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Thema: Wild oder Zucht?

  1. #1
    Wild Thing
    Guest

    Wild oder Zucht?

    Hallo an Alle,

    da ich möglichst unveränderte Sachen essen will, möchte ich gerne wissen, was von den käuflichen Lebensmitteln noch ursprünglich, wild, oder zumindest nahe dran ist. Und welche Sachen in ihrer Ursprungsform überhaupt nicht essbar wären.

    Ich fang mal an mit den Sachen die es zur Zeit auf dem Markt oder im Garten gibt:

    Johannisbeere/Ribisel: Rote und schwarze gibt es wild bzw. verwildert; wer einen Garten hat, kann sich die Wildform auch bestellen. Die weißen und rosa Johannisbeeren sind nur eine Zuchtform der roten Sorte, ebenso sind die grooooßfruchtigen gezüchtet.

    Mein Favorit, die Schwarzen, am liebsten noch warm von der Sonne.


    Also, nahe dran am Ursprünglichen.

    Sharon-Frucht: Hab ich letztens mal probiert, ist ja nur süß. Sharonfrüchte sind eine Zuchtform von der Kaki, haben keine Kerne und nicht die Gerbsäure der Kaki.

    Also, nix für mich, da warte ich lieber auf den Herbst und die Kaki´s.


    Es wäre super, wenn hier eine Sammlung entstehen würde.

    Lieben Gruß

    Wild Thing
    Geändert von Wild Thing (26.07.13 um 16:00 Uhr)

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  3. #2
    Markus
    Guest
    Hallo, das ist eine interessante Frage, die man für jedes einzelne Lebensmittel separat recherchieren müsste. Hierzu ist mir jetzt auch noch kein gutes Buch bekannt, das auf einfache Weise einen anschaulichen Überblick hierüber bieten würde. Vielleicht kennt jemand eines...

    Besonders die Früchte sind ja mittlerweile etwas verrufen dafür, dass sie über die Jahre auf Größe und Zuckergehalt gezüchtet wurden.

    Hier habe ich mal einen Apfelbaum im Umkreis entdeckt mit ganz kleinen Äpfeln. So in etwa stelle ich mir auch den wilden Urapfel vor.
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	miniäpfel-pink-baum.jpg 
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Größe:	399,0 KB 
ID:	743

    Solche wilden Apfelbäume habe ich schon öfter entdeckt und mir was davon mitgenommen.

    Ich möchte dazu jedoch gleich einen kleinen persönlichen Hinweis aussprechen, denn ich finde, dass diese Miniäpfel schon äußerst weit entfernt von den käuflichen Äpfeln sind und ich glaube sogar, dass es ein wenig der falsche Weg ist, immer diese Urformen als besser anzusehen wie die Käuflichen. Sie sind tatsächlich viel weniger süß, die Schale ist viel dicker, der essbare Anteil mit Abzug der Kerne viel kleiner...

    Was ich sagen will:

    Wir sind sind so gewöhnt an unsere Energiebündelfrüchte, dass der Genuss von solchen Urformen möglicherweise dann gar nicht mehr so toll ist. Also mir haben die kleinen Äpfel nicht gereicht und ich hätte drei komplette Bäume davon alleine abräumen können. Hab ich jedoch nicht gemacht.... Ich denke, das Optimum für uns ist in so einer Zwischenstufe aus Beidem zu suchen. Nicht komplett verzüchtet, aber doch gerne etwas spezieller "für uns gemacht". Diese Ansicht habe ich jedoch nicht pauschal, sondern das müsste man dann je nach Lebensmittel einzeln betrachten. Hier ging es um den Apfel... Tatsächlich kenne ich den wahren Urapfel gar nicht, von daher weiß ich das auch nicht sicher. Die Sorte hier auf dem Bild wird auch eher so ein Zierapfelbaum gewesen sein. Ich habe jedoch auch schon andere wilde kleine Apfelsorten gegessen und war jedes mal nicht so begeistert...

    ----

    Ein anderes Beispiel:

    Vielleicht hat sich schon mal jemand mit Orangensorten, Grapefruits und dergleichen beschäftigt. Das Thema ist äußerst lustig, denn hier wurde so viel hin- und her gezüchtet, dass man auf den ersten Blick schon nicht mehr richtig nachvollziehen kann, was eigentlich zuerst da war.

