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Thema: Was spricht dagegen, erhitztes Fleisch zu essen?

  1. #1
    Bluna
    Guest

    Lightbulb Was spricht dagegen, erhitztes Fleisch zu essen?

    Hallöchen ,


    ich bin auch mal wieder da und schon lege ich los mit einer Frage, die für mich selbst eigentlich weniger noch eine ist,


    aber,

    zu meinem großen Erstaunen ^^,
    definitiv noch nicht ganz abgeklärt ist bei Rohkostinteressierten/praktizierenden( überw.), was mich doch sehr verwunderte!

    "Was soll denn so schlimm daran sein, das Fleisch zu kochen? Hast du gute Gründe, um sowas nicht zu tun?"

    Ja, ich habe Gründe, aber ich glaube die reichen nicht.
    Deswegen möchte ich jetzt ganz viele , so viele Gründe die es gibt!!!!- sammeln. Genau hier, wo sich doch so viele,
    zumindest Ernährungsbewusste,angemeldet haben!

    Meine Gründe um Fleisch nicht zu denaturieren und zu verputzen sind wie folgt:

    Man riecht nicht gut
    Schmerzen
    Schlechte Laune
    Blässe
    Müdigkeit

    Womit das zusammen hängt, könnte man wissenschaftlich erklären, ich versuche es mal.

    Der Harnsäurespiegel steigt an, Rest kapiere ich nicht, irgendwelche Kristalle die einen nicht bereichern, setzen sich im Gelenk/ Muskel ab und pieksen.
    Schlechte Laune, weil man ist übersäuert.
    Blässe, weil die weißen Blutkörperchen vermehrt in Aktion sind, weil der Körper erhitztes Eiweiß als Gift erkennt und ausschaltet.
    Müdigkeit, weil meine Energie völlig hops geht beim Auseinanderbauen dieser denaturierten Eiweißbälle, so dass ich erst dann Energie wieder bekomme, wenn ich wohl eingepennt bin.

    Was weiß ich.
    Genau.
    Und was wisst Ihr?


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    lg, Bluna
    Geändert von Bluna (03.09.13 um 15:31 Uhr)

  2. #2
    thokoe80
    Guest
    Ganz einfach: weil die Struktur der Aminosäuren / des Proteins zerfällt. Fett zu erhitzen ist vermutlich auch kritisch. Wird ja dann ranzig.
    Geändert von thokoe80 (03.09.13 um 16:58 Uhr)

  3. #3
    Sprössling
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    Josef Stocker postuliert

    Fleisch: Eiweiß wird durch braten, kochen und unsere Verdauung denaturiert; aber
    die für uns unbedingt wichtigen Aminosäuren bleiben dabei unbeschädigt!
    Das mag zutreffen, aber ich gehe davon aus, dass u.a. durch Kochen auch einige Vitamine deutlich vermindert werden dürften.

    Beim Braten/Grillen entstehen natürlich auch noch die AGEs /ALEs.


    Demnach wäre kochen im Salz-Wasser wohl noch die schonendste Erhitzungs-Variante.


    Thomas, wird Fett denn überhaupt durch den Erhitzungsvorgang ranziger als sonst?!
    Geändert von Markus (03.09.13 um 19:28 Uhr)

  4. #4
    thokoe80
    Guest
    Zitat Zitat von Entwanderer Beitrag anzeigen
    Thomas, wird Fett denn überhaupt durch den Erhitzungsvorgang ranziger als sonst?!
    Was soll ich zu so einer Frage überhaupt schreiben ? Das steht in jeder billigen Hausfrauenzeitschrift mittlerweile oder in der Bildzeitung.

  5. #5
    Markus
    Guest
    Hi Bluna,

    die von dir genannten negativen Effekte bei gekochtem Fleisch kann ich insoweit bestätigen. Ich merke es manchmal stärker und manchmal weniger.

