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Thema: Ökologische/Ökonomische Aspekte im Verlgeich (Omnivor vs. Vegan)

  1. #1
    Samenkorn
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    Ökologische/Ökonomische Aspekte im Verlgeich (Omnivor vs. Vegan)

    Zitat Zitat von Angelika
    Dabei ist es ökonomisch und ökologisch vorteilhafter regional, saisonal omnivor zu leben.
    Mir sind die ökologischen Aspekte der Rohkosternährung ein grosses Anliegen. Ich denke eine saisonale/regionale Rohkosternährung ist in jedem Fall (rein pflanzliche oder mit tierischen Produkten) ökologisch sehr schonend für unseren Planeten.

    Natürlich gibts feine Unterschiede da z.B. eine Kuh mehr Treibhausgase produziert als keine Kuh. Dafür wandelt eine Weide für extensive Tierhaltung warscheinlich mehr CO2 in Sauerstoff um als ein Gemüsegarten. Wenn auf einer Weide Obstbäume stehen werden gleichzeitig riesige Mengen an pflanzlichen Kalorien und Sauerstoff produziert. Diese individuell varierenden Parameter in der Ökobilanz halte ich persönlich nicht für berechenbar und ausserdem für irrelevant. Vorteile einer omnivoren Ernährung kann ich beim besten Willen nicht erkennen.

    Kannst du mich bitte über Aspekte aufklären welche ich möglicherweise nicht bedacht habe?

  2. #2
    Dattelkern
    Guest
    Zitat Zitat von ZiuTyr Beitrag anzeigen
    Mir sind die ökologischen Aspekte der Rohkosternährung ein grosses Anliegen. Ich denke eine saisonale/regionale Rohkosternährung ist in jedem Fall (rein pflanzliche oder mit tierischen Produkten) ökologisch sehr schonend für unseren Planeten.
    Am "ökologischsten" dürfte der sibirische Waldschrat leben, der sich fast ausschließlich von selbstgejagtem Fisch und Fleisch ernährt.

    Zitat Zitat von ZiuTyr Beitrag anzeigen
    Natürlich gibts feine Unterschiede da z.B. eine Kuh mehr Treibhausgase produziert als keine Kuh.
    Noch so´n veganes Märchen. Die Co2-"Produktion" einer Kuh ist im Endeffekt ein Nullsummenspiel. Es kann nämlich immer nur so viel an Co2 durch die Verdauung freigesetzt werden, wie vorher in der Pflanzenmasse gespeichert war : http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffzyklus

    Eine Kuh (oder sonstiges Tier) kann also in Wirklichkeit gar kein Co2 erzeugen.



    Dattelkern

  3. #3
    Dattelkern
    Guest
    Zitat Zitat von Bob Beitrag anzeigen
    Das ist fast richtig aber was ist mit dem pösen ausgerülpsten Methan und Lachgas?
    Methan gehört zum o.g. Kohlenstoffkreislauf.

    Lachgas gehört zum sog. Stickstoffkreislauf. Das ist ebenfalls ein Nullsummenspiel, wenn man mal von der mengenmässig winzigen Neubildung von organischen Stickstoffverbindungen durch Knöllchenbakterien (Leguminosen) absieht.

    Die momentan gigantische Freisetzung von angeblich klimarelevanten Co-Verbindungen resultiert fast ausschließlich aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen.



    Dattelkern

  4. #4
    Dattelkern
    Guest
    Zitat Zitat von Bob Beitrag anzeigen
    Methan wird aber nunmal in einem nicht unerheblichen Maße von Kühen ausgerülpst und trägt damit zur Klimaerwärmung bei:
    Oh Herr...wie oft noch ?

    Wenn diejenige Biomasse, welche das Methan im Verdauungstrackt einer Kuh (oder auch eines Menschen) freisetzt, in der freien Natur einfach so "absterben" und verotten würde, hättest du exakt die gleiche Menge Methan.

