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Thema: Rohkost & Ketose - ein Experiment...

  1. #1
    Samenkorn Avatar von Schneehase
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    Rohkost & Ketose - ein Experiment...

    Das hier wäre dann wohl mein erster Beitrag im Rohkostforum...


    Mein derzeitiges Experiment ist eine ROHKOST-KETOSE Ernährung.
    Angesprochen wurde das ja schon im Zusammenhang mit -> AGEs und den Mitochondrien von Mister Bliss.
    .
    Zit. "Mir geht es mit einer obstlastigen Rohkost schlechter als mit einer ketogenen Kochkost."

    Genau diese Überlegung brachte mich auf den Gedanken, daß eine ketogene Rohkost bzw. Rohkost Ketose (wie genau man auch das nennen mag, muß ich noch überlegen), vielleicht besonders hilfreich für den Organismus ist..?!


    Wir kommen als Säugling zur Welt und sind dann als allererstes im Fettstoffwechsel... (s.a. Peter Mersch "Wie Übergewicht entsteht...").
    Warum sollte dieser Stoffwechselmodus also schädlich sein? Vielleicht ist er sogar nützlich...?!
    Zur Heilung, zur Entgiftung, als Dauerzustand oder als "Hauptverarbeitungsmodus" der auch immer wieder unterbrochen werden darf?!
    Wie wäre es, wenn der Körper hauptsächlich im Fettstoffwechselmodus, in der Ketose, wäre. Dann zwischendurch mal kürzere Zeit im Kohlenhydratstoffwechselmodus. Und ab und an im "Fastenmodus"...?!


    Ich habe mich mit einigen Autoren befasst, die eine ketogene Ernährung empfehlen.
    Dr. Wolfgang Lutz ("Leben Ohne Brot") hat selbst mit einer kohlenhydratreduzierten, fettreichen Kochkost Heilerfolge an über 10 000 (!) Patienen erzielt. Er war Schulmediziner und hat selber lange und intensiv geforscht. Diese Ergebnisse habe für mich starkes Gewicht. Die Ausführungen von Peter Mersch sind ebenfalls interessant. Und wenn ich mir bestimmte andere Rohkostformen anschaue, die starke Heilwirkungen und Erfolge erzielen, gibt es dort auch Gemeinsamkeiten bzw. Parallelen zur ketogenen Kost.
    Ich denke da an Robert O. Young der mit "Die pH-Diät" und "Die pH-Formel" einen Schwerpunkt auf grüne, fettreiche Rohkost legt, die er "basisch" nennt. Oder auch an Brian Clement vom Hippokrates Institut der mit "Wunderlebensmittel" eine sehr grüne Richtung vorgibt.
    Nur das in diesen Büchern der "andere Verarbeitungsmodus" - der Fettstoffwechsel - im Körper gar nicht erwähnt wird...


    Dr. Wolfgang Lutz ist 97 Jahre alt geworden. Und das, obwohl er erst ab seiner zweiten Lebenshälfte (mit 49 Jahren) mit seinem eigenen Konzept der ketogenen Kochkost begonnen hat.
    Interessant sind seine konkreten Rezepte und Empfehlungen am Ende des Buches.
    Die finde ich aus meiner jetztigen Sicht schon etwas "gruselig":
    Viel Gekochtes,
    Gebratenes,
    viel Eier,
    Milchprodukte (!)
    und Alkohol (!!) usw.


    Trotzdem hat er mit so etwas HEILERFOLGE erziehlt. Das gibt mir schon sehr zu denken. Wenn nun eine - so stark denaturierte - kohlenhydratarme Kost positive Wirkungen auf kranke Patienten hat, wie müßte dann erst eine hochwertige Rohkost mit guten, frischen Fetten und wildem Grünzeugs, Algen u.ä. wirken?!


    Was wäre, wenn man das Prinzip der grünen Rohkost mit dem der ketogenen Ernährungsweise kombiniert?!
    Genau das ist die Frage, die ich für mich gern klären möchte...


    Und ja... - sollte ich mich dann am Ende einmal gegen eine ketogene Ernährung entscheiden, dann sicherlich auf der Grundlage dieses Experimentes. Und zwar dann, wenn ich das Gefühl habe, es funktioniert nicht. Nicht aufgrund einer Überlegung, oder von Gedankengängen.
    Ich finde es wichtig, Sachen selbst auszuprobieren. Wenn es um Geschmack, Essen und Körpergefühl geht, dann sind das Dinge, die man nicht durch lesen und nachdenken klären kann.
    Ich kann mir Musik auch nicht beschreiben lassen und Bücher darüber Noten lesen.
    Ich möchte in Konzerte gehen und danach schauen, was diese Musik mit mir macht.


    Ich habe in den letzten 20 Jahren die verschiedensten Ernährungsexperimente gemacht. Und bei jedem etwas sehr wertvolles gelernt und gefunden.

    Mein Anfang war eine sehr fabrikzuckerlastige Kochkost, relativ einseitig, ganz ohne Grün und mit wenig Fleisch. (Fisch nur in Form panierter Fischstäbchen). Ansonsten ALDI Kost.
    Nach 22 Jahre habe ich dann durch ein Buch von Dr.Bruker ("Unsere Nahrung - Unser Schicksal") mich auf eine tierisch-eiweißfreie Vollwertkost umgestellt. Viel Frischkornbrei, selbstgebackenes Vollkornbrot und - zum ersten Mal in meinem Leben - regelmäßig Salate und Gemüse.
    Dann - nach 8 Jahren Brucker Kost - habe ich Ende 2000 die InstinctoTherapie (G.C. Burger) kennengelernt und über eine ganze Weile möglichst streng umgesetzt. (Allerdings fast ohne Fleisch & Fisch, die für mich nie anziehend waren, und auch grünes Gemüse konnte ich kaum essen, weil es mir so überhaupt nicht - einzeln als Monomahlzeit - schmeckte).
    Später habe ich das Konzept gelockert und auch wieder Essen gemischt und ab und an gewürzt.
    Danach kamen Experimente mit Grünzeugs hinzu - Grüne Smoothies und Säfte (Victoria Boutenko & Co.).


