Rohkostliteratur die ich gelesen habe stand immer dass das wichtigste bei einer Krebsbehandlung ist dass man seinen Körper entgiftet.
    Aber klar, diese Chemiebomben helfen auch manchmal.




    Edit: Mein Hausarzt hätte an diesem Tag keinen Termin freigehabt (aber es ging dann doch) und ich hätte in die Akut-Sprechstunde einer Kollegin gehen müssen. Da hat mich die Sprechstundenhilfe nochmal zurecht gewiesen dass die Akut-Sprechstunde nur für dringende Fälle wie eine Erkältung z.B. da ist .
    In den Ferien bekommen ja einige Leute eine Grippe (Leisure Sickness). Ich denke der Körper registriert dass jetzt Zeit zum entgiften ist, weil die Energie nicht voll für die Arbeit zur Verfügung stehen muss.
    In der Zeitung habe ich mal gelesen dass Krebspatienten häufig zuvor so gut wie nie krank waren. Und folge dessen hat der Körper auch nie ein wenig entgiftet.
    Schon Karl Valentin sagte: "Gar net krank ist auch net g´sund."

    Ich bin auch mal in die USA geflogen und habe kurz vor Reisebeginn eine Grippe bekommen und mir Antibiotika verschreiben lassen.


    Edit: Sehe gerade, da gibt es so ein Buch: "Krebszellen mögen keine Himbeeren."

    krebszellen-moegen-keine-himbeeren-072187679.jpg

    Dieses Buch präsentiert die aufsehenerregenden Erkenntnisse zweier Molekularmediziner. Auf biochemischer Ebene haben sie den genauen Zusammenhang zwischen Ernährung und Krebs erforscht und können für Erkrankte sowie in der Prävention erstmals verlässliche Anhaltspunkte für die tägliche Ernährung vermitteln. Ihre Untersuchungen zeigen zweifelsfrei, dass der Verzehr von ganz bestimmtem Obst und Gemüse ein Schlüsselfaktor zur Reduzierung des Krebsrisikos ist!
    Auf der letzten Rohvolution habe ich folgendes Buch ausliegen gesehen.
    "Krebs ist keine Krankheit".

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    In seinem Buch Krebs ist keine Krankheit zeigt der bekannte Autor und weltweit anerkannte Gesundheitsexperte Andreas Moritz Folgendes auf: Krebs ist ein physisches Symptom verzweifelter Versuche des Körpers, spezifische und lebenszerstörende Ursachen zu beseitigen. Laut Andreas Moritz ist die Beseitigung dieser Ursachen eine Voraussetzung für die völlige Heilung von Körper, Geist und Seele.
    Aber dem seine Thesen kann ich nicht so ganz nachvollziehen.




    Diese Seite hier empfiehlt folgende Ernährung während und nach der Chemo:
    Bild - So sollte ihr Teller aussehen

    Allgemein im Schutz der gesunden Zellen, Energieherstellung, Immunkraft und Entgiftung sind ganz entscheidend von der Ernährung abhängig. Dabei kommt dem Trinken von reichlich Wasser eine sehr große Rolle zu. Mindestens 2 Liter Wasser sollten Sie jeden Tag trinken, je mehr es ist, umso besser für Sie.

    Essen Sie soviel Gemüse und Obst (möglichst saisonal, regional und ungespritzt) wie möglich. Sie enthalten unzählige natürliche Stoffe die dem Krebs entgegenwirken (z. B. Brokkoli, Knoblauch etc.) und allgemein den Organismus und das Immunsystem stärken. Daneben liefern Obst und Gemüse auch reichlich Ballaststoffe, die den Darm gesund halten und Giftstoffe binden können.

    Essen Sie mindestens 2-mal in der Woche Fisch und verwenden Sie möglichst oft pflanzliche Öle in der „kalten“ Küche. Der hohe Gehalt an ungesättigten Fettsäuren schützt die empfindlichen Zellkraftwerke, vermindert Entzündungen und schützt auch die Schleimhäute.

    Verwenden Sie möglichst oft frische Kräuter bei der Zubereitung von Speisen. Ihr hoher Gehalt an Spurenelementen ist für die Funktion des Immunsystems und die Entgiftung entscheidend. Verwenden Sie möglichst oft die Gewürzmischung „milder Curry“, die viele gut erforschte Bestandteile enthält, die dem Krebs entgegenwirken.
    http://volkskrankheit.net/krankheit/chemotherapie/
    Etwas weiter in dem Artikel wird folgendes behauptet:
    Eines der größten Probleme vieler Patienten während der Chemotherapie ist die Mangelernährung. Bei Tumorerkrankungen werden Therapieerfolg und Heilungsprozess maßgeblich vom Ernährungsstatus beeinflusst. So zählt die Mangelernährung zu den häufigsten Todesursachen bei Patienten mit Krebs.(8)

    Diese Mangelernährung wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Vor allem durch den hohen Verbrauch des Tumors selbst und durch die zahlreichen, oben aufgeführten Nebenwirkungen der Chemotherapie. Dazu kommt häufig eine vermehrte Ausscheidung von Mikronährstoffen wie Magnesium, Kalium und L-Carnitin, insbesondere in Verbindung mit dem Zytostatikum Cisplatin.
    Also dass die Mangelernährung zu den häufigsten Todesursachen bei Krebs zählt glaube ich jetzt nicht so richtig.



    Um Übergwicht und Depressionen vorzubeugen, sollten Sie allgemein weniger Kohlenhydrate zu sich nehmen.
    Normalerweise sagt man ja - Nudeln machen glücklich.


    Edit: Jetzt habe ich gerade mit meinem Bruder telefoniert. Er sagt er hat so eine CLL -Leukämie und ein ganz bestimmter Typus davon der ziemlich problematisch ist.
    Er meinte dass er immer ziemlich viel Obst und Gemüse gegessen hat, aber jetzt hat er gar keinen Appetit mehr darauf.
    Ich denke das ist auch so ein Zeichen vom Körper dass Obst und Gemüse während einer speziellen Chemo vielleicht gar nicht so gut sind.
    Er hat im Internet recherchiert und hat gelesen dass bei seiner spezifischen Form von CLL die Gefahr besteht dass er durch Bakterien am Salat eine Lungenentzündung bekommen kann. Deshalb isst er jetzt auch keinen Salat mehr.

    Normalerweise hat man so 3.000 - 4.000 weiße Blutkörperchen (ich weiß nicht in was für eine Einheit das gemessen wird) und er hat 350.000. Bei einer Infektion hat man normalerweise so 25.000.
    Nach der ersten Chemo sind es jetzt noch 270.000. (immer noch viel zu viel).
    Das Problem ist auch diese ganze abgestorbene Zellmaterial wieder aus dem Körper heraus zu bekommen.

    Weil die Chemo mit Tabletten nicht richtig angeschlagen hat kommt jetzt die harte Chemo die direkt ins Blut geleitet wird.

