1 Monat 100 % roh und die 9 Monate währende Hautgeschichte war vorbei

  • die Hautgeschichte war: abgeblätterte Haut an den Händen, ziemlich tief, nässend, juckend... angefangen hatte es mit Bläschen...


    10 Jahre zuvor hatte ich so etwas in leichterer Form schon einmal. Damals war ich beim Hautarzt, der meinte, es hätte etwas mit den Schweißdrüsen zu tun (Hypertonie?). Er gab mir Cortison zum Einnehmen und ein elektrisches Gerät mit 2 Wannen Wasser. Das half. In den nachfolgenden Jahren achtete ich bei ersten Anzeichen eines neuen Ausbruchs immer auf Entspannung und blieb vom Ausbrechen verschont.


    Bis vorletzten Sommer. Ich hatte noch das elektrische Gerät da, welches aber keine Wirkung zeigte. Beim Arzt war ich diesmal nicht, sondern bei einer Heilpraktikerin, die mit mir Tiefenentspannung und Rückführungen machte (und mich auf Heilerde aufmerksam machte). Das half immer schlagartig. Aber nur für eine Woche, dann war alles beim alten.


    Um Weihnachten rum begann ich mit Rohkost, machte aber Ausnahmen (wenn ich z.B. bei Oma eingeladen war und es den Sonntagsbraten gab). Die Ausnahmen waren insofern gut, dass ich merkte, dass es mir mit der Rohkost besser ging und ich das gekochte gar nicht mehr so mochte. Allerdings aß ich noch ziemlich kunterbunt Obst und Gemüse und Nüsse etc. und auch Käse hin und wieder. Durch die Nahrungsumstellung besserte sich die Haut an den Händen immerhin soweit, dass ich wieder arbeiten konnte. Rein vom Betrachten her waren die Hände schon wieder heil. Aber es fühlte sich so leicht kribbelig an, als wolle da wieder etwas ausbrechen.


    Letzten Sommer kam mir zum einen "Grün essen" unter die Finger. Und zum anderen zeigten die Wildkräuter Videos von youtube überraschenderweise Wirkung. Auf einmal erkannte ich Wildkräuter im Garten und am Wegesrand. Ich bereitete mir Säfte aus Brennesseln, Karotten und Sellerie zu. Als ich Brennesseln nicht mehr sehen konnte, gab es Schafgarbe, Spitzwegerich, Breitwegerich, Distel, Taubnessel, Labkraut, etc. Bis auf letzte beiden hat alles ziemlich schnell gesperrt (zum Glück trotz Mischung). Ich kam auf Brombeer- Himbeer- Lindenblätter und schaffte es 1 Monat lang 100 % roh mit hohem Wildgrün-Anteil, sogar Obst wurde weniger, da mir das meiste auf einmal zu süß war (dabei bin ich Schokoladen-Junkie). Ich hab viel Gurken mit Meeresspaghetti gegessen und viel Weißkraut (und auch ziemlich viel Mandelmus :/). Am Ende des Monats war Urlaub in Norwegen angesagt. Ich hab mich innerlich offener gefühlt, wurde von den Norwegischen Gewässern nochmal energetisch durchgepustet :) ... und bin dann in ner Stress-Situation wieder rückfällig geworden.
    Aber die Hände sind trotzdem heil geblieben, so richtig diesmal. Lediglich, wenn ich zu viel Salzhaltiges esse, machen die Hände Anstalten wieder anzufangen.


    Ich würde gerne wieder auf einen höheren Rohkostanteil kommen. Ich hab damals in dem einen Monat 6 kg abgenommen und schon auch "Hunger" / (Lust?) gehabt. Deshalb bin ich froh nun auf Angelika getroffen zu sein. Ich hab mich sofort bei der Wildkräuter-Schule angemeldet. Obwohl ich die meisten Wilden der ersten Sitzung schon kannte, war das Hintergrund-Wissen dazu super spannend. Folglich hab ich mir auch gleich das Buch besorgt, was ich nun parallel durcharbeite. Ich bin sehr dankbar, liebe Angelika, dass Du Dein Wissen mit uns teilst! Auf eine schöne, inspirierende Zeit!

  • Willkommen Miri,


    ich freue mich, dich auf deinem Weg auch mitbegleiten zu dürfen. :Heart:
    Das mit den Stress-Situationen ist ganz typisch. Was hattest du dann statt Rohkost gegessen? Und glaubst du, dass du es vermeiden hättest können, wenn du ein paar Lebensmittel bestimmter Gruppe auf leichten Griff bei der Hand gehabt hättest?


