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Thema: Reis fermentieren

  1. #1
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Reis fermentieren

    Liebe Leute.
    Hat von euch schon mal jemand Reis fermentiert? Geht das überhaupt? Wenn ja, wie macht ihr es? Im Internet las ich mal ja und mal nein. Habt jemand Erfahrung damit?
    Ich freue mich auf eure Antworten.

  2. #2
    Administrator Avatar von Angelika
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    Liebe Mela,

    ich antworte dir gerne, würde allerdings gerne wissen, warum du gerade Reis fermentieren willst bzw wie du auf diese Idee kommst.

    Und als erste Anregung folgende Information:

    Reis gehört zu den Süßgrasartigen. Dabei zu einer Untergruppe, die meist eher harmlos betreffend sekundärer Pflanzenstoffe gesehen wird. So leer, dass bei weißem Reis sogar extra gesagt wird, dass es Eisen und Glutamat aufsaugt, sodass man es ggf nicht mehr aufnimmt.
    Andererseits, auch typisch Süßgrasartige, hat es einen hohen Kohlenhydratanteil.
    Das ist super Futter für Mikroorganismen. Deshalb kann man mit sowas auch Reiswein, rice beer machen oder - und jetzt kommts: Als Zugabe zu etwas anderem, um Mikroorganismen anzulocken ("Starter").

    Deshalb wird Reis oder Weizen auch gerne gekocht mit gekochtem Soja fermentiert. Süßgrasartige-Futter für die Mikroorganismen, die dann auch Soja zerlegen.
    Soja gehört ja zu den Schmetterlingsblütenartigen und die haben, in Kooperation (Symbiose) mit Mikroorganismen ein paar ungute sekundäre Pflanzenstoffe in ihren Samen, die wir gerne fermentieren.

    Und dann gibt es da noch die Nahrungsergänzungs-Firma Sunwarrior, die Reis fermentieren, weil sie sagen, das erhöht den (sonst eben eher geringen) Anteil an der essentiellen Aminosäure Lysin. Wobei das eher graduell ist. Weil da so und so weit weniger Anteil drin ist als in Schmetterlingsblütenartigen.

    Kurz und gut: Es macht nicht so arg viel Sinn, Reis zu fermentieren, zumal er nicht wirklich besser, hochwertiger wird. Außer wenn man natürlich Alkohol als hochwertiger sieht

    Wie kamst du auf die Idee die ich spontan als spannend empfinde?
    Und ja, ich kann dir auch was über Vorgangsweisen (Rohkost) schreiben.

    P.S. - lass dich nicht abschrecken und frage bei Unklarheiten. Du hilfst mir dabei, besser erklären zu können. Ich schreibe über Pflanzenfamilien und ihre typischen Eigenheiten, Mikroorganismen und Aminosäuren etc, all die Bausteine des Lebens, weil sie so wie die Pigmente der Farben von Malermeistern sind. Große Meister mischen ihre Farben selbst. Andere malen mit einem Fertigbaukasten, den andere für sie mischten .

    Liebe Grüße
    Angelika
    Geändert von Angelika (07.12.14 um 18:53 Uhr)

  3. #3
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Zitat Zitat von Angelika
    Liebe Mela,
    ich antworte dir gerne, würde allerdings gerne wissen, warum du gerade Reis fermentieren willst bzw wie du auf diese Idee kommst.

    Und als erste Anregung folgende Information:

    Reis gehört zu den Süßgrasartigen. Dabei zu einer Untergruppe, die meist eher harmlos betreffend sekundärer Pflanzenstoffe gesehen wird. So leer, dass bei weißem Reis sogar extra gesagt wird, dass es Eisen und Glutamat aufsaugt, sodass man es ggf nicht mehr aufnimmt.
    Andererseits, auch typisch Süßgrasartige, hat es einen hohen Kohlenhydratanteil.
    Das ist super Futter für Mikroorganismen. Deshalb kann man mit sowas auch Reiswein, rice beer machen oder - und jetzt kommts: Als Zugabe zu etwas anderem, um Mikroorganismen anzulocken ("Starter").

    Deshalb wird Reis oder Weizen auch gerne gekocht mit gekochtem Soja fermentiert. Süßgrasartige-Futter für die Mikroorganismen, die dann auch Soja zerlegen.
    Soja gehört ja zu den Schmetterlingsblütenartigen und die haben, in Kooperation (Symbiose) mit Mikroorganismen ein paar ungute sekundäre Pflanzenstoffe in ihren Samen, die wir gerne fermentieren.

    Und dann gibt es da noch die Nahrungsergänzungs-Firma Sunwarrior, die Reis fermentieren, weil sie sagen, das erhöht den (sonst eben eher geringen) Anteil an der essentiellen Aminosäure Lysin. Wobei das eher graduell ist. Weil da so und so weit weniger Anteil drin ist als in Schmetterlingsblütenartigen.

    Kurz und gut: Es macht nicht so arg viel Sinn, Reis zu fermentieren, zumal er nicht wirklich besser, hochwertiger wird. Außer wenn man natürlich Alkohol als hochwertiger sieht

    Wie kamst du auf die Idee die ich spontan als spannend empfinde?
    Und ja, ich kann dir auch was über Vorgangsweisen (Rohkost) schreiben.

    P.S. - lass dich nicht abschrecken und frage bei Unklarheiten. Du hilfst mir dabei, besser erklären zu können. Ich schreibe über Pflanzenfamilien und ihre typischen Eigenheiten, Mikroorganismen und Aminosäuren etc, all die Bausteine des Lebens, weil sie so wie die Pigmente der Farben von Malermeistern sind. Große Meister mischen ihre Farben selbst. Andere malen mit einem Fertigbaukasten, den andere für sie mischten .

