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Dust

Tag 8. Tag 9. Familie. Lachs. Biographisches.

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Mein Omi hat nicht schlecht gestaunt, und mein Opa meinte auch "Du kannst ja erstmal probieren"- "Ja, sonst hau ich ihn doch in die Pfanne".
Ich habe das Garen dankend abgelehnt und das Lachsfilet war wirklich köstlich. Wirklich, ich hätte direkt noch eins vertilgen können- es wird ca. 225g gewogen haben, da die insegsamt vier Stücke 900g wogen und knapp 30€ kosteten.
Wurde meinem Opa als norwegischer Wildlachs verkauft, ich jedoch äußerte wegen doch klar erkennbarer Fettstruktur, dass es sich sehr wahrscheinlich um Lachs aus Aquakultur handeln könne- er jedoch trotzdem hervorragend schmecke.
Ich habe in meinen veganen Jahren ganz schön was verpasst, vielleicht habe ich es mir das Omnivore dadurch auch wieder für eine Gewisse Zeit erarbeitet, respektive ethischer, moralischer und etwaiger soziokultureller Wertevorstellungen.(Bis es für die Rohkost vertretbares Labor- [Fisch-]Fleisch geben tut)
Mehr abnehmen solle ich aber bitte nicht, habe ich ja auch nicht vor, nur möchte ich eben dazu beisteuern, dass sich meine Zellen eben doch mit möglichst der Natur entsprechenden, also möglichst nicht mit denaturierten Zellbausteinen, regenerieren.
Unabhängig davon, ob das alles nun instinktiv erfolgt, oder durch den Verstand begleitet - ergo das Wissen über Rohkost, soweit in das Unbewusstsein hervordringt, sich durch transzendentale Interpolationen mit dem Instinkt verknotet, zu weisen Entscheidungen führt, die sich instinktiv anfühlen, allerdings auch vom Verstand herrühren könnten... Aber ich denke, dass sind philosophische Fragestellungen, die an anderer Steller erörtert werden sollten, ich sie nur schon einmal in Erwähnung gebracht haben sollte.-Rohkostphilosophie.... und später zu einem sich erschließenden Satz zusammenfüge.

Zum Frühstück gab es vier Bananen, möglichst reife, naja, vereinzelte Punkte waren drauf :-D Einen Kaffee, 1 Std später. Zum Mittag eben den Lachs und danach, weil ich mir nicht sicher war, ob vielleicht doch vorher, einen kleine Salat, denn mir meine Omi gemacht hat. Spaziergang. Gespräche. Zu Kaffee und Kuchen gab es Bananenchips, die ich noch aus Eigenproduktion dabei hatte und "Walnusskerne natur" bei diesen war ich skeptisch, aber naja, und dazu danach n Kaffee... also... Vom Energiepotential sicher 95% Rohkostanteil. Ich bin überrascht, über mich selbt, wie ich diese Hürde gemeistert habe.

Achja, zum gestrigen Abend, an welchem ich bereits zu meinen Großeltern angereist bin, aß ich 5 Selleriestangen (kurz vorm Bahnhof vorher im Zug eine Gurke), ein paar gekeimte Kichererbsen, einen Salat von Omi, zwei große Gabeln selbst gemachten roten Sauerkraut, 10 Macadamianüsse, 2 EL fermentierten Hafer. Zwei Std. später hat Omi noch geschälte Apfelstücke, Rettich, Möhre, "Walnuss natur" und Weißwein kredenzt. Ich hatte ca 0,35 Liter. War auch Zeit, dass der mal geköpft wurde, immerhin war der Chardonnay von 2013- war schon überreif- seit zwei Wochen mal wieder n/zwei Glas Wein- war okay. Heute etwas trockne Lippen, Pupserei, aber doch sonst gute Stimmung in Wittenberge, der Stadt meiner Kindergartenzeit im Alter von 3-5. Ich weiß noch heute, dass ich Käse voll eklig fand, und gar nicht verstand, wie die Eltern ihren Kindern so etwas auf's Brot mitgeben können. Man hat ja mal geschaut was die anderen Kinder so mit haben. Was ich in der Zeit allerdings generell gegessen habe, weiß ich nicht so recht. Meine Mutter hat nur oft betont,sehr gesund :-) Natürlich viel gekocht, aber in dem Alter, voll okay, also schon okay, also voll normal und auch voll machbar. Kurz nach der Wende, kam in der Kurz-nach-der-Wende-DDR niemand auf die Idee Rohkost zu betreiben.

