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Ergebnis 1 bis 9 von 9

Thema: Besenreiser

  1. #1
    bumbli
    Gast

    Besenreiser

    Hallo liebe LEUTE

    Ich hatte im letzten Jahr starkes untergewicht, ich habe dann viel gegessen, sehr fett und manchmal auch viel obst und sehr viel Gemuesesaefte etc. Habe dann ganz viele Leberflecken bekommen und ganz viele Leberflecken. Ich esse jetzt wieder relativ vernunftig, roh und high fat, Fleisch und Fleischfett lasse ich erst mal sein, jetzt esse ich viel Fisch, 3 mal am tag, viel Avocado, olivenoel, etwas Salat, kokoscreme die ich selber mache von gefrorenen Kokosraspeln, Gemuesesaefte und gruene Saefte und Muscheln und etwas algen. Trotzdem geht es weiter, ich habe jeden Tag neue Besenreiser, meine Haut ist weiss und durchscheinend, ich habe dauernd neue kleine Leberflecken und sogar wassereinlagerungen?
    Habt ihr eine Idee woher das kommen kann. Ich trau mich bald gar nichts mehr zu essen, und was kann man dagegen tuen, ich moechte das das wieder weg geht

  2. #2
    Urwaldriese
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    Rohkost ist schwierig...
    Mit den Früchten belastest du deine Leber ganz enorm, der Zucker wird dort aufgeschlüsselt. Und Fruchtzucker sort dafür, dass man stark abnimmt. Bei mir war das ähnlich. Früchte sind meiner Meinung nach nur Desserts, sie sollten nur für sich genossen werden und man sollte auch nichts mischen. Avocados? Auch schwierig. Sind Lorbeerartige und damit nicht ganz ohne. Sie beinhalten Persin, ein Toxin, welches ziemlich heftige Wechselwirkungen im Körper auslöst, unter anderem Wasseransammlungen am Herzen mit Langzeitschäden. Als Fettspender ist die Avocado nicht geeignet.

    Lass auf alle Fälle diese und ähnlich Früchte weg, dann empfehle ich dir wärmstens Angelikas Buch "Das große Rohkost-Buch", dort wirst du eine Handhabe finden. Es ist sehr praxisnah und auf aktuellem Stand - was sehr wichtig ist!

    Leider lassen wir uns zu oft von längs überholtem "Wissen" über die Rohkost fehlleiten, was fatale Folgen haben kann.
    Wichtig auch, die Olivenöle aus der Nahrung zu streichen, sie machen großen Schaden im Körper. Einzig Rapsöl (Omega 3!!!) ist brauchbar.

    Auf alle Fälle Vorsicht mit den Früchten. Sie sind überzüchtet und machen eher mehr Schaden als sie dir nützen.
    Noch ein Tipp: Kein Obst und Gemüse vom Supermarkt, es ist extrem nitratbelastet. Leg dir einen Garten zu und zieh dir eigenes Gemüse, iss Giersch, Vogelmiere, Malvenblätter, Borretsch...
    Lies bitte bei Angelika Fischer im besagaten Buch, bevor du dir die Gesundheit völlig ruinierst...

    LG Uwe

  3. #3
    bumbli
    Gast
    Danke, Uwe, fuer deine Antwort. Das Rohkostbuch von Angelika habe ich, aber es ist schon lange her das ich es gelesen habe. Also Avocados schaedlich; kannst du das ausfuerlicher erklaeren, ich esse sooo viele im Moment. und so viel Olivenoel. welche Fette wuerdest du denn empfehlen. was ist mit rotem palmoel? Ich brauche ganz viel Fett wenn ich nicht viel Zucker essen moechte. Und was ist mit kokoscreme, kann man davon auch zu viel essen. Ich habe gehoert da sollte man vorsichtig sein wegen Silicilaten und Selenium. Sonst wuerde ich einfach noch viel mehr kokoscreme nehmen

  4. #4
    Urwaldriese
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    Kokosfette und die Nuss... da fallen dir die Haare aus nach und nach, wegen Selen. Ein Zuviel bewirkt Gegenteiliges. Also ich würd die Avocados weglassen und auch die Öle, einzig Rapsöl und Leinöl und da auch nur ganz frisches als Fettquelle. Fett ist sehr wichtig, ich nehme Ziegenmilch, Kefir, selten Käse und recht viel Rapsöl. Überhaupt lehne ich die Flugfrüchte ab, dort in den Ländern werden die nämlich gar nicht so oft gegessen.