    Ein Experiment aus dieser Zeit hat mich indirekt zu meinem jetzigen Ketoseversuch geführt:
    Nach Robert O. Young habe ich mich damals drei Monate lang auf eine Ernährung OHNE Obst und Nüsse eingelassen. Ein sogenanntes grünes, basisches Rohkostexperiment. Für genau 3 Monate habe ich das gemacht (man könnte da auch von "durchhalten" sprechen, da so überhaupt kein Obst schon etwas schwierig war, weil ich diesen Genuß vermisste. Körperlich allerdings war ich sehr zufrieden.).
    Am Ende dieser Phase - in den letzten zwei Wochen dieser 3 Monate ging es mir sehr sehr gut. Ich hatte jeden Tag für ein bis anderthalb Stunden Euphorische Phasen. In der Regel um die Mittagszeit - ca. eine Stunde nach dem Essen - ging es mir "grundlos" unglaublich gut!! Das hielt eine Weile an... ca. 1-2 Stunden, um dann am Nachmittag wieder zur "normal" guten Laune zurückzukehren.
    Allerdings habe ich dann nach drei Monaten das Ganze beendet...
    ...mit dem erneuten (massiven) Essen von Obst und Trockenfrüchten.


    Mr. Bliss konnte mich leicht für ketogenes Essen begeistern, nachdem er mich darauf aufmerksam gemacht hatte, daß diese GrünzeugsOhneObstPhase ja zugleich auch eine KetosePhase war. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht.


    Und sofort wollte ich mehr darüber wissen und eine längere Rohkost Ketose Phase probieren.


    Ich bin jetzt seit gut 17 Tagen dabei.
    Langeweile kam bisher nicht auf.
    Und auch keine größeren Probleme.
    Von "Durchhalten" keine Rede.
    Es sieht es grade sehr gut aus...
    Ich kann eher die Beobachtungen von Inger bestätigen. Auch wenn ich sicherlich grade andere Dinge esse als sie...


    Damals kannte ich verschiedene Produkte noch nicht - bzw. war mir die Wirkung mancher Lebensmittel, die ich täglich aß nicht klar. Ich habe insgesamt in meiner Rohkost zu viele Nüsse und Avocados gegessen. Und viele grüne Lebensmittel sowie Algen und andere "Superfoods" waren noch nicht auf meinem Speiseplan.
    Jetzt, in meinem aktuellen Versuch füge ich all mein Wissen zusammen und möchte herausfinden, was das mit mir macht, wenn ich es eine rohe, ketogene Ernährung mit guten, reifen, wilden und grünen Lebensmitteln eine Weile lang fortführe.


    Was esse ich konkret zur Zeit?!

    FETTQUELLEN:
    Meine Hauptfettquellen sind Rohmilchbutter aus Österreich. Von glücklichen Kühen mit Hörnern und wilden Wiesenkräutern...
    Dazu die Pagoden Trinkkokosnüsse von Orkos.
    Rohe spanische & französiche Oliven (Orkos).


    Komischerweise kann ich grade - zum erstmal Mal seit 13 Jahren Rohkost überhaupt - Fisch essen. D.h. ich habe die letzten Wochen zweimal 50 - 70 gramm Thunfisch als Monomahlzeit gefuttert. Und ja... vielleicht probiere ich es beim nächsten Fisch mal mit etwas Grapefruit aus.


    Weiterhin sind Avocados ab und zu dabei. (Aber eher selten.)
    Das gleiche gilt für gepresste frische Öle, Leinöl und Haselnußmus und Mandelmus (Bodensee Ölmühle).
    Wobei ich die Nußmuse eher als Ausnahme und für "zum Spaß" einsetzte, denn Nüsse und Samen tun mir in der Regel und in größeren Mengen nicht gut.
    Damit habe ich eine breite Palette an Fetten. Und einen ständigen Wechsel.
    Komischerweise kann ich tagelang Butter essen - oder Kokosnüsse - ohne damit "unglücklich" zu sein.
    Eier sind übrigens auch in Demeterqualität mit im Programm.


    GRÜNFUTTER:
    Nicht nur die Kühe meiner Butter bekommen Grün, ich auch...
    Lindenblätter habe ich vor kurzem erst entdeckt. Dazu natürlich grünes Gemüse, Algen (Spirulina, Chlorella), Sprossen & Keime.
    Riesengänsefuß, Sauerampfer, Brennessel & Löwenzahn aus dem eigenen Garten... (...).