    Dazu ergänzend ein paar einfache unwissenschaftliche Punkte, warum ich roh besser finde:


    Bequemlichkeit

    • man benötigt keinen Platz für Pfannen und Töpfe
    • man muss keine Pfannen und Töpfe reinigen -> spart das Saubermachen in der Küche fast komplett. Keinen Filter vom Abzug tauschen, keine Fettspritzer an der Wand etc.
    • man braucht weniger Zeit zum herrichten -> einfach rein beissen
    • man hat kein Gelästere durch Vegetarier, die der Geruch von gekochtem Fleisch anwidert
    • man kann sich diverse Zutaten oftmals und generell sparen, weil Fleisch und Fisch roh gegessen auch komplett ohne Beilagen schon sehr geil schmeckt nach einer gewissen Anpassungszeit -> man spart sich dadurch die ewigen Rezeptbücher und braucht auch keine unendlichen Zeiten für die 1000dste Kochshow mehr aufbringen.



    Natürlichkeit

    • ich bin einfach "näher beim Tier" - esse bewusst ein Tier und kein Produkt, das lediglich noch einen Tiernamen trägt. Stichwort "bewusstes Essen".


    Freude

    • es macht mehr Freude, die Teile selber zu zerlegen, als immer nur fertig zubereitetes "vorgekautes" und mundgerecht Geschnittenes auf dem Teller liegen zu haben. Man freut sich, wenn das Handwerk gut funktioniert und man den Fisch dann schön auseinander genommen hat. Filet ist aber natürlich auch öfter mal nett
    • es macht auch mehr Freude, teils oder ganz mit den Fingern zu essen finde ich.



    Was fällt den anderen noch ein dazu?

    MfG. Markus

  6. #6
    Sprössling Avatar von Manu
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    Ich denke, dass auch die Enzyme eine Rolle spielen. Beim Erhitzen wird ja alles abgemurkst. Sonst könnte ich ja auch gekochtes Gemüse essen (abgesehen davon, dass bei gekochtem Gemüse dessen Stärke den Insulinspiegel hochtreibt). Wie Markus schont erwähnte, hat man ohne Erhitzen noch den vollen Geschmack. Ich kann hier allerdings nur von Fisch sprechen. Ja, genau, ich bin seit etwa 2 Wochen Ex-Rohkostveganerin und habe mich dazu durchgerungen, vorerst mal rohen Hering in kleinen Mengen in meinen Speiseplan aufzunehmen. Fleisch bleibt allerdings in jeglicher Form weiterhin tabu. Ich könnte mir auch vorstellen, dass dem Fleisch beim Erhitzen das Wasser komplett entzogen und dadurch deutlich schwerer zu verdauen ist und länger im Darm verbleibt, wo es bei regelmäßigem Verzehr wohl auch zu Krankheiten kommen kann.

  7. #7
    Administrator Avatar von Angelika
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    Grüß dich,

    hier kann ich erst später mehr antworten.

    Erhitztes Fleisch vertrug ich immer am schlechtesten - ganz schlimm bei lange erhitztem Fleisch wie Schweinebraten oder ähnliches.
    Alpträume sind das mindeste das ich davon bekam - ich vermute, weil ich danach beim schlafen schwitze.
    Grundsätzlich sind sie die "beste" AGE/ALE-Quelle (= Maillardprodukte-Quelle / Quelle für Zivilisationskrankheiten) und damit die Nr. 1 die ein(e) halbwegs ambitionierte(r) RohköstlerIn meidet. Wir können AGE/ALEs nur zu einem Teil umbauen, der Rest verstopft den Übergang vom Blut zu den Zellen (usw).

    Mit lieben Grüßen
    Angelika

  8. #8
    Lebertran
    Guest
    Natürlich hat es Nachteile Fleisch zu erhitzen. Die Sache ist eben die, dass ich rohes Fleisch nicht so gerne esse und ohne Hitze das wohl zu wenig konsumieren würde.

    In rohem Fisch ist beispielsweise auch Thiaminase enthalten, welches Vitamin B1 zerstört, also Vorsicht! Brauner Reis ist ein hervorragender B1 Lieferant, weshalb Sushi mit weißem Reis ein Absurdum ist!

  9. #9
    Administrator Avatar von Angelika
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    Zitat Zitat von Lebertran Beitrag anzeigen
    Natürlich hat es Nachteile Fleisch zu erhitzen. Die Sache ist eben die, dass ich rohes Fleisch nicht so gerne esse und ohne Hitze das wohl zu wenig konsumieren würde.

