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Thema: Keimen von schwarzen Bohnen

  1. #1
    Samenkorn
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    Keimen von schwarzen Bohnen

    Liebe Angelika, liebe Leser,

    ich bin ganz neu in diesem Forum und weiß nicht, ob diese Frage schon ausführlich behandelt wurde.
    Ich habe schwarze Bohnen 2 Tage gewässert und gespült, danach noch 3 Tage gekeimt. Die Bohnen
    waren weich, aber etwas bitter.
    Zur Sicherheit habe ich die Bohnen noch einmal 20 Minuten gekocht.
    Muss ich die Bohnen kochen? Wie verhält es sich mit Hirse.
    Herzlichen Dank für Dein (Euer) Feedback, Kirsten

  2. #2
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Mit schwarzen Bohnen hab ich leider keine Erfahrung. Aber wenn sie bitter schmecken, dann könnte das vielleicht wirklich eine "Warnung" sein, lieber nicht zu viel davon zu essen.

    Ich hab am Samstag am späten Abend eingeweichte Mungobohnen in meine Keimschale gegeben. Und die sind heute (!) schon total groß, also "fertig". Scheinbar waren die Bedingungen perfekt.

    ABER: Ich bin jetzt verunsichert wegen Canavanin.
    In Angelikas Buch wird auf Canavanin hingewiesen, welches in Keimlingen und Sprossen enthalten ist und sich erst nach und nach während der Keimzeit abbaut. Da Canavanin für den Körper nicht so gut ist, sollte die Keimzeit mindestens 7 Tage betragen. Und das verunsichert mich jetzt sehr und ich weiß nicht, ob ich die Mungobohnensprossen nun ruhigen Gewissens essen kann, da sie ja JETZT SCHON 2cm lang sind.

  3. #3
    Samenkorn
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    Liebe Mela, danke für Deinen Hinweis. Mit Mungobohnen habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Keimen schnell und schmecken.
    Kannst du mir was zu Hirse sagen? Reicht es, sie zu keimen oder reicht es sie zu schroten? Liebe Grüße

  4. #4
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Hirse ist im Handel soweit ich weiß nur geschält erhältlich und daher nicht keimfähig. Mehr weiß ich dazu leider nicht.

  5. #5
    Urwaldriese Avatar von Susanne
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    Keimen lässt sich nur die ungeschälte Braunhirse. Mehr Informationen zum Verzehr von Hirse, gekocht und roh, findet man auf dieser Seite: Informationen über Hirse/Braunhirse


    Geändert von Susanne (02.02.16 um 19:53 Uhr)

  6. #6
    Urwaldriese Avatar von Susanne
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    Mehl aus roher Braunhirse ist übrigens nicht zu empfehlen. Mehr dazu hier: Braunhirse im Ziwelicht

  7. #7
    Samenkorn
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    Hallo Susanne, vielen Dank für den Tipp.
    Eine Frage habe ich dennoch, kann ich geschälte Hirse 2-3 Tage einweichen und sie dann im Frühstücksbrei verzehren?
    Ist doch dann immer noch roh oder muss ich sie kochen? Ich weiß, dass mann Hirse schroten und direkte verzehren kann, aber geschälte Hirse? LG

  8. #8
    Urwaldriese Avatar von Susanne
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    Ich habe inspiriert durch diese Diskussion versucht, Braunhirse zum Keimen zu bringen. Der Versuch war überaus erfolgreich. Gestern habe ich die Keimlinge das erste Mal probiert, war aber wenig angetan. Heute dagegen haben sie richtig lecker geschmeckt. Mehr dazu in meinem Tagebuch.

  9. Die folgenden 2 Benutzer sagen Danke an Susanne für diesen Beitrag:

    Harry (07.02.16), Marius (13.06.16)

  10. #9
    Samenkorn Avatar von Knuddelknochen
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    Ich hatte mal noch nen Rest schwarze Bohnen keimen lassen und dann mit Apfel vermischt gegessen. Das war dann doch ziemlich übel, ich musste mich ganz schlimm erbrechen. War echt nicht schön.

    Seitdem bin ich vorsichtig geworden und probiere alle Sprossen und Keime erstmal so (ungemischt) und wenns nicht gut schmeckt: nichts wie weg damit!

  11. #10
    Administrator Avatar von Angelika
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    Bohnen solltest du auch gekeimt nicht roh essen! Diese Pflanzenfamilie ist generell dafür meist nicht geeignet. Ausnahmen sind hier z.B. Erbsen.
    Hast du dich inzwischen etwas mit den Pflanzenfamilien, wie ich sie in meinem Buch behandle, befasst?

    Auf jedenfalls, so wie du schreibst, zuerst ungemischt probieren.
    Aber Kichererbsenkeime (auch aus derselben Familie) sind da sehr tückisch, weil durchaus oft beliebt.
    Die können länger ganz okay sein eine Zeit lang in kleinen Mengen pur, und dann aber - zu viel in einem Rohkost-Gourmet-Gericht eingesetzt, sehr nachteilig wirken!
    Das ist keinesfalls harmlos.

    Ich hatte es einmal sehr locker genommen und mein Verdauungstrakt war tagelang beleidigt auf mich.
    Erbrochen hatte ich nicht .. aber Bohnen sind da auch nochmal böser!