    Das Persin kannst du im besagten Buch nachlesen, die Aussagen lassen sich wirklich verallgemeinern. Ich hab ähnliches erlebt, auch dieses starke Abmagern und Zahnverfall. Übrigens hab ich Gegenteiliges zu Avocados bei David Wolfe zu sehen: Er hat seine Fettquelle gut ausgeglichen oder verwendet Züchtungen, welche weniger Persin enthalten. Und er hat viel Blattgemüse dabei. Olivenöl ist kritisch zu sehen, wir hier vetragen es nicht, wegen Omega 6 Überhang. Du hast dann ständig Entzündungen im Körper. Aber was wirklich ganz wichtig ist, möglichst immer Wildpflanzen zu knabbern, also soltest du eine Frucht essen, gleich kleine grüne Blättlein wie Giersch, Miere, Malve, Lindenblätter und so weiter essen.

    Falls du den Konz gelesen hast wirst du auch die Ursachen für das starke Abmagern mitbekommen haben, er hat dies immer auch ein Stück an den Züchtungen festgemacht, den Hybriden, also kernloses Obst und Gemüse. Avocados tragen ebenfalls zum Abmagern bei.
    Im Buch von Angelika steht auch vieles dazu geschrieben, deswegen wirklich ständig wieder lesen, es ist ein Handbuch und kein Buch zum Durchlesen...

  5. #5
    Urwaldriese
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    Noch etwas...
    Solltest du jetzt ne größere Menge an Olivenöl haben...
    Kannste sehr gut zum Streichen von Rohholz verwenden, ergibt eine schöne Tönung, meist leicht rödlich.
    Andere Öle ausser Leinöl hab ich dann nicht getestet, aber Olivenöl ist wirklich bestens geeignet.

  6. #6
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Hallo bumbli,
    bei deinem Beitrag habe ich ein deja vu. Hast du denn nicht vor zwei Jahren schon mal irgendwo geschrieben dass du 3x am Tag Fisch isst?
    Wenn ich dich richtig verstehe hast du den Fisch aber nicht roh gegessen, oder?
    Ich kenne nur einen Rohköstler der 3x am Tag Fisch essen kann, aber der isst kein Obst.

    Ich hatte früher mal so eine Phase da habe ich zum Mittagessen ganz viel Süßigkeiten gegessen und abends dann ganz viel Käse. Da habe ich dann auch viele Muttermale bekommen. Die Frage ist ob das wirklich durch die Ernährung bedingt war. Es gibt ja schließlich jede Menge Leute die auch viel Süßigkeiten und Käse essen und keine Muttermale bekommen.
    Ich denke das Phänomen ist zu 95% psychosomatisch.

    Es gibt auch Rohköstler die sagten dass durch die Rohkost ihre Muttermale fast ganz weggingen. Aber ich hatte das Gefühl die lebten ein ganz schön bewegtes Leben und so kann man nicht genau sagen ob die Muttermale wirklich durch die Ernährung verschwunden sind. Und sie haben eine naturbelassene Rohkost gegessen, also keine Öle, Kokosmus oder Säfte so wie du.