    ----------------------------------------------------------

    Aber eines geht mir jetzt schon an die Nieren. Da ist ja ein früherer Freund von mir kürzlich an Lungenkrebs gestorben.
    Und ich habe ihm einmal in einem chat auf Facebook vorgeschlagen es vielleicht mal mit Rohkost zu probieren.
    (Zuvor hat er immer ganz stolz seine ganzen Mohrenkopf-Packungen und Eiscreme-Packungen gepostet die er gegessen hat um nach der Chemo wieder an Gewicht zuzunehmen)
    Und weil ich ihm das vorgeschlagen habe war er scheinbar völlig sauer. Mir gegenüber hat er nichts geäußert , er hat aber scheinbar überall herum erzählt dass ich psychisch krank wäre. Selbst mein Bruder hat das auf Umwegen mitbekommen wie er mir eben sagte.

    Also , jemanden vorzuschlagen Rohkost zu machen das ist eine seeeehr heikle Sache. Man wird da allzu leicht als geisteskranker Spinner eingestuft.

    Aber auf der anderen Seite: Wenn man den Impuls hat , wieso soll man dem Betreffenden das nicht sagen.
    Wenn man den Impuls ignoriert und der andere, der einem sehr am Herzen liegt , stirbt dann nach einiger Zeit, dann bereut man das vielleicht.
    Und wenn der andere sagt dass das nichts für ihn ist, das ist dann ja völlig o.k, die Situation ist dann auf jeden Fall bereinigt. Mann hat es gesagt und damit ist es erledigt.
    Geändert von Tom Ate (07.08.15 um 21:38 Uhr)

  6. #5
    Urwaldriese Avatar von Susanne
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    Ich finde Oshos Texte immer wieder inspirierend, aber diese Aussage von ihm ist meiner Meinung nach irreführend:

    Zitat Zitat von Osho
    Tod und Leben sind zwei Gegenpole der gleichen Energie, des gleichen Phänomens – Ebbe und Flut, Tag und Nacht, Sommer und Winter.
    Geburt und Tod gehören als Gegenpole zusammen. Das Leben ist der Faden, der diese beiden Pole verbindet.

    Zitat Zitat von Tom Ate
    Man weiß ja auch nie genau was beim anderen vor sich geht. Vielleicht hat er auf einer anderen Ebene einfach beschlossen die physische Existenz zu beenden. Vielleicht will er einen Neuanfang machen, einen völligen Reset, oder in eine andere Dimension wechseln die vielleicht etwas weniger dicht ist. Oder das Experiment in einer physischen Form ist für einen ganz beendet. Man kann das von außen nicht richtig beurteilen. Aber wenn jemand von einer höheren Warte aus die Entscheidung getroffen hat seinen Körper zu verlassen und ich komm an und schlage ihn vor Rohkost zu essen, dann ist das natürlich etwas deplatziert.
    Jemandem etwas vorschlagen ist im Grunde genommen ein Akt der Gewalt. Deshalb ist ein solches ein Vorgehen in der Tat deplaziert und wird zurecht von den Betroffenen abgelehnt.

    Zitat Zitat von Tom Ate
    Ich kenne aber Rohköstler die sich mit der Ernährung von Krebs geheilt haben. Es funktioniert natürlich nicht immer.
    Ich kenne Rohköstler, die trotz Rohkost an Krebs gestorben sind.

    Angenommen mein Bruder würde sterben und ich habe nicht gespendet; mit dem könnte ich ja sowieso nicht leben.
    Ob dein Bruder stirbt oder nicht, hängt nicht von einer Knochenmarkspende ab. Er kann weiterleben ohne oder er kann sterben trotz Spende. Was ihm jetzt wirklich helfen kann, egal, wohin sein Weg führt, ist die Liebe der Menschen, die ihm Nahe stehen.
    Geändert von Angelika (09.08.15 um 15:13 Uhr) Grund: Falscher Zitatname

  7. #6
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Zitat Zitat von Susanne Beitrag anzeigen
    Jemandem etwas vorschlagen ist im Grunde genommen ein Akt der Gewalt. Deshalb ist ein solches ein Vorgehen in der Tat deplaziert und wird zurecht von den Betroffenen abgelehnt.
    Ja, auf der einen Seite hast du recht. Ich habe neulich den Film "Leaving Las Vegas – Liebe bis in den Tod" angesehen.
    Ein alkoholkranker und beruflich wie privat gescheiterter Drehbuchautor, beschließt, sich nach Las Vegas zu begeben, um sich dort zu Tode zu trinken.
    Dort lernt er eine Nutte kennen und sie verlieben sich ineinander. Er säuft und säuft, aber die Nutte versucht nie ihn davon abzuhalten oder ihn zu ändern - sie liebt ihn einfach. Umgekehrt lässt er auch sie so wie sie ist. Ein sehr schöner Film, der hat mich wirklich berührt.
    Die Schönheit gewinnt der Film echt durch die Tatsache dass sie sich gegenseitig so lassen wie sie sind. Der Film hat auch so eine herrliche Atmosphäre von loslassen.
    Am Schluss vom Film stirbt er dann:
    Sera visits Ben and he dies while they make love. His last word is "wow". In the final scene, Sera explains to her therapist that she accepted Ben for who he was, liked his drama, and loved him.




    Aber auf der anderen Seite schlägt der Arzt dem Patienten ja auch was vor, z.B. eine Chemotherapie zu machen. Oder im Vorfeld würde ein Arzt einem Patienten vielleicht raten das Rauchen aufzugeben. Das ist doch o.k, jemanden so etwas nahezulegen.
    Ich habe gelesen dass es in den USA Kliniken gibt , da muss man bei der Einlieferungen unterschreiben dass man mit dem Rauchen aufhört. Wenn man trotzdem wieder anfängt dann stellen sie die Behandlung ein und schmeißen einen raus. Klingt hart, aber warum nicht.

    Ich habe mich ja anfangs maßlos aufgeregt, dass mein Bruder nicht bereit war in seiner Situation wenigstens das Rauchen ganz aufzugeben. Aber er sagte mir am Telefon dann dass er schon seit 35 Jahren raucht und das plötzliche aufhören verursacht einen riesen Stress im Körper. Und durch die Chemo ist der Körper eh schon ziemlich unter Stress, deshalb raucht er halt so 2-3 Zigaretten am Tag weiter. Das kann ich auch wiederum verstehen.

    Mir empfehlen manchmal Leute in meinem Umfeld doch mit der Rohkost aufzuhören und wieder gekocht zu essen. Ich bin immer offen für Sachen die mir andere sagen und lasse sie auf mich wirken. Vielleicht ist eine Botschaft dahinter.
    Also ich empfinde das in keinster Weise aufdringlich. Aber es gibt so ein paar Sonderfälle, da geht mir das schon auf den Wecker.