  12. Der folgende Benutzer sagt Danke an Angelika für diesen Beitrag:

    Marius (01.02.17)

  13. #11
    Samenkorn
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    Ich esse seit längerem angekeimte Bohnen. Zuvor dachte ich immer wegen der Phytinsäure soll man Bohnen nicht roh essen, aber da gibt es in der Fachwelt inzwischen geteilte Meinungen.

  14. #12
    Administrator Avatar von Angelika
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    Meinst du nicht eher Phasin und hast du dich dazu ausreichend informiert, was das ist und wie du damit umgehst?

  15. #13
    Administrator Avatar von Angelika
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    Um es deutlicher zum Ausdruck zu machen, zitiere ich hier über Phasin aus http://www.chemie.de/lexikon/Phasin.html

    Phasin ist ein Lektingemisch, das in rohem Gemüse, insbesondere der Gartenbohne vorkommt. Die Lektine bestehen aus den Aminosäuren Glutaminsäure, Asparaginsäure, Serin, Alanin, Tyrosin, Lysin und Arginin. Für den Menschen ist Phasin giftig, da es die roten Blutkörperchen miteinander verklebt. Der Verzehr führt ab einer bestimmten Dosis zu Erbrechen, Durchfall sowie zu Magen- und Darmbeschwerden. Im schlimmsten Fall kann der Verzehr tödlich sein, in manchen Fällen reichte schon eine Handvoll roher Gartenbohnen um den Tod zu verursachen. Bei besonders phasinreichen Arten wie z. B. roten Nierenbohnen reichen bereits 4 oder 5 rohe Samen, um beim Erwachsenen Symptome zu verursachen.

    Vergiftungssymptome treten rasch ein, meist 1-3 Stunden nach Verzehr. Meist verschwinden sie ebenso rasch wieder - etwa 3-4 Stunden nach dem Einsetzen.
    Phasin wird beim Kochen abgebaut, so dass phasinhaltiges Gemüse im gekochten Zustand konsumiert werden sollte. Durch den Keimvorgang wird Phasin ebenfalls teilweise abgebaut.


    Sorte Phasingehalt in hämagglutinierenden Einheiten (HAE)
    Rote Nierenbohne, roh 20.000 - 70.000
    Weiße Nierenbohne, roh 7.000 - 23.000
    Ackerbohne, roh 1.000 - 7.000
    Rote Nierenbohne, gargekocht 200 - 400
    Keimen reicht bei weitem nicht bei allen Hülsenfrüchten aus, um sie roh genießbar zu machen. Wie schon geschrieben, hatte ich selbst bei Kichererbsen schon schlechte Erfahrungen gemacht, insbesondere wenn ich sie nicht pur und ungemischt gegessen hatte. Das beschränkte die Anzahl der Keimlinge automatisch. Mit Bohnen habe ich noch nicht experimentiert, aber ich habe schon mitbekommen, dass manche die Adzukibohnen gekeimt essen. Sie ist mit der Mungbohne näher verwandt: https://de.wikipedia.org/wiki/Adzukibohne -> Entsprechend ausgekeimt sollten sie dann schon sein, also eigentlich Sprossen und damit möglichst weit zu Gemüse geworden.

    Bohnen nur "angekeimt" zu essen halte ich nicht nur fragwürdig sondern eher gefährlich bis tödlich.

  16. Der folgende Benutzer sagt Danke an Angelika für diesen Beitrag:

    Marius (01.02.17)

  17. #14
    Administrator Avatar von Angelika
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    Hier ist eine schöne Zusammenstellung der Stadien vom Samen, Keim, Sprossen, Grünkraut etc zu finden: http://www.sprossen-keimlinge.de/art...grunkraut-gras

    Keimling oder Embryo der Pflanze

    Keimlinge sind die ersten sehbaren Veränderungen am Samen. Bei diesem Stadium sind Wurzeln und Blätter schon verstärkt vertreten und sichtbar.
    Der Keimling kann sich nun langsam vom Mehrkörper des Samens trennen und Energie und Nährstoffe durch die Wurzeln und der Sonne durch Fotosynthese gewinnen. Ab diesem Stadium wird, je nach Pflanze, das erste Chlorophylle erzeugt.

    Sprosse, Jungtrieb oder Sprossen

    Als Sprossen bezeichnet man die oberirdisch wachsenden Teile einer jungen Pflanze. Bei der Sprossenzucht wird aber meist die ganze Pflanze als Sprosse bezeichnet, da sich kaum Wurzeln bilden und diese ja nach Keimmethode auch keinen unterirdischen Teil besitzen.
    Die Sprossen setzten sich aus Sprossachse und Blättern zusammen. Die Sprossachse ist der Stängel, der stabförmige Teil der Pflanze. Diese Sprossenachse ist für die Wasser, Zucker und Nährstoffversorgung zuständig.

  18. #15
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Sollten gekeimte Mungobohnen und Mungobohnensprossen vor dem Essen wegen Canavanin oder anderen unvorteilhaften „Antinährstoffen“ blanchiert/gekocht/gedünstet werden?
    Ich finde im Internet leider keine eindeutige Aussage und bin sehr verunsichert diesbezüglich.

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