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Thema: WILD: Durchwegs Bleibelastung Blutkontamination

  1. #1
    Administrator Avatar von Angelika
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    WILD: Durchwegs Bleibelastung Blutkontamination

    Grüß euch!

    Mich beschäftigt sein längerem immer wieder, warum manche Rohköstler wie auch Kochköster Rehfleisch überhaupt nicht vertragen und es nach dem Verzehr erbrechen.

    Ich überlege Zusammenhänge mit sekundären Pflanzenstoffen, die Rehe essen (mehr als Wildschweine) oder auch einfach Bleibelastung.
    Letzteres könnte ich mir bei meinem Partner vorstellen, er hat noch ein paar Restfüllungen mit Amalgam. Er erbricht auch bei Muscheln.
    Aber auch mein Sohn erbricht bei Reh. Dabei hat er gar keine Bleibelastung in Form von Zahnfüllungen oder ähnlichem. Wir haben immer sehr auf seine Zähne aufgepaßt (sozusagen).
    Amalgamfüllungen, die ich einst hatte, hatte ich mit etwa 20 Jahren herausnehmen lassen (weil gesagt wurde, Neurodermitis hänge damit zusammen). Meinen Sohn hatte ich erst mit 28 bekommen.
    Ok, jetzt könnten manche meinen, da könnte etwas noch "rübergegangen" sein. Ich erbreche nicht darauf.

    Da ich auf geringe Dosen von unpassendem "reagiere" (was ich früher nicht merkte nun wahrnehme) und mein Sohn ggf auch auf sehr selten gegessenen Leberkäse dann erbricht (was andere ja einfach essen können), glaube ich, dass die individuelle Grenze was welcher Körper lieber gleich wieder retourschickt, sehr individuell ist.
    Wer gewissen Belastungen nicht mehr gewohnt ist (auch schon erlebt) oder nie gewohnt war (auch schon erlebt), reagiert ja auch mit Brechen.
    Eine gute Antwort des Körpers.
    Ein Allgemeinmediziner mit sehr gutem Ruf und Hömopath mit dem ich zur Vorsorge als mein Sohn ein Baby war sprach, sagte: Es ist ein Zeichen besserer Konstitution wenn jemand etwas gleich erbricht was der Körper nicht will, als es geht durch und führt erst in der Folge zu Problemen oder Durchfall etc.

    Ich erbreche auf Rehfleisch jedenfalls nicht finde es aber auch nicht wirklich gut. Und kaufe es auch nicht, da es niemand in der Familie sonst auch nur in kleinen Mengen egal ob roh oder gekocht, essen kann.
    Bei Wildschwein sehe ich große Nachteile betreffend Arachidonsäure (großer Eichelverzehr der Wildschweine -> viel Omega 6 Fettsäuren) und ich hatte nach Verzehr von Wildschwein in Anfangs-Rohkost-Zeiten von Orkos tatsächlich aufflackernde Herde von damals noch bestehenden Zahnherden gemerkt. Die sich später, bei Beachtung des Verhältnisses Omega 3/6 vollständig, selbst per Röntgen nachvollziehbar, aufgelöst hatten.



    Zurück zum Reh. Das einzige, das ich in englischer Sprache fand, war, dass man Hunden nicht unbedingt rohes Reh geben solle. Aber das war nur in einem Forum. Und warum, habe ich (noch) nicht gefunden.
    Aber Hunden werden auch keine Rosinen und Avocado empfohlen. Ersteres auch wegen der Nierenbelastung. Hunde sind anders als Menschen, aber beides esse ich auch weniger. Bei zweiterem weiß ich inzwischen ja schon länger, dass es darin Stoffe gibt, die betreffend Cystein in unserem Körper nachteilig sind (siehe in meinem Buch).

    Aber was ich fand war, dass es einen starken Unterschied zwischen den Projektilen die bei der Jagd und jenen, die bei Schusswaffen verwendet werden, gibt: Während Schusswaffen an sich mit deren Projektilen dafür sorgen sollen, dass der "Gegner" "kampfunfähig" aber nicht getötet wird, geht es bei der Jagd um einen möglichst schnellen Tod. Die Tiere sollen auch nicht mehr sehr lange herumlaufen, gesucht wird meist erst am nächsten Morgen in der Umgebung.

    Deshalb werden Projektile verwendet, die vorne aus Blei bestehen. Blei ist so weich, dass es im Körper dann gleich in kleine und größere Splitter zerfetzt wird und auch in den Blutstrom kommt, wo es sich schnell verteilt und so zu einem schnellen Tod führt. Da nicht alle (insb. auch kleineren) Tiere gefunden werden, passiert es offensichtlich, dass manche Vögel deren Körper fressen. Dadurch vergiften sich allerdings einige Vogelarten (z.B. Seeadler) und so wurde in manchen Bundesländern z.B. in Deutschland die Verwendung von Bleiprojektilen verboten. Die Einhaltung ist ungewiss (siehe auch weitere Infos unten).
    In Diskussion ist unter anderem auch Kupfer, doch es hat eben nicht dieselbe Wirkung.


    Betreffend der Risikobewertung für den Menschen sind sich offizielle Gesundheitsämter aus Deutschland und Österreich insofern einig, dass die Belastung außer in Jägerfamilien und deren Umfeld aufgrund der geringen Verzehrmenge von 2 - 3 Mal im Jahr gering ist. Jedoch wird Schwangeren jedenfalls davon abgeraten um den Fötus nicht zu schädigen.


