QuoteJoe Dispenza betont in seinen Lehren stark die Idee, dass wir uns von der "vorhersehbaren Zukunft" lösen und uns dem "Unbekannten" öffnen sollten.
Das "Unbekannte" repräsentiert für Dispenza das Feld der unendlichen Möglichkeiten.
.......Dies bedeutet, dass wir uns nicht auf die Vorhersage möglicher Ergebnisse konzentrieren sollten,....
Das klingt ja alles gut, aber auf der anderen Seite schreibt er in seinem Buch "Ein neues Ich" folgendes:
Seine Tochter will in den Semesterferien unbedingt nach Italien und er rät ihr, sich das intensiv vorzustellen um es damit zu manifestieren.
Das ist doch total widersprüchlich. Das hat doch nichts mehr damit zu tun ins Unbekannte zu gehen.
Wenn ich mir vorstelle, dass ich im Sommer auf dem Marktplatz in Florenz sitze und einen großen Eisbecher mit Schlagsahne esse und jetzt schon den Geschmack des Pistazieneises im Mund habe, dann ist das doch die "vorhersehbare Zukunft", von der wir uns ja, laut Joe Dispenza, lösen sollten um uns den Unbekannten zu öffnen.
(EDIT: ich hätte das Beispiel etwas rohköstlicher formulieren sollen
)
QuoteUnd so sagte ich ihr nur, sie solle nicht nur täglich eine willentliche Absicht über diesen Sommer hegen – welche Leute sie sehen wollte, welche Ereignisse stattfinden würden, welche Plätze sie besuchen wollte –, sondern diese Erfahrungen auch fühlen und spüren. Sie sollte im Geist eine so klare und reale Vision erschaffen, dass der gedachte Gedanke zur Erfahrung würde und die Synapsen in ihrem Gehirn diese Informationen so verschalteten, als wären sie real.
QuoteDisplay MoreMeine Tochter ist in den Zwanzigern und studiert Kunst. Einmal im Frühling fragte ich sie, was sie denn in der bevorstehenden Sommerpause gerne manifestieren wolle. Und sie hatte eine lange Liste an Wünschen … Sie wollte nicht etwa, wie eine typische College-Studentin, im Sommer ein bisschen jobben; stattdessen wollte sie in Italien arbeiten, Neues lernen und erleben, mindestens sechs italienische Städte kennenlernen und eine Woche bei Freunden in Florenz verbringen. Die ersten sechs Wochen der Sommerferien wollte sie für angemessenes Geld arbeiten und dann den Rest der Ferien zu Hause verbringen. Ich lobte meine Tochter für ihre klare Vision ihrer Wünsche und erinnerte sie daran, dass die universelle Intelligenz schon irgendwie ihren Traumsommer manifestieren würde. Sie sollte sich um das »Was« kümmern, und ein höheres Bewusstsein würde das »Wie« arrangieren.
Meine Tochter hat Übung darin, vorausschauend, bereits im Vorfeld der eigentlichen Erfahrung, zu denken und zu fühlen, und so sagte ich ihr nur, sie solle nicht nur täglich eine willentliche Absicht über diesen Sommer hegen – welche Leute sie sehen wollte, welche Ereignisse stattfinden würden, welche Plätze sie besuchen wollte –, sondern diese Erfahrungen auch fühlen und spüren. Sie sollte im Geist eine so klare und reale Vision erschaffen, dass der gedachte Gedanke zur Erfahrung würde und die Synapsen in ihrem Gehirn diese Informationen so verschalteten, als wären sie real. Wenn sie nach wie vor die junge Frau »war«, die im Schlafsaal davon träumte, nach Italien zu gehen, dann war sie immer noch dieselbe Person, die in derselben Realität lebte.