  8. #7
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Ich liebe die Bücher "Krankheit als Weg" und "Krankheit als Sprache der Seele" von Rüdiger Dahlke. Ich denke er bringt es ziemlich auf den Punkt. Hier ein kurzer Auszug:
    „… Der Krebs ist jenes Tier, das vor allem für seinen Rückwärtsgang bekannt ist. Auch die Krabbe, die als Namensgeberin ebenfalls angeschuldigt wird, bewegt sich nicht auf geradem Weg voran, sondern seitwärts. Die Ausdrücke „krabbeln“ und „ herumkrebsen“ für jene mühsamen Anstrengungen, die doch nicht recht weiterbringen, bezeichnen Fortbewegungsarten, die denen der Patienten vor Ausbruch des Krebses nicht unähnlich sind. Eindeutig lässt sich die Herkunft des Namens „Krebs“ nicht klären. Wer immer diesen Namen prägte, hat das wesentliche des Krankheitsbildes getroffen…“

    „Herausforderungen zu persönlichem Wachstum und seelischer Entwicklung ignorieren sie weitgehend, da sie sich in keiner Weise exponieren wollen. Ihr Leben ist reizlos im doppelten Sinn: Zum einen vermeiden sie, wo immer möglich neue Erfahrungen die Bewegung in ihr Leben bringen könnten, indem sie sich kaum an ihre Grenzen wagen. Die wenigen Reize, die ihren Abwehrpanzer durchbrechen, versuchen sie zu ignorieren. Das Unterdrücken der Möglichkeiten zu Grenzerfahrungen spiegelt die unbemerkt im Körper ablaufende Abwehraktivität, die alles sicher unter Kontrolle hat. Grenzüberschreitende Erfahrungen oder auch nur harmloses Über-die-Stränge-Schlagen werden schon im Keim erstickt, um die gewohnte Situation um jeden Preis wie auch immer zu erhalten.
    Die nächste Eskalationsstufe des Krebs zeigt, wie hoch dieser Preis werden kann. Wenn die über Jahre angestaute Flut der Wachstumsimpulse den Damm der Unterdrückung durchbricht und sich unkontrolliert auslebt. Nach dem Dammbruch, gibt es kein Zurück und kein Halten mehr. Der Körper geht weit in jenes andere Extrem, das er bisher so aufopferungsvoll niedergehalten hat.“

    „Die Krebszelle schlägt im wahrsten des Wortes aus der Art und geht ihren eignen Weg, der allerdings eher auf einen Ego-Trip hinausläuft. Sie beginnt etwas für ihre Verhältnisse völlig Neues, setzt auf Wachstum und Selbstverwirklichung. Einer der medizinischen Namen für Krebs ist Neoplasma. Er bringt dieses „neue Wachstum“ zum Ausdruck. Was für den Körper Lebensgefahr bedeutet, ist für die über lange Zeit gemarterte Zelle ein Akt der Befreiung.“

    „Die über Jahre abgewehrten Veränderungsimpulse machen sich im Körper in Mutationen breit.“

    „Der enge Zusammenhang von Krebs und Abwehrsystem zeigt sich auch in der Tatsache, dass der Krebs das Abwehrsystem, das ihn eigentlich bekämpfen sollte, benutzt, um sich auszubreiten. Er wird von den Lymphozyten aus den Lymphknoten angegriffen und bedient sich der Lymphbahnen um vorwärtszukommen. Die Lymphknoten sind Orte des bevorzugten Befalls. Mit der Besetzung der Kasernen des körpereigenen Militärs und dem Vordringen auf seinen Heerstraßen demonstriert der Krebs, wie mutig sein Angriff ist und dass er bereit ist, in einer totalen Konfrontation alles zu wagen.“
    Die Engländer sagen : "If you don't grow - cancer will".

    Also mit der Ernährung hat das auf den ersten Blick eigentlich nicht viel zu tun.
    Aber ich denke mir das durch eine 100%ige instinktive Rohkosternährung auch eine neue Öffnung für andere Dinge entstehen kann. Wenn man nicht so ganz der Typ für die Kochkost ist, dann kann einfach sein dass bestimmte Bereiche in der Kochkostwelt sich unstimmig anfühlen und man entwickelt vielleicht irgendwelche unsichtbaren Blockaden. Und in jedem von uns ist ja so ein unbewusster Drang die Welt zu erobern und wenn sich das unter Kochkosteinfluss für bestimmte Menschen nicht ganz stimmig anfühlt, dann hält man sich an bestimmten Stellen zurück, ignoriert vielleicht gewisse Wachstumsimpulse. Und das ist natürlich sehr ungesund.

    Paul Lowe hat mal gesagt dass wenn man mit dem Rauchen aufhört dass man dann auf eine neue Ebene von Freiheit gelangen kann.
    Das glaube ich so jetzt nicht richtig. Weil mit der Kochkost braucht mann ja solche Substanzen um sich auszugleichen.Wenn man mit dem Rauchen aufhört , dann isst man halt mehr oder man trinkt mehr Rotwein oder isst mehr Süßigkeiten.

    Zitat Zitat von Susanne Beitrag anzeigen
    Ich kenne Rohköstler, die trotz Rohkost an Krebs gestorben sind.
    Ich glaube nicht dass Rohkost so viel mit dem Thema Gesundheit zu tun hat. So ganz klar bin ich mir nicht, aber vielleicht kann man durch eine 100%ige Rohkost auf eine neue Ebene der Freiheit gelangen. Im Mittelalter gab es ja so ein paar Leute für die stimmte die gekochte, gesellschaftliche Ebene nicht und sie zogen sich deshalb zurück und bauten sich Klöster, in denen sie dann lebten. Das ist natürlich auch keine Lösung.

    Also wenn man im gekochtem Kontext so ein paar Blockaden entwickelt hat und die Dinge auf der rohen Ebene sich stimmiger anfühlen dann kann man sich wieder frei entfalten. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber vielleicht ist es so.
    Und wenn unsere Lebensenergie frei fließen kann dann ist das gesund. Ist sie blockiert ist das ungesund.

    Aber es gibt bestimmt auch Millionen von Menschen die können sich mit Kochkost besser entfalten als mit Rohkost, das ist klar. Einer meiner heros ist Sam Walton, der Gründer von Wal Mart, der größte Einzelhändler in der Welt. Ich habe sein Buch gelesen und bin total darauf abgefahren. Der hat wirklich expandiert und ist gewachsen. (Jetzt kann man natürlich hinterfragen ob alles Wachstum auf der gekochten Ebene wirklich gesund ist)
    Aber im Alter hat er dann auch Krebs bekommen und ist daran abgekratzt:
    Mr. Walton had long struggled against two types of cancer, hairy-cell leukemia, which weakens the immune system by attacking white blood cells, and a bone-marrow cancer called multiple myeloma
    Naja, aber ich denke mir im Alter von 74 kann man ruhig einen Abgang machen, der hat bestimmt ein erfülltes Leben gehabt.

    Ich habe mal eine Therapie gemacht und dann sagte mir die Therapeutin dass ich auf allen Ebenen arbeiten muss. Das heißt auch dass man auf allen Ebenen wachsen muss. Vielleicht hat Sam Walton dann gewisse Ebenen vernachlässigt und sich zu sehr auf das wirtschaftliche Wachstum fokussiert. Das geistige, spirituelle Wachstum geschieht vielleicht hauptsächlich durch unsere Liebesbeziehungen, aber da durch die gekochte Ernährung der freie Fluss der Liebe sich für bestimmte Menschen nicht stimmig anfühlt, oder es problembehaftet wird dann ziehen sie sich einfach in geschlossene Zweierbeziehungen zurück und bleiben da bis dass der Tod sie scheidet. Das ist glaube ich auch nicht wirklich gesund. Der natürliche, gesunde Zustand wäre wahrscheinlich dass man ständig verliebt ist.

