Wo kauft ihr euren Fisch?

  • Hallo liebe Rohköstler :)


    Ich ernähre mich zwar zu einem sehr großen Teil pflanzlich, aber auch Fisch möchte ich ebenfalls nicht verzichten, sowohl aus geschmacklichen Gründen als auch der Überzeugung von guten Fettsäuren. Dementsprechend habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wo ich guten Fisch herbekomme - für mich in Idealfall natürlich Wilden Fisch. Das gestaltet sich aber als nicht einfach, zumindest wenn man ihn frisch haben möchte (gefroren gibt es ihn schon öfter, aber die Nachteile habt ihr hier ja auch schon diskutiert).
    Dann habe ich gezwungenermaßen nach Zuchtfisch geschaut, ob es diesen nicht vielleicht auch z.B. in Bio Qualität, mit besserem Futter und besseren Bedingungen etc. gibt. Aufmerksam bin ich geworden auf die Clare Island Farm. Hier ein Auszug von denen:


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    [h=3]Der Bio-Lachs mit Auszeichnung. Vom ökologischen Verband Naturland anerkannt– genießen Sie Ihren Lachs mit gutem Gewissen!


    Der Clare Island Öko-Lachs aus dem Atlantik vor der irischen Insel Clare Island. Kein wilder Lachs, sondern Farmlachs, aber derzeit einzigartig in der Welt und als einziger vom Naturlandverband anerkannt.


    Die Süddeutsche:
    "Bei Bio-Lachs, beispielsweise mit dem "Naturland"-Siegel versehen, kann sich der Verbraucher sicher sein, dass die Futtermittel für die Lachszucht aus nachhaltiger Quelle stammen und nicht genverändert sein dürfen".
    [/h][h=3]Ein Lachs ist nur so gut, wie das Leben, das er gehabt hat.
    Der Connemara Bio-Lachs wächst vor der Westküste Irlands (Connemara) in dem noch heute klaren, rauen Atlantik auf. Die Umgebung von Connemara ist völlig frei von jeglicher Industrie und deshalb bleiben die Gewässer rein und klar. (EU Qualitätsgüte A1) Durch den hohen Gezeitenwechsel, der charakteristisch ist für das Gebiet, in dem die Zuchtanlagen liegen, spult das Meerwasser ununterbrochen durch die Käfige und verhindert somit die Ansiedlung von Parasiten und Verschmutzungen. Das ist der Aufzuchtort der irischen Biolachse. Stürme bis Windstärke zwölf, Wellen von fast zehn Metern Höhe und eine sehr starke Strömung zwingen die Lachse zu einer täglichen Schwimmleistung von fast 18 Kilometern. Die Aufzucht der Lachse kommt so einem Leben in freier Wildbahn daher ganz nahe! Das wirkt sich natürlich auf die Beschaffenheit des Fleisches aus. Des Weiteren werden die Aufzuchtgehege immer für eine längere Zeit nicht benutzt, so dass sich eventuelle Futterrückstände natürlich abbauen können und es zu keiner Veränderung des natürlichen Lebensraumes kommen kann. Zuletzt ist natürlich das Futter streng kontrolliert und entspricht allen Ansprüchen einer natürlichen Ernährung. Die Lachse werden täglich mit rein biologischer Nahrung ernährt, zusammengesetzt aus Fischmehl, einem Nebenprodukt aus der irischen Fischerei-Industrie. Künstliche Farbstoffe oder Hormone sind TABU. Unser Lachs wird nach BIO-Zucht Vorschriften, etabliert von dem Naturland Verband (Deutschland), dem Irischen BIO-, Farmer and Grower Verband (IOFGA) gezüchtet.
    [/h]


    Man kan den Fisch in verschiedenen Online Geschäften bestellen. Ich habe das Glück dass es hier in Hamburg eine Fischerei gibt, die ausschlielich Fisch aus Bio Aquakultur oder sauberen wilden Gewässern nutzt. Fischdelikatessen Effenberger.

    Ich habe den Fisch schon mehrmals gekauft und direkt im Anschluss roh verzehrt. Ein Genuss und ist mir bisher immer sehr gut gekommen. Im Ausnahmefall habe ich ihn über Nacht im Kühlschrank gelassen und am nächsten Tag roh verzehrt. Geruchstest ergab keinen "fischigen" Geruch (zumindest keinen deutlichen - natürlich roch der Fisch nicht einfach nach "nichts", aber eben halt nicht extrem oder stechend). Das sprach meiner Ansicht nach schon für eine sehr hohe Frische.