    Ist also gehoppst wie gesprungen ob im Verdaungstrackt oder z.B. durch Bakterien im Komosthaufen. In der Summe kann nur das an an Co2-Äquivalent (aus Methan) freigesetzt werden, was in den Pflanzen sowieso schon enthalten ist. Nämlich das, was beim Wachsen der Pflanze durch Photosynthese aus der Atmosphäre entnommen wurde. Da wird nix zusätzlich "erzeugt" !


    Ist das denn so schwer zu verstehen ?


    Dattelkern

    P.S.: Außerdem sind deine Quellen Murks. Seit 1990 hat es sicher keinen Rückgang der Tierbestände in Deutschland gegeben. Das Gegenteil dürfte der Fall sein.
    Geändert von Dattelkern (07.10.14 um 13:57 Uhr)

  5. #5
    Dattelkern
    Guest
    Zitat Zitat von Bob Beitrag anzeigen
    Seit wann hat ein Komposthaufen mehrere Mägen und die gleichen Bakterien zum Abbau und Ausscheidung, Dattelkern?
    Vollkommen schnuppe...du kannst nicht mehr Kohlenstoffatome aus den Pflanzen rausholen (in Form von Co2 oder Methan) als drin sind.

    Wird zu viel oder zur falschen Zeit gedüngt, kann der Stickstoff von den Nutzpflanzen nicht vollständig aufgenommen werden und gerät in die Umwelt. Ein Teil des Stickstoff-Überschusses wird dabei als Lachgas in die Atmosphäre freigesetzt.
    Ja nee, iss klar...die Umwelt ist dann wohl ein einziger großer Pansen...

    Durch die Intensivierung der Landwirtschaft ist die Verwendung von Kunstdünger massiv gestiegen: von elf Millionen Tonnen Stickstoff im Jahr 1960 auf 91 Millionen Tonnen in 2004. (Angaben des Düngemittelhersteller-Verbandes IFA.)
    Wir reden hier als Rohköstler über möglichst naturnah gehaltene Rinder und andere Wiederkäuer, oder ? Also grasfeed...der Einsatz von Kunstdünger dürfte da gegen Null gehen.

    Bobbilein...du musst in deinem Co2-Wahn immer schön unterscheiden zwischen dem natürlichen Kohlenstoffkreislauf, den es seit zig Millionen Jahren zur allseitigen Erquickung gibt, und zwischem dem menschengemachten Abgasen aus fossilen Brennstoffen. Zur Erinnerung : Der Mensch verbrennt in einem Jahr ungefähr soviel Erdöl wie sich in einer Million Jahren gebildet hat.


    Zitat Zitat von Bob Beitrag anzeigen
    Na Du dürftest es wahrscheinlich besser wissen als das Bundesumweltamt

    Bestandsaufbau auch in der Rinderhaltung: Die bestehenden 262 Ställe wollen die Tierhalter um elf neue oder bereits gebaute aber nicht in Betrieb gegangene Anlagen erweitern – für 10 500 Tiere.
    http://www.svz.de/mv-uebersicht/mv-w...id6379686.html


    Schweine*bestand in Deutschland weiter gestiegen

    Wiesbaden - Zum Stichtag 3. November 2012 wurden in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 28,3 Millionen Schweine gehalten.

    http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Tier/Schweine-bestand-Deutschland_article1357796793.html

    Deutschland exportiert mehr Fleisch

    Berlin - Die Exporte von Fleisch und Fleischprodukten aus Deutschland sind stark gestiegen.


    http://www.proplanta.de/Agrar-Nachri...346409214.html


    Dattekern (glaubt nicht mehr so ganz an einen menschengemachten Klimawandel. Aber wenn es den doch geben sollte, dann soll er mal einen Zahn zulegen, ihm ist im Winter sowieso immer zu kalt.

