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Thema: neu hier und begeistert vom Rohkostbuch- wie kann ich ohne Nüsse zunehmen ?

  1. #1
    Samenkorn Avatar von lamadame
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    Smile neu hier und begeistert vom Rohkostbuch- wie kann ich ohne Nüsse zunehmen ?

    Hallo, ich bin Susanne , 55 Jahre alt, und neu im Forum. Wegen einer Magenreizung wo ich kaum mehr etwas essen konnte im November 2017 bin ich eine neues Ernährungswissen Suchende geworden , zuerst Basische Ernährung von Wacker und dann habe ich Angelikas Rohkost Buch empfohlen bekommen, und bin soo glücklich dass so viele wichtige Infos so kompakt drinstehen, genau das was ich schon immer wissen wollte. Ich habe einiges bereits gut verändern können- z:b Avocados streichen hat sehr viel Besserung gebracht- und keinen Salat mehr abends sondern mittags essen, und der nervöse Magen ist seitdem beruhigter geworden. Und das Essen mit dem genauern Erschmecken macht mir viel mehr Spass und Genuss wie vorher. also Danke herzlich Angelika für das Buch schreiben und Deine Videos.

    Ich bin seit 30 Jahren Vegetarierin mit Trennkost und morgens rohem Obst und viel Salat und Gemüse und viel Ziegenkäse und Schafskäse .
    Habe umgestellt - ohne Käse - erst seit 1 Jahr auf komplett vegan - aber ohne mich zu kümmern was das vegane als Unterschied zu vorher köperlich bedeutet...,

    Habe dank Angelikas Buch gerade noch rechtzeitig bemerkt dass ich nie Vitamin B 12 ergänzt habe und habe seit 2 Wochen recht plötzlich einen fortgeschrittenen B 12 Mangel mit Kribbeln und Taubheit und Muskelkrämpfen , Erschöpfung und Schwindel bekommen, mein Blutwerte vom Arzt bestätigen dies- 169- und er sagt ich habe vergrösserte Blutkörperchen und auch eine Nervenschädigung durch den B12 Mangel, die einige Wochen dauert bis sie weggehen kann. Dass so bedrohliche Phänomene im Körper geschehen können nur duch mein Nichtbeachten der notwenigen Zufuhr von Vitamin B12 , das ist jetzt ein wichtiger Denkzettel für mich...

    Wegen der Magenschleimhautreizung hat mir der Arzt im November 2017 die Empfehlung gegeben nur trockene Kohlehydrate zu essen( . igitt, war das ecklig und wohl ganz falsch weil zu sauer- 4 Wochen lang nur Reis und Mais-waffeln, Hirse und Haferflocken mit gekochtem Gemüse und GAR KEIN EIWEISS mehr ) . In der Zeit habe ich 5 kg abgenommen und wiege jetzt leicht unter 40 kg .

    Ich esse seit Dezember und derzeit fast rein basische Kost, morgens Obst roh, mittags Korbblütler Salat mit Gurke und Kräutern + und probiere vieles Neue aus nach Angelikas Buch Ideen,

    Meine Malvensamen warten schon auf das Frühjahr.. und die Linde im Garten wird dann austreiben. freu mich schon aufs ausprobieren mit den Wildkräutern

    Aber ich esse weiterhin auch gekochte Kartoffeln und Tofu und gedünstetes Gemüse, ich fühle mich so ausgehungert, zu mager und schwach, besonders jetzt im Winter . nur Rohkost kann ich mir kaum vorstellen,


    Meine Frage ist wie kann ich denn wieder mindestens 5 kilo zunehmen ? , ich vertrag so vieles nicht- habe auch einige Histaminintoleranzen .

    der Vorschlag aus dem Rohkostbuch zum Zunehmen- . abends Cashews - oder Nuss- Datteln- geht derzeit gar nicht, vor ein paar Jahren habe ich Cashews noch in Mengen reingefuttert. und stimmt damit habe ich gut zugenommen . .

    Nüsse vertrag ich derzeit nur ganz wenige- ein paar Walnüsse oder etwas Keimling Mandelmus und dann nur über mittags, abends vertrage ich so schwere Sachen gar nicht und Datteln gerne , aber auch nur nach dem Obst am späten vormittag .
    Von frischen Kokosnüssen - die habe e ich einmal im Tropenkost- Versand ausprobiert - wird mir leider gleich übel , Garg Kokosmus aus dem Glas mag ich aber gerne.

    Abends esse ich derzeit dampfgegartes leichtes Gemüse, und meist zuwenig nahrhaftes.


    und 2. Frage .Gibt es was an Rohkost- Nahrungen um diese sehr unangehnehmen Vitamin B 12 Mangel Symtome Zitter, Kribbel und Taubheitssymtome schneller zu bessern ? ..
    ich nehme seit 1 Woche Vitamin B 12 in 1000 mg von Sunday Natural

    Über andere Erfahrungen, Tipps und Ideen bin ich dankbar

    Grüsse aus dem Schwarzwald von Susanne
    Geändert von lamadame (In den letzten 2 Wochen um 21:58 Uhr)

  2. #2
    Samenkorn Avatar von lamadame
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    hier bin ich nochmals, denn irgendwie kann ich den 1. Text oben nicht mehr editieren.
    Da ich mit 160 cm derzeit knapp unter 40 kilo wiege möchte ich dringend wieder wie vorher auf 45 Kilo zunehmen, das klappt mit der neuen magenfreundlichen Ernährung mit erhöhtem Rohkostanteil aber nicht, ich nehme ehr ganz langsam weiter leicht ab.

    Nach dem Herum- Lesen im Internet und im Rohkostbuch ist meine Selbsterkenntnis, dass ich mehr Abwechslung in meinen Speiseplan bringen möchte und dne Eiweissanteil erhöhen .

    Jetzt hab ich mal bei Orkos bestellt um im Winter mehr verschiedene Fruchtsorten und Gemüse zur Auswahl zu haben.
    Leider gibt es bei Orkos keine Okras- wo bekommt man die als Bioqualität denn her ?

    Ich liebe und geniesse mein Obst morgens, - manchmal dabei ein paar Datteln oder Feigen - und den grossen Salat mittags ( im Winter immer mit Tofu oder gekochten Kartoffeln oder Nüssen oder neu wieder mit SCHAFSKÄSE -yeah vegan ade- ) und genauso das dampfgegarte Gemüse am Abend.

    Ich esse bisher einen Tag lang an Konzentriertem nur eine Eiweis-sorte und den nächsten Tag ein andere Eiweissorte oder nur Kohlehydrate zB: nur Kartoffeln, das ist meine lebenslange Trennkostversion

    Eigentlich liebe ich das Essen, genau so wie es jetzt ist, ich esse das täglich sehr gerne, nur wenn ich zunehmen möchte brauche ich- glaube ich zumindestens- insgesamt mehr Eiweiss und mehr konzentrierte Nahrung und weniger leichte Faserstoffe- was meint Ihr?

    also mein Plan ist dass ich jetzt JEDEN Tag eine Eiweisssorte und eine Kohlehydratsorte esse

    also mittags mit dem Salat entweder Tofu oder Nüsse oder SCHAFSKÄSE Feta - und abends zum dampfgegarten Gemüse Süsskartoffeln oder Kartoffeln dabei- oder je nachdem wie ich es vertage auch anders herum - also mittags z.:b gekochte Quinoa der Hirse und abends ein Warrior Shake oder Samen- und was dazu - mit Gemüse ? hin und wieder nachmittags oder abends Cashews oder Kürbiskernmus essen?

    Ja ich habe sogar den SunWarrior Blend natural besorgt, ( früher war ich sehr gegen solches Pulverzeugs ) wann passt denn in den Speiseplan so ein Warrior Smoothie am Besten rein?

    in der Hinterhand habe ich noch die Idee von dampfgegartem Fischfilet oder gekochte Eier- igitt, die habe ich noch nie gemocht, ich hoffe aber die Wiedereinführung des Schafskäse reicht für den Muskelaufbau aus - auf Ziegenkäse reagiert meine Gesichtshaut wieder zu stark mit Rötungen und Pickeln..

