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Jurassic Fruit Jurassic Fruit Früchteversand Jurassic Fruit Rohkost Versand

 

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Thema: Tropenfrüchte aus dem Asialaden

  1. #1
    Lena
    Guest

    Tropenfrüchte aus dem Asialaden

    Hallo,

    ich hätte da mal eine Frage zu Tropenfrüchten, bzw. den etwas ausgefalleneren davon. Also sowas wie Jackfrucht, Rambutan und v.A. Durian.
    In einem Asialaden bei mir gibt es all diese Früchte (und noch andere komische Dinge), aber gerade die Jackfrucht und Durian nur tiefgefroren.
    Was meint ihr, ist das in Ordung, oder werden Früchte vor dem einfrieren eventuell blanchiert oder so?

    Also einzelne Jackfrucht - Stücke aus der Gefriertruhe hatte ich da schonmal gekauft, der Geschmack sagte mir jetzt aber nicht so sehr zu, irgendwie recht "lasch" und unspektakulär. Habe jetzt aber auch keine Vergleichsmöglichkeit...

    Durian hatte ich bisher nur einmal, auf der Rohvolution gekostet, war jetzt nicht abgeneigt, war aber auch recht "vorsichtig". Aber soweit ich weiß, muss man die Durian ja öfter mal Versuchen, um sie (falls überhaupt) lieben zu lernen. Aber wie sieht es aus mit den tiefgefrorenen (ganzen) Exemplaren?

    Und generell, wie ist eurer Erfahrung nach die Obst-/Gemüsequalität in Asialäden?

    Dankeschön!

    Liebe Grüße,
    Lena

  2. #2
    Wilder Busch Avatar von Farawla
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    Aaaalllso ...
    meine Erfahrungen zum Asia Handel:

    - die Tiefkühl-Fertiggeschält-Jackfrucht schmeckte mir eine Zeit lang auch nicht, jetzt gibt es aber welche vom Mai 2013 (Verpackungsdatum) - die ist super lecker und süß - ich kaufte sie zweimal - reicht mir jetzt aber - gibt besseres

    - die frischen Jackfruits sind hier meist von minderer Qualität - oft unreif, echt eklig teilweise...

    - Finger lassen von Fertiggeschälten-Tiefkühl-Durian: bei mir hatten die immer einen bitteren Nachgeschmack

    - zurzeit gibt es super gute ganze gefrorene Durianfrüchte aus Vietnam (wir haben extra die Asiaten beauftragt, die nicht mehr aus Thailand zu bestellen, da die meist unreif geerntet werden). echt richtig lecker, reif, gelb, würzig-süß...

    - die frischen Longan, die es ab und zu gibt: schmecken gut, hab sie ne Zeit lang gegessen, nun aber keinen Bedarf mehr

    - die frischen Rambutan sind meist viel zu teuer (500g für 8 Euro), da kauf ich lieber welche von Orkos und Co.

    - die frischen Mangostan sind meist auch viel zu teuer, auch die Mangos

    - die Trinkkokosnüsse kosten nun hier 2,50 Euro pro Stück, von ehemals 2 Euro pro Stück. Sehe ich nicht mehr ein, das für nicht-bio-Kokosnüsse zu bezahlen

    - Erdnüsse (von Lucky Food) sind super, sind keimfähig

    Also: wir kaufen meist nur Erdnüsse und ganze Durianfrüchte dort. Auch wenn die keine Bio-Qualität haben, schmecken sie uns doch sehr gut und wir haben noch keine negativen Auswirkungen spüren können...
    Ist mir echt lieber das Zeug zu kaufen, als ständig Bestellungen bei Früchteversendern aufzugeben (die nicht mal nen Bio Siegel bzw. Zertifikat haben) und dafür hunderte von Euros auszugeben. bzw. dort das dreifache für ne Durian zu bezahlen, die dann viell. noch nicht mal reif ist oder genauso gut schmeckt wie die vom Asiaten

  3. #3
    Wilder Busch Avatar von Farawla
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    ps: die tiefgefrorenen Jackfruit Stücke werden nicht blanchiert

  4. #4
    Sprössling
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    Hallo Lena,

    Jackfrucht in der Schale "frisch" im Asia-Laden ist soweit ich mich erinnere behandelt und meist ohnehin sehr unreif geerntet.