    Beispiel diese im örtlichen Bioladen gekaufte Sweetie hier
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	sweety.jpg 
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Größe:	154,6 KB 
ID:	745

    Ich dachte erst, dass es eine Grapefruit ist, denn den Namen Sweetie kannte ich davor nicht, doch eine Recherche brachte folgendes Resultat:

    * Die Sweetie ist Anfang der 80er Jahre in Israel aus einer Kreuzung zwischen Grapefruit und Pampelmuse entstanden

    Lustig jetzt, wenn man etwas weiter geht:

    * Die Grapefruit ist wiederum eine Kreuzung aus Pampelmuse und Orange
    * Eine Orange ist eigentlich eine Kreuzung aus Pampelmuse und Mandarine



    ....



    Denkt man jetzt grundsätzlich schlecht über durch Menschenhand durchgeführte Kreuzungen, dann wäre die Sweetie wahrscheinlich der Abschuss, aber ehrlich: Ich hab lange nicht so eine geile Frucht gegessen gehabt wie diese. Wenn ich die mal wieder sehe, nehme ich sie auf jeden Fall wieder mit. Ein Traum, die Sweetie....

    Also ich sehe Züchtungen nicht grundsätzlich als schlecht an, finde ursprüngliche Sorten auch nicht unbedingt besser. Das muss man wirklich differenziert betrachten finde ich...

    -------

    Das Wildeste, was käuflich zu bekommen ist, werden Fisch und Meeresfrüchte aus dem Meer sein. So ein Thunfisch hat sich bis jetzt einfach selbst gezüchtet ohne irgendwelche menschlichen Handgriffe, Selbiges bei Tintenfischen und anderen Meereslebewesen...
    Geändert von Markus (27.07.13 um 13:07 Uhr)

  4. Der folgende Benutzer sagt Danke an Markus für diesen Beitrag:

    firehawk (23.09.13)

  5. #3
    Dattelkern
    Guest
    Was mir in letzter Zeit zu dem Thema auffällt : Die meiner Meinung nach besten Tomaten aus konventionellem Anbau die man in normalen Supermärkten kaufen kann, sind momentan wohl die Hölländischen. Sind vollreif, schmecken super und riechen tun sie auch gut.Jedenfalls ist die Qualität sehr viel höher als die der spanischen oder (oh Graus) italienischen Tomaten. Da gibt es zum Beispiel die Sorte "Tasty Tom" : http://www.tastytom.de/anbau+tasty+tom

    Diese Sorte wird aber ausschließlich in Hydrokultur unter Glas kultiviert, d.h. die Pflanzen wachsen nicht mehr in Erde, sondern in Steinwolle und werden absolut bedarfsgerecht durch Tröpfchenbewässerung mit Nährstofflösung und Wasser versorgt.Außerdem wird der Wasserbedarf bei dieser Anbaumethode auf ein Minimum (gegenüber z.B. spainischem Freilandbau) reduziert, das ganze ist ein quasigeschlossenes System.Und Pfanzenschutzmittel braucht man auch sehr viel weniger, da Hummeln zu Bestäubung und Schlupfwespen zur Bekämpfung der weißen Fliege eingesetzt werden. Das fasziniert mich als ehemaligen Gartenbauingenieursanwärter sehr. Gibt also keine Pilzkrankheiten oder Nematoden mehr, Schnecken schon mal gar nicht. Ist zwar (noch ?) nicht Bio, kaufe aber trotzdem kaum noch andere Tomaten
    Geändert von Dattelkern (27.07.13 um 12:22 Uhr)

  6. #4
    Frau Murl
    Guest
    Hi Dattelkern,
    denkst du wirklich, dass es nichts ausmacht wenn Gemüse auf so unnatürliche Art gezogen wird?
    Wir essen eigentlich (fast) ausschließlich Tomaten wenn sie in Ö reif sind - aus unserem Garten oder vom Biobauern - und die schmecken ausnahmslos sehr gut. Mit Pilzen habe ich allerdings sehr oft zu tun und daher hält sich der Ertrag in Grenzen weil ich nix spritzen will. Ich experimentiere mit dem Standort.
    Aber ich mag zB auch keine Hybriden pflanzen da sie mir nicht als vollwertige Pflanzen erscheinen - so wie solcherart kultivierte wie du beschrieben hast. Aber vielleicht irre ich mich ja auch:-)
    LG Frau Murl

