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Thema: Blutanämien wegen Hämolyse - Favismus / Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel

  1. #1
    Sprössling
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    Lightbulb Blutanämien wegen Hämolyse - Favismus / Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel

    Hallo liebe Leser und Schreiber,

    seit nun über 10 Jahren traten bei mir immer wieder verstärkte Phasen von Erschöpfung und Schwäche in Erscheinung, die mich letztlich auch zur Rohkost führten.

    Begleitet wurden diese von ausgeprägter Gelbsucht/Ikterus (=Gelbfärbung von Haut und Augenskleren, nicht zu verwechseln mit Hepatitis, einem von vielen Auslösern von Gelbsucht), teils komatöser Müdigkeit Erschöpfung (einmal auch kollabiert), erhöhtem Ruhepuls (20-30 mehr als üblich), niedrigem Blutdruck (tlw. 80/50) und einiger weiterer Beschwerden wie Desorientiertheit, Konzentrationsprobleme, Schwindel, Wortfindungsstörungen sowie früher auch häufig Kopfschmerzen, gelegentlich Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen.

    Da ich auch gerne Sport treibe, merkte ich, dass ich in solchen Phasen keine wenige 100 m joggen kann, ohne dass die Kraft aus dem Körper schwindet und ich dieses Vorhaben abbrechen muss.


    Nachdem sich schon einige Diagnosen als falsch oder nicht aussagekräftig genug herauskristallisiert hatten, ich auch jahrelang "glaubte", es würde schon wieder vergehen, habe ich mich, nachdem es Ende letzten Jahres wieder gehäuft auftrat, nochmals intensiver unter die Lupe genommen. Nebst Ausschluss von Verdächtigungen (Diabetes, Narkolepsie, ...) konnte ich zuletzt meine Problematik weiter eingrenzen.


    Sicher scheint, dass bei mir in diesen unangenehmeren Phasen eine Blutarmut/Anämie vorliegt. Ein Mangel an den typischen Stoffen hierbei wie Eisen/B12/Zink war sogar manchmal gegeben. Jedoch keine typisch akuten Blutwerte, manchmal etwas über der Grenze, tlw. darunter, mal ganz normal. Es scheint also ein erhöhter Verbrauch dieser Stoffe vorzuliegen - oder eine mangelhafte Resorption. Mit Supplementierung habe ich immer gute Erfahrungen gemacht, d.h. Linderung, insbesondere bezüglich der kognitiven Leistungsfähigkeit.

    Eine chronische Entzündung im Körper, die auch diese Stoffe verbraucht, war ein Gedanke. Erhöhte Entzündungswerte im Blut gab es bisher aber nie.

    Bei der letzten Messung neulich war das Homocystein deutlich wie nie erhöht, was einen Vitamin-B-Mangel sehr in jedem Falle überaus wahrscheinlich macht.

    Eine andere Möglichkeit der Grundursache, die ich aktuell sehr in Betracht ziehe, ist genannter Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel. Dabei kommt es unter Umständen - es gibt über 400 verschiedene Varianten dieses "Zustands", zu chronischen und/oder akuten Hämolysen, d.h. der Körper baut Blut viel schneller ab als für gewöhnlich, wodurch die Sauerstoffzufuhr eingeschränkt wird, und wegen der vielen, von der Leber nicht so schnell bewältigbaren Abbauprodukte auch eine Gelbfärbung der Haut auftritt.

    Der "Vorteil" dieser Gen-Veränderung ist eine erhöhte Resistenz gegen Malaria, da diese Erreger einen Teil ihre Stadiums im Blut (Erythozyten) verbringen und wenn dieses vermehrt abgebaut und neu gebildet wird, man dagegen besser gefeit ist. Daher ist G6PD auch umso eher man in einem Malaria-Gebiet Vorfahren hat, umso mehr verbreitet. Je nach Experten-Schätzungen sind 400-700 Millionen weltweit betroffen, jedoch ist die Ausprägung dieser Mutation fließend.