    In rohem Fisch ist beispielsweise auch Thiaminase enthalten, welches Vitamin B1 zerstört, also Vorsicht! Brauner Reis ist ein hervorragender B1 Lieferant, weshalb Sushi mit weißem Reis ein Absurdum ist!
    Das gilt allerdings nicht für alle Fische. Meine Lieblingsfische sind von jeher Forelle und Lachs. Manche Fischarten "sperren" bei mir sehr schnell - bei rohem Verzehr. Was mir nicht absolut taugt, schlucke ich nicht.
    Ich esse nur ab und zu Makrele, von der Häufigkeit weit seltener als jene aus der Familie der Lachsartigen (da gehört auch Forelle dazu) ..
    Wels kauft sich häufig mein Mann, aber den mag ich nie essen (er erhitzt ihn).
    An Muscheln esse ich ab und zu Austern, andere haben mir noch nie geschmeckt.
    UND - es kommt auch hier wieder auf den Körperteil des Fisches an - siehe Zitat!

    Witzig, da wir eine Wasserschildkröte haben, fand ich in solch einer Quelle auch diesen Hinweis zum Verlinken: http://www.zierschildkroete.de/pages...thiaminase.php (Hervorhebung durch mich)

    Thiaminaseproblematik

    Thiaminase ist ein Enzym, das das lebensnotwendige Vitamin B1 (Thiamin) zerstört. Fehlt dieses Vitamin in der Nahrung, kommt es zu Appetitmangel, Krämpfen, Lähmungen und sonstigen schweren neurologischen Störungen (Sternguckerkrankheit), die zum Tode führen können. Bekanntlich hat ein entsprechender Vitamin B1 Mangel in der Babynahrung von Humana vor kurzem zwei Babys in Israel das Leben gekostet.

    Thiaminase kommt in besonderem Maße in den Eingeweiden und Köpfen einiger Fische und Meeresfrüchte vor und führt bei häufiger Fütterung, z.B. von Tiefkühl-Stinten, schnell zu gravierenden Problemen, insbesondere bei Jungtieren. Thiaminase ist hitzeempfindlich, wird also beim Kochen zerstört, nicht jedoch durch Tiefkühlen. Durch lange Lagerung wird zwar das natürliche Vitamin B1 abgebaut, aber eben nicht die Thiaminase. Die Tiere können deshalb schlecht Vitamin B1 aufnehmen, auch nicht aus eventuellen anderen Quellen. Thiaminasehaltige Fische, insbesondere tiefgekühlte, sollten deshalb nicht zu oft gefüttert werden, auf keinen Fall über die Haltbarkeitsdauer hinaus.

    Thiaminasehaltige Futtertiere: Anchovies, Goldfisch, Hering, Karpfen, Makrele, Muscheln und Miesmuscheln, Stint, Wels.
    Diese Liste ist natürlich nicht vollständig. Inwieweit Guppies Thiaminase enthalten, konnte ich nicht finden. Im Zweifelsfalle sollte man aber lieber einen relevanten Thiamninasegehalt annehmen. Emys orbicularis und die meisten anderen Wasserschildkröten werden in der Natur ohnenhin nur selten Fische zu fressen bekommen.

    Als nicht thiaminasehaltig gelten: Schellfisch, Forelle, Lachs, Tintenfisch

    Eine weitere Quelle habe ich jetzt (außer noch eine Quelle ähnlicher Art) nicht gesucht. Aber ich nehme an, dass diese korrekt ist.

    Mit lieben Grüßen
    Angelika

  10. Die folgenden 2 Benutzer sagen Danke an Angelika für diesen Beitrag:

    Mela (30.05.16)

  11. #10
    Bluna
    Guest
    Hiiii ,

    ich würde das Thema gerne wieder mal aufleben lassen,da es mir keine Ruhe lässt.

    Viele essen gekochte Hülsenfrüchte als vegane Eiweißquelle und meinen, dass die Aminosäuren bei 100 Grad ( kochen) nicht beschädigt werden, wohl aber bei trockener Hitze.


    Oder aber gekochtes Fleisch verzehren bedenkenlos.


    Ist dem tatsächlich so?
    Wie glaubhaft sind Wikipedia-Einträge in Sachen Eiweißforschung?
    Irgendwie werde ich das Gefühl ( von Wissen und verstehen ist derzeit keine Rede,haha) nicht los, dass die Aminosäure Lysin z.B. zwar den Kochvorgang übersteht ,dann aber Proteinvernetzungen beim Kochprozess entstanden sind ( Lysinoanalin http://books.google.de/books?id=Rvrz...eiklar&f=false ,AGE?&&&????) die wir anhand von Enzymmangel z.B. nicht mehr lösen können.