    Ich bereite ihn mir meistens recht simpel zu indem ich ihn mit etwas Sesam bestreue, und etwas Tamari (Sojasoße) dazu nehme, und ein paar Gewürze eventuell. Superlecker. Manchmal gönne ich mir noch etwas vegane Mayo dazu (....)


    Aufgeschrieben habe ich mir aus Angelikas Buch Fische mit sehr gutten Fettsäureverhältnissen: Kaltwasserfische allgemein, Forelle, Makrele, Seehecht, Lachs. Kein Thunfisch.
    Leider ist Seehecht in roh nicht so cool, Lachs geht natürlich immer, Forelle und Makrele muss ich noch probieren.


    Alles liebe
    Hendrik

  • Wenn ich mir schon mal Fisch gönne - der ja inzwischen recht teuer geworden ist - kaufe ich den immer bei mir im Viertel im Fischladen. In dem Laden hat schon meine Omi gekauft, als ich Kind war. Die haben gute Qualität. Darauf sollte man beim Essen generell achten. Lieber nicht so oft, aber dafür qualitativ hochwertig

  • Hab gerade das Buch "Fisch essen macht krank" in den Händen, das ich mir auf der letzten Rohvolutions-Messe mitgenommen hatte.



    Auf seiner Webseite verweist Jordi Campos auf dieses Video hier (ORF Weltjournal: Giftiger Fisch – Die große Gesundheitslüge):

    External Content www.youtube.com
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    Naja, das ist so eine Sache. Viele Argumente gegen den Fischkonsum klingen schon plausibel. Man muss aber auch bedenken dass Jordi Campos nur zu 80% Rohkost isst. Er isst zusätzlich noch gekochte Kartoffeln. Die Frage ist ob eine 100%ige Rohkostpraxis auf lange Sicht ohne Fischkonsum funktioniert? Ich stehe der Frage offen gegenüber, aber so richtig glaube ich nicht daran. Vielleicht ist es trotzdem möglich.


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    Fisch essen kann krank machen! Quecksilber und Schwermetalle, Dioxine, PCB, Plastikchemie uvm.: Fisch ist ein Schadstoffendlager, das giftigste Nahrungsmittel und die große Gesundheits-Lüge.


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    »Die Natur liefert alle Stoffe, die unser Körper braucht, so dass für uns kein Fisch sterben muss.«


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    »Die Weltmeere sind überfischt, etliche Fischarten vom Aussterben bedroht.«


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    In einem Dokumentarfilm sah ich einmal, wie eine Fischmutter, als sie auf einem Fischkutter mit ihren Jungen gefangengenommen wurde und selber bereits mit dem Tode rang, sich noch mit letzter Kraft vor ihre Jungen warf um sie zu schützen. Kann man da noch Fisch essen?


    http://www.gesundwerden-gesund…/artikel/fisch/index.html


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    Trotz der oft angeführten gesundheitlichen Vorzüge kann Fisch, vor allem Seefisch, auch rein aus ärztlicher Sicht nicht uneingeschränkt empfohlen werden. Da die Meere mit Chemikalien und Industriestoffen verschmutzt sind, enthalten Seefische, vor allem solche, die sehr fett sind oder lange leben, Schwermetalle wie Blei und Cadmium sowie Rückstände aus Pflanzenschutzmitteln. Auch hochgiftiges Dioxin und Quecksilber findet sich in Meerestieren (vor allem im Aal, Heilbutt, Hai, Schwert- und Thunfisch). (Natur & Kosmos 8/02) Durch belastete Gewässer zeigen sich bei Fischen und Fröschen zunehmend Abnormitäten. Wussten Sie, dass 70 % der Fische in der Havel, auf Grund der Pestizidbelastung des Gewässers, weiblich sind? Pestizide wirken im tierischen und menschlichen Körper nämlich wie Östrogene. (BIO 4/02)
    http://www.gesundwerden-gesund…/artikel/fisch/index.html


