Willkommen

 

Der Adventskalender von rohkostforum.net:


Jurassic Fruit Jurassic Fruit Früchteversand Jurassic Fruit Rohkost Versand

 

Ergebnis 1 bis 9 von 9

Thema: Bison Herde

  1. #1
    Administrator Avatar von Angelika
    Registriert seit
    20.04.13
    Alter
    43
    Beiträge
    4.229
    Danke
    227
    Danke erhalten: 1.028 Mal in 741 Posts
    Blog-Einträge
    288

    Bison Herde

    Grüß euch!

    Am Wochenende war ich wieder einmal bei der Bison Herde im Tal.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	angelika.jpg 
Hits:	153 
Größe:	81,6 KB 
ID:	1709

    Ich hatte dort schon einmal ein Video zusammengestellt für Youtube, aber da ich dazu am Klavier ein altes bekanntes Lied spielte, mußte ich es leider vom Netz geben. Und bei dem Video hatte ich den Züchter interviewt, da kann ich also nicht einfach den Ton rausnehmen und eine andere Musik automatisch ersetzen lassen.
    Das neue Video werde ich erst nach dem Workshop zu Ostern zusammenstellen, aber hier habe ich ein paar Fotos zusammengestellt, wie das dort aussieht.

    Das ist ein Ausblick ins Tal:

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	tal.jpg 
Hits:	145 
Größe:	61,0 KB 
ID:	1710

    Ein Blick zur Herde am Hügel, wobei die Steher des Zaunes tief in die Erde gerammt wurden, da diese Tiere mitunter sehr gefährlich werden können.
    Das Gebiet das sie zur Verfügung haben ist sehr groß.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	herde.jpg 
Hits:	120 
Größe:	141,7 KB 
ID:	1711

    Das sind jüngere Tiere in der Nähe des Zaunes, ich konnte sie durch den Zaun fotographieren. Sie werden etwa 2,3 m groß.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	bison.jpg 
Hits:	157 
Größe:	104,7 KB 
ID:	1712

    Eine Neuigkeit gab es letztes Wochenende für mich: Ein Bison-Kleintier, das das zweite Kind einer Bison-Mutter war, wurde verstoßen.
    Bison-Kühe können nämlich nur ein einziges Tier versorgen und wenn sie ausnahmsweise ein zweites zur Welt bringen, wählen sie instinktiv das stärkere aus, das ihr folgen darf.
    Das andere Tier darf nicht mitgehen und die anderen Tiere der Herde stellen sich zwischen ihm und die Mutter, sodass es nicht hinkann. Das Tier kann sehr schnell sterben, wenn die Züchter da nicht eingegriffen hätten, sie haben es gerettet, bevor ein männliches Tier es getötet hätte.
    Dann war die Frage, wie sie das Tier versorgen können. Mit einem Kuh-Zutz ging das nicht, sie mußten so kleine Löcher wie Menschenfläschchen nehmen, dass das Tier trinken konnte.
    Es wurde dann mit Kuhmilch versorgt - Büffelmilch gibt es ja nicht zu haben eben. Dadurch blieb das Tier kleiner als sein Geschwisterchen, aber es überlebte.
    Im Moment weiß es angeblich noch nicht, dass es ein Bison ist - läuft mit dem Hund und hält sich wohl für einen Hirtenhund, scherzt das Mädchen, das auf dem Foto gerade wieder geht.
    Ein Mitarbeiter sagte mir, dass es nie zur Herde zurückkehren kann. Es hat nie kämpfen gelernt und weiß auch gar nicht wie es sich verhalten soll. Es wird wohl am Hof einfach so bleiben und als eines der wenigen Tiere 20 Jahre alt werden. Ich bin gespannt! Es kann ja eben bis zu 2,3 m hoch werden !!

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	bisonkind.jpg 
Hits:	127 
Größe:	171,1 KB 
ID:	1713

    Es gibt dort auch Kühe und wie man sieht auch mit Hörner (wer es nicht weiß: Meist werden sie enthornt, doch das tut sehr weh (die Kälber weinen dabei) und es scheint sich negativ auf den Stoffwechsel auszuwirken, da das Horn anscheinend eine "Entgasungsfunktion" hat.)
    Ja und solche Kühe haben natürlich durch die Züchtungen bis zu 40 Liter Milchleistung am Tag laut dem Mitarbeiter - ob es diese jetzt auch haben, weiß ich nicht.
    Aber jedenfalls halfen sie mit, das das Bison Kind überleben konnte.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	kuehe.jpg 
Hits:	102 
Größe:	162,2 KB 
ID:	1714

    Einen Rohmilchkäse aus Kuhmilch habe ich für die Familie mitgenommen, er ist hier 3 Tage alt. Hier habe ich etwas davon in Salat eingerollt und gegessen.
    War lecker und ich habe es vertragen. Allerdings aß ich auch wenig davon.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	kuhmilchkaese.jpg 
Hits:	92 
Größe:	65,4 KB 
ID:	1715

    Auf dem Hof gibt es auch kleine Ponys und Ziegen. Als eine Art Streichelzoo, weil die Bisons - die auf der Weide - da darf niemand direkt hin. Das sind ja wilde Tiere!

