Wasser trinken ohne Durstgefühl?

  • Falls es dieses Thema schon gibt bitte verschieben.


    I. Wasser trinken generell

    II. Wasser trinken ohne Durstgefühl


    Zu I.:

    Wie geht es euch mit Wasser trinken generell?

    Verlässt es euren Körper auch nach kürzester Zeit wieder?

    Trinkt ihr überhaupt Wasser?


    Zu 11.:

    Haltet ihr euch an die Empfehlung 2 bis 3 Liter Wasser pro Tag zu trinken?

  • Also ich trinke Wasser, ja. Tun die allermeisten Viecher auch.

    Aber wenn ich mich an die extreme Empfehlung mit 2 - 3 Litern Wasser pro Tag halten würde, würde ich exzessiv billig wohnen, nämlich in einer 4 Quadratmeter-Wohung, die einzig aus einem Klo besteht, wo ich dann 24 Stunden am Tag Wasser lassen würde.
    Zusammengefasst: Ich bin stolz, das Wort "würde" dreimal in einem Satz untergebracht zu haben ^^ und trinken tue ich pro Tag eher selten mal 2 Liter. Im Schnitt wohl eher nur 1,5 Liter.

    Zu viel Zucker, Protein und Salz in der üblichen Durchschnittsernährung verlangen vielleicht nach ner gröberen Wasserspülung von bis zu 3 Litern, kann ich mir gut vorstellen.

  • Reines Wasser trinke ich (im Gs. zu z.B. meiner Mutter) auch eher weniger, eher in kleinen Mengen.
    Und ja, Wasser ist bekannt dafür extrem zu "treiben", ähnlich wie auch Kaffee oder Bier. Da kann man praktisch stündlich rennen und darf das Haus möglichst gar nicht verlassen. :D


    II. Wasser trinken ohne Durstgefühl

    Bei Durst ist es ohnehin schon zu spät, das gilt als "Alarmsignal" des Körpers. Trinken sollte man schon, bevor es überhaupt entsteht.

    In meiner Kindheit hatte ich im Sommer öfter totalen Durst, ganz extrem sogar mit 10 die 6 Wochen im Erholungs-Kinderheim in der Fränkischen Schweiz. Wenn wir dort in glühender Hitze lange Wanderungen mit der gesamten Gruppe machten und unterwegs die Restaurants noch geschlossen hatten, gab es oft über Stunden nicht einen einen einzigen Schluck. Mitgenommen wurde nichts, es gab dort nur Tee (und evtl. Saft) zu den Mahlzeiten. Also erst wieder abends.

    Auf einer langen Wanderung fragte eine der Betreuerinnen in einer Gaststätte des nächsten Ortes, ob sie nicht eine Ausnahme machen und uns wenigstens etwas Sprudel oder Saft geben könnten. Was sie dann auch taten. Das war bis dahin schon eine ganz schöne Quälerei, vor allem wenn man bei Hitze längere Zeit an einem kleinen Flüsschen entlang läuft und das ständig plätschert (aber nicht trinkbar ist).
    Ans Ufer hätten sie uns eh nicht gelassen...

    Auch gab es (durch die Fehlmeinung einer Oma) damals auch Zuhause nichts zu den Mahlzeiten zu trinken. Das wurde lange Zeit als "ungesund" deklariert und erst auf dem Sterbebett sagte meine Oma zu meinem Vater: "Was ich dir damals über das Trinken beim Essen gesagt habe, war falsch! Das weiß ich heute besser. Lasst eure Kinder trinken so viel sie wollen, auch beim Essen.".
    Das kam leider Jahre zu spät (da war ich inzwischen volljährig).
    Sie selbst schürte durch ihr Verhalten vermutlich auch zusätzlich ihre chronische Bronchitis.

  • Auch gab es (durch die Fehlmeinung einer Oma) damals auch Zuhause nichts zu den Mahlzeiten zu trinken. Das wurde lange Zeit als "ungesund"

    Das war bei uns genauso. Man durfte nur vor den Mahlzeiten trinken und niemals während des Essens oder kurz danach.


    Ayurvedische Ärzte sagen dasselbe. Trinken während der Mahlzeiten würde das Verdauungsfeuer löschen.