    In der Zeit als meine Muttermale entstanden sind habe ich aufgehört viel zu kontakten. Ich habe eigentlich ziemlich für mich alleine gelebt, habe mich auf keine neuen Herausforderungen mehr eingelassen und bin auch keine neuen Liebschaften mehr eingegangen. Ich glaube ich habe in der Zeit die meisten meiner Bedürfnisse und Wünsche versucht durch das Essen zu befriedigen. (hat eigentlich auch funktioniert, aber gesund ist das halt nicht)

    Rüdiger Dahlke scheibt in seinem Buch "Krankheit als Weg" folgendes:
    Die Haut ist das größte Organ des Menschen. sie erfüllt vielfältige Funktionen, von denen die wichtigsten folgende sind:

    1. Begrenzung und Schutz
    2. Berührungs- und Kontaktorgan
    3. Ausdrucks- und Darstellungsorgan
    4. Sexualorgan
    5. Atmung
    6. Ausscheidung (Schweiß)
    7. Wärmeregulation

    All die vielfältigen Funktionen der Haut zeigen dennoch ein gemeinsames Thema, das zwischen den beiden Polen Abgrenzung und Kontakt schwingt. Wir erleben die Haut als unsere äußere materielle Grenze und stehen gleichzeitig über die Haut in Verbindung mit dem Außen, berühren mit ihr unsere Umwelt. In der Haut zeigen wir uns der Welt - und wir können nicht aus unserer Haut heraus. Sie spiegelt unser Sosein nach außen und dies in zweifacher Weise. Ersten ist die Haut eine Reflexionsfläche aller inneren Organe. Jede Störung eines unserer inneren Organe wird auf die Haut projiziert, und jede Reizung eines entsprechenden Hautareals wird nach innen zum Organ geleitet . Auf diesem Zusammenhang beruhen alle Reflexzonentherapien, die von der Naturheilkunde seit langen Zeiten angewandt werden, von denen jedoch der Schulmedizin nur einige wenige geläufig sind. Zu nennen wäre vor allem die Fußreflexzonenmassage, die Nasenreflexionszonentherapie, Ohrakupunktur und vieles mehr.
    Der geübte Praktiker sieht und tastet an der Haut den Zustand der Organe und behandelt diese ebenfalls an ihren Projektionsstellen auf der Haut.
    Was immer auf der Haut geschieht, der Ort dieses Geschehens ist nicht zufällig, sondern weist auf einen entsprechenden inneren Vorgang hin. Früher gab es ausgefeilte Systeme, die beispielsweise aus der Lage von Leberflecken den Charakter des Mensch zu deuten versuchten. Das Zeitalter der Aufklärung hat solch "offensichtlichen Unsinn" als Aberglaube über Bord geworfen. - doch langsam nähern wir uns wieder dem Verständnis dieser Dinge.
    Ist es denn wirklich so schwer zu verstehen, dass hinter allem Gewordenen ein unsichtbares Muster steht, das sich im materiellen Bereich lediglich aus-drückt? Alles Sichtbare ist nur ein Gleichnis für das Unsichtbare, so wie ein Kunstwerk sichtbarer Ausdruck der unsichtbaren Idee des Künstlers ist. Vom Sichtbaren können wir auf das Unsichtbare schließen.
    Deshalb zeigt sich die gesamte Information immer überall. In jedem Teil finden wir das Ganze (pars pro toto nannten die Römer diesen Zusammenhang). Deshalb ist es auch gleichgültig welchen Teil des Körpers man bei einem Menschen betrachtet. Überall kann man das gleiche Muster erkennen, das Muster, das dieser bestimmte Mensch repräsentiert.

    Die Haut ist eine große Projektionsfläche, auf der sowohl somatische als auch psychische Abläufe und Vorgänge sichtbar werden.
    Bei Hautproblemen und Ausschlägen sollte man sich folgende Fragen nachgehen:

    1. Grenze ich mich zu sehr ab?
    2 Wie steht es um meine Kontaktfähigkeit?
    3. Steht hinter meiner ablehnenden Haltung der verdrängte Wunsch nach Nähe?
    4. Was ist es, das die Grenze durchbrechen will, um an die Sichtbarkeit zu kommen? (Sexualität, Trieb, Leidenschaft; Aggression, Begeisterung)
    5. Was juckt mich wirklich?
    6. Habe ich mich in eine Isolation verbannt?