  6. #6
    Samenkorn
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    Zitat Zitat von Bob Beitrag anzeigen
    Hallo Ziu,
    kannst Du uns erstmal erklären was Du überhaupt genau wissen willst? Ich verstehe nur diese "Frage":

    Sie ist die Art der Ernährung die der "Homo" schon immer gegessen hat -regional/saisonal und ohne Flugzeuge und Schiffe. Willst Du alle Weiden in Obstlandschaften verwandeln und die Menschen ausschließlich frugan ernähren oder wie? Das geht nämlich nicht regional/saisonal ohne Flugzeuge, Schiffe, klimatisierte Gewächshäuser, Bewässerungsanlagen, Licht (Strom) künstlich hergestellten Dunk ect. und natürlich die Herstellung von Supplementierungen...

    Edit: Dazu kommt das eine rein frugane Ernährung ohne "Chemiefabriken" nicht funktionieren kann ohne Zusätze, hint: B12, Mineralstoffe aller Art, Fette, Proteine ect. pp.


    beste Grüße
    Bob
    Der gesundheitlichen Vorteile einer omnivoren Ernährung (sowie deren Natürlichkeit) bzw. der ethischen Vorteile einer rein pflanzlichen Ernährungen (sowie deren Unnatürlichkeit) bin ich mir bewusst, meine Frage bezieht sich einzig und allein auf die ökologischen Aspekte.

    Eine rein pflanzliche Rohkosternährung ist problemlos ohne 6 von deinen 7 Einwänden möglich. Warst du schon mal in den Tropen? Das dies nicht für die gesamte heutige Weltbevölkerung umsetzbar ist steht ausser Frage, aber eine rohköstliche Welt ist eh utopisch.

    Ohne B12 (und warscheinlich auch K2 MK7) gehts tatsächlich nicht, aber alle anderen Nährstoffe können bei guter Planung durchaus durch rohe pflanzliche Lebensmittel aufgenommen werden.



    Zitat Zitat von Dattelkern Beitrag anzeigen
    Am "ökologischsten" dürfte der sibirische Waldschrat leben, der sich fast ausschließlich von selbstgejagtem Fisch und Fleisch ernährt.

    Noch so´n veganes Märchen. Die Co2-"Produktion" einer Kuh ist im Endeffekt ein Nullsummenspiel. Es kann nämlich immer nur so viel an Co2 durch die Verdauung freigesetzt werden, wie vorher in der Pflanzenmasse gespeichert war : http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffzyklus

    Eine Kuh (oder sonstiges Tier) kann also in Wirklichkeit gar kein Co2 erzeugen.

    Dattelkern
    Inwiefern ist die Ernährung deines Waldschrats ökologischer als einer Ernährung aus selbstgepflückten Früchten und Blättern (+winzige Mengen von Bakterien produzierter Substanzen)?

    Die Co2-"Produktion" eines Autos ist im Endeffekt ein Nullsummenspiel. Es kann nämlich immer nur so viel an Co2 durch die Verbrennung freigesetzt werden, wie vorher in der Erdölmasse gespeichert war.

    Im Prinzip macht die Kuh doch genau das gleiche wie ein Auto: Kohlenstoff der vorher in organischer Materie (lebend oder tot) gespeichert war an die Atmosphäre abgeben.

    Zitat Zitat von Dattelkern Beitrag anzeigen
    Dattekern (glaubt nicht mehr so ganz an einen menschengemachten Klimawandel.
    Ist das dein Ernst?

  7. #7
    Bäumchen Avatar von Harry
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    Hallo Dattelkern & Bob,

    schätze ihr beiden kennt die Vorgeschichte / Diskussion im Facebook nicht, die dazu führte, dass ZiuTyr den Faden hier eröffnete und die Frage explizit an Angelika richtete ...

    LG, Harry

    Edit: (Löschung rückgängig gemacht, da ich darauf bereits geantwortet habe bzw. was gefragt habe) Bob.
    Geändert von Bob (07.10.14 um 19:35 Uhr)

  8. #8
    Dattelkern
    Guest
    Zitat Zitat von ZiuTyr Beitrag anzeigen
    Inwiefern ist die Ernährung deines Waldschrats ökologischer als einer Ernährung aus selbstgepflückten Früchten und Blättern (+winzige Mengen von Bakterien produzierter Substanzen)?
    Wegen mir kannst du da auch einen tropischen Regenwaldschrat nehmen, der sich angeblich nur von Blättern und Früchten ernährt. Einen solchen dürfte es aber in Wirklichkeit gar nicht geben. Die indigenen Urwaldbewohner sind alle omnivor.

