Spruch des Tages

  • Aber selbst wenn es uns gelingen würde den notwendigen Strom irgendwie zusammenzukratzen, wäre er viel zu teuer.

    Open AI hat für GTP 5 zwei Testläufe gemacht. Ein Testlauf hat 500 Millionen gekostet. In Deutschland wäre es bei unseren Strompreisen, glaube ich, unmöglich eine leistungsfähige KI zu entwickeln. Selbst wenn wir Kernkraftwerke bauen würden, würde das nichts nutzen, denn nur ein abgeschriebenes Kernkraftwerk produziert günstigen Strom.


    EDIT: Habe nochmal nachgegoogelt wegen den 500 Millionen pro Testlauf. "Kosten für Training sind hoch, aber keine 500 Millionen pro Testlauf."


    Der Zukunftsforscher Dr. Pero Mićić entwirft 3 mögliche Szenarien für die Zeit der Umstellung auf KI und Robotik: 🤖

    https://www.youtube.com/watch?v=_uTrap28iwQ


    Ich denke, die Länder in Asien und die USA werden den Wandel einigermaßen gut managen, aber ich denke Deutschland mit seinen ideologischen und unflexiblen Politikern wird wahrscheinlich in eine Steinzeitgesellschaft zurückfallen.


    HORROR-SZENARIO

    Staat und Wirtschaft haben praktisch

    nichts Wirksames getan.

    Die Gesellschaft erlebt eine Katastrophe.


    Die Einkommen und Vermögen sinken massiv.

    Sinkende Preise reichen nicht. Der Staat nimmt

    drastisch weniger Steuern ein.


    Binnen weniger Jahre entsteht eine lange nicht

    gekannte Massenarmut.


    Die Situation wird von den Regierungen zunächst

    mit teuren Maßnahmen kaschiert, was die Krise

    noch schlimmer macht.


    Jeder kämpft gegen jeden. Extremismus und

    Verschwörungsglaube haben massiven Zulauf.

    Schuldige werden identifiziert und bekämpft.


    Die Bürger wählen radikale Parteien in die

    Parlamentsmehrheiten.


    Totalitāre Regimes und starke Führer von links

    oder rechts ergreifen die Macht und

    verstaatlichen alles. Die Freiheit stirbt.


    KRISEN-SZENARIO

    Staat und Wirtschaft konnten das

    Horror-Szenario verhindern.

    Ein starker Niedergang fand dennoch statt.


    ÜBERFLUSS-SZENARIO

    Staat und Wirtschaft nutzten zukunfts-

    intelligent die Chancen und steigerten

    massiv die Lebensqualität aller Bürger.


  • Die Einkommen und Vermögen sinken massiv.

    Sinkende Preise reichen nicht. Der Staat nimmt

    drastisch weniger Steuern ein.

    Kritik daran: Der Staat reagiert kreativ darauf und erhöht zum Beispiel nochmals die Grundsteuer wie kürzlich geschehen trotz Rekord Steuereinnahmen 2024!


    Außerdem: Warum muss der Staat immer noch mehr Steuern einnehmen? Klar, wenn man Milliardenbeträge in alle Welt hinaus verschiebt, Proxikriege mitfinanziert und der Korruption Tür und Tor öffnet, dann wird das schon klar.


    Bürokratieabbau und ein Besinnen auf die eigentlichen Aufgaben des Staates sollten eher dazu führen, dass der Staat weniger Mittel braucht.


    Sorry, ich schaue keine deutschen Nachrichten und bin in der deutschen Politik nicht drin, doch anstatt mehr Einnahmen helfen weniger Ausgaben.


    Mein Vater zahlte damals den höchsten Steuersatz von 56 %. Im Mittelalter bezahlten die Bauern nur den "Zehnten".

    Von zehn Sack Getreide wurde ein Sack in den Zehntstadel gebracht für die Obrigkeit.


    Heutzutage zahlen wir nicht nur Steuern von unserem Einkommen, sondern auch für alles was wir zum Essen kaufen, was wir erben, was wir besitzen.