    Problem ist dass ich gar nicht so oft und viel Hunger habe wie ich bräuchte um all das zu essen was anscheinend so lebensnotwendig ist... früher dachte ich vertrauensvoll es gibt die Lichtnahrung und mein Körper holt sich einfach was er braucht, nun rechne ich nach Tabellen und hirne über das Essen....

    Nun habe ich auch diverse Nahrungsergänzungen- Vitamin B12 , Vitamin D3( zum Auffüllen des Speichers, habe keinen aktuellen D Mangel) , Magnensium ( ein Versuch wegen der kalten Füsse und dem Kribbeln) - das gelatierte Magnensium vertrage ich aber gar nicht- Frage braucht man das oder ist es besser echte Kürbiskerne oder Quinoa zu essen? .

    L Lysin habe ich auch da, nach einen halben Kapsel abends wird mir zwar kurz schlecht, danach aber es tut mir im ganzen gut, bekomme mehr Lebenslust,

    Frage sollte man das Lysin (bis 500 mg) täglich nehmen oder nur dann wen ich an dem Tag insgesamt zuwenig L Lysin haltiges gegessen habe?

    addiert sich das Lysin im Körper oder wirkt es nur an dem Tag mit Nüssen oder Kartoffeln sinvoll und gut ? lasse ich Lysin am Abend weg wenn ich Schafskäse oder Tofu gegessen habe ?

    Mein Idee war auch das Keimling Leinöl ( mit der Blausäure) nur an den Tagen wo ich Nüsse oder Samen esse zu ergänzen, und sonst beim Rapsöl zu bleiben..
    Geändert von lamadame (vor einer Woche um 17:06 Uhr)

  3. #3
    Administrator Avatar von Angelika
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    Liebe Lamadame,

    herzlich Willkommen!!

    Ich finde es sehr gut, dass du begonnen hast, neue Lebensmittel in deine Versorgung aufzunehmen.
    Falls du die Möglichkeit hast, eine Vollblutuntersuchung betreffend Vitamine und Mineralstoffe machen zu lassen, ist das durchaus sinnvoll, wenn du den Verdacht hast, dass du hier Mängel aufzufüllen hast, die du mit natürlicher Ernährung auf mittelfristige Sicht nicht auffüllen kannst.
    Mir hatte das seeeehr geholfen.

    Das Histamin-Thema kenne ich nur zu gut.
    Mir war das früher nicht so besonders bewusst, es war nur eine der vielen Substanzen von denen ich wusste, dass ich sie meiden sollte. Und damit waren Produkte wie Thunfisch, viele Nüsse und lang fermentiertes Sauerkraut und ähnliches nicht geeignet für mich. Auch Schweinefleisch sollte ich strickt meiden. Ich glaube es gilt auch als Histaminliberator. Schokolade ist sowieso ein Thema für sich, wobei es auch auf die Firmen ankam/ankommt.

    Mit der Umstellung auf Rohkost war das plötzlich nicht mehr so das Thema, weil ich hauptsächlich Frischkost aß und ohnehin kaum Nüsse. Wenn überhaupt, dann frische Nüsse. Und jene, auf die ich stark allergisch, also sofort reagierte (inzwischen durch das Meiden nie mehr so krass wie damals), aß ich ohnehin nicht.
    Und da Histamin beim Abbau der semi-essentiellen Aminosäuren Histidin entsteht, kommt man ihm zwar nicht ganz weg, aaaaaaaber mit frischen Lebensmittel baut es sich auch nicht so ab und die Gesamtsumme ist dann generell viel besser (niedriger). Letzteres steht übrigens auch in der PDF die ich dir unten verlinkt habe (siehst du dann eh weiter unten, hab noch mehr dazu geschrieben).

    Wenn ich selbst Gemüse oder Hafer fermentiere, ist das ja nur ein paar Tage, und da habe ich damit auch null Problem.
    Aber die Histaminliberatoren wie Schokolade, Avocado, Sonnenblumenkerne (ohnehin nicht so toll wegen dem viel zu miserablen Omega 3 zu Omega 6 Fettsäuren Verhältnis), Cashewkerne, Hülsenfrüchte (ganz abgesehen von den (zu 70 %!!) üblichen Kreuzallergien Hülsenfrüchte/Soja-Allergie mit verzögerter Auswirkung versus Birkenpollenallergie, die eben zu 70 % lt. Studien zutrifft, siehe auch Risikobewertung des BfG Deutschland).

    Wobei nicht alle Liberatoren wirklich fies sind. Reife Grapefruits tun mir gar nichts. Wohl auch, weil sie wenig Eiweißgehalt haben - und ich natürlich frische reife esse und nie Grapefruitsaft aus Tetrapack.

    Andererseits, "böse" Quellen wie Konservierungsstoffe wie Kaliumsorbat (E202) u.ä. kommen in meiner Ernährung ja nicht mehr vor, deshalb ist der Topf, der nicht übergehen darf (bildlich gesprochen), bei mir üblicherweise nicht mehr so übervoll dass es juckt oder andere Symptome gibt. Anders gesagt, schafft es mein Körper gut, das bei frischer, natürlicher roher Ernäherung anfallende Histamin abzubauen. Ich würde auch meinen, dass es bei vielen bei hochprozentig frischer/roher Ernährung so im Griff haben können. Erhitzte Hülsenfrüchte als Basisbestandteil sind mir allerdings (aus beiden obengenannten Gründen) nicht möglich.

    Sunwarrior Blend ist ein Protein-Mischung u.a. aus Hanf und Erbsen (vmtl sowas wie der Trester, soweit ich informiert bin). Mit Erbsen geht es gut. Sie sind als eine der wenigen Hülsenfrüchte dafür bekannt, dass sie besser verträglich sind.
    Im Sommer esse ich seit Jahren auch die ganze Erbsenpflanze (außer die Wurzeln) vom Garten und im Winter ziehe ich mir auch immer wieder Pflänzchen.
    So kontrolliere ich auch hier nochmal die Verträglichkeit: Solange mir Erbsen in dieser rohen Form weiterhin so gut munden und ich auch keine Symptome habe, passen sie vorzüglich in meine Ernährung.

    Als Omega 3 Fettsäurenquelle und auch für DHA verwende ich gerne das Budwig 50+ Öl, da ist DHA aus Algen enthalten. Ich gebe gerne so etwa 3 g zu meinem Sunwarrior Shake und schüttle das gut. Da ich im Büro arbeite, ist das dort regelmässig ein Teil meiner Ernährung.

    Pistazien gingen allerdings immer gut. Ja, sie sind nicht die billigsten, aber sie dürften auch kein Thema bei Histamin sein.

    Lysin zu ergänzen kann aus vielen Gründen gut sein. Du kennst ja den Inhalt meines Buches. Es gibt noch viel mehr Zusammehänge, die dafür sprechen. U.a.: 2016 habe ich noch ein Argument erfahren, dass du auch durch einen Bluttest beim nächsten Blutbild bei dir checken lassen kannst, wenn du willst, Lipo-Protein.

    Ich war erstaunt, als mir Dr. Strunz die Angelegenheit mit Lipoprotein-A erzählte bzw schrieb. Viele Menschen haben hier einen genetisch bedingt und durch Ernährung nicht wirklich beeinflussbaren hohen Wert. Er sagte mir, egal wie ich mich ernähre und wieviel Sport ich betreibe, das ist eine eigene Angelegenheit. Anders gesagt, muss so jemand - und so jemand bin auch ich - besonders mit den Fetten aufpassen, weil dieses Lipoprotein-A - eine Art Repariertool - schon verhältnismäßig mehr ausmacht im Blut. Also Menschen mit genetisch bedingten hohem Lipoprotein A fallen häufig schon jung um oder weit unter 60 Jahre, obwohl sie eigentlich eh "gesund" leben. Dem abzuhelfen, hilft u.a. eine Vitamin C reiche Ernährung (manche ergänzen) sowie Lysin reiche Ernährung (manche Ergänzen). Und es eben auch sonst eben mit der Ernährung gut zu halten.