    Habe nur mit wenigen Rohkost-Produkten gute Erfahrungen in Asia-Läden gemacht.
    Frische Trinkkokosnüsse nebst Frischen Durian-Früchten. Gefrorene Durian-Früchte sind meist soweit auch i.O., wenn auch das Aroma nachlässt, und gerade für den "Einstieg" zu Durian negativ sein kann, um Durian intensiv lieben zu lernen, da die Qualität hier stark schwankt und so die Wahrscheinlichkeit für Negativ-Erfahrungen größer ist. (Ich kenne aber auch RKler, die bisher nur gefrorenen aßen und dennoch mittlerweile davon schwärmen). Ebenso schwanken die Preise für gefrorene Durian-Schälchen von Geschäft zu Geschäft und tlw. gar von Tag zu Tag erheblich (3,00-7,00 EUR pro Schälchen bei nur geringen Abweichungen bezüglich Menge)

    Habe selbst auch 3-4 Versuche gebraucht, bis ich Durian zu lieben begann und deren Göttlichkeit erkannte. Das mehrfache Probieren ist bei vielen anfangs nötig, kenne aber auch welche, die beim ersten Versuch geil drauf geworden sind.

    Daneben sind die Planta-(Koch-)Bananen meist ganz gut. Kaufe ich ggf. aber nur, sofern die Schale schon weitgehend schwarz ist. Vereinzelt hatte ich von den Wurzelgemüsen/Süßkartoffeln profitiert. Andere Produkte haben mich nie überzeugt.

    Rambutan z.B. gibt es heute oft in Bio-Läden in besserer Qualität, nebst Mangostan.

    Asia-Mangos schwanken, hier lernt man nach Erfahrung Qualität und Reife zu erkennen.

    Ausprobieren ist aber immer gefragt.

    Viele Grüße

    Entwanderer
    Geändert von Entwanderer (19.08.13 um 20:27 Uhr) Grund: Tippfehler korrigiert; Text ergänzt;

  5. #5
    Ralph
    Guest
    Ich habe für Okra-Schoten bisher nur einen Asiaten als Quelle. Was haltet Ihr davon (ich hatte bisher keine Probleme)? Kennt Ihr noch andere Quellen für Okra-Schoten?

    LG, Ralph

  6. #6
    Samenkorn
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    Hallo zusammen,

    wie ich schon des öfteren gelesen haben, sollen Mangostane ja sehr beliebt sein, vor allem bei Rohköstlern.
    Jetzt habe ich mal voll großer Erwartungen welche gekauft - und auch extra darauf geachtet, dass die Schale noch weich und leicht einzudrücken ist. Also reife/genießbare habe ich auf jeden Fall erwischt. Aber geschmacklich wurde ich ziemlich enttäuscht, das liegt wohl daran, dass ich auch Lychees nicht sonderlich ansprechend finde. Und sowohl in Geschmack als auch in Konsistenz gibts da wenig Unterschied, wie ich finde.

    Also meine Lieblingsfrucht wird es in diesem Leben nicht mehr werden. :-)
    GIbt's denn jemanden, der Lychees auch nicht mag und trotzdem Mangostane liebt??

  7. #7
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Zitat Zitat von uena Beitrag anzeigen
    GIbt's denn jemanden, der Lychees auch nicht mag und trotzdem Mangostane liebt??
    Litschis zählen auch bei mir nicht zu meinen Fruchtfavoriten. Abneigungen dagegen hab ich zwar auch nicht, aber andere Früchte schmecken mir einfach haushoch besser.
    Mangostane mag ich schon weit mehr als Litschis, aber Liebe ist es wohl auch nicht.

  8. #8
    Administrator Avatar von Angelika
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    Zitat Zitat von uena Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    wie ich schon des öfteren gelesen haben, sollen Mangostane ja sehr beliebt sein, vor allem bei Rohköstlern.
    Jetzt habe ich mal voll großer Erwartungen welche gekauft - und auch extra darauf geachtet, dass die Schale noch weich und leicht einzudrücken ist. Also reife/genießbare habe ich auf jeden Fall erwischt. Aber geschmacklich wurde ich ziemlich enttäuscht, das liegt wohl daran, dass ich auch Lychees nicht sonderlich ansprechend finde. Und sowohl in Geschmack als auch in Konsistenz gibts da wenig Unterschied, wie ich finde.