    Folgende Links habe ich zum Thema u.a. gefunden:





    Bleivergiftungen sind zum einen auf Bleischrot zurückzuführen, wie er für die Jagd auf Wasservögel, Tauben, Fasane, Füchse, etc. verwendet wird, aber vor allem auf bleihaltige Kugelmunition, mit der Paarhufer (u. a. Rehe, Hirsche und Wildschweine) erlegt werden. Diese Projektile zersplittern beim Aufprall und kontaminieren große Teile des Tierkörpers mit Bleisplittern.[12] Seeadler suchen insbesondere im Winter systematisch nach Aas und nutzen dann die am Ort der Erlegung vom Jäger zurückgelassenen Innereien sowie Tiere, die beschossen und trotz Nachsuche nicht gefunden werden. Die sauren Magensäfte des Seeadlers lösen Blei sehr schnell auf, dieses gelangt dann in die Blutbahn. Das toxische Schwermetall schädigt unter anderem das Zentralnervensystem und die Blutbildung der Adler. Dies führt häufig zu zentralnervösen Ausfallerscheinungen bis zur völligen Blindheit. Die Störung der Blutbildung führt zu Sauerstoffmangel, viele der Adler ersticken daher qualvoll.[13] Wissenschaftler gehen davon aus, dass auch ein Teil der Kollisionen mit anthropogenen Strukturen wie Zügen oder Windrädern auf durch Bleivergiftungen ausgelöste Verhaltensstörungen zurückzuführen ist.[14]

    • Hier steht, dass Kuper ebenbürtig sei, aber ich habe in vielen anderen Quellen gelesen, dass dem nicht so ist, und daher kommen auch die Diskussion.








    [...] Cheap, durable and readily available, lead has been used in weapons and other products since the Romans first mined it more than 2,500 years ago. Bullets have contained lead, which upon impact mushrooms to create a larger wound, since the 14th century.

    But lead is a dangerous neurotoxin, particularly for children and fetuses. Low levels can harm children’s developing brains, causing learning disabilities and reduced IQs. High levels can trigger severe neurological problems.
    [...]
    New research, however, has shown that eating venison and other game can substantially raise the amounts of lead in human bodies. The findings have prompted some experts to recommend bans on lead ammunition.

    “We want to avoid having people exposed to lead to the extent that it’s feasible and practical, and it’s clear that one of the key ways to minimize exposure is to use alternatives to lead ammunition,” said Dr. Michael Kosnett, a medical toxicologist at the University of Colorado at Denver School of Medicine. “You’re putting food on the table to nourish your family. Why not nourish them with healthy food if that’s a possible alternative?”
    The Centers for Disease Control and Prevention tested 736 people, mostly adults, in six North Dakota cities and found that those who ate wild game had 50 percent more lead in their blood than those who did not eat it. The lead exposure was highest among people who consumed not only venison, but also birds and other game, according to the study published last month in the journal Environmental Research.

    Those who ate wild game meat had average lead levels of 1.27 micrograms per deciliter, compared with 0.84 for those who ate no game. Most said they either hunted the animals themselves or obtained the meat from friends or family members.

    “What was most troubling is that as wild game consumption increases, the blood-lead levels increase,” said study co-author Mary Jean Brown, chief of the CDC’s lead poisoning prevention branch. “The strong recommendation we would make is that pregnant women should not consume this meat.” [...]



    Der Verzehr von Wildbret kann Gefahren bergen. Regelmäßig wird vor hohen Bleigehalten gewarnt. Grund dafür ist die bei der Jagd übliche Bleimunition. Im Süden Deutschlands können Wildschweine weiterhin stark mit radioaktivem Cäsium belastet sein.
    Blei in Muskelfleisch

    Unsichtbare Bleisplitter. Im September 2011 wies das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auf gesundheitliche Gefahren durch Blei in Wildbret hin. Betroffen sei etwa das Muskelfleisch von Reh, Hirsch und Wildschwein. Deutsche Jäger erlegen Wild in der Regel mithilfe von Bleimunition. Laut BfR zerlegen sich Geschosse beim Aufprall in kleinste Bleisplitter. Diese können tief ins Fleisch eindringen und sind kaum noch zu erkennen. Auch wer das Fleisch rund um den Schusskanal entfernt, kann nicht sicher gehen, alle Partikel entfernt zu haben. Das Problem: Blei ist giftig und reichert sich im Körper an. Höhere Konzentrationen können die Blutbildung stören, innere Organe wie die Nieren und das Nervensystem schädigen.

    Entwarnung für Normalverzehrer. Da über das Jahr betrachtet nur geringe Mengen Wildfleisch auf den Tisch kommen, erhöht der Verzehr die Gesundheitsgefahr in der Regel nicht. Menschen, die etwa zehn Wildmahlzeiten im Jahr verspeisen, hätten kein erhöhtes Gesundheitsrisiko durch Blei, so das BfR. Dennoch bleibt die Aufnahme von Blei durch die Nahrung kritisch: Der deutsche Durchschnittsbürger nimmt das Metall insbesondere über Grundnahrungsmittel wie Getreide, Gemüse und Getränke auf – und zwar so viel, dass die gesundheitlichen Grenzwerte der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, Efsa, ausgeschöpft werden.

    Schwangere und Wildliebhaber gefährdet. Schwangere, Frauen mit Kinderwunsch und Kinder bis sieben Jahren sollten vorsorglich auf Wildbret verzichten, rät das Bundesinstitut für Risikobewertung. Bei Föten könnten bereits geringe Mengen an Blei das Nervensystem schädigen, auch bei Kleinkindern könnten geringe Mengen dem Stoffwechsel und dem Nervensystem schaden. Gefährdet seien auch Wildliebhaber wie Jäger und deren Angehörige, die nahezu wöchentlich Wildbret verzehren. Das Bundesinstitut empfiehlt Jägern, bleifreie Munition zu verwenden. Diese gibt es bereits in verschiedener Ausführung. Auch eine Kennzeichnung von Wildfleisch im Handel – denkbar wäre eine Auslobung wie „ohne Blei geschossen“ – wäre für Verbraucher hilfreich.













