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Thema: Die Ritter der Kokosnuss

  1. #1
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Die Ritter der Kokosnuss

    Ich hatte mir nach langer Zeit mal wieder eine Kokosnuss bestellt (Kokosnuss reif aus Kamerun). Für eine reife Kokosnuss war erstaunlich viel Saft drin. Bei dem Wetter war der so köstlich. Das Fruchtfleisch aber hat mir gar nicht geschmeckt. Habe vielleicht 2 Bissen essen können. Meine letzte Pagode light habe ich vor 2 Jahren gegessen, aber da habe ich auch nur ganz wenig vom Fruchtfleisch essen können, obwohl es so eine schöne weiche Konsistenz hat.
    Ich bin eher wie der Bauer der das was er nicht kennt nicht isst und außerdem immer etwas sparsam. Von daher habe ich einiges aus der Kokosnuss-Palette noch nicht probiert.

    kokos big.jpg kokos info.jpg kokos ohne ende.jpg

    kokos palme0001.jpg kokos0003.jpg kokos0002.jpg

    kokos various.jpg kokos sgp.jpg kokos_2.jpg
    Geändert von Tom Ate (02.07.15 um 23:16 Uhr)

  2. #2

  3. #3
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    Ich finde Kokosnüsse super. Auch vertreiben sie Parsiten, sodass sie einen erst gar nicht stechen oder beissen wollen. Meiner Beobachtung nach bei nicht zu großem Zuckerkonsum und regelmässig Beifuss Blätter.
    Meine liebste Kokosnuss ist die Kopyor von Orkos. Geht leicht auch aufgeteilt auf 2 bis 3 Tage.

  4. #4
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Zitat Zitat von Angelika Beitrag anzeigen
    Meine liebste Kokosnuss ist die Kopyor.
    Die muss ich demnächst auch mal probieren.

    kokos kapyor.jpg kokos kopyor.jpgkokos.jpg

    kokos kopyor öffne.jpg kokos kopyor gen.jpg

    infodok kokos kopyor.jpg

  5. #5
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Im Film Papillion flüchtet Steve McQueen auf einem Sack voller Kokosnüsse von einer Gefangeneninsel.
    Man könnte es jetzt versuchen zu deuten und sagen dass die Rohkost (in Symbol des Sackes voller kokosnüsse) der Weg in die Freiheit sein könnte. Aber das ist wohl zu weit gegriffen. ??
    Der ersten paar Säcke mit Kokosnüssen zerschlagen die Wellen an der Steilküste. Mit Rohkost kann man viele Fehler machen, die viel beeinträchtigen, aber irgendwann bekommt man den Bogen heraus und ist frei.
    Das Problem ist aber manchmal, dass man frei ist , es aber gar nicht merkt. Wenn ein Bär nach vielen Jahren im Käfig freigelassen wird geht er ein paar Schritte raus und trottet dann oft wieder zurück in den Käfig.
    An der Grenze zur DDR konnte das Rotwild früher nicht weiter wandern. Selbst 10 Jahre nachdem der Grenzzaun beseitigt wurde stoppte das Rotwild immer noch an dieser Linie und kehrte um. Die Grenze wurde von den Eltern weitervererbt.
    Und ich glaube so geht es einigen Rohköstlern auch. Mir geht's auf jeden Fall manchmal so.





    Er war jahrelang in Einzelhaft, sein Haar wurde ganz weiß, da schmuggelte jemand eine Kokosnuss zu ihm in die Zelle, mit dem Satz: "Damit du wieder zu Kräften kommst." Die Wachen haben den Schmuggel bemerkt und setzen ihn auf halbe Portion. Dann war er gezwungen Insekten zu essen.

    While in solitary, Dega arranges to send Papillon a coconut with his daily rations to fortify his friend during isolation. The guards find out and increase the harshness of Papillon's confinement to coerce him to reveal who was sending him the extra food. He is put on half rations, forced to eat bugs, and his cell is enmeshed in darkness.
    https://www.youtube.com/watch?v=rdeS1vJNgpg

    So eine schöne tropische Insel, und die Franzosen machen eine Gefangen-Insel daraus.
    Typische Kochkost-Erscheinung.
    Als Columbus zum ersten mal Haiti sah , sagte er dass das die schönste Insel ist die er je gesehen hat.
    Im Laufe der Zeit haben die Einheimischen aber fast sämtliche Bäume abgeholzt. Jetzt ist es keine schöne Insel mehr.
    Das ist auch typisch Kochkost.