    Also meine Lieblingsfrucht wird es in diesem Leben nicht mehr werden. :-)
    GIbt's denn jemanden, der Lychees auch nicht mag und trotzdem Mangostane liebt??
    Grundsätzlich finde ich kann man diese beiden Früchtchen nicht vergleichen, denn die Litschis gehören zu den Seifenbaumartigen, während die Mangostane zu den Malpighienartigen gehören. Das geschmackliche Spektrum wie auch die Wirkung sind hier doch sehr unterschiedlich. Ich mag grundsätzlich beide, allerdings bei den Litschis keine, die gespritzt sind. Dadurch, dass sie so eine dünne Schale haben, gelangen Spritzmittel (für mich offensichtlich schmeckbar) in das Fruchtfleisch - und vielleicht auch durch unreifere Ernte - schmeckt es mir dann nicht. Die besten Litschis gibt es zu Weihnachten bei Orkos und wenn ich rechtzeitig bestelle, liegen die bei mir am 24.12 als Besonderheit am Teller. Leider ist die Saison kurz und die Litschis die ich sonst meist im Handel erhalte, sind so gut wie zu vergessen. Da würden die aus der Dose noch besser schmecken, allerdings sind die gezuckert und natürlich nicht mehr roh und haben dafür einen leichten Metallgeschmack.

    Dass du aufgrund dieser Umstände von Litschis - oder auch Lychees - insbesondere aus dem Asialaden nicht so angetan bist, kann ich gut verstehen. Die Mangostane brauchen möglicherweise gar keine Spritzmittel aufgrund ihrer sehr polyphenolreichen Schale. Aber selbst wenn, ist diese so dick, dass da kaum etwas zum Fruchtfleisch durchdringen würde.

  9. #9
    Administrator Avatar von Angelika
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    Zitat Zitat von Farawla Beitrag anzeigen
    [...]

    - die frischen Jackfruits sind hier meist von minderer Qualität - oft unreif, echt eklig teilweise...
    [...]
    Mit den Jackfrüchten habe ich her ungute Erfahrungen gemacht, bzw mag ich sie einfach nicht. Ich kann es wohl an einer Hand abzählen, so selten habe ich sie in meinem Leben gekauft.
    Wenn, mochte ich sie noch eher, wenn sie schon leicht vergoren waren.
    Siehe auch diese Einträge:
    http://www.rohkostforum.net/entries/392-Garten
    http://www.rohkostforum.net/threads/...artige-Genüsse

    Darin erwähne ich auch, dass ich eher allergisch darauf reagiere. Nun könnte jemand meinen, ja warum reagiere ich überhaupt - "noch" (?) - allergisch auf sowas. Für mich ist das eigentlich sehr gut zu beobachten gewesen. Alles, was insbesondere auch von den Rosenartigen bzw Rosengewächsen groß gezüchtet wurde und ggf auch mal länger liegt (letzteres muss nicht unbedingt zusätzlich sein) oder unreifer geerntet wird ruft diese Problematik tendentiell eher bei mir hervor. Ganz schlimm auch groß gezüchtete Äpfel, die in speziellen Lagern gelagert werden.

    Früchte, die ursprünglich nicht so groß waren, jedoch größer gezüchtet werden, entwickeln zum einen mehr Fruchtzuckergehalt. Einen höheren Traubenzuckergehalt, der weniger problematisch wäre (in mehrfacher Hinsicht) wurde nur bei Getreide wie Weizen in Form von Stärke erzielt. Sonst haben wir bei größer-Züchtungen, insbesondere bei Früchten immer mehr Fruchtzuckeranteil am Ende.

    Fruchtzucker ist - wie ich auch in meinem Buch anhand von Grafiken (aus Studien) zeige, viel reaktionsfreudiger insbesondere mit Eiweißen. D.h., auch wenn die Äpfel oder was auch immer es ist knackig aussehen, der erhöhte Fruchtzuckeranteil reagiert mit den Eiweißen.

    Reagierte Eiweißmoleküle sind das eigentliche Problem von Allergikern. In meinen Recherchen dazu, was mir gut tut und was nicht und auf der damaligen Suche nach Erklärungen dazu fand ich u.a. heraus, dass der Grund, warum viel auf z.B. Haselnüsse so stark reagieren ist nicht nur eine belanglose Überdosis oder zu häufiger Verzehr gerösteter Haselnüsse oder Erdnüsse (wohlgemerkt: bei purem Genuss von rohen Haselnüssen oder Erdnüssen sperren diese ggf entsprechend schnell wenn es mal genug ist), sondern weil diese eben insbesondere durch das Rösten veränderte Eiweiße aufweisen. Heute Abend ist es zu spät, als dass ich Studien diesbezüglich heraussuche, wer diese suchen möchte, muss das natürlich auf englisch tun. Es scheint, als wären diese veränderten Eiweiße ursächlich für übersteuerte initiierende Reaktionen die sich auch manifestieren können verantwortlich. Besonders intensive bei verdeckten Röstungen (vermutlich noch schlimmer bei Schimmelbelastungen hierbei - Aflatoxine dazu)

    Großgezüchtete Früchte sind hier also ein Thema wegen Fruchtzucker - und zusammenhängend, den damit reagierenden, darin enthaltenen Eiweißmolekülen. Eiweiß ist natürlich überall drin, alles das lebt. Die Quantität als prozentueller Anteil ist hier nicht unbedingt maßgeblich relevant.
    Ißt man viel davon, merkt man das.

