Grüß euch,

Wilhelm Reich ist immer wieder mal ein Thema wert, wie auch schon im (alten/Archiv) mysnip Forum.
http://27718.foren.mysnip.de/read.php?27719,48901
http://27718.foren.mysnip.de/read.php?27719,49376

Im Zuge meiner Recherchen zu meinem Rohkost Roman bin ich auf eine Zusammenfassung eines Vortrags gestoßen, die ich hier zitieren möchte.
Zitat aus: http://andreas-peglau-psychoanalyse....eich/#more-518

Ausgegrenzt wurde damit gleichzeitig das von Reich ausgearbeitete Konzept einer Psychoanalyse ohne pessimistisch-individualistisches Menschenbild, ohne angeblich angeborenen Sadismus und Masochismus, ohne Aggressions- oder gar Todestrieb, ohne unvermeidlichen Ödipuskomplex und schicksalhaften Wiederholungszwang, ohne Straf-»Bedürfnis«, angeblich notwendige Triebunterdrückung und vermeintlich wünschenswerte Fremdsteuerung durch Über-Ich-Implantierung, dafür aber mit einer Vorstellung von leib-seelischer Gesundung und Gesundheit, stärkerer Einbeziehung von Gefühl und Körper in die Behandlung sowie Beschreibungen komplexer Wechselwirkungen zwischen Individuum und Gesellschaft.
Andreas Peglau hat seine über 600 Seitige Dissertation dazu geschrieben, die unter diesem Titel beim Verlag wie auch im Buchhandel bzw Amazon erhältlich ist:

Unpolitische Wissenschaft?
Wilhelm Reich und die
Psychoanalyse im Nationalsozialismus
von Andreas Peglau
Psychosozial-Verlag Gießen, Bibliothek der Psychoanalyse, 635 Seiten, Gebunden, 148 x 210 mm
Erschienen im August 2013
ISBN-13: 978-3-8379-2097-0, Bestell-Nr.: 2097
Warum ich das interessant finde? Weil J C Burger Wilhelm Reich (Schüler von Freud) zitiert bzw erwähnt hatte, ersterer allerdings immer wieder ein großes Tohuwabohu betreffend Ödipuskomplex machte.
Ich kann das so nicht bestätigen oder beobachten und deshalb finde ich das oben zitierte, von Reich ausgearbeitete Konzept [..siehe oben...] sehr relevant zu zitieren.
Die Dissertation ist auch deshalb sehr gut, weil sie geschichtlich einiges ins richtige Licht rückt. Fürs erste ist auch der Vortrag interessant.

Dazupassend: In einem wohl Experiment wurde versucht, (rohen) Kindern ihren Vater nicht zu verraten, doch am Ende wollten sie alle wissen, wer es war.

Es gibt nichts Besseres für ein Kind, in einem Verbund vieler Menschen derer es zugehörig ist aufzuwachsen, ähnlich in einem (sog.) Naturvolk, mit Oma, Tanten, Onkels, Cousinen etc. Jean Liedloff und ihr Buch "Auf der Suche nach dem verlorenem Glück" bzw (ihr) Continuum Concept ist dazu eine sehr gute Literatur.
http://www.continuum-concept.net/bue...fdersuche.html

P.S. Kinder mögen es gerne, gekitzelt zu werden. In einem Experiment wurde einem Affen Sprache gelehrt und was er am liebsten hatte, was man tun sollte war - kitzeln (hier habe ich auch einen Link dazu gefunden, las es aber schon woanders: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45547884.html).

Liebe Grüße
Angelika