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	ziege.jpg 
Hits:	106 
Größe:	180,1 KB 
ID:	1716

    Die Schweine, auch im "Streichelzoo"

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	hausschweine.jpg 
Hits:	111 
Größe:	169,8 KB 
ID:	1717

    Das Ferkel war ganz neugierig und "küßte" meine Kamera als ich filmte.
    Jedenfalls war ich stark erstaunt, wie stark dessen Auge dem menschlichen Auge ähnelt.
    Schweinefleisch esse ich generell eher seltener, auch Säugetierfleisch an sich.
    Es ist jedenfalls etwas besonderes und sollte mit Dankbarkeit und nicht achtlos gegessen werden.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Ferkel.jpg 
Hits:	122 
Größe:	155,4 KB 
ID:	1720

    Und so sieht eines der "fetten" Stücke vom Bison aus, Tafelstück wird es genannt. Kosten ca. etwas über EUR 50 pro Kilo.
    Filet (Lungenbraten) bei EUR 110 pro Kilogramm, das ist aber dann ganz ganz fein.
    Das Fleisch erinnert etwas an Wild und kann nicht mit Rindfleisch verwechselt werden.
    Es hat auch ganz eigene Eigenschaften (sehr viel Vitamin B12 etc).

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	bisonfleisch.jpg 
Hits:	122 
Größe:	92,5 KB 
ID:	1718

    Meiner Familie habe ich auch Bison Rohwurst mitgebracht. Ich müßte fragen, aber ich glaube die ist mit Schweinefett ergänzt.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	bisonrohwurst.jpg 
Hits:	166 
Größe:	82,0 KB 
ID:	1719

    Wen es interessiert, wo das ist, dies ist die Homepage: http://www.bisonfleisch.at/
    Fleisch gibt es dort allerdings nur, wenn gerade ein Tier geschossen wurde. Dazu wird eines extra abgedrängt von der Herde und dann geht es mit Schuß ganz schnell.
    Jedenfalls keine typische Schlachtung .. weder Masttierhaltung noch sonst was ist da typisch, das sind einfach wilde Tiere.
    Sie leben auch im Winter draussen und bekommen nur Heu dazu.
    Geändert von Angelika (08.04.14 um 22:50 Uhr)

  2. Die folgenden 2 Benutzer sagen Danke an Angelika für diesen Beitrag:


  3. #2
    Bob
    Guest
    Boahr, wat eine schöne Farbe vom Fleisch. Ein klitzekleine Verwandtschaft zum Galloway lässt sich aber schon erkennen, nich wahr

    best regards
    Bob

  4. #3
    Dattelkern
    Guest
    Zitat Zitat von Angelika Beitrag anzeigen
    Das ist ein Ausblick ins Tal:

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	tal.jpg 
Hits:	145 
Größe:	61,0 KB 
ID:	1710
    Der wird sich wahrscheinlich phänomenal auf die Qualität des Fleisches auswirken, vermute ich mal


    Zitat Zitat von Angelika Beitrag anzeigen
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	herde.jpg 
Hits:	120 
Größe:	141,7 KB 
ID:	1711
    Sieht ein bisschen schlapp aus, das Ding. Ist da wenigstens weideseitig noch ein doppelter Elektrozaun davor ?

    Zitat Zitat von Angelika Beitrag anzeigen
    Das Ferkel war ganz neugierig und "küßte" meine Kamera als ich filmte.
    Höre ich da unterschwellig einen Anflug von "vegane Tierrechtlerin" ?


    Zitat Zitat von Angelika Beitrag anzeigen
    Jedenfalls war ich stark erstaunt, wie stark dessen Auge dem menschlichen Auge ähnelt.
    Hahaha...Schweineaugen habe ich als Jugendlicher mal 40 Stück beim Schlachthof besorgt...für den Biologieunterricht in der Schule...die haben wir dann seziert...das Gekreische der Mädels werde ich nie vergessen .


    Zitat Zitat von Angelika Beitrag anzeigen
    Meiner Familie habe ich auch Bison Rohwurst mitgebracht. Ich müßte fragen, aber ich glaube die ist mit Schweinefett ergänzt.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	bisonrohwurst.jpg 
Hits:	166 
Größe:	82,0 KB 
ID:	1719
    Die Worscht tät mich auch mal interessieren


    Dattelkern

  5. #4
    Administrator Avatar von Angelika
    Registriert seit
    20.04.13
    Alter
    43
    Beiträge
    4.229
    Danke
    227
    Danke erhalten: 1.028 Mal in 741 Posts
    Blog-Einträge
    288
    Zitat Zitat von Dattelkern Beitrag anzeigen
    Der wird sich wahrscheinlich phänomenal auf die Qualität des Fleisches auswirken, vermute ich mal
    Na hör mal, klar! Ich meine, es gibt ja Rohköstler die mokieren sich darüber, wenn ich mal lausbesudelte Lindenblätter an einer Straße in Wien konsumiere!
    (Anm.: Nicht wegen der lausbesudelten Blätter an sich sondern wegen der Straße in Wien ..)


    Zitat Zitat von Dattelkern Beitrag anzeigen
    Sieht ein bisschen schlapp aus, das Ding. Ist da wenigstens weideseitig noch ein doppelter Elektrozaun davor ?
    Bisons hält - wenn sie mal rasend sind - NICHTS auf. Also so leicht nichts. Aber zumindest ein bißchen schon, ist so ein Bison dann aufgehalten. Und verheddert sich eventuell. Und Zeit ist in so einer Situation Goldes Wert!
    Bisher ist mir aber kein Zwischenfall zu Ohren gekommen.