    Am Ende des Films springt Papillion so schön die Klippen hinunter zu seinem Kokossack. Das erinnert mich an Michael Barnett's "Handbuch für die Kunst des Springens"

    Männer und Frauen klettern die Berge hoch, denn wo der Berg endet, beginnt der Himmel. Aber worauf es ankommt: überall auf dem Berg beginnt der Himmel. Alles, was du tun musst, ist Springen.

    An jedem Punkt der Reise ist es möglich zu springen. Die Schwierigkeit liegt darin, dass du immer wieder auf den Berg zurückfällst - nur ein Stückchen weiter unten. Deshalb musst du mit aller Kraft springen. Vielleicht hast du auf dem Weg zu diesem Punkt das Fliegen gelernt. Das würde dir sehr viel helfen. Und wenn du springst, dann musst du es mit der Einsicht und der absoluten Entschlossenheit tun, dass du nicht wieder auf dem Berg landest - und sagst: „Oh, das war ein hübscher Sprung, diesmal bin ich wirklich weit gesprungen. Na, dann geht‘s mal wieder weiter zum Gipfel."
    Du musst ein für allemal springen. Du kannst es jederzeit tun, aber du musst es ein für allemal tun. An dem Punkt an dem du endgültig springst, musst du dir klarmachen , dass jetzt Schluss ist mit dem Berg, dass das Spiel des Bergsteigens für dich vorbei ist.

    Adieu Berg! Adieu Klettern! Adieu Weg! Adieu, Irgendwo-hinkommen! Adieu Selbst! Denn so lang du nicht mindestens ein paar Mal gesprungen bist, bist DU das Klettern bist derjenige, der klettert und der Berg.

    Das Ersteigen eines Berges ist auch ein Traum. Es ist ein Tagtraum, aber nichtsdestoweniger ein Traum. Wenn du springst, lässt du dich selbst zurück, denn du bist der Berg, der Bergsteiger, der Weg, die Anstrengung, das Erreichen. Deshalb ist es schwierig, ein für allemal zu springen, wenn du nicht wirklich die Geheimnisse der ganz gewöhnlichen Lebensweise durchschaut hast.

    Der erste Tipp ist zu erkennen, dass die Epoche des Ego, das dich am Berg fesselt und am Springen hindert, abgelaufen ist. Es ist altmodisch. Es gehört in die Geschichte der Menschheit, in die Vergangenheit. Es gehört ins Zeitalter von Krieg und Konflikt. Es ist ein Zeichen eines sehr beschränkten Einblickes in die eigene Natur.

    Wenn ihr merkt, dass ihr einen Berg hinaufsteigt, dann ist es wichtig zu glauben, dass ihr einen Schritt getan habt, dann noch einen, und im nächsten Moment kommt noch einer – bis ihr das Ende der Reise erreicht. Ein für allemal zu springen heißt das ganze Vorhaben aufzugeben: dieses Konzept, dass es ein Vorhaben gibt – dass es jemanden gibt, der etwas vorhat.



    Aber da muss man sich fragen wie unser Ego überhaupt entstanden ist. Das ist auch nur aus der Kochkostkultur heraus entstanden.
    Geändert von Tom Ate (03.07.15 um 12:58 Uhr)

  6. #6
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    Ja, ist immer wieder interessant wie man in manchen Geschichten doch einiges hineininterpretieren kann.
    Bei manchen Stories gelingt es mehr als wie bei anderen.
    Das mit den Fehlern, die manche machen und deren Folgen sie erleben, da stimme ich dir vollauf zu.

  7. #7
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    Manche sagen, man könne Musik der hohlen Nuss entlocken...
    Allerdings...
    Ich halt die Frucht für unausgewogen und meiner bedarf es gewaltige Überwindung, das Fleisch zu essen.
    Die angolanischen Nüsse damals waren wirklich Ladenhüter, die wollte kein Ost-Zonie haben.
    Klar, die schmeckten auch nicht. Kubanische Bananen um so mehr!
    Heute? Ganz selten kommen sie in die Märkte, außerdem haben sie einen merkwürdigen Geruch.
    Muss ja alles anriechen...

  8. #8
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    Gestern habe ich das Fruchtfleisch meiner Kokosnuss versucht zu trocknen indem ich es einfach ausgebreitet auf ein Stück Papier gelegt habe. Aber es hat angefangen Schimmel zu bilden. Also habe ich es heute auf den Trockner gelegt. Da ist es sehr schnell getrocknet.
    Ich habe auch schon von einem Rohköstler gehört der seine Kokosnüsse aufschlägt und sie dann liegen lässt bis sie Schimmel ansetzen. Erst dann isst er sie.