    Zitat Zitat von ZiuTyr Beitrag anzeigen
    Die Co2-"Produktion" eines Autos ist im Endeffekt ein Nullsummenspiel. Es kann nämlich immer nur so viel an Co2 durch die Verbrennung freigesetzt werden, wie vorher in der Erdölmasse gespeichert war.

    Im Prinzip macht die Kuh doch genau das gleiche wie ein Auto: Kohlenstoff der vorher in organischer Materie (lebend oder tot) gespeichert war an die Atmosphäre abgeben.
    Richtig, auf die gesamte Erdgeschichte gesehen hast du recht. Am Anfang war der Kohlenstoff vor allem in Form von Gas in der Atmosphäre vorhanden und ein Teil wurde dann über den Umweg "Pflanzliche Kohlenhydrate" und Druck zu Kohle, Erdgas und Erdöl umgewandelt.

    Deshalb kann eine Kuh aber immer noch nicht mit Erdöl gefüttert werden.


    Zitat Zitat von ZiuTyr Beitrag anzeigen
    Ist das dein Ernst?
    Mein vollster. Ich warte schon über 3 Jahrzehnte darauf, daß es endlich wärmer wird in Deutschland. Und ? Nix !!


    Dattelkern

  9. #9
    Dattelkern
    Guest
    Zitat Zitat von Bob Beitrag anzeigen
    Darf man erfahren ob Du jemals einen Schulabschluss erworben hast? Wenns auch nur einer in Verschwörungstheorien ist?
    Ich hab ´nen Abschluß von der Baumschule, da war ich immer der Beste.


    Dattelkern

  10. #10
    Dattelkern
    Guest
    Zitat Zitat von Bob Beitrag anzeigen
    Ziu,

    Eine Kuh hat aber im Gegensatz zum Auto massenhaft Bakterien im Korpus, die genau was Ausscheiden?
    Exakt die Kohlenstoff-und Stickstoffatome , die sie vorher aufgenommen haben.

    Solltest du ein Verfahren entwickelt haben, bei dem deine massenhaften Bakterien einen Überschuss an was auch immer produzieren, gebührt dir der nächste Nobelpreis in Biochemie.


    Dattelkern

  11. #11
    Administrator Avatar von Angelika
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    Grüß euch!

    Ich hatte heute früh begonnen und habe noch eine lange Nacht vor mir .. aber zwischendurch von mir:

    Zuerst einmal kann man den Kochkost-Fleischverbrauch gar nicht mit dem eines Fleischverbrauches eines Rohköstlers vergleichen. Außer eingeschweißte Fleischesser, die wie ich vermute einfach nichts anderes für sich verträgliches (mehr) finden oder nur Fruchtzucker-Früchte am Markt kaufen oder sonst irgend ein Dogma haben. Laut meinen Beobachtungen und Berichten die ich erhalten habe essen allerdings üblicherweise sog. "Instinktos" alleine schon aus schlechtem Gewissen meist (zu)wenig Fleisch (für ihre Verhältnisse/Bedarf).
    Anders könnte man hier betreffend Karnivore oder Paleo überlegen, aber darum ging es nicht im ursprünglichen Posting.