    Paul Lowe hat mal von einer Frau erzählt die früher sowas von lebendig war. Und dann hat sie geheiratet und ist drei Jahre nach der Heirat an Krebs gestorben. Ich denke sie hat sich eingeengt gefühlt, sie war nicht mehr wirklich frei. Und wenn eine Person viel Energie hat, und diese Energie sich nicht mehr im vollen Umfang frei ausdrücken kann dann wirkt sich das schneller zerstörerisch aus, als bei einer Person die wenig Energie hat.

    ---------------------------------------------------

    Bei meinem Einstieg in die Rohkost las ich dass man mit einer 100%igen Rohkost alles heilen kann außer Malaria falciparum.
    Das stimmte scheinbar nicht. Ich habe auch von 4 langjährigen Rohköstlern gehört die Krebs bekommen haben.
    Wie gesagt, die Gesundheit hängt bestimmt nicht so sehr davon ab was man isst sondern wie man lebt.


    @Susanne - die Rohköstler die du kanntest und die an Krebs gestorben sind, haben die schon eine geraume Zeit vor ihrer Erkrankung Rohkostkost gegessen?
    Geändert von Tom Ate (08.08.15 um 13:14 Uhr)

  9. #8
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Ich hatte mal dieses Kultbuch der 80er von Fritz Zorn "Mars". Habe es gerade gesucht, aber ich glaube ich habe es weggeschmissen.

    Er beginnt sein autobiografisches Buch mit den folgenden Sätzen:

    Ich bin jung und reich und gebildet: und ich bin unglücklich, neurotisch und allein. Ich Stamme aus einer der allerbesten Familien des rechten Zürichseeufers, das man auch die Goldküste nennt. Ich bin bürgerlich erzogen worden und mein ganzes Leben lang brav gewesen. Natürlich habe ich auch Krebs. Mit dem Krebs hat es aber nun eine doppelte Bewandtnis: einerseits ist er eine körperliche Krankheit, an der ich mit einiger Wahrscheinlichkeit in nächster Zeit sterben werde..., andererseits ist er eine seelische Krankheit, von der ich nur sagen kann, es sei ein Glück, daß sie endlich ausgebrochen sei.“.
    Seine Krankheit sucht er in einem psychosomatischen Sinne zu deuten, aber auch als Symptom eines den gesamten gesellschaftlichen Organismus befallenden Degenerationsprozesses. Im Angesicht des nahenden Todes wird ihm klar, dass trotz seiner zugleich behüteten und kalt-strengen Kindheit in einer wohlhabenden, grossbürgerlichen Familie an der Zürcher Goldküste und hinter der Fassade seiner geradlinigen Berufskarriere für den Menschen «dahinter» fast alles «falsch gelaufen» ist.
    Er hat gelebt - comme il faut - so wie es sich gehört.



    Die Krankheit wird zum auslösenden Moment der Selbsterfahrung, einer rücksichtslosen Betrachtung
    des eigenen ungelebten Lebens.


    Erst der drohende Tod erweckt den Widerstand - gegen die Krankheit, gegen die familiäre und soziale Herkunft, gegen das Nichtlebendürfen. Zorn hat die Veröffentlichung seiner Aufzeichnungen nicht mehr erlebt, er starb 1976 - 32 Jahre alt - an Krebs. Mars - das Zeugnis eines Todkranken - übt erbitterte Kritik am falschen Ideal und Lebensstil einer Klasse und erregte weltweites Aufsehen.
    Hier beschreibt einer sein Sterben, der erst mit dem Sterben zu leben begann - und dies dokumentierte. Und er weiß, "woran er gestorben sein wird": An einer Erziehung, die das Lebendige, Kreative, "das Kreisen" im Kind zerstört und durch Anpassung, Verbiegung, Fassade - ersetzt.
    Es ist die Schilderung von dreißig Jahren Einsamkeit in Zürich, an Zürichs "Goldküste", der Wohngegend am Zürich-See, wo der puritanisch verschämte und versteckte Reichtum sich im Schatten der Sonnenseite verkriecht, sich in einer Ruhe verkapselt, die von außen den Eindruck vollkommener Harmonie macht, um von innen als Krebsgeschwür gegen die ererbte und freiwillig gewahrte Friedhofsruhe zu wuchern.



    Aber das Wichtigere scheint mir zu sein, wie dieses Buch Weltordnung und Gesellschaft, bourgeoise Lebensform und Lebensfeindlichkeit im eigenen "Fall" zusammenfaßt zu einer der schonungslosesten Analysen eines Glücksbegriffs und Glückstrebens, die sich aus dem Lebensverzicht speisen und im Lebensverzicht vernichten.

    Der "Pursuit of happiness", puritanisch angetriebener Motor aller bürgerlichen Gesellschaftsformen, wird hier in einem Züricher Modell zu dem großen Popanz und Fliegengott aufgebauscht" der diejenigen verzehrt, die er so glänzend ernährt.



    Zorn beschreibt mit zynischer Genauigkeit, wie es zum Existenz-Problem einer Bourgeoisie wird, daß sie alle Probleme beseitigt oder ausgeklammert hat. Es ist eine Welt, die nur noch aus lebensfeindlicher Ablehnung besteht, weil sie aus Harmonieverlangen allem zustimmt.


    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40916988.html




    "Ich stelle mein Unglück fest; das ist eine Realität. Diese Realität ist nicht aus dem Nichts entsprungen, sondern sie ist geworden. Ich bin nicht ‚halt eben‘ unglücklich, ich habe nicht ‚Pech gehabt‘, es ist kein Zufall, daß ich unglücklich bin. Man hat mich unglücklich gemacht. Daß ich unglücklich bin, ist nicht das Resultat eines Zufalls oder Unfalls, sondern eines Vergehens. Es ist nicht ‚passiert‘, sondern es ist bewirkt worden; es ist nicht Schicksal, sondern Schuld. Ich bin bereit, meinen Eltern jeden, aber auch jeden mildernden Umstand zuzubilligen: Aber auf die Frage, ob sie an meinem Unglück schuldig oder unschuldig sind, lautet mein Urteil: Schuldig."


    Krebs als psychosomatische Krankheit: das mag Ärzte, Wissenschaftler, Psychologen beschäftigen, aber da belegt jemand mit seinem Leben eine Meinung, die einen erschreckt und den eigenen, persönlichen Wahrheitsgehalt mit dem Tod unterschreibt. Die Gedanken über seine Erfahrung, die er gemacht hat, auch wenn sie auf ihn, Zorn, bezogen bleiben, werden dennoch zu einer Analyse einer bestimmten Gesellschaft. Das Persönliche wird politisch, auch wenn es nur in eine politische Enge trifft. Aber diese Enge hat, in der Schweiz jedenfalls, einen sehr beträchtlichen Machtanteil. Von daher, wahrscheinlich, ist auch die Wirkung des Buches zu erklären: Es überführt großbürgerliche Ruhe in die Unruhe.



    Zorn schreibt: „Ich bin in der besten und heilsten und harmonischsten und falschesten aller Welten aufgewachsen: heute stehe ich vor einem Scherbenhaufen ... Womit ich zur Moral dieser Geschichte kommen kann: Lieber Krebs als Harmonie. Oder auf spanisch: Viva la muerte.“



    Er schreibt von der Loslösung in der Sprache des gebildeten Bürgertums und verharrt als verzweifelt Gefangener in seiner für ihn todbringenden Herkunft.