    Wir hatten während Sportwettkämpfen auch nur eine Scheibe Zitrone oder gar nichts dabei, um den Durst zu löschen.


    Seitdem ich mich daran halte nichts während der Mahlzeit und danach zu trinken ist mir nie wieder das Essen aus dem Gesicht gefallen. 😊

  • Trinken während der Mahlzeiten würde das Verdauungsfeuer löschen.

    Genau, sowas in der Art war damals die Begründung dafür. Ist natürlich (rein medizinisch betrachtet) völliger Blödsinn, aber früher wurde durch Unwissenheit auch viel Unfug verbreitet und (ungeprüft) nachgeplappert.
    Ähnlich wie auch in der Kindererziehung, aber das ist wieder ein anderes Thema...

    Fakt ist, dass der Körper Flüssigkeit braucht und bekanntlich besteht der Großteil des Lebens aus Wasser und ist unter anderem der Grund dafür, warum wir DIESEN Planeten hier bewohnen und keinen anderen in unserem Sonnensystem.
    Jemandem das Trinken zu verbieten, grenzt für mich schon an Körperverletzung.

  • Fakt ist, dass der Körper Flüssigkeit braucht

    Das bestreitet sicher niemand.


    Doch vielleicht sollte man bei den Mahlzeiten unterscheiden. In der traditionellen indischen Küche wird versucht in den Mahlzeiten einen Wassergehalt von 72 Prozent zu erzielen. Das entspricht dem Verhältnis von Wasser zu Land auf der Erde und auch dem Wassergehalt im menschlichen Körper. Da hat man normalerweise auch keinen oder nur sehr wenig Durst.


    Wenn man z. B. Brot und Käse damit vergleicht (trocken und salzig), dann verwundert es nicht, wenn man hinterher Durst bekommt.


    In Spanien konnte ich das Wasser nicht trinken. Komplette Sperre. Einen Monat lang habe ich mich nur von Cherimoyas, Mangos und abends rohem Gemüse ernährt. Trotzdem war ich super fit und bin den Berg hoch gerannt.


    Meine Theorie ist, dass das strukturierte Wasser in den Früchten und im Gemüse ausreichend ist, so lange kein Salz dabei ist und man sich im Garten /Schatten befindet. In der heißen und staubigen Stadt bekommt man eher Durst.


    Was meint ihr dazu?

  • Also gerade dann, wenn ich (zu) viele süße Früchte esse, kriege ich später mehr Durst. Und bald hätte ich Appetit auf Salziges.


    Mindestens bei mir persönlich funktioniert rein früchtebasierte Kost in heißen Ländern und auch noch etwas sportlicher Betätigung garnicht. Wenn Du abends viel Gemüse hattest, war das das Geheimnis!

    Ich hatte letztes Jahr dann in Thailand einmal echt einen Zusammenbruch des Mineralhaushaltes und hab mit Gewand unter der Decke im Bett gelegen und die Klimaanlage ausgemacht (!) , weil mir so kalt war. Auf Spital hatte ich keine Lust, dann hab ich nachgedacht, und dann meine Frau um Salz geschickt. Außerdem hatte ich noch Magnesium dabei, und bald hab ich mich wieder deutlich besser gefühlt.

    War nur zwei Tage ca. zu sehr auf Früchten und Trinkkokosnüssen, schon war ich am Ende. Das Gemüse ist also auf jeden Fall ein wichtiger Faktor!
    (Ausm Meer konnte ich nichts holen, weil das war voller Quallen. Ansonsten war da eingeschränktes Nahrungsangebot für mich, bei dem Strandhotel.) War nur einmal im Meer und bin nach ungefähr 25 Quallen-Berührungen wieder raus. Einzelne Treffer hab ich 3 Tage lang gespürt.


    Ansonsten esse ich dort eben gerne Wassermimose und Gurke. Am Ende isses halt eine sehr individuelle Sache (Temperatur, Aktivität, Schwitzen, Ernährung im Detail), ob und wieviel man dann noch trinkt.

  • Meine Theorie ist, dass das strukturierte Wasser in den Früchten und im Gemüse ausreichend ist, so lange kein Salz dabei ist und man sich im Garten /Schatten befindet. In der heißen und staubigen Stadt bekommt man eher Durst.