    Liebe Grüße
    Angelika
    Liebe Angelika,

    erstmal vielen Dank für all deine Informationen.
    Nun, wie komme ich auf die Idee... alles begann damit, dass ich auf Grund eines unverschuldeten schweren Autounfalls wochenlang im KH liegend in einem Bett "gefangen" war und seither auch wieder gekochte Nahrungsmittel esse. Aber es ist nicht die "Otto-Normalverbraucher-Kost" .

    Mir ist ein hoher Rohkostanteil weiterhin wichtig und bei dem, was ich nicht roh esse, bemühe ich mich um eine sehr schonende Zubereitung (dämpfen) und auch um eine traditionelle, womit ich folgendes meine: Naturvölker beispielsweise fermentieren das Getreide, welches sie essen. Warum? Z.B. wegen der Phytinsäure, die in Getreide (oder u.a. auch in Hülsenfrüchten, etc.) enthalten ist. Ich halte sehr viel von "Naturvölker-Ernährung".

    Deiner Meinung nach bringt also das Fermentieren von Reis nicht wirklich etwas?
    Hm... das höre/lese ich nun zum ersten Mal.

    In Afrika wird Hirse z.B. wie folgt zubereitet:
    24 Std. in Wasser einweichen und an einen warmen Ort stellen. Danach (evtl. mit frischem Wasser) mixen und noch einmal 24 Std. an einem warmen Ort stehen lassen. Am dritten Tag wird das ganze dann gekocht und gegessen.

  4. #4
    Administrator Avatar von Angelika
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    Zitat Zitat von Mela Beitrag anzeigen
    Nun, wie komme ich auf die Idee... alles begann damit, dass ich auf Grund eines unverschuldeten schweren Autounfalls wochenlang im KH liegend in einem Bett "gefangen" war und seither auch wieder gekochte Nahrungsmittel esse. Aber es ist nicht die "Otto-Normalverbraucher-Kost" .
    Liebe Mela, das klingt ja furchtbar. Ich kann mich erinnern, wir hatten zuletzt kommuniziert, dass du einen äußerst geringen BMI hast und auch zu diesem Zwecke im Krankenhaus warst. Ich hoffe, es geht dir inzwischen bei allen Themen besser.
    Im Hinblick auf deine Frage betreffend Fermentation von Reis bin ich etwas vorsichtig, deshalb habe ich dich zuerst gefragt, worum es dir dabei geht. Meine Vermutung ging schon in die Richtung, dass es dir um Kochkost und Kohlenhydrate-Aufbau geht, der sich nun bestätigt.

    Deine Frage hast du allerdings im omnivoren, nicht der Rubrik mit Kochkostanteil gestellt. Auch deshalb fragte ich sicherheitshalber nach.
    Bitte beachte dabei, meine Antworten betreffen *immer* Rohkostpraxis.
    Anders als bei der Kochkost ist hier ein jonglieren, ein abwechseln verschiedener Kohlenhydrate das Um und Auf (derzeit aktuell bei mir: Hafer, Johanniskernbrot/Carob, Kochbanane/Plante [roh fertig gereift, typischer geringer Histamin Gehalt im Vergleich zu anderen Bananen]).

    Deine Sinne, der Geschmack den du wahrnimmst, hilft dir dabei am meisten .

    Du hast sicher schon gemerkt, dass du manches in größerer Menge roh essen kannst, anderes kaum. Und du wirst auch säuerliche, bitterere oder auch neutrale Geschmäcker wahrgenommen haben.
    Mehr dazu weiter unten.

    Zitat Zitat von Mela Beitrag anzeigen
    Mir ist ein hoher Rohkostanteil weiterhin wichtig und bei dem, was ich nicht roh esse, bemühe ich mich um eine sehr schonende Zubereitung (dämpfen) und auch um eine traditionelle, womit ich folgendes meine: Naturvölker beispielsweise fermentieren das Getreide, welches sie essen. Warum? Z.B. wegen der Phytinsäure, die in Getreide (oder u.a. auch in Hülsenfrüchten, etc.) enthalten ist. Ich halte sehr viel von "Naturvölker-Ernährung".

    Deiner Meinung nach bringt also das Fermentieren von Reis nicht wirklich etwas?
    Hm... das höre/lese ich nun zum ersten Mal.

    In Afrika wird Hirse z.B. wie folgt zubereitet:
    24 Std. in Wasser einweichen und an einen warmen Ort stellen. Danach (evtl. mit frischem Wasser) mixen und noch einmal 24 Std. an einem warmen Ort stehen lassen. Am dritten Tag wird das ganze dann gekocht und gegessen.
    Ich halte auch sehr viel von Fermentation. Zum Beispiel lasse ich Hafer normalerweise mind. 24 Stunden im Wasser stehen. Dabei entsteht ein milchsaurer Geschmack, den ich ggf auch abspüle. Drei und je nach Temperaturen auch mehr Tage kann ich so Hafer einweichen und als Müsli verwenden. Erst vor zwei Tagen habe ich dazu über letzte Woche geschrieben: http://www.rohkostforum.net/threads/...ighlight=hafer

    Allerdings schreibst du hier von Kochkost.
    Es gibt einen klassischen Unterschied zwischen afrikanischer und westlicher Ernährung: Sie bezieht hauptsächlich Pflanzen ein. Übrigens können Sie damit nicht das Problem der Mangelernährung in Richtung Pellagra lösen.
    Süßgrasartigen wie Reis, Hirse etc sind ja bekanntermaßen nicht ganz komplett: In Bezug auf B-Vitamine (Niacin); Dann braucht es mehr Tryptophan (typischerweise deshalb sind auch exotische Früchtchen durchaus sehr beliebt bei Rohköstlern, sie sind im vergleich zu hier beheimateten Beeren reich an Tryptophan). Siehe auch hier: https://www.centrosan.com/Wissen/Fun...we_objectID=91

    Bei letzterm Link liest du auch, das Naturvölker Mais (auch Süßgrasartige) mit Kalk behandeln, um das Niacin herauslösen zu können aus seiner gebundenen Form um es aufnehmen zu können: http://flexikon.doccheck.com/de/Pellagra
    Ziel aller dieser Behandlungen ist hier nicht nur eine bessere Verwertung, sondern allgemein viel von einem einzelnen Lebensmittel essen zu können - weil nur dieses eine in wirklich großer Menge zur Verfügung steht.