    Man kann auch versuchen dem teilweise zu entgehen, indem man zumindest sein Essen selbst anbaut. Wir als Rohköstler sind eigentlich prädestiniert dazu. 🍓🍓

  • Den Zulauf der "Extremparteien" erleben wir ja selbst hier schon in den letzten Jahren. Und auch in nahezu allen Nachbarstaaten, im Westen, Süden wie auch Osten.
    Das alles sind die Anzeichen, die auch schon in der biblischen Offenbarung angekündigt wurden. Genau das was oben steht, plus noch mehr Kriegen und Katastrophen weltweit, erwartet uns zuletzt.
    Und die sog. "falschen Propheten", sprich "irgendwelche Spinner", erleben wir ja auch zum Teil jetzt schon. Menschen, die sich entweder als "Hellseher" ausgeben, alberne Karten legen oder politisch motivierte Spinner, Extremisten, Verschwörungstheoretiker und sonstwas.

    Das alles ist ja längst schon keine "Science-Fiction" mehr. Und eben die Menschen, die anderen Menschen "das Heil" versprechen und dafür Geld verlangen oder sonstige Vorteile.
    Eine dieser Erscheinungen sind eben auch die Konzerne, die zuhauf Daten sammeln, "Dienstleistungen" anbieten und damit den Menschen immer noch gläserner machen als ohnehin schon.

    In D. ist jetzt zum Beispiel die Rede von einem bald eingeführten "digitalen Bürgerkonto", über das dann u.a. auch alle Behörden mit allen Daten untereinander kommunizieren können. All das sind erst die "erweiterten Anfänge" dessen, was uns erst noch erwartet.
    KI an jeder Straßenecke, in Krankenhäusern und Restaurants ist dann nur der nächste Schritt.

    Den Punkt, innovative Technik nur "sinnvoll" einzusetzen, haben wir glaube ich schon lange überschritten.
    Selbst das (inzwischen) "ganz normale" Internet wird längst mindestens genauso negativ wie auch sinnvoll genutzt, selbst wenn man das "Darknet" mal komplett außen vor lässt.

    Das macht selbst mir als (u.a. "IT-Menschen") schon länger Angst, diese Entwicklung. Denn ich weiß, wo da die Grenzen liegen und dass diese noch lange nicht erreicht werden. Und dass jeden Tag neue Menschen neue Ideen entwickeln, wie man anderen Menschen darüber schaden kann und selber Geld damit "verdient".

    Ich war ja einer der Ersten, die allein schon berufsbedingt mit dem Internet zu tun hatte. Auch lange schon vor der Freigabe des heute "öffentlichen Internets", wie es inzwischen jedermann kennt. Viele wissen nicht mal, dass es das im Grundsatz sogar schon in den 1960er Jahren gab, nur war es damals noch streng abgeschottet und wurde ausschließlich militärisch und von Geheimdiensten genutzt.
    Auch wir später hatten zunächst nur Zugriff z.B, über irgendwelche Uni-Großrechner, bei denen wir einen Account brauchten und uns darüber per DFÜ von Zuhause etc. eingewählt haben.

    Das war alles lange vor der Zeit des heute bekannten "WWW" (das zwar Viele bis heute für "das Internet" halten, das aber nach wie vor nur ein kleiner Teil davon ist). Dass es zig andere Protokolle als HTTP/HTTPS oder FTP gibt, wissen vergleichsweise nur Wenige. OK, "E-Mail" kennt heute auch Jeder. Aber dann hört's ja auch schon fast wieder auf. Mehr verknüpfen die meisten Menschen gar nicht mit dem Begriff "Internet".

    Wir alle senden aber tagtäglich (auch unbemerkt) unzählige Daten ins weltweite Netz. Inzwischen sogar schon die Grundschüler mit ihren Smartphones. Die wissen es noch weniger...
    Router sind heute "dauer-online" und müssen sich nicht mehr temporär einwählen, das Festnetztelefon läuft ebenfalls inzwischen fast weltweit ausschließlich übers Internet (VoIP/SIP etc.). Auch das ist vielen gar nicht so bewusst.

    Handys: Digitale Basis-Funkmasten! Das nächste "Netz". A-Netze gibt es schon lange nicht mehr.

