​Was kann man (statt Zucker) zum Süßen nehmen?

  • Was kann man im allgemeinen (statt Zucker) als gesundes / nicht ungesundes Nahrungsmittel zum Süßen nehmen?


    Ist Ahornsirup zu empfehlen? Honig ist wohl ähnlich oder gleich schlecht wie Zucker, oder?


    Bananen und Datteln haben wohl den Nachteil einen (zu starken) Eigengeschmack zu haben? Aber je nach dem, was gesüßt werden soll, lässt sich das zum Teil betimmt trotzdem gut verwenden. Oder wäre gegen Bananen und Datteln zum Süßen ansonsten etwas einzuwenden?


    Wie ist das einzuordnen: https://www.markusrothkranz.co…ro-calorie-sweetener.html?

  • Hallo,


    hast Du mal z..B. über Stevia nachgedacht?`Es ist rein pflanzlich und Viele schwören ja darauf als Zuckeralternative. Es gilt auch als deutlich weniger "ungesund" als Zucker und ist sogar für Diabetiker geeignet.

    Persönlich habe ich allerdings keine Erfahrung damit.

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

  • Hallo,


    ja, hatte bisher - weiß sozusagen gar nichts über das Produkt - immer irgendwie den Gedanken, es könnte industriell (nachteilig) verarbeitet sein oder sonst wie nachteilig bzw. ein Chemie-Produkt sein wie sogenannte Süßstoffe, die ja als mindestens extrem bedenklich gelten bzw. als schädlich, die ich unbedingt vermeiden will. Aber wenn es also 100 % pflanzlich / in dieser Hinsicht völlig unbedenklich ist und nicht irgendwie bei der Verarbeitung beeinträchtigt wurde, klingt es auf jeden Fall nach einer guten Alternative (vom Preis vielleicht abgesehen).

  • oder sonst wie nachteilig bzw. ein Chemie-Produkt sein wie sogenannte Süßstoffe

    Nein, Stevia hat zunächst einen rein pflanzlichen Ursprung (genau wie auch Zucker), genauer wird es aus der Pflanze "Stevia rebaudiana" gewonnen (im Deutschen manchmal auch Süßkraut oder ähnlich genannt).

    Sonst hätte ich das gar nicht erst ins Spiel gebracht, denn die "Klassiker" Honig, Datteln und Feigen usw. hattest Du ja schon selbst genannt.

    Gesundheitliche Risiken waren angeblich weder bei der (Lebensmittel-)Zulassung noch in späteren Studien jemals nachweisbar.

    Dafür liegt die Süßkraft um einen (höheren) dreistelligen Faktor höher als es bei Zucker der Fall ist, man benötigt also offenbar nur sehr geringe Mengen davon. Irgendwo um das 400- bis 500-fache gegenüber Zucker.


    Die "Süßstoffe" die Du meinst, sind hingegen rein chemisch hergestellt und enthalten als Basis beispielsweise Saccharin oder Cyclamat (es gibt auch reichlich andere).

    Diese werden in aller Regel rein synthetisch produziert, da hast Du Recht.

    Das ist dann das, was Du in flüssiger Form oder als kleine Pastillen (für Getränke) im Supermarkt bekommst.

    Davon kann man dann halten, was man möchte. Studien kamen da zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen, was gesundheitliche Bedenken betrifft und waren wohl zum Großteil auch fehlerhaft durchgeführt (zumindest angeblich, was Krebsrisiken etc. angeht).

    Damit hat aber Stevia wie gesagt nichts zu tun.



    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

  • Quote

    Gesundheitliche Risiken waren angeblich weder bei der (Lebensmittel-)Zulassung...jemals nachweisbar.

    Glaube, dabei müssen die Firmen ja nur ihre eigenen Daten / Erkenntnisse liefern, die nicht überprüft werden. Oder mittlerweile nur sehr gering / stichprobenartig. Habe ich vergessen.


    Quote

    Dafür liegt die Süßkraft um einen (höheren) dreistelligen Faktor höher als es bei Zucker der Fall ist, man benötigt also offenbar nur sehr geringe Mengen davon. Irgendwo um das 400- bis 500-fache gegenüber Zucker.