    Also ein bißchen ein anderer Ansatzpunkt als das Rotieren von Lebensmitteln und das ggf besser verdaubar machen. Natürlich kommt das am Ende auf etwas Ähnliches heraus.

    Allerdings: Bei einer hauptsächlichen Mono-Ernährung eines einzelnen Lebensmittels spielt das erst eine große Rolle. Anders sieht es aus, wenn du das mit den Lebensmitteln vergleichst, die du von den Samen her generell bei der Rohkost rotieren kannst. Da ist Reis wirklich läppisch.

    Da heute Feiertag ist und ich morgens Lust auf zeichnen hatte, habe ich dir das herausgezeichnet (Bitte auf das Bild klicken um es zu vergrößern und lesen zu können).

    Da siehst du die VON - BIS Werte und ganz unten habe ich dir auch Zinkwerte, die gemessen wurden dazugeschrieben. Das Zink hilft hier auch - desto mehr Zink desto besser (siehe auch: http://books.google.at/books?id=y-p7...abelle&f=false)

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	phytinsäure+zink.jpg 
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Größe:	193,6 KB 
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    Außerdem kommt es auf deinen Vitamin D Spiegel an. Menschen in Afrika, die viel an der Sonne sind, können ggf tatsächlich mehr damit zurechtkommen als Europäer. Bei denen kursierten Krankheiten wie Pellagra ja extrem, als sich neue Lebensmittel wie Mais verbreiteten und ganze Landstriche als Bauern davon lebten - und eben leider nicht wußten, dass sie einem Mangel ausgesetzt wurden und ob und wie sie dem begegnen konnten. Dieses Problem gab es ja nicht bei Weizen oder Hafer.

    Und wenn du das Bild ansiehst, siehst du zusätzlich auch, warum ich ein Fan von Hafer bin in der Rohkost-Praxis. Auch in dieser Richtung.
    Abgesehen davon, dass er viel schneller weich wird als andere Getreide.

    Zurück zum Thema, warum es ganz gerne mit anderen Samen wie jenen der Schmetterlingsblütenartige/Hülsenfrüchtlern kombiniert wird - insbesondere bei pflanzenbetonter Ernährung:
    Süßgrasartigen geht meist etwas Lysin ab um vollwertig zu sein: http://nutritiondata.self.com/facts/...d-pasta/5706/2
    Und da kombinieren sich aus pflanzlicher Sicht eben die Schmetterlingsblütenartige/Hülsenfrüchtler besonders gut. Die aber teilweise gekocht werden müssen (Bohnen, Soja etc)
    Also wie bekannt, mischt man in der Kochkost gerne Mais und Bohnen aus diesem Grunde oder auch Soja und Reis/Weizen für Sojasauce, hier auch als gute Mikroorganismennahrung.

    Für die Rohkostpraxis siehst du allerdings in der Grafik oben auch, dass es da noch ganz andere Phytinsäurequellen gibt: Mandeln zum Beispiel, die häufig besonders hoch gelobt werden und für manche eine wichtige Grundlage der Küche darstellen (ich bevorzuge für Rohkost-Gourmetkost frische reife Kokosnüsse). Oder andere Nüsse. Macadamia und Haselnüsse haben hier übrigens auch weniger -> Einige der oben dargestellten Werte habe ich aus diesem Link: http://www.precisionnutrition.com/al...es-phytic-acid
    Der ist übrigens auch sonst ganz interessant zu lesen. Etwas (nicht zuviel) Phytinsäure ist nämlich durchaus positiv zu bewerten (Herz, Niere, Insulin [verlangsamt Kohlenhydrataufnahme!! was gut ist], u.a.)
    Nur durch Keimen bekommt man sie allerdings nicht ordentlich runter, fermentieren greift weiter ein.

    Ich hoffe du siehst anhand der Grafik und Information, dass Reis nicht der Bösewicht an sich ist, außer du willst dich jetzt hauptsächlich nur von Reis aufbauen.
    Der Gehalt an diversen Nährstoffen hängt meist mit dem Boden (und Lichtverhältnisse) zusammen. Generell ist es meist so, dass ärmerer Boden meist ungünstigere pflanzliche Begleitstoffe (auch zum eigenen Schutz oder zur Geringhaltung der Population von Tieren) enthält.

    Wenn du fermentierst, sind althergebrachte Kombinations-Fermentationen verbreitet.

    Im Buch "The Art of Fermentation" von Sandor Ellix Katz findest du folgende Stichworte mit sehr ausführlichen Anweisungen - auch in Richtung Kochkost:
    rice -> see also rice beer, amazaké, bran pickles, congee, fish ferments, hopper (pancakes), idli/dosa/dhokla, growing koji, Sierra rice, rice bran for skin care, rice syrup, rice for tempeh starter, rice in vegetable ferments, rice milk/syrup fermented with water kefir
    Bei rice beer -> see also saké, basic beer, eggs fermented in trao, mekgeolli sewwt potato, aging molded tofu

    Im Buch "wild fermentation" von Sandor Ellix Katz findest du zum Thema Reis Nepalese rice beer

    Meine eigenen Erfahrungen mit Reis sind, dass er sich schwer keimen läßt und ich genügend andere Kohlenhydratquellen habe, die ich lieber nütze als den sehr harten Reis weich zu bekommen. Dennoch hatte ich das auch schon gemacht. Eine relativ geschmacklose Angelegenheit. Letzteres wäre egal, wenn es nicht so lange dauern würde.