    Danke,lg Bluna




    Geändert von Bluna (26.01.14 um 12:50 Uhr)

  12. #11
    Administrator Avatar von Angelika
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    Zitat Zitat von Bluna Beitrag anzeigen

    ich würde das Thema gerne wieder mal aufleben lassen,da es mir keine Ruhe lässt.
    Meinst du das Thema, das hier begonnen wurde, was dagegen spricht, erhitztes Fleisch zu essen oder ein angelehntes bzw verwandtes Thema?

    Zitat Zitat von Bluna Beitrag anzeigen
    Viele essen gekochte Hülsenfrüchte als vegane Eiweißquelle und meinen, dass die Aminosäuren bei 100 Grad ( kochen) nicht beschädigt werden, wohl aber bei trockener Hitze.
    Ja, so praktizieren viele ihre Ernährung und das ist wohl gut, kostengünstig und mit geringem finanziellem Aufwand verbunden für die meisten Menschen.
    Wir sind höhere Lebewesen, und das bedeutet, dass wir anders als Mikroorganismen (mit denen wir vielfach und jedenfalls grundsätzlich als Teil des Lebens auf der Erde in Symbiose leben) - auf vorgefertigte Zusammensetzungen von Atomen, also Moleküle angewiesen sind.
    Atome kann man sich wie eine Art Kugel mit Energieladungen am Rand vorstellen und Moleküle wie eine Energieladungs-Wolke davon, die mit anderen solcher Energieladungs-Wolken interagiert.
    Je komplexer ein Lebewesen ist, das sich als solches wahrnimmt, desto größer und komplexer sind die Energieladungs-Wolken. Wie Barbapapas (falls du diese Kinder-Zeichentrickserie aus den 70ern kennst).

    Wenn höhere Lebewesen Nahrung aufnehmen, nehmen sie auch Energieladungs-Wolken auf, schnippseln diese aber (auch mit Energieladungs-Wolken) aber nicht komplett auseinander sondern verwenden meist Sequenzen davon. Das ist energiesparender.

    Das Ungute beim Erhitzen von Lebensmitteln ist, dass wir nicht steuren können, was wie verändert wird. Und es ist nicht einmal gesagt, dass die geringere Erhitzung jedenfalls das geringere Übel bedeutet (ich hatte größere Müdigkeitserscheinungen bei halbgaren Ofenkartoffeln als bei Pommes Frittes, als ich das mal testete im Vergleich).
    Was dem Körper die blödesten Schwierigkeiten macht ist, wenn eine Sequenz nur geringfügig verändert aussieht als Energiewolke, eingebaut wird, aber der funktionelle Teil dann doch nicht funktioniert. Bildlich gesagt - der Anschlussteil ist richtig, die Wolke sieht passend aus, wenn es aber eingebaut ist, ist es nicht so optimal.
    Für manche Veränderungen hat der Körper "Energieladungs-Wolken" (Enzyme), die diese wieder korrigieren. Z.B. auch fehlende Wasserstoffatome anstückeln (Wasserstoff = Atom, Teil von Molekülen).

    Einige Zeit lang machten sich hier im Forum eine geringe Anzahl an Personen breit, die große Lust an Kochkost haben. Ich bin sehr froh, dass sie nun woanders schreiben, denn ich habe kein Forum aufgesetzt, um Kochkost zu fördern sondern den Austausch darüber, wie es uns so oder so damit geht. Manche haben eine geringere Selbstverwirklichungskraft für Rohkost oder haben einfach andere Prioritäten. Wenn jemand z.B. lieber die Liebe in einem Bordell kauft, wo es auch egal ist wie man riecht oder schmeckt oder sich anfühlt, hat er nicht das Feedback der wahren Liebe. Diese ist auch kein wirkliches Anliegen bei Kochkosteinwirkung, weil dabei der Drang, Überschüsse loszuwerden durch Sperma viel größer wird. Bei Frauen ändert sich die Menstruation mit der Rohkost, was allerdings auch hier nicht bedeutet, dass sie komplett weg ist. Sperma wie auch ausgeschiedenes Blut ändert sich, da die entsprechenden Organe ggf auch als Ventil genützt werden (wie auch die Lunge, die Haut usw.).