    Zitat Zitat von Dattelkern Beitrag anzeigen
    Höre ich da unterschwellig einen Anflug von "vegane Tierrechtlerin" ?
    Nein .. den Tierchen dort geht es "wie auf einer Kur" wie der Inhaber mir sagte ...
    "Sauwohl" fühlten die sich eindeutig ...
    Das witzige Ferkel erinnerte mich an das ja! natürlich Ferkel:



    Zitat Zitat von Dattelkern Beitrag anzeigen
    Hahaha...Schweineaugen habe ich als Jugendlicher mal 40 Stück beim Schlachthof besorgt...für den Biologieunterricht in der Schule...die haben wir dann seziert...das Gekreische der Mädels werde ich nie vergessen .
    Kann ich mir vorstellen ...


    Zitat Zitat von Dattelkern Beitrag anzeigen
    Die Worscht tät mich auch mal interessieren
    Ich hatte sie schon mal gekostet, sie schmeckt rauchig, da sie wohl kurz in einer Rauchkammer waren. Meines sind sie nicht so. Aber grundsätzlich kann man künstlichen Darm für Wurst kaufen und selbst mit Fleisch und Fett und Gewürz stopfen.
    Und dann im Kühlschrank aufbewahren. Ohne Nitritpökelsalz halt beschränkt lagerbar, aber frisch schmecken sie in dem Fall ohnehin meist besser finde ich.
    Geändert von Angelika (09.04.14 um 00:47 Uhr)

  6. #5
    Administrator Avatar von Angelika
    Registriert seit
    20.04.13
    Alter
    43
    Beiträge
    4.229
    Danke
    227
    Danke erhalten: 1.028 Mal in 741 Posts
    Blog-Einträge
    288
    Also was ich krass fand an dem Samstag, nebenbei erwähnt: Ich hatte das was ich wollte vorbestellt. Sonst habe ich da keine Chance auf gute Stücke ..
    Weil es gibt eben ein paar Mal im Jahr dort einen Verkaufstag. Dort kaufen u.a. Spitzensportler ein.
    Und nach mir kamen drei ältere Damen in den Shop des Hofes und eine davon fragte (für die drei) dreimal, ob es Schmalz gäbe. Die Inhaberin hatte aber nur Bratlfettn. Zuletzt sagte die ältere Dame, ahso, das gibt es ja beim Bison nicht, Schmalz gibt es ja nur vom Schwein.
    Und anscheinend war ihr das Schmalz ein Anliegen.
    Ich meine, das ist doch voll ignorant .. und dekatent .. aber ich sagte natürlich nichts und erinnerte mich daran, dass ich es eigentlich schon schade finde, wenn so ein Fleisch überhaupt erhitzt wird.
    Aber so ist das halt!

  7. #6
    Bäumchen
    Registriert seit
    03.05.13
    Beiträge
    240
    Danke
    37
    Danke erhalten: 15 Mal in 13 Posts
    Danke, Angelika, für den Bericht. Fand ich sehr interessant!
    Es gibt ja bei uns in der Region immer mal wieder so "Tage des offenen Hofes". Nach deinem Bericht habe ich jetzt noch mehr Lust, zu sowas mal hinzufahren.
    LG Zoe

  8. #7
    Samenkorn Avatar von Rene
    Registriert seit
    03.01.14
    Ort
    Rotthalmünster/Bayern
    Alter
    31
    Beiträge
    33
    Danke
    3
    Danke erhalten: 2 Mal in 2 Posts
    Danke für den Bericht, sehr interessant.

    Ähm ja, wenn sich so eine Bisonherde in Bewegung setzt möchte ich auch nicht im Weg stehen, die werden wohl nicht ganz so angenehm auf einem Rumtrampeln wie bei einer Thai-Massage

    Zitat Zitat von Angelika Beitrag anzeigen
    Wen es interessiert, wo das ist, dies ist die Homepage: http://www.bisonfleisch.at/
    Fleisch gibt es dort allerdings nur, wenn gerade ein Tier geschossen wurde. Dazu wird eines extra abgedrängt von der Herde und dann geht es mit Schuß ganz schnell.
    Jedenfalls keine typische Schlachtung .. weder Masttierhaltung noch sonst was ist da typisch, das sind einfach wilde Tiere.
    Mit Fleisch, mal abgesehen von selten Fisch, kann ich mich zwar so gar nicht mehr anfreunden aber die Schlachtmethode klingt für mich recht gut. Auf jeden Fall Symphatischer als ewige Transporte zum Metzger etc. wo im Akkord gearbeitet wird.

  9. #8
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
    Registriert seit
    02.05.15
    Beiträge
    793
    Danke
    24
    Danke erhalten: 276 Mal in 159 Posts
    Da haben sie einen Filmbericht gezeigt von einem 10 jährigen Jungen, deutscher Einwanderer, der 1870 von Indianern entführt wurde. Durch die ständigen Kämpfe waren die Indianer ziemlich dezimiert und so entführten sie häufig Kinder von weißen Siedlern.