    Und "KI/AI" ist wie gesagt nur die nächste Stufe der digitalen Entwicklung. Aber noch laaange nicht das Ende. Für viele sind heute schon "Smart-Homes" selbstverständlich. Nach Feierabend ist längst die Badewanne voll, die Rollläden unten und die Heizung an, weil man das vom SUV aus von unterwegs erledigt hat.
    Der Kühlschrank hat sich selber "nach bestellt" (in Zukunft auch per Aufzug und Mini U-Bahn von hinten automatisch befüllt), die Haustiere sind bereits gefüttert und was weiß ich nicht alles.

    "Schöne neue Welt". Der Mensch verkümmert immer mehr, weil er immer weniger selber machen muss...
    Meine Generation kannte Androiden und Roboter nur aus SF-Filmen - wer weiß wann auch das alles Realität wird.
    Roboter gibts ja schon genug, auch in der Gastro und in teils Krankenhäusern. Bei weniger Ärzten dann künftig auch für OPs usw., nicht mehr nur als "Krankenschwester-Ersatz".

    Flugzeuge fliegen alleine ohne Besatzung, sobald die gesetzlichen Rahmen dafür (international) geschaffen werden. Technisch geht das längst schon heute und Testflüge gab es ja genug (natürlich noch mit menschlichen Testpiloten als "Backup", aber ohne einzugreifen).

    Da moderne Jets auch vom Boden aus zu steuern sind, ist auch dadurch potentiellen Angreifern Tür & Tor geöffnet.
    Ähnlich wie man heute Fahrzeug-Systeme spielend hacken (und auch per GPS spielend lokalisieren) kann, geht das auch mit Flugzeugen.

  • Den Zulauf der "Extremparteien" erleben wir ja selbst hier schon in den letzten Jahren. Und auch in nahezu allen Nachbarstaaten, im Westen, Süden wie auch Osten.
    Das alles sind die Anzeichen, die auch schon in der biblischen Offenbarung angekündigt wurden. Genau das was oben steht, plus noch mehr Kriegen und Katastrophen weltweit, erwartet uns zuletzt.

    Mittlerweile sind doch alle Parteien in Deutschland Extremparteien. Die Tierschutzpartei vielleicht mal ausgenommen.

    Ein Kanzler der einem anderen Land Marschflugkörper liefert und ihnen erlaubt diese gen Moskau fliegen zu lassen, der ist ja sogar super-extrem.


    Ich glaube, mit der KI und den ganzen Robotern entsteht eine völlig neue Spezies auf der Erde. Und die wird uns zumindest intellektuell haushoch überlegen sein. In dem Video hier wird ein etwas düsteres Zukunftsbild gezeigt, indem die KI die Weltherrschaft übernimmt.

    https://www.youtube.com/watch?v=LDyizHZL6w4


    An dieser Stelle (min 12.08) wird gefragt ob KI, ob die Roboter ein Bewusstsein haben. Ich denke schon. Wir sind ja auch nur irgendwelche Bio-Roboter und haben ein Bewusstsein. Wir haben die KI und die Roboter erschaffen und uns hat ja auch eine andere Macht erschaffen.


    Ich höre mir jeden Tag irgendwelche Politik-Podcasts an, und gerade hier in Deutschland hat man das Gefühl der Mensch entwickelt sich eher zurück als dass er sich weiter entwickelt. Und wenn wir als Spezies uns nicht weiterentwickeln, dann werden wir einen schweren Stand gegenüber dieser Neuen Spezies hier auf Erden haben.


    In dem Film "Alien: Covenant" wird die Behauptung aufgestellt, dass die Menschheit es nicht verdient hat, weiterzuleben. Der Android David äußert diese Meinung gegenüber seinem Kollegen Walter. Diese Aussage ist ein Teil einer größeren Diskussion über die Existenz und den Wert der menschlichen Spezies.

  • An dieser Stelle (min 12.08) wird gefragt ob KI, ob die Roboter ein Bewusstsein haben. Ich denke schon.

    Ein Bewusstsein, das ihm der Mensch ( = Programmierer) gegeben hat. Im nächsten Schritt sind dann Computer / KI in der Lage, sich selber weiter zu entwickeln und eine Art "eigenen Willen" zu entwickeln. Und damit dann auch "eigene Ziele".

    Die "Übernahme" durch Bots war lange Zeit nur reine SF, so langsam wird sie aber mehr und mehr Realität. Früher gab es nur Filme, in denen Maschinen die Menschen irgendwann als "überflüssig" und "unwürdig" betrachteten und die Kontrolle übernahmen.