    Für manche sind ja selbst 24 Stunden warten schon zuviel Vorplanung
    Einmal dafür schon früher essen macht aber nichts. Als ich letzte Woche das erste Mal wieder Hafer aß, aß ich ihn auch nach relativ kurzer Einweichzeit. Erst am nächsten Tag war er dann super eingeweicht, so wie die nächsten Tage wo ich ja merkte, dass ich gerade Bedarf danach habe. Und wenn dann einmal eine Handvoll nicht gegessen wird, ist nicht viel Geld verloren.
    Übrigens, bei meiner schnellen Verdauung merkte ich dann, dass der erste Hafer am nächsten Tag natürlich nicht ganz gekaut wurde von mir. Ein paar Körner kamen leicht angekeimt heraus *lol*
    Naja, ich hoffe diese kleine Anektote verdirbt dir nicht den Appetit. Aber Hafer ist mir viel gefälliger.

    Ich würde mich freuen, wenn du etwas mit Reis probierst, evtl findest du auch im Web Rezepte unter den oben angeführten Stichworten und läßt dich weiter inspirieren: Bitte berichte uns!

    Liebe Grüße
    Angelika
    Geändert von Angelika (08.12.14 um 13:54 Uhr)

  5. #5
    Dattelkern
    Guest
    Reis fermentieren funktioniert nicht. Der bleibt auch nach 3 Tagen im Einweichwasser steinhart und ungenießbar.


    Dattelkern

  6. #6
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    Stimmt, bei Reis dauert das länger. Allerdings werden für zahlreiche Fermentationsmethoden auch mechanische Verfahren dazu angewandt: Also einfach gesagt, nicht zu lange eingeweicht und dann mit Mixer zu Brei verarbeitet. Und dann wird in dem Fall ganz gerne eine Flüssigkeit dazugegeben, wo schon Mikroorganismen drin sind. Toddy (gärenden Saft der Kokosnuss Blume, der ein wenig wie Apfelwein schmeckt), Sauerteig-Mikroorganismen oder Hefe. Ich würde einfach was vom Sauerkrautwasser reingeben oder vom selbst gemachten Essig. Oder andere wieder kaufen sich Mikroorganismen (Fermente), z.B. in der Apotheke, beim Käsereibedarf oder wie es sie derzeit auch schon im Rohkost-Handel gibt.
    Ich habe bisher nie was dazugegeben, bei Reis geht es dann sicher schneller.

  7. #7
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Uff, so viele Infos... dabei wollte ich doch im Grunde nur Reis fermentieren. *lol*
    Danke vielmals für all deine Mühe!

    Zitat Zitat von Angelika
    Liebe Mela, das klingt ja furchtbar. Ich kann mich erinnern, wir hatten zuletzt kommuniziert, dass du einen äußerst geringen BMI hast und auch zu diesem Zwecke im Krankenhaus warst. Ich hoffe, es geht dir inzwischen bei allen Themen besser.
    Im Hinblick auf deine Frage betreffend Fermentation von Reis bin ich etwas vorsichtig, deshalb habe ich dich zuerst gefragt, worum es dir dabei geht. Meine Vermutung ging schon in die Richtung, dass es dir um Kochkost und Kohlenhydrate-Aufbau geht, der sich nun bestätigt.
    Der Unfall ereignete sich kurz nach der Entlassung aus dem KH. Meine Mutter holte mich von Wien ab und auf der Nachhausefahrt passierte auf der Autobahn bei Melk dann der Unfall. Dann ging's gleich wieder mit dem Heli ins KH... allerdings nach St.Pölten, nicht wieder nach Wien.
    Der Bmi ist nicht mehr ganz so niedrig, aber trotzdem noch verdammt niedrig. Ich wiege jetzt etwa 3 kg mehr als zuvor.

    Deine Frage hast du allerdings im omnivoren, nicht der Rubrik mit Kochkostanteil gestellt. Auch deshalb fragte ich sicherheitshalber nach.
    Bitte beachte dabei, meine Antworten betreffen *immer* Rohkostpraxis.
    Anders als bei der Kochkost ist hier ein jonglieren, ein abwechseln verschiedener Kohlenhydrate das Um und Auf (derzeit aktuell bei mir: Hafer, Johanniskernbrot/Carob, Kochbanane/Plante [roh fertig gereift, typischer geringer Histamin Gehalt im Vergleich zu anderen Bananen]).
    Fermentieren an sich hat ja nichts mit Kochkost zu tun, deshalb dachte ich, die Frage würde hier passen...
    Um ein Abwechseln bin ich natürlich sehr bemüht, also es gibt nicht jeden Tag Reis. Aber wenn es ihn mal gibt, so wie heute Abend, dann gleich mal eine "gscheite Portion".
    Kochbananen esse ich übrigens auch gerne und kommen auch öfters auf den Tisch bzw. ins Mäulchen. Und Hafer gab es kürzlich bei mir auch und war sehr lecker.

    Du hast sicher schon gemerkt, dass du manches in größerer Menge roh essen kannst, anderes kaum. Und du wirst auch säuerliche, bitterere oder auch neutrale Geschmäcker wahrgenommen haben.
    Jap, hab ich.