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitr...52C-der-Apache

    http://www.zdf.de/terra-x/herman-leh...-42092684.html

    minute 11.10
    Es war der erste Büffel den er je gesehen hat. Die Indianer schnitten ein Stück Leber aus dem noch warmen Tier. Sie beträufelten es mit Galle und befahlen es ihm zu essen. Er schluckte es runter, es kam aber wieder hoch. Wieder schluckte er es runter, wieder kam es hoch. Die Indianer taten mehr Galle auf das rohe Fleisch und zwangen ihn es zu essen.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	indianer.jpg 
Hits:	42 
Größe:	93,5 KB 
ID:	4249

    minute 12:00
    Nach 10 Tagen erreichen sie das Indianerdorf. Sie wollen prüfen ob das Kind auch was taugt. Wenn er sich richtig verhält hat er die Chance in den Stamm aufgenommen zu werden. Hermann wurde einem Test unterzogen. Er sollte wählen zwischen rohen und gekochten Fleisch. Er ahnt das von dieser Entscheidung sein weiters Schicksal abhängt. Hätte er er das geröstete Fleisch genommen, das Essen der Weißen, hätten sie ihm wahrscheinlich zu Tode gefoltert.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	test.jpg 
Hits:	49 
Größe:	68,7 KB 
ID:	4250

    minute 40:50
    Nachdem er 8 Jahren bei den Apachen und später bei den Kommanchen gelebt hatte kehrte er gezwungenermaßen zu den Weißen zurück. Aber er fand sich dort nicht zurecht. Immer wieder bricht er aus der Welt der Weißen aus, isst rohes Fleisch und schläft unter freiem Himmel.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	welt der Weißen.jpg 
Hits:	42 
Größe:	53,6 KB 
ID:	4251


    minute 28:10
    Unaufhaltsam breitet sich die Welt der Weißen aus. Die Eisenbahn reicht jetzt bis in das Gebiet der Great Plains. Sie bringt nicht nur Siedler und Viehzüchter in das Land sondern auch Büffeljäger. Innerhalb von nur 2 Jahren töten sie über 5 Millionen Tiere in der südlichen Prärie. In den 1870er Jahren fängt die systematische Ausrottung der Büffel an.
    Die amerikanische Regierung toleriert das, das Militär wünscht sich das weil damit die Lebensgrundlage der freien Indianer zerstört wird. Der Bison ist die Grundlage und auch das spirituelle Zentrum dieser Gesellschaft.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	büffeljäger.jpg 
Hits:	42 
Größe:	151,3 KB 
ID:	4252


    Der Amerikanische Bison (Bison bison), oft auch als Indianerbüffel oder nur als Büffel (englisch buffalo) bezeichnet, ist ein in Nordamerika verbreitetes Wildrind und zugleich das größte Landsäugetier der Region. Zusammen mit dem in Europa vorkommenden, ihm ähnlichen Wisent bildet er die Gattung der Bisons.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Amerikanischer_Bison


    In den 1920ern wurde Hermann eine Berühmtheit in Texas: Er trat in Rodeos und Wildwestshows auf, erschoss im Reiten ein Kalb und verspeiste dann vor den Augen der Zuschauer die rohe Leber des Tieres. Er heiratete zwei Mal und gründete eine Familie - aber er am wohlsten fühlte er sich bei den Indianern. Immer wieder kehrte er in die Reservationen zurück, um bei Ihnen zu sein.
    http://www.zdf.de/terra-x/kindesentf...-42095592.html


    Die Great Plains waren lange Zeit spärlich bewohnt und wurden von teilnomadischen Indianern auf der Jagd nach Bisons und Gabelböcken durchstreift. Erst die von Europäern nach Amerika gebrachten Pferde, die im 18. Jahrhundert in diese Gegend gelangten, ermöglichten den Indianern eine dichtere Besiedlung der Prärie und die Herausbildung der Plains-Indianer. Einige Völker profitierten stark von der neuen Lebensweise, der Bisonjagd zu Pferd. Die bislang schwachen Lakota und Comanche zum Beispiel entwickelten sich innerhalb kurzer Zeit zu bedeutenden Machtfaktoren im Mittleren Westen. Die Lebensweise der Plainsvölker orientierte sich stark an den Bisons. Sie wohnten in Tipis, die sich schnell auf- und abbauen ließen, und zogen so den Büffeln nach.
    Mitte des 19. Jahrhunderts zogen weiße Siedler durch die Great Plains nach Westen. Lange Zeit galt das Gebiet als unbewohnbares Ödland,[1] erst um 1865 ließen sich viele Siedler nieder. Die Bestandszahlen der Bisons gingen in der Folge durch massive Bejagung stark zurück, während die ansässigen Indianer bis 1890 in Reservate verdrängt wurden.
    Nach der großflächigen Rodung des Präriegrases und Dürren kam es zu Bodenerosionen. In der Folge verwandelten starke Staubstürme in den 1930er Jahren – vor allem zwischen 1935 und 1938 – Teile der Great Plains in eine sprichwörtliche „Staubschüssel“ (siehe Dust Bowl). Dies führte zu Massenelend unter den Bauern, die verstärkt in Richtung Kalifornien auswanderten.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Great_Plains
    Geändert von Tom Ate (23.02.16 um 10:20 Uhr)

  10. #9
    Urwaldriese Avatar von Tom Ate
    Registriert seit
    02.05.15
    Beiträge
    793
    Danke
    24
    Danke erhalten: 276 Mal in 159 Posts
    Eichelbrot war neben Wild und Fisch die Hauptnahrung der meisten kalifornischen Indianer. Das Brot wurde aus dem Mehl der Eichel hergestellt

    Schon die Erbauer von Cahokia, welche man der Mississippi-Kultur zurechnet, bauten mehrere Sorten Pflanzen an, die ertragreichste war der Mais.

