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Thema: Abartige Genüsse?

  1. #1
    Administrator Avatar von Angelika
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    Abartige Genüsse?

    Grüß euch,

    nachdem ich heute im Blog (http://www.rohkostforum.net/entries/...589#comment589) gefragt wurde, ob und wie man Edelschimmel erkennt, eröffnet ich hiermit ein Thema über Genüsse, die durchaus nicht üblich sind.
    Und ich fange gleich damit an, weil ich ja eigentlich für die Antwort ein paar Fotos gemacht hatte, von dem was ich zu Hause hatte.

    Kochbanane für mich im Idealstadium (noch etwas zu fest sogar).
    Das Gute bei der Kochbanane - der Kartoffel der Tropen - ist, dass ich bei ihr dem Histaminproblem der üblichen Banane im Handel ausweichen kann.

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    Kochbanane her schon etwas mit Schimmel auf der Haut, aber innen noch gut und durchaus fest.
    Die Kochbananen lagerten einige Wochen bei mir in der Speiß, vermutlich hatten sie es etwas feuchter als sie es sonst mögen.
    Wenn es innen allerdings nicht mehr gut riecht, verwerfe ich es. Ggf aber nur die Hälfte oder was eben nicht gut riecht.
    Achtung, das mit dem Geruch, ob es modrig etc oder gut ist, funktioniert nur bei rohen Lebensmitteln wirklich gut.
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    Eingetrocknete Zitrone aber trotzdem weich - super zum Aussaugen, besser als jede fertige Zitronenlimo.
    Geschmacksnuancen sind durch Mikroorganismen durchaus möglich (ggf etwas von wirklich leckerem Aroma aufheben zum gleich wieder impfen)

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    Bisonwurst (gemischt mit vmtl Schwein vom Biobauern, da Bison fast kein Fett hat) und Bisonschinken (letzterer abgewischt und unheimlich lecker)

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    Der Klassiker neben Feigen (von denen ich kein aktuelleres Bild gerade habe) - Safus. Keiner oder leichter weißer Schimmel ist ideal. 2. Schimmel ist nicht anzuraten (Pickelgefahr).
    Auf dem Foto hier sind gerade kaum oder wenig davon zu sehen:

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    Jackfrucht mag ich nur fortgeschritten, da ich sonst allergisch reagiere. Die Frucht hier habe ich die letzten Tage etwas im Kühlschrank vergessen, wodurch etwas viel weißer Schimmel drauf ist und sich zum Teil ein leichter Alkoholgeschmack breit gemacht hat. Kurz davor ist es hyper-ideal. Jetzt war es auch noch ok, jedenfalls sehr gutes Aroma.

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    Frische Algen, weich geworden. Hier habe ich leider nur ein Gourmet-Foto. Aber sie sind auch pur lecker. Oder eben als Rolle, Rohkost-Suppeneinlage etc ..

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    Und nicht zu vergessen 1 - 3 Tage angetrocknete Selleriescheiben oder auch Karotten (im Ganzen weich geworden) - immer wieder mal gut. Dzt habe ich gerade Pause mit Sellerie, Karotten mag ich aber weich geworden gerade sehr. Kein Schimmel in dem Fall, aber die in Wurzeln kristalline Stärke zerlegt sich dabei anscheinend. So ist das ganze irgendwie milder insgesamt - und für mich bekömmlicher.

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    LG
    Angelika

    P.S. zur Ergänzung nochmal das Zitat aus dem Blog Kommentar:

    Vielleicht zum besseren Verständnis - was überhaupt Edelschimmel ist von Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Edelschimmel

    - - -

    Als Edelschimmel werden einzelne Schimmelpilz-Gattungen bezeichnet, die ein Nahrungsmittel für den Menschen nicht ungenießbar machen, sondern es aufwerten.

    Von den 130.000 Pilzarten sind nur wenige milchwirtschaftlich nutzbar und somit für die Herstellung von Käse als Reifungsorganismen geeignet. Von schädlichen Kulturen unterscheidet diese milchwirtschaftlich genutzten Pilzarten die Tatsache, dass sie dem Käse lediglich ihre spezifischen Aromen verleihen, jedoch für den menschlichen Organismus harmlos sind. Sie zählen daher zu den Edelpilzen und werden als besonders wertvoll eingestuft. Um die Bildung von Schimmel zu fördern, werden bestimmte Käsearten während des Reifeprozesses mit breiten Nadeln pikiert, also gestochen, damit durch die entstandenen Nadelkanäle Sauerstoff in den Käse dringen kann, was die Schimmelbildung fördert und beschleunigt.[1]

    Bei der Herstellung von Schimmelkäse werden Kulturen von Schimmelpilzen verwendet, etwa für die Blauschimmelkäsesorten Roquefort der Penicillium roqueforti und für Camembert und Brie der Penicillium camemberti oder der Penicillium candidum.
    Weiterhin spielen Pilzkulturen in der Weinbereitung eine Rolle, siehe auch Edelfäule.