    Was die KOHLENHYDRATE angeht, bin ich die ersten Wochen ungefähr bei 26 bis 30g täglich geblieben. Dr. Lutz empfiehlt 72g als ausreichend für einen funktionierenden Stoffwechsel, der auf Fetten basiert. Das wären immerhin zwei Mangos am Tag. Das reicht für mich als Abdeckung für die süße Geschmacksrichtung völlig.
    Ich mische mir gern Butter & etwas Mango zu einem "Butterpudding" - ab und an auch mit Ei. (im Prinzip, wie es Christian Opitz in "Befreite Ernährung" beschreibt). Das funktioniert bisher prima. Auch mit einer Handvoll Cempedak Stückchen gibt das eine köstliche Créme. Wenn ich diese süßliche Fettmahlzeit habe, vermisse ich nichts mehr an Obst. Im Gegenteil, wenn ich jetzt mal zwei Mangos in die Butter mische - wie in den ersten Tagen - dann ist mir das mittlerweile viel zu Süß.




    Mein Tagesablauf sieht so ungefähr aus:
    MORGENS:
    Of nehme ich in der Frühe auf nüchternen Magen 1 TL Chlorella, Spirulina oder Moringablattschnitt.
    Zur Entgiftung, wegen des Serotonin Effekts (siehe "Wohlfühlhormon" Serotonin von Rolf Ehlers) und auch zur Nährstoffversorgung.
    Manchmal auch Baobabpulver - wegen der präbiotischen Wirkung auf den Darm ist das sicherlich nicht schlecht.


    MITTAGS gerne eine Fettmahlzeit. ("Butterpudding" oder einfach nur zwei, drei Kokosnüsse pur).


    ABENDS einen Grünen Saft oder Smoothie oder Salat oder einfach Grünzeugs pur gegessen. Oder eben umgekehrt.
    Oft ist es auch so, daß ich sooo extrem wenig Hunger habe, daß es bei nur einer Mahlzeit bleibt.




    Bisher kann ich nur sagen, daß ich mich selten so gut und ausgeglichen mit Rohkost gefühlt habe.
    Ruhe an der Trockfrucht und Obst Front. Und das ständige Denken ans Essen hat aufgehört. Und trotzdem habe ich manchmal morgens eine schneeweiße Zunge wie beim Fasten. Der Körper scheint innerlich aufzuräumen, obwohl ich nicht faste und köstliche Dinge esse...
    Ich möchte unbedingt wissen, wie das nach längerer Zeit ausschaut. Denn ich kenne niemanden, der das länger als 3 Monate mit Rohkost gemacht hätte (und dieser jemand war ich selbst).


    Ob ich später der Kohlenhydatanteil wieder über die 72g (was recht viel und schmackhaft sein kann) hochfahre und mit welchem Effekt, kann ich erst sehen, wenn ich da bin, wo ich hinmöchte. Sonst kann ich ja nie wissen was passiert. Und was nützt es mir, wenn es ein anderer macht?!
    Habe ich jemals etwas davon gehabt, wenn mir ein anderer erzählt, wie schön es ist, verliebt zu sein? Nein.
    Es macht nur Sinn, sich selbst zu verlieben und dann zu spüren, wie das ist...



    UND - es geht es ja nicht um eine dauerhafte "strenge" Ketose, an die ich mich"sklavisch" halten müßte. Es geht um die KetolyseFÄHIGKEIT des Gehirns (siehe Peter Mersch).
    Außerdem erscheint eine "Ketose" immer nur schwierig, wenn man sie als Kohlenhydratler von Außen betrachtet: der Verzicht scheint schrecklich und die Kost viel langweiliger.
    Dabei ist ja Nichts verboten. Qualitätiv kann ich alles essen, was ich will: Jackfrucht, Durian, Mangos... nur die Gewichtung verschiebt sich für einige Monate eben in eine andere Richtung. Kein Lebensmittel ist per se ausgeschlossen. Ich esse es nur eben in viel geringerem Maße als früher. Und ich merke jetzt schon stark, wie gut mir das tut.


    Jetzt wo ich mittendrin bin, verspüre ich auch keine Langeweile beim Essen.
    Viele Sachen, die ich noch vor Wochen wie ein Junkie verzehrt habe, sind nicht mehr wichtig.
    Es ist eine Ruhe eingekehrt, eine Gelassenheit beim Essen.
    Und mit dem Thema Essen.
    Das hatte ich so noch nie.


    Ich hatte auch noch nie so wenig Heißhunger wie die letzten 16 Tage.
    Eine ganze Reihe von Effekten, die Dr. Lutz beschreibt sind bei mir eingetreten und seine konkreten Empfehlungen sind ja, weiß Gott verbesserungsbedürftig.


    Im Groben ist es mein Gedanke, die Ideen aus "Wunderlebensmittel" (von Brian Clement) mit den Prinzipien von Dr. Lutz, Peter Mersch und den Erfahrungen aus meiner Instincto Zeit zu kombinieren. Dabei noch hilfreich ins "Große Rohkostbuch" gucken.
    Und mit einer vielfältigen Auswahl zu arbeiten, gut zu Kombinieren... und ja... einfach die 30g bzw. die 72g Kohlenhydrat (6Broteinheiten - oder für mich besser "MangoEinheiten") täglich nicht zu überschreiten.



    Ich experimentiere einfach mit den besten und vielfältigsten Lebensmitteln die ich kenne und vielleicht lasse ich später mal das eine oder andere raus - oder baue noch Neue mit ein.
    Was bei dem Projekt hilfreich - und was weniger hilfreich ist - versuche ich grade rauszufinden.
    (Wie zum Beispiel der tägliche Avocadokonsum in meiner allerersten unbewußten KetoPhase).


    Dr. Lutz schreibt, daß es Monate braucht, bis sich der Körper voll "regeneriert". Und der Hormonhaushalt wieder in Ordnung gebracht wird. Und ich möchte wissen - erleben - ob das stimmt. Und wie ich mich dann fühle.
    Ich habe in meinem Leben so viel Scheiß gegesen, daß ich nun dieses 6 oder 12 Monate auch noch in den Sand setzen kann... das wäre jetzt nicht mehr so entscheidend.