    http://www.indianerwww.de/indian/spezielles.html

    Arktis Fleisch von Robben, Walen; Fisch, Pflanzen, Beeren. Es wurde gekocht, gegrillt, geräuchert oder roh gegessen.
    Subarktis Elch, Bär, Hirsch, Bison, Wale, Rentiere, Gänse, Enten
    Nordwestküste Fisch, Bären, Rentiere, Wale, Vogeleier, Beeren, Knollen. Nootka gingen mit Booten auf Walfang.
    Plateau Antilopen, Hirsche, Kaninchen, Enten, Lachse, Wurzeln, Samen, Camasknollen
    Grosses Becken Antilopen, Ratten, Heuschrecken, Schlangen, Nüsse, Wurzeln, Kräuter, Samen, Pinienkerne
    Prärie Bison, Wild
    Nordosten Jagd auf Wild, Fischfang, Ernten des wilden Wasserreises, Nüsse, Beeren, Mais, Bohnen, Kürbisse. Es wurde gekocht, gegrillt oder geräuchert.
    Kalifornien Hauptnahrung: Eicheln; Lachs, Küstenstämme: Fisch, Muscheln
    Südwesten Mais, Bohnen, Kürbisse, Baumwolle, Tabak
    Südosten Mais, Kürbisse, Süßkartoffeln, Melonen

    http://www.indianerwww.de/indian/pfl...h_tierisch.htm


    Die Anthropologen und Botaniker Vaughn Bryant und Glenna Williams-Dean von der Texas-Universität berichteten jüngst in der Zeitschrift „Scientific American“, daß sie bei ihren Koprolithenstudien eine recht mühsame Sättigungsmethode bei Ur-Indianern entdeckten, die vor 2800 Jahren die Höhlen im südwestlichen Texas bewohnten. Manche Koprolithen dieser Jäger und Sammler bestanden zu 80 bis 90 Prozent aus den Pollen verschiedener Wüstenpflanzen. Demnach müssen die Horden mit Bienenfleiß Blüten ausgesaugt oder gekaut haben. Vielleicht wurden auch Teile der Blüten zu Tee und Salat aufbereitet.

    Breit gefächert ist das Spektrum der Nahrungspflanzen gewesen. Da verraten Kalziumoxalat-Kristalle noch den Verzehr von Opuntien. Eine rhomboedrische Kristallform kann nur von der Agave lecheguilla herrühren. Chilipfeffer und Brombeeren, Kürbis, Schilf und Rohrkolben, Tomaten und Hirse sind nachweisbar. Denn Samen passieren den Magen-Darm-Trakt unzerstört. Und aus der Art, wie Samenschalen gequetscht oder gesplittert sind, läßt sich die Technik des Stamp-Jens oder Mahlens rekonstruieren.

    Auch die Ur-Adlernase hat nicht immer zwischen Büffel- und Bärenbeute geschwelgt. Wie teilweise 10 000 Jahre alte Stichproben aus den Höhlen von Colorado, Nevada, Utah und Texas beweisen, wurden gelegentlich kleine Nagetiere und Grashüpfer gefangen. Mitverschlungene Knöchelchen und Chitinreste erlauben oft eine ganz exakte Bestimmung. Bei über tausendfacher Vergrößerung sind auch artspezifische Unterschiede im Aufbau von Säugetierhaaren zu erkennen und damit Antilopen, Weißwedelhirsch und Erdhörnchen als Beute noch identifizierbar.

    Mitgegessen wurden bei Fischen die Schuppen und Gräten, bei kleinen Eidechsen Stücke der Hauptpanzerung und von Vögeln viele Federn. Reiher, Enten und Teichhühner konnten also überlistet werden. Vielleicht aus Kalkhunger zerkaute man bei Schneckenmahlzeiten auch die Gehäuse. Die Anthropologen Heinze und Napton von der California-Universität fanden in Koprolithen büschelweise Menschenhaar, das möglicherweise als Heil- oder Zaubermittel verschlungen wurde.

    http://www.zeit.de/1975/13/was-die-ur-indianer-assen (1975)
    Geräucherter Bärenschinken, gesottene Büffelzungen, würziges Hirschragout und saftige Elchsteaks mit wilden Zwiebeln und Knoblauch, zubereitet am lodernden Lagerfeuer, das sind die kulinarischen Freuden der Indianer in unserer Vorstellung. Die Wirklichkeit löste nur selten ein, was die üppige Fantasie populärer Schriftsteller uns vorgaukelt. Es gab Regionen und Jahreszeiten, in denen die Indianer von den Gaben der Natur schier überschüttet wurden, von einem reichen Angebot an Beeren, Wild oder Meeresfrüchten. Es gab aber auch Zeiten des Hungers und der Entbehrung, vor allem hoch im Norden Amerikas.
    Zitat: " Manchmal hatten wir viel zu viel zu essen, häufiger viel zu wenig und sehr selten gerade genug."
    Ich möchte Euch allerdings nur ein Gebiet, Allegras indianische Heimat, vorstellen, das Gebiet der Prärien.