    Bei der Wurstherstellung werden ebenso Edelschimmelkulturen verwendet, so sind es bei der ungarischen Salami sogar zwei unterschiedliche Schimmelpilzvarianten: Zunächst ein blaugrüner Schimmel, der mit zunehmender Reife der Wurst von einem weißen Schimmel abgelöst wird. Dieser verleiht der Salamihaut ihre charakteristische weißliche Farbe.

    Bei der Culatello-Herstellung sorgt ein Edelschimmel für den Geschmack des Schinkens.
    Auch bei der Herstellung von Sojasauce kommen Edelschimmel-Kulturen wie beispielsweise Aspergillus oryzae zum Einsatz.
    Geändert von Angelika (28.04.14 um 19:34 Uhr)

  2. Die folgenden 3 Benutzer sagen Danke an Angelika für diesen Beitrag:

    Denise (12.07.15), giggi7863 (02.12.14), Marius (30.01.17)

  3. #2
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    Grüß euch,

    schönes Thema

    habe folgendes im Archiv gefunden. Die/meine Nase bestimmt maßgeblich ob verzehrbar oder nicht.

    Einmal reife Kokosnuss, von guter Qualität, im Kühlschrank ohne Flüssigkeit aufbewahrt. Wird im Laufe der Wochen leicht käsig.
    Riecht und schmeckt nach "Roquefort" (welcher ein Blauschimmelkäse aus Schafsmilch ist)



    Dann die Safus mit leichtem weißen Pelz, sehr gut essbar.



    Kochbananen, noch nicht am Ende der "Reife". Auf der äußeren Schale ist neben weißem bereits grüner Schimmel. Hier würde
    ich die Schale nicht mehr essen. Den Inhalt schon.



    ...und hier sind wir schon zu spät, eine Zitrone die bereits zu Staub zerfällt: (p.s.:bitte nicht mehr essen ;-)





    Viele Grüße
    ROHjan
    Geändert von ROHjan (28.04.14 um 20:53 Uhr)

  4. Die folgenden 2 Benutzer sagen Danke an ROHjan für diesen Beitrag:

    Angelika (29.04.14), giggi7863 (02.12.14)

  5. #3
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    Hi,

    wieder mal kurz, da ich hier ja nicht lange tippen kann. Und in der Kürze liegt bekanntlich ohnehin die Würze

    Also das hatte ich oben ja schon vom Wikipedia zitiert. Das Ding nennt sich formell dann Edelfäule und ist in der Weinbereitung "ein alter Hut". Ich hatte es schon im Blog und oben in Türkis und Fett formatiert. Evtl ist es dir entgangen, da der andere Text viel ausschweifender war: http://de.wikipedia.org/wiki/Edelschimmel

    Weiterhin spielen Pilzkulturen in der Weinbereitung eine Rolle, siehe auch Edelfäule.
    Wobei das Gefinkelte dabei ist, dass derselbe Pilz im Guten, also bei gutem Klima positive Geschmacksnuancen fördert, bei schlechtem Klima Verderb.
    Das ist auch das, was ich schon oben anmerkte - wenn man auf das Klima achtet kann es sehr gut passen.
    Weitere Links für dein Lesen füge ich dir unten an.
    Interessant ist an der Stelle, um es nochmal besonders hervorzuheben, dass auch gerade beim Wein (und auch sonstiger Edelfäule Prozesse) die Mikroorganismen die Glukose (Traubenzucker) zuerst aufbrauchen. Es bleibt dann (ggf intensivierte) süß schmeckene Fruktose (Fruchtzucker) deren Produkte (Disaccaride; entstehen lustigerweise anscheinend auch ggf beim Apfeltrocknen und werden dadurch auch für jene, die Fruchtzucker nicht so gut vertragen verträglicher).