    „Ich erkläre mich als im Zustand des totalen Krieges.“



    http://www.zeit.de/1977/23/der-zorn-...z-zorn/seite-2


    Er habe «ein Leben geführt, das eigentlich keines gewesen ist», und die Krebsdiagnose, die er erhalten habe, sei die logische Konsequenz seines bisherigen Lebens gewesen. Dieses Leben war Agonie. Kalt und todesnah.



    Zorns Buch ist die gleissend-beissende Abrechnung mit dem helvetischen Establishment, der Brandsatz für die Teegesellschaften, die gelangweilt seufzend in gepflegter Thomas-Mann-Manier aufs Zürichsee-Ufer blinzeln und Weltschmerz als Attitude pflegen. Fritz Zorn ist die Abrissbirne der gehobenen Gemütlichkeit und zwischenmenschlichen Neutralität.



    «Mars» hallt nach, weit über die 80er-Bewegung hinaus: In einer legendären Theaterinszenierung fand Regisseur Johann Kresnik plakativ schmerzhafte, treffsichere Bilder von grosser symbolischer Kraft für eine morbide Gesellschaftsschicht. Kresnik lässt den Tod, gespielt von Ismael Ivo, und Fritz Zorn, gespielt von Bernhard Schütz, ein Pas-de-deux tanzen, bei dem der Tod lebendiger erscheint als der Lebende. Aufschlussreicher konnte man Zorns Lebens-, pardon, Sterbegefühl bildhaft nicht umsetzen.



    Das Buch verwendet den Krebs als Sprengstoff gegen das Juste Milieu und schleudert ihm sein ‹Viva la muerte› entgegen. Im Grunde ist es ein tieftrauriger Text. Er sagt: Die Ordnung, in die ich geboren wurde, ist kein Leben. Ihr seid selbst schuld, wenn ich lieber gleich richtig tot bin.»



    Käme «Mars» heute heraus, das Buch würde auf der ontologischen Resterampe der Postmoderne landen. Und das ist schade. Es ist ein Text, der beschreibt, wie jemand erfriert in einer Eiseskälte aus Wohlstand und Beziehungslosigkeit.



    http://www.srf.ch/kultur/im-fokus/de...te-tirade-mars
    Wie gross seine seelische Verkümmerung tatsächlich war, realisierte der promovierte Romanist allerdings erst viel später. Eine Krebserkrankung zwang Fritz Zorn mit 30 Jahren zu einer schonungslosen Bilanz, die er mit seinem einzigen Buch – «Mars» – literarisch verarbeitete.

    Er interpretierte den Krebs eigenwillig als bloß äußerliche Ausprägung eines Leidens, das seelischen Ursprungs ist. Den Krankheitsausbruch nimmt er zum Anlass, mit seinen Lebenslügen radikal aufzuräumen. Krebs bekommen zu haben, sei «bei weitestem das Gescheiteste gewesen», was er je in seinem Leben «getan» habe, schreibt Zorn. Er kommt zum brutalen Fazit, ein falsches und komplett missglücktes Leben gelebt zu haben, wofür es weder eine Relativierung noch eine Entschuldigung geben könne.
    http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/...story/13289443


    Der Erfolg des Buches beruht auch auf der literarischen Bewältigung eines lebenslang geleugneten, allgemeingültigen Konflikts, der im Bewußtsein des Todes zur befreienden Kriegserklärung führt.
    Als der 30jährige Millionärssohn und Gymnasiallehrer während einer psychotherapeutischen Behandlung von seiner tödlichen Krebserkrankung erfährt, gibt er sich Rechenschaft über ein Leben, das er nicht gelebt hat. Die Unausweichlichkeit des Todes ist der erste schmerzhafte Einbruch wirklichen Lebens, der physische Schmerz beginnt die »Unempfindlichkeit der Seele«, Ursache schwerer Depressionen und tiefer Traurigkeiten, hat ihren Ursprung im Elternhaus am Zürichsee, in jener gespenstigen Familie, in der man Patiencen legt, Berührungen vermeidet, jede Herausforderung von Realität unter der Magie des Rituals versteckt, jeden Anflug von Sexualität mit dem Begriff der Anständigkeit vertreibt. Der halbwüchsige Musterschüler, dann Musterstudent und schließlich ebenso musterhafte Lehrer, der weder Freundschafts- noch Sexualbeziehungen je gekannt hat, leidet unter dem ständigen Erstickungsgefühl, »eine Krähe am Hals zu haben«. Als der betrogene Körper dem Krebs verfällt, sieht Zorn darin nur die somatische Form seiner Neurose. Im Sterben setzt er sich zum erstenmal zur Wehr - gegen die Krankheit, gegen die familiäre und soziale Herkunft, gegen das Nichtlebendürfen
    http://www.single-generation.de/schweiz/fritz_zorn.htm
    Fritz Zorn sagt über sich er wurde "zu Tode erzogen".
    Aber seinen Eltern eine Mitschuld an seinem Schicksal zu geben das ist ja ein schlechter Witz.
    Paul Lowe hat mal gesagt dass das einzige was man den Eltern gegenüber empfinden sollte ist Dankbarkeit und da hat er wohl recht.
    Seinen Eltern eine Schuld zuzuweisen, das ist ganz schön kindlich, das zeugt davon dass man keine Verantwortung für sich selbst übernimmt. Das ist Opferdenken. Seine Eltern haben bestimmt das beste für ihn getan, was sie tun konnten.

    Ich muss sagen an bestimmten Stellen in seinem Buch habe ich mich auch selbst wiedergefunden. Und ich hätte jetzt nicht die ganzen Auszüge gesammelt wenn mich das nicht selbst was angehen würde.
    Geändert von Tom Ate (08.08.15 um 16:06 Uhr)

  10. #9
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Zitat Zitat von Susanne Beitrag anzeigen
    Jemandem etwas vorschlagen ist im Grunde genommen ein Akt der Gewalt. Deshalb ist ein solches ein Vorgehen in der Tat deplatziert und wird zurecht von den Betroffenen abgelehnt.
    Also der Satz ist mir nochmal durch den Kopf gegangen. So richtig kann ich mich damit nicht verbinden.
    Wenn jemand eine schwere Form von Krebs bekommt dann ist das wirklich eine sehr heftige Botschaft. Und hätte die betreffende Person in der Vergangenheit immer auf die inneren Botschaften gehört und sie nicht ignoriert dann wäre es bestimmt nicht so weit gekommen.
    Wenn die Botschaften kontinuierlich ignoriert werden dann fährt das Leben einfach stärkere Geschütze auf, wie ein schwerer Unfall oder eine Krebs-Krankheit zum Beispiel.
    Und wenn man dann immer noch nicht bereit ist zu hören oder sich zu ändern dann sagt das Leben halt Servus.
    Paul Lowe hat mal so eine Geschichte erzählt und zum Schluss sagte der Liebe Gott dann: "I gave you this opportunity, I gave you that opportunity, this ist your last opportunity - goodbye."
    Solche Sachen wie ein schwerer Unfall oder eine Krebs-Krankheit sind natürlich auch von Botschaften begleitet. Krebs oder ein Autounfall ist ja nichts was gegen einen ist sondern für einen. Es bietet eine Chance. Es heißt ja auch - Krankheit als Chance, oder Schicksal als Chance.
    Und wenn jetzt jemand aus dem Umfeld der betreffenden Person den Impuls hat was zu sagen, oder der Person einen Rat zu geben oder etwas vorzuschlagen , dann muss er das auch sagen und es nicht unterdrücken. Das Leben drückt sich einem gegenüber in vielerlei Formen aus. Unter anderem auch durch andere Leute.