    Es geht nicht darum, dauerhaft nur in Ketose zu leben. Die Fähigkeit zum Arbeiten mit dem Fettstoffwechsel soll bei dem Experiment einfach wieder in vollem Umfang hergestellt werden. Danach dürfen auch ab und an Kohlenhydratphasen und auch mal Fastenmomente und dann wieder Fette Zeiten kommen.
    Ist mein Körper später wieder voll ketolysefähig und arbeiten meine Mitochondrien dann wieder mit Fetten und ist durch das Ganze eine andere Darmflora entstanden - vielleicht reagiert mein Körper dann auch ganz anders auf kleinere Kohlenhydratphasen als er das jetzt tut, bzw. bisher getan hat.


    Wer weiß?
    Ich möchte es selbst herausfinden...


    Liebe Grüße an alle hier...







    P.S. ...es hat mir bisher viel Spaß gemacht Eure Beiträge zu den verschiedenen Themen zu lesen und bin gespannt auf weiteres Feedback!


    Geändert von Markus (07.09.13 um 10:24 Uhr) Grund: Link zu erwähntem Thema eingebaut

  2. Die folgenden 6 Benutzer sagen Danke an Schneehase für diesen Beitrag:

    Christian (04.09.13), Entwanderer (04.09.13), Manu (04.09.13), Mr. Bliss (06.09.13)

  3. #2
    Administrator Avatar von Angelika
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    Herzlich Willkommen Schneehase !!

  4. #3
    Bluna
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    Hi!
    Ist ja klasse , ich mache auch seit Anfang der Woche mein erstes Experiment in Sachen Roh-Ketose.
    Noch bin ich gut gelaunt und vermisse die Kohlenhydrate nicht so. Vllt schreibe ich deswegen jetzt so groß.

    Ich hoffe, das bleibt so.
    Bei mir gibt es verstärkt Fettiges zu essen ( absolut Nuss-und Ölfrei), gefolgt von wenig Eiweiß, Eigelb und vielen Salaten.
    Ich bin auch sehr gespannt wie sich das anfühlt, wenn sich mein Körper umgestellt hat.
    Lesen, informieren und dann "machen" ist ja doch immer ein krasser Unterschied.
    Wenn ich ehrlich bin, habe ich etwas Angst, oder sowas wie ein komisches Gefühl in mir, ob es tatsächlich gut ist, soooo fettig zu essen.
    Das liegt bestimmt daran, dass man Hirnmäßig seit eh und je darauf getrimmt ( manipuliert) wurde, dass zu viel Fett böse ist. Da denkt man sofort an Herzinfarkt, Bluthochdruck, Schlaganfall und solche Geschichten. Dabei geht es doch viel eher darum, welche Fette man isst! Und, dass man entweder das eine macht in Sachen Ernährung, oder das andere. Also sich den Stoffwechsel quasi aussucht. Das geht! Cool.

    Was ich jetzt erreichen möchte ist:

    Erfahrung
    Bluna muss immer mit reden können , lesen heißt gar nix
    Eine Rohkostpraxis, die befriedigender ist auf dem psychischen Sektor Bluna muss einfach weniger bluna sein und viel seriöser
    " " wo man mit weniger Essen auskommt als wie sonst Bluna muss sparen und lernen bewusster und somit auch weniger zu essen

    LG Bluna

  5. Der folgende Benutzer sagt Danke an Bluna für diesen Beitrag:

    Manu (04.09.13)

  6. #4
    Sprössling Avatar von Manu
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    Schneehase (und auch Bluna): ihr beiden sprecht mir gerade aus tiefster Seele, denn ich mache derzeit zu 99 % genau das, was Schneehase berichtet. Rohmilchbutter hatte ich schon überlegt, aber noch nicht getestet (ist ja ein Milcherzeugnis, da bin ich skeptisch). Meine Fettquellen sind hauptsächlich Oliven, Macadamianüsse, Kokosnüsse (Pagode und ganz reife) und Fisch (obwohl Fisch eher Eiweißlieferant). Bei mir war es allerdings so, dass ich nach 811 genug von dem ganzen Obst hatte, besonders mein Darm und meine Haare. Auch finanziell war es teilweise ein Problem mit dem ständigen Einkaufen und eben auch ständigem Essen, weil ich wirklich den GANZEN Tag Hunger hatte, egal, ob mit oder ohne Sport, mit oder ohne höheren Fett- und / oder Grünanteil. Ich versuche derzeit, nur eine Mahlzeit am späten Nachmittag zu essen. Wenn es dabei zu wenig war, dann am nächsten Mittag halt ein extra Salat oder Smoothie, die ich allerdings auch immer seltener konsumiere, trotz extrem wenig Obst darin (max. halbe Orange oder Grapefruit oder ein Drittel Banane, wenn überhaupt). Ich habe mich schon während meiner 811-Zeit kurzzeitig von einem größeren Gemüse- und Grünanteil mit deutlich weniger Obst ernährt, und habe mich daran in den letzten Tagen oft erinnert. Besonders ist mir das damals beim Dauerlauf aufgefallen. Da kam nämlich der Trainer sogar zu mir ans Laufband und fragte, wie lange ich denn noch gedenke, weiter zu laufen (nach ca. 1,5 Stunden und keine Ermüdungszeichen!! Da war ich wohl auch schon unbewusst in Ketose.). Ich fühle mich am besten, wenn ich etwa 2 Feigen oder ein Stückchen Papaya gefolgt von einem Salat mit Schnittlauch und ein paar Macadamias esse. Und was mir in letzter Zeit sogar selbst an mir aufgefallen ist: meine Haut ist so unglaublich weich!!!! Auch mein Gesicht sieht reiner aus, die Fältchen, die ich vor 811 auch nie hatte, aber durch das viele Obst irgendwie entstanden waren, sind wieder weg!! Und ich habe so gut wie keine Gasbildung mehr. Mein Darm scheint sich total zu erholen. Am Anfang hatte ich Konzentrationsprobleme, da hab ich wohl doch etwas zu viel Fett gegessen, aber das geht jetzt auch wunderbar, kann bei der Arbeit auch wieder total komplex denken (das ging früher nur mit Schoki, mit Obst nie). Ich werde das beibehalten, so lange ich mich damit gut fühle; ich lasse das Obst ja nicht rigoros weg, aber eben sehr kleine Mengen. Müsste aber auch die Blutwerte mal checken lassen. Bei zuviel Fett wird der Stuhl doch etwas zu hell. Da passe ich dann den Fettanteil weiter an. Jedenfalls ein fettes DANKE an euch beide. Weitere Erfahrungsberichte dringend erwünscht.