    Nun ist es bei G6PD, auch bekannt unter Favismus, so, dass bestimmte Nahrungsmittel dazu führen können, dass der Körper akut in großer Menge Hämolyse (Blutabbau) betreibt, dass es theoretisch bis zum Tod führen Kann. Favismus wird es auch genannt, da die Fava-Bohne, auch als Saubohne u.a. bekannt, hier die gravierendste Wirkung zeit. Im deutschsprachigen Internet ist sehr wenig bis gar nichts weiterführendes hierzu zu finden. Im englischsprachigen Bereich gibt es einige Websites, wo u.a. weitere für jene Menschen kritische Stoffe aufgelistet werden. Darunter alle Hülsenfrüchte/Leguminosen (Insb. Soja(!), aber auch z.B. Tamarinde, Johannisbrot oder Guar), diverse Arzeimittel und weitere Lebensmittelzusatzstoffe wie blaue Lebensmittelfarben oder Ascorbinsäure(!).

    Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass ich vergangenen Herbst, nachdem ich gut 3/4 eines Liter-Packs Karottensaft trank, der mit Ascorbinsäure versetzt war, eine Stunde später einen starken Schwächeanfall mit Kollabieren erlitt, begleitet von Schweißausbrüchen und gefühlten Koma. Ich legte mich sofort hin und war dann auch gleich weg, um von nachmittag bis spät abends ab und wann kurz zu erwachen und wieder wegzuklappen.

    Seinerzeit glaubte ich, der viele Zucker könnte ursächlich sein. Der Verdacht auf Diabetes oder eine Vorstufe davon oder Schilddrüsenprobleme konnte durch eine Untersuchung beim Endokrinologen nicht bestätigt werden.

    Meine größten Erfolge erzielte ich umgekehrt in Phasen, wo ich zum einen ketogene Experimente betrieb, aber auch supplementiert hatte. Eine Entlastung der Leber durch weniger Fruchtzucker, abnehmende Entzündungen wegen weniger Zucker (von denen aber bisher kein Blutnachweis da war), aber auch die Tatsache, dass bei Ketose mehr Glutathion-Reduktase gebildet wird, der es eben bei G6PD mangelt, sind Erklärungsoptionen.

    Ich ernähre mich übrigens omnivor (Mix aus Paläo und Instincto), vegane Phasen hielten bei mir nie lange durch, ich war fix und fertig, womöglich weil eben gerade in meinem Fall besonders viel der kritischen Substanzen wie Vitamin B12 dringend vom Körper gefordert werden.

    Ich möchte das Thema hier nun zur Diskussion stellen, um eventuell von anderen Menschen zu erfahren, die vergleichbare Probleme haben und/oder hatten und sich einbringen möchten/können. Da das Thema im deutschsprachigen Raum sozusagen weitgehend unbekannt oder nicht-diskutiert zu sein scheint, freue ich mich auf eure Beteiligung.

    Diese Gedanken sind sehr neu, mein Plan ist, demnächst durch einen Besuch beim Hämatologen für mehr Klarheit zu sorgen.

    Also... wer hat immer wieder mal stark gelbe Haut... ständig Anämien... Hülsenfrucht- oder Ascorbinsäurenerlebnisse, usf... ? Oder sonstigen Senf hier beizutragen?

    Viele Grüße

    Entwanderer

  2. #2
    Lebertran
    Guest
    Hey Entwanderer,

    angeblich hatte ich als Kind Gelbsucht. Außerdem wurde meine Haut bei hohem Karottenkonsum mal eher orange. Zudem hatte ich bei billigem Lebertran auch schon gelbe Augen, bei hochwertigen allerdings nicht.

    Ascorbinsäure vertrage ich überaupt nicht, mit Vitamin C aus Nahrungsmitteln habe ich überhaupt keine Probleme. Ascorbinsäure soll ja auch angeblich B12 räubern.

    Am besten schließt du den Gendefekt beim Arzt aus. Könnte was dran sein oder auch nicht. Schwer zu sagen.

    Ich habe ebenso eher niedrigen Blutdruck, allerdings nie so niedrig. Mein Ruhepuls hingegen ist eher niedrig. Meine chronische Müdigkeit ist nach weglassen von Kasein und Gluten sehr reduziert.

    Du scheinst insgesamt noch sehr im dunkeln zu tappen. Kannst du mal die Werte deiner Blutbilder auflisten? Vor allem B12 wäre interessant.