    Was diese Mikroorganismen u.a. machen ist eine Perforation der Schale, die Sauerstoffzufuhr, Austrocknung und Intensivierung des Innenlebens bewirkt.
    Da fällt mir gerade ein - auch ein guter Jahrgang mit excellenten Hauszwetschken kann herrlich sein, auch später getrocknet. Beim letzten Workshop fiel ich eines Abends über einen Rest in einem kleinen Riechglas her, ich konnte mich nicht mehr halten. Und hoffe auf wieder gute Hauszwetschken heuer (manchmal fallen sie aber auch ganz aus ..).

    Nun die Links, für weitere Kommunikation dazu bin ich gerne offen (ein Lieblingsthema von mir):

    Einmal prinzipiell über die biotechnologische Nutzung von Glukose/Traubenzucker (die zum Teil bzw meist über Mikroorganismen gemacht wird): http://de.wikipedia.org/wiki/Glucose...te_aus_Glucose
    Da kannst du auch auf Penicilline klicken, aber es gibt natürlich auch andere Pilzchen ..

    Der Link hier ist auch nicht schlecht, da steht auch nochmal das in erhitzten Produkten die Pilze gerne unbemerkt reinkommen. Stichwort hier zu sind auch Müsli und sowas ..
    http://www.biologie-seite.de/Biologie/Schimmelpilz

    Hier auch nochmal was Allgemeines, für den geneigten Leser(in) evtl auch interessant: http://www.3sat.de/page/?source=/nan.../schimmel.html

    Diesen Blogtext finde ich genial, erklärt viel - aus der Sicht des Winzers (bitte ggf. auf andere Beobachtung zu Fruechten umlegen): http://www.bernhard-fiedler.at/weblog/?p=56

    Hier etwas mehr über den typischen Schlauchpilz: http://de.wikipedia.org/wiki/Botryti...und_der_Mensch
    Da steht auch, dass er ggf ein allergenes Potential darstellt. Ein Mitgrund, warum ich das mit rohen Lebensmitteln besser im Griff habe.
    Übertreibe ich und esse ich nicht nur das was gut riecht und schmeckt (ggf wie Antibiotika riecht oder ähnlich), bekomme ich übrigens nicht nur Pickel sondern auch Asthmaprobleme.
    Also bin ich sehr heikel, aber wenn es was Gutes gibt auch absoluter Gourmet-Freund.

    Ich erwähne es auch deshalb, weil Fermentation vielfach hilfreich sein kann (Vorverdauung) und man auf der anderern Seite nicht immer alles gleich wegwerfen sollte, nur weil es nicht dem typischen Werbebild (das mich häufig eher abschreckt) entspricht. Schont auch den Geldbeutel und bringt tlw neue Genüsse, die ggf vervielfacht werden können.

    Hier nochmal eine Erklärung:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Grausch...tis_im_Weinbau

    Auch hier: http://de.cyclopaedia.net/wiki/Edelfaeule

    Da wird das mit dem Zucker erklärt - also das die guten lieben netten Mikroorganismen die da oft genutzt werden, Glukose/Traubenzucker als Futter bevorzugen (gegenüber Fruchtzucker/Fruktose)
    Was in der Rohkost-Welt ein wichtiger Anhaltspunkt sein kann ;-)
    http://en.wikipedia.org/wiki/Sugars_in_wine#Glucose

    Und auch hier eine Studie wo es dann um Nachweise dazu geht (für jene, die das genauer wissen wollen): http://www.sciencedirect.com/science...21967309013363

    Damit fällt heute meine Info aus, was ich aß.
    Aber es sei erwähnt, dass ich eine leider außen schimmelige Trinkkokosnuss mit hatte, die leider diesmal nicht so gut war (eher antibiotisch/nix für meinen Verdauungstrakt). Aufgrund des grausligen Geschmackserlebnisses musste ich mein Mittagsfutter (2 Handvoll Blätter von Beifuss über Giersch zu Lindenblätter etc) gleich essen, inkl allem was sonst noch vorgesehen war (Kokos-Trockenersatz Rohkost Bountys Reserve, 1 Apfel). Sonst esse ich ja erst jetzt .. Grapefruit trinke ich ggf später.

    LG
    Angelika
    Geändert von Angelika (29.04.14 um 20:34 Uhr)

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    giggi7863 (02.12.14), Marius (30.01.17)

  7. #4
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    Hi,

    freut mich, dass du es interessant findest. Nicht jede(r) schätzt zu wissen, wie man manche aromatischen Genüsse gezielt(er) finden und evtl sogar fördern kann.