    Das bedeutet, beim 500fachen würde man statt 1 kg Zucker nur 2 g Stevia brauchen? Das müsste auf die Stüßkraft bezogen Stevia dann sogar auch (viel) billiger machen als Zucker. Und den Umgang mit der Dosierung ganz schön schwer machen.


    Quote

    Davon kann man dann halten, was man möchte.

    Ja, ja, wie wohl von allem. Selbst wenn man die Ergebnisse als umstritten ansähe, was ich eigentlich nicht täte, sollte man wohl - wenn man die Auswirkungen als unbekannt einstuft - solche Produkte nicht verwenden, würde ich denken, es sei denn man wollte willentlich ein Risiko eingehen der schädlichen Auswirkungen.


    Quote

    Studien kamen da zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen, was gesundheitliche Bedenken betrifft

    Und auch in Abhängigkeit davon, von wem sie bezahlt / in Auftrag gegeben wurden vermutlich.

  • Das bedeutet, beim 500fachen würde man statt 1 kg Zucker nur 2 g Stevia brauchen?

    Ganz so krass ist es wohl nicht. Aber immerhin kann 1 TL Pulver ( je nach Farbe) tatsächlich bis zu 200 Gramm (weißem) Zucker entsprechen. Andererseits entspricht ein Stevia Tab wiederum nur ca. 2 g Zucker und ein Tropfen Sirup sogar nur 1 Gramm.

    Die Empfehlung ist, sich anfangs vorsichtig an die Dosierung heranzutasten und Erfahrungen zu sammeln.


    Wie man auf diese extremen Faktoren kommt, ist mir allerdings auch nicht ganz klar. Sie decken sich ja rechnerisch nicht unbedingt mit den Umrechnungstabellen.

    Hier mal eine informative Seite mit Tipps und auch Tabellen, das gibt vielleicht einen Einblick.



    PS/Edit:

    Die Erklärung, warum trotz Faktor 300 bis 450 (gegenüber Zucker) die stärkere Süße irgendwann vom Menschen nicht mehr wahr genommen wird, steht weiter unten auf der Seite.

    Das macht dann wieder Sinn, dass man trotzdem 1 Tab pro 2 Stück Würfelzucker braucht etc. Der Mensch "schmeckt" diese Steigerung dann nicht linear.

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

  • Vielen Dank auch für den Link.


    Klingt ja alles sehr verwirrend / kompliziert. Vor allem auch das Dosieren, auch sehr risikoreich Speisen zu übersüßen / verderben, vor allem wenn durch die Zubereitung der Speisen die Süße auch noch beeinflußt wird, aber vielleicht passiert das bei Zucker ja auch (ebenfalls also durch das eingeschränkte Geschmacksempfinden in dieser Hinsicht), und / oder Bitterkeit sich einstellt oder gar noch andere Geschmäcke. Offenbar müsste man auch die passende Darreichungsform von Stevia für die Speisen verwenden, wie könnte man etwa 100 g Zucker entsprechendes 0,3 g (1 Messerspitze) Steviosid-Pulver so in oder auf einer Speise gleichmäßig verteilen, dass sie gesüßt wäre wie sie sollte? Wohl gar nicht. Man müsste also wohl eben das passende Stevia für die entsprechenden Speisen wählen.


    Da hülfe wohl nur, selber mal (aufwändig) zu testen.


    Vielen Dank nochmals!

  • Sehr gerne. :)

    Viel kann ich ja inhaltlich nicht zu diesem Forum beitragen, aber speziell mit diesem Thema hatte ich mich vor etlichen Jahren mal eingehend beschäftigt. Ich fand das ziemlich spannend.



    Vor allem auch das Dosieren, auch sehr risikoreich Speisen zu übersüßen / verderben, vor allem wenn durch die Zubereitung der Speisen die Süße auch noch beeinflußt wird, aber vielleicht passiert das bei Zucker ja auc

    Eben, das kann bei Zucker (wie auch bei allen Gewürzen usw.) ja ganz genau so passieren.