    Lysin außerdem, um Viren zu bekämpfen, viele haben das EBV-Virus in sich. Link mit Infos dazu: https://www.welt.de/gesundheit/artic...Gesichter.html
    Die Durchseuchungsrate ist sehr hoch (mit Ende des 40. Lebensjahren haben es 95 - 98 % durchlebt: http://flexikon.doccheck.com/de/Epstein-Barr-Virus ) und ähnlich der Angelegenheit wie Herpes. Auch hier ist Lysin eine gute Sache. Sagt nicht nur Strunz.
    Ich kann es bestätigen.
    Und seit ich darauf achte, den Nusskonsum gering zu halten und damit auch gleichzeitig den Arginin-Intake gering halte, passt alles sehr gut.

    Aber, das möchte ich schon auch erwähnen: Andere wieder nützen gerne Arginin, ich glaube auch wegen Bluthochdruck auch sogar. Aber dieses Thema ist eher kaum oder nicht vorhanden bei Rohkost-Praxis. Da müsste man schon viel schräg machen oder erst angefangen haben oder später umgestellt haben denke ich.

    Wenn du Schafskäse gut verträgst - Glückwunsch (ich leider gar nicht, nachgewiesen) - da ist eh viel Lysin drin. Du könntest das erwähnte Budwig-Öl (Mischung u.a. aus Leinsamenöl, Algen-DHA-Öl und andere hochwertige Sorten - nicht nur, um genügend Vitamin E für die Haltbarkeit des Öles zu erreichen, das Leinsamenöl alleine nicht hat) auch zum Feta geben, um dessen Inhaltsstoffe durch die schwefelhältigen Aminosäuren besonders gut aufzunehmen.

    Funktioniert super.
    Ich selbst habe es auch schon probiert, leider wie gesagt funktioniert das bei mir nicht.
    Laktoseintoleranz inklusive Milchproteinallergie, nachgewiesen - zweiteres merke ich nach fieser Weise nicht sofort sondern erst nach einiger Zeit. Rohmilch stößt mich zwar gleich ab. Bei fermentierter Milch wie Weichkäse ist wohl der Milchzucker zu hoch als dass gleich die Alarmglocken schrillen fürs erste. Oder es tritt durch die weiteren Stoffe wie Casomorphine (https://www.kochbar.de/cms/kaese-mac...g-2496890.html) eine Art Überdeckung auf. Wer weiß. Aber wenn es bei dir super passt und du eine gute Quelle hast, suuuper.

    Falls du ein Thema hast mit Histamin, würde ich dir von Tofu allerdings wirklich abraten (und auch vor Hartkäse, weil der eben älter ist als weicher Käse). Das einzige Sojaprodukt das da gehen könnte ist Sojasauce. Es gibt inzwischen Anbieter die das auch unfermentiert anbieten. Dann ist es quasi wiederbelebt und nicht wieder abgekocht.

    Ziegenkäse habe ich übrigens auch noch nie vertragen. Da hatte ich als Teenager einen schlimmen Anfall und brauchte sogar eine Spritze. Seither habe ich das nie wieder gekauft. Schafskäse ging allerdings (damals schon). Kurioserweise hatten manche zu Ziegenkäse geraten, wenn man gegen Kuhmilch allergisch war. Naja, das Gegenteil war der Fall, noch viel schlimmer bei mir jedenfalls.

    Da Lysin die wichtigste essentielle Aminosäure ist - die eine, über die kein Wissenschaftler streitet, ob sie nicht doch irgendwie auf irgendwelchen Pfaden nicht essentiell wäre - hatte ich persönlich keine Bedenken - und auch keine Probleme, als ich dieses eine Phase lange täglich einnahm. Jetzt nur noch, wenn ich weiß dass ich wirklich zu wenig davon wohl eingenommen habe. Also wenn ich Käse gegessen hatte, hatte ich keines gegessen.
    Von der Taktik, mehr Nüsse als eigentlich zuträglich zu essen, weil sie halt lagernd sind und dafür mit Lysin zu ergänzen, rate ich eher sehr ab. Klar, könnte das für manche mal eine Möglichkeit sein. Allerdings hat sich das bei mir eher nie "gerechnet" und bestenfalls in eine Überlastung geführt.
    Weil ... wenn du dir die Transporter wie Busse vorstellst und du Nüsse gegessen hast, und die Arginin-Rüpel (weil als noch basischer als das auch basische Lysin) schon den ganzen Bus besetzt haben, dann nützt dir das Nachschießen von Lysin gar nichts mehr. Der Körper kann immer nur eine gewissen Menge - auch an Eiweiß/Aminosäuren aufnehmen bzw insb. verwerten.
    Es kommt mehr darauf an, was verwertet werden kann und nicht nur, was man oben hineinfüllt - sozusagen.

    Und da das ein sehr einfaches Bild ist - damit, also mit Nahrungsergänzungen Ausgewogenheit herzustellen zu versuchen, würde ich nicht aus Prinzip rechnen.
    Besser genau das essen, was dir gut tut und was für möglich und organisierbar ist. Und ergänzen, was mit natürlicher Ernährung möglicherweise nicht schaffbar ist (oder eben bei Mängel wie oben beschrieben).

    Das Thema der persönlichen Versorungsmöglichkeiten bzw. Organisationsmöglichkeiten macht - neben persönlich gewollten Einschränkungen betreffend Pflanzenbetonung - den Hauptgrund für die Vielfalt auch unter RohköstlerInnen aus. Häufig mehr unterbewusst, auch Überlastungen wie das Histamin-Thema etc.

    Eine sehr gute Tabelle betreffend Histamin bietet diese Seite, vielleicht hilft sie dir etwas bei der Einschätzung. Beachte, dass die frischen Lebensmittel wie Grapefruit generell ohnehin wenig Eiweiß/Protein enthalten und vermutlich auch deshalb wie oben erwähnt (meine und anderer Erfahrung) insb. bei guter/reifer/ungespritzter Ware nicht so voluminös in den Topf fallen, als eiweißreiche Lebensmittel wie Samen, Nüsse, tierisches oder Hülsenfrüchte, wenn sie täglich in mehreren 100 g Dosen (also Dosierung meine ich, nicht die Metalldose) eingenommen werden.

    Link zur PDF mit der ausführlichen Tabelle: http://www.mastzellaktivierung.info/...sch_mitKat.pdf
    Link zur PDF mit kürzerem Text, auch betr. Verträglichkeit "Gebot der Frische": http://www.histaminintoleranz.ch/dow...Ernaehrung.pdf

    Das "Gebot der Frische" hatte mich schlussendlich frei gemacht.
    Lass dich nicht von der Liste schrecken, aber falls du diese Infos sonst noch nicht hast, helfen sie dir vielleicht gut, deine Ernährung zu optimieren.

    Ich persönlich freue mich immer sehr, mich mit ähnlich "funktionierenden" Menschen auszutauschen. Deshalb betreibe ich hauptsächlich dieses Forum und bin aktiv und freue mich über Austausch. - Der sicher auch anderen stillen LeserInnen hilft.
    Denn eines weiß ich sicher: Es gibt viele von "uns". Manche wissen es nicht, manche ahnen es.
    Meine Ansicht dazu ist längst, dass es auch ein Geschenk ist, dass die Natur uns viel schneller mitteilt, was unserem Körper gut tut und was nicht. Nämlich deshalb auch langfristig.



    Viele Grüße
    Angelika

    P.S.: Ich hoffe, das war dir nicht zu lange, aber ich wollte doch auf deinen Text oben etwas mehr eingehen.
    Geändert von Angelika (vor einer Woche um 20:49 Uhr) Grund: Text ergänzt/ausgebessert, Links ergänzt

  4. #4
    Samenkorn Avatar von lamadame
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    Hallo Angelika, das freut mich wirklich sehr dass du so ausführlich Dir für meine Anliegen Zeit genommen hast.