    Nun glaube manche, dass die Jackfrucht von Natur aus so groß sei. Doch das ist nicht so. Sie ist auch verwandt mit der kleinen Maulbeere und wenn man sich dieses Video zu einer wilden Jackfrucht ansieht, wird dies offensichtlicher. Und - man beachte die niedliche Größe im Vergleich zu den Giganten, die es teilweise im Handel inzwischen gibt.



    Ich habe hier den Eindruck, die Stacheln dienen eher dem sanften Fall von oben, also zur Abdämpfung. Die Zuchtform sieht ganz anders aus auch von der Schale her (und ist viel größer).

    An dieser Stelle möchte ich allerdings auch die Papaya erwähnen - sie ist von Natur aus größer und wurde für den Handel umgekehrt wiederum klein gezüchtet. Ich bevorzuge die größeren Exemplare - und sie haben auch einen schönen hohen Traubenzuckeranteil. Gehören zu den Kreuzblütenartigen, also eine ganz andere Gruppe als die Rosenartigen.
    Dennoch sind auch Papayas für mich persönlich kostenintensiv. Allerdings würde ich eher eine Papaya kaufen als eine Jackfrucht.

    Mein Sohn mochte als Kind gerne mal ab und zu ein oder zwei Stückchen von der Jackfrucht. Allerdings hörte er immer nach wenigen Stücken von selbst wieder auf. Ein Kauf einer Packung welcher Art war also immer zuviel.
    Dass ich sie eher wieder mag, wenn das große Ding vergoren ist (also wenn dann der Rest länger gelegen hatte), liegt vermutlich daran, dass durch die Fermentation auch Eiweiße (wie auch Zucker) abgebaut werden, was es für mich scheinbar verträglicher macht.
    Dennoch esse ich nur wenige Stücke davon.

    Ob ich also eine Frucht kaufe oder nicht, hängt für mich auch davon ab, was ich von ihr erwarten kann. Eine Frucht die mich nicht fördert, möchte ich auch nicht kaufen.
    Selbst wenn sie hundertmal irgendwie beworben wird.
    Insbesondere bei Großzüchtungen von den Rosenartigen ...
    Da vertraue ich meinem Geschmack, meiner Intuition die der Körper aus Erfahrung bei ersten Verkostungen erhält. Und inzwischen weiß ich, warum das so ist und schiebe es weniger auf Händler oder ausschließlich auf irgendwelche Behandlungen wie Schädlingsbekämpfungsmittel.

    Denn es gibt Menschen, die verkochen alles. Der neueste Schrei soll hier übrigens veganes Hühnerfleisch oder eben Fleisch aus und nun ratet ... ja Jackfrucht sein. Weil es die Fasern so schön imitiert.
    Es gibt inzwischen sogar schon Lokale dazu.
    Dieses kurze Video ist witzig zu diesem Thema:



    Wer glaubt, das wäre eine einzelne Anektote - erst kürzlich hatte ich über eine ähnliche Sendung erfahren, dass fertig pikant gewürzte Jackfruitstücke in veganen Restaurants entsprechend verarbeitet - und serviert werden. Wegen der natürlichen Fasern erinnert es eben noch mehr an Fleisch als die homogene Masse die Veganer sonst von Soja-Tofu, Weizen-Seitan oder ähnlichem gewohnt sind.
    Geändert von Angelika (15.03.16 um 22:56 Uhr)

  10. Der folgende Benutzer sagt Danke an Angelika für diesen Beitrag:

    Harry (16.03.16)

  11. #10
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Spannend, was da alles "erfunden" bzw. imitiert wird. Und m.M.n. verrückt. Also ich würde das nicht wollen, so ein "Jackfrucht-Hühnchen".

    Habe nicht besonders viel Erfahrungen mit Jackfrucht. Die Male, wo ich welche hatte, aß ich immer 300-500g und geschmeckt hat sie gut. Nicht umwerfend, aber recht gut.
    Dass sie überzüchtet ist, wusste ich nicht, ich dachte, sie gehört noch zu den eher ursprünglicheren Früchten mit halbwegs ausgewogenem Traubenzucker-Fruchtzucker-Verhältnis.