    Das Problem ist, wie schon so oft von mir gesagt, dass jedes isolierte Vitamin/Mineralstoff usw. Nebenwirkungen hat, weil alles in Balance steht und ein zu viel an diesem und jenen etwas anderes plündert. Ich musste schon in die Notaufnahme unter anderem wegen Nahrungsergänzungsmitteln, die angeblich harmlos sind. Essen ist einfach immer überlegen und Nahrungsergänzungsmittel sind ganz gewiss keine Rohkost. Wenn man allerdings gewisse Krankheiten hat, dann kommt man manchmal um die Einnahme von Tabletten nicht herum. Ganz wichtig ist auch immer nur ein Nahrungsergänzungsmittel zu einer Zeit zu nehmen und sich nichts mit Entgiftungen schön zu reden.

  3. #3
    Sprössling
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    Zitat Zitat von Lebertran Beitrag anzeigen
    Ich habe ebenso eher niedrigen Blutdruck, allerdings nie so niedrig. Mein Ruhepuls hingegen ist eher niedrig. Meine chronische Müdigkeit ist nach weglassen von Kasein und Gluten sehr reduziert.
    Habe ich vergessen, direkt zu erwähnen.
    Bei "Normalernährung", insbesondere Getreide, bin ich nach wenigen Wochen nur noch "komatös", falle ständig in den Schlaf und wache ab und wann auf, um am Tagesende noch wenige Stunden evtl. auf zu sein.

    Milchprodukte sind bei mir hingegen hauptsächlich bezüglich emotionaler Instabilität, wohl wegen der opiaten Wirkung bei mir, problematisch, das soll hier aber nicht weiter Diskussionspunkt sein.



    Letzten Sommer (2012)
    Erozythen-Verteilung war einmal erhöht, bei 16,5% (Grenze 14,5%)
    Homocystein mit 9,4 µmol/l gerade noch unter der Labor-Grenze (10)
    Cholesterin bei 202 mg/dl leicht erhöht (Grenze 200)
    Davon HDL 64mg/dl und LDL 114 mg/dl

    Albumin % war seltsamerweise markiert, aber noch im oberen Grenzbereich - 68,0% (Bereich 58-70)

    alpha1-Globulin war leicht erhöht bei 3,6% (2,0-3,0)
    Gamma Globulin war leicht erniedrigt bei 8,3 g/l (9,0-15,0)
    Ferritin (Eisenspeicher) war damals weit unten bei 20 µg/l (30-250)
    Eisen im Serum erniedrigt bei 55,0 µg/dl (59-158)
    Folsäure in der Norm bei 18,0 µg/l
    B12 bei 430 ng/l
    Harnstoff erhöht 57,50 mg/dl (10-50)

    Hatte direkt die Tage zuvor sehr viel Fleisch gegessen und war soweit ich mich entsinne tlw. in Ketose.

    Bilirubin war dabei erstmals(!) im Normbereich.


    Jedoch im Herbst (2011) zuvor bei gerade mal
    bei B12 261 ng/dl
    wie Homocystein bei 11,9 µmol/l
    Bilirubin gesamt 3,6 mg/dl
    Bili direkt 1 mg/dl
    Bili indirekt 2,6 mg/dl



    War dann vor wenigen Wochen, der Arzt ist im Urlaub, hab die Daten noch nicht genau, da hab ich auch nicht viel messen lassen.

    Aus dem Kopf heraus war Homocystein bei 23,9 µmol/l und damit für mich rekordhaltig hoch
    Leider wurde fälschlicherweise das für mich wenig interessante, weil ungenaue HoloTC statt B12 gemessen, war > 128 (immer so)
    Ferritin war diesmal bei 112 µg/l
    Eisen aber wieder < 59
    Folsäure über Grenzwert i.O.


    Die typischen Leberwerte, Hämoglobin, MCV, usf. waren immer im Normbereich.
    Kreatinin war in früheren Messungen einmal erhöht.

    Cortisol war damals beim Endo, wenn ich das richtig herauslese, nüchtern erhöht 309,0 ng/l, hierzu wurde aber weder etwas erwähnt oder markiert.