    In der Prärie: Tatonka, der "Freund des Menschen"
    Wie waren die Verhältnisse im Grasmeer westlich des Mississippi, unter dem weiten Himmel der unendlichen Prärien, in der Heimat der Sioux, Crow, Cheyenne, Kiowa oder Comanchen? Wirkliche Jäger, so wie wir sie hoch zu Ross kennen, wurden sie erst, nachdem die Spanier den "Grossen Geisterhund" mitgebracht hatten. Davor war es recht mühsam und nicht sehr erfolgreich, in dem offenen, ebenen Gelände mit geringen Deckungsmöglichkeiten und wenig wirkungsvollen Waffen die mächtigen Bisons zu beschleichen, in Corrals zu treiben oder in Panik zu versetzen, damit sie sich über steile, in der Prärie ohnehin seltene Klippen stürzten.
    Der Bison wurde vollständig verwertet
    Hatte eine Sippe eines oder gar mehrere der Tiere gejagt, verwerteten sie es mit Haut und Knochen. Sie nutzten praktisch alles: das Fleisch als Nahrung, das Fell für Behausung und Kleidung, die Knochen als Werkzeuge, die Hufe zur Gewinnung von Leim, die Sehnen als Garn, die Hörner als Gefässe, die Schädel als religiöse Symbole, die Zähne als Schmucksteine. Das Fleisch, das sie nicht frisch essen konnten schnitten sie in schmale Streifen, trockneten es an der Luft und gelegentlich über niedrig schwelenden Feuern, durch die es einen rauchigen Geschmack erhielt und gegen die allgegenwärtige Fliegenpest geschützt war. So stellten sie das so genannte "jerky" her, das sie später zerrieben und zerstiessen für die Zubereitung von "pemmican". Sie würzten es mit Beeren, wilden Kräutern, mitunter mit Salz. Wenn sie nichts anderes hatten, versuchten sie mit der Beimischung von Holzkohle dem Fleisch ein bisschen Geschmack zu geben.
    Die Plains Indianer, die ursprünglichen Bewohner der Staaten Montana, Nebraska, der beiden Dakotas, der kanadischen Prärien waren so abhängig von den Tatonka, dass ihre Lebensform als "Bison-Kultur" in die Geschichte einging. Sie ehrten den Tatonka als Freunde und Geschenk des Wakantanka, darum veranstalteten sie grosse Zeremonien und Rituale. Die Notwendigkeit ihre Freunde töten zu müssen, um selbst überleben zu können, erklärten sie mit verblüffender Logik: "Wer einen Feind tötet, ist ein grosser Krieger. Wer jedoch einen Freund zu töten vermag, ist ein grosser Held".

    Die Prärievölker kochten in mit Fell ausgelegten Erdgruben, sofern sie Steine fanden, Töpfe, wie wir sie kennen waren selten bei den nomadischen Völkern zu finden. Als Brennstoff dienten in der baum- und holzlosen Prärie trockene buffalo chips, Büffeldung. Wenn sie einen Büffel erlegt hatten nahmen sie den Büffelpansen und hängten ihn mit Inhalt an einem Dreibein über ein glosendes Feuer und erwärmten so die Flüssigkeit. Manchmal füllten sie ihn auch mit Wasser und Fleisch und legten vorsichtig heisse Steine hinein, um den Vorgang zu intensivieren und zu beschleunigen. Diese Methode hatte den Vorzug, dass man den "Kochtopf" als Nachtisch verzehren konnte.

    Gastfreundschaft: Festgelegte Essenszeiten gab es grundsätzlich nicht. Jeder und jede bediente sich nach Gusto, solange der Vorrat reichte. Wenn ein Gast, bekannt oder unbekannt, erwartet oder unerwartet, auftauchte, wurde das Beste hervorgeholt, was die Küche zu bieten hatte.


    Ohne Pferde war die Jagd zu aufwändig und zu wenig Erfolg versprechend, da verwundert es nicht, dass das spätere Jäger- und Kriegervolk der Cheyenne ursrpünglich in den Tälern der Missouri-Nebenflüsse bescheidenen Ackerbau betrieb; dass die Sioux erst lange nach der Ankunft der Spanier das schützende Waldland im heutigen Minnesota verliessen; dass die wilden, gefürchteten Comanchen erst sehr spät aus den Gebirgstälern der Rocky Mountains aufbrachen und die südlichen Ebenen überfluteten.

    Allen Plains-Stämmen, nomadischen Jägern wie sesshafte Feldbauern, bot das Land ausreichend Nahrung. So ist es nur verständlich, dass sie es "Mutter" nannten. Pflanzen und Tiere, ob wild oder domestiziert, die Gewässer und Mineralien - sie alle waren den amerikanischen Ureinwohnern heilig. Bis heute haben sich die Plains-Indianer ihre Achtung vor diesen alten Nahrungsmitteln bewahrt.

    http://wiwasteka.beepworld.de/food.htm


    Autoren beschreiben die Reservate zu ihren Anfangszeiten als Gefangenenlager, welche die Indianer nur mit Erlaubnis verlassen durften. Das eingeschränkte Reservatsleben machte den Indianern ihre Selbstversorgungswirtschaft unmöglich. Sie waren abhängig von Lebensmittelrationen, die von den Regierungsvertretern als Druckmittel verwendet wurden. Zeigten sich einzelne Indianer widerständig, wurde ihnen die Lebensmittelration vorenthalten, so dass den Indianern nichts anderes übrig blieb, als sich zu fügen.