    Also gerne- Lysin werde ich von jetzt an täglich nehmen – für welche Zeit - Periode hälst du das für sinnvoll?
    Arginin für das Herz klingt ja auch sehr wichtig, daher die Frage soll man insgesamt MEHR Lysin haben als von den anderen Aminosäuren oder bei allen
    Aminosäuren ehr gleich viel- pro Tag oder pro Woche ?

    Ich habe anderenortes auch gelesen dass eine Lysineinnahme die Blutgerinnung hemmt, und das hatte mir etwas Sorgen bereitet.

    Ich bin derzeit sehr knapp bei Kasse und glaube nicht dass ich mir eine Vollbluttestung von allen Aminosäuren und Vitaminen / Mineralien bei Strunz leisten kann - und das obwohl Nürnberg meine Geburtstadt ist. ( im Video spricht du von 2 mal 800 Eur??)
    Gibt es dafür auch preiswertere Varianten für eine Vollblutuntersuchung als bei Strunz?.

    Ich merke jetzt mit 55 Jahren dass leider nicht mehr alles von allein körperlich so glatt geht, also wäre das sicher sinnvoll. Mein normaler Land-Hausarzt mit Naturheilverfahren kennt sich damit nicht sooo gut aus, obwohl er mir auch bereits von Strunz erzählt hatte.

    Sehr dankbar bin ich für diese genaue Auflistung als PDF über den Histamingehalt. Das ist wirklich sehr hilfreich für mich.
    Ganz neu für mich und gut zu wissen dass bei frischen
    Lebensmittel und Ost/ Salaten das Histamin sich nicht so viel abbaut und die Gesamtsumme dann generell viel besser ist. ,denn so erlebe ich das persönlich auch . manche Histamine machen mir gar nichts aus.

    Bei mir äussert sich ein Histaminüberschuss im krassen Fall in Durchfall und kugelrundem Blähbauch über 1-2 Tage ( bei Pilzen, Spinat, und besonders bei wieder AUFGEWÄRMTEN gekochtem Essen) und in milderen Fällen in verstärktem Herzschlag und Schwindel. ( bei zu vielen Nüssen, zu oft Tofu.. usw…)
    Richtige Allergien auf irgendetwas habe ich aber bei mir keine bisher feststellen können .

    Seit 2016 beschäftigte ich mich mit Hochsensibilität und Ernährung und meinen sommerlichen starken Schwindelanfällen und habe dabei bemerkt dass ich damals schwerpunktmässig fast nur histaminhaltige Sachen esse.

    Also stellte ich das um. Die Revolution war es mein gekochtes Essen immer nur gleich frisch zu kochen und nichts mehr wieder aufwärmen und meinen täglichen schwarzen Kokaopulver Kakao mit Wasser und Sojasahne ganz zu streichen. Gestrichen habe ich sonst noch alles was mir weniger wichtig ist-- also die Tomaten und sämtliche Zitrusfrüchte, Ananas.

    Dafür geniesse ich morgens meine 3 Bananen, und den Tofu und auch histaminhaltige Beeren aus demeigenen Garten sind in Massen ok , manchmal rohe Oliven von Bioverde, 1 Kiwi finde ich im Winter gut wegen Vitamin C

    In den Wintermonaten habe ich für milderen Histamine ein recht grosse Toleranz und kann gut 2 mal die Woche 150 Gramm Tofu essen und einmal die Woche Nüsse, und täglich 3 grosse Banane, in den für mich stressigen Hitzeperioden des Sommers muss ich das histaminreiche alles weglassen, und lebe mit 1 Banane am Morgen .
    Für den Sommer fehlt mir ein gute histaminarme Eiweissquelle- was bleibt denn dann noch für die tägliche Eiweissversorgung übrig?

    Schafskäse werde ich maximal 2 mal die Woche einbauen. Ich habe meine ifrüheren Verzehr von grosse Mengen Ziegenkäse und Schafskäse Nov 2016 aufgehört, um mal zu testen ob meine lebenslange Akne_Rosacea dadurch gemildert wird, und ja es war so meine Haut ist jetzt fast ok- zumindestens solange ich keinen grosse Stress habe .

    Wenn ich jetzt wieder Schafskäse beginnen zu essen- wie der längerfristig auf mich wirkt dass weiss ich natürlich noch nicht, evtl schadet er dann wieder der Haut.

    Evtl sind ein paar Pickel noch besser als mit zuwenig Eiweiss so dahinzuhungern wie ich das gerade tue oder? Wie siehst du das- was gibt es denn für Alternativen?

    Fische zu essen widerstrebt mir sehr, Fleisch wäre ganz undenkbar- ich liebe und behüte alle Tiere um mich herum bestmöglich , das ist ein Teil meiner Lebensaufgabe..

    Den Tofu brauche ist sehr laut Frauenärztin auch -wegen meinem Abfall der Östrogenen auf NULL nach der Menopause- ja leider da ich so schlank bin, Tofu gibt mir das Gefühl von Kraft und Ruhe .

    Auch Nüsse liebe ich sehr, besonders die Keimling Roh- Nussmuse, davon habe ich mich vorletztes Jahr tageweise in grossen Löffeln und grossen Mengen ernährt, besonders von Haselnussmus- bis das Herzrasen und der Schwindel zuu schlimm wurde.

    Gut dass ich jetzt Deine Liste habe,, also muss ich auf die Dosis achten, wenige Nüsse ( Mandeln, Erdmandel, 2-Paranusse, Pekanüsse, Kokosmus, ) 1 mal die Woche sind für mich sehr gut. Sie enthalten ja auch so viele wertvolle Mineralstoffe...

    Sollte ich mit den gestrichenen Cashews wieder anfangen wegen dem Gewicht zunehmen?

    Interessant ist das Walnüsse in der Histaminauflistung mit die schlimmsten Nüsse sind, wo du doch im Buch schreibst du findest es die sinnvollsten Nüsse..

    Das macht mich verzweifelt, dass pro Nahrungsmittel sooo viel verschiedene Aspekte zu berücksichtigen sind. Dann noch die sekundären Pflanzenstoffe, Histmine, Omega 3, Aminosäuren ,,und was in welcher Menge und mit was zusammen - überall bei mir am Tisch liegen Merk-Zettelchen mit Auflistungen von Nahrungsmitteln und Dein Buch steckt voller Hinweis-Infozettel, aber ich vergesse trotzdem immer wieder was und bringe es durcheinander. Daher esse ich am liebsten verschiedene Salatblätter, denn da kann man nix falsch mache, doch die haben Nitrate, seufzz..

    Hilfreich wären für mich GROSSE Din A 4 Plakate mit der Lebensmittepyramide und den vielen anderen Listen im Buch mit den Pflanzen- Helfern usw zum Downloaden und ausdrucken und nebeneinander an die Wand hängen

    Du schreibst auch Leinöl muss man ganz weglassen wegen der Blausäure und empfiehlst mir dann ein Budwig Öl mit Leinöl, ist dass Leinöl darin denn nicht schädlich?

    Wie entscheidest du dich denn mit den vielen zu berücksichtigen Aspekten ?

    Es wäre sehr lieb von Dir wenn du mir noch Deinen Rat zum meinem zu niedrigen Körpergewicht geben könntest ( 40 kilo bei 160cm, ich sehe derzeit echt dürr und abgemagert aus) und wie ich mich da wieder zunehmen kann. Findest du meine geschriebenen Ideen dazu sinnvoll oder hast du noch einen besseren Tipp für mich ?

    sehr dankbare und liebe Grüsse von Susanne aus dem Schwarzwald
    Geändert von lamadame (vor 6 Tagen um 10:36 Uhr)

  5. #5
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    Liebe Lamadame,
    für heute ist es zu spät, aber ich möchte vorab schreiben, alles hat Wirkung und ggf Nebenwirkung.
    Aber Frische ist ein bzw der wichtigste Schlüssel.
    Auch wenn Walnüsse zu den wenigen Nussorten gehören die ich ab und zu verwende, ist der Konsum nur saisonal. Meist zwischen November und Anfang Jänner.
    Betr. Leinöl und Leinsamen und Sorten bestehen Unterschiede, dazu das nächste Mal mehr (evtl steht es eh auch im Buch, ģlaub schon).
    Über Leinsamen und -öl steht auch in meinen Foren einiges. Bin jetzt nur noch kurz am Mobilephone heut online.
    Wegen deinem Gewicht mache ich mir schon Sorgen.
    Ich habe mehrmals mitbekommen dass manche Menschen psychologische Herausforderungen haben. Bitte Bedenke dass die Umstellung zur Rohkost mir die Vielfalt erst ermöglicht hat, nicht eingeschränkt!!
    Das sollte sie auch bei dir können.