    Ich habe in den letzten Jahren einige Erfahrungen machen dürfen, und ich bin sehr dankbar dafür.
    Nun organisierte ich zum zweiten Mal die Rohkost-Messe (Bereich auf der größten Puplikumsmesse in Österreich) und es ist mir vieles egal geworden. Zahlreiche Anbieter von Workshops und Autoren oder auch Hersteller ernähren sich auch von erhitzter Nahrung und hängen dies natürlich nicht an die große Glocke. Dennoch wird einiges vorgespielt und wer sich dann an die einseitig erlebten Tipps hält, erhält nach einiger Zeit frustrierende Ergebnisse.
    Sollte nicht alles sooo leicht gehen?
    Als wäre die Aufgabe der Mutter durch wenige Sätze theoretischer Natur, ohne die Wahrnehmung und Beobachtung, Feedback und Liebe zu lösen?

    Vegane Ernährung ist etwas, das mich lange nicht los gelassen hat und ich habe letztes Jahr nicht nur veganes Eiweiß-Trockenpulver in "Rohkost-Qualität" getestet, sondern auch erhitzte Hülsenfrüchte. Nur ein paar Mal, jedoch wollte ich jeweils der Sache eine Chance geben.
    Denn manche "Rohkostratgeber" empfehlen ihren Lesern, lieber erhitztes Gemüse, in dem Fall Hülsenfrüchte zu konsumieren als tierische Lebensmittel. Lysin ist in den meisten pflanzlichen Lebensmitteln "limitierend" enthalten, d.h. es ist nicht nur weniger drin, es bewirkt auch eine geringere Gesamtverwertung der enthaltenen Aminosäuren (auch Methionin betrifft dies - in dem Fall auch häufig bei Kochkost). Hülsenfrüchtler sind hier eine Ausnahme durch Zusammenarbeit (Symbiose) mit Mikroorganismen. -> Komplexe Lektine (wie trojanische Pferde, sie sollten bei Rohverzehr pur eine baldige Sperre bilden, bei Kochkost ist sie geschmacklich nicht wahrnehmbar oder durch starke Würzung) -> mehr Lysin (das aber in einem Verbund einer Energiewolke/Maschine ist, die uns schadet, außer wir lassen sie vorher durch Mikroorganismen auseinandernehmen).

    Ohne allzuweit auszuschweifen kann ich dazu nur sagen, dass ich das bestenfalls fermentiert essen kann, so wie es auch einschlägige Völker schließlich machten, um ihre immer mehr werdenden Kinder (und Erwachsenen) satt zu bekommen.
    Ich bekomme Blähungen davon und zwar ziemlich heftige.

    Blähungen sind nicht einfach nur "lustig", auch wenn eine Flatulenz immer mal passieren kann. Wenn es allerdings in ein "Konzert" ausartet und in geringer Frequenz passiert, sollte man sich überlegen, ob dies auf längere Zeit als Grundnahrung geeignet ist.
    Was dabei passiert ist, dass die Darmwand auch durchlässiger werden kann (Lektine, ..) .. durchlässiger werden ist in dem Fall nicht "besser", weil ja jenes hineinkommen kann, das Schwierigkeiten auslösen kann.
    Die Lektine können durch Kochen nicht komplett zerstört werden, ja. Lektine sind ja eben auch "Energiewolken" (Eiweiße). Ihnen Herr werden kann man nur durch Fermentation, sonst nehmen diese uns zum Teil ganz gerne auch wo auseinander (Energiewolken) anstatt wir (Energiewolken) jene. Lektine enthalten häufig eben viel Lysin, deshalb sind ja gerade die Hülsenfrüchte so beliebt - jedoch ist es besser, diese Energiewolken vorher durch eigene Mikroorganismen, die darauf spezialisiert sind (manche sind in Symbiose mit Wiederkäuern etc) vorarbeiten zu lassen. Ein Beispiel, dessen "Kultur" es zu verwenden schon sehr alt ist, sind gekochte Sojabohnen mit Mikroorganismen fermentiert (früher setzte man sie nicht extra zu sondern wickelte in Reisgras, das diese enthält). Ältest bekannte Aussagen dazu reichen bis 200 n. Chr.: http://de.wikipedia.org/wiki/Nattō


    Zitat Zitat von Bluna Beitrag anzeigen
    Oder aber gekochtes Fleisch verzehren bedenkenlos.