    Zitat Zitat von Uwe Beitrag anzeigen
    Manche sagen, man könne Musik der hohlen Nuss entlocken...
    Ja das mit der Musik habe ich auch schon gesehen, aber früher haben die Kokosnuss in erster Linie mittellose Ritter benutzt die sich kein Pferd leisten konnten.
    Der Page ist dann hinterher gelaufen und hat mit den beiden Kokosnusshälften das Traben eines Pferdes imitiert.
    https://www.youtube.com/watch?v=7IfsjYVWNaM



    Weiß jemand die richtige Antwort von dem Ratespiel?


    kokos öffnen0001.jpg kokos light.jpg

    kokos pagode 0001.jpg kokos pagode light.jpg kokos pagode für babys.jpg kokos pagode info.jpg

    kokos pagode samen sgp.jpg kokos0001.jpg kokos pagode0002.jpg

    pagode light0001.jpg

  9. #9
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    Die Prenzelschwaben (schwäbische Migranten) mokieren sich wenn in einem Café kein Kokoswasser auf der Karte steht.





    Bei kokosnuswasser.net steht:
    Auch im zweiten Weltkrieg wurde Kokoswasser schon benutzt. Bei hohem Blutverlust wurde es intravenös injiziert und erhöhte so die Überlebenschancen schwer Verwunderter. Man kann sogar Organe in der Nährlösung des Kokoswassers transportieren.
    Vita Coco Kokosnusswasser ist Marktführer in den USA. Seine enorme Beliebtheit erhält das Kokoswasser u.a. durch Madonna und Demi Moore, die in das Unternehmen investiert haben und durch Rihanna als Werbegesicht.
    http://www.kokosnusswasser.net/anbie...o-kokoswasser/




    kokos butter.jpg kokos gekeimt0001.jpg kokos gekeimt.jpg kokos öffnen.jpg

    kokos gek.jpg kokos butter _.jpg




    Eine befriedigende Antwort auf das Preisrätsel habe ich nicht gefunden. Bei Wikipedia steht nur:
    Die drei Punkte, die man auf einer Seite sieht, sind die drei Keimlöcher, wobei immer nur ein Keim zu wachsen beginnt. Die beiden inaktiven Keimlöcher verhärten. Um an das Kokoswasser zu gelangen, wird das aktive, weichere Keimloch geöffnet.

  10. #10
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    Soweit ich weiß, das Versorgungsloch?
    Aber es ist zum Keimen? Kann ich mit such vorstellen. Hattest du mal eine gekeimte Kokosnuss?

  11. #11
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    Hallo Tom Ate,

    ich habe leider irrtümlich deine neuen Beiträge zu Safus gelöscht statt verschoben. Leider gibt es keine einfach Funktion für "Verschieben" oder ich habe sie noch nicht gefunden, sodass sie für mich einfach zu handhaben wäre. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich nicht so gerne verschiebe, auch wenn es in dem Fall aufgrund deiner Anregung durchaus praktikabel gewesen wäre. Kopieren geht gut, aber wenn ich dann von dem anderen einen Teil entfernen möchte, passiert es schnell dass das Ganze statt teilweise ganz gelöscht ist.

    Ich hoffe, du hast die kürzlichen Beiträge noch. Ggf könnte ich dir sonst E-Mailbenachrichtigungen die ich erhalten hatte dazu weiterleiten. Da sind allerdings die Abbildungen nicht dabei.

    LG,
    Angelika

  12. #12
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Heute hatte ich nach langer Zeit mal wieder eine Kokosnuss Kopyor. Gibt es aufgrund des hohen Preises für mich nur hin und wieder mal.

    So lecker ich sie auch finde, mir liegt sie jedes Mal unglaublich lange im Magen. Selbst nach drei Stunden war sie noch im Magen. Ich trank da nämlich Wasser und hatte dann etwas Aufstoßen: es stößte mir ein wenig Wasser vermischt mit ein paar "Kokosflöckchen" herauf.

    Ist das denn "normal"?
    Geht es jemandem ähnlich wie mir?

    Woran könnte es liegen, dass sie mir so schwer und lange im Magen liegt?
    Aß ich mengenmäßig zu viel davon?
    (Anmerkung: interessehalber notiert: Es waren diesmal 240g Kokosfleisch und 130ml Kokoswasser.)
    Oder Verdauungsschwäche?

