Salz - Fluch oder Segen? Gibt es Alternativen?

  • das trifft auf Salz ja wohl (leider) auch zu, ist wohl (leider) tatsächlich immer "ungesund" und nicht auch nur einfach "nicht gesund", also einfach nur ohne Nutzen für den Körper aber ohne schädigend Wirkung.

    Salz ist wieder ein anderes Thema, das muss man etwas relativieren.

    Grundsätzlich befinden sich in unserem Körper auch Salze und die müssen ggf. (z.B: im Hochsommer bei starkem Schwitzen) auch mal "aufgefüllt" werden. Nicht nur Elektrolyte sind wichtig. All das hilft dem Körper u.a. bei der Wasserregulation, aber auch einigen anderen Funktionen


    Was die Schädigung betrifft, so wurde manches (z.B. bezgl. Hypertonie) im Laufe der letzten Jahre wissenschaftlich etwas revidiert. Laut einiger Studien und Beobachtungen der letzten 20 Jahre ist nicht zwangsläufig ein Zusammenhang zwischen Salzaufnahme und einer Zunahme der (evtl. ohnehin schon vorhandenen) Hypertonie zu beobachten.


    Dennoch warnt die Medizin nach wie vor davor, es mit Kochsalz zu übertreiben. Auch wenn eine mögliche Blutdruckerhöhung meist moderat verläuft, kann es andere negative Wirkungen auf den Körper haben, zumal wir durch diverse Lebensmittel (un teils auch Mineralwasser) ohnehin in aller Regel schon genug bis "mehr als genug" davon zu uns nehmen. Und viele Lebensmittel bieten schon durch ihren Eigengeschmack eine gute Alternative zum zusätzlichen Salz, so dass dieses i.d.R. kaum nötig ist.


    Ich habe es beispielsweise hier noch stehen, verwende es aber seit langer Zeit so gut wie gar nicht mehr und komme trotzdem gut klar. :)

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

  • Ja, das ist alles sehr plausibel, das würde ich zu 100 % so übernehmen wollen.


    Resümierend kann man also feststellen, was ja tatsächlich immer wieder kommuniziert wird und ja auch von sehr vielen Experten / Wissenschaftlern bestätigt wird, dass auf eine ausgewogene / vielseitige Ernährung zu achten ist. Wenn man sich daran hält kann man wohl nichts falsch machen.


    Danke für den Link. Ja, ein sehr gutes Beispiel.


    Den Spinat-Kommafehler kannte ich auch noch nicht.


    Quote

    Man sieht also, dass alles etwas relativiert werden muss, wenn man von "gesund" oder "ungesund" redet.

    Ja, das kann man wohl sagen. Leider macht das das ohnehin schon umfaßbar umfangreiche Thema wohl noch viel komplizierter.


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    Ebenso wie es umgekehrt für manche Dinge zurecht den Spruch "Die Dosis macht das Gift" gibt.

    Ja, trifft eben tatsächlich wohl auch definitiv zu. Bemerkenswert, dass Du "manche Dinge" schreibst, vielfach wird diese Aussage ja ohne Einschränkung genannt. Auf Hormone trifft sie, glaube ich, nicht zu. Weiß gar nicht, ob es noch andere Dinge / Umstände gibt, auf die sie nicht zutrifft.


    Kann man das so sagen: bei Salz ist ein Mangel zu kriegen also im allgemeinen sehr unwahrscheinlich, weil es ja in unbaßbar vielen Lebensmitteln enthalten ist, die auch bei schlechter Ernährung gegessen werden, sondern es ist eher wahrscheinlich zu viel Salz aufzunehmen, wie es die Meisten ja wohl auch tun. Fehlte aber doch mal Salz, wie also etwa im Hochsommer bei starkem Schwitzen, könnte man mit Kochsalz oder irgendwelchen Salz enthaltenden Lebensmittel das ausgleichen.


    Ich höre Karl Lauterbach, der ja wirklich gar kein Salz esse, noch sagen, dass Salz schädlich sei für die Gefäßwände - jedenfalls, falls ich es auch richtig erinnere.


    Bluthochdruck, da kommt mir der Gedanke, viele nehmen ja Medikamente (vom Arzt verschrieben) gegen Bluthochdruck, statt vielleicht auf den Gedanken zu kommen (den wohl der Arzt erwähnen sollte / müsste), die Ernährung umzustellen / anzupassen, womit der Blutdruck auf ein Normalmaß sich senken ließe vielleicht. Aber das Prinzip trifft ja offenbar auf mindestens viele Symptome zu, die mit Medikamenten statt mit einer passenden Ernährung behandelt werden. Also auch, wenn es tatsächlich nicht am Salz läge, dann könnte bestimmt trotzdem die Ursache bei der Ernährung zu finden sein. Na ja, aber gerade eben so etwas zu vermeiden, ist ja eben wohl auch ohnehin Ziel einer solchen Ernährung.


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    Und viele Lebensmittel bieten schon durch ihren Eigengeschmack eine gute Alternative zum zusätzlichen Salz, so dass dieses i.d.R. kaum nötig ist.

    Also Lebensmittel, die salzig schmecken (sollen), und die ohne (Industrie-)Salz salzig genug schmeckten? Da wüßte ich gerade nicht ein einziges. Welche wären das?