    Jetzt ist genau die richtige Zeit für einen neuen intensiven Start. :wachsen:

  • :Heart::Heart:


    *schäm* statt Rohkost: TK-Pizza und konventionelle Schokolade, ansonsten Reis oder Nudeln mit Gemüse (und Schokolade), ab und zu geräucherten Fisch, wenn Lust drauf


    und ich kenne ja einige "Alternativen" zu Schokolade ("Bananen mit Carob" oder "Mandelmus mit Carob und Beeren" oder "Dattel-Mandel-Marzipan"), aber die Alternativen sperren recht "schnell"...
    statt TK-Pizza könnte ich definitv mit Paprika-Leinsamen-Frühlingszwiebel-Koriander-Kräckern leben (oder Sauerkraut-Kümmel-Kräcker, oder ....)
    aber ich hatte in der Rohkostzeit das Gefühl NUR für die Essenszubereitung zu leben (und das, obwohl man ja prinzipiell einfach von der Hand in den Mund leben könnte).


    Also im Grunde ist es vielleicht nur eine Zeit-Nutz-Umgewöhnung oder auch eine Sattheits-Gefühl-Umgewöhnung, eine "Mind-Set"-Umgewöhnung...


    Im Moment bin ich da guter Dinge. Gras gefunden, das lecker ist und sich gut zum Knabbern eignet, ebenso Knospen.
    Der Plan aus dem Gemüse-Garten einen "Kräutergarten" mit Malven etc zu machen, vll doch auch mal beim Premium-Versand reife Früchte bestellen (denke, für die Umgewöhnungsphase ganz gut... später bestimmt nicht mehr nötig)


    in dem Sinne: einen schönen Frühling :D


    :malve:

  • ...na gut.. TK-Pizza gibt's doch nicht so oft... es kommt mir nur immer so "schlimm oft" vor. ... und neben Reis/Nudeln/Gemüse gibt's schon auch oft Salat (ohne Essig und Öl, mit Zitrusfrucht, Knobi, Chili und meist nur Salat mit einer weiteren Zutat)... im Grunde ist es so, dass ich 23 Stunden vom Tag super gesund leben kann und dann in einer Stunde "alles zunichte mache"

  • Ich glaube, der Weg ist nicht, einen - angeblichen - Ersatz für ein Nahrungsmittel zu finden sondern die Gewohnheiten zu ändern.
    Zum Beispiel in dem Moment, wo man typischerweise dann erst etwas tut, das man sich umgewöhnen will, etwas anderes einführen.
    Und sich klar machen, dass das Glücksgefühl deshalb nicht ausbleiben wird.
    Dass Schokolade oder Pizza schlimme Folgen der Befindlichkeit, Psyche nachziehen können die man in der Umstellung oder falls man Hin- und Herwackelt stark wahrnimmt, stößt nicht genug ab. Bei mir ist es extrem, doch hatte ich noch viele Rückfälle, bis auch mein Unter-Ich verstand, dass solches Zeug für mich im wahrsten Sinne zum Haare raufen ist.


    Ißt du die Sachen, die du sonst nicht essen willst in Kombination mit einer weiteren Tätigkeit (Fernsehen, Lesen, ...) oder extra und in Ruhe?
    Wenn du es z.B. begleitend machst, könnte auch der Ersatz der "Begleittätigkeit" eine gute Hilfe für die Änderung der Gewohnheiten sein.
    Ich finde zum Beispiel ein gutes Buch auch immer sehr gut. In den letzten Jahren waren es bei mir fast ausschließlich Sachbücher, allerdings finde ich spannende romantische Geschichten auch sehr mitreissend.
    Leider finde ich dazu nicht unbedingt regelmässig etwas, allerdings kann das auch daran liegen, dass ich mich dazu in den letzten Jahren zu sehr abgeschotten habe zwecks Eigenproduktion.


    Und ich habe auch gemerkt, dass ich mir jede Gewohnheit EINZELN abgewöhnen musste. Selbst wenn ich mehrere umändern wollte gleichzeitig, das ging nur bei manchen Dingen.


    Wie geht es dir inzwischen?

  • Ergänzung ... ein relevanter Aspekt ist natürlich, ob alle erforderlichen Nährstoffe in den bereitgestellten Lebensmitteln vorhanden sind. Wenn es dich zum Beispiel stark zu Tomaten zieht, könntest du dir auch ein eigenes intensives Tomatenpesto aus getrockneten Tomaten und frischen roten Paprika (und Gewürze, ggf Karotten etc) machen. Vielleicht auch mit Mikroorganismen.