    Heute setzen viele Menschen bisher KI nur mit Techniken gleich, die eigentlich nur sog. LLM sind ("Large Language Modell"). Also sowas, worauf beispielsweise ChatGPT basiert. Das ist aber keine "KI" im engeren Sinne, sondern diese Maschinen bedienen sich nur aus den ohnehin schon verfügbaren Informationen des Internets und setzen diese in "menschenähnliche" Sprachmuster halbwegs sinnvoll (aber längst nicht "fehlerfrei") zusammen. Mehr nicht. Weshalb ja auch immer davor gewarnt wird, sie ungeprüft allzu ernst zu nehmen.
    Denn schon allein die Basis der Infos kann ja falsch sein.

    Ich könnte beispielsweise hier im Forum (und 3-4 anderen Stellen) behaupten, der Mond sei eckig und grün. Ein paar Leute zitieren das vielleicht noch an deren Stellen.
    Google indexiert das Forum und die anderen Quellen - und somit "greift" sich auch das LLM irgendwann diese Aussagen und gibt sie als Antwort auf ein Prompt aus.
    Der User fragt "Beschreibe mir den Mond" und die LLM antwortet sowas wie "Laut Internet wird der Mond auch als Erdtrabant bezeichnet. Er ist ca. 380.000 Kilometer von der Erde entfernt und besitzt eine grüne, eckige bis würfelförmige Gestalt." :D
    Ja herzlichen Glückwunsch.... :D

  • Morjen alle,

    den Nachbarn unterstützen wenn er überfallen wird, und den Agressor in Schach halten der, die unter den Staaten und halbwegs intelligenten Menschen anerkannte Regeln bricht, macht schon Sinn und ist im eigenen Interesse.


    "Bürokratieabbau und ein Besinnen..." Ja auf jeden Fall.


    Erbschaftsteuer abschaffen gegen ein faires Erbausgleichssytem. Aus dem der Fiskus sich raushält; also nichts abgreift für laufende Ausgaben (und Bürokratie). Dafür überzogene staatliche Fürsorge herunter fahren und auf Eigenverantwortung setzen. Geht aber nur bei halbwegs fairen Ausgangsbedingungen. In einer Zukunft mit KI und Robotern, wird vermutlich nur der noch am wirtschaftlichen Erfolg des Landes beteiligt sein, der ein gewisses Kapital besitzt (= geerbt hat?) (und oder sehr gut programmieren kann ;) ). Ich hoffe die Gesellschaftskritik (an fast allem) hier im Forum ist letztendlich nicht von persönlichem Geiz, Engherzigkeit und daraus folgender Engstirnigkeit (mal nett formuliert) motiviert.


    Ja tolle Sache eigene Lebensmittel. Zum Lernen (z.B. wie wenig es braucht), Begreifen und Erfahren und vor allem zur Freude. Aber Arbeitsteilung ist auch eine gute Sache. Und Escapismus (klang etwas so) macht das Problem eher schlimmer. Lösungen (= das Reich Gottes) suchen und umsetzen! Für die anderen, für "Gott" oder für was auch immer. Aber nicht für sich selber, das ist doch witzlos. Wir haben doch alles... Oder doch nicht?


    Kaiser oder Bettler, die Wahl haben wir immer.


    Saludos Amigos


    Christoph

  • Aber Arbeitsteilung ist auch eine gute Sache. Und Escapismus (klang etwas so) macht das Problem eher schlimmer. Lösungen (= das Reich Gottes) suchen und umsetzen! Für die anderen, für "Gott" oder für was auch immer. Aber nicht für sich selber, das ist doch witzlos. Wir haben doch alles... Oder doch nicht?

    Arbeitsteilung kann sich auch durch Tauschhandel und Verschenken ausdrücken.

    Du bekommst aus meinem Garten sonnengereifte Aprikosen und Pfirsiche und dafür gibst Du mir etwas von Deinem himmlischen Rosenwasser.