    Ich halte auch sehr viel von Fermentation. Zum Beispiel lasse ich Hafer normalerweise mind. 24 Stunden im Wasser stehen. Dabei entsteht ein milchsaurer Geschmack, den ich ggf auch abspüle. Drei und je nach Temperaturen auch mehr Tage kann ich so Hafer einweichen und als Müsli verwenden. Erst vor zwei Tagen habe ich dazu über letzte Woche geschrieben: http://www.rohkostforum.net/threads/...ighlight=hafer
    Danke, habe es gelesen.

    Es gibt einen klassischen Unterschied zwischen afrikanischer und westlicher Ernährung: Sie bezieht hauptsächlich Pflanzen ein. Übrigens können Sie damit nicht das Problem der Mangelernährung in Richtung Pellagra lösen.
    Süßgrasartigen wie Reis, Hirse etc sind ja bekanntermaßen nicht ganz komplett: In Bezug auf B-Vitamine (Niacin); Dann braucht es mehr Tryptophan (typischerweise deshalb sind auch exotische Früchtchen durchaus sehr beliebt bei Rohköstlern, sie sind im vergleich zu hier beheimateten Beeren reich an Tryptophan). Siehe auch hier: https://www.centrosan.com/Wissen/Fun...we_objectID=91

    Bei letzterm Link liest du auch, das Naturvölker Mais (auch Süßgrasartige) mit Kalk behandeln, um das Niacin herauslösen zu können aus seiner gebundenen Form um es aufnehmen zu können: http://flexikon.doccheck.com/de/Pellagra
    Ziel aller dieser Behandlungen ist hier nicht nur eine bessere Verwertung, sondern allgemein viel von einem einzelnen Lebensmittel essen zu können - weil nur dieses eine in wirklich großer Menge zur Verfügung steht.

    Also ein bißchen ein anderer Ansatzpunkt als das Rotieren von Lebensmitteln und das ggf besser verdaubar machen. Natürlich kommt das am Ende auf etwas Ähnliches heraus.

    Allerdings: Bei einer hauptsächlichen Mono-Ernährung eines einzelnen Lebensmittels spielt das erst eine große Rolle. Anders sieht es aus, wenn du das mit den Lebensmitteln vergleichst, die du von den Samen her generell bei der Rohkost rotieren kannst. Da ist Reis wirklich läppisch.

    Da heute Feiertag ist und ich morgens Lust auf zeichnen hatte, habe ich dir das herausgezeichnet (Bitte auf das Bild klicken um es zu vergrößern und lesen zu können).

    Da siehst du die VON - BIS Werte und ganz unten habe ich dir auch Zinkwerte, die gemessen wurden dazugeschrieben. Das Zink hilft hier auch - desto mehr Zink desto besser (siehe auch: http://books.google.at/books?id=y-p7...abelle&f=false)

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	phytinsäure+zink.jpg 
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    Außerdem kommt es auf deinen Vitamin D Spiegel an. Menschen in Afrika, die viel an der Sonne sind, können ggf tatsächlich mehr damit zurechtkommen als Europäer. Bei denen kursierten Krankheiten wie Pellagra ja extrem, als sich neue Lebensmittel wie Mais verbreiteten und ganze Landstriche als Bauern davon lebten - und eben leider nicht wußten, dass sie einem Mangel ausgesetzt wurden und ob und wie sie dem begegnen konnten. Dieses Problem gab es ja nicht bei Weizen oder Hafer.

    Und wenn du das Bild ansiehst, siehst du zusätzlich auch, warum ich ein Fan von Hafer bin in der Rohkost-Praxis. Auch in dieser Richtung.
    Abgesehen davon, dass er viel schneller weich wird als andere Getreide.

    Zurück zum Thema, warum es ganz gerne mit anderen Samen wie jenen der Schmetterlingsblütenartige/Hülsenfrüchtlern kombiniert wird - insbesondere bei pflanzenbetonter Ernährung:
    Süßgrasartigen geht meist etwas Lysin ab um vollwertig zu sein: http://nutritiondata.self.com/facts/...d-pasta/5706/2
    Und da kombinieren sich aus pflanzlicher Sicht eben die Schmetterlingsblütenartige/Hülsenfrüchtler besonders gut. Die aber teilweise gekocht werden müssen (Bohnen, Soja etc)
    Also wie bekannt, mischt man in der Kochkost gerne Mais und Bohnen aus diesem Grunde oder auch Soja und Reis/Weizen für Sojasauce, hier auch als gute Mikroorganismennahrung.
    Vielen Dank für die vielen Informationen. Die Links habe ich gelesen, aber das Bild konnte ich leider nicht öffnen. Es kommt eine Meldung, dass ich kein Zugriffsrecht darauf habe. Ich habe es halt stark vergrößert, konnte aber leider nicht alles entziffern.

    Natürlich haben Menschen in Afrika oder anderen ärmeren Ländern noch viele andere (gute) Gründe, um Getreide zu fermentieren. Aber mir ging es halt mal in erster Linie um die Phytinsäure. Aber anhand deiner Zeichnung sieht man wirklich gut, dass Reis im Vergleich zu Mandeln läppisch ist vom Phytinsäuregehalt her.

    Das mit dem Kombinieren von Reis mit z.B. Bohnen habe ich schon sehr oft gehört, früher auch selber gemacht, aber momentan mache ich eigentlich keine solchen Kombis... Den Vollkorn-Basmati, den ich heute Abend beispielsweise aß, aß ich mit Grünkohl, Zucchini, Karotten, Salat, Gurke, Hanföl und Anis-Samen.