    Oder dass kleine Papayas auch überzüchtet sind, ist mir auch neu. Haben die kleinen also mehr Fruchtzuckergehalt als die großen?

  12. #11
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    Zitat Zitat von Mela Beitrag anzeigen
    Spannend, was da alles "erfunden" bzw. imitiert wird. Und m.M.n. verrückt. Also ich würde das nicht wollen, so ein "Jackfrucht-Hühnchen".
    Offensichtlich ist es für Kochis täuschend echt durch die Gewürze bzw. Marinade. Nur der Eiweißgehalt ist (ausser es wird etwas hinzugegeben, was ich jetzt nicht weiß) nicht gleich. Frische Jackfrucht hat gerade mal 1 - 1,1 g Eiweiß pro 100 g Frischgewicht (Quellenbeispiel: http://www.naehrwertrechner.de/naehr...frucht+frisch/
    und getrocknete Jackfrucht: 3,91g/100g laut hier: http://www.naehrwertrechner.de/naehr...ht+getrocknet/).
    Zitat Zitat von Mela Beitrag anzeigen
    Habe nicht besonders viel Erfahrungen mit Jackfrucht. Die Male, wo ich welche hatte, aß ich immer 300-500g und geschmeckt hat sie gut. Nicht umwerfend, aber recht gut.
    Mich erinnerte sie immer an ein Aroma in Richtung Zitrusfrüchte, nur eben süß und mit anderer Konsistenz. Da ich Grapefruits an sich so gerne habe, fand ich den Kauf auch deshalb nicht erforderlich.

    Zitat Zitat von Mela Beitrag anzeigen
    Dass sie überzüchtet ist, wusste ich nicht, ich dachte, sie gehört noch zu den eher ursprünglicheren Früchten mit halbwegs ausgewogenem Traubenzucker-Fruchtzucker-Verhältnis.
    Tatsächlich hat die Jackfrucht ein gutes Verhältnis zwischen diesen beiden Zuckern und mehr Traubenzuckeranteil. Aber sie hat auch viel Rübenzucker (= Traubenzucker-Fruchtzucker-Kombination).
    In dem Fall ist es auch einmal interessant den prozentuellen Anteil des Brennwertes anzusehen, dann hat diese Frucht ganz schön viel Kohlenhydratanteil.
    Laut http://fddb.info/db/de/lebensmittel/...sch/index.html sind das 72 % Kohlenhydrate, 20 % Fett, 8 % Protein. Das klingt viel, aber man muss auch bedenken, dass sich dieser Prozentsatz nur auf den Brennwert bezieht und damit den Wasseranteil und ggf auch den Ballaststoffanteil ausblendet.

    Trotzdem gar nicht so schlecht, ein Apfel hat nach dieser Betrachtungsweise http://fddb.info/db/de/lebensmittel/...sch/index.html 96 % Kohlenhydrate, 2 % Fett und 2 Prozent Protein.

    Das zeigt aber auch gleich, warum wir Europäer so eine exotische Frucht - und sei sich auch größer gezüchtet - als viel gehaltvoller empfinden.

    Es gibt viele Überlegungen, nicht nur von mir, warum anders gezüchtete Früchte ggf allergischer oder einfach unangenehmer wirken.
    Die Gen-Industrie versucht damit zu werben, dass auch Pflanzen mit weniger hohem Allergiepotential gezüchtet bzw manipuliert werden können. Aber die Ursache scheint auch in der Kultur zu liegen.

    Wie ich schon im letzten Jahr beim Wildpflanzen-Webinar sagte und hier schon früher erwähnte, hängen die Inhaltsstoffe auch von den Wachstumsbedingungen ab. Wasser, Sonne, Jahreszeiten und natürlich auch dem Boden.

    Pflanzenfamilien bzw auch Ordnungen haben zum Teil sehr typische Eigenschaften. Die Rosenartigen, zu denen beide gehören, haben zum Beispiel gerne einen höheren Eisengehalt der sich in den Pflanzenteilen, Blätter wie auch Früchte auch wiederspiegelt. Auf der anderen Seite haben sie ein erhöhtes Allergiepotential, es ist bekannt dass Menschen auf ihre Früchte häufiger allergisch reagieren können.
    Gummibaum, Feige, Chempedak, Maulbeeren sind wie Jackfrucht Maulbeergewächse unter der Ordnung der Rosenartigen und bekannt für allergische Reaktionen. Aber auch von den Äpfeln ist das bekannt (Familie Rosengewächse unter der Ordnung der Rosenartigen). (Dies habe ich auch in meinem Buch "Das große Rohkost-Buch" erläutert).