    Ergänzend zu diesem Aspekt noch der Link zu eben den Schlauchpilzen, die eine große Abteilung der Pilze sind und deren potentielle Nutzung (durchaus weitreichend heutzutage): http://de.wikipedia.org/wiki/Schlauc...#Nutzwirkungen

    By the way fällt mir da ein, dass in der Nahrungsmittelindustrie so manche Aromen ja auch durch sie erzeugt werden, aber auch Sojasauce und last but not least das schwarze oder auch weiße Gold, die Trüffel.
    Übrigens auch nicht uninteressant was in dem Trüffellink so steht, auch über Pflanzenfamilien und deren Affinitäten : http://de.wikipedia.org/wiki/Tr%C3%BCffel

    LG
    Angelika

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    giggi7863 (02.12.14)

  9. #5
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    Hi ROHjan,
    cool dein Witz mit der Zitrone *ggg*

  10. #6
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    hab da auch noch was rumgammeln:
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    Feigen waren erst verschimmelt und sind dann erst richtig ausgetrocknet/kristallisiert.
    Bisher hatte ich aber noch keine richtige Lust auf Tockenfrüchte. Die Gammeln seit Herbst im Kühlschrank.
    Bei den Feigen wirds die abartigsten Geschmäcker geben. Bestimmt nach Camembert & CO.
    Bin mir da nicht immer sicher, ob dass dann als Sperre zu nehmen ist.
    Naja zumindest stinkts nicht nach Käse

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  11. #7
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    Das ist ein Ausschnitt aus einem Stück Pferdefleisch. hat seit 2 Tagen weißen Schimmel.
    Gestern Abend gab's nen kleines Stück davon: sehr geil

    Haha, ja habe ich auch gesehen und überlegt ob ich was dazu schreibe.
    Der Daumen ist in der zwischenzeit wieder kurz. Der an der rechten Hand aber immernoch lang.
    Ist einefach so geschickt im "Haushalt"

  12. #8
    Administrator Avatar von Angelika
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    Hi,

    ja der Nagel, der schaut aus wie ein Depot für Mikroorganismen. Ob die noch aerob unter *dem* langen Nagel sind, ist allerdings relativ ungeklärt.

    In meinem Buch habe ich ja zum Thema Fermentation (aus pflanzlichen wie auch tierischen Quellen) ja weitere deutschsprachige Bücher als Quellenangabe angeführt. In englischer Sprache finde ich manchmal noch mehr Literatur. Zum Beispiel, das 2012 erschienene Buch "The Art of Fermentation" von Sandor Ellix Katz, New York Times Bestseller. Mit einigen Anekdoten rund um die Welt liefert es auch Anleitung für das selbst Zubereiten von jeglicher Art von fermentierten Lebensmitteln. In zwei Bildteilen sieht man auch einige Fotos, die an meine Kammhefe- und Sauerkraut Fotos in meinem Buch erinnern. Wen das Thema interessiert. Die Anschaffung lohnt sich.
    Das Buch ist auf englisch geschrieben, aber leicht zu lesen. Ggf braucht man eine Übersetzung, aber das ist heutzutage mit Internet ja relativ leicht zu machen.

    Auf Seite 21 ist eine nette Zwischeninformation, die ich hier rudimentär übersetzt aus dem Englischen zitiere (siehe unten). Grundsätzlich geht das Buch auf diverse Aspekte ein. Auch, warum fermentierte Lebensmittel trotz ihrer säurehältigkeit "basisch" wirken. Als Grund wird angeführt, dass die Fermente (Mikroorganismen) die Mineralstoffe (welche "alkalisch" sind) um ein Vielfaches besser verfügbar machen (Seite 30). Das ist auch der Grund, warum manches viel aromatischer wird, meiner Beobachtung nach.

    Auf Seite 75 ein kurzer Text über Met-Macher Alchimisten, eine launige Erklärung darüber, wie manche Menschen einen großen Hype über die Hefen machen, kleine unsichtbare Elfen. Achja. Das erinnert mich an Schultage, an denen ich u.a. etwas Flußwasser auf eine Agar-Agar Schale aufbrachte und wir später nachschauten, ob und welche neue Hefen (oder anderes) sich vermehrt hatten ..