    In Kanada übertrugen formal zahlreiche Stämme dem Königreich England per Vertrag ihre einstigen Ländereien (vor allem zwischen 1867 und 1923). Stattdessen erhielten sie viel kleinere, handelbare Grundstücke. Ebenfalls im Vertrag festgeschrieben war die Höhe der Essensrationen, welche die Indianer als Ausgleich auf ewige Zeiten erhalten sollten, und die finanzielle Entschädigung, die etwa bei zwölf Dollar pro Person lag. Häuptlinge erhalten zusätzlich pro Jahr ca. 25 Dollar. Zusätzlich verpflichtete sich die kanadische Regierung, für Bildung und Gesundheitsversorgung der Reservatsindianer zu sorgen. Fisch- und Jagdrechte wurden ihnen teilweise weiterhin gewährt. Es gab viele verschiedene Verträge mit sehr unterschiedlichen Bedingungen und manche Gruppen argumentieren heute, die Seite der Ureinwohner sei nicht zum Abschluss dieser Verträge legitimiert gewesen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Indianerreservat
    Die verschiedenen Indianerstämme waren Meister im Bereich Konservierung. Manche Lebensmittel konnten über Monate haltbar gemacht werden.

    Je nachdem wo und wie die Menschen in den Regionen zwischen Eis, Küste, Wald, Prärie und Wüste lebten, standen Walfleisch, Fische, Nüsse, Beeren, Bisonfleisch, Mais, Bohnen, oder Kartoffeln und einiges mehr auf dem Speiseplan.
    Bison
    Häufig wird der Bison, das amerikanische Wildrind, auch Büffel genannt. Das ist jedoch nicht richtig. Nur afrikanische und asiatische Rinderarten, wie der Wasserbüffel, sind echte Büffel. In der baumlosen Prärie, mit seinem harten Steppengras lebten bis zum 19. Jahrhundert Millionen von Bisons.


    Erdherd
    Während die Prärieindianer ihre Bisoneintöpfe im großen Magensack des Bisons kochten, verstanden sich die Küstenindianer und andere Stämme in der Kochkunst mit Erdloch.
    Dazu wurde ein Loch in der Erde ausgehoben. Dort hinein setzte man einen Korb mit dem Kochgut und im Feuer erhitzte Steine. Das Loch wurde anschließend mit Zweigen abgedeckt und das Essen konnte vor sich hingaren.


    Ernährung
    Das Nahrungsangebot und die Ernährung der Indianer hingen ganz von den Bedingungen ihrer Lebensräume ab. Küstenindianer lebten vorwiegend vom Fischfang, Prärieindianer aßen hauptsächlich Bisonfleisch usw.
    Ahornsirup
    Aus dem Saft des Zucker-Ahorns stellen die Indianer den schmackhaften Ahornsirup her, mit dem sie ihre Maisgerichte und den Pemmikan versüßen.


    Bären und Beeren
    Während die Jagd auf Braunbären, wie den Grisli, ein gefährliches Unterfangen für Stammeskrieger war, war das Sammeln der verschiedenen Beeren sehr mühselig und zeitaufwendig für die Frauen. Büffelbeeren, Moosbeeren, wilde Stachelbeeren, Brombeeren, Himbeeren und Erdbeeren ergänzten die Fleischnahrung, in dem sie zusammen mit getrocknetem Bisonfleisch und Fett zu Pemmikan verarbeitet wurden.


    Wenn wir heute auf dem Markt das ganze Jahr Tomaten und Kartoffeln kaufen können, haben wir das den indianischen Frauen zu verdanken, die diese Feldfrüchte als erste Menschen in ihren Gebieten anbauten. Auch Bohnen, Mais und Kürbis stammen aus der Landwirtschaft der Indianer, keine anderen Völker haben mehr Nutzpflanzen angebaut. Was wären wir ohne Kaffee, Kakao, Erbsen, Weintrauben, Äpfel oder Erdbeeren?

    Mehr als eine Nahrungsquelle – das Bison
    Die Prärieindianer ernährten sich das ganze Jahr fast nur von Bisonfleisch. Häufig wird der Bison, das amerikanische Wildrind, auch Büffel genannt.


    In der baumlosen Prärie, mit seinem harten Steppengras lebten bis zum 19. Jahrhundert Millionen von Bisons, die den etwa 31 verschiedenen Indianerstämmen das Überleben sicherte. Bevor die Indianer den riesigen Herden auf Pferden folgen und mit Pfeil und Bogen jagen konnten, hatten sie verschiedene andere Jagdtechniken entwickelt. Sie trieben eine Herde auf einen Felsabhang zu oder sie umzingelten eine kleinere Anzahl von Bisons und zündeten das trockene Präriegras an, um dann die vom Feuerring eingeschlossenen Tiere zu töten. In den Monaten Juni, Juli und August waren die gewaltigen Zotteltiere besonders fett, das war die Hauptjagdzeit. Aber nie wurde ein Tier nur aus reiner Lust am Jagen getötet und jedes erlegte Tier wurde gründlich verwertet.


    Die erfolgreichen und tapferen Jäger wurden mit der Haut, den Höckern und den Zungen der Tiere belohnt. Die besten Fleischstücke wurden im Lager von den Frauen auf riesigen Holzspießen gebraten und während eines großen Festes gegessen. Im großen Magensack des Bisons, dem Pansen, kochten die Frauen einen großen Fleischeintopf. Bekam der „Kochtopf“ nach ein paar Tagen Löcher, wurde er ebenfalls verspeist.

