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Thema: Buch von Denise Minger

  1. #1
    Sprössling
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    Buch von Denise Minger

    Hallo Leute,

    hat zufällig jemand dieses Buch in seinen Besitz gebracht ?

    http://www.thalia.de/shop/tha_homest...jumpId=2554015

    Würde mich interessieren ob es kaufenwert oder nur eine Zusammenfassung Ihres Blogs ist (was ja nich schlecht ist ... nur hab ich das halt schon gelesen).

    MfG Juli

  2. #2
    Administrator Avatar von Angelika
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    Hi RawMangoJuli,

    ich habe mir kürzlich das Buch schicken lassen, weil ich mich daran erinnerte, dass ich ihren Blog Anfang des Jahres wegen dem Film zur China Studie verlinkt hatte: http://www.rohkostforum.net/threads/...-Skalpell-quot
    Außer die Seiten über die China Studie Aufschlüsselung, was darin nicht komplett dargestellt ist, hatte ich nicht in ihrem Blog gelesen - weiß also nicht, ob das Buch dem Blog entspricht.

    Mangels Zeit habe ich es nur quergelesen und für mich prinzipiell nichts Neues gefunden, allerdings finde ich erwähnenswert, dass sie auf die Vergleiche der vegan argumentierenden Menschen eingeht. In einem Diagramm auf Seite 201 zeigt sie z.B. das unterschiedliche Volumen verschiedener Verdauungstrakt-Teile wie Magen, Dünndarm, Dickdarm etc verschiedener Affenarten und dem Menschen. Entsprechend kann man auch nicht die Ernährung von Affen 1:1 auf Menschen umlegen. Das finde ich sehr richtig - wie ich schon irgendwo mal schrieb, haben manche Tiere ja auch einen langen Blinddarm, der bei uns total verkümmert ist, jedoch gerade betreffend Fermentation (Hilfe von Mikrorganismen zum Aufschließen pflanzlicher Lebensmittel) sehr interessant wäre.

    Generell meint sie, man soll sich aus allem das Sahnehäubchen holen: Im Falle pflanzlicher Ernährung sich ggf Ergänzungen holen, generell den Fleischkonsum einschränken, volle pflanzliche Kost als hohen Anteil einplanen, Omega 6 reiche Öle meiden, Nährstoffreiche Lebensmittel gegenüber leeren Kalorien bevorzugen inkl. dunkelgrünes Gemüse, Pilze, Beeren, Algen, fermentiertes Gemüse, tierische Lebensmittel, Innereien wie Leber, Austern, Eier, Milch von Weidekühen. Eine Sammlung von Tipps, wie sie in omnivorer Rohkost-Literatur auch zu finden ist, nur dass sie definitiv auch Kochkostanteil ok, wenn nicht sogar besser findet. Etwas, das jeder leicht umsetzen kann, so er/sie gewillt ist.

    Das fände ich jetzt alles nicht wirklich Neues, aber für mich interessant war, dass die typische ErnährungsPYRAMIDE, also nicht Kreis oder ähnliches wie davor eigentlich aus einem Notstand heraus entwickelt wurde. Menschen in Schweden protestierten 1972 wegen billigerem Essen und die Antwort sei die klassische Pyramide gewesen. In der den Menschen quasi gesagt wurde, sie sollen das günstige Brot die die günstigen Teigwaren zu ihrer Lebensgrundlage machen. Damit also das unvollkommene Eiweißprofil durch geringe Mengen Fleisch kompensieren, was sich bis heute jeder in irgendeiner Weise leisten kann. Dazwischen Gemüse und Obst als Beilage. Genau so steht das da natürlich nicht, wer will kann das mit den Protesten auf ihrer Buchseite 17 nachlesen oder auch hier, da steht das mit den Protesten allerdings nicht extra: http://www.ugb.de/glykaemischer-inde...nter-der-lupe/

    Die erste Ernährungspyramide kam 1980 nicht aus dem Orient, sondern aus dem alten Europa, nämlich aus Schweden. Aber erst eine Pyramide aus der neuen Welt machte diese Darstellungsform 1992 weltweit bekannt: In der Pyramide des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) sind sieben Lebensmittelgruppen auf vier Ebenen verteilt.
    Damit ist mir jedenfalls nun schriftlich vorgelegt worden, was ich mir schon länger dachte: Es ist eine Ernährungsempfehlung, die für die breite Masse gelten soll, die sich jeder leisten kann und die halbwegs alles so enthält, wie es mindestens vorhanden sein muss ohne typische Krankheiten wie sie davor bekannt wurden, zu verursachen.