    Es ist alles immer eine Erfahrungssache, oder aber man geht exakt nach Rezept vor (was noch nie mein Ding war). Ich selbst bin eher der "frei Schnauze" Typ und bin damit bisher immer gut gefahren. Ich wiege weder Zucker noch Gewürze ab. Das sind reine Erfahrungswerte.



    Offenbar müsste man auch die passende Darreichungsform von Stevia für die Speisen verwenden, wie könnte man etwa 100 g Zucker entsprechendes 0,3 g (1 Messerspitze) Steviosid-Pulver so in oder auf einer Speise gleichmäßig verteilen, dass sie gesüßt wäre wie sie sollte?

    Ganz genau, dazu gibt es ja verschiedene Darreichungsformen. Ähnlich wie halt auch bei Süßstoff. Da gibt es ja auch Pastillen und flüssige Formen, bei Stevia kommt halt noch die pulverisierte Form hinzu. Ich denke, gerade diese eignet sich am ehesten für Speisen in größeren Mengen.

    Die Sirup-Form vielleicht für Dinge wie Salate, Süßspeisen und ähnliches. Und die Tabs würde ich eigentlich nur für Getränke verwenden. Alles andere macht meines Erachtens wenig bis keinen Sinn.


    Aber da wird wohl Jeder seine eigene Anwendung finden. Zucker gibt es ja auch nicht nur in einem Aggregatzustand bzw. in einer Form. Würfelzucker wird vermutlich niemand zum Backen oder für Salate verwenden, sondern auch eher in Getränken. Ähnlich sehe ich das auch bei den diversen Alternativen. Ich habe auch noch niemanden gesehen, der flüssigen Süßstoff in seinen Tee kippt (mags aber vielleicht trotzdem geben).

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

  • Quote

    Viel kann ich ja inhaltlich nicht zu diesem Forum beitragen,

    Ach, warum denn das?


    Ich bin eher der pedantische Beamtentyp, der alles grammgenau abwiegen muss. Um zu erreichen, dass die Gerichte möglichst immer gleich schmecken.


    Das war mir bis eben gar nicht so bewusst / gegenwärtig, der ich immer und für alles nur den üblichen, losen, weißen Haushaltszucker benutze bzw. hoffentlich wohl bald benutzt haben werde, dass normaler Zucker ja wohl auch bei unterschiedlichen Speisen / Zubereitungen unterschiedlich reagieren wird, unterschiedliche Geschmäcke kriegen könnte, auch dass es ihn ja in verschiedenen Zuständen gibt.


    Dann bleibt jetzt einfach nur noch erstmal mit einer Form, am besten wohl einer losen Haushaltszucker ähnlichen, von Stevia zu probieren beginnen.

  • Ach, warum denn das?

    Weil ich selber mich thematisch nicht intensiver mit Rohkost beschäftige und dadurch "fachlich" nicht annähernd ausreichend im Thema bin. :) Ich betreue dieses Forum (wie auch einige andere) ja "nur" rein technisch und sorge dafür, dass alles dauerhaft läuft.

    Aus den Themen halte ich mich aber eher raus. :) Da ist Angelika 1000 Mal kompetenter als ausgerechnet ich.


    Das war mir bis eben gar nicht so bewusst / gegenwärtig,, [...] dass normaler Zucker ja wohl auch bei unterschiedlichen Speisen / Zubereitungen unterschiedlich reagieren wird, unterschiedliche Geschmäcke kriegen könnte, auch dass es ihn ja in verschiedenen Zuständen gibt.

    Oh ja! Da gibt es ganz maßgebliche Unterschiede und Reaktionen!

    Auch was z.B. die Zustände angeht. Brauner Kandis im heißen Tee verhält sich beispielsweise völlig anders als weißer "Streuzucker". Das sind teils ganz andere chemische Prozesse.


    Und dann gibt es ja noch die alte "Weisheit", dass man bei süßen Speisen mit etwas Salz "gegensteuern" sollte, während man umgekehrt bei herzhaften Speisen durchaus auch etwas Süße (und auch Säure) ins Spiel bringen sollte.