Ich weiß noch später in Ziethen, da lebten Mutter und Geschwister, sowie ich von 95'-03', dass ich da öfters mal nicht essen wollte, also mit 6, 7, 8- ich war immer sehr schlank mit 12,13 wurde ich dann dicker und dicker, bis ich mit 18 knappe 100kg wog, jetzt wiege ich zw. 65-68kg, wenn ich mich mal wiege. 10 kg weniger als vor 9 Jahren (2011), als ich auf vegan umsattelte.

Auf der heutigen Rückfahrt nach Hamburg, meine Mutter hat mich auf 3/4 der Strecke am Bahnhof Schwarzenbek rausgelassen, hatten wir eine gute Atmosphäre und wir haben uns über Fermentation und über Rohkost unterhalten und darüber, dass es gut ist, das zu tun, was gut für einen ist und das Eltern und Großeltern andere Sichtweisen haben und man auch mal gegeanstinken muss, sie es aber natürlich gut mit einem meinen. "Die Hypochonder schauen nur in sich hinein, die Ärzte haben keine Lust auf die"- "Die Luft ist verpestet, dass Wasser auch, da kannst Du Dich noch so gut ernähren und trotzdem Krebs bekommen"- solche oder so ähnliche Aussagen hat mein Opa getroffen. Ist hier dem einen oder der anderen sicherlich auch nicht unbekannt solchen Gesprächen ausgesetzt zu sein, währenddessen lag die Rohkostrevolution auf dem Küchentisch, in das meine Oma gern reingelesen hat. "Denke daran Dein gutes Buch hier wieder mitzunehmen". Eine Schwester meiner Omi ist 91, mein anderer (leiblicher) Opa ist 90. Also gute Gene. da wurde sich nie groß (bewusst) um Ernährung gekümmert. Der 91-jährigen gehe es entsprechend gut und ihre Verwandten, die nach Kanada ausgewandert sind, fragen sie, was sie nur gemacht habe, dass sie mit 91 noch so fit ist. Gut klar, alles relativ, Kriegszeiten mit gemacht... "Ich habe immer alles gegessen" sagte sie wohl... Ich habe kein persönliches Bild von ihr. Naja um's alt werden geht es mir generell nicht so, ich weiß eh, dass ich, wenn nichts verheerendes passiert, sehr alt werde, jedoch möchte ich meine Gegenwart noch angenehmer gestalten und je mehr Rohkost, desto besser. So meine derzeitig Empfindung. Langzeit-Selbststudien wären erforderlich. Das Leben, eh, Experiment!

Also wieder in Hamburg. Dazu gleich. Gestern vor der Wittenberge-Reise, hatten wir vom Theater aus noch zwei Vorstellungen von "Pfefferminztee auf dem Dach" in Heldrungen. Am Abend vorher hatte ich noch zwei Fertigsalattüten spontan gegessen und etwas vom Sauerrotkraut. Zum Frühstück am Freitag Cassia, Wasser, später nach der ersten Vorstellung, einen Demeter-Apfel, eine Rewe-Papaya, alle Kerne, paar zerkaut, hmm, vielleicht zu viele Kerne(aber zur Sättigung?), und drei kleine Demeter-Bananen. Ich musste, wenn Gelegenheit war, auf Klo. Vielleicht war das auch nur die Aufregung der bevorstehenden Konfrontation mit den Großeletern. Naja, meine Körper wollte irgendetwas schnell loswerden, vielleicht war's auch ne B12 oder D-Pille...?

Seit 18 Uhr also wieder in Hamburg, hungrig, boah, 50g kaltgeräucherten Wildschinken und 125g Rohmilchkäse(Appenzeller, thermisiert) von der Theke, dazu etwas Feldsalat und zum Käse einiges an älterem Knollensellerie und 1,5 EL Rapsöl.

Das war's erstmal für heut. Glücksgefühle beim Fischessen.

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Aktualisiert: 09.02.20 um 03:04 von Dust

Kategorien
Rohkost-Umstellungs-Tagebuch

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