    Zitat Zitat von bumbli Beitrag anzeigen
    Ich trau mich bald gar nichts mehr zu essen, und was kann man dagegen tuen, ich moechte das das wieder weg geht
    Vergiss das Essen. Schau lieber darauf was du in deinem Leben zulässt und was nicht. Schau auf deine Widerstände, deine Blockaden dem Leben gegenüber. Das Leben will in erster Linie leben. Dem Leben interessiert nicht was du isst.
    Das Leben will Freude erfahren, will Spaß haben will Neues erfahren, will ständig wachsen zu neuen Ebenen wo man noch mehr Erfüllung haben kann.

    Und ich denke mir dass bei so einer Chaos-Rohkost wie du sie machst man nicht wirklich auf der Ebene ist wo tolle Dinge geschehen können.
    Rohkost ist ein ganz schön subtiles Gleichgewicht und da kann man nicht einfach die Kreuz-und-Quer-Hau-den-Lukas- Mentalität aus der Kochkost anwenden.
    Geändert von Tom Ate (20.06.15 um 18:09 Uhr)

  7. #7
    Wilder Busch Avatar von Denise
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    …aber nichtsdestotrotz eine Blutabnahme machen und quasi alle testen…

  8. #8
    bumbli
    Gast
    AIst denn jetzt rohbutter besser als Avocado. rohbutter und milchproduckte sind bekannt als entzuendungsausloesend. Bei den vielen Avocados stelle ich allerdings wirklich fest das meine Haut unrein wird, das habe ich sonst nur wenn ich gekocht esse? Ich fuerche das ich abnehme wenn ich avocados weglasse, nicht mehr kokos esse. ich esse kein Obst, deswegen sind Fett und Gemuese und Gemuesesaefte meine Kalorienquelle Was waere denn noch gut und kalorisch interessant, ich kann doch nicht immer um mein Gewicht ringen und essen was und wann ich nicht moechte???

  9. #9
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Wegen dem Zunehmen kann ich dir keinen richtigen Tipp geben. Die veganen Rohköstler raten einfach mehr zu essen und die omnivoren Rohköstler raten tierische Produkte in die Nahrungspalette mit aufzunehmen. Bei vielen Vegan-Rohköstlern scheint das mit dem viel essen auch zu funktionieren. Dann gibt es aber auch wieder Leute die am Anfang aus Besorgnis sich fast schon zwingen mehr zu essen und dann noch mehr abnehmen ( eine Nahrungsüberlastung, so sagen manche, kann eine Überfunktion des autoimmunen Prozesses auslösen und somit ein beschleunigtes Abnehmen)

    Manche Leute nehmen anfangs überhaupt nicht ab, und andere verlieren an Gewicht und nehmen aber dann nach 6- 18 Monate wieder zu. Aber ich kenne auch Leute die schon sehr lange Rohkost machen und auch Fleisch, Innereien, Fisch, Meeresfrüchte und Eier essen und trotzdem leicht untergewichtig sind. Ich kenne eine Frau die hat nach der Umstellung auf Rohkost weiter geraucht. Und die hat nach dem anfänglichen Abnehmen nicht wieder zugenommen. Durch das Rauchen werden scheinbar doch wichtige Funktionen im Körper etwas gestört. Ich selbst würde auch noch gerne ein paar Kilos zunehmen. Ich esse kein Fleisch weil ich einfach keine Anziehung dafür habe. Manche Rohköstler sagen dass sie zwar regelmäßig Fisch, Meeresfrüchte und Eier gegessen haben aber trotzdem nicht wieder auf Normalgewicht gekommen sind. Erst als sie Fleisch aßen haben sie wieder zugenommen.

    Ich habe ein paar Jahrzehnte wirklich ziemlich extreme Ernährungsgewohnheiten gehabt und folglich gibt es vielleicht sehr viel zu entgiften. Wenn man stark belastet ist, so sagen manche, dann kann man am Anfang der Rohkost nicht so viel essen wie später, weil das einfach eine zu starke Entgiftung auslösen würde. Und das könnte auf mich zutreffen, weil ich esse vielleicht höchstens ein Drittel von dem was andere Rohköstler so essen.

    Wie lange bist du schon untergewichtig? Falls es noch nicht so lange ist, dann würde ich Geduld haben.