Es war zwar erst März, aber sie musste jetzt schon die junge Frau »sein«, die den halben Sommer in Italien verbracht hatte. »Kein Problem«, sagte sie. Sie hatte bereits früher ähnliche Erfahrungen gemacht; da wollte sie in einem Musikvideo auftreten oder wünschte sich eine Einkaufsorgie. Beides manifestierte sich auf höchst elegante Weise. Ich wies meine Tochter darauf hin, sie sei nachher nicht mehr dieselbe, wenn sie sich hinsetzte und diese Erfahrung auf der mentalen Ebene kreierte: »Du musst aufstehen, als hättest du gerade den besten Sommer deines Lebens verbracht.« »Hab schon kapiert«, sagte sie. Sie hatte verstanden, was ich ihr sagen wollte: Jeden Tag musste sie in einen neuen Seinszustand gehen. Und nach jedem mentalen Schöpfungsprozess sollte sie im Alltag voller Dankbarkeit sein – dem erhebenden Gefühl der Dankbarkeit über diese Erfahrung.
Ein paar Wochen später rief mich meine Tochter an: »Papa, die Uni bietet einen Sommerkurs in Geschichte in Italien an. Das Programm würde mich statt 7000 Dollar nur 4000 Dollar kosten. Kannst du mir da finanziell unter die Arme greifen?« Nun, ich unterstütze meine Kinder gern, aber das war ja wohl nicht das, was sie als ursprüngliches Ziel genannt hatte. Sie versuchte, das Ergebnis dieses potenziellen Schicksals zu steuern, anstatt es dem Quantenfeld zu überlassen, die Ereignisse in die Wege zu leiten. Ich empfahl ihr, die Reise nach Italien wirklich zu leben, »italienisch« zu denken, zu fühlen, zu sprechen und zu träumen, bis sie ganz und gar in dieser Erfahrung aufging.
Ein paar Wochen später rief sie wieder an und war spürbar aufgeregt. Sie war in der Bibliothek gewesen und mit ihrem Kunstgeschichte-Lehrer ins Gespräch gekommen; irgendwann unterhielten sie sich auf Italienisch, beide konnten die Sprache fließend sprechen. Und da sagte ihr Lehrer: »Gerade fällt mir ein, einer meiner Kollegen braucht jemanden, der ein paar amerikanischen Studenten Grundkenntnisse in Italienisch beibringt, weil sie in diesem Sommer in Italien studieren wollen.« Natürlich wurde meine Tochter engagiert. Man stelle sich vor: Sie würde fürs Unterrichten nicht nur bezahlt werden (inklusive aller Reisekosten), sondern auch sechs Wochen in sechs verschiedenen italienischen Städten verbringen, die letzte Woche davon in Florenz, und könnte die zweite Hälfte der Sommerferien zu Hause sein. Sie hatte es geschafft, ihren Traumjob und sämtliche Aspekte ihrer ursprünglichen Vision zu manifestieren.
Dispenza, Joe. Ein neues Ich
Freitag Nacht war ich noch draußen um ein Beet auf einer Verkehrsinsel zu gießen und hörte dabei ein Paul Lowe -Vortrag, was ich schon sehr lange nicht mehr getan habe (in dieser Nacht ist er verstorben, wie ich später erfuhr)
Ich glaube, das war die Stelle die ich ziemlich gut fand:
QuoteWenn ich Worte wie „verloren“ und „nicht wissen, was ich tun soll“ höre, sind das für mich gute Zeichen. Es bedeutet, dass das Alte wegschmilzt und dann die Möglichkeit für etwas Neues besteht. Und schließlich ist meine Erfahrung, dass man in Glückseligkeit leben kann. Man lebt so, dass man nicht jeden Moment kennt. Du weißt nicht, was du tun wirst oder was du sagen wirst. Das Leben fängt an, durch dich zu leben, anstatt dass du es einstudierst und es dann ausspielst.
Dieses Nichtwissen wird für mich zu einer großen Entspannung, wenn es akzeptiert wird. Und das Gleiche gilt, wenn du in der Gruppe nach etwas suchst, das du sagen willst, dann achte darauf, dass es nicht zweitrangig ist, das heißt, du suchst nach etwas Bedeutendem, das du sagen willst, anstatt zu sagen: „Ich habe nichts zu sagen, aber ich will es einfach sagen.“
Diese Art zu leben ist mir viel sympathischer. Das andere funktioniert für mich sowieso nicht. Da verkrampfe ich mich nur.