    Man kann sich denken: Seltsamerweise berichten viele, dass in Gärten geerntete Äpfel viel besser vertragen werden. Da fragt man sich sicher gerne, woher kommt das. Vielleicht von fehlenden Spritzmitteln?

    Ich glaube, das ist zu einfach gedacht. Natürlich gehören die gemieden. Doch bei dicken Schalen spielt dies weniger eine Rolle.

    Nein, ich denke die Problematik der Zucht und damit zusammenhängend Kultur, meist Monokultur ist eine andere: Dort werden gerne Herbizide verwendet oder Mittel, die in der Folge den Boden nicht nur an sich verarmen lassen sondern wodurch auch immer weniger Mineralstoffe im Boden (verfügbar) sind. Eine Pflanze wächst nur auf einem Boden, die an sich die erforderlichen Bedingungen erfüllt. Ggf auch in Symbiosen. Aber - sie kann auch tricksen.

    Wie schon einmal berichtet, schützen sich zum Beispiel manche Pflanzenfamilien vor zu Schwermetallbelasteten Böden mit eäder Bildung eines höheren Oxalsäuregehalt. Manche dieser Pflanzen sind deshalb sogar typische Bodenanzeiger für schwermetallbelastete Böden wie zum Beispiel in der Umgebung von entsprechenden Abbaugebieten ggf auch, wo viel mit Blei geschossen wird usw.

    Mir kommt vor, dass bei zur genannten, "versäuberten" Kultivierungsarten insbesondere bei dieser Ordnung mit ihren Pflanzenfamilien die Verarmung an Mineralstoffen bzw nicht angereichertem Boden an anderen Pflanzen wie z.B. Permakultur die Eiweiße so verändern, dass sie allergen wirken können. Reif oder unreif spielt dann zum Teil nur eine periphere Rolle (je nach dem sogar!)

    Der/die interessierte Leser/-in findet im Internet sicherlich Informationen dazu, hier ein Beispiel das ich auf die Schnelle fand: http://www.non-gmoreport.com/article...hosate_use.php

    In your paper you say that 'the introduction of such an intense mineral chelator as glyphosate into the food chain through accumulation in feed, forage, and food, and root exudation into ground water, could pose significant health concerns for animals and humans and needs further evaluation.' Could you elaborate on this?

    DH: Micronutrients such as manganese, copper, potassium, iron, magnesium, calcium, and zinc are essential to human health. All of them can be reduced in availability by glyphosate; mineral nutrients are less in glyphosate treated plants. We are seeing a reduction in nutrient quality (in food crops).

    There are also reports of allergic reactions, such as stomach lesions, produced by the Roundup Ready (genetically modified) gene.

    These reactions need to be studied; there needs to be a lot more information that we don't have. This type of research has been prevented by a lack of access to information.
    Nehmen wir an, jemand spritzt nicht, aber verwendet so etwas wie Glyphosat, so kann sich dies doch entsprechend auswirken.

    Bildlich gesehen könnte man sich vielleicht vorstellen, dass die Pflanze zwar wächst, es ihr aber an bestimmten Mineralstoffen dann doch fehlt und die Eiweiße so - aggressiv geworden wenn ich das mal so bildlich formulieren darf - Allergien und andere Probleme auslösen können. Der interviewte und zitierte Mann in obigem Link ist Professor bzw befasst sich offensichtlich wissenschaftlich mit diesem Thema und schreibt also, dass die Reaktionen studiert werden müssen, es gibt sehr viel Information, die noch zu erarbeiten ist auf diesem Thema.

    Fruchtzucker, oder auch langsamer der Traubenzucker reagiert nach Reife und Ernte mit Eiweiß; Oben habe ich die Prozente angegeben, so können diese gehaltvolleren Früchte sogar extremer auslösen als Äpfel.
    Vielleicht ist der Umstand, dass gewissen Menschen durchaus auch mehr Mineralstoffe benötigen mit auch ein Grund für erhöhtes Allergiepotential. Zink ist bekannt dafür.
    Meine Allergiereaktionen konnte ich stark abmildern mit den Jahren. Doch ich meide auch solche Art (Zucht/Haltung mit jenen möglichen Folgen je nach Ordnung/Pflsnzenfsmilie) von Früchten/Pflanzen.