    Ist dem tatsächlich so?
    Für manche ist es wegen der Parasitenmöglichkeit oder Hygienemöglichkeiten der sicherere Weg. Ich esse kaum Fleisch, eher Fisch. Und da achte ich sehr auf Quelle, Ausnehmen und Frische.
    Erhitzt vertrage ich es allerdings ebensowenig, auch wenn ich keine Blähungen davon bekomme. "Kurz erhitzten" würde wohl manche wegen des Geschmackes, dann ist es halbroh. Wenn ich etwas "durcherhitztes" konsumierte, bekam ich danach einen Alptraum.
    Zuletzt, als ich meinen Mann bat, mir 3 Eidotter zu erwärmen. Leider wurden sie zu 90 % fest. Ein in dem Fall zumindest kurzer Alptraum resultierte. Der Einfluss auf mein Gehirn erscheint mir offensichtlich.
    Wer das nicht hat oder (noch) nicht bemerkt, der isst erhitzte tierische Lebensmittel wohl einfach weil es ihm besser schmeckt -> Prägung auf AGEs /ALEs statt Würze (entspr. Pflanzen und sek. Wirkstoffe)

    Diese Rubrik wurde übrigens von einem Mann gewünscht, der selbst gerne Kochkost isst, zumindest phasenweise. Ich habe mir schon öfter gedacht, ob sie sinnvoll ist.
    Das Kreisen um Kochkost sehe ich nicht so besonders fördernd, wenn für manche auch unterhaltsam.

    Die wahre Herausforderung ist der Weg zu sich selbst, seine eigenen Quellen zu finden, sich regelmässig zu versorgen, Gewohnheiten zu ändern, an sich zu arbeiten und stetig zu prüfen, was einem gut tut.
    Alles andere kommt mir vor wie das Suchen nach Ausreden, sich dem nicht zu stellen.
    Sich der Hoffnungslosigkeit zu ergeben, dass es nichts bringen würde, all die Mühe, wie sie als Mühe erscheint.

    Dann noch die möglicherweise entstehenden Diskussionen mit "Gleichgesinnten", die dann doch um ihrer Politik willen dies und das ausdiskutieren möchten ...

    Die kürzlich organisierte (und oben kurz erwähnte) Messe war für mich da wieder einmal in der Organisation wie auch dabei ein gutes Training. Was es da alles an Meinungen gibt! Ich als Organisatorin habe aber natürlich die Aufgabe, alle gut darzustellen.
    Nun setzte ich meinen Stand absichtlich nicht an den gut frequentierten Hauptgang, wo ich sicher viel hätte verkaufen können, sondern hinten an die Hallenwand, um den Rohkost-Bühnenbereich daneben, der in der gemäßigteren Zone eingerichtet war, gut moderieren zu können.

    Schnell machte ich meine Ohren zu und organisierte alles weitere und dachte mir .. am besten ist, ich bin da gar nicht in der Nähe. Dann aber erfuhr ich, dass ein Hersteller von Algen einem Vortragenden doch erklärte, dass dieser AFA Algen keinesfalls für Kinder empfehlen sollte wie in einem der gängigen Rohkost-Büchern (nicht meines, da steht es richtig drin, wie mir lobend gesagt wurde) steht. Ich freute mich, dass sich der Vortragende durch den Hersteller mehrerer Algen belehren ließ, natürlich abseits und nach dem Vortrag. Wer zu dem Algenhersteller &-Anbieter kam, bekam jedenfalls die richtige Auskunft dann. Das prägte überhaupt das ganze Geschehen, eine sehr tolerante Atmosphäre.

    Das ist übrigens auch der Grund, warum ich mich im Forum zurückhalte mit Kommunikation, weil da wäre ich ja nur am Schreiben.
    Ich habe das Gefühl, dass (ausgewogene) rohe Ernährung auch zurückhaltender macht. Nach dem Motto "wer nicht will, der hat schon", suche ich eher Frieden und brauche auch keine Zerstreuung von Gedanken.
    Vor einiger Zeit bin ich dort angekommen, wo ich sein wollte und biete hier einfach die Möglichkeit sich auszutauschen und hoffe, dass auch Ergebnisse welcher Art auch immer, immer wieder gepostet werden für andere.

