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Thema: Hälfte der Zeitschriften nehmen Infos ohne zu prüfen

  1. #1
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    Hälfte der Zeitschriften nehmen Infos ohne zu prüfen

    Grüß euch,

    das ist mir diese Woche aufgefallen und möchte ich hier auch zeigen - sehr häufig wird nicht wirklich geprüft, was veröffentlicht wird.
    Der Prozentsatz ist bei Internet-Blogs mancher Herausgeber häufig noch viel höher ..

    http://science.orf.at/stories/1725951/

    Bevor Wissenschaftler eine Studie veröffentlichen, wird ihre Qualität von Kollegen und Kolleginnen überprüft. Wie schlecht dieser Peer-Review-Prozess oft funktioniert, zeigt der Selbstversuch eines US-Biologen: Eine absichtlich fehlerhafte Studie, die er an 300 Fachzeitschriften schickte, wurde von mehr als der Hälfte akzeptiert.

  2. #2
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    Grüß euch,

    ich grabe mal eben dieses Thema hier wieder aus, das ich vor über zwei Jahren gepostet hatte. Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie schnell hobbymässige wie auch gewerbliche Journalisten nicht nur im veganen Bereich sondern über die ganze Medienlandschaft irgendwelche Informationen, ja auch Studien aufgreifen die zum Teil wirklich schlecht gemacht sind oder gar ein Fake sind. Vor zwei Jahren, oben hatte ich erst darüber geschrieben. In der Firma, in der ich arbeite gibt es sogenannte Peer Reviews, in denen andere Spezialisten ein Projekt/ein Thema unter die Lupe nehmen und ernste Befragungen mit dem Projektteam durchgehen, bevor es ausgeführt wird.

    Eigentlich war/ist das auch bei Qualitätsjournalismus üblich - gewesen. Mir kommt es schon lange nicht mehr so vor.
    Insbesondere übrigens, als ich mich vor einigen Jahren auch für PR-Arbeit für eine Firma einsetzte. Eine Werbung wird geschalten? Gerne wird auch ein Artikel der werbenden Firma abgedruckt. Eine Hand wäscht die andere und redaktionelle Artikel sparen auch der Zeitung Recherchearbeit.
    Manche Zeitungen - gerade auch im Ernährungssektor, ja auch gerade Rohkost-Zeitungen enthalten oft unreflektierte Artikel, die nie einem Peer Review standhielten, ja sie wurden vielmehr so wie sie sind abgedruckt. Andere Rohkost-Zeitungen wiederum zensurier(t)en zusätzlich (mir wurde zu diversen Zeitungen einiges auch von Betroffenen erzählt).

    Wie Mann und Frau merkt, ist die Medienlandschaft nicht nur geprägt von gewerblichen oder auch Vereins-Interessen, die Vorteile erwähnen und Nachteile verschweigen (obwohl bekannt) oder Zensur in weiterem Sinn aus welcher Motivation auch immer.

    Vegane Ideologie sei bei der Rohkost (aber auch Kochkost) ein Stichwort dazu, hier werden auch immer wieder zu sehen, Tatsachen zensuriert um ein Thema gut darzustellen - siehe auch China Study versus Denise Minger: http://www.rohkostforum.net/threads/...-Skalpell-quot
    Wobei die Breite der zum Teil absichtlich dirigierten Fehlinformation sehr groß ist. Klug ist, wer gerade auch im Internet sein Gehirn einschaltet.

    Wir leben in einem Zeitalter, wo jeder Mensch sehr leicht an Informationen kommen kann. Diese große Macht und Freiheit wird zum Teil auch lenkend genützt. Hier ist es gut, sich selbst zumindest bei den Themen zu informieren, die das eigene Leben maßgeblich beeinflussen, nämlich die Versorgung durch Ernährung und ähnliche Themen.
    In der Firma nehmen manche Angestellten Zeitungen aus der U-Bahn mit und legen sie in der Küche auf. Da war kürzlich eine Schlagzeile zu lesen, dass es nun erwiesen sei, dass mit Schokolade abgenommen werden könne.

    Da dachte ich mir: Jessana, jetzt haben sie es sogar damit geschafft, es so zu verdrehen, dass das in den Zeitungen geglaubt und als Schlagzeile am Titelblatt gebracht wird. Zufälligerweise hatte ich mir gerade ein Hörbuch von Dr. Strunz angehört, der gerade über die Glaubwürdigkeit von Studien erzählt hatte. Paßt wie gegossen, dachte ich mir.