    Und schließlich möchte ich nochmal Permakultur bzw. Mischkultur erwähnen die ich auch in unserem Garten hier fördere, nachdem ich den Hof von Sepp Holzer besucht hatte und live gesehen hatte, wie gut seine Bäume durch die Mischkultur mit scheinbarem Chaos dem Sturm im Tal standhielten, während die Monokultur-Bäume, fein säuberlich von anderem freigehalten, wie Zahnstocher umgeschmissen wurden. Das hatte ich damals noch mit einer alten Filmkamera fotografiert - es war wirklich erstaunlich.

    Und natürlich hatten die armen Bauern, die den Sturmschaden hatten, gleich wieder eine Förderung für die Wiederaufforstung (ich glaube von der EU) erhalten. Und in der Mitte der große Hofstreifen von Sepp Holzer, alle Bäume standen dort wie das Paradies in der Verwüstung. Das hätten damals noch viel mehr sehen sollen! Naja.

    Ich will nicht zu lange werden mit dem Text. Ist es schon verständlich, wie er gemeint ist, was hier die Folgen entsprechender Kultur ist?


    Zitat Zitat von Mela Beitrag anzeigen
    Oder dass kleine Papayas auch überzüchtet sind, ist mir auch neu. Haben die kleinen also mehr Fruchtzuckergehalt als die großen?
    Die Kleinerzüchtung sehe ich nicht so kritisch an sich, allerdings finde ich das Ergebnis einfach bescheiden und gelinde gesagt, unnötig. Wer keine große Papaya auf einem essen will, man kann sie super auch aufgeschnitten ein paar Tage weiter lagern, weil die Schnittfläche eine Art Patina bildet. Der Begriff Patina ist hier vielleicht etwas übertrieben, jedenfalls verschließt sich die Oberfläche und trocknet etwas aus, innen bleibt es saftig.
    Geändert von Angelika (17.03.16 um 05:24 Uhr)

  13. Der folgende Benutzer sagt Danke an Angelika für diesen Beitrag:

    Mela (20.03.16)

  14. #12
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    Zitat Zitat von Angelika
    Mich erinnerte sie immer an ein Aroma in Richtung Zitrusfrüchte, nur eben süß und mit anderer Konsistenz. Da ich Grapefruits an sich so gerne habe, fand ich den Kauf auch deshalb nicht erforderlich.
    Geruchlich erinnert sie mich meistens irgendwie an Ananas. Witzigerweise musste ich beim Essen dann aber tatsächlich an Äpfel denken. Und nun habe ich erfahren, dass die Jackfrucht zu den Rosenartigen gehört.

    Zitat Zitat von Angelika
    Tatsächlich hat die Jackfrucht ein gutes Verhältnis zwischen diesen beiden Zuckern und mehr Traubenzuckeranteil. Aber sie hat auch viel Rübenzucker (= Traubenzucker-Fruchtzucker-Kombination).
    In dem Fall ist es auch einmal interessant den prozentuellen Anteil des Brennwertes anzusehen, dann hat diese Frucht ganz schön viel Kohlenhydratanteil.
    Lauthttp://fddb.info/db/de/lebensmittel/...sch/index.html*sind das 72 % Kohlenhydrate, 20 % Fett, 8 % Protein. Das klingt viel, aber man muss auch bedenken, dass sich dieser Prozentsatz nur auf den Brennwert bezieht und damit den Wasseranteil und ggf auch den Ballaststoffanteil ausblendet.

    Trotzdem gar nicht so schlecht, ein Apfel hat nach dieser Betrachtungsweisehttp://fddb.info/db/de/lebensmittel/...sch/index.html*96 % Kohlenhydrate, 2 % Fett und 2 Prozent Protein.

    Das zeigt aber auch gleich, warum wir Europäer so eine exotische Frucht - und sei sich auch größer gezüchtet - als viel gehaltvoller empfinden.
    Danke für diesen Vergleich! Das macht wirklich Sinn!

    Zitat Zitat von Angelika
    Wie schon einmal berichtet, schützen sich zum Beispiel manche Pflanzenfamilien vor zu Schwermetallbelasteten Böden mit eäder Bildung eines höheren Oxalsäuregehalt. Manche dieser Pflanzen sind deshalb sogar typische Bodenanzeiger für schwermetallbelastete Böden wie zum Beispiel in der Umgebung von entsprechenden Abbaugebieten ggf auch, wo viel mit Blei geschossen wird usw.
    Ich erinnere mich! Ich finde es faszinierend, wie sich die Natur an die verschiedensten Umstände und sogar Missstände anpassen kann bzw. sich "wehrt", schützt und zu helfen weiß.