    Wo Du Gelbsucht der Kindheit erwähnst.
    Ich hatte auch starke Neugeborenen-Ikterus, der mit Phototherapie daher behandelt wurde.

    Sehr interessant, dass Du Ascorbinsäure auch nicht verträgst.
    Gibt es da bei Dir wissentliche Gründe, und wie wirkt es sich bei Dir konkret aus?

    Gibt es bei Dir irgendwelche Beobachtungen hinsichtlich Hülsenfrüchten/Leguminosen?

    Aspirin ist eines der bekanntesten Mittel, die bei G6PD nicht vertragen werden (wg. Salicylsäure, soweit ich das richtig entnehme)

  4. #4
    Lebertran
    Guest
    Hey Entwanderer,

    also ich würde mir bei deinen Blutwerten jetzt nicht allzu viel einen Kopf machen, finde das bisher nicht so extrem auffällig.
    Wichtig wäre eine genaue Auflistung der Nahrungsergänzungsmittel, die du im Moment nimmst!

    Weshalb ist bei dir HoloTC nicht aussagekräftig? Der sagt doch in der Regel mehr als das B12 im Blut? Welches B12 Präparat nimmst du? Wie viel, seit wann?

    Ascorbinsäure führt bei mir zu Magenproblemen und zu Schmerzen beim Urinieren, auch bei geringen Mengen.

    Hülsenfrüchte und Leguminosen scheine ich einigermaßen zu vertragen. So gerne esse ich die aber nicht.

    Ich bin auch leicht Intolerant bezüglich Salicylsäure. Du solltest deshalb niemals "Pyridoxal-5-Phosphat" nehmen, weil das den Abbau der Salicylsäure noch zusätzlich hemmt. Ich esse trotzdem viele Salicylate, weil sie nicht so stark Probleme machen und das Rochenleberöl die Symptome gut eindämpft. Bei mir äußert sich das, obwohl ich mir nicht ganz sicher bin, in Kopfhautproblemen. Deshalb war es bei mir wichtig ein Salicylatfreies Shampoo zu kaufen.

    Hast du auch Probleme mit der Magensäure? Also, dass du vielleicht zu wenig produzierst? Sobald ich nicht genügend Salz esse, bekomme ich ganz ganz schnell Magenprobleme. Deshalb liebe ich auch Kaffee so, der heizt meinen Magen an.

    Du solltest womöglich ein paar mehr Carbs essen. Sobald ich zu wenig davon esse, fährt mein ganzer Organismus richtig krass runter. Ich werde teils zum Zombie. Unter anderem deshalb esse ich täglich braunen Reis. Der tut mir verdammt gut, auch wenn er mich manchmal leicht in der Unterzucker reißt (ich habe irgendein Problem mit ständigem Unterzucker, seitdem ich klein bin, das hat mein Vater auch, ich werde aber niemals Ohnmächtig. Früher führte dies sehr oft zu Fressattacken und auch heute habe ich die öfter noch. Trotzdem bringt mir Low Carb kaum etwas. Ich brauche Carbs. Oder zumindest meine ich sie zu brauchen...)

  5. #5
    Sprössling
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    Hallo Lebertran,

    weil HoloTC nur einen Wert > 128 angibt und keine konkrete Zahlen liefert und bisher sowieso immer "normal" war.

    Die helfende Kombi der NEMs ist B6/B12/Folsäure, Eisen, Zink und Magnesium. Im Verbund mit ketogener Ernährung war ich damit vor wenigen Jahren kurzzeitig für wenige Wochen praktisch völlig symptomfrei und verschwand schleichend wieder. Konnte das bisher aber noch nicht in dem Ausmaß reproduzieren, was ich nun vorhabe, erneut zu wagen (hatte die NEMs wieder abgeschafft und diese Kombination nicht mehr gemacht - damals war mir der mögliche Zusammenhang überhaupt nicht klar).

    Ja, weil diese Blutwerte nicht so "dramatisch" aussehen, wurde in der Hinsicht auch nichts unternommen.
    Der Hämatologe soll für mehr Klarheit sorgen.