    Die Histamintabelle kann dir Hinweise geben, manches kann zutreffen, manches nicht: Die Frische und Lagerdauer macht es aus.
    Kochbananen sind Histaminmässig besser zu verwenden als normale Bananen.
    Wenn du gezielt aus Ethik Lebensmittel einschränkst musst du Ersatz wählen.
    Bei mir ist es wie schon geschrieben meist Sunwarrior Blend (nicht Sunwarrior Classic oder Plus)
    Betr. Lysin werde ich dir vmtl demnächst etwas zitieren. Deine genannte Nebenwirkung wüßte ich jetzt nicht auswendig, kommt mir aber nicht bekannt vor.
    Zu Strunz: Die Laborkosten waren 800, die Arztkosten nochmal. Und da ist er nicht einmal der Teuerste den ich erlebte, insb. für die Leistung.
    Alternativ fällt mir Biovis ein.
    Ist aber mit Vorsicht zu genießen ...

  6. #6
    Administrator Avatar von Angelika
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    Liebe Lamadame,

    nun ergänzend zu meiner gestrigen Antwort die angekündigte weitere Info zu Blausäure und Leinöl.

    Es stimmt, dass ich Leinsamenöl nicht als Grundnahrungsmittel empfehle. Wie es ja auch in Frankreich und Portugal nicht zum Verkauf zugelassen ist, und zwar eben wegen der Blausäure.

    Siehe z.B. hier: https://www.netzwissen.com/ernaehrung/leinoel.php

    Bestimmte Inhaltstoffe im Leinöl können die tödliche Blausäure bilden. Aus diesem Grund ist Leinöl in Frankreich und Portugal nicht als Lebensmittel zugelassen. Für die menschlichen Ernährung wird ein Verzehrs von maximal 20 Gramm Leinöl pro Tag empfohlen.
    Wie du lesen kannst, ist hier auch gleich eine Empfehlung zur maximalen Verwendung enthalten. Das ist insbesondere bei roher Verwendung relevant.
    Erhitzt, "verdünnisiert" sich die Belastung.
    Zwar verfügen wir über Enzyme, die Blausäure in weniger toxische Substanzen abbauen, jedoch schaffen diese auch nur eine gewisse Menge pro Tag, wenn du vermeiden willst, dass es sich mangels Abbau anreichert im Körper.

    Dieser finale Bewertungsbericht zu Leinsamen von 2015 hier passt auch zum Thema: http://www.ema.europa.eu/docs/en_GB/...C500189484.pdf
    Er ist in englischer Sprache, aber ich habe hier den betreffenden Absatz übersetzt. Wer sich dafür interessiert (auch Gastleser), empfehle ich dies zu lesen, da sehr interessant und relativ aktuell - von 2015

    Bewertungsbericht über Linum usitatissimum L., Samen

    [...]Leinsamen enthält ca. 20 - 50 mg Cyanid / 100 g in Form der cyanogenen Diglykoside Linustatin,Neolinustatin und eine kleine Menge des Monoglucosids Linamarin.

    Oomah analysierte die Samen von 10 Leinsamen-Sorten auf den Gehalt an Cyanogenen Glucosiden mittels HPLC.
    Das Hauptcyanogenverbindung war das Diglucosidlinustatin bei 213 - 352 mg / 100 g Saatgut, rechnerisch für 54-76% des Gesamtgehalts an cyanogenen Glucosiden.
    Der Gehalt an Neolinustatin reichte von 91 bis 203 mg / 100 g Samen.
    Linamarin war auch in 8 der 10 Kultivare in niedrigen Konzentrationen vorhanden (<32 mg / 100 g) (Oomah et al. 1992).

    In einer Studie an 10 Probanden führte weder eine Einzeldosis von 30 g und 100 g Leinsamen noch eine dauerhafte Dosis von 30 - 45 g täglich für 4 - 6 Wochen zu einem signifikanten Anstieg von Serumcyanid oder Thiocyanat.
    Die Ausscheidung von Thiocyanat im Urin nahm jedoch um etwa 40 bis 80% zu (Schulz et al. 1983; Schulz et al.1981).

    Eine weitere Untersuchung ergab, dass die Konsumation 50 g gemahlener, roher Leinsamen für 4 Wochen von 9 gesunden weiblichen Freiwilligen konsumiert wurden die Thiocyanatausscheidung im Urin um das 2,2-fache erhöhte (Cunnane et al. 1993).
    Es schien, dass Cyanid von Diglykosiden sehr langsam freigesetzt wurde, wegen der Magensäure Flüssigkeit.
    Der Entgiftungsprozess beginnt sofort und war nicht gesättigt, weil das Cyanid sehr langsam freigesetzt wurde (Alonso et al. 1996; Anon 1983; Blaschek et al. 2011; Schilcher 1979; Schilcher et al.
    1986; Schilcher und Wilkens-Sauter 1986; Willuhn in Wichtl 1989).

    In einer randomisierten Studie erhielten 55 Patienten mit Verstopfung, gereiztem Darmsyndrom 6 - 24 g / Tag entweder Leinsamen oder Flohsamen für 3 Monate.
    Im den folgenden 3 Monaten wurden die Patienten nur mit Leinsamen behandelt.
    Der Mittelwert von Serumthiocyanat erhöhte sich von 40,9 auf 153,7 & mgr; mol / l nach 3-monatiger Leinsamenbehandlung mit einer mittleren Dosis von 17 g / Tag.

    Diese Patienten waren alle Nichtraucher. Der Mittelwert von Serumthiocyanat bei vier Rauchern war 133 μmol / l vor der Behandlung und 189 μmol / l nach 3-monatiger Leinsamenbehandlung.
    Nach der Öffnungszeit sank dieser Wert auf 104 μmol / l (Tarpila et al. 2004).
    Der Bezugswert für Thiocyanat ist 250 μmol / l für Raucher und 100 μmol / l für Nichtraucher (ACGIH 1995).

    Das Enzym Rhodanase katalysiert die Umwandlung von Cyanid in Thiocyanat (Rhodanid), das ist 200 Mal weniger toxisch als Cyanid (Blaschek et al. 2011).
    Regelmäßiger Verzehr von Leinsamen verursacht eine Akkumulation von Thiocyanat, das mit dem Blutspiegel von Thiocyanat von schweren Rauchern werden kann.

    Die Akkumulation erreicht nach 2 - 3 Wochen einen stabilen Zustand. Eine höhere Rate von Frühgeburten wird in der weiblichen Raucherpopulation beobachtet; es gibt jedoch derzeit keinen Beweis dafür,
    dies könnte mit einem höheren Blutspiegel von Thiocyanat zusammenhängen (Schulz et al. 1983).
    Der BfR zum Thema: http://www.bfr.bund.de/cm/343/neue-d...d-persipan.pdf

    Bittere Aprikosenkerne sollten – entsprechend der bisherigen Empfehlung – nur in einer Menge von maximal zwei Kernen pro Tag verzehrt werden. Größere Mengen von Manioksollten vor dem Verzehr verarbeitet werden (hier gibt es verschiedene traditionelle Methoden).Der Verzehr von Leinsamen ist auch bei hohen Cyanidgehalten gesundheitlich unbedenklich,wenn die gängigen Verzehrsempfehlungen von bis zu 15 g pro Mahlzeit beachtetwerden.
    Deshalb empfehle ich in meinem Buch* auch keine frisch geschroteten Leinsamen im Übermaß, wegen begrenzter (je nach Verfügbarkeit der Enzyme versus Zeitfenster) Abbaubarkeit schon gar nicht auf Dauer, zu essen. Und schon gar nicht fertig geschrotete Leinsamen, weil diese meist auch noch ranzig geworden sind (da ist der Nutzen von Omega 3 Fettsäuren dahin).
    Zusatz, damit es ganz klar ist in Bezug auf Rohkost: Schon gar nicht in Smoothies in großen Mengen. Und dies natürlich ebenso schon gar nicht bei Schwangerschafts/Kinderwunsch ...

