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Thema: Feldstudie beim Mega-Supermarkt

  1. #1
    Administrator Avatar von Angelika
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    Feldstudie beim Mega-Supermarkt

    Grüß euch Ihr Lieben,

    ich überlegte, ob ich diesen Beitrag in der Rubrik "mit bewusstem Kochkost-Anteil" hineinstelle, aber da es eigentlich sehr allgemein ist und insbesondere die Inspiration der Kinder betrifft, ist es nun in der Kinderrubrik.

    Wir waren gestern gemeinsam eigentlich auch aus anderem Anlass in der Bezirksstadt und dort beim mir bekannten größten Mega-Supermarkt im Bezirk. Ich will ja keinen Namen nennen, denn ich will auf etwas anderes hinaus.

    Wie ich schon in früheren Jahren erzählte, mache ich in der Adventszeit ganz besondere Weihnachtskekse neben den Rohkost-Zubereitungen, wobei ich besonders Wert auf eben spezielle Zutaten lege die eben diese dann so gut machen, dass andere Kekse ziemlich uninteressant werden.
    Heuer bin ich - wie schon anderswo erwähnt - etwas in Zeitmangel geraten und dankenswerterweise will mein Sohn ohnehin erst nächstes Wochenende backen, auch um nicht vor Weihnachten in Versuchung zu kommen. Er schaut auch schon auf seine Figur, sozusagen.

    Gestern erzählte ich dann bei der Hinfahrt, dass ich bei einem Supermarktseinkauf kürzlich wieder einmal gesehen hatte, dass Kekse zwar mit "mit Butter" angeschrieben stehen (sogar mit extra Aufkleber), aber dann vielleicht mal 15 % Butter enthalten. Der Rest pflanzliche Fette und gerne auch das kritische Palmfett (insbesondere für den Regenwald kritisch).

    Das führte dazu, dass wir bei dem Mega-Supermarkt, fast alle Packungen Kekse hinten am Etikett ansahen. Bei einer glaubten wir schon, da sei jetzt nur Butter drin. Aber Pustekuchen, das war nur anders angeschrieben und gerade da war viel Palmfett drin. Schaute nur "besser" aus die Verpackung.

    Der Abend wurde noch länger. Als er noch kleiner war, hatte er mich schon gefragt, was besser und was schlechter ist. Kinder können nicht gut damit leben, wenn man alles verteufelt was einem nicht in den Kram passt. Irgendwann würden sie es ohnehin testen und dann wären sie ohne Begleitung. Wir verglichen dabei natürlichere Produkte bis zu Kunstprodukte mit Aromen. Die durfte er auch selbst machen, damit er den Zauber entschleierte.

    Gestern ging es ihm aber um noch mehr Details. Wir machten ein Spiel daraus, ob wir schätzen konnten, wieviel Brennwert ein Lebensmittel wohl hat. Für mich war das früher ein spanisches Dorf. Aber inzwischen weiß ich - Süßigkeiten bei 400 kcal aber auch Nüsse in der Richtung, Schokolade 500 bis 600 (je nach Fettanteil) usw. - die waren natürlich ein besonderer Fokus, insbesondere wo er hier besonders kritisch ist. Wir schauten uns aber auch verschiedene Eiweiß- und Fettquellen an und wo mehr Kohlenhydrate oder Fett drin sind und welcher Unterschied ein Nahrungsmittel ist, wo auch ordentlich Eiweiß drin ist. Es sättigt einfach anders.

    Ohne jetzt zu sehr ins Detail zu gehen, ich erklärte ihm, dass Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß hier leicht zu klassifizieren sind und es gelang ihm in Kürze gut, ein Nahrungsmittel einzuschätzen. Ich erklärte ihm, dass Fett mehr Kalorien hat, aber dass er gutes Fett ruhig essen soll. Nur die versteckten, veränderten Fette meiden.

    Ich war am Ende sehr verblüfft wie gut das gelang, viel lockerer als es sich hier liest - wir gingen wohl zwei Stunden herum und während sich nebenbei der Einkaufswagen füllte, verstärkte er sein Gefühl und seine Beurteilungsfähigkeit, ob ein Nahrungsmittel jetzt besser oder schlechter bzw in seiner Qualität überhaupt zu beurteilen ist.
    Ja, auch Nitritsalz und diese Zusatzstoffe sahen wir uns an. Und die verschiedenen Arten der Bezeichungen.

    Diese Zeit ist gut investierte Zeit. Wenn man sieht, dass das Kind - oder schon Jugendlicher - einen offenen Kanal gerade dafür hat. Dann empfehle ich unbedingt sich dafür auch die Zeit zunehmen. Selbst wenn man überzeugter Rohköstler für sich selbst ist, das sind Grundlagen, die dem Heranwachsenden helfen, sich zu orientieren. Ein reines Gut/Böse hilft nicht wirklich. Auch die Schattierungen helfen. Weil sie zeigen auch, dass vieles Tricks sind und was Qualität wirklich ist.
    Was Frische bedeutet und was eben eine lange mögliche Regalstandzeit.