  13. #13
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    im neuen Orkos-Prospekt ist so ein schönes Bild von einer Mispel. In letzter Zeit habe ich mir die öfters im Bioladen mitgenommen.
    Diese glatten Kerne finde auch interessant. Nicht dass ich die esse, aber die fühlen sich angenehm an im Mund.

    mispel.jpg

    Der Ursprung der Rohkost-Bewegung liegt 150 Jahre zurück in der Reform-Bewegung.

    gastro trend.jpg


    Auf Wikipedia steht auch was zur Geschichte der Rohkost. :
    https://en.wikipedia.org/wiki/Raw_foodism#History

    Raw food as a dietary health treatment was first developed in Switzerland by medical doctor Maximilian Bircher-Benner, inventor of muesli. After recovering from jaundice while eating raw apples, he conducted experiments into the effects on human health of raw vegetables. In November 1897, he opened a sanatorium in Zurich called "Vital Force," named after a "key term from the German lifestyle reform movement, which states that people should pattern their lives after the logic determined by nature"
    Lebensreform ist der Oberbegriff für verschiedene Reform*bewegungen, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts insbesondere von Deutschland und der Schweiz ausgingen. Gemeinsame Merkmale waren die Kritik an Industrialisierung beziehungsweise Materialismus und Urbanisierung und ein Streben nach dem Naturzustand.

    Die einzelnen Bewegungen entstanden als Reaktion auf Entwicklungen der Moderne, die sie nicht als Fortschritt, sondern als Verfallserscheinungen ansahen.

    Wesentlich für ihre Entstehung war die Befürchtung, dass die moderne Gesellschaft beim Einzelnen zu „Zivilisationsschäden“ und
    Zivilisationskrankheiten führe, die durch eine Rückkehr zu „naturgemäßer Lebensweise“ vermieden und geheilt werden könnten. „Der Mensch in seiner zivilisationsbedingten Not sollte allerdings nicht im banalen Sinne geheilt werden. Die Lebensreform wollte sein Heil, seine Erlösung. (...) Die Weltanschauung der Lebensreform beinhaltet im Kern eine säkularisierte gnostisch-eschatologische Erlösungslehre.“

    Einige Bereiche der Lebensreformbewegung, wie z. B. die Naturheilkunde oder der Vegetarismus, waren in Vereinen organisiert und erfuhren regen Zulauf, was sich in den Mitgliederzahlen widerspiegelt.[3] Zur Verbreitung ihrer Inhalte und Prinzipien gaben sie Zeitschriften wie Der Naturarzt oder Die vegetarische Warte heraus.

    Die Grundgedanken der Naturheilkundebewegung des 19. Jahrhunderts stammen von Jean-Jacques Rousseau, der seinen Erziehungsroman Émile oder über die Erziehung 1762 mit dem Satz einleitete: „Alles, was aus den Händen des Schöpfers kommt, ist gut; alles entartet unter den Händen des Menschen“. Er forderte eine Rückkehr zu naturgemäßer Lebensweise, postulierte eine körpereigene „Naturkraft“, die durch Abhärtung zu fördern sei, und lehnte Medikamente ab.

    Wesentliches Merkmal der entstehenden Naturheilkunde war die Überzeugung, dass der Körper über Selbstheilungskräfte verfüge, die lediglich angeregt und unterstützt werden müssten. Diese Ansicht ging auf Paracelsus zurück. Der bekannteste Naturheiler des 19. Jahrhunderts war Sebastian Kneipp. Im deutschen Sprachraum wurden so genannte Naturheilanstalten gegründet. 1891 waren 131 davon im Dachverband der Naturheilvereine organisiert

    1883 wurde der Deutsche Verein für Naturheilkunde und für volksverständliche Gesundheitspflege gegründet. Im Jahr 1900 benannte er sich um in Deutscher Bund der Vereine für naturgemäße Lebens- und Heilweise. 1889 waren in diesem Dachverband 142 Ortsvereine mit etwa 19.000 Mitgliedern organisiert, 1913 waren es bereits 885 Vereine mit 148.000 Mitgliedern. Der Verband besaß einen Verlag, der die Zeitschrift Der Naturarzt herausgab.

    Es gab keine einheitliche Theorie zur Ernährung, gemeinsam war den Ernährungskonzepten der Reformer aber der weitgehende Verzicht auf Fleisch, die Bevorzugung von Rohkost und Vollkornprodukten und die Ablehnung von Genussmitteln wie Tabak, Kaffee, Alkohol, aber auch von Zucker und starken Gewürzen.[12]
    Die Ansichten der Ernährungsreformer standen im Widerspruch zu den Theorien der Ernährungswissenschaft des späten 19. Jahrhunderts, die tierisches Protein als wichtigsten Energielieferanten der menschlichen Ernährung ansahen. Die Bedeutung der Vitamine war noch unbekannt.