  7. #5
    Dattelkern
    Guest
    Zitat Zitat von Frau Murl Beitrag anzeigen
    Hi Dattelkern,
    denkst du wirklich, dass es nichts ausmacht wenn Gemüse auf so unnatürliche Art gezogen wird?
    Was meinst du mit "ausmachen" ? Daß die Tomaten durch die Hydrokultur und den Kunstdünger irgendwie toxisch werden ? Weniger Spritzmittel braucht es bei dieser modernen Kulturart ja sowieso (wegen Glashaus und Insekten zur Schädlingsbekämpfung), daß hat aber natürlich nichts mit der Pflanzenernährung an sich durch die (ja, unnatürliche) Nährlösung zu tun. (Obwohl Tierurin ja auch ´ne Art flüssiger Stickstoffdünger ist, allerdings natürlich )

    Es wird ja in der Hydrokultur auch wesentlich weniger (Kunst-)Dünger gebraucht als im konventionellen Freilandtomatenanbau. Es versickert durch die punktgenaue Düngung eben GAR NICHTS an Düngemittel, kann also auch nicht irgendwie in die Umwelt gelangen und entlastet diese dadurch (Stichwort Stickstoffüberdüngung).

    Finde ich eigentlich positiv, klar, wenn man die Nährlösung noch durch "biologische" Komponenten aufwerten könnte, fände ich das noch besser. Ich glaube aber schon, daß die Tomatenpflanzen mit den Nährsalzen ganz gut klarkommen, sonst würden sie nicht so prima gedeihen...und die Früchte wohl auch nicht so gut schmecken.

    Aber wie oben schon gesagt....diese Art der modernen, umweltschonenden Kultur unter Glas im kalten Holland, bei der die Früchte dann auch noch keinen all zu langen Transportweg zum Verbraucher haben, fasziniert mich als an Gartenbau immer noch Interessierten einfach. In Deutschland ganz in meiner Nähe gibt´s jetzt auch solche Kulturen. Quasi "lokale Ware" für mich : http://www.gb-profi.de/rlverlag_.dll?pageID=884

    Und was heißt überhaupt "unnatürlich" in Bezug auf Tomaten ? In Europa und Afrika musste Homo Sapiens jahrhunderttausende lang ohne Tomaten auskommen. Die kamen bekanntlich erst mit Christoph Columbus zu uns. Insofern sowieso total "unnatürlich" überhaupt Tomaten zu essen
    Geändert von Dattelkern (27.07.13 um 18:54 Uhr)

  8. #6
    Wild Thing
    Guest
    Hi Markus,

    die schauen ja nett aus, deine kleinen Äpfel da. Schönes Bild.
    Der Urapfel ist ja noch kleiner. Und den würdest du dann wahrscheinlich noch weniger mögen. Der ist nämlich bretthart und erst essbar wenn innen schon braun.

    Nee, nee, besser im Sinne von leckerer sind nun die wilden Sachen oft nicht, da bin ich ja auch deiner Meinung.

    Mir geht es dabei auch mal um das Wissen drum und auch, dass ich von wilden Sachen nur wenig brauche (z. B. Waldhimbeeren) um so was von zufrieden zu sein und von den gezüchteten kann ich essen und essen bis der Bauch drückt.

    Ja, grad die Zitrusfrüchte sind ein Ding für sich.

    Bin grad am Packen, mal sehen, was ich Wildes vor die Linse (und in den Bauch) krieg. Dann stell ich ein paar Bilder rein.

    Man liest sich und eine gute Zeit!!!

    Lieben Gruß

    Wild Thing

  9. #7
    Wild Thing
    Guest
    Juiiii, schmaaaaaaackofatz,

    das fällt eindeutig in die Klasse , stell mir grad solcherart gezüchtete Menschlein vor.
    Aaaaaber wenn es zu einem schicken Hinterteil führt, wäre es eine Überlegung wert

    Fazit: Nicht ganz so nah dran

    Viel darf ich von den Dingern eh nicht essen wegen HIT. Am besten gehen die Kleinen, ja kleiner desto besser. Die Wildtomate hat eh so die Größe von Johannisbeere/Ribisel oder wie Kirschtomate. Ab und zu zum naschen find ich die ganz nett.

    Ich zieh schon viele Jahre die wilden Tomaten. Die lass ich auf dem Boden kriechen, sind sogar recht resistent gegen Kälte und Nässe, reifen auch schön nach, muss ma nix entgeizen und so. Dafür bin ich sowieso zu faul.

    So, derweil leider nicht mehr Zeit, mehr dann im September.

    Auch dir ne schöne Zeit

    Lieben Gruß

    Wild Thing

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