    Obst selbst anzubauen und dadurch die beste und frischeste Qualität für seine Familie und Freunde zu bekommen und sich mit eigenen Händen liebevoll mit Gottes Schöpfung zu befassen als "Escapismus" zu bezeichnen und zu behaupten, es würde das "Problem eher schlimmer" machen entbehrt jeglicher Logik und empfinde ich als eine rüde Verdrehung der Tatsachen.

  • Also in der Art "Back to the roots"? Denn Tauschhandel war ja früher mal die gängige "Währung".
    Und bei weniger Menschen sicher auch nicht die schlechteste Möglichkeit.
    "Ich gebe dir mein selbst-geschnitztes Messer - und dafür möchte ich deinen schönen Gürtel".

    Das hatte ja später wieder auch in Kriegszeiten wunderbar funktioniert, als nur "mit Geld allein" nicht viel zu erreichen war. Wenn nix (mehr) da ist, was man mit Geld kaufen könnte (Lebensmittel, Tabak etc.), wird halt wieder auf Tauschhandel zurück gegriffen. Irgendwas hat jeder - und vielleicht auch mal übrig. :)

  • Also in der Art "Back to the roots"? Denn Tauschhandel war ja früher mal die gängige "Währung".

    Genau so! In der Großstadt gibt es "Tauschringe" und hier auf dem Land geht das auch unbürokratisch.


    Bei einer Nachbarin fiel jahrelang die Apfelernte komplett aus, während meine Bäume regelmäßig reichlich Ertrag brachten. Abgesehen von 2023 natürlich.


    So hat es sich etabliert, dass sie jeden Herbst bei mir zum Ernten kommt. Dafür bietet sie mir das ganze Jahr über Dinge aus ihrem Garten an, die ich gar nicht anbaue.


    Ein schönes Verhältnis. Insgesamt profitieren circa 20 Familien direkt von meinem Garten und das alles funktioniert ohne Geld. ☺️

  • Das würde dann tatsächlich auch Ressourcen ohne Ende schonen.
    Der Eine hat vielleicht Äpfel, Kirschen, Tomaten oder whatever im Überfluss und kann die gar nicht alle selber verwerten.
    Der Nächste möchte gerne welche und hat keine, also warum nicht?

    Das lief früher bei meinen Großeltern ja auch nicht anders, auch da wurde ständig aus den Gärten ausgetauscht oder mindestens abgegeben (sie selber hatten ja praktisch alle Arten an Früchten, brauchten also in dem Punkt nichts).
    Nur halt ohne "Wert-Aufrechnung", das zählte dabei nicht. Wenn jemand etwas über hatte, gab er das gerne ab und bot es der Nachbarschaft an.
    Beim nächsten Mal brauchte er vielleicht mal Material wie Holz oder was weiß ich, da wurde auch nicht "aufgerechnet".

    Ein blödes Beispiel aus der "Jetztzeit": Als neulich meine Mutter nacheinander in zwei verschiedenen Krankenhäusern lag, bat sie mich irgendwann, ihren kürzlich gekauften Blumenstrauß wegzuwerfen, damit der dort nicht über Wochen vergammelt.

    Als ich in ihrer Wohnung war, sah ich dass der "noch" völlig in Ordnung war! Also warum denn wegwerfen? Wäre doch viel zu schade.
    Also nahm ich ihn mit vor die Haustür und wartete dort geduldig, ob nicht eine Dame rein oder raus käme, der ich den Strauß schenken könnte.
    Sonst hätte ich ihn dem Mann auf dem Parkplatz geschenkt, der dort auf der Ladefläche seines Bullis schon länger mit seinem Golden Retriever saß (den ich vorher schon begrüßt hatte).

    Dann kam eine Dame, die eigentlich im Nachbarhaus wohnt und meine Mutter gar nicht bewusst kannte (sie haben dort intern direkte Durchgänge auf den Etagen und auch die Schlüssel sind für beide Häuser gleich in der Anlage). Ihr beschrieb ich kurz die Situation (damit sie nicht glaubte, das sei irgendeine doofe Anmache eines fremden Mannes) und sie freute sich total darüber! Wir quatschten noch eine Weile nett und sie wünschte meiner Mutter gute Besserung.