    Und genau dabei kommt es sehr darauf an, was man dazu benutzt. Das kann natürlich auch der von Dir erwähnte Honig sein, oder ein Frucht-Sirup, oder eben auch mal Stevia.


    Ich bin eh kein großer Fan davon, sich immer nur auf "eine Sache" festzulegen. Man kann da durchaus mal etwas variieren und auch experimentieren. Das tun ja selbst Sterneköche und ich finde, diese Vielfalt macht es auch aus und bringt einen persönlich weiter.

    Wenn dann etwas besonders gut gelingt, kann man sich ja auf diese Teilbereiche einschießen und dabei bleiben (mache ich auch manchmal). Aber diese Erfahrung muss/sollte man halt zunächst mal sammeln.

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

  • Quote

    Weil ich selber mich thematisch nicht intensiver mit Rohkost beschäftige und dadurch "fachlich" nicht annähernd ausreichend im Thema bin. :) Ich betreue dieses Forum (wie auch einige andere) ja "nur" rein technisch und sorge dafür, dass alles dauerhaft läuft.


    Ach so, ja, natürlich, als Admin (verwechselte ich wohl mit einem Moderator) ist das ja wohl auch gar nicht erforderlich sich mit den im Forum behandelten Themen auszukennen.


    Quote

    Und dann gibt es ja noch die alte "Weisheit", dass man bei süßen Speisen mit etwas Salz "gegensteuern" sollte, während man umgekehrt bei herzhaften Speisen durchaus auch etwas Süße (und auch Säure) ins Spiel bringen sollte.

    Ja, sozusagen immer auch eine Prise Salz zu Süßem oder Zucker zu einer salzigen Speise. Zu Nudeln, zu Brot / Gebäck. Aber ich konnte da noch nie einen Unterschied schmecken / erkennen, den diese Prisen erzeugt hätten. Habe das aber auch noch nicht so intensiv getestet.


    Ja, stimmt, ohne experimentieren / probieren (um die am besten schmeckende Variante zu kriegen) geht es wohl nicht, am besten wohl immer so, dass eine Speise nicht völlig verdorben werden kann, aber das lässt sich leider nicht immer vermeiden.

  • Aber ich konnte da noch nie einen Unterschied schmecken / erkennen, den diese Prisen erzeugt hätten. Habe das aber auch noch nicht so intensiv getestet.

    Den merkst Du (bzw. der, der es dann isst) auch nur indirekt. :)

    Es soll ja keinen "eigenen Geschmack"erzeugen, sondern beispielsweise Salz dient dann nur als "Geschmacksverstärker", mehr nicht. Eine Süßspeise oder Backware soll ja deshalb nicht "salzig" schmecken.


    Ebenso kann man mit Zucker oder Honig etc. auch (leicht) versalzene Gerichte etwas "entschärfen". Das ist ein ganz alter "Trick", den auch Profiköche in solchen Fällen u.a. anwenden (es gibt noch andere Möglichkeiten). Wenn etwas aber total versalzen ist, kann man es natürlich nur noch entsorgen und neu machen. Da hilft dann nichts mehr. :D

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

  • Außer vielleicht noch den Schwiegereltern zu kredenzen. Damit man's nicht wegschmeißen muss. Aber die Entschärfung werde ich auf jeden Fall versuchen mir zu merken, hätte ich schon mal brauchen können.


    Werde ich demnächst mal an einem Kuchen, Reis oder Nudeln ausprobieren, ob ich da mit der Zugabe von Salz einen Unterschied schmecke (in der Intensität).

  • Außer vielleicht noch den Schwiegereltern zu kredenzen.

    Aber auch nur, wenn man die nicht (zu Besuch haben) mag. :love:  :D

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

  • Quote

    Aber auch nur, wenn man die nicht (zu Besuch haben) mag. :love::D

    Oder um sie schon mal ans Essen im Altersheim zu gewöhnen.


    Quote

    Für welche Anwendungen zum Süssen?