    • Und hier, dass auch in jenen Bundesländern wo Bleischrot verboten wären, Blei geschossen wird:


    Bleischrot ist (Stand 2010) in folgenden Bundesländern zumindest bei der Wasservogeljagd verboten, da ein Teil der Schrotkugeln im Wasser niedergeht, dort von gründelnden Vögeln aufgenommen wird und zu Bleivergiftungen führen kann: Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein. Bleihaltige Jagdmunition für Büchsen wird jedoch -Stand 2010- weiterhin verwendet, da es Probleme mit der Verformung des Geschosses im Wildkörper und damit verbundenen Energieübertragung gibt, damit das Wild sofort verendet, sowie das Abprallverhalten des Geschosses auf dem Erdboden bei Fehlschüssen.[15][16] In Kalifornien wurde im Zusammenhang mit der Auswilderung des Kondors die Verwendung von bleihaltiger Büchsenmunition verboten, da angenommen wird, dass von Jägern zurückgelassene Innereien des erlegten Wildes von Kondoren aufgenommen werden und die darin enthaltenen Bleipartikel zu Vergiftungen führen können.
    Wer jetzt meint, ach das ist doch sicher nicht viel Blei, sei daran erinnert, dass kleinere Tiere wie man oben sieht tatsächlich auch nach öfteren Verzehr von mit Blei geschossenem Wild verenden wie auch, dass es eine ganze Menge ist, die da freigesetzt wird. Alleine in Österreich siehe http://oe1.orf.at/artikel/307796

    600 Tonnen Blei verschießen Sportschützen und Jäger in Österreich Jahr für Jahr, hat das Umweltbundesamt berechnet.
    Und in Deutschland: http://mecklenburg-vorpommern.nabu.d...utz/14097.html

    In Deutschland verschießen Jäger pro Jahr rund 120.000 Kilogramm Blei in Form von Büchsengeschossen und Schrot. Der überwiegende Anteil verbleibt im Ökosystem. Als Folge kommt es seit vielen Jahren durch Bleivergiftung zu Todesfällen beispielsweise bei Seeadlern. Die streng geschützten Greifvögel nehmen beim Verzehr von Tieren, die durch Jagdverletzungen sterben, mit dem Fleisch immer wieder Blei auf.
    Dort steht auch, dass es bei den Tieren zu Blindheit und Blutarmut führt.

    Mir kam der für Deutschland in dem Beitrag von Mecklenburg-Vorpommern genannten Beitrag im Verhältnis zur genannten Menge in Österreich vom Umweltbundesamt jetzt viel zu gering vor bezogen zur Fläche und fand hier noch:
    http://jagd.de/forum?f_cmd=anzeigen&...ntra&f_eingekl[]=18707

    [...] ich frage nach den Verwendungszahlen von Bleischrot, weil die Angaben je nach Quelle zwischen 600 t/a und ca. 3000 t/a schwanken. Unabhängig davon sind 600 t/a fast doppelt so viel wie Industrie, Kraftwerke und Verkehr an Blei durch ihre Schlote pusten (Quelle: TÜV Rheinland).
    Sodala und jetzt bin ich doch etwas erstaunt, dass gerade jene Propagandisten, die sich auf Zahnfüllungsentfernung von Amalgam* wegen Bleigehalt wie die Geier stürzen, was übrigens bei Montrame damals nie als wichtiger Punkt gesehen und sogar entsprechend dementiert wurde (sicherlich wird dort auch viel geschossen ..). Manche wurden und werden seit Jahren damit nicht nur "auf den Zahn gefühlt" sondern so stark verunsichert, dass eine ganze Rohkost-Praxis in Frage gestellt wird.

    Und dann essen jene meist mehrmals im Jahr Wild und empfehlen dies auch anderen.
    Mancher meint gar, wenn einer erbricht, dann müßte er sich nur erst herangewöhnen.
    An die Überlastung/Vergiftung?

    Wunder über Wunder
    Oder vielleicht doch gar kein Wunder dass eine Aversion gegen zumindest sichtbares Blei entsteht?

    Ich weiß nicht, inwieweit Jäger geprüft werden, welche Munition sie verwenden. Offensichtlich ist das Thema nicht so einfach und in den Niederlanden und Dänemark ist es wohl wegen der zahlreichen Seen verboten, leichter durchzusetzen gewesen.

    Jedenfalls halte ich es für äußerst angebracht, darüber zu informieren, da in manchen Rohkost-Kreisen geschossenes Reh- und Wildfleisch häufig und sogar mehrmals in der Woche (um nicht zu sagen häufig sequenzweise täglich) am Speiseplan stehen.

    Herzliche Grüße
    Angelika


    * Hinweis: Die größte Belastung tritt beim Rausbohren auf, deshalb sollte man eigene Bohrsauger-Kombis verwenden lassen, die den entstehenden Staub/Dampf gleich rundherum absaugen

  2. Der folgende Benutzer sagt Danke an Angelika für diesen Beitrag:

    Marius (08.01.15)

  3. #2
    Farawla
    Gast
    Spannend. Danke für diese Infos und deine Recherchen dazu.

    Da werde ich mich wohl mal beim örtlichen Jäger informieren, wie bzw. womit er das Wild erlegt.
    Bisher habe ich nur Hirsch und Reh probiert, wobei mir Hirsch eher zusagt. An Wildschwein möchte ich mich (noch) nicht so richtig heranwagen. Liegt vermutlich an ihrer Optik, ihrer Bewegungsweise und Lebensart , die mich schon in ihrem lebenden Zustand nicht so sehr anspricht. Dann ist es auch der hohe Fettgehalt des Wildschweinfleisches, der mich abschreckt. Fett an Fisch oder Fleisch mochte ich noch nie... jedenfalls nicht allein und in großen Anteilen. Daher schneide ich es meist weg.