    Neulich habe ich noch einen weiteren Artikel zum Thema Abnehmen gefunden. In der Nuance ist er etwas anders als die anderen.

    Ein Medizinstudent stellt folgende Frage:
    .Das Phänomen des Abnehmens scheint in zwei "Hauptbrocken" zu zerfallen:

    Einmal die qualitative Nahrungszufuhr und intestinale Probleme.

    Und dann die Phänomene der Entgiftung.

    Um eine etwas feinere Unterscheidung der zweitgenannten, wäre es mir gegangen.

    Ich verstehe die Fettverbrennung, mitsamt der Tatsache dass Toxine in den Fettzellen abgelagert werden, als eine vom Immunsystem zu trennende Erscheinung, also eher als energiegewinnende Erstmaßnahme.

    (Der Instinkt wäre im neutralen Bereich, nichts darf so stark anziehen, dass es "brenzlig" wird, obwohl fast alles gebraucht würde, also man verzehrt am Anfang wenig, daher auch extreme Fettverbrennung)

    Nach dieser ersten Welle folgt die zweite, es werden Toleranzen aufgehoben und die besagten autoimmunen Prozesse können beginnen.

    Ist diese Betrachtungsweise zu trivial?

    Meine persönliche Vermutung wäre, dass der Körper diese ungeliebten Toxine vorzugsweise zu anderen ungeliebten Substanzen wie eben dem Fett packt, eine Art "Friedhof" daraus macht. So, wie ich aus meinen Studien den Eindruck gewinne, dass der Körper immer zuerst die "unwichtigeren" Strukturen degenerieren lässt um die anderen (überlebensnotwendigen) zu schützen.

    Während die von Ihnen beschriebene autoimmune Reparaturtätigkeit eine Wiederaufnahme der angestammten Tätigkeit spezialisierter Zellen ist, die eigentlich nicht überraschen muss, ist die Fettverbrennung eine eher "allgemeine" Befreiungsmaßnahme von unerwünschten Stoffen unter Bereitstellung von Energie?

    Oder habe ich da etwas übersehen?

    Denn wenn meine Überlegungen soweit zuträfen, könnte der Neuaufbau von gesunden Zellen ab dem ersten Tag der Ernährungsumstellung beginnen, wenn nicht das Entgiftungspotential auch der dafür erforderlichen Grundstoffe am Anfang zu groß wäre.


    ----Antwort des Experten---------

    Sie haben das Phänomen sehr gut verstanden, das ich zu beschreiben versuche, um für die Beobachtungen, die ich hinsichtlich Gewichtsverlust und Entgiftung machen konnte, eine Erklärung zu finden. Den Tatsachen nach zu urteilen, liegen die beiden Vorgänge eng beieinander: der Gewichtsverlust zur Rückgewinnung von Energie und die Immunaktion gegen antigene Moleküle, die in den Fettzellen abgelagert werden.

    Tatsächlich sieht man manchmal, dass ein anfänglicher Gewichtsverlust einfach kalorienbedingt ist: Der Instinkt blockiert die Nahrungszufuhr während der Körper Energie gewinnt, indem er Fette verbrennt. Die in den Fettzellen abgelagerten Toxine scheinen daraufhin freigesetzt zu werden und eine Immunreaktion auszulösen.

    In anderen Fällen passiert eher das Gegenteil: Der Instinkt verlangt nach Nahrungsmengen, die weit über die gewöhnlichen Bedürfnisse hinausgehen, als ob eine massive Zufuhr bestimmter Moleküle beabsichtigt wäre, um eine Immunreaktion auszulösen (die an verschiedenen Symptomen erkennbar ist). Daraufhin sieht es danach aus, dass der Zugang zu den im Fettgewebe abgelagerten Stoffen wiederhergestellt ist, und die Person durchläuft eine Phase der Gewichtsabnahme.