    Für die Rohkostpraxis siehst du allerdings in der Grafik oben auch, dass es da noch ganz andere Phytinsäurequellen gibt: Mandeln zum Beispiel, die häufig besonders hoch gelobt werden und für manche eine wichtige Grundlage der Küche darstellen (ich bevorzuge für Rohkost-Gourmetkost frische reife Kokosnüsse). Oder andere Nüsse. Macadamia und Haselnüsse haben hier übrigens auch weniger -> Einige der oben dargestellten Werte habe ich aus diesem Link: http://www.precisionnutrition.com/al...es-phytic-acid
    Der ist übrigens auch sonst ganz interessant zu lesen. Etwas (nicht zuviel) Phytinsäure ist nämlich durchaus positiv zu bewerten (Herz, Niere, Insulin [verlangsamt Kohlenhydrataufnahme!! was gut ist], u.a.)
    Nur durch Keimen bekommt man sie allerdings nicht ordentlich runter, fermentieren greift weiter ein.
    Der Link war auch interessant, auch wenn ich nicht alles übersetzen konnte.

    Ich hoffe du siehst anhand der Grafik und Information, dass Reis nicht der Bösewicht an sich ist, außer du willst dich jetzt hauptsächlich nur von Reis aufbauen.
    Der Gehalt an diversen Nährstoffen hängt meist mit dem Boden (und Lichtverhältnisse) zusammen. Generell ist es meist so, dass ärmerer Boden meist ungünstigere pflanzliche Begleitstoffe (auch zum eigenen Schutz oder zur Geringhaltung der Population von Tieren) enthält.

    Wenn du fermentierst, sind althergebrachte Kombinations-Fermentationen verbreitet.

    Im Buch "The Art of Fermentation" von Sandor Ellix Katz findest du folgende Stichworte mit sehr ausführlichen Anweisungen - auch in Richtung Kochkost:
    rice -> see also rice beer, amazaké, bran pickles, congee, fish ferments, hopper (pancakes), idli/dosa/dhokla, growing koji, Sierra rice, rice bran for skin care, rice syrup, rice for tempeh starter, rice in vegetable ferments, rice milk/syrup fermented with water kefir
    Bei rice beer -> see also saké, basic beer, eggs fermented in trao, mekgeolli sewwt potato, aging molded tofu

    Im Buch "wild fermentation" von Sandor Ellix Katz findest du zum Thema Reis Nepalese rice beer

    Meine eigenen Erfahrungen mit Reis sind, dass er sich schwer keimen läßt und ich genügend andere Kohlenhydratquellen habe, die ich lieber nütze als den sehr harten Reis weich zu bekommen. Dennoch hatte ich das auch schon gemacht. Eine relativ geschmacklose Angelegenheit. Letzteres wäre egal, wenn es nicht so lange dauern würde.
    Also zum Keimen habe ich Reis noch nie gebracht... nur zum Schimmeln. *lol*
    Wie hast du das angestellt???
    Für manche sind ja selbst 24 Stunden warten schon zuviel Vorplanung
    Einmal dafür schon früher essen macht aber nichts. Als ich letzte Woche das erste Mal wieder Hafer aß, aß ich ihn auch nach relativ kurzer Einweichzeit. Erst am nächsten Tag war er dann super eingeweicht, so wie die nächsten Tage wo ich ja merkte, dass ich gerade Bedarf danach habe. Und wenn dann einmal eine Handvoll nicht gegessen wird, ist nicht viel Geld verloren.
    Übrigens, bei meiner schnellen Verdauung merkte ich dann, dass der erste Hafer am nächsten Tag natürlich nicht ganz gekaut wurde von mir. Ein paar Körner kamen leicht angekeimt heraus *lol*
    Naja, ich hoffe diese kleine Anektote verdirbt dir nicht den Appetit. Aber Hafer ist mir viel gefälliger.
    Nein, keine Sorge, es hat mir nicht den Appetit verdorben. Bei mir ist da auch schon allerhand wieder zum Vorschein gekommen. *lol*

    Ich würde mich freuen, wenn du etwas mit Reis probierst, evtl findest du auch im Web Rezepte unter den oben angeführten Stichworten und läßt dich weiter inspirieren: Bitte berichte uns!

    Liebe Grüße
    Angelika
    Also ich kann schon folgendes berichten:
    Vor 2 Tagen habe ich mir 100g Vollkorn-Basmati eingeweicht. Nach 24 Std. habe ich das Wasser mal gewechselt. (Muss man eigentlich Wasser wechseln? Oder soll man das eh nicht machen? Wechselst du es?) Nach 48 Std. (heute Abend) hat sich immer noch nichts getan und war hart. Er roch aber sehr gut. Ich habe ihn deshalb gekocht (mit weniger Wasser als bei der herkömmlichen Reiszubereitung), wobei die Kochzeit erheblich kürzer war.

  8. #8
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    Servus,

    klar braucht es weniger Kochzeit wenn du eingeweichte Samen verwendest

    Ich hoffe, du konntest mit den Infos trotzdem was anfangen.
    Heute morgen kam mir dieser Witz wieder in den Sinn:

    Manager trifft Ingenieur

    Ein Mann fährt in einem Heißluftballon als er feststellt, dass er die Orientierung verloren hat. Plötzlich erblickt er am Boden einen Mann. Daraufhin lässt er den Ballon etwas sinken und ruft: "Entschuldigung, können Sie mir helfe? Ich habe einem Freund versprochen, ihn vor einer Stunden zu treffen, aber ich weiß nicht, wo ich bin." Der Mann am Boden sagt: "Ja, Sie befinden sich in einem Heißluftballon. Ihre Position ist zwischen 39 und 40 Grad nördlicher Breite, und zwischen 10 und 12 Grad östlicher Länge."
    "Sie müssen wohl Ingenieur sein", ruft der Ballonfahrer herunter.
    "Das bin ich!", antwortet der Mann. "Aber wie kommen Sie darauf?"
    "Sehen Sie", sagt der Ballonfahrer, "alles, was Sie mir gesagt haben, ist absolut korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit Ihren Informationen anfangen soll - ich weiß immer noch nicht, wo ich bin."
    Der Ingenieur sagt hierauf: "Dann müssen Sie ein Manager sein."
    "Bin ich.", antwortet der Ballonfahrer etwas verblüfft, "Nur, wie kommen Sie darauf?"
    Der Ingenieur sagt: "Ganz einfach: Sie wissen nicht, wo Sie sind, oder wohin Sie gehen. Sie haben ein Versprechen gegeben, von dem Sie keine Ahnung haben, wie Sie es einhalten können, und Sie erwarten, dass ich Ihnen dieses Problem löse. Tatsache ist: Sie befinden sich in exakt derselben Position, in der Sie waren, bevor wir uns getroffen haben, aber irgendwie ist jetzt alles meine Schuld."

  9. #9
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Guter Witz.
    Und gut, dass ich kein Manager bin.

    Ja, es war auf jeden Fall etwas dabei, womit ich was anfangen kann!

    Könntest du mir aber noch verraten, ob du nach dem Einweichen mal das Wasser wechselst? Denn mit einem Wasserwechsel würde man ja die "Fermentationsbakterien" weg schütten oder?

  10. #10
    Administrator Avatar von Angelika
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    Zitat Zitat von Mela Beitrag anzeigen
    Guter Witz.
    Und gut, dass ich kein Manager bin.
    Ja. Wobei der Witz dann gerne auch umgelegt wird auf Kommunikation zwischen Mann und Frau.

    In Wirklichkeit sind diese Rollen nicht immer geschlechtsspezifisch. Die einen spezialisieren sich auf das eine, die anderen auf etwas anderes.
    Für manche ist das Erkennen der Matrix, das Erkennen was uns leitet und lenkt (und ob wir dem ausgeliefert sind oder nicht) schlicht auf den ersten Eindruck hin zuviel Arbeit, weil sie von zuviel anderem Wissensballast beladen sind, der sie ablenkt.

    Gerne wird dann gesagt - du das interessiert mich einfach nicht. Es kann dann so gehen, umgelegt einen anderen Bereich:

    Eine nahe Anverwandte wollte sich perdu nicht mit einem Gerät auskennen. Ihr zu erklären, wo und wie sie Einstellwerte verändern kann war ihr ein Gräuel. Bis sie erkannte, dass sie durch das Erkennen, wo und wie sie 5 Einstellungen selbst variieren kann, teure Technikerkosten, hohe Betriebskosten und nicht zuletzt Ärger mit unpassenden Einstellungen einsparen kann.
    Jetzt ist sie selbst Herr über ihr Gerät ;-)

    Zitat Zitat von Mela Beitrag anzeigen
    Ja, es war auf jeden Fall etwas dabei, womit ich was anfangen kann!

    Könntest du mir aber noch verraten, ob du nach dem Einweichen mal das Wasser wechselst? Denn mit einem Wasserwechsel würde man ja die "Fermentationsbakterien" weg schütten oder?
    Das kommt ganz darauf an, was du von den vielen Möglichkeiten, die ich dir oben genannt habe, machst.

    (1) Läßt du die Körner ganz, wirst du keine Mikroorganismen beifügen. Vorausgesetzt das Korn wird aufgrund der Umgebungsfaktoren rechtzeitig weich und es schimmelt nicht (falsche Mikroorganismen durch ungeeignetes Umfeld), kannst du die Körner nach einer Zeit auch abspülen, weil sie sich ja längst IN die Körper einbetten. Die Stoffwechselprodukten kannst du dann getrost abschütten.
    Das ist meine bevorzugte Vorgangsweise, die ich nicht nur bei Hafer sondern auch bei fermentiertem Gemüse anwende.
    Dessen Saft ich auch zum Ansetzen neuer Fermentationen nehmen kann.

    (2) Zerkleinerst du die Körner bzw das Material durch Mixen und fügst dann die Mikroorganismen zu, kannst du nicht abschütten. Dann hast du halt alles, Mikroorganismen plus deren Stoffwechselprodukte.
    Anwendung ist typischerweise auch sowas wie Käse, selbst bei veganer Rohkost.
    Oder du nimmst sowas wie einen Pilz (Kefir), den du rausnimmst und an sich immer neu impfst.

    (3) Du kannst natürlich auch Mikroorganismen zu ganzen Körnern geben und erst nach einer Zeit abschütten, wenn die schon drin sind.

    Liebe Grüße
    Angelika

  11. #11
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    Hi, kurz per Handy. Du hast oben gefragt wie ich Reis zum Keimen brachte. Ich nahm dazu Reis von Orkos, weichte ich zuerst 1 Tag ein und dann spuelte ich jeden Tag in einem Glas mit Siebdeckel zum auf den Kopf stellen wie ich es in diesem Beitrag als Foto zeigte (der Beitrag ist länger, such ggf per Strg+F nach dem Wort Reis): http://www.rohkostforum.net/threads/...ull=1#post8290

  12. #12
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Zitat Zitat von Angelika
    Für manche ist das Erkennen der Matrix, das Erkennen was uns leitet und lenkt (und ob wir dem ausgeliefert sind oder nicht) schlicht auf den ersten Eindruck hin zuviel Arbeit, weil sie von zuviel anderem Wissensballast beladen sind, der sie ablenkt.