    Ich kann nur warnen vor allzu leicht dargestellten Optionen und lieber in sich hineinzuhören, wie man sich bei welcher Ernährung fühlt.
    Kochkost jeglicher Art produziert bei mir Herzklopfen, übrigens ähnlich als hatte ich zu lange keinen Zucker.
    Ja, vielleicht ist das nicht bei jedem so. Denn ein Koffein/Kaffeesüchtiger Mensch wird längst kein Herzklopfen mehr spüren bei geringen Dosen Kakao, wenn ich dies zu mir nehme.
    Aber das ist auch ein anderer Mensch.

    Zahlreiche Studien und Untersuchungen gehen von einem Mittelwert einer Untersuchungsgruppe aus. Muss ich mich damit identifizieren? Wer anders isst, hat andere Toleranzwerte.
    Deshalb sind Überlegungen, was nicht alles bei Kochkost zum Teil noch intakt und verwendbar ist, für mich irrelevant. Sie ist eine Krücke und evtl, ja ein Werkzeug um zu überleben hier. So wie die Heizung und der Raum, die mir ein Raumklima schaffen, für das ich sehr dankbar bin.

    Ohne erhitzte Lebensmittel, egal ob pflanzlich oder tierisch, könnte unsere ganze Zivilisation so nicht existieren.
    Wer für sich einen individuellen Weg gehen kann und will (!), der wird mehr finden als Gesundheit, die an sich schon als das wertvollste Gut gilt.

    Liebe Grüße
    Angelika

  13. Der folgende Benutzer sagt Danke an Angelika für diesen Beitrag:


  14. #12
    Bluna
    Guest
    Zitat Zitat von Angelika Beitrag anzeigen
    Meinst du das Thema, das hier begonnen wurde, was dagegen spricht, erhitztes Fleisch zu essen oder ein angelehntes bzw verwandtes Thema?





    Hi


    Das Thema von jetzt hat auch mit erhitztem Fleischkonsum zu tun und den folgenden, biochemischen Prozessen, die dann ja beim Erhitzen definitiv stattfinden.
    Ich meine primär damit die Folgen für die Proteine in ihrer Struktur insgesamt, also die dann entstandenen Quervernetzungen, welche, so erscheint es mir
    bei längeren Kochzeiten ( z.B. Lysinoanalin bei gekochter Milch- und Sojamilch, Eiklar) und erst recht beim Backen, Grillen und Braten von Fleisch entstehen-trockener Hitze ( Eiweiß-Zuckerverbindungen= AGE entstehen, die der Mensch aufgrund von Enzymmangel nicht mehr lösen kann, somit also unbrauchbar sind, um Proteine aufzubauen).

    Die Aussage von Guru Josef Stocker z.B., dass man ohne Bedenken Fleisch, oder auch Proteinreiche Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen kochen darf, weil die darin enthaltenen Aminosäuren beim Erhitzen erhalten bleiben, ist mir einfach zu oberflächlich dargestellt, mein Gefühl sagt mir, dass da was faul ist.
    Ich versuche nun ganz konkret zu entschlüsseln, ob es nicht von viel größerer Bedeutung ist, ob man diese Aminosäuren dann auch tatsächlich aus der veränderten Struktur herauslösen kann überhaupt.
    Ich brauche den Beweis, dass das stimmt, es nützt doch kein gekochtes, aber trotzdem noch funktionstüchtiges Lysin in einem gekochten Rinderbraten, wenn mir nachher bei der Verdauung Enzyme fehlen, um diese sehr für mich wichtige Aminosäure auch heraus zu lösen.

    Beispiel ist hierfür erhitzte, gekochte Milch. Wegen dem Milchzucker in der gekochten Milch, findet eine Verbindung mit dem Eiweiß darin statt, was dann eine Quervernetzung der Proteinstruktur ergibt, die für uns unlösbar ist im nachhinein, das bedeutet, dass z.B. Flaschenkinder kein Lysin erhalten können und fatalerweise schlecht gedeihen. Bei erhitzten Sojaprodukten ist es dasselbe, was auch erklärt, warum vegane Männer die auf Tofu stehen und Sojamilch, dann z.B. impotent werden.
    Für mich ist noch nicht ganz geklärt, ob gekochte Linsen/Erbsen/Bohnen auch eine Proteinstruktur aufweisen, die für uns nun ein Hindernis darstellt, um an die Aminosäuren zu gelangen, welche ja angeblich das Kochen überstehen, oder eben nicht.
    Dasselbe frage ich mich bei gekochtem Fleisch.