    Kohlenhydrate pushen zwar kurzzeitig, aber das kippt bei mir schnell um.
    Wenn ich tagsüber möglichst lange, bis auf Wasser trinken, nüchtern bleibe und gar nichts esse, fahre ich kognitiv sehr gut, heißt, die Konzentration wird durch die strenge Müdigkeit nicht so getrübt. Womöglich weil die aktive Verdauung auch viel Sauerstoff verbraucht, der ohnehin knapp ist, wäre eine Erklärung.

    Ich esse zur Zeit schon immer wieder KH, in Ketose zu kommen fällt mir jedoch nicht sehr leicht.

    Mit Magensäure habe ich nie sonderliche Probleme gehabt. Es gab mal zeitweise ein leichtes Sodbrennen.


    Verdauungstechnisch sonstiges: In meiner Kindheit litt ich unter sehr starker Verstopfung.

  6. #6
    Lebertran
    Guest
    Klar, ich würde als Arzt jetzt auch nichts direkt unternehmen. Jeder Eingriff muss sorgfältig überlegt sein.

    HoloTC ist trotzdem aussagekräftiger. Der Blutwert sagt ganz wenig aus, außer er ist sehr tief. Du könntest noch Methylmalonsäure testen lassen. Davor aber lange kein B12 nehmen, sonst verfälscht das.

    Nimmst du also im Moment gar nichts ein?

  7. #7
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    Allein der Symptomatik wegen ist weiteres Forschen sinnvoll.

    Ich vergaß zu erwähnen, dass die 261 ng/l bei B12 damals trotz Supplementation schon so niedrig waren.
    In Kombination mit Homocystein finde ich seine Aussagekraft sehr gut. Laut Literatur können neurologische Störungen bereits unter 500 ng/l auftreten. Methylmalonsäure hatte ich einmal mitmessen lassen, war soweit in der Norm.


    Dass Dich das relativ hohe Homocystein nicht stutzig macht, verwundert mich jedoch.

    Doch, besagte Kombi nehme ich seit über einer Woche wieder ein und habe wieder ein besseres kongnitives Level.
    Körperlich bin ich jedoch weiterhin nicht sehr belastbar, gerade was Joggen angeht. Radfahren geht.

  8. #8
    Lebertran
    Guest
    Welches B12 nimmst du ein?

    Gerade B12/B6/Folsäure sind dafür bekannt, dass sie einen wie leichte Drogen "high" machen. Man fühlt sich gut, aber eben nur wenige Wochen. Wenn du Pech hast bekommst du davon Schlaflosigkeit, also Vorsicht!

  9. #9
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    Zitat Zitat von Lebertran Beitrag anzeigen
    Klar, ich würde als Arzt jetzt auch nichts direkt unternehmen. Jeder Eingriff muss sorgfältig überlegt sein.
    Bist du ein Arzt, der das beurteilen kann oder hast du das nur mal so geschrieben?

    Mit lieben Grüßen
    Angelika

  10. #10
    Lebertran
    Guest
    Zitat Zitat von Angelika Beitrag anzeigen
    Bist du ein Arzt, der das beurteilen kann oder hast du das nur mal so geschrieben?

    Mit lieben Grüßen
    Angelika
    Ich bin kein Arzt. Falls ich ein Arzt wäre. Oder ein Heilpraktiker oder was auch immer. Liegt einfach daran, dass ich mich mit vielen Blutwerten schon lange befasste und eben eine Meinung gebildet habe. Andere sind anderer Meinung.

  11. #11
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    Zitat Zitat von Entwanderer Beitrag anzeigen
    [...] Im deutschsprachigen Internet ist sehr wenig bis gar nichts weiterführendes hierzu zu finden. Im englischsprachigen Bereich gibt es einige Websites, wo u.a. weitere für jene Menschen kritische Stoffe aufgelistet werden. Darunter alle Hülsenfrüchte/Leguminosen (Insb. Soja(!), aber auch z.B. Tamarinde, Johannisbrot oder Guar), diverse Arzeimittel und weitere Lebensmittelzusatzstoffe wie blaue Lebensmittelfarben oder Ascorbinsäure(!).[...]
    Diese Gedanken sind sehr neu, mein Plan ist, demnächst durch einen Besuch beim Hämatologen für mehr Klarheit zu sorgen.
    Das klingt sehr interessant. Ich bin gespannt darauf, was der Arzt sagen wird.