    Zurück auf Seite 21. Ich zitiere den Text deshalb, weil ich erst kürzlich einen Vortrag eines Universitäts Professors sah, der ausführlich darüber sprach, wie vorteilhaft es für das Immunsystem ist, möglichst eine breite Auswahl an Mikroorganismen im Verdauungstrakt zu beherbergen. Je kleiner die Varietäten, desto höher die Wahrscheinlichkeit für Krankheiten. Der Autor des oben genannten Buches vermerkt nun in einem Kommentar, dass ihm die Mikroorganismen auch hier halfen. Nicht in dem Sinne, eine Anfälligkeit komplett in ihrer Ursache verschwinden lassen zu können, jedoch in der Stärkung des Immunsystems. Und das ist etwas, das ich selbst auch möglichst förderlich anstrebe: Eine gute, förderliche Mikroorganismen-Breite.

    Fermentation und HIV

    Ich habe oft in meinem Schreiben und Vorträgen auf die Tatsache angespielt, dass ich mit HIV lebe. Als ich dieses Buch schrieb, hatte ich den 20. Jahrestag als ich zum ersten Mal positiv getestet wurde, im Jahr 1991. Ich bin so froh, am Leben zu sein. Und ich erinnere mich an viele Freunde, die nicht so viel Glück hatten. Ich schrieb in "Wild Fermentation" (auf der Rückseite), dass "fermentierte Lebensmittel ein wichtiger Teil meiner Heilung waren", und als Folge haben viele Menschen hochgerechnet, dass fermentierte Lebensmittel eine "Heilung" für HIV / Aids sind. Ich wünsche dies der Fall wäre, aber leider scheint es nicht so zu sein.

    Durch eine Gesundheitskrise im Jahr 1999 war ich auf anti-retroviralen Protease-Inhibitor und Drogen gewesen. Diese Drogen negieren oder vermindern in keiner Weise die Bedeutung der Ernährung, Verdauung, oder insgesamt der Immunfunktion; in der Tat, bei vielen Menschen, beeinflussen sie speziell die Verdauung. Live-Kultur-Lebensmittel haben mir geholfen, eine hervorragende Verdauung zu erhalten.

    Aus meiner Forschung weiß ich auch, dass Lebendkulturen in Lebensmitteln verschiedene Aspekte der Immunität stimulieren können. Es gibt sogar einige Forschungsuntersuchungen, ob Probiotika Ebenen der CD4-Zellen erhöhen, einer der Marker der Immunfunktion, die in der Regel im Laufe der Zeit abnimmt, bei Menschen mit HIV zu helfen. (10)

    Ich denke, Live-Kultur Lebensmittel können die Gesundheit fast von jedem möglicherweise verbessern. Aber ich betone, dass die Hilfe für die allgemeine Gesundheit zu erhalten, nicht das gleiche ist wie die Heilung einer bestimmten Krankheit.
    Diese Information finde ich nicht nur ehrlich sondern auch nützlich.

    Hier ein paar der Fotos im Bildteil des Buches. Ein paar davon erinnern wie oben erwähnt anKammhefe- bzw Sauerkrautfotos in meinem Buch.
    Manches an schimmelige gezeigte Fotos im Internet.
    Das hier zitierte Buch liefert - auch auf fast 500 Seiten - ein abgerundetes Bild alleine nur über die Fermentation, auch weit über Rohkost hinaus, also auch die Soyasaucen, bei den ja zuvor auch erhitzt wird.

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    Falls sich wer fragt, wie ich schon vor langen auf die Nutzung der Mikroorganismen kam: Das hat bei mir familiäre Hintergründe (Bierbrauen, Sauerkraut machen etc der Uromas und Uropas mehrerer Familienlinien). Früher war das durchaus auch üblich. Mein Mann arbeitet in der Lebensmittelindustrie (viele Aromen werden von Mikroorganismen extra erzeugt, sind dann "natürliche" Aromen, also nicht chemisch gemischt) und ich habe durch meine berufliche Tätigkeit damit u.a. durchaus damit zu tun, dass sich Hefen wohl fühlen sollen aber auch andere Mikroorganismen wie Escherichia Coli, das "Haustier" der Mikrobiologie (z.B. http://www.uni-ulm.de/IT/Scripte/Mik..._Beispiele.pdf ), mit dem sehr viel gemacht wird. Das Klima diverser Tierchen will entsprechend gleichmässig gehalten werden oder gezielt beeinflußt. Kein Wunder also, dass sie mir nicht fremd sind und ich die guten davon gerne in mir fördere. Nicht übertrieben natürlich.
    Nebenbei gesagt, es gibt bei der Forschung (Krebsforschung z.B.) größte Anstrengungen, Klima unter jeden Umständen gleichmässig zu halten. Da werden keine Kosten und Mühen gescheut, weil sonst andererseits Investionen umsonst wären.
    Für Otto Normal FermentiererIn bedeutet das: Das Klima beeinflußt ungemein viel und bestimmt Erfolg oder Misserfolg: Temperatur, Feuchtigkeit, Sauerstoff ..