    Erst meinte sie, ich könne die doch auch mit ins Krankenhaus nehmen. Aber nee, dort hatte sie 1. schon welche (von mir) und die Vasen sind auf der Station knapp, und 2. wäre ein nochmaliger (längerer) Transport ja nun den Blumen auch nicht gerade zuträglich.
    Deshalb sollten sie eigentlich weg.
    Aber so kann man doch einem wildfremden Menschen völlig zwanglos eine kleine Freude machen. :) Und sie hatte sich wirklich sehr gefreut.
    Für die Tonne viel zu schade.

  • Und Escapismus (klang etwas so) macht das Problem eher schlimmer.

    Tzz🙄


    Aber so kann man doch einem wildfremden Menschen völlig zwanglos eine kleine Freude machen.

    Bravo! Das war eine sehr schöne Geste von Dir! 👍💐

    Das lief früher bei meinen Großeltern ja auch nicht anders, auch da wurde ständig aus den Gärten ausgetauscht oder mindestens abgegeben (sie selber hatten ja praktisch alle Arten an Früchten, brauchten also in dem Punkt nichts).
    Nur halt ohne "Wert-Aufrechnung", das zählte dabei nicht. Wenn jemand etwas über hatte, gab er das gerne ab und bot es der Nachbarschaft an.

    Genau so läuft es auch hier! Es wird nichts auf-oder vorgerechnet. Geben ist eh seliger als Nehmen und anderen eine Freude zu machen, das bereitet mir selbst große Freude. 😀


    Ich erwarte nichts als Gegenleistung. Trotzdem freue ich mich, wenn die Nachbarin, die sehr gerne bäckt, mir kurz vor Weihnachten eine Dose mit "Bredla" zukommen lässt. Dann habe ich etwas für die Kinder, wenn sie an Heilig Abend kommen.

  • Bravo! Das war eine sehr schöne Geste von Dir! 👍💐

    Das fand meine Mutter auch klasse, als ich es später mal erwähnte. Ist dann auch ganz in ihrem Sinne (hatte sie selber zunächst gar nicht dran gedacht im ganzen KH-Stress).

    Ich wusste zwar von einer Nachbarin, mit der sie sich besonders gut versteht (auch regelmäßigen Kontakt hat) und die sie öfter mal erwähnt, kannte aber weder deren Namen noch wo sie genau wohnt. Sonst hätte ich es zunächst dort versucht oder zur Not vor die Tür gelegt.

    Für mich ist das eigentlich eine völlig normale Geste, über die ich auch gar nicht näher nachdenke. Das gehört für mich einfach zum menschlichen Umgang. Und warum schöne Blümchen einfach achtlos wegwerfen? Das kann man zur Not immer noch tun, wenn nichts anderes mehr geht.
    Hatte extra ca. 15 Minuten draußen vor der Haustür gewartet (sah bestimmt auch total bescheuert aus, mit dem Strauß in der Hand :D ), bis endlich besagte Dame zufällig heraus kam. Sie nahm die sogar zunächst mit auf ihren Spaziergang, wohl um nicht noch mal extra rein gehen zu müssen. :)


    Genau so läuft es auch hier! Es wird nichts auf-oder vorgerechnet. Geben ist eh seliger als Nehmen und anderen eine Freude zu machen, das bereitet mir selbst große Freude. 😀

    Eben, steht sogar schon in der Bibel. :) Und demnach werden wir dafür eh auf andere Weise "reichhaltig belohnt" (und das erlebt man ja auch selber öfter). Nur sollte man nicht darauf spekulieren bzw. in dieser "Gewinn-Absicht" handeln, sondern freizügig.

    So wie ich auch dem Obdachlosen vorm Aldi mit freundlichen Worten Geld in die Hand drücke und ihm seine Zeitschrift lasse, ohne dafür etwas zu "erwarten". Er freut sich - und das tut wiederum auch mir wieder gut, wenn sich ein anderer Mensch freut. Das ist mir "Lohn" genug.

    Ich habe selber wirklich nicht viel (seit vielen Jahren), aber das bisschen was ich geben kann, tue ich gerne.
    Ich habe mit Sicherheit immer noch mehr als dieser Mann.
    Und ohne irgendeine Gegenleistung zu erwarten, erlebe ich doch immer mal, dass ich von anderer, völlig unerwarteter Seite trotzdem dafür "entlohnt" werde. Und sei es eine darauf folgende, völlig unerwartete Gutschrift (Strom oder so) oder dergleichen.