    Denise Minger meint, dass manche Menschen aufgrund ihrer Enzyme (Amylase) damit besser zurechtkommen als andere, sodass auch die Verträglichkeit von erhitzter Stärke eben unterschiedlich sei und zeigt auch ein Diagramm betreffend unterschiedlicher Blutzuckerantwort je nachdem, wieviel Enzyme dafür produziert werden..

    Bücher über die Schattenseiten von Weizen und dessen Inhaltsstoffe wie auch Stärke wurden ja inzwischen einige geschrieben, u.a. auch Weizenwampe, siehe der erste Link in diesem Beitrag oben.

    In meinen Augen ist auch die vegetarische bzw vegane Ernährungsrichtung eine Richtung, bei der es über kurz oder lang einfach darum geht, Massen versorgen zu können. Wie ich schon vor Jahren in den Unterlagen zum Ernährungswissenschaftsstudium von Nestle las, sei es schon längst nicht mehr möglich, alle Menschen ausreichend mit tierischen Lebensmitteln zu versorgen. D.h. es muss ohnehin pflanzliches Eiweiß vermehrt genützt werden und das heißt natürlich insb. Hülsenfrüchte (Schmetterlingsblütenartige), die gekocht (und ggf auch fermentiert) werden müssen.
    D.h. auch hier von mir: Wer anderes tut, muss sich bewußt sein, dass dessen eigene Ernährung möglicherweise (1) einen höheren persönlichen Zeit und ggf Geldaufwand bedeutet und (2) nicht von jedem "kopiert" werden kann - sofern überhaupt (1) in Kauf genommen wird.

    Ich schätze das Buch als unterhaltsam ein, weil auch eher unterhaltsam geschrieben wo ich hineinlas. Außerdem erweiternd für Menschen die nach Argumenten für oder wider mancher Theorien am Ernährungssektor suchen. Ein Praxisbuch an sich ist es nicht, Rezepte sind nicht enthalten. Sie meint, dass das Individuum mehr ist als eine überprüfte Statistik: Amylase-, ApoE-, Carotin-Umsetzung-, Metabolische-, Lactose Toleranz- und Bauch-Mikroflora - Individualität.

    Dazu gebe ich kurz meinen Senf: Natürlich ist das Individuum mehr als überprüfte Statistik, allerdings haben wir auch selbst in der Hand, einiges davon zu fördern bzw zu mildern. Das bedeutet, dass man sich und dem Körper, der aus so vielen Zellen und Mikroorganismen besteht, auch Zeit geben muss und vor allem auch der Psyche, dem Geist zu folgen, der oft eiliger ist als es der Bauch (und das "untere Selbst", also das mächtigere) kann. Und natürlich ist alles immer eine Frage der Menge.
    Wenn ich daran denke, was ich anfangs alles essen konnte - und nun nach über zehn Jahren brauche ich einen Bruchteil dessen.

    Bei der derzeitigen Hetze gegen die Stärke in Brot, Nudeln etc ist mir aufgefallen, dass Brot bei mir nie ein massiver Bestandteil werden konnte, da mir ja immer gesagt wurde, dass ich Gluten nicht vertragen würde. So fehlt es mir auch heute nicht. Es ist also ein Leben ohne Brot wirklich möglich. Nur ist Brot auch wirklich ein billig zu bekommendes Nahrungsmittel.

    Liebe Grüße
    Angelika
    Geändert von Angelika (17.08.14 um 01:06 Uhr)

  3. Die folgenden 2 Benutzer sagen Danke an Angelika für diesen Beitrag:

    Harry (17.08.14), RawMangoJuli (18.08.14)

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