    Betreffend Karotten wird man davon gelb, wenn man das Beta-Carotin nicht in Vitamin A umwandeln kann (z.B. eben nicht das Fett dazu ißt; Häufig wird aus diesem Grunde die Ergänzung mit Öl zu Karotten oder carotinhältigen Lebensmitteln empfohlen). Ich bevorzuge Blätter vor den Kochgemüsen, weil sie ursprünglich gegessen wurden und "kompletter" sind. In einem Blatt (z.B. Giersch, auch Doldenblütlerartige und sehr nach Karotte schmeckend) ist auch Beta-Carotin enthalten, allerdings auch Fett (die Omega 3 Fettsäuren dienen hier quasi als Brennglas auf Chlorophyll um die Sonnenenergie darauf zu bündeln). Mir wurde von einem Rohköstler berichtete, der sehr viele Karotten gegessen hatte und eben auch gelb wurde. Aber das ist ja nicht dein Thema?
    Schmetterlingsblütenartige esse ich zwar regelmässig immer wieder, aber anteilig eher in kleineren Mengen.
    Bei meinen Blutbefunden hatte ich diese Problematik noch nie. Aber ich habe gemerkt, dass es sich durchaus lohnt, auch nach ein paar Monaten zu analysieren, weil sich da doch viel tun kann - eben auch bei Eisen, Vitamin B12 etc.

    Mit lieben Grüßen
    Angelika

  12. #12
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    Zitat Zitat von Lebertran Beitrag anzeigen
    Ich bin kein Arzt. Falls ich ein Arzt wäre. Oder ein Heilpraktiker oder was auch immer. Liegt einfach daran, dass ich mich mit vielen Blutwerten schon lange befasste und eben eine Meinung gebildet habe. Andere sind anderer Meinung.
    Das ist auch ok so. Allerdings schreib dann nicht "Als Arzt würde ich ...", weil es suggeriert - ahnungslosen dazustoßenden Lesern - du wärst Arzt.
    Ärzte drücken sich nämlich durchaus so im Gespräch mit ihren Freunden aus.

    Wir wissen im Moment nicht, was Entwanderer hat und die Diagnose eines Arztes wird in der Tat interessant sein.
    Hier machen viele Schreiber immer wieder Blut-Tests (ich 1 - 2 Mal im Jahr - wie ich beruflich dazu komme). Das ist etwas, das ich seit Jahren empfehle - schon zu Zeiten als es hieß: "Ach Rohköstler haben ganz andere Werte, das gilt da alles nicht."
    Bis dann das große Aufwachen bei manchen kam.
    Tatsächlich ist es für Rohköstler durchaus typisch zum Beispiel, eher einen niedrigeren Blutzuckerwert im Vergleich zu Kochköstlern zu haben.
    Ich sehe das als gutes Zeichen, weil dadurch weniger AGEs (in dem Fall als Langzeitzucker) entstehen.

    Mit lieben Grüßen
    Angelika

  13. #13
    Sprössling
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    Hallo Lebertran,

    worauf willst Du wegen B12 denn hinaus?

    Zum einen "Folbene", welche Art von B12/B6/Folsäure es ist, steht leider nicht drauf.
    Hatte aber damals als alleinige B-Supplementierung, sofern dies ein Mitgrund war, gewirkt.

    Mittlerweile habe ich auch "bessere" Supplemente zusätzlich zur Verfügung, bei denen B12 ausgeschrieben als Methylcobalamin enthalten ist.


    Kannst Du noch mehr zu Deiner Gelbsucht der Kindheit erzählen?
    Mögliche Parallelen sind denkbar.


    Angelika, danke für den Hinweis bezüglich Beta-Carotin.

    Ja, hat mit meiner Färbung wohl wenig zu tun, da ich Karotten nur sehr selten verzehre.

    Trygliceride wurden bei mir nur 2 mal gemessen, einmal beim niedrigen B12-Wert 2011 mit 88 mg/dl und letzten Sommer bei 61 mg/dl.