    Ähnliches haben mir auch schon andere Menschen berichtet. Die Motivation, die Absicht dahinter muss stimmen! Wer das in purer "Gewinn-Absicht" tut, wird wahrscheinlich nichts dafür erhalten. Und vor allem selber keine Freude dabei empfinden.
    Wie gesagt, mir selbst ist die freundliche Reaktion und Freude des Gegenübers "Lohn" genug. Da geht mir das Herz auf und mehr brauche ich persönlich nicht.

    Ich verstehe auch nicht, dass außer mir alle anderen Menschen achtlos an diesem Menschen vorbeilaufen und in ihre (meist dicken SUV) Autos einsteigen. Es kauft ihm niemand sonst eine Obdachlosen-Zeitschrift ab oder gibt ihm so Geld (von dem er mehr hat als von dem Erlös, der ihm bleibt). Das verstehe ich immer nicht, wie Menschen so herzlos sein können.

    Dabei reicht er ihnen sogar stets einen Einkaufswagen an und nimmt sie ihnen nach dem Einkauf wieder ab und sortiert sie ein.
    Wenn überhaupt kommt da höchstens mal ein "Danke", aber selbst das längst nicht immer...
    Für mich spiegelt das immer (sehr deutlich) den Zustand unserer Gesellschaft!

  • Obst selbst anzubauen und dadurch die beste und frischeste Qualität für seine Familie und Freunde zu bekommen und sich mit eigenen Händen liebevoll mit Gottes Schöpfung zu befassen als "Escapismus" zu bezeichnen und zu behaupten, es würde das "Problem eher schlimmer" machen entbehrt jeglicher Logik und empfinde ich als eine rüde Verdrehung der Tatsachen.



    Escapismus heißt, ich mach mein privates Ding und der Rest ist mir egal. Schön wenn es nicht so ist.


    Wir sind uns vermutlich einig, dass Tauschhandel nicht die Lösung gesellchaftlicher Probleme sein kann, und Geld eine gute Erfindung ist. Ohne Geld als Verrechnungsmittel könnte nur einen Bruchteil der Weltbevölkerung ernährt werden. Tauschwirtschaft über das Verrechnungsmittel Geld ist eine hervorragende menschliche Invention.

  • Ohne Geld könnte man im Industrie-Zeitalter auch einen Großteil der Waren ja gar nicht mehr erwerben, den man nicht selber herstellen kann.
    Es geht ja schon lange nicht mehr nur um Lebensmittel.

    Aber man könnte dieses "Bezahlkonzept" vielleicht zumindest um "Tauschhandel" ergänzen, dort wo es möglich ist. Wie eben mit großen Obst/Gemüsegärten usw..

    PS: "Eskapismus" würde ich auch eher mit "Realitätsflucht" übersetzen. Also wenn ich mich z.B. von eigenen Problemen ablenke, wenn ich mir z.B. einen Film ansehe oder laufend irgendwas im Internet lese, Fantasy-Romane bevorzuge (um in eine Fantasiewelt abzutauchen) und mich sozial eher zurück ziehe.
    Das wäre so meine Definition. Nicht nur, dass ich "mein eigenes Ding" mache und der ganze Rest wäre mir egal.

  • Wir sind uns vermutlich einig, dass Tauschhandel nicht die Lösung gesellchaftlicher Probleme sein kann, und Geld eine gute Erfindung ist. Ohne Geld als Verrechnungsmittel könnte nur einen Bruchteil der Weltbevölkerung ernährt werden.

    Also erstmal habe ich mich nicht gegen Geld ausgesprochen, sondern lediglich ein persönliches Beispiel erwähnt wie man durch Tauschen und Verschenken kleine Momente des Glücks erzeugt und für seine Mitmenschen sorgt ohne eine Gegenleistung zu erwarten.


    Zweitens muss ich Dir leider widersprechen bzgl Deiner Behauptung, dass ohne Geld.... nur ein Bruchteil der Weltbevölkerung ernährt werden könnte.

    Geld bietet lediglich die Möglichkeit, altes und nicht mehr frisches Obst und Gemüse zu kaufen, das schon seit Stunden und teilweise Tagen auf Lkws unterwegs ist und sein Aroma und einen großen Teil seiner Vitamine bereits verloren hat.