    Es ist sicher was dran, wenn man über Gemüse dann wirklich ausreichend Wasser/Flüssigkeit bekommt. Zumal gerade Schlangengurken (und einige andere Salate/Gemüse) zum weitaus größten Teil aus Wasser bestehen.
    Aber nimmt man damit dann wirklich die benötigten Mengen auf? :/ Ich bin da irgendwie unsicher bzw. habe meine Zweifel.

    Durst habe ich beim Essen aber auch nicht wirklich, selbst wenn ich mir ein Glas daneben stelle, bleibt es meist "bis danach" meistens unberührt (fällt mir oft nur beiläufig auf) und ich vermisse da heute nichts mehr.
    Vielleicht kommt das aber auch durch die "Konditionierung" in der Kindheit.

    Klar, in der prallen Sonne und in heißen Innenstädten trocknet man im Sommer schneller aus als im kühlen Schatten, keine Frage. Bei hoher Schwüle reicht aber auch der (dann extrem heiße, stickige) Schatten auf dem Land völlig aus, um schnell wieder Durst zu bekommen.

    Ich kann mich an vor einigen Jahren im Sommer erinnern, als ich nach der Arbeit aufs Land fuhr und einen längeren Spaziergang über Berge durch eine Waldgegend machte (und mir dabei bis auf 2 jugendliche Mädchen auch niemand entgegen kam).
    Das war wieder ein Tag mit um die 35 Grad C und da es nicht der erste in Folge war, war es wieder extrem schwül. Ich hatte eigentlich auf etwas "Abkühlung" im Wald gehofft... und war schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen. Ich kam mir vor wie im tropischen Regenwald... es war auch dort heiß, schwül, stickig drückend und als ich später Richtung Parkplatz zurück kam und wieder die ersten Menschen (samt teils Hunden) traf, krochen selbst die Tiere total durstig auf dem Boden entlang und waren kaum zu irgendwas zu motivieren.

    Ich hatte unterwegs schon schnell bereut, dass ich keine Tasche und nichts zum Trinken dabei hatte. Die Gegend liegt durch Mittelgebirge eigentlich recht hoch und ist normalerweise eher deutlich kühler als hier in der Stadt. Aber an solchen Tagen macht das absolut keinen Unterschied (selbst im schattigen Wald) und ohne Wasser geht da eigentlich nichts.

    Apropos Salz: Auch das müssen wir im Sommer dem Körper wieder zuführen, gerade wenn man viel (aus)geschwitzt hat. Also ist gegen Mineralwasser oder (normal) salzige Speisen erstmal nichts zu sagen, solange man es damit dann nicht übertreibt.
    Es müssen ja nicht gleich fettige Kartoffelchips sein.

  • Du abends viel Gemüse hattest, war das das Geheimnis!

    Ja Stangensellerie, Paprika und "orejo de burro". Es geht mir tatsächlich nach sehr süßen Früchten auch so, dass ich Verlangen nach etwas Salzigem habe.


    Bei den Himbeeren aus dem eigenen Garten ist es nicht so. Die sind zwar sehr aromatisch, doch längst nicht so süß.

  • Ich trinke nur Quellwasser, (St. Leonharter) Leitungswasser schaffe ich nicht, und komme auf 1 Liter wenn es gut geht, sogar jetzt beim Fasten, wobei noch bisschen Tee und Saft dazu kommen

  • Hallo, das ist ein spannendes Thema mit dem ich mich auch schon länger befasse. Ich trinke nur noch sehr wenig (nur Quellwasser), etwas 2-300ml pro Tag. Außer ich "sündige" beim Essen in einer Form die Wasser nötig macht. Grundsätzlich versuche ich mit ausgewogen Vital zu ernähren, da ist kaum/kein Wasser zusätzlich nötig, auch nicht im Sommer. Letzten August bin ich trotz großer Hitze in 12 Tagen Südkroation mit deutlich.unter 1Liter Wasser ausgekommen (Dort gibt es leider auch kein gute Wasser zu kaufen). War jederzeit topfit. Für mischköstler oder Carivoren natürlich undenkbar, und es hat wohl auch viel mit dem Salzkonsum zu tun, ich verwende fast kein Salz.

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