    Hier ein Zitat eines Artikels über geschroteten Leinsamen von 2016: https://www.noz.de/deutschland-welt/...ener-leinsamen
    Blausäure in Leinsamen
    Bei dem Gift in Leinsamen handelt es sich um Blausäure. Die kann ernste Symptome beim Menschen auslösen. Das Lebensmittelamt unterstreicht aber, dass ganze Leinsamen weiterhin nicht bedenklich seien, wenn maximal zwei Esslöffel täglich eingenommen werden. Die passieren den menschlichen Körper zumeist unbeschadet und sondern deshalb kaum Blausäure ab, heißt es. Auch der Blausäuregehalt in Leinsamenöl sei „wahrscheinlich niedrig“, so dass das Amt den Verzehr weiterhin für unbedenklich hält. Denn Blausäure sei wasser- aber nicht fettlöslich.


    „Wir wissen einfach noch zu wenig über die Giftigkeit von gebrochenen Leinsamen. Deshalb ist es besser, vorläufig auf ganze Leinsamen auszuweichen“, sagt Ulla Beckman Sundh, Toxikologin beim schwedischen Lebensmittelamt, dieser Zeitung.
    Ich habe den Satz vom BfR betreffend traditionelle Methoden im Zitat oben drin gelassen, weil er darauf hinweist, dass es eben Methoden gibt, dass die Blausäure sich verflüchtigt .. Zumengen bestimmter Stoffe, ausbreiten/ausgasen lassen, kochen. Damit größere Mengen gegessen werden können.

    Ein Öl sehe ich nur bedingt als Lebensmittel, also nicht dauerhaft eine größere Menge als Fettquelle zu verwenden (Thema Lipome Auftreten erst seit Verkauf von Ölen).
    Wenn ich also für meinen Sohn Erdbeer-Eis mit Öl ergänzte, nahm ich z.B. natives Nuller-Rapsöl. Weil natives Olivenöl einen zu starken Eigengeschmack hat, Rapsöl mehr Omega 3 Fettsäuren enthält und Kokosöl sich bei uns disqualifiziert hat.
    Damals hatte ich noch keinen Hochleistungsmixer, in dem ich frisches Kokosnussfleisch (hier keine jungen Trinkkokosnüsse von Schiffstransporten wegen Aminosäuren-Ab/Umbau; reife Kokosnüsse von Schiffstransporten sind hier eher stabiler und tauglich) so stark zerfetzen hätte können und mir war auch bei ihm die Omega 3 Fettsäurenversorgung wichtig (in Kokosnuss kaum/nicht vorhanden).
    Für meine Sohn verwendete ich vor ein paar Jahren ab und zu auch diese Variante Budwig DHA, mit Zitrone "klick"* für sein Erdbeer-Bananen-Eis.
    Die Zeit ist inzwischen schon länger vorbei.

    Mein Hinweis auf das Budwig-Öl mit dem Algen-DHA bezieht sich im Sinne eines Nahrungsergänzungsmittels, nämlich 3 g z.B. zu einem Rohkost Eiweißshake, wenn du keine anderen Quellen hast.
    Zur Erinnerung, das DHA ist jene Fettsäure, die wir meist nur zu zu geringen Mengen selbst erstellen können, es ist für das Gehirn erforderlich. Manche essen deshalb Krill-Öl-Kapseln oder ähnliches.
    Zum Vergleich, eine große DHA/EPA Kapsel von Pure Encapsulites* hat 3 g Ölinhalt.

    Falls du sogar 3 Mal Eiweißshakes mit je 3 g Budwig Öl 50+ zu dir nehmen solltest, hast du immer noch unter 10 g Budwig-Öl zu dir genommen, von denen in dem Fall allerdings nur ein Teil Leinöl ist.

    Ich hoffe du verstehst? Für eine pflanzenbetonte oder gar komplett pflanzenbasierte Ernährung ist die Versorgung mit DHA und ausgewogenen Omega 3 Fettsäuren ein Thema.
    Und weil roh nicht unbegrenzt Leinöl eingenommen werden kann, ist es auch aus diesem Grund keine Taktik, eine (irregeleitete) zu hohe Omega 6 Versorgung mit einer höheren Menge an Leinöl auszugleichen!

    ... Es bringt nichts als Überlastungen auf mehreren Ebenen.

    Aber bitte denke daran: Rohkost erweitert und schränkt nicht ein.
    Ernährung, die bei Kochkost häufig aus wenigen Basislebensmitteln besteht, kann bei Rohkost - wie bei mir - in ungeahnte Vielfalt münden.
    Vorausgesetzt es ist klar, dass Lebensmittel abgewechselt werden, alleine schon der Saisonen wegen.

    Das Wissen um Pflanzenordnungen/-familien und wesentlichen Stoffen darin kann helfen, wirkliche Vielfalt zu erreichen.
    Natürlich geht das nicht von heute auf morgen.
    Alleine für angewandte Kenntnisse zu essbaren Wildpflanzen muss man sich mind. 2 Jahre Zeit geben - denn die Pflanzen erscheinen nicht nur zu unterschiedlichen Zeiten und Phasen, sie verändern sich häufig auch noch im Jahreslauf. Die Blüte macht sie eindeutig zuordenbar.

    Viele Grüße
    Angelika

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    Geändert von Angelika (vor 6 Tagen um 22:09 Uhr) Grund: Ergänzungen

  7. #7
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    Liebe Lamadame,

    nun zum Lysin, das du erwähnt hast, ich zitiere dich:

    Zitat Zitat von lamadame
    Ich habe anderenortes auch gelesen dass eine Lysineinnahme die Blutgerinnung hemmt, und das hatte mir etwas Sorgen bereitet.
    Dieses Thema tritt vmtl nur bei sehr hoher Einnahme durch Nahrungsergänzungen auf.
    Hier steht: http://aminosäure.org/aminosaeuren/l-lysin/

    [...] Bei einem Lysinmangel können sich Wachstumsstörungen und Einschränkungen des Immunsystems ergeben.
    Wirkungen von L-Lysin

    Die Funktion von L-Lysin ist vor allem innerhalb des Immunsystems wichtig.

    Zudem ist Lysin am Proteinaufbau beteiligt, insbesondere ist Lysin am Aufbau von Kollagen, gemeinsam mit den Aminosäuren Glycin und Prolin, beteiligt. Ein Lysinmangel kann daher zu spröder Haut, brüchigen Nägeln und im Extremfall Haarausfall führen.

    Lysin soll bei Herpes die Argininverwertung der Herpesviren reduzieren, denn beide Aminosäuren (Arginin und Lysin) nutzen dasselbe Transportsystem. Daher ist bei vorliegender Herpesinfektion die Einnahme von Arginin möglichst gemeinsam mit Lysin vorzunehmen. Es gibt zudem Hinweise auf eine Wirkungsverstärkung von Arginin, da der Übergang von Arginin aus dem Blutkreislauf in die Muskelzellen verlangsamt wird.

    Es gibt Hinweise auf eine blutzuckersenkende Wirkung von Lysin bei Typ 2 Diabetikern. 2

    Nebenwirkungen von Lysin

    Es gibt Hinweise auf eine Verminderung der Blutgerinnung durch die Einnahme von Lysin. Während einer Schwangerschaft oder vor einer Operation sollte daher kein Lysin in therapeutiscehn Dosierungen eingenommen werden.