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    Jährlich werden etwa eine Million Tonnen Meerestiere aus den Ozeanen gefischt. Die Bestände sind fast überall in der Welt heillos überfischt, die Fangerträge gehen zurück. Somit spielt die Zucht eine immer größere Rolle. Heute kommt bereits etwa ein Drittel des Weltfischfangs aus so genannten Aquakulturen, der kontrollierten Aufzucht in Becken oder Netzkäfigen. Doch diese Massentierhaltung hat auch ihren Preis. In Lachszuchten etwa drängeln sich mehr als eine halbe Million Fische in den Gehegen eines Zuchtbetriebs. Die Intensivhaltung bedingt einen hohen Einsatz von Medikamenten. Auch gentechnische Fischvergrößerungen sind keine Utopie. 35 verschiedene Fischarten wurden bis jetzt so verändert, dass sie ein Wachstumshormon schnell auf unnatürliche Größen bringt. (Stuttgarter Zeitung 12/02) Shrimps werden in industriellen Aquakulturen gezüchtet. Zum einen werden diese Tiere, damit sie schneller wachsen, mit Antibiotika behandelt. Dazu wird häufig das billige in Asien zugelassene und in Deutschland verbotene Antibiotika Choroamphenicol (aber auch Nitrofurane) eingesetzt, das Schäden im Erbgut hervorrufen kann. Das führt zu Rückständen in den Tieren. Die Zeitschrift Öko-Test fand in 7 von 20 untersuchten Proben das verbotene Mittel.


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    Dioxin ist eines der stärksten krebserregenden Stoffe, die es gibt. Eine aktuelle Studie vom Wissenschaftlichen Komitee für Ernährung und Tierfütterung der Europäischen Union hat herausgefunden, dass Fische aus Nord- und Ostsee besorgniserregend stark mit Dioxinen verseucht sind. Der Grund: In die europäischen Meere werden noch immer schmutzige und dioxinhaltige Industrieabwässer geleitet. 10.000 Tonnen Fischmehl landen jährlich in Karpfen und Forellenteichen. Auf diesem Umweg kommt das Dioxin dann in angereicherter Form auf den Teller der Menschen. (Focus 4/01)


    Hier gibt er noch an wie man sich angeblich alternativ mit Jod versorgen kann:

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    Jod: Meeresalgen (Wakame, Nori, Kombu, AFA-Blaugrüne Algen), Spirulina, Chlorella, Sauerkrautsaft, Spinatsaft, Trauben- und Apfelsaft, Broccoli, Mangold, Brunnenkresse, Champignons, Grünkohl, Äpfel, Knoblauch, Kürbiskerne, Hülsenfrüchte, Soja.


    http://www.gesundwerden-gesund…/artikel/fisch/index.html


    Das hier ist das Inhaltsverzeichnis des Buches (da kann man die Thesen des Buches kurz im Überblick sehen):
    https://supr.com/buecher-fuer-…sen-macht-krank-index.pdf

  • Ich denke, dass jedes Lebensmittel „giftig“ sein KANN, es kommt halt auf die Quelle, die gegessene Menge, die gesundheitliche Verfassung des Konsumenten und noch weiteres mehr an.
    Ich werde weiterhin Fisch in meiner Ernährung miteinbeziehen, natürlich in der besten Qualität, die für mich möglich zu beziehen ist. :fische:

  • Vollkommen einverstanden. Wenn ich nur ca 200 g Fisch in der Woche esse, egal, ob gekocht oder roh, und die restliche 99 Prozent nur Gartengemüse, Nüsse und Obst aus bombensicheren Quellen wie eigenen Garten, von verwildeten Bäumen in der Umgebung und zugesandte Früchte von ehrlichen Versendern - dann können die Schadstoffe wohl nicht viel schaden oder?
    Eine Woche war ich in Kroatien. Glasklares Wasser ist in Adria, die Fische direkt vom Fang auf den Tisch. Und Unmenge Feigenbäumen überall. Habe gute 2 Kilo schon etwas angetrockneten Feigen gesammelt und die frischen direkt vom Baum gegessen - süß wie Honig.
    Ich denke, man soll nicht sooo viel Gedanken über das Essen machen.

  • Quote from Mela

    Ich denke, dass jedes Lebensmittel „giftig“ sein KANN, es kommt halt auf die Quelle, die gegessene Menge, die gesundheitliche Verfassung des Konsumenten und noch weiteres mehr an.


    So ist es.


    Quote from Tatjana

    Ich denke, man soll nicht sooo viel Gedanken über das Essen machen.


    Als Fast Food Junkie kann man sich schon ein paar Gedanken übers Essen machen. Aber zu dieser Gruppe gehört ja wohl hier keiner im Forum!

  • Ich denke/beobachte dass es auf das Gesamtkonzept ankommt, welche Dosis zu welchen Belastungen führt. Offensichtlich sorgt manches automatisch für Ausleitung. Ich esse Fisch wohl nicht in Massen, dennoch kann ich mir dahingehend meine geringen diesbezüglichen Belastungswerte trotz Arbeit in Wien nur damit erklären dass es wohl auf mehr ankommt. Oder ich hatte immer besonders wenig belastete Lebensmittel.