    Und damit möchte ich das vollständige Posting zitieren, das es im FB dazu gab, Faden gekürzt um es zu vereinfachen:

    Zitat Zitat von D.T.(Mann)
    S.B. Ich denke, dass das von Mensch zu Mensch bzw. Körper zu Körper unterschiedlich ist? Leider versuchen immer alle, zu pauschalisieren - v.a. diejenigen, die ein Diät-Buch verkaufen wollen. ;-)
    Zitat Zitat von Angelika Fischer
    ... oder selbst durch bloße Linksetzung mit eingebettetem Code umsatzbeteiligt sind. Sehr versteckt und oft zu sehen wenn man es weiß. Neben jenen, die offensichtlich verkaufen. Mitläufer wollen meist nicht wahr haben, dass ihre ach so heile Welt nach denselben Grundsätzen funktioniert wie der Rest der Welt. Mit veganer Ideologie kann man viel Umsatz machen auch wegen sogenannter Entgiftung. Dabei ist es ökonomisch und ökologisch vorteilhafter regional, saisonal omnivor zu leben.
    Zitat Zitat von D.H.(Frau)
    [Schinken den man fertig kauft ist nicht roh, oder? Hab da ein Biohof wo ich fast alles kaufe
    Zitat Zitat von TXT(Mann)
    Angelika Fischer Inwiefern ist regional, saisonal und omnivor ökologisch vorteilhafter als regional, saisonal und rein pflanzlich?
    [...]
    Zitat Zitat von Angelika Fischer
    TXT wenn du von Kochkunst sprichst, nichts.
    [...]
    Um was es mir hier ging, war den Gedanken von D.T. aufzugreifen, dass viele Schreiber (er schreibt gleich alle) pauschalisieren, vor allem die jenigen, die ein Diät-Buch verkaufen wollen.
    Da ich ja kein Diät-Buch sondern die volle Palette im Buch geschrieben habe, fühle ich mich da nicht angesprochen sondern sah vor allem die Pauschalisierungen die vor allem von veganen Schreibern kommen.

    Mit meinem Buch kann ich ja kein "Geld machen", da es einfach die Pflanzenfamilien u.a. zeigt. Da ist kein Produkt darin, wo ein Lieferant durch günstiges Einkaufen größerer Mengen und guter Lagerbarkeit gutes Geschäft machen kann. Weil Frischkost eben nicht haltbar ist.
    Diese ist allerdings nicht nur wertvoller sondern wird auch besser verwertet.

    Anders gesagt, man verbraucht weniger bei besserer Gesundheit. Das ist allerdings nicht das Argument um das es mir hier im Besonderen ging.
    Über vegane Dogmen lassen sich super gut allerlei Superfoods in Form von (häufig sprühgetrockneten, d.h. meist mangels hohem Polyphenolgehalt auch oxidierten) Pulvern, (nicht immer vorteilhaften) Nüssen und Convenience Food (Bequemlichkeits-Fertigzubereitungen wie aufgrund hohem Omega 6 Anteil bzw keinem Omega 3 Fettsäuren Anteil enthaltene Nussmusse) verkaufen. Das ist neben diversen Geräten, von denen erklärt wird, dass diese die Verdauung unterstützen würden (Ein Hochleistungsmixer ist trotzdem kein Fermenter) oder ähnliches ein wirklich super super Geschäft.

    Deshalb gibt es auch immer wieder neue rohvegane Prediger, sehr häufig, weil Profit damit gemacht wird. Dabei wird das sehr versteckt angelegt. Links zu Produkten im Web senden einen Code an die dortigen Betreiber, womit im Kauffall eine Provision bezahlt wird. Oder einfach direkt ein Shop.
    Geschäft ist natürlich immer auch eine persönliche Sympathie Sache. Wo man jemand sympatisch findet, kauft man auch. Das hat nicht immer etwas mit guten Argumenten für ein Produkt zu tun.

    Ich esse nun schon seit über zwölf Jahren roh. Die Mengen, die ich esse sind sehr gering im Vergleich zu Anfangs. Insbesondere aber esse ich kaum mehr Exotenfrüchte, zumindest nicht mehr so wie früher. Solange Sommer ist, kaufe ich nur ab und zu Exoten dazu - als Abwechslung. Häufig haben ja auch jene Sorten schon stark hochgezüchtete Fruchtzuckergehalte.
    Mit der Nutzung von Wildpflanzen, Garten, regional was erhältlich ist und kleinen Mengen an tierischen Produkten wie Schafkäse von Weidehaltung wie auch Fisch (aus Fluss, See etc) kann man - soferne alles regional auch erhältlich ist mit geringster Umweltbelastung (-> Ökologie) und finanziellem Aufwand (-> Ökonomie) roh essen.