    Ansonsten ist Lysin gut verträglich, eine langfristige Einnahme von 3.000 mg L-Lysin pro Tag gilt bei Erwachsenen als sicher. 3

    Dosierung von L-Lysin

    Zur Herpes-Prophylaxe werden 500mg bis 1.500 mg Lysin täglich empfohlen, vorzugsweise gemeinsam mit Zink und Vitamin C. Im Rahmen der Therapie eines aktiven Herpes-simplex Virus sollte die Dosis 3.000 mg am Tag betragen.

    Zur Verbesserung der Insulinresistenz im Rahmen der begleitenden Therapie von Diabetes mellitus werden 1.000 mg Lysin täglich, kombiniert mit weiteren antioxidativen Mikronährstoffen sowie weiteren Aminosäuren wie Arginin und Carnitin empfohlen.
    In einer Lysin Kapsel von Pure Encapsulations sind jeweils enthalten:
    Zusammensetzung pro Tagesportion (2 Kapseln): Lysin-HCl (L-) entspricht: 800 mg L-Lysin 1000 mg

    In meinem ganzen Leben habe ich noch nie 6 Stück dieser Kapseln pro Tag gegessen, und diese Dose wäre lt. obiger Aussage immer noch sicher.
    Die Menge ist natürlich zur Ernährung hinzuzufügen bei der Berechnung, falls du das mal über Chronometer machen möchtest als Testlauf.
    Die empfohlene Tagesportion laut Hersteller ist 2 Kapseln (siehe oben), der Tagesbedarf ist lt. Empfehlungen 1 - 1,5 Gramm/Tag

    -> Glaubst du, dass du generell zuviel einnehmen könntest, wenn du es nur einnimmst, wenn du weißt dass du zuwenig davon in der Ernährung hast (lysinarme Ernährungsbestandteile)?

    Lysin bewirkt einen eigenen Geschmack beim Essen.
    Vor allem kannst du beim Kauen auch gut feststellen, ob etwas eine gute Ausgewogenheit an Eiweiß hat oder nicht (eiweißiger Geschmack statt nur süß o.ä.)

    Hier eine Tabelle von Wikipedia mit Beispielen über das Vorkommen von Lysin:

    Lysin ist eine für den Menschen und andere Säugetiere, wie beispielsweise Schweine, essentielle Aminosäure und muss mit der Nahrung zugeführt werden. Die folgenden Beispiele für den Gehalt an Lysin beziehen sich jeweils auf 100 g des Lebensmittels, zusätzlich ist der prozentuale Anteil am Gesamtprotein angegeben:

    Lebensmittel Gesamtprotein Lysin Anteil
    Rindfleisch, roh 21,26 g 1797 mg 8,5 %
    Hähnchenbrustfilet, roh 23,09 g 1962 mg 8,5 %
    Kürbiskern 35,49 g 2283 mg 6,4 %
    Lachs, roh 20,42 g 1870 mg 9,2 %
    Erbsen, getrocknet 24,55 g 1772 mg 7,2 %
    Tofu, fest 15,51 g 1000 mg 6,4 %
    Hühnerei 12,58 g 914 mg 7,3 %
    Kuhmilch, 3,7 % Fett 3,28 g 260 mg 7,9 %
    Walnüsse 15,23 g 424 mg 2,8 %
    Weizen-Vollkornmehl 13,70 g 378 mg 2,8 %
    Mais-Vollkornmehl 6,93 g 195 mg 2,8 %
    Reis, ungeschält 7,94 g 303 mg 3,8 %
    Buchweizen-Mehl 11.73 g 595 mg 5,1 %

    Alle diese Nahrungsmittel enthalten praktisch ausschließlich chemisch gebundenes L-Lysin als Proteinbestandteil, jedoch kein freies L-Lysin. Getreide enthalten meist geringere L-Lysin-Anteile unter den Aminosäuren des Proteinbestandteils als es für die menschliche Ernährung optimal ist.[16]
    Die Einschätzungen des Tagesbedarfs für gesunde Erwachsene reichen, je nach verwendeter Methode, von 8 bis 45 mg Lysin pro Kilogramm Körpergewicht. Eine Expertenkommission der FAO/WHO/UNU ging im Jahr 2002 von einem täglichen Bedarf zwischen 30 mg und 64 mg pro Kilogramm Körpergewicht für Säuglinge und Erwachsene aus.[17]

    [16] G. C. Barrett: Chemistry and Biochemistry of the Amino Acids*, Chapman and Hall, London, New York, 1985, S. 12, ISBN 0-412-23410-6*
    [17] D. Tomé und C. Bos: Lysine requirement through the human life cycle. 137, 2007, S. 1642S–1645S PUB-Med: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/...?dopt=Abstract
    Bei Rohkost Ernährung kann die Aufnahme von Eiweiß, gerade auch essentieller Aminosäuren knapper ausfallen, weil zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe zum einen gute Wirkungen haben, auf der anderen Seite allerdings auch Stoffe enthalten können, die die Eiweißaufnahme reduzieren. Hülsenfrüchte mit ihren Saponinen, Trypsin-Inhibitoren etc. sind hier besonders bekannt.
    Was als Teil in der Kochkost okay ist, da die Saponine bei geeignetem Verfahren reduziert werden (siehe Zitat unten), kann bei Rohkostanwendung zu anderen Ergebnissen führen.

    Wie relevant hier die Verarbeitung ist, siehst du auch hier im Zitat aus der Bachelorarbeit "Ernährungsphysiologische und biofunktionelle Wirkungen von
    Inhaltsstoffen einheimischer Körnerleguminosen
    (Erbse, Ackerbohne, Lupine" von Katja Schulz: https://www.ufop.de/files/4713/4449/...tja_Schulz.pdf

    [...]
    Es wurde gezeigt, dass die Art der Behandlung auch einen Einfluss auf die mengenmäßige Senkung von Protease-Inhibitoren, Lektinen, Polyphenolen, Tanninen und Phytinsäure hat.

    Hydrothermale Behandlung konnte die Gehalte von α-Galaktosiden, Trypsin-Inhibitoren und Phytinsäure um mehr als 70% senken, reduzierte aber auch die Verfügbarkeit von Vitamin B1 (40%) und B2 (70%) sehr stark (Urbano et al. 2003).

    Keimung der Erbsen konnte dagegen den Vitamin B2-Gehalt stark erhöhen (Urbano et al. 2005).

    Aus den Tierstudien lässt sich schlussfolgern, dass neben Tanninen und Protease-Inhibitoren auch andere Ackerbohnen und Erbseninhaltsstoffe, wie Ballaststoffe (Longstaff und McNab 1991a) an der Verdauungsreduzierung beteiligt sind müssten (Yuste et al. 1992; Abbey et al. 1979), da auch ihre Entfernung durch Verarbeitung einen positiven Effekt hatte (Alonso et al. 2000; Urbano et al. 2003).

    [...]
    Saponine weisen eine geringe biologische Verfügbarkeit auf. Ihre Wirkungen entfalten sie daher hauptsächlich im Gastrointestinaltrakt.

    Sie können mit Proteinen, Lipiden (z.B. Cholesterin) und Mineralstoffen Komplexe bilden, binden aber kein Vitamin D (Belitz et al. 2008).

    Aus der komplexierenden Fähigkeit ergeben sich wahrscheinlich ihre hämolytischen, antimikrobiellen, antikanzerogenen, cholesterinsenkenden, antioxidativen und entzündungshemmenden
    Wirkungen (Watzl 1999; Rochfort und Panozzo 2007; Wagner 1999; Shi et al. 2004).

    Nur einige Saponine sind toxisch; meist erst in großen Mengen. Beispielsweise sind die Sojasaponine nicht giftig (Shi et al. 2004).
    Bitterer Geschmack und häufige Adstringenz verhindern die Aufnahme großer Mengen (Shi et al. 2004; Wagner 1999).

    Kochen und Verarbeitung haben unterschiedlich starke Saponinverluste zur Folge.
    Dabei können auch Umwandlungen in andere Saponine auftreten.