    Zitat Zitat von Susanne Beitrag anzeigen
    Jemandem etwas vorschlagen ist im Grunde genommen ein Akt der Gewalt. Deshalb ist ein solches ein Vorgehen in der Tat deplatziert und wird zurecht von den Betroffenen abgelehnt.
    Das Leben hat der von Krebs betroffenen Person in der Vergangenheit bestimmt einiges vorgeschlagen und es wurde von der Person vielleicht als deplatziert empfunden und abgelehnt. Aber das Leben ist nun mal ziemlich dynamisch. Man kann die Botschaften ein paar mal ignorieren , aber zum Schluss bekommt man sie halt nochmal mit dem Holzhammer präsentiert. Und bleibt die Person weiter in einer ablehnenden Haltung, bleibt sie weiter in einem Zustand des Widerstands dem Leben gegenüber, dann heißt es halt -- Und Tschüss!

    Zitat Zitat von Susanne Beitrag anzeigen
    Jemandem etwas vorschlagen ist im Grunde genommen ein Akt der Gewalt. Deshalb ist ein solches ein Vorgehen in der Tat deplatziert und wird zurecht von den Betroffenen abgelehnt.
    Das Leben ist irgendwie als großes Spiel aufgebaut. Und wenn ich jetzt in mir spüre jemanden etwas sagen zu wollen, oh man , dann hau ich das einfach raus, was ist dabei, man darf das nicht so ernst sehen. Es ist alles nur ein Spiel.
    Wenn der andere das als deplatziert ansieht oder als Akt der Gewalt , dann ist das sein Problem

    Krebs oder irgendeine schwere Naturkatastrophe die über einen hereinbrechen könnte man ja auch als Akt der Gewalt ansehen. Aber wenn der Herrgott nicht solche Mechanismen in das Leben einprogrammiert hätte um uns aufzuwecken, um uns auf bestimmte Sachen aufmerksam zu machen wo wir vielleicht blind geworden sind oder feststecken, dann wäre doch viel mehr Stillstand im Leben.
    Das ist kein Akt der Gewalt , das ist immer für uns, nie gegen uns, auch wenn wir es am Anfang vielleicht nicht so sehen.


    Ich bin in einigen Sachen ja auch ziemlich borniert und in einem alten überholten Muster drin dass ich scheinbar nicht verlassen will.
    Und plötzlich tauchte vor ein paar Monaten ein früher Freund auf und machte mir die Hölle heiß. Der hat mich angeschrien, mich übelst beleidigt, sogar Sachen in meiner Wohnung zerstört. Der ganze Trip ging über 2 Monate. Der hat manchmal mitten in der Nacht angerufen.
    Für mich war das manchmal echt hart, aber ich war völlig offen dem gegenüber. Er wollte mir helfen und er hatte seine eigene Art, das war o.k.
    Das Leben hätte mir ja auch irgend eine Schwuchtel schicken können die mich mit Wattebäuschen bewirft. Das hätte bei mir aber wahrscheinlich wenig Effekt gehabt. Aber wie das ablief das ging mir zum Teil schon durch Mark und Knochen und hat mich schon ein wenig aus meiner Lethargie aufgeweckt.

    Ich denke wenn der Krebspatient sich zu einem endgültigen Nein dem Leben und dem Wachstum und der Veränderung gegenüber entschlossen hat und auch bereit ist einen Abgang zu machen, dann wird bestimmt auch niemand aus seinem Umfeld mehr den Impuls verspüren. ihm irgend einen Ratschlag oder Tipp zu geben. Ich glaube dann ändert sich die Energie und man gibt ihm die Aufmerksamkeit und die Liebe die ihm vielleicht dabei helfen seine letzte Reise anzutreten.
    Geändert von Tom Ate (09.08.15 um 02:54 Uhr)

  11. #10
    Urwaldriese Avatar von Susanne
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    Es mag sein, dass jemanden, der den Weg "Krankheit" eingeschlagen hat, schon so angestumpft ist, dass er nur noch für "Vorschläge" empfänglich ist. Dann kann man vielleicht wirklich mal kräftig drauf hauen. Meine Art ist es aber trotzdem nicht. Seit ich roh bin, erst recht nicht.

    Eigentlich wollte ich der Person empfehlen es mit Rohkost zu probieren, aber diese Empfehlungen kommen immer nicht so gut an.
    Vor einigen Wochen ist ein Freund von mir an Lungenkrebs gestorben. Den habe ich es auch mal vorgeschlagen es vielleicht mal mit Rohkost zu probieren. Daraufhin hat er mich als psychisch krank beschimpft.
    Du schreibst an anderen Stellen immer wieder, dass du nicht daran glaubst, dass Rohkost etwas mit Gesundheit zu tun hat, so auch hier:

    Ich glaube nicht dass Rohkost so viel mit dem Thema Gesundheit zu tun hat.
    Bei deiner inneren Einstellung zur Rohkost ist es doch klar, dass jemand, der vielleicht wirklich gesund werden will, ungehalten reagiert. Davon abgesehen: Hinterlässt du bei anderen Menschen den Eindruck eines gesunden, lebenslustigen Menschen, der anderen die Vorzüge der Rohkost am eigenen Wesen demonstrieren kann?

    Rohkost kann helfen, gesund zu werden, da bin ich mir sicher. Allerdings kommt es nicht nur darauf an, was für eine Art von Rohkost praktiziert wird, sondern auch darauf, ob jemand bereit ist, auch andere Dinge in seinem Leben zu ändern und nicht nur die Rohkost:

    Zitat Zitat von Selbstzitat
    Krankheiten können nur geheilt werden, wenn der feste Wille vorhanden ist, gesund zu werden und die Bereitschaft gegeben ist, dazu seine Lebensweise zu ändern. Ferner müssen alle Hindernisse, die den Heilungsverlauf blockieren, beseitigt werden.
    Das heißt zum Beispiel, dass es kaum Sinn macht, auf Rohkost umzustellen, wenn jemand an seinen giftigen Zahnfüllungen festhält. Dann ist es vielleicht sogar sinnvoller, bei der Kochkost zu bleiben.
    Geändert von Angelika (09.08.15 um 15:15 Uhr) Grund: Link entfernt, Selbstzitat

  12. #11
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Zitat Zitat von Susanne Beitrag anzeigen
    Ich kenne Rohköstler, die trotz Rohkost an Krebs gestorben sind.
    Das ist ein interessanter Punkt. Wie gesagt ich habe auch von 4 Fällen gehört wo Rohköstler an Krebs erkrankt sind und 3 davon sind gestorben.
    Aber das waren alles Rohköstler die schon jahrelang oder jahrzehntelang roh gegessen haben.