    Aber der Witz kommt erst noch. Nun habe ich erfahren, dass diese angebliche Schoko-Studie sogar ein Fake war um über die Blendung und den Reinfall der Medien insbesondere auch den Lesern klar zu machen, wie leichtgläubig die Medien alles verwenden, ggf auch nochmal geschönt und wie noch leichtgläuber manche Leser dies aufnehmen.

    Hier steht mehr zu der Studie: http://www.stern.de/wissen/mensch/fa...n-2197368.html

    Wer regelmäßig Schokolade isst, nimmt ab. Dieses Versprechen war eigentlich zu schön, um wahr zu sein und doch verbreitete sich die neue Wunderdiät im März dieses Jahres weltweit. Das "Institute of Diet and Health" hatte zuvor ein paar Probanden unterschiedliche Diäten machen lassen. Das Ergebnis war verblüffend: Ausgerechnet Schokolade half beim Abnehmen! Die Studie wurde im britischen Wissenschaftsmagazin "International Archives of Medicine" veröffentlicht, kurze Zeit später griffen Nachrichtenagenturen die gute Neuigkeit auf und Schokofans rund um den Globus freuten sich auf ein Leben ohne Verzicht.

    Blöd nur, dass das "Institute of Diet and Health" lediglich aus einer Homepage besteht. Dass sie mit dieser Studie einem Fake aufsaßen, wurde den meisten Journalisten und Lesern erst bewusst, als der verantwortliche Autor sich diese Woche zu Wort meldete. Der Journalist Paul Onneken und seine Kollegin Diana Löbl wollten mit der fingierten Quatsch-Studie zeigen, wie einfach es ist, Nonsens in der Welt zu verbreiten - und wie wenig die Wissenschaft durch Journalisten und Leser hinterfragt wird. Die Studie ist Teil von Onnekens und Löbls neuem Dokumentarfilm "Schlank durch Schokolade" (5. Juni, 21.50 Uhr auf Arte und Sonntag 7. Juni, 15.30 Uhr im ZDF), in welchem sie darstellen, wie leicht sich die Menschen von seltsamen Diätversprechen verführen lassen - und wie aus dem Wunsch schlank zu sein, Kapital geschlagen wird.
    [... mehr dazu in obigem Link ...]
    Link zur Information von ZDF: http://www.zdf.de/planet-e/mit-einer...-38615664.html

    Sendezeit der Dokumentationen Sonntag, 7. Juni 2015, 15.30 Uhr, ZDF planet e
    Freitag, 5. Juni 2015, 21.45 Uhr, Arte


  3. Der folgende Benutzer sagt Danke an Angelika für diesen Beitrag:

    Mela (01.06.15)

  4. #3
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    ... Nachtrag zu obigem Beitrag als Ergänzung zum Titel: Meinem Eindruck nach betrifft das vielmehr schon weit über die Hälfte inzwischen.

  5. #4
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
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    Neulich war in der Zeitung gestanden dass Alkohol schön macht. Das kann ich vielleicht sogar nachvollziehen.

    Rosige Wangen, entspannte Gesichtszüge

    Psychologie-Professor Marcus Munafo, der sich wissenschaftlich mit dem Konsum von Alkohol und Tabak beschäftigt, hat das in einem kleinen Versuch herausgefunden. Er und sein Team haben 40 Studenten fotografiert, erst nüchtern, dann alkoholisiert - erst nach einem Drink, dann nochmal nach dem zweiten.

    Die Bilder wurden nüchternen Kommilitonen vorgelegt. Die sollten dann bewerten, in welchem Zustand die Personen hübscher ausschauen. Und siehe da: Sie haben die leicht alkholisierten Studenten als attraktiver bewertet als ihre nüchternen Versionen. Das könnte an den Folgen des Konsums liegen: erweiterte Pupillen, rosige Wangen, entspanntere Gesichtszüge.

    Ein bisschen Bier, Wein oder Schnaps macht schön - zu viel eher wieder hässlicher. Wer sich nach dem Motto "Halb besoffen ist rausgeschmissenes Geld" heftig abschießt, wird demnach eher nicht als Schönling bei den anderen durchgehen.

    http://www.br.de/puls/themen/leben/m...aktiv-100.html
    Apropos Alkohol: Nicht dass Alkohol mich reizen würde, aber im TV haben sie gerade von der Siegesfeier des VFL Wolfsburg berichtet. Und ich dachte mir als Rohköstler kann man eigentlich so besondere Anlässe mit anderen gar nicht so richtig feiern.
    Da gehört irgenwie der Alkoholkonsum dazu.

