Unsere Klinik- und Ärzte-Erfahrungen

  • gibt es denn sowas wie "Rohkost-Gefängnisse"?


    [...]
    (Anm.: Beitrag aus anderem Thread kopiert)

    Aber mal im Ernst: Das geht doch schon im Krankenhaus los: Hat dort jemals jemand ein rein "rohes" Gericht auf dem Menü-Plan gesehen? :/
    Auch wenn man da heutzutage offenbar täglich aus mehreren Gerichten wählen kann (ich habe da erst kürzlich wieder bei meiner Mutter gestaunt, was dort im KH so alles serviert wurde!).

    Also was macht ein Rohi, wenn er mal ins KH muss und niemanden hat, der ihm Rohkost vorbeibringen kann? :huh:

  • Ausgeliefert ist man dann, sie stopften mir nach meinem Schlaganfall wie einem Baby high protein pudding in den Mund, ich hasse Krankenhäuser. Das war retraumatisierend (wenn man die eigene Breikostzeit als Trauma bezeichnen kann).
    Nicht einmal Kopf weg drehen half, nix da Essen jetzt - Schlucktest obligatorisch.

  • Das sind auch üble Erfahrungen. Ich selbst habe mal "hochkalorische Drinks" in einer Klinik bekommen (schmeckten grauenhaft, wie "flüssige Pappe" und hatten eine Konsistenz wie ein Milchshake...) und ansonsten nebenher eine Elektrolyt-Infusion.
    Da muss man dann mal durch, mich hatte das nicht weiter gestört. Aber diese Drinks fand ich nun auch nicht gerade prickelnd.

    Insgesamt ist man in Kliniken halt irgendwie "ausgeliefert", was meistens als unangenehm empfunden wird.
    Da ich selber (neben vielen anderen Menschen) auch (mehrfach) die Erfahrung gemacht habe, was in Kliniken so alles schief läuft oder/und verwechselt wird - und zudem selber medizinisch ausreichend im Thema bin - , habe ich mir sehr früh angewöhnt, ALLES, wirklich alles was mich dort selber betrifft, auch selbst akribisch zu kontrollieren und zu überwachen. Und dabei schon so manche Fehler aufgedeckt (und Schlimmeres verhindert).
    Letzlich entscheide immer nur ich, OB (und WAS) ich etwas schlucke oder nicht.

    Leider ist dort alles an Personal permanent überlastet und überfordert, was ja leider auch unserem völlig maroden Gesundheitssystem geschuldet ist. Sie beschweren sich ja sogar bei den Patienten darüber - und da möchte man nicht tauschen müssen.
    Die Pflegekräfte haben meine größte Hochachtung, gerade auch in heutigen Zeiten!
    Diesen Job für wenig Geld machen, das kann längst nicht Jeder.

  • Gott sei Dank, keine große KH-Erfahrungen. Bis auf mein Mann im Januar nach 3 Wochen im KH mit Diagnose Akinetische Krise gestorben ist. Anstelle intravenös die Dopamin verabreichen, haben sie ihm Tabletten in den Mund geschoben, die er gar nicht schlucken konnte. Und Unmenge Antibiotika scheinbar. Aber was konnte ich als Nicht-Medizinerin mit ost-europäischen Akzent dazu, fachlich ausgebildeten deutschen Ärzten sagen? Nichts und noch mal Nichts. Oder würden sie auf meine Vermutungen wegen falschen Behandlung eingehen? Nein und noch mal Nein.


    KH verklagen? Aussichtslos, und die ganze teuere Anwälte, die auf solchen Problemen spezialisiert sind, müssten ja auch bezahlt werden, und auch Gerichtskosten wenn man Prozess verliert. Haben wir das sein lassen.

  • Oder würden sie auf meine Vermutungen wegen falschen Behandlung eingehen? Nein und noch mal Nein.

    Vermutlich nicht, nein.
    Ich hatte da bei meinem Vater zuletzt auf der Intensiv sehr positive Erfahrungen gemacht: Als die leitende Ärztin (eine sehr nette) das erste Mal in den Raum kam, als wir gerade dort waren, hielt sie mich sogar nach 2 Minuten für einen "Kollegen" von ihr.
    Weil sie da gerade mitbekam, wie meine Mutter mir Fragen zu dem Patienten-Monitoring und den dort zu sehenden Werten stellte und ich diese jeweils erklärte.