    Auch Einweichen der Samen kann zu Verlusten führen (Rochfort und Panozzo 2007; Watzl 1999).
    Ausführliche Beschreibungen dazu sind bei Shi et al. (2004) zu finden.

    Da die Saponine im neutralen pH Bereich hitzestabil sind, könnte die Zugabe von Essig (z.B. beim Kochen von Linseneintopf)
    auch einen Einfluss auf den Saponingehalt durch Senkung des pH-Wertes haben.
    Wenn du Tofu gut verträgst, ist es ja jedenfalls eine gute Möglichkeit, wenn auch nicht Rohkost.

    Warnen möchte ich jene, die von sich wissen, dass sie eine Birkenpollen- oder Erdnussallergie haben aufgrund der Kreuzreaktionen (inkl. verzögerte Reaktionen, wo man gar nicht mehr an den Sojakonsum denkt - siehe auch: "Stellungnahme BfR") bzw. ein Thema betreffend Asthma haben.
    Die Informationskultur (wie auch Kenntnisse dazu von Ärzten) dazu ist derzeit dazu so gut wie nicht vorhanden. Ich kann ein Lied dazu singen.

    - - -

    Was mir sonst noch einfällt, da du meinst du isst nicht genügend Kilokalorien: Das ist häufig eher ein psychisches Problem, wenn jemand immer Angst hat, zuviel zu essen. Umgekehrt gibt es das genauso - nur eben andersrum.
    Vielleicht hilft es dir, dir einen sehr guten Hochleistungsmixer anzuschaffen. Damit kannst du dir auch in Rohkostqualität - oder was auch immer du sonst verträgst, sehr feine Zubereitungen erschaffen, die dir nicht nur schmecken, sondern die du dir ggf auch nach Wunsch komponieren kannst.

    Nussmuse aus Glas (nachteilig u.a. auch bei Histamin wie du eh schon gemerkt hast) deuten für mich an, dass du einen solchen Mixer nicht hast - vielleicht ist es eine Möglichkeit für dich, viel mehr aus und mit deiner Ernährung zu machen.

    Viele Grüße
    Angelika


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    Geändert von Angelika (vor 6 Tagen um 22:12 Uhr)

  8. #8
    Samenkorn Avatar von lamadame
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    Liebe Angelika, ich bin sehr gerührt wie ausführlich und mit Belegen Du mir die Themen um Lysin und Leinöl erklärt hast, ich verstehe das jetzt erstmals wirklich gut und danke Dir sehr dafür.

    Mit Deinem Hintergrund als Chemikerin findest du aus den Unmengen der Internetangebote auch die seriöse und stimmigen besser heraus als ich selbst.

    Ist Deiner Erfahrung nach das Pure encapsulations L-Lysin Aminosäure Kapseln, 90 St.
    das Beste Präparat?
    Ich habe mir beim im Netz rumsuchen bestellt von Dr Michalziki L Lysin, aber es bekommt mir evtl nicht so gut .
    So habe ich neu noch das L Lysin von Sunday Natural bestellt - es ist aus Fermentation von Mais- Ist das aus natürlichem Stoff entstandene Lysin sinnvoller als eine rein chemische Formel einzunehmen oder ist das egal ?

    Ok das Budwig 50 Gold Öl ist jetzt auch bestellt. -Ich probiere einfach mal das aus was du mir vorschlägst und sehe dann ja ob es für mich auch gut ist..

    Gut zu wissen dass lauf PDF der Tofu doch nicht soo gefährlich für mich ist. ich bin froh dass ich ihn gut vertrage.
    Ich nehme nur Tofu von Taifun aus Freiburg, die die Bio Sojabohnen dazu im nahen Europäischen Umkreis selbst anbauen lassen. Alle anderen Produkte aus Soja habe ich gestrichen.

    Was mich im Buch gleich sehr angesprochen hat ist genau diese Vielfalt der Pflanzen mit den du dich auskennst und ernährst, es ist so ein gutes Ziel für mich so viele verschiedene Pflanzen roh essen zu können..
    Mir gefällt auch Deine Art wie genau du die Nährstoffe recherchierst und die Freude, Weichheit und Entspannung die du auch in Deinen Videos über Deine Befunde zeigst mir hilft da auch der visuelle Eindruck besser zu verstehen was du meinst.

    Im letzten Jahr hatte ich bei mir das Gefühl die Auswahl an Nahrungsmitteln, die ich noch gut vertrage wird immer kleiner und ich schaffe es kaum noch mit selbst gut und abwechslungsreich zu ernähren… bis dann die Magenschleimhautreizung im November kam mit der 4 kg Gewichtsabnahme und jetzt von meinem Arzt der Hauptgrund dafür und für die weiteren Kribbel und Taubheits-Symptome im mittelschweren Vitamin B 12 Mangel gefunden ist.
    Leider verträgt mein noch leicht gereizter Magen von den vielen neuen Nahrungsmitteln die ich so gerne ausprobieren nicht alles so gut wie ich es mir wünschen würde. Evtl braucht das Kennenlernen der neuen Nahrungsmittel doch insgesamt viel mehr Zeit?

    Mit Wildkräutern, von denen der Garten voll ist, habe ich den Zugang schon mehrmals versucht, ich vertrug sie alle nicht und bekomme einen grossen Blähbauch und Leberschmerzen davon. Ich hatte nach HD Storl hauptsächlich die scharfen Sachen wie Brennessel, Löwenzahn Spitzwegerich, Giersch gewählt und dann gleich als grosse Büschel in den Smoothie mit Banane reingetan. Naja das war nicht der richtige Weg für meinen zarten Körper.

    Nun gefällt mir dass du es mit Wildkräutern ganz anders angehst, nur jeweils 1 Blatt isst und du wählst ehr die milden Sorten aus wie die Malvengewächse. Da freu ich mich auch auf einen Neuanfang bei mirim Frühjahr..

    Und du hast wirklich recht dass beim Gewicht sehr viel psychologischer Anteil ist. Mir wurde selbst auch klar wie angespannt ich neuerdings um das Thema welche Nahrungsmittel ich essen kann und Nahrungsaufnahme in den letzten Monaten geworden bin. Früher habe ich einfach mit Freude gegessen und mir über das Gewicht rauf oder runter keine Sorgen gemacht, denn es war über Jahre wohlgeformt schlank und stabil .
    Ich vermute fast das ich mich derzeit teilweise mit zu viel Nahrungsaufnahme überlaste - aus der Angst heraus ich könne nicht genug Gewicht bekommen.

    Diese Angst mich nicht gut ernähren zu können hat eine äussere Entsprechung, die mir zusätzlich Stress macht, da ich derzeit in meinem langen Online- Shop ( den ich schon mind 15 Jahre betreibe) nicht mehr ausreichend für mich und alle Wesen verdiene. Dazu muss ich sage dass mit mir hier am Berg noch meine 4 Maine Coon Kater, 2 Kaninchen und 6 Lamas leben, die ich alle gut versorge und auch biologisch und hochwertig ernähre.
    Falls es Euch mehr interessiert: www.lamas-in-präsenz.de

    Daher kann ich derzeit auch keinen 700Eur Vitamix neu kaufen. Evtg gibt es für Nüsse uau cremig zu machen auch einfachere Varianten?

    So wie ich Dich verstehe ich Deine Haupteiweissquelle der tägliche Warrior Blend Shake? Ist das so richtig? Oder welche Eiweissquelle isst du sonst noch regelmässig?

    Im Video zeigst du wie du Warrior Blend im Mixer zubereitest mit Cocosnuss.
    Hast du noch andere einfache Rezepte wie ich mit meinem normalen 200 Eur Küchenmaschinen- Standmixer- also kein Hochleistungsgerät- ein paar enfache Variationen mit dem Warrior Blend natural machen könnte? So dass es auch trennkosttauglich sind?

    Lasse dir Zeit mit antworten, bis es für dich gut passt.



    liebe Grüsse von Susanne aus dem Schwarzwald

    Geändert von lamadame (vor 5 Tagen um 21:16 Uhr)

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