    Bezüglich Obst fällt mir ergänzend ein, dass ich in wirklich großen Mengen bisher bezüglich guter Verträglichkeit eigentlich nur Khaki beobachtet habe. Davon konnte ich bei Hochsaison durchaus täglich mehrere Kilo ohne jegliche subjektive Beeinträchtigung essen. (Blähung, etc.)

  14. #14
    Lebertran
    Guest
    Zitat Zitat von Entwanderer Beitrag anzeigen
    Hallo Lebertran,

    worauf willst Du wegen B12 denn hinaus?

    Zum einen "Folbene", welche Art von B12/B6/Folsäure es ist, steht leider nicht drauf.
    Hatte aber damals als alleinige B-Supplementierung, sofern dies ein Mitgrund war, gewirkt.
    Habe recherchiert. Folbene hat ziemlich sicher "Cyanocobalamin", "Folsäure" und "PyridoxinHCL" drin. Cyanocobalamin ist ganz leicht toxisch wegen dem Cyanid und kann beim empfindlichen Menschen sogar B12 räubern, weshalb diese Form von B12 in der Tat zu deinem B12 Mangel beigetragen haben kann.

    Jetzt kommt aber der nächste Hammer. Folsäure kommt in keinem Lebensmittel vor, es ist ähnlich wie Cyanocobalamin eine haltbarere Form als in der Natur. Einige Menschen haben Probleme die Folsäure somit in die aktive Form umzuwandeln und so kann sich diese ansammeln und sogar krebserregend sein. Und jetzt kommt fast das schlimmste: Diese Folsäure kann die Aufnahme oder Umwandlung der aktiven Arten von Folaten reduzieren und somit unter anderem zu einem Mangel an Tetrahydrofolate und vor allem an 5-Methyltetrahydrofolate führen und somit die Umwandlung von Homocysteine zu Methionine blockieren und damit sogar deinen Homocysteinwert erhöht haben. Manche behaupteten, dass die Folsäure sogar ihr B12 geräubert hätte. Den Mechanismus hierzu kenne ich nicht. Ich würde niemanden jemals empfehlen, außer in äußersten Notfällen Folsäure einzunehmen.

    Vitamin B6 "zieht" den Methylation-Cycle in den "Transsulfuration Pathway". Er es führt eventuell zur höheren Produktion von Cystein und dadurch unter anderem von Glutathion. Es kann sogar sein, dass es dein Salycilsäureproblem verstärkt hat. Falls du nach der Einnahme verstärktes kribbeln in den Extremitäten hattest oder eingeschlafene Gliedmaßen in der Nacht, dann kann das gut das B6 gewesen sein, manchmal auch das B12 und die Folsäure. Dadurch, dass das B6 Homocystein verwertet, kann es sein, dass das recycling zu Methionin reduziert wird und dadurch weniger SAMe, der meister Methylgruppen-Donor gebildet wird. Das alles liegt in einer sehr sehr sensiblen Balance vor und es kann sein, dass du dich damit mehr hinrichtest als irgendetwas gutes zu tun. Um das zu supplementieren, brauchst du entweder jemanden der dich mit korrektem Wissen genau führt oder du musst es dir selbst in langem Studium aneignen. Und selbst dann kannst du nie sicher sein, weil der Zyklus noch nicht 100%ig verstanden ist. Ich kenne mich damit deshalb so gut aus, weil ich die wichtigsten Supplemente aus dem Zyklus selbst supplementiert habe und mich damit krankenhausreif gemacht habe. Bei mir war am Ende sogar das Gesicht taub.

    Methylcobalamin ist wesentlich besser als Cyanocobalamin, aber wirkt trotzdem meistens nur die ersten Wochen. Es fühlt sich halt geil an, weil es pusht. Methylcobalamin aktiviert so viel Stoffwechselprozesse. Allerdings pusht es leider zu stark und man sollte es nur nehmen, wenn der Körper das nicht gut aus der Nahrung aufnimmt oder irgendwelche eindeutigen Gendefekte usw. vorliegen. Bei dir ergibt sich das nicht, weil ALLE DREI wichtigen Marker eines B12-Mangels in Ordnung waren. Dass du ein Problem mit B12 hast ist ÄUßERST unwahrscheinlich.