    Und ggf sind Eltern möglicherweise erstaunt, wie selbstsicher Kinder mit der der Zeit werden, für sich das Richtige zu wählen. Wenn man sie auch wirklich begleitet, die Welt die uns nunmal umgibt, zu entdecken. Nicht nur Wildpflanzen und sensorisch erfassbare Qualität von Blättern, Gemüsen und Früchten, sondern auch die andere Seite.

    Liebe Grüße
    Angelika

  2. Die folgenden 2 Benutzer sagen Danke an Angelika für diesen Beitrag:

    etthowezenaa (17.07.17)

  3. #2
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Das mit der Aufschrift "mit Butter" erinnert mich an die Aufschriften "mit Joghurt" und "mit Sahne" (z.B. bei Eiscreme). Sieht man sich dann die Zutatenliste an, erfährt man ganz schnell, dass da nur ein kleiner Prozentsatz davon darin enthalten ist. Es gibt gewiss noch mehr solcher Aufschriften, doch eines haben sie gemeinsam: Sollen nur die Verpackung "besser" ausschauen lassen. Zum Teil vielleicht auch minderwertige Produkte "schön reden", dem Kunden als "wertvoller", "gesund" oder sonst was verkaufen.

  4. #3
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Die ganzen Produkte, die ihr euch abgesehen habt, die konsumiert deine Familie doch ohnehin nicht oder? So dachte ich jedenfalls durch deine Erzählungen, Schilderungen in Blogeinträgen, Kommentaren, Beiträgen, etc.

  5. #4
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    Nein, konsumieren wir nicht. Vertragen wir zum Teil mehrheitlich auch nicht. So entsteht aber auch kein Bedauern, etwas zu versäumen. Im Gegenteil. ..

  6. Der folgende Benutzer sagt Danke an Angelika für diesen Beitrag:

    Mela (13.12.15)

  7. #5
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    Ein Kunstprodukt wollte er testen. Hätte ich nein gesagt, wäre das gar nicht so gut gewesen. So kostete er es beim Ausgang. Schmeckte ihm enttäuschend. Er spuckte nicht nur aus sondern spülte mit Wasser nach (inkl Ausspucken nochmals). Die angebrochene Sache wurde heute durch ein anderes Familienmitglied verzehrt.

  8. Der folgende Benutzer sagt Danke an Angelika für diesen Beitrag:

    Mela (13.12.15)

  9. #6
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    Wir hatten dort u.a. Zutaten für eigene Kreationen besorgt, Pomelos, Putzbürsten, Reiniger. Heute habe ich u.a. vom Einkauf Früchtebrot angesetzt.

  10. #7
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Zitat Zitat von Angelika Beitrag anzeigen
    Ein Kunstprodukt wollte er testen. Hätte ich nein gesagt, wäre das gar nicht so gut gewesen. So kostete er es beim Ausgang. Schmeckte ihm enttäuschend. Er spuckte nicht nur aus sondern spülte mit Wasser nach (inkl Ausspucken nochmals). Die angebrochene Sache wurde heute durch ein anderes Familienmitglied verzehrt.
    Genau so verhielt und verhalte ich mich bei meinem jüngeren Bruder auch immer. Sehe das wie du. Verbote bringen hier meist wenig oder gar nichts, finde ich.

  11. #8
    Urwaldriese
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    Also ich find das Einkaufen generell widerwärtig. Aber wahrscheinlich ist dies typisch für uns Männer: Wir gehen nicht gern einkaufen, schon gar nicht in solch Koofbunker. Sind riesengroß und ich bekommen Beklemmungen und dann dieser Geruch, künstliche Aromen, Waschpulver, Fressstände. Buhh!

    Rückwärts raus sag ich da nur.
    Aber ich kann mir manchmal Kommentare nicht verkneifen, falls ich eine Dame oder einen Herrn sehe, welche die Zutatenliste studiert. Steht ja nich alles drauf! Neee, nich kaufen. Und dann die Leute soweit zu bringen, dass sie mit leeren Einkaufskörben wieder rausfahren, wäre man eines Gurus würdig. Manipulation! Ist das eigentlich strafbar, wenn ich Leute im Supermarkt vom Kauf abrate?

    Oft gibt es dann längere Gespräche, man tauscht sich Handynummer und Mailadresse aus und siehe da: Irgendwie kann man doch den Lauf der Dinge abbiegen...

  12. #9
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    Ich muss gestehen, ich schicke auch lieber jemand anderes einkaufen. Allerdings bekomme ich dann nicht immer das, was ich kaufen würde.
    Einiges lasse ich mir ja schicken oder habe es im Garten. Aber Fisch bekommt man dort immer noch recht gut, ggf sogar in sehr guter Qualität. Und das ist leider nicht häufig so. In unserem Bezirk gibt es keine einzelnen Fischläden mehr. Und bei Züchtern kann man z.b. nur Freitag Vormittag kaufen, zu der Zeit arbeite ich.