    Man könnte jetzt ja sagen dass man sich ja bei solchen Anlässen ein Glas Wein gönnen könnte , weil das ja auch ein rohes Produkt ist, aber ich habe bei solchen Experimenten keine gute Erfahrung gemacht.
    Einen guten Weinrausch bekam ich nicht wenn ich nicht etwas gekochtes (2 Esslöffel Reis haben früher gereicht) als Grundlage gehabt habe.

    Wein auf rohen Magen ---- einmal und nie wieder.

    Und letztendlich muss man jedes künstliche Hochgefühl am nächsten Tag wieder zurückzahlen.

    "Halb besoffen ist rausgeschmissenes Geld"
    Nach dem Motto habe ich früher auch gelebt. Die durchzechten Nächte waren zwar immer magisch und supertoll, aber den nächsten Abend habe ich dann total abhaken können. Dann kam das Down.
    Und das war es mir dann irgendwann nicht mehr wert.

    In der Kneipe hat neulich jemand dem Wirt erzählt dass er keinen Alkohol mehr trinkt. Darauf fragte ihn der Wirt, wie er denn sonst seine Ekstase im Leben erleben will.
    Das war eine gute Frage, denn die Ekstase ist wichtig. Und die auf natürliche Weise zu erleben ist wohl die große Kunst.
    Große Kunst ist wohl das falsche Wort, eher die Fähigkeit des Zulassens, des Geschehenlassens, denn das Leben kreiert für einen ja im Prinzip ständig Situationen wo so richtig viel Potential drin liegt.

    Wenn ich manchmal nach Hause komme und zuvor ein paar wirklich gute Kontakte gehabt habe, wo wirklich viel passiert ist, dann bin ich völlig high, so richtig euphorisch.

    (.....es geht also auch vielleicht ohne Alkohol ) (Betrunken vom Leben, das könnte ruhig etwas öfters passieren) ( am besten jeden Tag )
    Geändert von Tom Ate (31.05.15 um 19:37 Uhr)

  6. #5
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    Da gab es einmal ein lustiges Video .. schon vor einigen Jahren ... das war eine Art Werbung für Alkohol glaube ich. Links war eine Frau und rechts war ein Mann zu sehen. Beide tranken Alkohol und wurden mit jedem Drink schöner - im Video hatten sie voll sportlich abgenommen. Leider funktionierte irgendwann der Link den ich hatte nicht mehr. Falls das Video jemand kennt, um einen Linktipp wäre ich dankbar. Wobei es allerdings glaube ich um den Eindruck ging, den der oder die Drinker(in) von ihrem/seinem Gegenüber hatte.

  7. #6
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    Bin ein bisschen spät dran aber das habe ich mir in der letzten Zeit bei vielen Studien schon gedacht
    Ja, ich würde auch behaupten, dass es mehr als die Hälfte betrifft. Oder was auch oft passiert, dass die Studien gerne mal falsch interpretiert werden bzw. "Cherrypicking" betrieben wird. Wenn man sich die Mühe macht dann selbst mal ein wenig zu recherchieren, kommen am ende ganz andere Resultate raus, die in groß angepriesenen Artikeln nicht mal erwähnt wurde (Vielleicht, weil es das Weltbild bei dem einen oder anderen verrückt?)

  8. #7
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    Zitat Zitat von Thaimin Beitrag anzeigen
    Bin ein bisschen spät dran aber das habe ich mir in der letzten Zeit bei vielen Studien schon gedacht
    Ja, ich würde auch behaupten, dass es mehr als die Hälfte betrifft. Oder was auch oft passiert, dass die Studien gerne mal falsch interpretiert werden bzw. "Cherrypicking" betrieben wird. Wenn man sich die Mühe macht dann selbst mal ein wenig zu recherchieren, kommen am ende ganz andere Resultate raus, die in groß angepriesenen Artikeln nicht mal erwähnt wurde (Vielleicht, weil es das Weltbild bei dem einen oder anderen verrückt?)

    Sehr schöner Begriff, "Cherrypicking". Ist der im Englischen/Amerikanischen üblich oder neu bzw. wie bist du auf ihn gekommen?
    "Cherrypicking" nimmt dermaßen überhand in diversen Medien (inkl. Vlogs, Youtube, Blogs, Internet aber auch self-published Bücher/E-Books), dass ich überlege, wieder ganz aufhöre, solche Medien zu konsumieren. Sie sind nicht nur Zeitverschwendung sondern leiten möglicherweise sogar in die Irre und führen zu Umwegen, die man möglicherweise mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sonst nicht gegangen wäre.

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