  7. Die folgenden 2 Benutzer sagen Danke an Manu für diesen Beitrag:

    Entwanderer (04.09.13)

  8. #5
    Banani
    Guest
    Hallo!

    Sehr interessante Beiträge.
    Ich finde auch gerade Gefallen am fettreichen Essen. z.B. 3 Avokados am Tag. Aber durch Rohmilchbutter bin ich davon abgekommen. Die aus dem Münchner Manufaktum ist ja so was von lecker. Habe da aber festgestellt, daß sie "mit Rohmilch" gemacht ist, d.h. es wird wohl noch andere Milch verwendet worden sein. Kennt vielleicht jemand eine Quelle in München bzw. im Internet zum Bestellen, wo man 100% Rohmilchbutter beziehen kann?
    Dann noch eine Frage: Was sind ALEs und AGEs ??

    Vielen Dank.

  9. #6
    Sprössling Avatar von Manu
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    Hallo Banani,

    Rohmilchbutter habe ich bei Amazon gesehen, aber eben noch nicht getestet. In München kenne ich bisher (noch) keine Quelle. Vielleicht fragst du mal Markus, der ist öfter in München in Sachen Rohkost unterwegs.

    ALEs steht für advanced lipoxidation endproducts, AGEs für advanced glycation endproducts. Wiki gibt Auskunft dazu, auch in Angelikas Rohkostbuch steht etwas darüber und was zu beachten ist.

    Hier noch ein Link: http://www.mysnip.de/forum-archiv/th...r+Rohkost.html

    Wie sieht es bei euch so mit dem Körpergewicht aus? Nehmt ihr zu oder ab?

  10. #7
    Lena
    Guest
    Hey,

    könnte eine von euch "Ketose-Experimentlern" mal so aufzählen was ihr am Tag esst, also einfach nen Tagesplan? Würde mich sehr interessieren! Kann mir (persönlich) irgendwie gar nicht vorstellen, das Rohkost ganz ohne Obst noch Spaß macht

    Vielen Dank schonmal!

  11. #8
    Samenkorn Avatar von Schneehase
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    Danke
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    Danke erhalten: 7 Mal in 2 Posts
    Juhuu... hu...
    Hey... das freut mich sehr, daß hier einige von Euch auch in dieser Richtung experimentieren...
    (mittlerweile habe ich auch die Großbuchstaben verstanden...)

    @ Banani Ich bestelle meine Rohmilchbutter tatsächlich aus dem Internet:
    http://www.schätzeausösterreich.at/
    Diese (Süßrahm)Butter ist hervorragend. Angelika schreibt ja, daß es wichtig ist, daß die Kühe
    ihre Hörner noch besitzten... Auf diese "Feinheiten" achten sie dort auf dem Hof.
    Die Website ist auch sehr informativ...
    Und der Versand per Kühlbox läuft sehr gut.

    Übrigens bin ich grundsätzlich kein Fan von Milchprodukten. Ich halte besonders das Milcheiweiß für problematisch. Da Butter fast frei davon ist, mache ich in diesem Punkt eine Ausnahme. Zumal ich Butter sehr gut vertrage...
    .


    @Bluna:
    Zitat Bluna
    "Da denkt man sofort an Herzinfarkt, Bluthochdruck, Schlaganfall und solche Geschichten. Dabei geht es doch viel eher darum, welche Fette man isst!"
    Dr.Lutz hat in Tierversuchen mit Hühnern herausgefunden, daß es gerade die Kohlenhydrate (Getreide, Maisfütterung) sind, die bei den Tieren Arteriosklerose verursachen. Ernähren sich die Hühner natürlich, von Würmern, Insekten u.ä. - also Fett & Eiweißreich - bleibt dieses Krankheitsbild aus. Allerdings auch die täglichen Eier!
    (Sprich, der Hormonhaushalt wird durch die vielen Kohlenhydrate so massiv gestört, daß sie später täglich Eier legen...).
    Wäre interessant solche Beobachtungen mal grob auf den Menschen zu übertragen... (...).

