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Thema: Goitrogene

  1. #1
    Administrator Avatar von Angelika
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    Goitrogene

    Grüß euch,

    vor einigen Monaten hatte ich schon etwas zum Thema Kreuzblütler und Jodaufnahme bzw Schilddrüse geschrieben gehabt, hier hatte ich kürzlich noch einen interessanten kurzgefassten Eintrag auf Wikipedia dazu gefunden: https://de.wikipedia.org/wiki/Goitrogene

    Goitrogene

    Goitrogene oder strumigene Substanzen sind Stoffe, die eine Vergrößerung der Schilddrüse (Struma, „Kropf“) hervorrufen. Vom Wirkungsmechanismus her lassen sie sich in zwei Gruppen einteilen:


    • Stoffe, die die Iodaufnahme (Iodination) in die Schilddrüse hemmen, sowie
    • Stoffe, die die Bildung organischer Iodverbindungen (Iodisation) hemmen.

    Iodinationshemmer


    Die in vielen Kohlarten (Brassica spp.) vorkommenden Senfölglycoside (Glucosinolate) werden im Körper teilweise zu Thiocyanaten umgebaut, die die Iodaufnahme im Körper reduzieren. Darüber hinaus wirken Perchlorate iodinationshemmend.
    Therapeutisch kann hierbei vermehrt Iod verabreicht werden.
    Iodisationshemmer

    Thiooxazolidone, wie zum Beispiel das Goitrin, entstehen, wenn Senfölglycoside über Senföle abgebaut werden, die an Position 2 eine Hydroxygruppe enthalten. Auch die Thyreostatika Thiouracil, Methylthiouracil, Propylthiouracil verhindern die Iodierung von Tyrosin und damit die Bildung der Schilddrüsenhormone. Das Schilddrüsenwachstum durch die Aufnahme solcher Substanzen kann nur durch eine Gabe von Schilddrüsenhormonen behandelt werden.
    Für manche Rohköstler vielleicht nicht ganz uninteressant. Das ist einer der Hintergründe, warum die Kreuzblütler in meiner Pyramide der Häufigkeiten der Pflanzenfamilien - insbesondere auch für Rohköstler - zwar als Helfer, aber nicht als grundsätzliche Basisernährung für größere Mengen steht. Etwas anderes ist es natürlich, wenn sie erhitzt werden. Ehrlich gesagt traue ich hier aber auch eher der Fermentation (ähnliche wie Sauerkraut) über den Weg. Aber auch hier - nicht übertreiben. Für mich ist das ein Teil der Winternahrung vor allem im Jänner/Februar/März, wenn ich draussen weniger finde.
    Jod finde ich viel in Algen wie Kombu Royal (sie enthalten so viel davon, dass manche sogar davor warnen, wenn jemand weniger Jod zu sich nehmen soll).

  2. Der folgende Benutzer sagt Danke an Angelika für diesen Beitrag:

    Mela (30.06.15)

  3. #2
    Urwaldriese
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    Denk ich auch, also Kohl etc ist eigentlich zum Kochen gedacht. Deswegen ich mich schon bei David Wolfe gewundert habe, weil er Unmengen Kohlblätter in seine Ernährung einbaut. Zeitlangs habe ich das auch mal gemacht, aber irgendwie kommt die Verdauung völlig durcheinander. Deswegen ich mich auch Frage, warum überhaupt diese Züchtungen, wo dermaßen viel SÖG drinnen ist, also extrem scharf sind. Ruccola hatte ich gepflanzt, kann aber nicht mehr ran!

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