    Gerne wird dann gesagt - du das interessiert mich einfach nicht. Es kann dann so gehen, umgelegt einen anderen Bereich:

    Eine nahe Anverwandte wollte sich perdu nicht mit einem Gerät auskennen. Ihr zu erklären, wo und wie sie Einstellwerte verändern kann war ihr ein Gräuel. Bis sie erkannte, dass sie durch das Erkennen, wo und wie sie 5 Einstellungen selbst variieren kann, teure Technikerkosten, hohe Betriebskosten und nicht zuletzt Ärger mit unpassenden Einstellungen einsparen kann.
    Jetzt ist sie selbst Herr über ihr Gerät ;-)
    Ja, ich weiß genau was du meinst. Und ich gestehe mir da auch ein, dass ich solche Situationen auch von mir kenne.

    Das kommt ganz darauf an, was du von den vielen Möglichkeiten, die ich dir oben genannt habe, machst.

    (1) Läßt du die Körner ganz, wirst du keine Mikroorganismen beifügen. Vorausgesetzt das Korn wird aufgrund der Umgebungsfaktoren rechtzeitig weich und es schimmelt nicht (falsche Mikroorganismen durch ungeeignetes Umfeld), kannst du die Körner nach einer Zeit auch abspülen, weil sie sich ja längst IN die Körper einbetten. Die Stoffwechselprodukten kannst du dann getrost abschütten.
    Das ist meine bevorzugte Vorgangsweise, die ich nicht nur bei Hafer sondern auch bei fermentiertem Gemüse anwende.
    Dessen Saft ich auch zum Ansetzen neuer Fermentationen nehmen kann.

    (2) Zerkleinerst du die Körner bzw das Material durch Mixen und fügst dann die Mikroorganismen zu, kannst du nicht abschütten. Dann hast du halt alles, Mikroorganismen plus deren Stoffwechselprodukte.
    Anwendung ist typischerweise auch sowas wie Käse, selbst bei veganer Rohkost.
    Oder du nimmst sowas wie einen Pilz (Kefir), den du rausnimmst und an sich immer neu impfst.

    (3) Du kannst natürlich auch Mikroorganismen zu ganzen Körnern geben und erst nach einer Zeit abschütten, wenn die schon drin sind.

    Liebe Grüße
    Angelika
    Nun, ich dachte es mir so, dass ich halt einfach mal fermentiere und dann entscheide, ob ich es roh esse oder vorher noch koche oder vielleicht beides.
    Gestern Abend beispielsweise hatte ich Nackthafer. Er war bereits 24 Std. eingeweicht und ich hab dann einen Teil roh und einen Teil gekocht gegessen. War beides lecker. Dazu einen riesigen (!) Gemüseberg. Auch teils roh, teils gedämpft.

    Hm... Wenn ich also mixe, darf ich das Wasser nicht wechseln bzw. muss ich Mikroorganismen hinzufügen? Bei der von mir oben beschriebenen afrikanischen Methode mit Hirse wird nämlich auch nix dazu gegeben...

    Liebe Grüße

  13. #13
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Zitat Zitat von Angelika Beitrag anzeigen
    Hi, kurz per Handy. Du hast oben gefragt wie ich Reis zum Keimen brachte. Ich nahm dazu Reis von Orkos, weichte ich zuerst 1 Tag ein und dann spuelte ich jeden Tag in einem Glas mit Siebdeckel zum auf den Kopf stellen wie ich es in diesem Beitrag als Foto zeigte (der Beitrag ist länger, such ggf per Strg+F nach dem Wort Reis): http://www.rohkostforum.net/threads/...ull=1#post8290
    Danke. Vielleicht schaff ich das auch mal. Der restliche Text des Links war übrigens auch sehr informativ, manches wusste ich schon, manches war mir neu.

  14. #14
    Administrator Avatar von Angelika
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    Zitat Zitat von Mela Beitrag anzeigen
    Hm... Wenn ich also mixe, darf ich das Wasser nicht wechseln bzw. muss ich Mikroorganismen hinzufügen? Bei der von mir oben beschriebenen afrikanischen Methode mit Hirse wird nämlich auch nix dazu gegeben...
    Liebe Mela,

    ich kenne dein Rezept, das du von wo hast nicht, also weiß ich nicht was dort gemacht wird.

    Betreffend dem mixen: Hier ist gemeint, einen Mixer zu benutzen. Du hast also eine Masse vor dir. Eine Mischung aus Samen und Wasser, die sich nun physikalisch nicht mehr trennen läßt. Außer du läßt es abstehen, was aber länger als 24 Stunden dauern würde wenn überhaupt möglich (wegen emulgierenden Inhaltsstoffen).

    Also wenn du nun so eine Masse vor dir hast, stelle dir nun bitte sowas wie einen Brei ohne feste Bestandteile vor, wie willst du da das Wasser darin wechseln?

  15. #15
    Urwaldriese Avatar von Mela
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    Zitat Zitat von Angelika
    Also wenn du nun so eine Masse vor dir hast, stelle dir nun bitte sowas wie einen Brei ohne feste Bestandteile vor, wie willst du da das Wasser darin wechseln?
    Entschuldige, ich habe mich zu unklar ausgedrückt. Ich meinte natürlich VOR DEM MIXEN Wasser wechseln.

    Es ist eigentlich schon das ganze Rezept, also die Hirse wird nur 24h eingeweicht, dann gemixt (vorher steht im Text: "eventuell" Wasser wechseln, deshalb weiß ich nun nicht, ob ja oder nein bzw. was "besser" wäre) und wieder 24h an einem warmen Ort stehen gelassen (ohne Mikroorganismen) und am dritten Tag wird der Brei gekocht und gegessen. Natürlich kann man was dazu essen, sofern man etwas zur Verfügung hat, denn in Afrika ist das wohl nicht immer der Fall, sondern man ist schon froh, wenn man überhaupt Hirse hat...

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