    @Manu
    Das Ausbleiben ständiger Hungergefühle ist für mich sogar entscheidend. Ich spare nie am Essen, kaufe mir oft die besten und teuersten Lebensmittel, aber nun merke ich, daß ich wirklich weniger esse. Als Kohlenhydrati habe ich teilweise mein ganzes Geld in Trockfeigen, Obst und Nüsse (von Orkos!) verpulvert - ohne das ich am Ende wenigstens satt gewesen wäre. Meist hat mich das viele süße Zeugs aggressiv und "dumpf" gemacht... plus Muskelkrämpfe gratis dazu.

    Und zur Zeit genieße ich einfach die Ruhe und Gelassenheit, die mit dem Fettstoffwechsel kam...

    Ich nehme kaum ab/kaum zu. Halte grade mein Gewicht konstant sei 3 Wochen.


    @Lena
    Ich esse morgens fast nix. Vielleicht einen EL Spirulina Pulver. Mittags einen Butterpudding, d.h. ca. 100g Rohmilchbutter, 3 Eier, 200g Mangofruchtfleisch (macht 26g Kohlenhydrat in Form von Zucker). Das ist "voll ketogen"...

    Nach dem "Pudding" bin ich oft pappsatt.
    Am Abend vielleicht noch ein paar Grüne Blätter aus dem Garten oder einen grünen Gurken/Brennnesselsaft.
    Das war's.
    Es läuft erstaunlich simpel und zugleich befriedigend. Dieser kleine süße Anteil in der Butter reicht mir völlig an "Obst"... Dazu wird die Aufnahme des Zuckers durch das Mischen mit dem Fett verzögert, d.h. keine großen Blutzuckerschwankungen...

    Und... Fette können sooooviel Spaß machen...

    Das iss wie früher: Kuchenteig naschen oder Buttercremetorte futtern...

  12. #9
    Bluna
    Guest

    Danke für die Info Schneehäschen, gruß an Mr.Bliss


    Geändert von Markus (05.09.13 um 19:51 Uhr)

  13. #10
    Igel
    Guest
    Danke Schneehase für deinen wunderbaren Erfahrungsbericht und auch allen anderen für eure Ehrlichkeit.

    Was mir nur unklar ist liebe Manu und auch Schneehase: Das Kokoswasser der Pagode empfinde ich als zuckersüß. Haut euch das nicht aus der Ketose? Oder verwendet ihr dann nur das Fruchtfleisch?

    Ich werde euch folgen, denn bei diesem Experiment habe ich ein gutes Gefühl :-)

    Lg Igel

  14. #11
    Sprössling Avatar von Manu
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    Hallo Igel,

    ich bin wohl nicht ganz "ketogen", d. h. ich esse gelegentlich etwas Obst, aber nie allein, immer in Verbindung mit Salat / grünen Blättern, die / der entweder eine Fettkomponente enthält oder ich esse danach etwas Fettreicheres. Meine Grundlage sollen auch für immer - egal, welchen Makronährstoff ich nun bevorzugt esse - grüne Blätter, Spinat und Salate sein. Die tun mir einfach am besten.

    Wegen des Kokoswassers: ja, das ist schon recht süß. Ich trinke das auch eher selten oder verdünne es für den Sport, aber ich mag das Schwabbelfleisch innen so gerne.

    Ich habe auch nicht das Verlangen nach sooo viel Fett wie Schneehase. Ich esse nur soviel, dass mein Energielevel in Ordnung ist. Ich beschränke mich auch auf max. 2 Mahlzeiten pro Tag, manchmal auch nur eine. Wenn ich größere Fettmengen esse, leidet mein Trainingszustand.

    Kohlenhydrate verbrauchen viel Sauerstoff beim Laufen, das habe ich jetzt schon öfter gemerkt, aber bei zu viel Fett kommt man erst gar nicht in die Gänge (und mit Eiweiß fange ich keinesfalls an, herumzuexperimentieren). Wenn man nicht mehr so oft isst, braucht man auch viel weniger insgesamt an Nahrung. Ich denke, das Volumen der Nahrung selbst spielt hierbei auch eine Rolle (Ballaststoffe).Außerdem spart man ne Menge Geld und Zeit.

  15. #12
    Samenkorn Avatar von Schneehase
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    Schneehase an Igel...

    Ketose oder eine ketogene Ernährung heißt nicht, daß da überhaupt kein Zucker oder süße Lebensmittel dabei sein dürfen. Es darf - ja es sollte sogar - ein kleiner Teil an kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln dabei sein. Und, ja... ich liebe den Pagodensaft. Ich trinke ihn sehr gern und er tut mir sehr gut. Wichtig ist, daß der Anteil der Kohlenhydrate einen gewisses Maß nicht überschreitet.
    Mit unter 30g pro Tag kommst Du auf jeden Fall in den Ketosestoffwechsel. Dr. Wolfgang Lutz schreibt, daß auch schon bei 72 g Kohlenhydrate pro Tag der Körper in den Fettstoffwechsel kommt... Dadurch sollen im Gehirn Enzyme aufgebaut - aktiviert - werden, die in der Lage sind aus Ketonkörpern Energie zu gewinnen. Wenn das Gehirn voll ketolysefähig ist, kann es den Großteil seines Energiehungers dann über Ketonkörper (die in der Leber aus Fettsäuren gebildet werden) gewinnen.