    Anwendungen sind Mahlzeiten? Eigentlich für alle, da ich ja keinen Industriezucker mehr essen will. Z.B. Haferflocken-Gericht, Insbesondere auch für Hefekuchen, anderen Kuchen, die durch die andere Süßung als mit Zucker am besten nicht nachteilig beeinflußt werden sollten oder so gering wie möglich. Mehr fallen mir im Moment gar nicht ein.

  • Anwendungen sind Mahlzeiten? Eigentlich für alle, da ich ja keinen Industriezucker mehr essen will. Z.B. Haferflocken-Gericht, Insbesondere auch für Hefekuchen, anderen Kuchen, die durch die andere Süßung als mit Zucker am besten nicht nachteilig beeinflußt werden sollten oder so gering wie möglich. Mehr fallen mir im Moment gar nicht ein.

    Hm, ja ich meinte eh, welche Art von Zubereitungen du da meinst.

    Oder, ob es andere Hintergründe gibt (Unverträglichkeit von Fruchtzucker/Zucker im Allgemeinen/ein Buch/Erlebnis ...)


    Hefekuchen und Haferflocken sind beide keine Rohkost. Bei ersterem, weil du zwar Hefe roh herstellen kannst (z.B. mit Dattelwasser), aber Kuchen halt gebacken wird, nachdem sich die Gasbläschen im Teig gebildet haben. Und Haferflocken werden üblicherweise thermisch behandelt, damit sie nicht bitter werden, wenn sie geflockt im Handel sind.


    Gerade für Müslis, die gerne und ohnehin besser mit Hafer als Getreidebestandteil zubereitet werden, bieten sich einfach kleingeschnittene Trockenfrüchte an. Ich selbst weiche Nackthafer (statt Haferflocken) lieber ein, gerne mit Trockenfrüchten.

    Dies vor allem auch deshalb, weil ich sie so qualitativ besser sensorisch beurteilen kann (nach thermischer Behandlung ist das nicht mehr möglich für unsere Sinne).


    Ansonsten kannst du je nachdem, wie deine Sensoren auf deiner Zunge sind, verschiedenes zum Süßen verwenden oder findest vermutlich nach einiger Zeit einiges von Haus aus süß.

    Steviablätter können für Flüssigkeiten gut genommen werden, wobei ich eher Fan von Süßholz bin.


    Erythrit: Für familiäre Zubereitungen verwende ich neben Vollwert-Zucker den Erythrit auch, aber Rohkost ist der keine.

    Den von dir verlinkten Link habe ich mir angesehen. Ich sehe keinen besonderen Nutzen, genau dieses Produkt zu kaufen. Abgesehen davon das es wieder einmal erstaunlich ist, wie wortgewandt ein ziemlich industriell hergestelltes Produkt als natürlich angeboten wird.


    Erythrit bekommst du ziemlich sicher in deinem Umfeld günstiger, und eine Beimischung anderer Zuckerarten aus diversen Quellen nach Wunsch kannst du auch selbst machen.

    Ergänzend eine Stellungnahme vom Ökolandbau:


    [...]
    Während Erythrit in verarbeiteten Biolebensmitteln noch kaum zu finden ist, können Verbraucherinnen und Verbraucher die kalorienfreie Zuckeralternative pur schon seit Anfang 2016 bekommen. Ausgangsstoff ist biologisch angebauter Mais. "Die Stärke wird aus dem Maiskolben ausgekocht. Dann bauen Mikroorganismen die Maisstärke zum Zuckeralkohol Erythrit um. Diese Fermentation funktioniert so ähnlich wie beim Joghurt", erklärt Bruno Sailer. Der Geschäftsführer der österreichischen Firma Genuss ohne Reue ist sich sicher, dass Erythrit auch in verarbeiteten Produkten kommen wird: "Seit der Zulassung von Erythrit im Biobereich haben wir viele Anfragen von Bioverarbeitern: vom Schokoladen- über den Müsliriegel- bis zum Sekthersteller ist alles dabei."