    Theodor Hahn schrieb 1857/58 sein Buch Die naturgemäße Diät und etwas später das Praktische Handbuch der naturgemäßen Heilweise, in dem er Vollkornprodukte, Milch, rohes Gemüse und rohes Obst als optimale Lebensmittel bezeichnete. Gustav Schlickeysen bezeichnete den Menschen als Fruchtfresser und lehnte sowohl gekochte als auch tierische Kost völlig ab. Dieser Theorie folgen heute die Frutarier. Bekannter ist Maximilian Oskar Bircher-Benner, der nicht nur das Müsli erfand, sondern eine eigene Ernährungslehre entwickelte, die Sonnenlichtnahrung. Die Gedanken der Ernährungsreform wurden vor allem in Kurkliniken aufgegriffen und verbreitet.[12] Eine Reihe heute bekannter Ernährungslehren, die als „Alternative Ernährung“ bezeichnet werden, hat ihren Ursprung in dieser Bewegung.
    Auf die Arbeiten der Ernährungsreformer griff auch Werner Kollath zurück, der 1942 sein Hauptwerk Die Ordnung unserer Nahrung veröffentlichte. Darin bezeichnete er die „Zivilisationskost“ als minderwertige „Halbnahrung“, während unverarbeitete Produkte „vollwertig“ seien. Sein Ernährungskonzept nannte er Vollwertkost.

    Die in Deutschland und Österreich heute noch im Lebensmittelhandel aktiven Reformhäuser
    gehen auf die Lebensreformbewegung zurück.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Lebensreform


  14. #14
    Samenkorn Avatar von Knuddelknochen
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    Ich habe ein paar Anfängerfragen:

    Bei Trinkkokosnüssen soll doch das Wasser besonders schmackhaft sein...
    Wir haben vorhin eine Pagode (Orkos) geöffnet - mir schmeckte das Wasser nicht so wirklich, habe es dann weggeschüttet. Das Fleisch war lecker, habe aber nicht zu viel davon essen können.
    Denkt ihr, die könnte nicht mehr ganz so gut gewesen sein? Oben steht ja, man solle sie bei 10°C lagern, dann sind sie 1 Woche haltbar. Ich hatte sie jetzt ca. 2d bei RT liegen gehabt. Jetzt habe ich die beiden anderen in den KS getan.
    Oder muss man sich erst an den Geschmack gewöhnen? Oder schmecken andere Sorten evtl. besser?
    War meine erste Trinkkokosnuss...

    Geöffnet haben wir bzw. mein Mann sie übrigens mit der Bohrmaschine. Und dann mit der Hammerrückseite in zwei Teile geschlagen.

  15. #15
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    Das mit der Bohrmaschine ist nicht notwendig. Eines der drei "Augen" der Kokosnuss ist immer weich - da kannst du mit der Spitze eines Messers hineinbohren und den Inhalt mit dem Strohhalm austrinken.
    Koste immer vorher auf dem Handteller, ob sie eh gut ist (könnte ja zu sauer oder gekippt sein).

    Falls du dir vom Geschmack her den Bounty-Geschmack erhofft hattest, der ist in einer frischen Kokosnuss egal welcher Art nie drin. Weil Bounty und Raspel, da sind veränderte Moleküle wie AGE/ALEs für den Geschmack verantwortlich. Ggf oxidierte oder Röstaromen. Oder überhaupt auch ein Aroma dabei.

    Das Kokosnusswasser in der Kokosnuss ist also eher mild. Und für Zuckerschnuten meist nicht mal besonders süß, weil nicht gewohnt.
    Die "Kokosmilch" die oft mal verkauf wird, ist der extrahierte Saft reifer Kokosnüsse. Also auch sehr fett und auch anders. Meist pasteurisiert, was auch den Geschmack ändert.
    In vielen Getränken für Cocktailmixe sind auch da Aromen hinzugefügt.
    Ja, und das Kokosfleisch ist eben auch eher milder bei frischer Ware.

    Ich schmeiße die Kokosnuss meist auf Beton (ggf in einem Sackerl damit die Splitter nicht zu weit streuen) und wasche dann die Kokosstücke. Weil nur in der Hälfte läßt sich das Fleisch bei der reifen Kokosnuss - sofern sie frisch ist - nicht so leicht herauslösen. Außer sie ist schon älter.

    Die Pagoden - also die Trinkkokosnüsse sind besonders gut und die liebsten meines Sohnes gewesen. Probiere sie vielleicht einfach noch ein, zweimal aus.
    Manchmal sind die Lieferungen frischer, manchmal schon eine Woche. Ich würde sie eher immer innerhalb einer Woche trinken. Manchmal halten sie auch länger.

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