    Und wenn du sowas gerade nicht hast aber Zuchini in greifbarer Nähe hast, mach dir doch daraus Nudeln mit so einem Zuchini-Spagetti-Spitzer, gib Gewürze drauf, ggf auch Karotte, roten Paprika und in Ermangelung einer selbst gemachten rohen Tomatensauce die du für diese Zwecke im Kühlschrank hast (wenn es nur mit Trockenfrüchten und Gewürzen ist, geht das eher als wie mit zusätzlich frischem Gemüse weil es sonst gärt oder gar schimmelt), nimm einfach diese Tomatenpaste aus Italien aus 100 % Tomaten. Ich hatte eine Zeit, da kaufte ich schon länger auswaggoniertes Ketchup und drückte es auf Avocados. Ich hatte so einen Hieper auf rote Tomaten bzw vmtl Lycopin u.ä., das ich damals die Ernährungsberaterin fragte. Die Tomatenpaste macht den Zweck etwas besser noch als Ketchup. Eine andere Sache waren die Gewürze der Lippenblütlerartigen - allem voran das frische Basilikum. Manches ist man so gewohnt in Kombination mit anderen Nahrungsmitteln, das man gar nicht weiß wie stark eigentlich der Drang mehr zu den würzigen Stoffen und Polyphenolen sind als zum Gesamten.
    Und natürlich ausgewogenes Eiweiß. Das vermute ich bei Pizza und Schoko aber jetzt nicht ganz extrem, obwohl es natürlich schon auch eine Komponente sein kann.


    Wenn du magst, kannst du hier gerne dein Tagebuch für Ernährung + Stimmung/Gewohnheit Protokoll aktivieren - ggf auch geschützt (man kann auf "nur Freunde können es sehen" einstellen). Oder offen, ganz wie du willst - oder einfach für dich in deinem Kalender. Man sagt auch, je öffentlicher man etwas macht, desto eher zieht man etwas durch.

  • Ich hab das auch erst an meinen Hautproblemen gemerkt, dass ich meine Ernährung umstellen muss.

  • also, der Tipp mit den würzigen Stoffen war gut! (Der Rest auch ;) ) Ich hab mich wieder an Liebstöckel erinnert. Den liebe ich heiß und innig, aber man findet ihn so selten im Geschäft und drinnen auf der Fensterbank überlebt der bei mir nicht (bekommt immer Läuse- draußen nie) ... außerdem brauch ich davon echt nen RIESEN-Strauch um vorbehaltlos glücklich zu sein :) und wie es im Leben so ist: Lösung kam gleich mit umme Ecke in Form von Nachbarn, die mich schon fast anflehten, ihnen doch Liebstöckel von ihrem Riesenstrauch abzunehmen :D
    also Pizza ist kein Problem mehr. Aber Schokolade schon noch (immer nur beim Entspannungs-DVD-Gucken.... das WILL ich mir gar nicht abgewöhnen :/ da ham wir's)

  • *gg* Es freut mich jedenfalls, wenn es bei dir so weitergeht wie du es dir wünschst. Deine Gewohnheit, Entspannung mit Schokolade zu kombinieren, kann ich nur allzugut verstehen. War ich doch selbst absolut süchtig mit täglichem Konsum davon. Ich denke es ist für manche einfach auch eine Sache von Maß und Ziel. Solange man bewusst Stopp sagen kann, wird es wohl nie ausarten.

  • Hallo! Weiß jemand ob mit Rohkort Schuppengrind geheilt werden kann? Mein Bruder hat es und will deswegen auch mit Rohkost probieren, aber ist verzweifelt, ob es hilft oder nicht.

  • Hallo, ich weiß jetzt nicht, was du unter Schuppengrind verstehst. Falls du Schuppige Kopfhaut (bzw Krusten bei Erwachsenen) oder Milchschorf bei Babys meinst, das habe ich mehrfach gemerkt und gesehen, dass es wirkt (ggf über Muttermilch). Insbesondere raff. Zucker egal welche Sorte (und vmtl auch Mehl), außer Zuckergehalt in natürlichen Früchten ist da STRIKT zu meiden.

  • Einfach ausprobieren. Mit veganer Ernährung habe ich damals vor über 10 Jahren meine Neurodermitis komplett weg bekommen. Wobei ich eine gesunde vegane Ernährung meine. Keine voller Zucker und Weißmehl ;-) Und ich bin ziemlich überzeugt auch mit Rohkost bekommt man die Haut in Ordnung. Warum nicht einfach ausprobieren :-)

  • Da siehst du wie unterschiedlich Menschen sind. Ich hätte und würde meine Neurodermitis und Asthma nie im Griff, wenn ich eine erhitzte vegane Ernährung praktiziert hätte/praktizieren würde.
    Warum das so ist weiß ich seit über einem Jahr sogar schriftlich.
    Und ich bin mir sehr sicher, dass diese Zusammenhänge für viele Menschen gelten.
    Deshalb ist es wichtig zu verstehen, dass ein Weg der für sich selbst möglich ist, nicht immer auch für andere möglich und sinnvoll ist.


    Mit einer Mangelernährung funktioniert es allerdings garantiert nicht.
    Und dass zugesetzter extrahierter Zucker oder Weißmehl sich hier ausschließen sollte klar sein.
    Ersteres ist übrigens vielen veganen Rohköstlern längst nicht klar.

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