    Kein Zusatzstoff für die Ökoanbauverbände

    Dagegen dürfen Herstellerinnen und Hersteller der Ökoanbauverbände Erythrit nicht verwenden. Denn die Verbände lehnen hoch verarbeitete Süßungsmittel genau wie der Bundesverband Naturkost und Naturwaren e.V. eher ab. "Wir möchten an natürlichen Lebensmitteln festhalten. Süßungsmittel führen uns in die Irre. Sie täuschen unserem Körper eine Süße vor, die gar nicht da ist", kritisiert Ernährungswissenschaftler Ralf Alsfeld von Naturland.

    [...]


    LG

    Angelika

  • Oh ja! Da gibt es ganz maßgebliche Unterschiede und Reaktionen!

    Auch was z.B. die Zustände angeht. Brauner Kandis im heißen Tee verhält sich beispielsweise völlig anders als weißer "Streuzucker". Das sind teils ganz andere chemische Prozesse.


    Und dann gibt es ja noch die alte "Weisheit", dass man bei süßen Speisen mit etwas Salz "gegensteuern" sollte, während man umgekehrt bei herzhaften Speisen durchaus auch etwas Süße (und auch Säure) ins Spiel bringen sollte.

    Und genau dabei kommt es sehr darauf an, was man dazu benutzt. Das kann natürlich auch der von Dir erwähnte Honig sein, oder ein Frucht-Sirup, oder eben auch mal Stevia.

    Tee: Das klingt neu für mich, was meinst du wie sich brauner Kandis anders als weißer Streuzucker verhält? Oder meinst du das der brauner Kandis nach Melasse schmeckt?


    Salz: Reife Gemüse wie auch Früchte zeichnen sich dadurch aus, dass Mineralstoffe und Eiweiß miteinander verbunden sind. Je reifer, desto Geschmacksintensiver, aber nicht "nur" wegen dem Aroma selbst das sich dabei ausbildet. Sondern, weil die Früchte/Gemüse dadurch auch sensorisch intensiv(er) wahrgenommen werden. Weil sich eben Mineralstoffe mit Aminosäuren verbinden. Damit sind sie auch verträglich(er). Zum Teil nicht zu vergleichen mit meist nicht reif geernteter Ware in Handelsketten.


    Ein bekanntes Beispiel ist die Tomate, eine Beere. Sie schmeckt umso intensiver, wenn sie wirklich reif von der Staude gepflückt wird. Grund ist u.a. das natürliche Glutamat, seinerseits als geschmacksverstärkendes Salz bekannt. Glutamat ist eine Verbindung von einem Mineralstoff (Natrium) mit einer Aminosäure. Und Aminosäuren sind ja Bausteine von Protein/Eiweiß.


    Anders gesagt: Wenn jemand Salz (Na-Cl statt Na-Aminosäure) in eigentlich süße Zubereitungen

    und umgekehrt Zucker in pikante Zubereitungen gibt,

    simuliert dies Reife.


    Das das Nahrungsmittel wertvoll im Hinblick zu Mineralstoffen, Aminosäuren (und Nährwert wegen Zucker) sei.

    Glutamat ist ja bekannt als Zugabe für pikante Speisen, aber egal ob Zucker oder Salz oder Glutamat oder ähnliches .. all das kann in Nahrungsmitteln vortäuschen, dass es sich um ein "wertiges" Produkt handelt.


    Der Körper merkt natürlich beim Verdauen, dass nicht geliefert was erwartet wurde.

    Deshalb sind das alles super Methoden, sich (und andere) zu mästen bzw. Bedürfnisse und Märkte zu schaffen. Inklusive Übergewicht und Krankheiten.

  • Ah, mir ist gerade eingefallen: Yaconknollen oder wenn es denn verarbeitet sein soll, Yaconsirup oder Yaconpulver finde ich ansonsten phänomenal.

    Yaconknollen sind bei mir sehr regelmässig am Speiseplan (meist als selbst gemachte, ballaststoffreiche pflanzliche Eiweißriegelchen).

  • Quote

    Hm, ja ich meinte eh, welche Art von Zubereitungen du da meinst.


    Oder, ob es andere Hintergründe gibt (Unverträglichkeit von Fruchtzucker/Zucker im Allgemeinen/ein Buch/Erlebnis ...)