    Was ich nicht kann, ist Soya erhitzt essen. Weil das ist definitiv keine Rohkost.
    Was man überlegen kann, ist rohes Eiweißpulver, doch das ist aufwendig herzustellen, weit zu transportieren und kostet bei Vollversorgung auch ordentlich.
    Dann kommen noch die Nahrungsergänzungsmittel dazu bei veganer Ernährung - also richtiges (nicht solches das nur ähnlich ist und nicht verwertet wird oder Busplätze blockiert) Vitamin B12 von Mikroorganismen (andere manchen´s nicht).

    Hier kann man bei der Statistik Austria den jährlichen Fleischkonsum nachlesen: https://www.statistik.at/web_de/stat...zen/index.html

    Da stehen knapp 100 kg Fleisch pro Kopf in Österreich (verschiedene Sorten).

    Auf das komme ich als Rohköstlerin einfach nicht. Natürlich ist bei den 100 kg eingerechnet, dass auch einiges entsorgt wird.
    Aber wenn ich äußerst großzügig rechne, komme ich inklusive Bison aus Weidehaltung (geht nicht anders als "wild") im selben Tal schätzomativ auf 5 kg Fleisch. Da nascht die Familie aber auch mit (die essen ja nicht nur Rohkost).
    Ich vermute bei Fisch, ebenfalls sehr großzügig gerechnet, bei 10 bis 15 kg. Das ist mehr als Durchschnitt (Fisch ist teurer). Mehr schaffe ich rein organisatorisch (wegen Frische) nicht. Da ist dzt allerdings auch Lachs dabei (sonst gerne Saibling, Forelle)
    Käse bei maximal 0,5 Kilo - rein geschätzt. (Kuh und Ziege vertrage ich nicht, meist Schaf)

    Wenn man es darauf ankommen läßt, kann man sehr viel mit Fermentation machen. Reinold Schweikert macht das ja schon seit Jahren, und da eine Wienerin mir persönlich berichtete bei mehr als einem Treffen, glaube ich das auch.

    Ohne selbst geführte Fermentation wird es allerdings schwierig, roh. Denn bloß getrocknete Gemüse oder Pulver bringen mehr Schaden als Nutzen.

    Je weniger man zwischen sehr salzig und süß schwankt (wer das eine Extrem ißt, sucht das andere Extrem automatisch danach), bleibt auch der Blutzuckerspiegel stabil(er) und ich denke man ist gelassener und, für die "Rechnung" wichtig, ißt auch weniger.

    In der Stadt aber ist eine regionale, saisonale Ernährung sicherlich kostenintensiver, weil man (meist) nicht vom eigenen Garten und das Umfeld essen kann.
    Manchmal sagte ich genre bei Workshops, stellen Sie sich vor, alle Wiener äßen die Lindenbaumblätter in Wien .. da wäre bald nichts mehr dran.

    Die Problematik die wir haben ist nicht das Finden einer möglichst perfekten Art der persönlichen ökologischen und ökonomischen Bilanz sondern die der gesamten Menschheit.
    Und allgemein - und für die Kochkost gesagt, ist dies wohl eine pflanzlich betonte Kost. Eine rein pflanzliche Kost dürfte aber auch da mehr Schattenseiten haben als zumindest gelegentliche Einbeziehung auch tierischer Produkte. Das liegt auch alleine daran, weil man noch längst nicht alles mit Pulvern ersetzen kann.
    Und (Eiweiß-) Pulver haben große Nachteile, wenn sie dauerhaft und als Basisernährung genommen werden (AGEs, ALEs etc).

    Viele jagen dem Phantom vegane Rohkost nach und manche haben auch einfach Lust (und ggf auch das Geld dazu), sich dazu einzukaufen.
    Ein paar Monate später vielleicht Muffinsförmchen und wenn die out sind, dann halt was anderes.

    Problematisch ist der roh-vegane Druck der zum Teil von veganen Kochköstlern zusätzlich ausgeübt wird insbesondere für Kinder.
    Aber auch launische Eltern sind kein Zuckerschlecken.

    Also: Auf saisonal und regional fokusieren, omnivor gegenüber Pulver und verkaufsträchtigen aber zweifelhaften Produkten bevorzugen.
    Das "grüne Pickerl" kann ich auf diversen Produkten nicht wirklich nachvollziehen.
    Und noch immer kenne ich keinen Rohköstler, der wirklich roh-veganes Pulverfutter längere Zeit durchgezogen hat als Basisversorgung. Die meisten essen dann doch eher erhitzte Hülsenfrüchte oder die berüchtigte und meist genannte Ausnahme - Käse.
    Aber auch da denke ich, sind die Mengen eines Rohköstlers vermutlich eher geringer.
    Geändert von Angelika (07.10.14 um 21:34 Uhr)

  12. #12
    Administrator Avatar von Angelika
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    Hat schon gepasst. Ich schließe mich deinen Ausführungen an und unterhaltsam wars auch.
    Bin noch immer in der Firma ... daher meinerseits etwas ungegliedert schnell runtergeschrieben. Bin aber auch schon seit 06:00 hier zu meiner Entschuldigung ...

    (Ergänzung. .. aber nicht dauernd am PC)

  13. #13
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    Da sagst du was.
    2,5 Stunden hab´ich heute noch. Ich vermute das war heute Rekord bei mir und wird - hoffentlich - nie wieder erreicht.

  14. #14
    Jungpflanze Avatar von ch_
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    Zitat Zitat von Dattelkern Beitrag anzeigen
    Dattekern (glaubt nicht mehr so ganz an einen menschengemachten Klimawandel. Aber wenn es den doch geben sollte, dann soll er mal einen Zahn zulegen, ihm ist im Winter sowieso immer zu kalt.
    Klimawandel heißt nicht unbedingt, dass es in Deutschland wärmer wird. Kann auch sein das die Hauptwindrichtung hier dreht(wegen Meerestrom Veränderungen /wärmeren Polen) und und dann immer kalte sibirische Luft(wenn auch nichtmehr ganz so kalt) hier ankommt

    Den Treibhauseffekt kann man aber sogar in einer Plastikflasche zeigen. Und den wirst ja wohl nicht abstreiten?


    Naja das eigentliche Problem ist ja die Überbevölkerung, beziehungsweise die natürliche Auslese...

    heikles Thema

  15. #15
    Dattelkern
    Guest
    Zitat Zitat von ch_ Beitrag anzeigen
    Klimawandel heißt nicht unbedingt, dass es in Deutschland wärmer wird.
    Es wird nirgends auf der Welt wärmer : http://www.wetteronline.de/klimawandel/2013-08-29-la

    Und falls doch, wird die Menschheit vielleicht sogar einmal froh darüber sein...ich denke mal nur für den Fall, daß so ´ne leichte Klimaerwärmung im Falle eines gar nicht so unwahrscheinlichen (Mega-)Vulkanausbruchs (z.B. Yosemite) nur von Vorteil sein kann. Dann bleibt uns sowas hier eventuell erspart :

    http://de.wikipedia.org/wiki/Jahr_ohne_Sommer

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-812399.html


    Zitat Zitat von ch_ Beitrag anzeigen
    Naja das eigentliche Problem ist ja die Überbevölkerung...
    Dieses Problem könnte in näherer Zukunft vielleicht grundlegend gelöst werden. Ebola ist ja schließlich schon in den USA und Europa angekommen. Und der Flugverkehr aus Westafrika geht munter weiter...auch und vor allem nach Indien


    Dattelkern (fragt sich, ob Rohköstler nicht selbstverständlich immun gegen so ein lächerlich kleines Ding wie das Ebolavirus sind. Instinctos sind das aber ganz bestimmt )

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