    Die Ärztin hörte still zu und nickte zustimmend. Und meinte dann, dass ich offenbar ein Kollege von ihr bin.
    Ich musste sie "aufklären", dass dem nicht so sei, aber ich seit frühster Jugend da halt sehr interessiert im Thema bin und mich auch heute noch ständig weiterbilde.
    Und dass mir dadurch natürlich auch Werte/Begriffe wie "SpO2" usw. nicht fremd sind und ich sie auswerten kann.

    Als sie uns dann Tage später zu dem "berühmten Gespräch" ins KH bat, erklärte sie sehr einfühlsam ihre Sicht der Dinge und bat uns um die berühmte Entscheidung (vor der Jeder zittert).
    Als weder von Bruder noch meiner Mutter etwas kam (außer von ihr unter Tränen "Leiden soll er natürlich nicht!"), musste letztlich ich die Entscheidung für uns treffen (was mir auch nicht leicht fiel, da es sich ja nicht um einen "fremden Menschen" handelte, sondern immerhin um meinen Vater):

    Ich schlug ihr dann vor, das Propofol an der Pumpe komplett abzuschalten - und zusätzlich die Sauerstoff-Zufuhr drastisch zu reduzieren.
    Einfach um zu sehen, ob er es dann "alleine" schafft - oder eben nicht.
    Auch da stimmte sie mir sofort wieder zu und meinte "Genau das hätte ich sonst auch vorgeschlagen, das halte ich auch für das Sinnvollste!".

    Daraufhin gingen wir gemeinsam zu ihm ins Zimmer und sie nahm in unserem Beisein die besprochenen Maßnahmen vor. Was natürlich zunächst zu einem drastischen Abfall der Vitalwerte inkl. des RR unterhalb der "mit dem Leben vereinbare" Werte führte (was zwar ich erwartet hatte, aber für die anderen beiden zunächst ein Schock war).
    Ich konnte sie dann insofern beruhigen, dass das völlig normal sei und die Werte sehr wahrscheinlich gleich wieder etwas ansteigen werden,
    Auch der SpO2 fiel natürlich zunächst dramatisch ab, weil ja jetzt kaum noch was "von außen" kam und zur Sättigung beitrug.

    Auch da stimmte sie mir wieder zu und bestätigte das ihrerseits - und so kam es dann ja zunächst auch.
    Also zumindest mit ihr was das stets ein sehr angenehmes "Zusammenarbeiten", sie war auch menschlich sehr gut drauf. Erlebt man in der Form selten in Krankenhäusern.
    Wir hatten vorher aber auch mehrfach deutlich anderes erlebt von diversen Ärzten... (und ich bin jedes Mal heilfroh, selber medizinisch im Thema zu sein und bestimmte Dinge selber beurteilen zu können).

  • Ja, lieber Jörg, die Persönlichkeit des Arztes und seine Einstellung sind natürlich enorm wichtig. Aber letztendlich entscheidet doch der Zustand des Patienten und gesunde Menschenverstand. Mal angenommen, mein Mann hätte diese Krise überlebt. Aber dann hätte er auch Pflegegrad Stufe 5 (höchste) bekommen und auf Intensivpflege zu Hause angewiesen. Er konnte zuletzt auch nicht sprechen und schlucken, und als Todesursache stand "Hypovolämer Schock bei oberer gastrointestinaler Blutung" ...


    Seine Hauptkrankeit, Parkinson ,könnte auch natürlich mit der langjährigen Einnahme von Blutdruckpräparat zu tun haben, oder dazu beitragen, meinte Hausarzt. Und erhöhte Blutdruck kommt ja unter anderen auch von der falscher Ernährungsweise, Unmenge von stark verarbeitenden und denaturierten Lebensmittel...


    Irgendwo habe ich gelesen, das die gute Köche und schlechte Ärzte bringen uns ins Grab...

  • Hallo liebe Tatjana,


    Mal angenommen, mein Mann hätte diese Krise überlebt. Aber dann hätte er auch Pflegegrad Stufe 5 (höchste) bekommen und auf Intensivpflege zu Hause angewiesen. Er konnte zuletzt auch nicht sprechen und schlucken

    das wäre ja dann insgesamt auch kein Leben für ihn gewesen - und nur noch Quälerei.

    Ohne Lebensfreude und nur ein "Dahinvegetieren" macht ja auch keinen Sinn. Da muss man - so schwer das auch fällt - als Angehöriger die richtige Entscheidung im Sinne des Patienten treffen. Oder in manchen Fällen tut das auch die Natur (resp. der liebe Gott) für uns und nimmt uns diese Entscheidung ab.