    Sollte das Fleisch tatsächlich häufig bleibelastet sein, bin ich froh, dass ich bisher noch nicht so viel Wild gegessen habe. Aus diversen Tagebucheinträgen anderer Rohis entnehme ich ja andauernd, dass sie wöchentlich wenn nicht gar täglich Wild und insbesondere Reh essen...

  4. #3
    Administrator Avatar von Angelika
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    Hi,

    also ich bin bei Dingen, die mit Geld zu tun haben eher misstrauisch.
    Ein Jäger wird wegen ein oder zwei Abnehmern die darüber informiert sind und das überhaupt als wichtig sehen, nicht extra anderes Schußmaterial kaufen. -> Da geht es ja um Geld.
    Beachte die Menge die da dauernd verschossen wird! Es wird ja auch schießen geübt, soweit ich weiß.

    Hier fand ich einen Text zu Thüringen, der der enthaltenen Information nach später als im Jahre 2013 geschrieben wurde. http://globalmagazin.com/themen/natu...schland-jetzt/
    Dieser Text endet mit diesem Absatz:

    In den fünf Bundesländern Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Hessen ist weiterhin Vorsicht beim Wildfleischverzehr geboten. „Von verantwortungsvollen Jägern erwarten wir, auf bleihaltige Jagdmunition zu verzichten. Verbrauchern empfehlen wir zudem, ausschließlich Wildbret zu kaufen, das bleifrei geschossen wurde. Und die Bundesregierung muss umgehend im Bundesjagdgesetz bleihaltige Munition verbieten“, so NABU-Jagdexperte Stefan Adler.AVA
    Ob Jäger so verantwortungsvoll sind?
    Da die Diskussionen ziemlich heftig sind (die Seiten habe ich erst gar nicht alle verlinkt) und manche gar einen Angriff an die Jagdgesellschaft sehen, glaube ich das da eher nicht so wirklich, das hier mit vertrauensvoller Vernunft zu rechnen ist.
    Vor und in der Schwangerschaft und für Kinder würde ich es eher sein lassen.

    Ich habe auch gelesen, dass mamoriertes/fleckiges Fleisch auch auf solche Belastung hindeutet. Aber ich vermute, das ist dann eher in der Nähe des Schusses und das war keine sichere Quelle (nur Forum o.ä.).

    Liebe Grüße
    Angelika

  5. #4
    Samenkorn
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    Moin!
    Da sieht man, dass den Tieren kein von manchen proklamierter Instinkt hilft. Fressen stark mit Blei belastete Kadaver und sterben dran.

  6. #5
    Dattelkern
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    Zitat Zitat von Mo Beitrag anzeigen
    Moin!
    Da sieht man, dass den Tieren kein von manchen proklamierter Instinkt hilft. Fressen stark mit Blei belastete Kadaver und sterben dran.
    Stimmt. Seevögel fressen ja auch Plastikteile die im Meer schwimmen und gehen daran elendig zu Grunde.


    Dattelkern

  7. #6
    Administrator Avatar von Angelika
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    Manche Vögel haben ja ein super-tolles Seevermögen, sehen 7 Mal besser als Menschen (wie wenn ein Mensch durch eine Kamera mit gezoomten Zoom schaut) um ihre Beute auszumachen.
    Aber auch wenn manche einen weniger gut ausgeprägten Geruchsinn haben, trifft das für den Kalifornischen Kondor, der zu den Neuweltgeiern gehört, nicht zu.
    Er hat einen sehr guten Geruchsinn und ist - trotzdem (?) - außergewöhnlich stark von Bleivergiftungen betroffen.

    Bleibedrohung Kalifornischer Kondor: http://www.krone.at/Wissen/Bleivergi...n-Story-325784

    Rund ein Drittel der Geiervögel leide unter chronischen Vergiftungserscheinungen, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences". Würde man die Kondore nicht ständig nachzüchten und kranke Tiere entgiften, könnten sie innerhalb weniger Jahrzehnte endgültig aussterben, warnen die Forscher.
    Weiter unten steht noch:

    Obwohl die Jagd mit bleihaltiger Schrotmunition im Lebensraum der Kondore schon seit 2008 verboten ist, halten sich die Jäger, gestützt von der mächtigen US- Waffenlobby, nicht daran. Jüngst wurde sogar eine Klage gegen das Verbot eingebracht. Die Kondore ernähren sich zum Großteil von den zurückgelassenen Überresten der geschossenen Tiere, wie etwa Innereien. Dabei nehmen sie das gefährliche Blei in sich auf.
    Aufgrund des Stoffwechsels der geschossenen Tiere, wo das mit dem Auge nicht mehr erkennbare Blei im Blut verteilt wird und eben zu Atemnot und Tod führt, drängt sich mir hier nun der Gedanke auf, dass dies wohl ein Hauptgrund ist, warum die Leber als Zentralorgan gleich als erstes üblicherweise entfernt wird. Wohl nicht nur wegen potentieller Parasiten in Innereien wie bei Fisch.

    Über Neuweltgeier zu denen der Kalifornische Kondor gehört: http://de.wikipedia.org/wiki/Neuweltgeier

    Die Neuweltgeier unterscheiden sich von den Altweltgeiern durch das Fehlen einer Nasenscheidewand und den gut entwickelten Geruchssinn. Die Nasenöffnung befindet sich in der Schnabelspitze.
    Also genau dort, wo sie Futter aufnehmen.
    Da muss man wohl auch einmal zu dem Schluß kommen, dass anorganische Metalle/Mineralstoffe im Gegensatz zu würzig riechenden organischen Metallen/Mineralstoffen wie sie u.a. reife Lebensmittel kennzeichnen, nicht riechen. Oder gar falsch interpretieren (?).
    Die Sinne oder gar ein proklamierter Instinkt, der ja gerade bei Tieren angeblich so reibungslos funktionieren würde laut mancher Propagandisten, kann zu solchen Belastungen offensichtlich nicht (rechtzeitig) warnen.