    Ich stelle mir das vor wie beim Sport:
    Du trainierst einmal ein paar Monate richtig gut und viel und baust Muskeln auf.
    Danach mußt Du nicht immer jeeeeden Tag Sport machen. Du wirst diese Muskelmasse nicht sofort verlieren. Es dürfen auch mal Tage oder eine Woche ganz ohne Sport folgen. Hauptsache, Du beginnst nach diesen kleinen und größeren Pausen wieder mit dem Training.
    Und hier sehe ich das genauso: Ich bin jetzt wochenlang fast täglich unter diesen 72g Kohlenhydraten (meist bei 30g) geblieben. Sollte mal ein Tag Kohlenhydratreicher sein, ist das kein Drama. Am nächsten oder übernächsten Tag gibt es wieder viel Fett und die übliche kleine Zuckerration. Somit wird der Körper weiter in Richtung volle Ketolysefähigkeit gelenkt.

    Ja... und wenn er das richtig gut kann... mal gucken, was dann passiert...


    @Manu:
    Mich würde interessieren, bei wieviel Gramm Kohlenhydrat Du so liegst?! Ich mache mir zur Zeit die Mühe, ma mit ner Waage abzuwiegen. Denn 72g Kohlenhydrat kann echt ne Menge sein (z.B. zwei mittlere Mangos). Von daher würde ich vermuten, daß das sehr ketogen sein könnte, was Du da machst...




  16. #13
    Sprössling Avatar von Manu
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    Ja, jetzt, da ich auf die KH-Grammzahl mal ein Auge werfe, könnte das sehr gut hinkommen. Da ich mich ja meist auf eine Mahlzeit beschränke, esse ich doch recht wenig Obst pro Tag. Entweder eine kleine Papaya oder 2 Feigen oder 1 große Aprikose. Allerdings habe ich meistens irgendein stärkehaltiges Gemüse im Salat wie Kürbis, Zucchini, Möhre etc. Nicht viel, aber immerhin. Aber 70 g werde ich wohl kaum überschreiten.

    Ganz ohne KH will ich auch nicht bleiben, da ich in so nem Biochemieschmöker mal gelesen hab: Das Fett verbrennt in der Flamme der Kohlenhydrate. Dafür ist ein Stoff (Oxy....irgendwas) verantwortlich. Andersherum isst man ja selbst bei 811 etwas Fett. 2 Mangos könnte ich wegen des Fructose-Gehalts sowieso nicht mehr essen. Ich reagiere inzwischen sehr extrem auf Fruchtzuckerüberschuss, auch Bananen und Rosinen vermeide ich, wo es irgendwie geht, obwohl ausgewogen.

    Heute allerdings hat es mich total erwischt: Hab heute Morgen beim Türken so lecker aussehende Pithayas und Feigen entdeckt, die haben nach dem Kauf keine 2 Stunden mehr überlebt. Das ging dann leider den ganzen Tag so weiter. Aber morgen ist ja ein neuer Tag ....

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  18. #14
    Bluna
    Guest
    Guten Abend!


    Wer sich für Rohkost interessiert, dem scheint Silkes Blog sicher nicht entgangen zu sein.
    Da ihre Beiträge mich sehr verunsichern, was Ketose angeht, möchte ich sie hier zur Diskussion stellen:


    http://rohelust.blogspot.de/2013/04/...ist-super.html

    http://rohelust.blogspot.de/2013/02/ketose.html

    Der Prof hat ganz klar gesagt, dass Ketose auf die Dauer schädlich ist. Im Internet findet man das niergendwo so eindeutig. Ketose, oder besser, Ketoaszidose, bekommen nämlich auch unbehandelte Diabetiker. Ist logisch, die Zellen sind Insuinresistent und können demnach keine Glucose aufnehmen, der Körper muss was anderes finden, wovon er leben kann, und produziert Ketonkörper, die die Zellen statt dessen aufnehmen. Das hat erstmal zur Folge, dass der Atem wie Nagellackentferner stinkt, also nach Aceton, worin die Ketonkörper abgebaut werden. Außerdem wird der pH-Wert des Bluts zu sauer und das kann auf die Dauer lebensbedrohlich werden, weil Enzyme einen ganz bestimmten pH-Wert brauchen bei dem sie optimal arbeiten können. LowCarb ist demnach ebenso schädlich wie es Abnehmpillen und Co. sind. Selbst wenn man LowCarb vegan machen würde, wäre es schädlich! Auf die Dauer wohlgemerkt. Warum ruiniert man seine Gesundheit so, nur um etwas weniger zu wiegen?


    Und dann kam ich auf die Idee mir den Vortrag von Christine Volm über Kokosöl anzuschauen. Christine hat u.a. Biochemie studiert und ich war neugierig wie sie biochemisch darauf kommen kann, dass Kokosöl toll ist, auch wenn es voll von gesättigten Fetten ist, die den Cholesterinspiegel ansteigen lassen. Sie beruft sich in dem Vortrag auf eine Studie die gezeigt haben soll, dass Kokosöl ausschließlich den HDL und nicht den LDL Cholesterinspiegel beeinflusst, was ich, aus eigener Erfahrung, nicht glaube. Ich hab sie gebeten mir die Studie rauszusuchen, damit ich dem mal nachgehen kann.

    Außerdem erzählt sie, dass Triglyceride vom Körper in Ketone umgewandelt werden, welche der Energiegewinnung dienen. Triglyceride sind in Kokosöl enthalten.




    Dennoch, tierische Produkte haben ja nicht nur negative Auswirkungen auf den Cholesterinspiegel, sondern auch auf andere Prozesse im Körper. Die Nieren werden zu stark belastet und die Krebsentstehung wird auch damit in Verbindung gebracht. Bei Diabetes kann das durchaus funktionieren, weil man ja keine Kohlenhydrate zu sich nimmt und somit kein erhöhter Blutzuckerspiegel entsteht.