    Ähnlich war es ja auch bei meinem Vater, das letzte halbe Jahr vorher (und auch etwas vorher nur unter Mühe) bekam er ja kaum noch einen kurzen Satz ohne ständiges Japsen nach Luft heraus und jeder kurze Gang wurde zur extremen Anstrengung. Autofahren ging die letzten Wochen vor seinem Ableben dann auch nicht mehr.
    Nicht weil er mental (oder körperlich) dazu nicht mehr in der Lage gewesen wäre (er fuhr bis zuletzt erstaunlich gut und zügig, besser als mancher Jugendlicher oder die meisten anderen Rentner), sondern weil alleine der Weg zum Wagen plus dem Einsteigen schon viel zu anstregend war und er ewig lange dazu brauchte.


    PS:

    und als Todesursache stand "Hypovolämer Schock bei oberer gastrointestinaler Blutung"

    Dann hatte er evtl. Blutungen an/in der Speiseröhre oder dem Magen/Zwölffingerdarm Bereich (wegen "oberer", ansonsten könnte das überall bis zum Enddarm sein) und der erste Teil deutet auf einen (vermutlich massiven) Volumenmangel des Blutkreislaufs hin, der letztlich dann auch zu einem multiplen Organversagen (einfach durch Sauerstoffmangel in der Gewebedurchblutung) hätte führen können.

    Wenn dieser Zustand dann als "Schock" eintritt bzw. der Schock durch das mangelende Volumen ausgelöst wird, sagt der Körper auch irgendwie "ich will und kann nicht mehr".
    So hart das auch ist, sollte man es dann auch gut sein lassen. :( Natürlich könnte man da noch eine Weile mit Maschinen und ggf. medikamentös "gegen arbeiten", aber welchen Sinn hätte das für den Betroffenen?

  • Jörg

    Changed the title of the thread from “Spruch des Tages” to “Unsere Klinik- und Ärzte-Erfahrungen”.
  • Ich habe unsere letzten Beiträge jetzt mal in einen eigenen Thread verschoben, da das Thema zwar im alten Thread völlig Off-Topic war, aber dennoch sehr interessant ist.

    Vielleicht besteht da ja noch weiterer Diskussionsbedarf. :)

  • Ich habe zu dem Thema viel beizutragen, aber ich bin froh das diese Zeit hinter mir liegt und auffrischen muss nicht unbedingt sein. Wer dazu was wissen möchte der findet es unter dem Titel "Mein Gespäch mit Bernhard" auf dem VT Kanal "Gesundheit schafft Freiheit".

  • Habe bei YouTube gefunden! Erstmal das kurzes Interview über Dein Bauernhof, dachte erstmal, hä , was hat das mit der Medizin zu tun? Dann aber weiter nach unter gescrollt, und das Richtiges gefunden. In einer Länge über 1 Stunde!


    Werde aber später unbedingt anhören.


    Wusste gar nicht, das Du so ein Mini-Bauernhof betreibst! Dann hast Du wirklich viel um die Ohren! Aber sehr schöne Umgebung und ich denke mir, für die Stadtmenschen wäre das ein perfekten Ort für Erholung und Entspannung. In wirklich familieren Atmosphäre ohne Stress und in frischen Bergluft.

  • Kommt darauf an, ob der Krankenhausaufenthalt geplant oder "plötzlich" ist, würde ich sagen.


    Ich war schon einige Zeit Rohkost praktizierend, als ich nach einem Rohkost-Treffen in Deutschland einen Versuch machte.
    Primär aß ich bei Obst/Früchten bis dahin solche, die keinen Fruktose-Überschuss hatten/haben (z.B. sehr gerne Feigen, aber auch Banane wo es ausgewogen ist .. weniger die ganzen europäisch-hochgezüchteten Früchte ..).


    Da ich aber dort einige voll Obst/Früchte mit mega Fruktose-Überschuss aßen ... wollte ich es dann mal versuchen, "was sich da bei mir dann tut".

    Anmerkung: Dazu kam mir dann später voll ins Gedächtnis, dass genau selbige berichteten, abends dann doch sehr gerne Reis/Brot/Nudeln zu essen ...nachher war mir klar warum .. der Körper hatte es von ihnen verlangt, wohl um das Ungleichgewicht auszugleichen.


    Also ich mache es kurz .. ich hatte daraufhin relativ kurzfristig relativ viel Fruktosereiches Obst gegessen, war dann meiner Erinnerung nach nach 2 Wochen (oder 6 Wochen) plötzlich sehr müde, und weil mein Hausarzt meinte, ich soll in die Ambulanz wegen Gallensteine checken, behielten die mich gleich auf der Station, weil meine Leber-Blutwerte so schlecht waren. Ja, war wegen Fruktose .. seither gibt es eine Jahreszeit im Jahr, wo ich irgendwann wieder übertreibe, es aber rechtzeitig wieder erkenne .. inzwischen weiß ich eigentlich, dass bestimmte Früchte - auch wenn es sie viel gibt - nur in kleineren Mengen für mich okay sind.