    So etwas nährt den Menschen nicht wirklich und hat mit gesunder und die Gesundheit erhaltender Nahrung nicht mehr viel zu tun.

    Von verarbeiteten und erhitzten Produkten ganz zu schweigen.


    Wer noch nie Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten probiert hat, der kennt den riesigen Qualitätsunterschied nicht und weiß gar nicht, wie manche Dinge wirklich schmecken.


    Die Weltbevölkerung könnte sehr wohl auch ohne Geld als Tauschmittel ernährt werden, sofern sie zurück zur Natur und zur natürlichen Ernährung findet.

  • Geld ist ja letztlich auch nur ein Tauschmittel, nur das Geldsystem an sich ist halt leider krank (FIAT-System). Also nicht das Geld an sich ist das Übel sondern die Art der Entstehung (über Schöpfung aus dem "nichts") und die fehlende Deckung durch reale Werte.

  • Aber man könnte dieses "Bezahlkonzept" vielleicht zumindest um "Tauschhandel" ergänzen, dort wo es möglich ist. Wie eben mit großen Obst/Gemüsegärten usw..

    Hi Jörg, klar könnte "man". Was hält dich davon ab? Tauschen ist ja nicht verboten.


    Eben, steht sogar schon in der Bibel. :)

    Dass Geben seliger ist denn Nehmen? Hm. hab ich da was überlesen?

    Edited 2 times, last by Christoph P: Ein Beitrag von Christoph P mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Wem sagst du das, von dem vielen Müll der in den Supermärkten rumliegt? Aber es geht dennoch nicht ohne Geld. Beispiel: Getreide anbauen ohne Schlepper und Mähdrescher? Probiers mal (ich habs schon probiert). Schlepper und Mähdrescher ohne Geldsystem? usw. Frag mal Biolandwirte. Es gab mal eine Zeit, da haben wahrcheinlich weit über die Hälte der Menschen Ihre Zeit (14h/Tag, 6 Tage die Woche) mit Nahrungsmittelbeschaffung zugebracht. Da will keiner mehr hin zurück. Ich bin ein großer Freund von Faulheit und Technik.


    Tauschwirtschaft ist ein netter Anachronismus. Sie ist ein soziales Kuscheln. Gerne und schön. Aber ohne eine Verechnungseinheit funktioniert die Arbeitseilung nicht. Ohne funktionierende Arbeitsteilung keine Entwicklung, keinen Wohlstand. Ohne Verechnungeinheit Geld ensteht kein Kapital. Das ist der nächste Schritt. Ohne Kapital geht (fast) gar nix. Wir hätten keine Autos, wir würden uns nicht schreiben jetzt und und... Nein, diese Weltbevölkerung würde gar nicht existieren ohne Geld.

  • Aber es geht dennoch nicht ohne Geld. Beispiel: Getreide anbauen ohne Schlepper und Mähdrescher? Probiers mal (ich habs schon probiert).

    Wir sind hier in einem Rohkostforum. Was redest Du von Getreide? Das isst doch keiner von uns mehr.


    Außerdem stimmt Deine Behauptung nicht. Bis vor circa 60 Jahren wurde hier Getreide mit Kühen, Ochsen oder Pferden vor dem Pflug angebaut. Das hat hunderte von Jahren funktioniert. Die ersten Schlepper kamen erst in den 1960ern nach und nach hier auf.

  • gab mal eine Zeit, da haben wahrcheinlich weit über die Hälte der Menschen Ihre Zeit (14h/Tag, 6 Tage die Woche) mit Nahrungsmittelbeschaffung zugebracht.

    Es war genau anders herum. Es gab eine Zeit, da haben viele Menschen nach der individuellen Revolution 6 Tage damit verbracht, als Fabrikarbeiter Geld zu verdienen, um sich damit Essen kaufen zu können.


    In den Zeiten davor hatten zum Beispiel Landarbeiter weitaus mehr Feiertage und kürzere Arbeitszeiten.


    Um sich selbst, seine Familie und Freunde /Nachbarn mit frischen und gesunden Lebensmitteln zu versorgen ist relativ wenig Aufwand nötig.

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