    Im Internet ist soviel an unterschiedlichen Meinungen darüber zu lesen, deswegen dachte ich, dass es ja möglich ist, dass du es weißt, oder Wissenschaftler kennst, die diese sehr wichtige Frage, beantworten können.

    Die erste Frage lautet:
    Wenn ich zwei Stunden lang gekochten Rinderbraten verzehre, habe ich dann somit alle wichtigen Aminosäuren, insbesondere das Lysin, zu mir genommen und kann damit dann auch was anfangen? Ist es dasselbe, von der Aminosäuren-bioverfügbarkeit, als wie wenn ich rohes Rindfleisch esse?
    Die zweite Frage lautet:
    Wenn ich zwei Stunden lang gekochte Linsen verzehre, habe ich dann somit alle wichtigen Aminosäuren, insbesondere das Lysin, zu mir genommen und kann damit dann auch was anfangen? Ist es dasselbe, von der Aminosäuren-bioverfügbarkeit, als wie wenn ich rohe, fermentierte/gekeimte Linsen esse?


    lg, Bluna

    P.S. Auf den restlichen Text von dir gehe ich später noch ein.



  15. #13
    Administrator Avatar von Angelika
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    Hi, kurz per Handy.
    Klar ist auch ein Teil verwertbar. Aber es ist auch viel dabei, das Schwierigkeiten macht oder Schwierigkeiten machen kann.
    Per Handy kann ich keine Studien verlinken.
    Mir persoenlich reicht, dass ich darauf schlecht Luft bekomme. Und Hautprobleme bekomme.
    Wer das nicht hat, mit dem kann man viel darueber Philosophieren ...
    Irgendwann hat jeder seine Rechnung.
    Bei der veganen Philosophie denke ich oft an den Roman "Brave New World". Da sollen die Koerper ohnehin nur bis 40 o. ae. funktionieren.
    Dann geht man ...
    Also vegan laenger weniger AGS und ALS, und dann halt das Unvermeidliche zum Wohl der Masse und der Gleichbehandlung aller. Kinder bzw Babys kommen aus dem Labor ... alles geht zurueck woher es kam ... voll schraeger Roman der einiges gut erfasst hat wohin die Teendenzen und Gedanken hingehen.

  16. #14
    Samenkorn
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    Zitat Zitat von Bluna Beitrag anzeigen
    ...Man riecht nicht gut
    Schmerzen
    Schlechte Laune
    Blässe
    Müdigkeit...
    Ist das nur bei erhitztem Fleisch so, nicht auch bei rohem Fleisch?

    Das würde dann sicher gegen erhitztes Fleisch sprechen und damit dann doch gegen Fleisch generell. Ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen Fleisch roh zu essen.

    Vegetarisches roh, Rohmilch, Rohmilch-käse etc. ja, das kann ich mir vorstellen. Aber rohes Fleisch? Das wäre mir doch zu riskant.

  17. #15
    Administrator Avatar von Angelika
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    Nur wenn sich einer überlastet.
    Bei Überlastung riecht aber auch einer, der z.B. zuviel Bärlauch gefuttert hat auf 2 m Entfernung "unnahbar".
    Viele Menschen habe ich in den letzten 10 Jahren auf "Touchfühlung" kennengelernt. Aber "gestunken" haben Rohis nur, wenn sie sich überlastet hatten (also von etwas mehr gegessen hatten als es ihnen gut tat und zwar dann meist auf Dauer) oder in einer Mangelsituation waren, durch die Krankheiten nicht mehr nur schlummerten. Ja, oder wenn sie sich nicht gewaschen hatte, und die Buttersäure durch Bakterien zersetzt wird im Gewand oder in den Haaren oder so was. Das ist aber auch bei veganen Rohköstlern dann so gewesen. Jene, die glauben, sie müssen sich gar nicht mehr waschen trotz Kleidungstragen und mangels Leben am Fluß sind zumindest ein geringer Prozentsatz gewesen von denen, die ich kennenlernte.

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