    Naja, eigentlich nicht nur für mich, aber viele checken es nicht nach und merken es nicht oder wie auch immer ...


    Da war ich dann also plötzlich und unerwartet im Krankenhaus. War aber an sich für´s erste nicht schlimm, weil ich auf absolute Nahrungskarenz gesetzt wurde (weit weg von Übergewicht, da ging es nur um die Leberwerte!). Ich wurde mit Infusionen ernährt und hatte weder Hunger und ich glaube, auch kaum Durst.


    Nach wenigen Tagen waren die Werte wieder gut und ich durfte nach Hause.

    Dazwischen hatte mir mein Mann dann schon auch was gebracht (Wildpflanzen aus dem Garten, voll lieb, ich weiß aber nicht genau was noch) .. aber das war dann erst nach der Nahrungskarenz wohl max. für einen Tag, dann ging ich ja schon heim.

    Im Nachhinein hatte sich herausgestellt, dass die Infusionen natürlich nicht alles drin hatten was ich brauchte (oder gewohnt war), und ich gewissen Nährstoffe die ich üblicherweise esse nachher wieder "auffüllen" musste.


    Bei privat bezahlten Krankenhäusern kann man eher auch etwas vorgeben ... als ich mir mal (aus Unachtsamkeit mit nagelneuen sehr steifen Schuhen) einen Mittelfußknochen brach (krasse längere Geschichte), musste ich mir - um normale Schuhe wieder tragen zu können - zuerst privat eine Operation finanzieren, das war als Gastoperation in einem privaten Krankenhaus. Beim ersten Mal mit Vollnarkose mit Übernachtung, beim zweiten Mal (Metall wieder rausgeben) "bei Bewusstsein" (auch mit einer Übernachtung glaube ich).

    Da hatte ich betreffend Bitten für Mahlzeiten ganz gute Erfahrung gemacht (genaues weiß ich nicht mehr .. aber jedenfalls angepasst und mind. AGE/ALE-arm). Da es "geplant" war, konnte ich Bestimmtes gleich mitnehmen.
    Die "Beratung" durch den Internisten war auch unvergleichlich besser als ich es sonst beobachtet hatte (Check B12 Status vor Narkose -> ob eh genug B12 davor da ist - fand ich super, dass das automatisch gemacht wurde).


    Ansonsten hoffe ich, noch sehr lange fern bleiben zu können. Grundsätzlich finde ich es aber gut, dass auf Proteinversorgung gedacht wird, weil daran hapert es ja schon oft.

    In meinen Zwanzigern war ich mal im Krankenhaus, weil ich (möglicherweise wegen sehr viel Stress/Aufregung) lange gebrochen hatte, damit ich nicht zusammenbreche. Da war ich noch nicht Rohkost-informiert (aber schon wegen Neurodermitis/Asthma ernährungsbewusst). Aber dass ich am nächsten Tag Würstel bekam, werde ich wohl immer in Erinnerung behalten :D .. Ich dachte mir .. ist das okay wenn Verdacht auf Gastritis oder so ist ... wo ich damals generell Würstel wegen Abraten aller Ärzte sonst nicht aß :D

  • Ich habe zu dem Thema viel beizutragen, aber ich bin froh das diese Zeit hinter mir liegt und auffrischen muss nicht unbedingt sein. Wer dazu was wissen möchte der findet es unter dem Titel "Mein Gespäch mit Bernhard" auf dem VT Kanal "Gesundheit schafft Freiheit".

    Ja, da hast du jedenfalls einiges erlebt ... Sehens/hörenswert!

  • Kommt darauf an, ob der Krankenhausaufenthalt geplant oder "plötzlich" ist, würde ich sagen.

    Ich gehe da jetzt eher von "plötzlich" aus (also Notfall, Unfall, RTW-Einlieferung etc.).
    Bei geplanten OPs (oder auch Überwachungen) usw. könnte man sich ja zumindest für die erste Zeit noch versorgen, also etwas mitbringen (das nicht verderben kann).

    Aber auch da müsste man ja erst (dem Personal) kommunizieren, dass man nichts Gekochtes isst und daher auf das Mittagsmenü verzichtet. Nicht dass die irgendwann denken, man würde dort überhaupt nichts essen und einen dann zwangsernähren. :D
    Streng genommen scheidet dann ja sogar das gebackene Brot am Abend aus und man isst vielleicht NUR den Yoghurt.