    Aber man muss kein Alchemist sein oder Magie beherrschen. Auch wenn es manchmal so anmutet.
    Wer sich dafür interessiert und bewußt fördern möchte, dem hilft solche Literatur vielleicht.

    Herzliche Grüße
    Angelika

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    giggi7863 (02.12.14)

  14. #9
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    @ _ch
    Deine Feigen erinnern mich an frische, schon halbgetrocknete blaue Feigen, die ich einmal von einer Rohköstlerin geschenkt bekommen hatte. Aus irgendeinem Grund hatte sie keinen Bedarf gerade und ich freut mich sehr.
    Sie lagen dann noch einige Zeit bei mir im Kühlschrank und trockneten weiter ein und wurden immer intensiver aber nicht scharf alkoholisch sondern sehr mild.
    Bah, die waren einfach göttlich ...

  15. #10
    Jungpflanze Avatar von ch_
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    Das Pferdefleisch war original Salami vom Geschmack, wobei ich eigentlich immer mehr jüngeres Fleisch bevorzuge.

    Hier noch ein unverkäufliches "Muster" das in meinem Kühlschrank "Beine" bekommt:
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    schmeckt eher nach Camembert als nach Fleisch. Wird mir schnell zuviel...
    Geändert von ch_ (31.05.14 um 18:50 Uhr)

  16. #11
    Administrator Avatar von Angelika
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    Zitat Zitat von ch_ Beitrag anzeigen
    Das Pferdefleisch war original Salami vom Geschmack, wobei ich eigentlich immer mehr jüngeres Fleisch bevorzuge.

    Hier noch ein unverkäufliches "Muster" das in meinem Kühlschrank "Beine" bekommt:
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    schmeckt eher nach Camembert als nach Fleisch. Wird mir schnell zuviel...
    Sowas ähnliches hatte ich auch schon im Kühlschrank. Kann ich vom Stadium her auch nur wenig essen. Davor etwas mehr und bald auf essen.

  17. #12
    Jungpflanze Avatar von ch_
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    Camembert? Pass blos uff ey, dass er Dich nicht verschleimt
    Aber dafür gibts ja hoffentlich einen Notfallkoffer mit Taschentüchern im Haus!

    Viel Glück
    Bob
    nö, aber klopapier hat's da^^

    bäh, hat eigentlich gut geschmeckt und vielleicht 40 gramm? aber der letzte Biss war zuviel und jetzt langts mir erstmal für gefühlt 2 Wochen mit dem "Gammelfleisch".
    Rohkost ist das beste um dem Schwaben das "nix verkomma lassa" abzugewöhnen...
    Geändert von ch_ (31.05.14 um 19:28 Uhr)

  18. #13
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    Zitat Zitat von ch_ Beitrag anzeigen
    Rohkost ist das beste um dem Schwaben das "nix verkomma lassa" abzugewöhnen...
    Ja, DAS kann ich gut nachvollziehen!
    Ist mir auch schon mal mit Safus in der Art passiert

  19. #14
    Jungpflanze Avatar von ch_
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    ja das Pferdefleisch war schon ziemlich grenzwertig geliefert und die anderen alten Sachen waren dieses mal geschenkt, weil unverkäuflich (waren zu angetrocknet).
    Sonst wird Fleisch nur alt wenn's die ersten Tage nicht schmeckt. Versuch eigentlich immer nur soviel zu kaufen wie es auch auf 1-2mal weg kommt.

  20. #15
    Administrator Avatar von Angelika
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    Versuch eigentlich immer nur soviel zu kaufen wie es auch auf 1-2mal weg kommt.
    Ja, das habe ich mir inzwischen auch schon länger so angewöhnt.
    Sonst verkommt einfach zu viel.

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