    Beide Vorgänge scheinen sich ständig abzuwechseln und zu einem Kommen- und - Gehen von Zunahme- und Abnahmephasen zu führen. Die Immunreaktionen können das Gewicht übrigens bis unterhalb der Normalwerte bringen: Das weist darauf hin, dass die evakuierten Stoffe nicht nur aus Fettablagerungen kommen, sondern auch aus Muskeln oder anderen Geweben, in denen sie abgelagert wurden.

    Dieses Erklärungsmodell wirkte für viele abenteuerlich, auch wenn es im Einklang mit allen Beobachtungen steht, die ich machen konnte. Seit der Entdeckung der AGE und ihrer Fixierung in den Geweben sowie ihrer antigenen Eigenschaften ist es, glaube ich, schwer zu widerlegen.

    Es muss nur noch bewiesen werden, dass die (in Form von Körperausscheidungen) abgestoßenen Stoffe aus anormalen Molekülen kommen. Bis solche Forschungen durchgeführt werden, wird man wohl noch darauf warten müssen, dass sich die Mentalität grundlegend ändert, da sie nur groß angelegt durchführbar sind und für niemanden gewinnbringend sind. Wie lange noch? Die Wetten stehen offen.

    Momentan denken und folgern die Ernährungswissenschaftler noch ausschließlich in Termen von Kalorien und ignorieren dabei vollkommen die in Organismen und Nahrungsmitteln enthaltenen AGE. Ohne darüber hinaus auch jemals auf die Existenz der Geruchs- und Geschmacksalliästhesie zu sprechen zu kommen, folglich auch nicht auf ihre regulierende Wirkung, soweit die Nahrungsmittel roh und unverändert verzehrt werden.

    Und die Anzahl der Fettsüchtigen nimmt zu ..
    .

    Edit: Da fällt mir jetzt noch was ein zu dem Thema. Im Frühjahr auf der Rohvolution war ich auf einem Vortrag einem jungen Mann der sich schon ein paar Jahren 80-10-10 ernährt und nebenher Triathlon betreibt. Er sagte dass er 3 Mahlzeiten isst a 1000 Kalorien. Er trinkt morgens so einen Bananensmoothie und zu Mittag isst er oft 2 kilo Orangen. Er meinte Zucker macht ihn kräftig. Abends isst er einen großen Salat mit viel Sprossen drin, Avocados oder Sauerkraut, auch Hanfsamen. Manchmal wenn er vom Training kommt dann mixt er sich 400 g Datteln und trinkt die dann. Das klassische 8-1-1 , sagt er hat ihn nicht so gut getan. Er hat den Grünanteil erhöht.
    Am Anfang seiner Rohkost aß er so 30 Bananen am Tag (sein Rekord war 43).
    Er hat zu Beginn seiner Rohkost, wie viele andere auch, überhaupt nicht abgenommen.
    Seine Freundin, so sagt er, isst nicht so viel Obst sondern viel Fermentiertes Gemüse. Er meint der Stoffwechsel ist verschieden bei Menschen.

    Dann habe ich mich noch mit dem Extrem-Sportler Arnold Wiegand unterhalten. Der kam gerade von einem Ultra-Triathlon aus Florida. Letztes Jahr hat er erzählt dass er sonst nur roh isst , aber bei Wettkämpfen manchmal ein bisschen Brot zu sich nimmt . Dieses Jahr sagte er dass er bei Wettkämpfen so einen bestimmten denaturierten Zucker einnimmt. Mir fällt der Fachbegriff gerade nicht ein ( ich glaube es war Maltodextrose). Früher hat er auch Leinöl während des Wettkampf getrunken.
    Er hat zu Beginn seiner Rohkost auch nicht abgenommen. Er meinte man muss viel essen. Abends macht er immer gekeimte Linsen in seinen Salat wegen dem Protein.

    Was ich damit sagen wollte: - Es gibt so viele verschiedene Meinungen und Thesen innerhalb der Rohkost und jeder scheint auf seine Weise recht zu haben. Du kannst 100 Leute fragen und du bekommst 100 verschiedene Meinungen.




    PS: Sorry für mein letztes Posting. Da habe ich glaube ich mal wieder etwas übetrieben.
    Geändert von Tom Ate (22.06.15 um 10:14 Uhr)

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