    Und unter den Leuten die neu mit der Rohkost beginnen gibt es oft erstaunliche Heilungserfolge.
    Ich denke bei denen könnte die Rohkost Teil ihres neuen Weges sein. Die Rohkost könnte zu einer neuen Öffnung führen, die unter dem Kochkosteinfluss vieleicht nicht da war. Neue Möglichkeiten, eine neue Art zu leben (auch spirituell) könnte sich eröffnen.
    Und deshalb aktiviert der Körper vielleicht alle Heilkräfte und man wird wieder gesund. Aber wenn man dann diese neue Ebene nicht nutzt, wenn man sie nicht lebt und stattdessen in alte Muster verharrt, die sich während der Kochkostzeit zwangsläufig herausgebildet haben und dort wahrscheinlich auch einen gewissen Sinn hatten, dann glaube ich darf man auf seinem weiteren Rohkostweg in Bezug auf die Gesundheit keine Wunderdinge erwarten.

    Wenn man nicht mitspielt, dann sind langfristig gesehen die Heilungskräfte bei einer rohen Ernährung wahrscheinlich ziemlich limitiert.
    Ich glaube man kann nicht erwarten dass wenn man roh isst und von nun an immer bei bester Gesundheit ist, wenn man über die Zeit hinweg seine Wachstumsimpulse ignoriert, oder seine Liebesimpulse nicht achtet oder sich dem immerwährenden Wandel im Leben widersetzt.
    Wenn man Widerstandsmuster ausgebildet hat , dann kann die immense Selbstheilungskraft die dem Körper innewohnt nicht wirklich wirken.

    Angenommen der Liebe Gott hätte das Leben so erschaffen dass man nur das "richtige" essen muss und dann ist man gesund und happy für den Rest des Lebens --- Wo wäre die Pointe? -- Das wäre doch langweilig.


    resistance.jpg 17b.jpg



    Freelee hat dieses Bild hier mal gepostet. Eigentlich gefällt es mir gut, aber ich glaube kaum dass man das Thema einfach so schwarz-weiß darstellen kann. Wahrscheinlich sieht sie es selbst nicht mehr so, weil sie ja mittlerweile wieder gekocht isst.

    f239x.jpg

  13. #12
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    Die Fälle, die Rohkost-Praxis praktiziert hatten und dennoch an Krebs starben hatten meiner Beobachtung nach folgende Ursachen:
    (1) zu spätes Stadium für einen medikamentösen und überhaupt auch ernährungsbezogenen Wechsel
    (2) Nussüberschuss bzw Nuss/Samen als typische Fett- und Eiweißquelle und damit zum einen zuviel Omega 6 Überschuss. Extrem finde ich dabei immer wieder das Hochhalten mancher nichtswissenden oder nicht wissen wollenden Ratschläger in der Szene von Sonnenblumenkernen und Paranüssen und ähnlichem. Zudem Behinderung der in dem Fall erforderlichen besseren Lysinverfügbarkeit (essentielle Aminosäure!) durch Argininüberschuss (nicht essentiell) ja nach Sorte. Wer sich hauptsächlichauf solche Pferde setzt, braucht eigentlich nur noch auf den Krebs zu warten meiner Beobachtung nach. Oder eine andere Krankheit.
    (3) Avocado als zu Nüssen ergänzende Fett- und Eiweißquelle. Problematisch wegen Behinderung der Cysteinverwertung (kann aus der essentiellen Aminosäure Methionin gebildet werden, doch beides ist oft ohnehin zu wenig enthalten, insbesondere für erkrankte Menschen).

    Alles in allem kann eine ausgewogene Ernährung lange schützen, und inwieweit jemand unausgewogen ißt zieht sich durch allerlei Facetten ich würde sagen sämtlicher Ernährungsarten.

    Vor etwa 13 Jahren sagte ich zu einer etwa 60 jahre alten Frau, der ich von den tollen Vorteilen erzählte (ich war am Anfang), aber sie meinte, sie fühlt sich zu alt für eine Umstellung.
    Das muss man dann irgendwie wohl doch akzeptieren und dann ggf. versuchen, ihr in ihrem Rahmen Optimierungen zu zeigen.

    Und sonst finde ich, man sollte einem Menschen helfen soweit es einem selbst in der Macht steht.
    Helfen macht den Menschen aus und in jedem Fall motiviert es den anderen.

    Liebe Grüße
    Angelika

  14. #13
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    Im Bezug auf Krebserkrankungen habe ich vor Kurzem erst von einem 'Experten' auf dem Gesundheitsgebiet http://quer-denken.tv/index.php/mfv-...er-umweltgifte gehört, dass eine Hohe Dosis Vitamin C (intravenös) im Nu dem Ganzen den Gar ausmachen soll. Zudem soll es helfen, sich einige Tage lang nur von ungesättigten Fettsäuren zu ernähren. Diese würden das Milieu um den Krebs/Tumor so verändern, dass er verhungert (ernährt sich von Zucker und Eiweiß).

  15. #14
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    Hochdosierte orthomolekulare Nahrungsergänzungen sind seit Linus Pauling immer wieder im Gespräch, ich vernahm das zuletzt auch von Strunz. Er hat dazu ein komplettes deutschsprachiges Buch von Dr. Gabriele Sachse, Molekularbiologin als PDF verlinkt: http://www.strunz.com/de/news/vitami...f-deutsch.html

    Ob das immer und in jedem Stadium wirksam ist, bleibt aber doch noch offen denke ich. Sonst würden nicht weiterhin große Geldmengen in die Krebsforschung fließen (wie ich beruflich direkt mitbekomme).

    Auch wenn ich punktuell und für gezielte Anwendung orthomolekulare Nahrungsergänzungen gut finde und auch die Erkenntnisse bezogen darauf, was passiert, wenn manches zuwenig vorhanden ist, bin ich doch etwas nüchtern betreffend "einmagarierter" Krankheiten.
    So wurde zum Beispiel schon vor langer Zeit gesagt, dass Vitamin B12 in hohen Dosen bei Neurodermitis helfe. Ich glaube, davon erfuhr ich schon vor meiner Rohkost-Umstellung. Auch wenn diverseste Nahrungsergänzungsmittel (inklusive Omega 3 Fettsäuren) in kleinem Maße die Symptome besserten, wenn ich sonst - damals unbewußt - AGE arm aß, trat eine Heilung wie beworben bei mir alleine damit nicht ein. Dazu ist der Hintergrund dann doch wieder zu tiefgehend. Zu so einem Produkt steht etwas: http://www.vitaminb12.de/creme/

    Und interessant betreffend Vitamin B12 und Vitamin C da du es erwähnst ist, dass hohe Vitamin C Dosen wieder Vitamin B12 zerstört. Siehe auch Kritik zur orthomolekularen Medizin, der Absatz zu Vitamin C ist her sehr passend: https://de.wikipedia.org/wiki/Orthomolekulare_Medizin