    Aber weil du von Ansprache sprichst: Als ich einmal mit meinem Sohn intensiv in das Gespräch zu Getränken war, es fiel wohl mehr auf, weil er damals viel kleiner war als ich und ich mich hinhockerlte zu ihm, meinte eine Frau dass sie das sehr gut findet, Kindern das zu erklären. Es hatte mich in dieser Phase ermutigt, wo ich nicht ganz sicher war ob das jetzt vielleicht gar überdreht wäre. Doch meine Erfahrung ist, dass es sehr sinnvoll ist. Denn klar gehen die Kinder und später auch Jugendlichen mit ihren Freunden auch einkaufen. Und wenn ein Kind sicher ist in der Wahl, dann ist das nur von Vorteil. Lässt sich auch nichts einreden.

    Es war auch Thema, woher die Pickel von Jugendlichen kommen. Hormone heißt es oft. Im weitesten Sinne mag das stimmen, doch unser Sohn merkt, er bekommt Pickel von gewissen Produkten. Aber nur dann. Während manche seiner Freunde bzw Freundinnen an Pickel leiden, sieht er was da gegessen wird. Sein Papa erzählt ihm, dass er soviele Pickel hatte, dass er sogar eine Hautkur verschrieben bekam, die seine Haut allerdings nachhaltig schädigte (damals irgendwas mit Vitamin A).

    Und da ist es schon gut, auf den Packungen nachzusehen. Denn auch wenn er mit Freunden in einem Lokal ißt, ist es ein Unterschied ob es Wurst ist, die bestellt wird oder was auch immer anderes. Konservierungsmittel machen eben gerne Pickel. Und da gibt es ein paar verschiedene - sei es Nitritsalz in den meisten Wurstwaren oder schwefelige Konservierungsmittel bei vielen Trockenfrüchten. Daran erinnerte er sich sogar, obwohl es länger her ist.

    Ich witzelte in der Süßwarenabteilung, ganz unten wo eh kaum einer hinsieht, stand die Hofbauer "Rohkost". Darauf zeigte ich und sagte: "Schau da gibt es sogar hier Rohkost". Er schaute abfällig hin und meinte: "Ja, aber mit Schwefel drin." Darauf sagte ich: "Zumindest hat es aber wegen weniger Fett weniger Brennwert obwohl auch Schoko drauf ist und es saftig schmeckt" Das Witzige daran ist, dass er selbst kritisch wird.
    Er mag übrigens getrocknete Ananas gerne. Die von Orkos und zuletzt gab es einmal eine vergünstigte Möglichkeit bei Tropenkost (oder war es passion4fruit?), wo wir mitbestellten. Die Mühe, ihm extra Schoko in Rohkostqualität drüberzugeben, kann ich mir sparen. Will er gar nicht.

    Naja und was - erwachsene - Männer betrifft: Sein Papa war zum Glück geduldig. Nur bei den diversen Kühlregalen meinte er ab und zu, es wird ihm kalt, ob wir zu einem anderen Regal gehen können. Er selbst weiß ohnehin was da überall drin ist ... arbeitet ja in der Nahrungsmittelindustrie im Labor.

  13. #10
    Urwaldriese
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    Hahahaha...
    musste schmunzeln, an den Kühlregalen wird ihm kalt...
    Na klar! Männer sind schon seltsam.

    Pickel? hat ich auch ganz schlimm als Zögling, Hormone sagte man damals.
    Aber wir haben "Schlagersüßtafeln" gegessen, tonnenweise. Waren ja nicht übel. Oder Moskauer Eis -lecker!-
    Heute seh ich junge Leute, die haben überhaupt keine Pickel im Gesicht, wahrscheinlich weil sie keinen Süßkram essen...

  14. #11
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Mein junger Bruder hat auch (durch unterstützende Gespräche mit der großen Schwester ) früh bemerkt, dass Pickel (oder andere "Zimperlein") großen Zusammenhang mit Ernährung haben können und reagiert/handelt/verhält sich einfach dementsprechend, was ich toll finde. Ich bin froh, dass ich früher viel Zeit darin investiert habe, mit ihm Gespräche bzgl. Konsumverhalten (egal ob Lebensmittel, Getränke, Pflegeprodukte, etc.) zu führen, wenn er Fragen zu versch. Themen hatte. Wie Angelika schon schrieb, die jungen Menschen können sich dann besser orientieren im Produktedschungel und Überangebot, lassen sich nichts einreden und werden selbst auch kritisch.

  15. #12
    Samenkorn
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    Das stimmt. Es wäre wirklich schön, wenn das alle Kinder in der Schule lernen würden und nicht nur die des Bildungsbürgertums.

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