    Da muss man ja glatt froh sein, wenn der Magen ggf - falls man nicht schon viel zu sehr gewohnt ist daran - das wieder oben retourschickt.

  8. #7
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Zitat Zitat von Angelika
    Dennoch bleibt die Aufnahme von Blei durch die Nahrung kritisch: Der deutsche Durchschnittsbürger nimmt das Metall insbesondere über Grundnahrungsmittel wie Getreide, Gemüse und Getränke auf – und zwar so viel, dass die gesundheitlichen Grenzwerte der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, Efsa, ausgeschöpft werden.
    Dies schockierte mich fast, da ich es nicht im Geringsten wusste.

    Wie kommt die Bleibelastung in Getreide, Gemüse und Getränke zustande? Durch Spritzmittel? Bei Getränken nehme ich an, dass hier in Aludosen verpackte Getränke gemeint sind?

  9. #8
    Dattelkern
    Gast
    Zitat Zitat von Mela Beitrag anzeigen
    Wie kommt die Bleibelastung in Getreide, Gemüse und Getränke zustande?
    Auch Böden können mit Blei belastet sein. Der mittlere Bleigehalt der kontinentalen Erdkruste liegt bei 15 mg/kg. Böden enthalten von Natur aus zwischen 2 und 60 mg/kg Blei, wenn sie aus bleierzhaltigen Gesteinen entstanden, kann der Gehalt deutlich höher sein.[32] Der Großteil der Bleibelastung von Böden ist anthropogen, die Quellen dafür sind vielfältig. Der Großteil des Eintrags erfolgt über Bleistäube aus der Luft, welche mit dem Regen oder durch trockene Deposition in die Böden gelangen. Für Deutschland und das Jahr 2000 wurde der atmosphärische Eintrag in Böden auf 571 t Blei/Jahr geschätzt. Eine weitere Quelle ist belasteter Dünger, sowohl Mineraldünger (136 t Pb/a), insbesondere Ammonsalpeter, als auch Wirtschaftsdünger (182 t Pb/a). Klärschlämme (90 t Pb/a) und Kompost (77 t Pb/a) tragen ebenfalls zur Bleibelastung der Böden bei.[33] Ein erheblicher Eintrag erfolgt auch durch Bleischrot-Munition.[34][35] Bei Altlasten, wie z. B. an ehemaligen Standorten von bleiproduzierenden Industriebetrieben oder in der Umgebung von alten bleiummantelten Kabeln, kann der Boden ebenfalls eine hohe Bleibelastung aufweisen. Eine besonders große Bleiverseuchung gibt es in dem Ort Santo Amaro da Purificação in Brasilien.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Blei#Boden

  10. Der folgende Benutzer sagt Danke an Dattelkern für diesen Beitrag:

    Mela (07.01.15)

  11. #9
    Samenkorn Avatar von Gisela
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    Ej is ja voll krass. Ich dachte früher auch immer das sind alles gleiche Projektile nur unterschiedlich groß. Dabei sind bei der Jagd vorne kleine Kügelchen versteckt die sich nach dem Auftreffen im Körper verteilen.
    Immerhin geht es schon waida: http://m.kurier.at/chronik/niederoes...ark/87.848.025

  12. #10
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Vielen Dank für die Informationen und den Link, Dattelkern.
    Was ich nicht herauslesen konnte, war, ob Blei im Boden, Wasser, in Nahrung, etc.
    auch auf natürlichem Wege wieder abgebaut werden kann oder ob dafür menschliches zutun erforderlich ist?

  13. #11
    Samenkorn Avatar von Gisela
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    Such mal nach den Karten für die Schwermetallbelastung/Bleibelastung in Österreich und Deutschland im Mutterboden (20 cm tiefe)
    In Deutschland ist die Belastung zum Teil groß. Aber auch in Österreich trägt deshalb niemand den Boden ab.
    Oben steht ja, daß das Blei von den Jägern schon dem der Autos übertrifft.
    Dann noch Flugzeuge.
    Blei ist ein Element und keine Verbindung. Zu was soll es in der Natur abbauen?
    Salat außen von Erde etc waschen kannst du. Eigene Hügelbeete und Hochbeete machen. Kein Kompost von Laub bei stark befahrenen Straßen. Falls du einen Garten hast. Ich hab keinen ...

    Mei ich find die Vergleichswerte nicht. Irgendwas mit 0,8 bei Normalos, 1,28 bei Jägerfamilien und 1,5 im Blut ist kritisch las ich wo. Ohne Gewehr!

    Wenn du nicht dauernd Bleienten und mit Blei geschossene Tiere isst oder an billig in China lackiertem Spielzeug lutschst hast du wohl keine Gefahr.

  14. Der folgende Benutzer sagt Danke an Gisela für diesen Beitrag:

    Mela (07.01.15)

  15. #12
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Zitat Zitat von Gisela
    Such mal nach den Karten für die Schwermetallbelastung/Bleibelastung in Österreich und Deutschland im Mutterboden (20 cm tiefe)
    In Deutschland ist die Belastung zum Teil groß. Aber auch in Österreich trägt deshalb niemand den Boden ab.
    Oben steht ja, daß das Blei von den Jägern schon dem der Autos übertrifft.
    Dann noch Flugzeuge.
    Blei ist ein Element und keine Verbindung. Zu was soll es in der Natur abbauen?
    Salat außen von Erde etc waschen kannst du. Eigene Hügelbeete und Hochbeete machen. Kein Kompost von Laub bei stark befahrenen Straßen. Falls du einen Garten hast. Ich hab keinen ...

    Mei ich find die Vergleichswerte nicht. Irgendwas mit 0,8 bei Normalos, 1,28 bei Jägerfamilien und 1,5 im Blut ist kritisch las ich wo. Ohne Gewehr!