  • Das ist es eben. Obst äußerst selten - und der ganze Rest scheidet streng genommen eigentlich aus.
    Deshalb hatte ich dieses Thema angeschnitten, weil ich stelle mir das dann schon ganz schön stressig vor. Zumindest wenn Verwandte nicht täglich vorbei kommen und "Nachschub" bringen.

  • Es gibt natürlich noch eine dritte Option... bezüglich Ernährung im KH. Extrem schwer durchzuführbar und eventuell in der Situation gar nicht möglich: überhaupt nichts essen. Nur trinken. Dann werden die eigene Körperreserve mobilisiert und die Energie, die für die Verdauung verschwendet wird, wird auf Heilungsprozess umgeleitet. Ausserdem im Krankenbett verbraucht ja gar keine Kalorien, oder? Bis auf den Grundumsatz.

  • Das wird in der Praxis nur schwer umzusetzen sein, denn da spielt das System KH nicht mit. Geht wohl am ehesten im Einzelzimmer (da man das Essen wohl im WC entsorgen müsste. Denn wenn zu viel vom Essen retour geht dann werden sehr rasch mal Maßnahmen ergriffen.

  • Genau das meinte ich, das werden die sich nicht lange (nicht länger als 2-3 Tage) angucken.
    Und Wegwerfen wäre ja auch schade, das ist ja nicht Sinn der Sache Lebensmittel zu entsorgen, wo sie anderswo fehlen.

    Als Kind habe ich es erlebt, nach meiner (sehr aufwendigen) Mandel-OP: Da konnte ich durch eine Riesenwunde im Rachen länger nichts essen und hatte wochenlang ganz extreme Schmerzen.
    Außerdem war das Essen zu der Zeit in Krankenhäusern eh ungenießbar! Man konnte gar nicht identifizieren, WAS das überhaupt darstellen sollte und geschmacklich (nee, das beschreibe ich hier lieber nicht...). <X

    Ich habe dann nur immer etwas "durcheinandergemanscht" und später wieder abholen lassen.
    Am 2. Tag kam aber schon der Spruch, dass ich ja zu wenig essen würde und unbedingt wenigstens Brot essen müsse!

    Ging aber nicht, alles wund und laufend blutig... nur Eis das kühlend wirkte ging so halbwegs - konnte ich aber nach kurzer Zeit auch nicht mehr sehen (trotz Hochsommer).
    Also nur ständig (Himbeer)-Eistee getrunken, mehr ging die 2 Wochen nicht...

    Zuhause machte mir meine Mutter sogar extra ein Lieblingsgericht bzw. fragte vorher, was ich denn gerne essen wolle. Sonst hätte ich mich da reingekniet, aber selbst das ging zu der Zeit leider (noch) nicht. :( Bei jeder Schluckbewegung hatte ich ja laufend irre Schmerzen (Mandeln waren extrem groß und die OP soll eine ganz schöne Prozedur gewesen sein bei mir! Angeblich die größten, die der Arzt jemals gesehen hatte).
    Im KH aber hatte ich laufend die Diskussionen mit dem (nicht-) Essen.

  • Man ist ja ausgeliefert, im Krankenhaus...


    Und mit den Mandeln, ja , hatte ich auch gehabt, damals in Leningrad. Mit 9 Jahren, glaube ich. Oder mit 12? Weiss ich nicht mehr. Was es da zum Essen gab, kann ich auch nicht mehr genau erinnern. Iwelche dünne Suppe zum Mittag und Brei zum Frühstück bestimmt. Ohne Geschmack und lieblos gekocht.


    Ich weiß nur, das ich meine Eltern sehr tolle vermisst habe und jeden Tag geweint. Da waren mehrere Betten im Zimmer und die ältere Mädchen waren frech.

  • Mit 9 Jahren, glaube ich. Oder mit 12?

    Bei mir war es mit 12 extra in den Sommerferien (damit ich bloß nix in der Schule verpasse :rolleyes: ), das weiß ich noch genau. :) In dem Jahr waren wir auch nicht im Urlaub.

    Dreibett-Zimmer (war damals schon total "modern") mit 2 Jungs (und zuletzt einem Mann) zusammen.
    Meine Mutter war fast jeden Tag da und am Wochenende auch mal mein Vater (musste ja sonst arbeiten), von daher ging das alles noch.
    Aber das "Essen" war eben ungenießbar, schon rein optisch. Und ging wie gesagt eh nicht durch die große Wunde im Hals.

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