    Versteife dich nicht zu sehr auf eine Diagnose. Deine Symptome können auch etwas anderes sein. Ich weiß wovon ich spreche, weil ich das auch tat. Geh zum Arzt, lass es testen, ohne Erwartung. Wenn negativ, dann schau weiter oder hör einfach mit dem testen auf und versuche es einfach irgendwie möglichst gut in den Griff zu bekommen. Testen ist ermüdend und stressig.

    Das mit der Gelbsucht, da müsste ich erst meine Mutter fragen. Vielleicht tu ich das in der nächsten Zeit mal, dann gebe ich bescheid!

  15. #15
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    Hallo Lebertran,

    Folbene nehme ich erst seit kurzem aufgrund der Symptomatik ein, davor hatte ich das lange nicht mehr genommen.
    Die Kombi hat damals hat wie gesagt vor 3 Jahren in Verbund mit Low Carb sehr gut funktioniert.
    Aktueller "Auslöser" war es also keiner.

    Dass es ohne diese Supplemente auch so gelaufen wäre, kann ich jedoch nicht bekräftigend beurteilen,
    weil auch ich erfahrungsgemäß weiß, dass es nicht immer einfach ist, bestimmte Zustände beliebig zu reproduzieren, insbesondere gerade die Symptomfreiheit.


    Das Problem ist, dass sich die erschöpfenden Phasen immer wieder dann tendenziell einstellen/einschleichen, wenn ich die Supplementation wieder für einige Wochen bis Monate ausgesetzt habe.

    Dass die Gefahr besteht, dass ich mir damit langfristig nichts Gutes tue, sehe ich auch so.
    Jedoch solange die Ursache nicht abgeklärt ist, fahre ich so besser als komatös in der Ecke zu liegen.


    Eine Anämie scheint mir bei mir beim aktuellen Bild jedoch sehr wahrscheinlich.

    Siehst Du Homocystein denn nicht auch als einen DER Hauptmarker an?
    Habe Folsäure erst NACH dem Bluttest supplementiert.

    Vor 1-2 Monaten hatte ich es jedoch in in der Form mit dem Markennamen "Quatrefolic" vereinzelt eingenommen gehabt.

    Eingeschlafene Gliedmaßen kommen unregelmäßig, vereinzelt vor.
    Hatte Phasen, wo ich morgens mit kribbelnden Gliedmaßen erwachte.
    War aber außerhalb der Supplementierungszeit.

    Schlafprobleme (tlw. blähungsbedingt) habe ich glücklicherweise seit Jahren keine mehr, wo ich doch davor oft lange wach lag.


    Mögliche Ursachen sind wohl nun doch
    - G6PD oder anderweitige Störung im Blut (z.B. Kugelzellen oder Sichelzellen-Anämie denkbar, aber weniger wahrscheinlich)
    - Resorptionsstörungen aufgrund unbekannter Ursache
    - Erhöhter Verbrauch aufgrund unbekannter Ursache (womöglich chron. Entzündungen im Körper, stark durchlässiger Darm etc.)

    Eine andere, aber doch spekulativere Option, die ich jedoch anführen möchte, ist der Einfluss von Elektrosmog auf meinen Organismus - und evtl. Auslöser einer der obigen Punkte. Meine damalige HP meinte, ich wäre elektrosensitiv. Da ich tagtäglich sehr viel am PC (Laptop) sitze, bin ich immerhin sehr viel Strahlung ausgesetzt. Handy am Kopf vertrage ich auch weniger gut, die Konzentration lässt stark nach, bis hin zu Verwirrung. Womöglich wegen der Blutverdickung/verklumpung durch die Strahleneinwirkung, auch Geldrolleneffekt genannt. Da ich ja einen Blutmangel bei mir annehme, ist bei mir die Wirkung entsprechend spürbarer.

    Da Du selbst von den Supplementen eher abrätst, was schlägst Du anstattdessen denn vor?
    Soweit ich das einschätzen kann, insb. den von Dir eingenommenen, fermentierten Lebertran?

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