    Wenn du nicht dauernd Bleienten und mit Blei geschossene Tiere isst oder an billig in China lackiertem Spielzeug lutschst hast du wohl keine Gefahr.
    Hab auch keinen Garten.
    Gemüse, Salat, Obst, etc. wasche ich eh immer. Wild hab ich erst 1x im Leben gegessen (es war Reh und kam wieder retour...).
    Zu was es sich abbaut, weiß ich nicht. Ich meinte, ob es die Natur so wie z.B. radioaktive Elemente (Uran, etc.) selbstständig wieder abbauen kann.

  16. #13
    Administrator Avatar von Angelika
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    Liebe Mela,

    du bist echt süß.
    Ich glaube, manchmal ist es wirklich gut, besser genauer nachzufragen.
    Ein Versuch einer Kurzfassung:

    Zum überblickenden Verständnis

    An Belastungen für unseren Körper gibt es verschiedenes, und ich glaube es ist in diesem Aspekt wichtig zu trennen, dass es
    * eiweiß/hormonähnliche Stoffe gibt,
    * Schwermetalle gibt,
    die ihrerseits entsprechend ähnliche
    * körpereigene/essentielle Eiweiße/Hormone und
    * Mineralstoffe
    verdrängen.

    Alles was so eiweiß/hormonähnliche Stoffe sind und damit Teil der Natur oder zumindest von irgendwelchen Mikroorganismen zersetzt werden kann bzw wird, wird abgebaut (Thema hormonähnliche Substanzen durch Weichmacher im Kunststoff usw).

    Was die Mineralstoffe (=Metalle) betrifft,
    sieht es so aus:

    Es war einmal der Wasserstoff. Ein Elektron (-) außen und ein Proton (+) innen. Manche sagen, das ist Gott. = Andere sehen darin den Ursprung von Ying und Yang. = Liebe mit polarer Anziehung.

    So sind sie entstsanden:
    Vor Urzeiten gab es nur Wasserstoff, sagt (weiß) man.
    Dann gab es mit hohem Druck eine Explosion und es taten sich andere Elemente zusammen: Zwei Elektronen mit Zwei Protonen (mit Neutronen im Kern), drei Elektronen mit drei Protonen usw.
    D.h. aus Wasserstoff, der mit anderen Wasserstoff fusionierte (Stichwort Kernfusion) entstanden neue Elemente.
    Die ersteren Elemente daraus sind die Grundlage des Lebens.
    Siehe auch Periodensystem die ersten oberen Zeilen: http://www.ptable.com/?lang=de
    (Zusatzhinweis: Metalle und entsprechend Mineralstoffe sind die, die gerne äußere Elektronen abgeben - aber das wäre jetzt zuviel der Vertiefung; Wasserstoff, Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff sind entsprechend nicht Metalle und das Gerüst des Lebens dazu)

    Und manche Elemente zerfallen:
    Die, die noch größer fusionierten waren/sind für das Leben an sich ungeeignet, weil sie instabil sind.
    D.h. sie zerfallen. Sowas wie Uran.
    Das erwähne ich, weil du Uran erwähnt hast - ja es zerfällt, weil es zu viele Elektronen und Protonen hat, zu groß geworden ist. Im Vergleich vielleicht wie ein zu groß gewordener Konzern, der sich nicht mehr zusammenhalten läßt. Als extremer Größenvergleich: Kirsche versus Pfirsich. Aber schon die Kirschen bersten wenn es zuviel regnet und der Druck innen zu groß wird. -> Instabil im Vergleich zum Sanddorn.
    Nicht nur Uran ist so ein riesiges Trum, das nebenbei zur Kernspaltung genutzt wird.
    Warum? Weil es sich aufgrund seiner Größe technisch schon spalten läßt -> Kernreaktion (Inzwischen weiß man ja, dass es umweltverträglicher/besser ist, Energie durch Fusion/Zusammenschluß statt Spaltung zu erzeugen)

    Also diese großen Elemente zerfallen zu: BLEI
    Hier siehst du eine Liste mit Radioaktivem Zerfall zu Blei und deren (langer) Dauer: http://www.0095.info/de/index_thesen...allzublei.html
    Blei schirmt ja auch Radioaktivität ab wie du vielleicht weißt.

    Bei der radiometrischen Altersbestimmung von Gesteinen wird häufig der Gehalt von Uran-238 und Blei-206 gemessen. Die Halbwertszeit, innerhalb derer Uran-238 zu Blei-206 zerfällt, beträgt 4,46 Milliarden Jahre. Nach 4,5 Milliarden Jahren (dem angeblichen Alter der Erde) müsste also mindestens gleich viel Blei wie Uran auf der Erdoberfläche vorhanden sein. In Wirklichkeit findet man jedoch mehr Blei als Uran. Man kann davon ausgehen, dass bei der Entstehung der Gesteine eine unbestimmte Menge an Blei-206 direkt entstanden ist. Hinzu kommt, dass neben Uran-238 auch 52 weitere Elemente ebenfalls zu Blei-206 zerfallen. Die Halbwertszeit dieser Elemente variiert zwischen einigen Mikrosekunden und 245'500 Jahren. Somit lässt sich nicht abschätzen, wie viel von dem heute vorhandenen Blei-206 tatsächlich von Uran-238 abstammt.



    Bei der radiometrischen Altersbestimmung von Gesteinen wird von verschiedenen Methoden Gebrauch gemacht. Das Prinzip ist immer dasselbe: Ein instabiles (radioaktives) Ausgangsmaterial zerfällt im Laufe einer bestimmten Zeit zu einem stabilen anderen Element. Die nachfolgende Liste zeigt einige Messmethoden und wie viele andere (in der Regel nicht berücksichtigte) instabile Elemente ebenfalls zu demselben stabilen Element zerfallen:

    Kalium - Argon --> 3 weitere Elemente zerfallen ebenfalls zu Argon

    Rubidium - Strontium --> 4 " " Strontium

    Samarium - Neodym --> 13 " " Neodym

    Lutetium - Hafnium --> 10 " " Hafnium

    Rhenium - Osmium --> 9 " " Osmium

    Thorium-232 - Blei-208 --> 26 " " Blei-208

    Uran-235 - Blei-207 --> 45 " " Blei-207

    Uran-238 - Blei-206 --> 52 " " Blei-206


    Bei der Anwendung der Uran-238-Blei-206-Methode wird im Allgemeinen nur der Zerfall von Uran-238 berücksichtigt (1). Alle übrigen Elemente, die ebenfalls zu Blei-206 zerfallen, werden schlicht ignoriert.



    Die Zerfallsreihe von Uran-238 bis Blei-206:

    Uran-238 zerfällt mit einer Halbwertszeit von 4,46 Milliarden Jahren zu

    Thorium-234 " " 24,1 Tagen zu

    Protactinium-234 " " 46,69 Stunden zu

    Uran- 234 " " 245'500 Jahren zu

    Thorium-230 " " 75'400 Jahren zu

    Radium-226 " " 1'599 Jahren zu

    Radon-222 " " 3,82 Tagen zu

    Polonium-218 " " 3,04 Minuten zu

    Blei-214 " " 27 Minuten zu

    Bismut-214 " " 19,9 Minuten zu

    Polonium-210 " " 0,16 Millisekunden zu Blei-206. Blei-206 ist stabil.
    Blei entstand also früher schon beim Knall, entsteht aber auch weiter durch Zerfall weil es dann eben so bleibt.
    Witzig - schau dir mal das Wort "bleibt" an: BLEIbt
    Alles was "kleiner" ist, bleibt auch so/ist stabil.

    Aber weil es so schön groß und damit bearbeitbar ist, war es schon früher sehr beliebt zu verwenden (Bitte auch nur Keramik essen/trinken, die für Ernährung produziert wurden! Sonst ist auch in der ggf. weißen Glasur Blei drin).

    Die Rolle von Säure bzw sauerem Milieu:
    Blei wurde früher schon viel verwendet weil so leicht/weich verarbeitbar (nicht nur Maler), auch als Trinkwasserleitungen. Heute ist man auch hier bemüht, diese Installationen zu entfernen.
    Die größte Problematik ist allerdings wenn es mit Säure zusammenkommt. Also stehengebliebenes Wasser oder saureres Wasser an sich usw.
    Dann löst sich das Blei aus der Metall-Legierung und wird weiter getragen. Oder ganz blöd wäre, mit einem Bleilöffel Kaffee umzurühren. Oder auch blöd ist die sich entwickelnde Milchsäure im Kadaver/Aas um die Bleipartikel (das Thema automatische Fermentation mit Mikroorganismen unter Produktion von Milchsäure hatten wir schon). Die Säure verteilt auch zusätzlich schön dann.

    Nicht umsonst sagt man ja auch, dass die Zitronensäure oder eben Säuren Aluminium in das Gehirn bringt. Zuviel Säuren sind also nie gut, so oder so nicht.

    Im Körper ist es so, dass ein Mineralstoff manchmal und ab und zu - eben auch diskutiert bei Nahrungsergänzungsmittel - den anderen ersetzt, wenn es ähnlich in seiner äußeren Schicht (Wie an der Schale einer Melone) biochemisch reagiert.
    Also Calcium versus Magnesium.
    Nimmst du von dem einen viel ein, blockierst du damit die Aufnahme des anderen.
    Auch Zink und Eisen sollst du nicht in einer Mahlzeit als Ergänzungsmittel gemeinsam einnehmen.
    Irgendwas wird schon ankommen. Aber gezielt ist es halt dann nicht. Weil die "Busplätze" sind ja nur beschränkt vorhanden im Infrastruktursystem Darm.

    Mineralstoffe sind aber nun einmal auch gleichzeitig Metalle. Ist so.

    Tja und die Schwermetalle sind eben auch in der Natur. Sie machen uns nur etwas aus, wenn wir sie zuviel konsumieren.
    Oder wenn ein Jäger wie üblich mit einem Projektil das vorne innen lauter Bleikügelchen hat, die dann erst innen zerbersten und sich auch selbst in unsichtbare kleinste Teile trennen. So in den Blutkreislauf gelangen.
    Dass ist ja auch das Ziel, denn der Jäger möchte auch, dass das Tier so kurz wie möglich leidet und schnell Tod ist. Das Tier stirbt ja schneller, weil sich die Vergiftung via Blut abspielt - so schnell wie möglich (andere Metalle sind ja weniger schnell giftig, daher auch die Diskussionen). Also nicht nur wegen nachher suchen weil es so weit laufen würde. Sonst müßte der Jäger wohl schon immer direkt das Herz treffen (sehr unwahrscheinlich).
    Bis das Tier auseinander genommen wird, dauert es ohnehin etwas (Starre), die Entfernung von Leber (wie oben beschrieben) und den Schußbereich entfernt also nicht die Gesamtkontamination.
    Die Diskussionen um alternative Geschosse scheinen derzeit eher akademischer Natur bis endlich überall alternative Geschoße verwendet werden.

    Schwermetalle blockieren Stoffwechselvorgänge, die für leichtere Metalle - Mineralstoffe - vorgesehen sind.
    Und so "schwer" wie sie sind, werden sie eben eher angereichert, was man auch in den Nahrungskettenverläufen anhand der Akkumulation erkennen kann (Raubtierfische haben eine höhere Belastung weil sie Fische fressen, die ihrerseits Schwermetalle angereichert haben. Somit kommt auf die Raubtierfische auf Lebenszeit eine höhere Summenwirkung zu).

    Schwermetalle kann man auch in Zähnen usw nachweisen.

    Kurz und gut: Schwermetall dieser Art baut nicht weiter ab.

    Es gibt einige Ansätze, Schwermetall auszuleiten. Schulmedizinisch werden Radikalverfahren die in der Alternativmedizin propagiert werden meist nur bei akuten Vergiftungen angeraten, weil diese Radikalverfahren im Aufsammeln von Schwermetallen natürlich auch Mineralstoffe einfangen und entfernen. Deshalb will die Schulmedizin das nur kurzzeitig und meint, dass es schon Todesfälle mit gewissen "alternativen" Praktiken gab.
    Gut ist auch, regelmässig mit der Nahrung Eiweiße/essentielle oder semiessentielle Aminosäuren mit Schwefel zu konsumieren (die meisten auch Kochköstler nehmen zuwenig Methionin und Cystein ein, manche Rohis essen gar viele Avocados, die einen Stoff enthalten, der Cystein auch noch im Körper in der Aufnahme hemmen)

    Fazit: Versuchen, den Schwermetalleintrag im Leben so gering wie möglich, um Schäden im/am Gehirn, Knochen etc so gering wie möglich zu halten. Und denk an das regelmässige Putzkomitee (Schwefel; Beliebt: Kreuzblütenartige, Doldenblütenartige, Spargelartige, Durian von den Malvenartigen, ggf Eidotter etc)

    Nebenschauplatz gewisser Rohkost-TheoretikerInnen, die gerne andere psychisch und physisch runtermachen um Aussagen von unliebsamen Schreibern zu denunzieren:
    Und ich finde halt - wenn man den Überblick über die Elemente, die Belastungen und das alles so betrachtet, dann erscheint auch ein Diskussions/Dominanzgebaren gegenüber potentiellen oder wahrhaftigen Harz4 oder Sozialhilfeempfänger betreffend Quecksilber durch Amalgam in Zahnfüllungen ebenso akademisch.
    Abgesehen davon dass ein Kassenarzt meist keinen Kofferdamm beim Rausbohren macht oder einen Bohrer mit Sauger verwendet (bestenfalls setzt er zu seinem eigenen Schutz eine Maske auf).

    Insbesondere bei DEM Bleieintrag durch Lebensmittel (dem größten Eintrag) den GERADE diese Argumentatoren durch Wildbret im Vergleich bei sich selbst erzeugen (oftmals im Jahr sequenzweise täglich).
    Aber wenn man manche Personen so beobachtet erscheint es eher so, als würden sie sich als besser, gescheiter, ernstzunehmender und was weiß ich noch alles stellen wollen gegenüber potentiell von anderen ebenso ernst wahrgenommenen, aber kritisch und offenkundig realistischeren für sie unliebsamen Protagonisten. Das eigene himmelblau-rosarote Bild trüben.

    Protagonisten, weil manche sich schon so unwirklich darstellen, als wären es Satireseiten, die man da manchmal liest.
    Ich hoffe, die Schwermetalle haben sich noch nicht zu sehr auf das Gehirn und die Knochen bei jenen ausgewirkt.
    Jene sagen ja auch, man könne bei inadequater Ernährung nicht gescheit fühlen und denken. Aber du weißt ja, sogar Mutterkorn im Getreide kann das bewirken
    Das hier ist echt spannend zu lesen: http://www.nordbayern.de/nuernberger...nnig-1.1463570

    Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
    Geändert von Angelika (07.01.15 um 20:38 Uhr) Grund: Hervorhebungen durch Unterstreichen hinzugefügt

  17. Der folgende Benutzer sagt Danke an Angelika für diesen Beitrag:

    Mela (07.01.15)

  18. #14
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Oh, ich war mal wieder voll daneben... *schäm*

    Danke für die vielen Informationen, liebe Angelika. Mir ist nun klar, dass Blei BLEIbt. Und sich nicht weiter abbaut.

    Ein paar andere Dinge sind mir in dieser Fülle an Informationen noch unverständlich (obwohl ich es jetzt schon 6x gelesem habe... ) geblieben. Ich hoffe, ich bekomme es noch raus! Kann ja nicht sein, dass ich so oft auf der Leitung stehe!!!

  19. #15
    Administrator Avatar von Angelika
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    Hi Mela,

    es ist schon absolut ok und gut, dass du nachfragst. Nur weil ich zum Beispiel Chemie und Biologie als Steckenpferd habe und mit Begeisterung die Quantenphysikprüfung auf der FH gemacht hatte, kann ich das Wissen nicht von anderen voraussetzen.

    Der Nachteil vieler heute ausgeübten Berufe ist eben, dass sich die meisten auf ein Spezialgebiet fokusieren und egal wen du fragst, es ist meist ein Teilbereich.
    Außerdem weiß man eher, dass man nichts weiß, je größer der Überblick ist.
    Von irgendwelchen "sicheren" Aussagen geht man da ganz weit weg und versucht immer mehr den Hintergrund verständlich zu machen statt schwarz/weiß Malerei zu betreiben.

    Aber mein Physik-Professor sagte uns ganz eindeutig, in den Händen einen riesigen Wälzer Physik haltend: DAS IST DIE BIBEL
    Es mag mal dauern, dass ich oder andere antworten kann/können, aber das - ist ja mein Steckenpferd hier warum es dieses Forum gibt.



    Tesla ist schon cool. Leben ist das Funktionieren des Flusses der Elektronen - eben auch im Körper (im Körper, im Leben ist Gleichstrom).
    Guck mal, die Szene finde ich lieb, dabei sagt er auch selbst, dass das - nerdy - ist. Aber andererseits ...


  20. Der folgende Benutzer sagt Danke an Angelika für diesen Beitrag:

    Mela (07.01.15)

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