    Keine mir bekannten Unverträglichkeiten, einfach nur der Grund, dass Zucker recht ungesund sein soll. Aber, Verzeihung, ich bin mir offenbar noch nicht über den Unterschied in diesem Zusammenhang von "Zubereitungen", "Anwendungen", Mahlzeiten klar.


    Quote

    Hefekuchen und Haferflocken sind beide keine Rohkost. Bei ersterem, weil du zwar Hefe roh herstellen kannst (z.B. mit Dattelwasser), aber Kuchen halt gebacken wird, nachdem sich die Gasbläschen im Teig gebildet haben. Und Haferflocken werden üblicherweise thermisch behandelt, damit sie nicht bitter werden, wenn sie geflockt im Handel sind.

    Aber kann man Haferflocken nicht selber flocken ohne zu großem Aufwand, so dass sie dann doch zur Rohkost gehören müssten? Das wäre wohl sowieso besser, allein schon wegen der wohl wesentlich besseren Qualität, vor allem im Vergleich wohl zu den nicht so guten beim Dicounter angebotenen, die vielleicht sogar mindere Qualität sind, oder? Die man also gar nicht essen sollte.


    Es gibt also auf jeden Fall ganz schön viele Arten zu süßen, die auch noch in Abhängigkeit vom eigenen Geschmack (nicht wie etwa Haushaltszucker, der wohl solche Einschränkungen für "Normalesser" nicht zu haben scheint) und Speisen / Lebensmitteln, für die er verwendet werden soll. Ganz schön kompliziert. Da kann man wohl nur immer wieder ausprobieren, in dem man einfach ein Süßungsmittel nach dem anderen ausprobiert. Wäre gut, wenn man einen Veganer / Rohkostler vor Ort kennen würde, das machte es wohl viel einfacher.


    Quote

    Den von dir verlinkten Link habe ich mir angesehen. Ich sehe keinen besonderen Nutzen, genau dieses Produkt zu kaufen. Abgesehen davon das es wieder einmal erstaunlich ist, wie wortgewandt ein ziemlich industriell hergestelltes Produkt als natürlich angeboten wird.

    Vielen Dank. Das lässt sich bestimmt so deuten, dass es nicht schlecht ist, aber auch nicht besser als andere Produkte, die gleiches / ähnliches leisten. Man kann also genau so gut diese anderen Produkte nehmen, die vermutlich noch billiger sind. Ja, besser kann man ein Produkt wohl nicht präsentieren.


    Vielen Dank auch für die Stellungnahme. Ja, wie ja grundsätzich leider immer gibt es ja - meist extrem - viele verschiedene Meinungen über Lebensmittel / Ernährung. Diese Verbände im unteren Teil lehnen den Stoff vielleicht also nicht ab weil der Inhalt an sich schädlich wäre, sondern weil er dem Körper falsche / ungünstige Signale gäbe (klingt vielleicht etwas widersprüchlich meine Äußerung), die natürlich auch extrem schädlich sein können. Oder / und weil er einfach nur "hoch verarbeitet" ist, was an sich schon als schädlich / nicht gut zu sich zu nehmen angesehen wird.


    Ganz schön kompliziert das alles. Und einfach mal schnell und einfach Speisen / Essen zuzubereiten, wie man auf einigen Seiten, in einigen Videos sieht (z.B. denen von Markus Rothkranz), scheint ohne unfaßbar aufwändig scheinende Vorbereitung, Aneignung von wissen auch nicht zu gehen. Allein sich die Lebensmittel (von denen ich mitunter nie zuvor gehört habe) zu beschaffen scheint recht aufwändig.


    Quote

    Ah, mir ist gerade eingefallen: Yaconknollen oder wenn es denn verarbeitet sein soll, Yaconsirup oder Yaconpulver finde ich ansonsten phänomenal.


    Yaconknollen sind bei mir sehr regelmässig am Speiseplan (meist als selbst gemachte, ballaststoffreiche pflanzliche Eiweißriegelchen).

    Nie gehört davon. Allgemein gemeint oder haben die etwas mit süßen zu tun? Warum sind die phänomenal?

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