    Zitat Zitat von Angelika
    Fruchtzucker, oder auch langsamer der Traubenzucker reagiert nach Reife und Ernte mit Eiweiß; Oben habe ich die Prozente angegeben, so können diese gehaltvolleren Früchte sogar extremer auslösen als Äpfel.
    Vielleicht ist der Umstand, dass gewissen Menschen durchaus auch mehr Mineralstoffe benötigen mit auch ein Grund für erhöhtes Allergiepotential. Zink ist bekannt dafür.
    Meine Allergiereaktionen konnte ich stark abmildern mit den Jahren. Doch ich meide auch solche Art (Zucht/Haltung mit jenen möglichen Folgen je nach Ordnung/Pflsnzenfsmilie) von Früchten/Pflanzen.
    Zum ersten Satz: das heißt dann also, je länger die Lagerung, umso größer wird das Allergiepotenzial?

    Zitat Zitat von Angelika
    Und natürlich hatten die armen Bauern, die den Sturmschaden hatten, gleich wieder eine Förderung für die Wiederaufforstung (ich glaube von der EU) erhalten. Und in der Mitte der große Hofstreifen von Sepp Holzer, alle Bäume standen dort wie das Paradies in der Verwüstung. Das hätten damals noch viel mehr sehen sollen! Naja.

    Ich will nicht zu lange werden mit dem Text. Ist es schon verständlich, wie er gemeint ist, was hier die Folgen entsprechender Kultur ist?
    Ja, das mit der Mischkultur konnte ich auch schon einmal beobachten. Seither überkommt mich jedesmal Entsetzen, wenn ich sehe, wie zumeist Wiederaufforstung betrieben wird. Und dann die großen Schäden bei schweren Unwettern.

    Zitat Zitat von Angelika
    Die Kleinerzüchtung sehe ich nicht so kritisch an sich, allerdings finde ich das Ergebnis einfach bescheiden und gelinde gesagt, unnötig. Wer keine große Papaya auf einem essen will, man kann sie super auch aufgeschnitten ein paar Tage weiter lagern, weil die Schnittfläche eine Art Patina bildet. Der Begriff Patina ist hier vielleicht etwas übertrieben, jedenfalls verschließt sich die Oberfläche und trocknet etwas aus, innen bleibt es saftig.
    Sollte sie nach Anschnitt dann eher in einen Kühlschrank?

  15. #13
    Urwaldriese Avatar von Susanne
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    Zitat Zitat von Mela
    Zum ersten Satz: das heißt dann also, je länger die Lagerung, umso größer wird das Allergiepotenzial?
    Bei Lagerware steigt nicht nur das Allergien auslösende Potential. In dieser Richtung reagiere ich nämlich überhaupt nicht. Mir bekommen länger gelagerte Lebensmittel ganz allgemein nicht: sie lieferen weniger Energie bzw. ziehen energetisch nach unten, lassen sich so gut wie nicht kombinieren und schlechter verdauen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Vielleicht übersteigt bei diesen Ausnahmen der Nutzen des Lebensmittels den Schaden.

  16. #14
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Zitat Zitat von Susanne Beitrag anzeigen
    Bei Lagerware steigt nicht nur das Allergien auslösende Potential. In dieser Richtung reagiere ich nämlich überhaupt nicht. Mir bekommen länger gelagerte Lebensmittel ganz allgemein nicht: sie lieferen weniger Energie bzw. ziehen energetisch nach unten, lassen sich so gut wie nicht kombinieren und schlechter verdauen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Vielleicht übersteigt bei diesen Ausnahmen der Nutzen des Lebensmittels den Schaden.
    Allerdings habe ich bei mir beobachtet, dass mir viele LM besser bekommen, wenn sie eine Zeit lang gelagert wurden. Z.B. überreife Früchte, verschrumpeltes Gemüse, fermentierte Milchprodukte, u.n.v.m.

  17. #15
    Urwaldriese Avatar von Susanne
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    Zitat Zitat von Mela Beitrag anzeigen
    Allerdings habe ich bei mir beobachtet, dass mir viele LM besser bekommen, wenn sie eine Zeit lang gelagert wurden. Z.B. überreife Früchte, verschrumpeltes Gemüse, fermentierte Milchprodukte, u.n.v.m.
    Ich habe oben geschrieben, dass Ausnahmen die Regel bestätigen. Das betrifft sowohl einzelne Lebensmittel als auch einzelne Rohköstler.
    Geändert von Angelika (21.03.16 um 11:48 Uhr) Grund: Nach Rücksprache gekürzt, keine Stellvertreterdiskussionen

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