    • Bei hoher Dosierung von Vitamin C (ab einem Gramm täglich) kommt es zu Durchfall und teilweise zu Koliken.[14] „Vitamin C verändert eine Reihe von Hormonspiegeln im Blut, unter anderem die von Östrogen, Schilddrüsenhormonen oder Insulin. Es zerstört Vitamin B12 (…). Es erhöht die Aufnahme von Aluminium, das Knochen und Gehirn schädigen kann, es fördert die Bildung von Nierensteinen, Osteoporose (…)“.[14] Außerdem kann Vitamin C den Mineralstoff Eisen in einen Radikalbildner verwandeln und dadurch Kardiomyopathien begünstigen.[15] Paulings Behauptung, hohe Dosen Vitamin C schützten vor Erkältung, konnte bislang durch keine wissenschaftliche Studie bestätigt werden.[16] In einer groß angelegten Übersichtsstudie der Cochrane Collaboration fand sich weder auf die Erkältungsdauer noch auf die Erkältungshäufigkeit ein positiver Effekt. Die Autoren sehen eine geringe Berechtigung für eine hochdosierte Vitamin-C-Gabe lediglich bei kurzfristiger, intensiver körperlicher Belastung (z. B. bei Polarforschern oder Marathonläufern).[17] Laut Pollmer korreliert die Vitamin-C-Konzentration im Blutplasma (Plasmaspiegel) nicht mit der Vitaminzufuhr. Studien hätten ergeben, dass es große individuelle Unterschiede gebe. „Plasmaspiegel von 75 Mikromol pro Liter haben manche Menschen schon bei einer minimalen Zufuhr von 5 Milligramm am Tag, während andere dafür 400 Milligramm Ascorbinsäure brauchten.“[18]
    Linus Pauling nahm wie sicher vielen bekannt, bis ins hohe Alter hohe Dosen an Vitamin C zu sich. Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Linus_Pauling

    1966, im Alter von 65 Jahren, begann er die Ideen des Biochemikers Irwin Stone (1907–1984) zu übernehmen, der in großen Dosen von Vitamin C ein Mittel gegen Erkältungen sah. Pauling jedoch ging noch weiter und glaubte, dass man mit Vitamin C auch Krebserkrankungen vorbeugen könnte. Er selbst nahm jeden Tag etwa 18 Gramm Vitamin C zu sich und ging mit plakativen Formulierungen („Vitamine, Vitamine!“) gegen fast jedes medizinische Problem vor. Diese Überzeugungen Paulings haben immer wieder Kontroversen verursacht und wurden wiederholt als Pseudowissenschaft eingeordnet.
    Interessant an der Stelle ist vielleicht noch, dass Linus Pauling mit 93 doch ganz schön alt wurde. Er starb - das sollte nicht unerwähnt bleiben, denke ich - an Prostatakrebs.
    Meine Uroma wurde knapp 90 mit einer Kost, die sich aus dem Betreiben eines Hofes bzw später durch und in den Kriegsjahren eines Obst- und Gemüseladens, durchaus omnivore Ernährung mit hohem Pflanzenanteil ergab. Ohne Nahrungsergänungsmittel. Zuletzt ging sie nicht mehr viel herum, das dürfte ihr wohl Hämoriden beschert haben, die schlußendlich zu ihrem Tod führten (bei dem Alter wurde nicht mehr operiert auch wegen der Gefahr der Narkose).

    Meine Urgroßmutter hielt zwei Landschildkröten in ihrem Garten. Wenn ich bei ihr war, durfte ich sie mit Resten vom Kopfsalat füttern. Ich erinnere mich noch, wie sie mir immer sagte, dass ich den Salat aber nicht selber essen dürfe, denn ich aß ihn ja gerne von ihr. Wie gestern sehe ich, wie sie kamen und so richtig vom Salat abbissen und frassen. Schildkröten sind auch das Symbol der Unsterblichkeit.
    Das hat sich auch in der Wissenschaft bestätigt.

    Zitat aus: http://www.stefanklein.info/node/326

    Die Frage ist doch, welchen Sinn das Altern überhaupt hat. Schildkröten etwa bleibt dieses Schicksal erspart.

    In welchem Sinne?

    Selbst ein Fachmann kann keinen Unterschied zwischen den Organen einer jungen und einer hundertjährigen Schildkröte erkennen.

    Offenbar haben diese Amphibien extrem leistungsfähige Reparaturmechanismen. In der Evolution haben sich verschiedene Fortpflanzungsstrategien bewährt: Entweder man vermehrt sich vor allem in jungen Jahren, wie wir. Dann bringt ein längeres Leben keinen biologischen Vorteil. Oder aber ein Tier kann, wie die Schildkröte, bis zum Tod Nachkommen zeugen. Dann bedeutet jedes Jahr mehr ein Gewinn. Allerdings kostet es den Organismus viel Energie, ständig dem Verfall entgegenzuwirken.

    Nahrung mag für unsere Vorfahren knapp gewesen sein, für uns ist sie es nicht. Wäre es vorstellbar, den menschlichen Stoffwechsel so zu verbessern, dass auch wir nicht mehr altern?

    Grundsätzlich schon. Fraglich ist nur, ob unsere zelluläre Maschinerie dafür ausreicht. Möglicherweise kommt das System, mit dem wir geboren werden, an einen Punkt, an dem sich nichts mehr herauskitzeln lässt.

    Wo mag der liegen?

    Das wissen wir nicht. Ich sitze im Beirat einer Initiative namens Tara Oceans, die das ganze Leben in den zehn Metern unter der Meeresoberfläche studieren will. Man findet da die erstaunlichsten Dinge: zum Beispiel Ruderfußkrebse mit unglaublich gut funktionierenden Reparatursystemen. Obwohl es Vielzeller sind, könnten manche von ihnen sogar unsterblich sein.

    Dass höheres Leben dem Tod entgegengeht, ist kein Naturgesetz.


    Nein.

    Fürchten Sie ihn?

    Nicht mehr. Mein Sohn ist erwachsen. Mir täte es leid für meinen Mann und ihn, wenn ich ginge. Doch in meinem Leben sind viele gute Dinge geschehn. Warum sollte ich da den Tod fürchten?
    Für mich liegt das Fazit in einer eher zurückgezogenen, gleichmässigen Lebensweise mit ausgewogenen, möglichst allzeit frischen Lebensmitteln. Aus beruflichen Gründen war ich in der Firma bei Vorträgen zur Krebsforschung. Nach vielen Jahren Lebenswandel kann man nicht alles binnen weniger Wochen ändern, die einem ein potentieller Krebs Zeit läßt. Hier kommt es stark auf die Art des Krebses und das Stadium bei der Entdeckung an. Läßt er sich aber Zeit, ist sicher noch viel möglich wie man immer wieder mitbekommt.

    In Zeiten besonderen Bedarfs finde ich orthomolekulare Nahrungsergänzung sinnvoll, generell kann meiner Erfahrung nach die Auswirkung der Lebensweise und Ernährung durch nichts anderes wirklich geändert werden.

  16. #15
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    Liebe Farawla, deinen verlinkten Link werde ich mir demnächst auch genauer anhören. Betreffend Ausleitung von Umweltgiften möchte ich aber gleich auf die starke Wirkung natürlicher Lebensmittel im Dauereinsatz aufmerksam machen, auch gerade wie es sie oft auch gratis gibt, wie Algen und Malven(artige) und vieles andere.

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