  • Die Dokumentation kannte ich schon. Es ist auf jeden Fall gut und richtig, dass da aufgeklärt wird. Und dass die Meere überfischt und verdreckt sind ist eine traurige Tatsache der auf jeden Fall entgegen gewirkt werden sollte.


    Denn ansonsten ist Fisch wenn man ihn mal von seinen biochemischen Inhalten betrachtet ein sehr wertvolles Lebensmittel. Mit Respekt vor dem Tier und dessem besonders wichtiger Bedeutung für unsere Natur, ist so ein Fisch in maßen genossen und verzehrt eine Bereicherung für die Gesundheit.


    Fisch aus der Ostsee etc. würde ich auf jeden Fall meiden, man muss da schon genau hingucken und eben auch etwas mehr ausgeben - schon eignet es sich schon rein finanziell nicht mehr als Massen - Lebensmittel.

  • Die Dokumentation kannte ich schon. Es ist auf jeden Fall gut und richtig, dass da aufgeklärt wird. Und dass die Meere überfischt und verdreckt sind ist eine traurige Tatsache der auf jeden Fall entgegen gewirkt werden sollte.


    Denn ansonsten ist Fisch wenn man ihn mal von seinen biochemischen Inhalten betrachtet ein sehr wertvolles Lebensmittel. Mit Respekt vor dem Tier und dessem besonders wichtiger Bedeutung für unsere Natur, ist so ein Fisch in maßen genossen und verzehrt eine Bereicherung für die Gesundheit.


    Fisch aus der Ostsee etc. würde ich auf jeden Fall meiden, man muss da schon genau hingucken und eben auch etwas mehr ausgeben - schon eignet es sich schon rein finanziell nicht mehr als Massen - Lebensmittel.


    Da stimme ich dir eindeutig zu, Hendrik. :Cool:

  • [...]
    Naja, das ist so eine Sache. Viele Argumente gegen den Fischkonsum klingen schon plausibel. Man muss aber auch bedenken dass Jordi Campos nur zu 80% Rohkost isst. Er isst zusätzlich noch gekochte Kartoffeln. Die Frage ist ob eine 100%ige Rohkostpraxis auf lange Sicht ohne Fischkonsum funktioniert? Ich stehe der Frage offen gegenüber, aber so richtig glaube ich nicht daran. Vielleicht ist es trotzdem möglich.


    Katharina Fuchs hatte ein Interview mit ihm gemacht und auf Ihrer Seite online gestellt (inzwischen aufgelöst), da hatte er auch von anderen Kochkost-Produkten gesprochen. Normalerweise liegt das Augenmerk gekochter Nahrungsmittel auf proteinreichere Sorten.


    Im Urlaub hatte ich mir die Starch Solution als Hörbuch angehört, das von manchen Ex-Roh-Veganern oder solchen, die vorwiegend so essen, beworben wird um einen veganen Lifestyle hervorzuheben.
    Ich war sehr enttäuscht, auch von manchen Aussagen die augenscheinlich nicht stimmen. Ob ich mir die Mühe mache, das als Buch zu kaufen und zu zitieren, glaube ich nicht. Wer Hausverstand hat, weiß das ohnehin gleich und Studien finden sich auch.
    Während des Lesens hatte ich den Eindruck, dass es vorwiegend um stärkereiche Lebensmittel ginge. Aber die Lebensmittelliste eher am Ende des (Hör-)Buches versetzte mich dann doch in Erstaunen, wie stark da nicht nur Hülsenfrüchte allgemein, sondern gerade auch Sojaprodukte ins Bild gesetzt wurden, sogar stark Varianten und Sorten von Tofu, etwas, das eigentlich sehr viele Menschen nicht so gut vertragen. Und da meine ich nicht nur die Dunkelziffer an Birkenpollen-Allergikern damit, die mit häufig nicht aktiv auffallenden, aber verzögerten Kreuzreaktionen zu kämpfen haben.


    Ich bin heilfroh, dass ich schlussendlich durch vergleichende (unter anderem!) Mikrobiom-Untersuchungen darauf gekommen bin, das diese Art der Ernährung mich krank, aber nie gesund gemacht hätte. So wie ich es mehr intuitiv gemerkt hatte früher. Jetzt habe ich es schriftlich. Und das möchte ich wirklich jedem raten beim geringsten Verdacht hier selbst zu prüfen was gut für einen ist und was nicht!

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