    Zudem habe ich gelesen, dass das Hirn nur 70% der Ketonkörper zur Energiegewinnung nutzen kann. Ich für meinen Teil ziehe es da doch lieber vor 100% Energie aus Glucose nutzen zu können.


    Zuerst hätte ich gerne gewusst, ob die Ketose dümmer macht !!!( @ Silke: Zudem habe ich gelesen, dass das Hirn nur 70% der Ketonkörper zur Energiegewinnung nutzen kann. Ich für meinen Teil ziehe es da doch lieber vor 100% Energie aus Glucose nutzen zu können.)

    lg, Blu
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  19. #15
    Sprössling Avatar von Manu
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    Ich hab da auch so meine Bedenken mit absoluter Ketose, aber ebenso weiß ich aus intensiver eigener Erfahrung, was KH - auch in geringerem Umfang - meinem Körper antun: Migräneanfälle, Cellulite, sehr schlechte Gesichtshaut (auch von Obst!!), aggressivere Haltung anderen Menschen gegenüber, ständig Hunger(Attacken), Heißhunger auch auf Fettiges und Ungesundes, Haarausfall, Pilzerkrankungen (Nägel, Darm), ständige Erkältungen, hoher Schlafbedarf (übrigens auch bei zu viel Fett). Nein, danke. Da lebe ich lieber ein paar Jahre weniger, dafür aber glücklich, mit weniger Nahrungs- und Erholungsbedarf. Außerdem habe ich immer die Erkenntnisse von der Schatalova im Hinterkopf. Sie hat zwar auch Obst und Graupen (teilweise) gegessen, aber ihre Gesamtkalorienaufnahme lag nie über 800 kcal, wie sie zumindest schreibt. Das ist auch der Grund, warum ich mich nicht mit Fett vollstopfen werde. Auch hierbei gilt Maß halten.

    Ich denke auch, dass es immer eine Frage dessen ist, wie man die Ketose / Low Carb-Ernährung betreibt. Wer nach Atkins (auch auf roher Ebene) isst, sorry, dafür hab ich dann bei späteren Problemen kein Verständnis. Für mich waren und bleiben grüne Lebensmittel der Dreh- und Angelpunkt. Alles andere dient nur dazu, meine Energie aufrecht zu erhalten, da Grünzeug nicht genügend Kalorien liefert. Danach kommen kh-arme Gemüsefrüchte in geringem Maße und erst danach Fettreiches, gutes Eiweiß und etwas Obst.

    Aufgrund von 811 habe ich gesehen, was Extreme mit dem Körper anstellen (können). In diesen Strudel will ich nie wieder geraten. Ich fahre auch gern und viel in Urlaub und habe keine Lust, mir jedes Mal intensiv Gedanken darüber zu machen, was ich denn im Hotel / Camping so essen kann. Ketogene Ernährung liefert auch hier den Vorteil, dass man durchaus aus mal 1, 2 Tage ganz ohne Essen auskommt. Und was auch sehr wichtig ist: die richtige Fettsäurenbalance, davon hier etwas "Sportliches" von Dr. Sears, der auch ganz interessante Erkenntnisse gewonnen hat (ist aber eben auch nur ein Teil vom großen Ganzen):


    By 1989, I thought I had finally gotten this concept down to a science. A more complex science than I had originally thought, but one still governed by some basic biochemical rules. However what finally gave me the insight for the OmegaRx Zone was my work with elite athletes.

    I began to notice that some of the elite athletes I was working with would have great training sessions, but then not do as well during competition. Others would do extremely well. When I started to ask them if they were doing anything different from a dietary standpoint prior to competition, it turned out that those who were carbohydrate-loading prior to a competition always appeared to do worse than those who maintained a consistent diet. I racked my brain trying to understand what had gone wrong or what had changed to explain this sudden shift in their eicosanoid status. Then it struck me. It was carbohydrate-loading that was increasing their insulin levels. This also explained the rapid decrease in the performance of the Stanford University swimmers who switched off my dietary recommendations and went back to eating dorm food composed primarily of high-density carbohydrates.

    A trip to the bowels of the MIT library confirmed my suspicion. There I found previously published research that demonstrated that high levels of insulin activate the delta-5-desaturase enzyme, whereas glucagon inhibits this enzyme's activity. All the hormonal benefits I had carefully crafted for each athlete to manipulate their ratios of DGLA to AA were being undermined by the surge of insulin caused by their elevated carbohydrate intake. This increase in insulin stimulated the delta-5-desaturase enzyme to increase the production of AA at the expense of DGLA. For these athletes, the result was that a highly favorable DGLA to AA ratio created during training quickly became a very undesirable ratio at the time competition. It was the same spillover effect that I had observed in the early days of learning how to fine-tune eicosanoid levels. It was at that point I knew that I would never be able to control eicosanoid levels without controlling insulin first. It was back to the drawing board.

    Was there any confirming evidence that high levels of insulin would affect the DGLA to AA ratio in humans? Fortunately, that information was published in 1991. The goal of that research was to maintain a high level of insulin for six hours in both normal subjects and patients with Type 2 diabetes (who are characterized by excessive insulin levels After only six hours of exposure to elevated insulin levels, the ratio of DGLA to AA in the bloodstream in both healthy individuals and Type 2 diabetics had dropped by nearly 50 percent. The elite athletes who were carbo-loading prior to competition were suffering the same decrease in DGLA/AA ratios by eating more high-density carbohydrates (grains, pasta, and starches), thus increasing insulin, which caused a rapid deterioration of their DGLA/AA ratios.

    http://www.drsears.com/ArticlePrevie...6/Default.aspx

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