Posts by Susanne

    Liebe Angelika,


    danke für deinen offenen Bericht. Wenn man mitten im Berufsleben steht, ist es nicht ganz einfach, sich der Impfung zu entziehen. Deshalb kann ich deine Entscheidung verstehen. Ich selbst komme aktuell noch um die Impfung herum. Und wenn es wirklich irgendwann hart auf hart kommen sollte, hoffe ich, dass bis dahin "normale" Impfstoffe zur Verfügung stehen.

    Blutwerte habe ich nie messen lassen. Ich habe ein bisschen Angst vor den Medizin und hauptsächlich vor den Ergebnissen, die mich traurig machen können, wenn etwas nicht stimmt. So nach dem Motto, was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.


    Eine bekannte Ärztin (ganz privat) meinte zu mir, solange man keine Beschwerden hat, braucht man nicht zum Arzt. Der Arzt findet immer, was nicht in Ordnung ist, und dann schiebt man Panik, und dann ist man wirklich krank.

    Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß, das sehe ich so wie du.


    Ich würde auch mit Beschwerden nur in aller größter Not zum Arzt gehen, da die meisten Schulmediziner nur die Symptome, nicht aber die eigentliche Ursache einer Beschwerde behandeln.

    Aber mit Nüssen funktioniert es ja auch, z.B. bei sogenannter Mandelmilch und anderen Nüssen eben. Aber die begünstsigen das Wohlschmecken in dieser Kombination bestimmt mit gewissen Inhaltsstoffen, die Obst vielleicht nicht hat.

    Nüsse sind konzentrierte, fettreiche Lebensmittel mit einem geringen Wassergehalt. Nussmilch ist daher durchaus schmackhaft. Aber Früchte enthalten an sich schon viel Wasser und wenn man sie weiter mit Wasser verdünnt, bleibt von ihrem Geschmack nicht mehr allzu viel übrig. :)

    Das schränkt ja allein die Art der Ernährung, die Markus und Frau / Freundin betrieben, noch mal enorm ein, vermute ich, gar nicht davon zu reden, um wieviel mehr sie eine "normale" Ernährung einschränkt. Ich hätte momentan nicht annähernd eine Vorstellung, was das tatsächlich für die Ernährung bedeutet, würde eigentlich denken, dass - vor allem natürlich, wenn man mit "normaler" Ernährung aufgewachsen ist - es eigentlich kaum noch etwas geben müsste / könnte, dass mir schmecken würde (so wie es bei normaler Ernährung bei mir bislang war oder bei vermutlich und hoffentlich bei einer wie der von Markus wäre / sein müsste oder könnte).


    Also Verbesserungen hinsichtlich des Geschmacks. Oder auch Verbesserungen hinsichtlich des Fühlens, körperlichen Zustands, der allgemeinen Befindlichkeit?

    Die Vorstellung, sich nur noch von unverarbeiteten Lebensmitteln zu ernähren, ist sicherlich gewöhnungsbedürftig. Aber es geht und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diese Form der Ernährung ein großes Heilungspotential auf körperlicher Ebene besitzt. Aber Gesundheit ist nicht nur von der Ernährung abhängig, das sollte immer bedacht werden. Manchmal - und da sind Markus und Frau inspirierende Beispiele - muss man gar nicht so weit gehen, um eine Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens zu erreichen.

    Spricht etwas dageben, Obst (jeweils Äpfel, Birnen, Bananen, Pfirsiche etc. oder auch gemischt) zu mixen und mit Wasser daraus ein Getränk zu machen?


    Und könnte man die gesamte Frucht, z.B. Apfel, Birne mit Kernen, allen Innereien mixen?

    Das ist dann eine Art wässriger Smoothie. :) Ob der schmeckt? :/ Ich ziehe auf jeden Fall einen "richtigen" Saft oder aber einen "richtigen" Smoothie vor, aber es spricht sicherlich nichts gegen einen solchen Mix.


    Apfel- und Birnenkerne enthalten Amygdalin, das im Körper in Blausäure umgewandelt wird. Beim Essen einer Frucht mit Butzen ist die Wahrscheinlichkeit, einen Kern zu zerbeißen und dadurch Amygdalin aufzunehmen, recht gering. Unzerkaut werden die Kerne unverdaut ausgeschieden. Anders sieht es aus, wenn man einen Apfel zerschreddert. Wahrscheinlich sind aber auch dann die Mengen an Amygdalin, die aufgenommen werden, gesundheitlich unbedenklich. Um sich zu vergiften müsste man meines Wissens das Amygdalin aus über 200 Kernen aufnehmen.


    Manche Fitness-Blogger empfehlen den Verzehr von Avocadokernen. Da wäre ich aber eher vorsichtig: Avocadokerne enthalten die giftige Fettsäureverbindung Persin. Bisher sind weder die gesundheitsfördernde Wirkung noch die potentiell schädlichen Wirkungen erforscht. Meine Intuition rät allerdings davon ab, hier zuzubeißen!

    Heißt, alle Lebensmittel einzeln (also nicht mit Zutaten) und ohne mechanische und andere Einwirkungen, etwa zu mixen, zerkleinern, trocknen (auch schon das verringert den Nutzen für den Menschen?), erhitzen ja sowieso zu verzehren?

    Genau das heißt es!


    Wie lange kann es dauern bis zur vollständigen Entwöhnung des Geschmacks bzw. seiner Regeneration nach dem Weglassen von Industrieprodukten?

    Je älter man ist und je weiter weg die bisherige Ernährung von einer natürlichen Ernährung war, desto länger dauert es. Bei Rauchern mit Sicherheit noch länger. Nach meinen Erfahrungen merkt man erste Verbesserungen aber schon nach wenigen Wochen, wenn nicht gar Tagen.

    Eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dass sie tatsächlich so gut schmecken, wie man es darstellt bzw. tatsächlich eine gesunde (gleich oder ähnlich oder sogar besser schmeckende) Version sind von den Industrieprodukten, etwa Käse aus Cashewnüssen und weiteren Zutaten oder Schoko-Brotaufstrich aus Haselnüssen, Kakao und weiteren Zutaten.


    Könntest Du da mal ein Beispiel oder mehr nennen?

    Ich halte seine Kreationen für gesünder als Industrieprodukte, die ja meist mit irgendwelchen Zusatzstoffen "gewürzt" sind. Noch gesünder ist es meiner Meinung jedoch, Lebensmittel pur und unverarbeitet zu essen. Allerdings muss man berücksichtigen, dass der Genuss bei dieser Form der Ernährung zu Beginn ein bisschen auf der Strecke bleiben kann: Der Geschmackssinn ist eventuell durch den jahrelangen Konsum von Industrieprodukten in Mitleidenschaft gezogen worden. Das ändert sich aber im Laufe der Zeit und der Genuss ist größer als zuvor, ja Genuss und Gesundheit gehen schließlich Hand in Hand: Genuss und Gesundheit.

    Markus Rothkranz ist ein Anhänger der sogenannten Küchenrohkost. Bei dieser werden die Nahrungsmittel zwar nicht erhitzt, aber sehr oft gemischt, gemixt oder entsaftet. Den Verzehr von Fleisch lehnt er ab und empfiehlt wie so viele andere vegan oder vegetarisch orientierte Rohkost-Experten den regelmäßigen Verzehr von Smoothies. Zu seinen Empfehlungen gehören außerdem eine Reihe von Nahrungsergänzungsmitteln wie zum Beispiel Tocotrienole aus Reiskleie.


    Wer sich bisher ganz "normal" ernährt hat, für den sind die Tipps von Markus sicherlich inspirierend. Ich würde, wenn ich nicht selbst schon jahrelang roh unterwegs wäre, sie ausprobieren und schauen, ob sie für mich taugen. Dass alles, was er empfiehlt, im Einzelfall tauglich ist, halte ich allerdings für unwahrscheinlich.


    Liebe Grüße

    Quote from Angelika


    Angeblich schwächen rohe Lebensmittel das Verdauungsfeuer.

    Ja, das soll laut TCM so sein. Ich denke allerdings, dass dies eine Sache der Gewohnheit ist. Wenn man schon jahrelang roh isst, hat man - wahrscheinlich noch nicht einmal ein Chinese - keine Probleme, rohe Lebensmittel zu verdauen. Jedenfalls dann nicht, wenn man sie mono isst bzw. nicht allzu viel mischt. Meine Verdauung funktioniert jedenfalls mit Rohkost tadellos und das zu jeder Tages- und Nachtzeit. :)

    Quote from Angelika

    Wenn man recherchiert, wie stark Chinesen an Hungersnöten litten, was sie alles essen (oder essen mussten) und nicht zuletzt die hygienischen Bedingungen vor einigen Jahrzehnten, kann ich mir schon vorstellen, dass Ratschläge wie Kochen sinnvoll sind.

    Man kann sich außerdem den Gesundheitszustand (körperlich, geistig und seelisch) der Chinesen anschauen. Der sieht meines Wissens nicht unbedingt besser aus, als der eines Europäers. Von daher habe ich große Zweifel, dass Ernährungstipps aus der TCM für uns sinnvoll sind. Aber bevor wir hier weiter über TCM reden, vielleicht hat Engelchen die Empfehlung, abends nichts Rohes zu essen, ja ganz woanders her.

    Quote from Engelchen

    Das soll man ja abends nur Gekochtes, warmes Essen...

    Wer sagt das denn? :/


    Quote from Engelchen

    Aber roh tit doch immer gut, oder!?I

    Ob Rohkost gut tut oder nicht, hängt unter anderem, davon ab, wie man Rohkost definiert und wie man sie praktiziert. So gesehen muss man die Frage mit einem Nein beantworten: Roh tut nicht immer gut!

    Quote from Engelchen

    Habt ihr schon mal mit schlechtembSchlaf wegenbRihkost zu kämpfen gehabt!?!

    Wenn ich mal schlecht schlafe, was eher selten vorkommt, dann liegt dies mit Sicherheit nicht an meiner rohen Ernährung. :)

    Quote from plichel

    Dann kommts aber: irgendwie fühl ich ich mich dann abends nie richtig satt.

    Dann fehlt etwas in deiner Ernährung.


    Quote from plichel

    2. Mahlzeit dann Fleisch (Rind).


    Ist das Rindfleisch eher mager?



    Quote from plichel

    Nur rohes Gemüse und/oder Früchte) befriedigen mich nicht so richtig.

    Kann ich gut verstehen, das würde mich auch nicht richtig befriedigen. :) Ich habe diesen Winter süße sowie saure Früchte weggelassen und hauptsächlich fettes Fleisch, Gemüse (Salate, Karotten, Rote Beete) und Avocados gegessen. Mein Partner konnte mit einem frisch gebackenen Brot oder Nudeln vor mir sitzen, das hat mich überhaupt nicht berührt. 8)

    Hallo Engelchen,


    du fragst:


    Quote from Engelchen

    Wie geht es euch, wenn ihr zwischen rohen und gekochten Lebensmitteln oder Mahlzeiten hin- und herhüpft?


    Das passiert bei mir schon lange nicht mehr, Gekochtes zieht mich nicht mehr an.


    Quote from Engelchen

    Kann ein Haushalt funktionieren, wo einer stirkt roh isst und ein anderer klassisch, habt ihr Erfahrungen oder Meinungen dazu?


    Ich esse 100% roh, mein Partner dagegen nicht. Bei uns funktioniert das. Allerdings isst er nicht klassisch, sondern hat so seine eigene "Diät".


    Liebe Grüße Susanne


    PS: Bei uns schneit es gerade mal wieder.

    Ich respektiere jeden, der alternative Wege beschreitet, so auch Dr. Mutter. Seine Empfehlungen bezüglich der Rohkost, unter anderem die, dass Kranke bis zu 50% der Nahrung an Wildkräutern zu sich nehmen sollen, halte ich jedoch für bedenklich. Wir sind keine Gorillas! Was den Verzehr von Gemüse betrifft: Kennst du das Buch "Böses Gemüse: Wie gesunde Nahrungsmittel uns krank machen. Lektine - die versteckte Gefahr im Essen." Gerade als Rohköstler sollte man bei Gemüse auf Mischen und Würzen verzichten, um nicht Gefahr zu laufen, sich zu überlasten und damit krank zu machen.


    Liebe Olja , du schreibst, dass es mit dem Mixen wirklich kompliziert ist, die richtige Menge zu verzehren. Warum pürierst du nicht nur ein Lebensmittel und verzehrst es mono? Dann gelingt es viel leichter, die richtige Menge zu verzehren.

    Liebe Olja,


    danke für deine Details. So fällt es noch viel leichter, Tipps zu geben. Du schreibst: "Ohne Zähne muss ich alles pürieren, deswegen zu viele Zutaten zusammen." Wenn man die Sachen püriert, besteht immer die Gefahr, dass man zu viel, aber auch die "falschen" Sachen zu sich nimmt. Falsch, weil man sie mono vielleicht gar nicht essen würde. Das trifft besonders auf Wildkräuter zu. So kann ich beispielsweise den vielgelobten und angeblich gesunden Giersch mono nicht essen, püriert und mit anderen Sachen vermischt würde ich ihn allerdings problemlos hinunterbekommen. Allerdings stellt sich dann die Frage, ob er mir auch bekommen würde. Deshalb mein Tipp: Püriere nur noch Sachen in den Mengen, die du sicher auch mono verzehren kannst und mische möglichst wenig. Ich konnte während meiner veganen Rohkostzeit die Erfahrung machen, dass besonders der Verzehr von Wildkräutern in "Smoothies" Entzündungsprozesse im Körper anfeuert. So hatte ich damals regelmäßig Mittelohrentzündungen.


    Was die Empfehlung des Fastens betrifft: Ich halte nichts von längeren Fastenperioden. Aber ein bis drei Tage dürften auch bei Untergewicht machbar sein und dem Körper neue Impulse geben.


    Liebe Grüße und alles Gute für dich.


    PS: Bist du dir sicher, dass du keine Metalle mehr im Mund hast? Ich frage, weil du schreibst, dass du noch Kronen hast. Manchmal oder vielmehr oft enthalten auch angebliche Keramikkronen Spuren von Metallen.

    Liebe Olja,


    auch die Ernährung mit Rohkost kann ungesund sein, das ist jedenfalls meine Erfahrung. Aber auch mit der gesündesten Ernährung können wir viele Erblasten unserer Großeltern und Eltern nicht einfach so ausradieren, Stichwort Epigenetik. Ich arbeite deshalb auch als Rohköstlerin schon seit vielen Jahren mit meist alternativen Therapeuten (Klassischen Homöopathen, Kinesiologen) zusammen, kenne aber leider niemanden aus dem Raum Rhein-Neckar, sondern nur aus Bayern und Rheinland-Pfalz.


    PS: Tatjanas Tipp mit den Fasten halte ich als erste Maßnahme für sehr sinnvoll.


    PPS: Was für eine Art von Rohkost praktizierst du?

    Ich nehme an, dass die Leute Bärlauch und Aronstab miteinander verwechselt haben. Rittersporn sieht im jungen Stadium komplett anders aus. Und wahrscheinlich wurden die Pflanzen zu Pesto oder einem Smoothie verarbeitet, dann spürt man die Giftigkeit nicht gleich.