    Für den Winter wurde Bisonfleisch in der Sonne getrocknet, anschließend mit Steinhämmern klein gestampft. Mit Beeren, Samen und Kräutern vermischt wurde, diese Masse mit Bisonfett verknetet bis sie fest war. Dieses Gericht heißt Pemmikan und wird auch heute noch in abgewandelter Form zubereitet. Der nahrhafte Pemmikan hielt sich über die Wintermonate in Beuteln aus der Rohhaut der Bisons. In Streifen geschnittenes Trockenfleisch und Pemmikan roh oder gebraten bildeten ein nahrhaftes Essen für die harten Wintermonate. Die weichen Nasenknorpel der Bisons wurden wie Kaugummi gekaut. Rohhäute und Felle sind ohne Fleisch und Fett. In einem speziellen Verfahren werden sie getrocknet und können dann weiterverarbeitet werden. Im Vergleich zu heute waren diese Arbeitsgänge zurzeit der Bisonjäger eine ekelige Angelegenheit und Schwerstarbeit. Bis aus den Häuten Tipis, Kanus, Kleidung, Decken und andere Gegenstände des täglichen Bedarfs gefertigt waren, vergingen Tage und Wochen. Aus dem Fett der Tiere wurde Seife hergestellt. Die Sehnen wurden zu Seilen, Bogensehnen und Nähgarn verarbeitet. Die Hörner wurden zu Bechern. Aus den Knochen fertigten die Prärieindianer Pfeilspitzen, Werkzeuge und Messer. Der Bisonschwanz eignete sich hervorragend als Pinsel oder Fliegenklatsche. Aus den Hufen wurde eine Art Klebstoff gewonnen.

    http://www.kidsweb.de/schule/kidsweb...ernaehrung.htm
    Exotische Kost für Überlebenskünstler
    Auf dem Speisezettel der Wüstenindianern am Rande der Rocky Mountains standen in der Trockenzeit auch Eidechsen, Ratten, Raupen und Grillen. Essbare Wurzeln und Knollen wurden ausgebuddelt zu einer Mahlzeit verarbeitet.

    An der Nordwestküste – Fisch und Wal
    An der Nordwestküste war Fisch die Hauptnahrungsquelle. Lachs, Meerforelle, Hering und Heilbutt, aber auch Walfleisch wurden auf die vielfältigste Art und Weise von den Indianerfrauen zubereitet. Mit Beilagen aus verschiedenen Pflanzen und Kräutern stellten sie nahrhafte Gerichte her. Die Nootka waren ebenso wie das Volk der Haida unerschrockene Walfänger. Anstatt darauf zu warten, dass ein Wal an den Strand gespült wurde, gingen sie in Holzkanus und mit Harpunen bewaffnet auf Walfang.


    Gesunde Rohkost aus Robbe und Wal
    Die Inuit ernährten sich fast nur vom rohen Fleisch und den Innereien der Robben und Wale.
    Wie die Prärieindianer zogen sie im Laufe eines Jahres den Beutetieren hinterher.
    Die Leber und der Inhalt eines Walrossmagens wurden noch an Ort und Stelle warm gegessen. Frische Walhaut enthält viele Vitamine und ersetzte dadurch pflanzliche Nahrung, die den Inuit in ihrer Eiswelt fehlte. Das so genannte Muktuk war und ist ein tellergroßes Stück dieser Haut mit viel Fett und gilt als Delikatesse.

    Ganz praktisch wurde Frischfleisch in Eisgruben aufbewahrt. Damit Eisbären, Wölfe und Polarfüchse sich nicht an der Jagdbeute der Inuit bedienen konnten, wurde das Fleisch auf zwei bis drei Meter hohen Holzgestellen gelagert und gleichzeitig getrocknet. Auch sie verwerteten alles von den erlegten Tieren für den Bedarf an Kleidung, Werkzeug und anderen Dingen. Aus einem Stück Robbendarm wurde ein Fenster im Iglu „verglast“. In Lampen, die gleichzeitig als Kocher verwandt wurden, brannte Robbenfett.

    http://www.kidsweb.de/schule/kidsweb...ernaehrung.htm



    Büffelbeeren, Moosbeeren, wilde Stachelbeeren, Brombeeren, Himbeeren und Erdbeeren ergänzten die Fleischnahrung, in dem sie zusammen mit getrocknetem Bisonfleisch und Fett zu Pemmikan verarbeitet wurden.

    Für den Winter wurde Bisonfleisch in der Sonne getrocknet, anschließend mit Steinhämmern klein gestampft. Mit Beeren, Samen und Kräutern vermischt wurde, diese Masse mit Bisonfett verknetet bis sie fest war. Dieses Gericht heißt Pemmikan und wird auch heute noch in abgewandelter Form zubereitet. Der nahrhafte Pemmikan hielt sich über die Wintermonate in Beuteln aus der Rohhaut der Bisons. In Streifen geschnittenes Trockenfleisch und Pemmikan roh oder gebraten bildeten ein nahrhaftes Essen für die harten Wintermonate.
    Seltsame Mischung...


    Manche Koprolithen dieser Jäger und Sammler bestanden zu 80 bis 90 Prozent aus den Pollen verschiedener Wüstenpflanzen. Demnach müssen die Horden mit Bienenfleiß Blüten ausgesaugt oder gekaut haben.
    So richtig kann ich mir das nicht vorstellen. Ob das wirklich so war?
    Geändert von Tom Ate (23.02.16 um 02:12 Uhr)

  11. Der folgende Benutzer sagt Danke an Tom Ate für diesen Beitrag:

    Harry (23.02.16)

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •