Grüß euch!

Eigentlich komme ich nie zum Zeitungslesen, aber heute fiel mir ein Artikel auf, den ich hier nun im Web auch heraussuchte: http://www.focus.de/wissen/diverses/...d_4030359.html

Nach Angaben der UN-Ernährungsorganisation FAO werden die Tiere in Westafrika getrocknet oder auch in scharfen Suppen gegessen.
An Ebola verstarb vor wenigen Jahren auch ein Großteil einer Affengruppe, die abgelegen in Afrika lebte und die nie mit Kochkost bzw Menschen in Kontakt kamen. Ich vermute mal, dieser Bericht hier handelt auch davon: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=2390

Seit den ersten Funden toter Affen in Afrika im Jahr 2003 war die Frage heftig umstritten, ob es sich um ein Massensterben der Tiere handelt und ob das Ebola-Virus die Ursache ist. Diese Zweifel hat nun eine aktuelle Studie eines internationalen Forscherteams ausgeräumt. Die Wissenschaftler unter Leitung von Magdalena Bermejo von der Universität Barcelona konzentrierten ihre Untersuchungen auf das Lossi-Primatenschutzgebiet im Nordwesten der Republik Kongo (Brazzaville). Anhand genetischer Tests konnten sie das Ebola-Virus eindeutig als Todesursache nachweisen. Ihren Untersuchungen zufolge starben etwa 5000 Gorillas in dem knapp 2700 Quadratkilometer großen Gebiet. Das Virus hat dort 95 Prozent der gesamten Population ausgelöscht, berichten die Forscher im Fachjournal »Science« (Band 314, Seite 1522). Der weltweite Bestand ist vermutlich um etwa ein Viertel zurückgegangen. Auch Schimpansen starben an Ebola, wenn auch in etwas geringerem Ausmaß. Der Studie zufolge lag die Sterberate bei etwa 77 Prozent.

Die Forscher befürchten, dass die durch Ebola stark dezimierten Primaten-Populationen anderen Gefahren wie Wilderei nun noch stärker ausgesetzt sind. Beunruhigend sei auch, dass sich der Erreger rasch in Richtung der letzten verbliebenen Schutzgebiete der Region ausbreitet.

Aber nicht nur die Affen sind in Gefahr, sondern auch die Menschen. Denn in Zentralafrika stehen die Tiere auf dem Speiseplan der Bevölkerung. Außerdem ist den mit der Rodung der Urwälder beauftragten Holzfällern erlaubt, Affen zu erlegen. Durch den Verzehr infizierter Tiere könnte das Virus auf den Menschen überspringen, wie zuletzt im Mai 2005 im Kongo.

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Pathogenen. Es löst bei Menschen und Affen grippeähnliche Symptome und schwere innere Blutungen aus, das sogenannte hämorrhagische Fieber, das innerhalb weniger Tage zum Tod führen kann. Die Mortalitätsrate liegt je nach Virusstamm bei 50 bis 90 Prozent. Dies zeigt, dass der Erreger noch nicht an Primaten angepasst ist, da ein Virus kein Interesse daran hat, seinen Wirt zu zerstören. Das natürliche Reservoir der Erreger sind dem aktuellen Erkenntnisstand zufolge verschiedene Flughundearten, die selbst nicht erkranken, das Virus aber an Primaten weitergeben können.
Auch hier wurden die Flughundearten als Überträger genannt.

Ich führe dies hier an, da oben eindeutig geschrieben wurde, dass das Fleisch zum Teil einfach nur getrocknet wird, also wohl in die Richtung Rohkost geht.
Von den Theorien, dass Rohköstler immun gegen jegliche Viren seien, halte ich nichts. Auch andere langjährige Rohköstler distanzieren sich von diesen Gedanken und hatten mich vor Jahren eben schon auf diesen Fall mit den Affen aufmerksam gemacht. Die aktuelle Seuche ist in meinen Augen - wenn auch zum Glück nicht bei uns - ernstzunehmen und auch als Rohköstler zu überdenken.

Liebe Grüße
Angelika