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    Ich habe es beispielsweise hier noch stehen, verwende es aber seit langer Zeit so gut wie gar nicht mehr und komme trotzdem gut klar.

    Das würde ich ja auch gerne hinkriegen, kommt mir aber sehr schwer vor bzw. dürfte das doch nur gehen können, wenn man auf bestimmte Lebensmittel ganz verzichten würde. Z.B. ein Frühstücksei ohne Salz würde mir eben nicht nur nicht mehr so schmecken wie ich es gewohnt zu essen wäre bzw. haben wollte, sondern gar nicht mehr. Das würde ich also ohne Salz gar nicht essen wollen (was ich ja natürlich auch tatsächlich tun will, unabhängig vom Salz). Das heißt also, könnte ich kein Salz mehr essen, fielen damit auch Gewisse Gerichte ganz weg (es sei denn man könnte sie auf andere Weise gut schmecken lassen), die mir ohne Salz nicht mehr schmecken würden, wie eben so ein Frühstücksei.

  • Den Spinat-Kommafehler kannte ich auch noch nicht.

    Echt nicht? Ein schlauer Mensch hatte vor ca. 100 Jahren mal den Eisengehalt von Spinat in einer (Nährwert-) Tabelle eingetragen und sich dabei mit der Menge vertan. Er schrieb versehentlich "35 mg pro 100 Gramm", in Wahrheit sind es aber nur 3,5 mg.

    Daher galt Spinat lange Zeit als extrem gesund und "blutbildend" (auch in meiner Kindheit noch), was später aber korrigiert wurde.

    Spinat ist in dem Punkt nicht annähernd so gesund oder gehaltvoll, wie lange Zeit angenommen wurde. Ganz ähnliche (und auch mehr) Mengen finden sich auch in etlichen anderen Lebensmitteln bzw. Gemüsen.



    Also Lebensmittel, die salzig schmecken (sollen), und die ohne (Industrie-)Salz salzig genug schmeckten? Da wüßte ich gerade nicht ein einziges. Welche wären das?

    Da würden mir mehrere einfallen. Nicht "salzig" im Sinne von Geschmacksverstärker, sondern halt ein würziger Eigengeschmack.

    Selbst rohes Fleisch hat schon einen gewissen Eigengeschmack, aber als gutes Beispiel fällt mir auch der Räucherspeck ein.

    Wenn Du den z.B. in einen Grünkohl-Eintopf packst, brauchst Du praktisch kein extra Salz mehr dafür. Der "deftige Geschmack" ist in aller Regel schon erreicht und muss nicht mehr "verstärkt" werden.


    Kräuter können ebenfalls viel im Essen tun. Zwiebeln, ebenso. Wenn Du Schnärfe magst, Chili in verschiedenen Konstellationen. Angefangen mit der grünen (also unreifen) Pepperoni bis hin zu den "harten Waffen".


    Paprika, ebenso (geht ja auch noch in die Richtung Chili). Kann was und ist gesund. Kombiniert mit Fleisch braucht da m.E. das Fleisch kein Salz mehr.

    Wenn man es trotzdem verwenden möchte, reicht entsprechend wenig, wenn man geschmacksintensive Lebensmittel verwendet.


    Wenn man en mediterranen Geschmack mag, kann man beispielsweise Thymian, Oregano oder/und Rosmarin und Basilikum verwenden.

    Gerade Oregano setze ich auch relativ viel ein (heute sogar etwas an meine Bratkartoffeln), was für die Meisten wohl eher befremdlich klingt (aber schmeckt).

    Manches muss man einfach mal ausprobieren. ;)


    "Geht nicht" oder "passt nicht zusammen" gibt es eigentlich beim Essen nicht. Alles eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wenn jemand sein Käsebrot mit Gewürzketchup drauf mag, kann nicht der Nächste kommen und sagen "das geht/schmeckt nicht!", wenn er es selber noch nicht probiert hat.

    Und wer sagt, dass sich nur bestimmte Beilagen auf einer Pizza "vertragen"? Wenn jemand Rucula, Pilze, Salami, Spinat, rohen Lachs, Schafskäse und und dann noch ne Ananas darauf mag, warum denn nicht?

    Da wird kein Pizza-Bäcker sagen "sowas mache ich nicht,, das mische ich nicht alles zusammen". Er wird es einfach machen und gut is. ;)


    Apropos Lachs: Auch so ein gutes Beispiel dafür. Lachs ist schon so intensiv im Geschmack, dass er (für meine Begriffe) ebenfalls kein extra Salz benötigt. Egal ob roh, gedünstet oder richtig gebraten.

    Im Gegenteil würde ihn das vermutlich nur etwas "trocken" machen. Mindestens halte ich es aber nicht für nötig und lasse es dabei seit langer Zeit komplett weg.

    Wenn man mag, kann man den Lachs ja vorher marinieren (bzw. genauer "beizen"), aber selbst das halte ich nicht für nötig.

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

  • Es ist aber unglaublich bei dem Spinat-Fehler wie intensiv und unfaßbar lange (also offenbar tatsächlich bis heute, wenn auch vielleicht abgeschwächt, meine derartige Äußerungen auch noch gehört zu haben) sich die falsche Angabe hält in der Meinung der Masse. Wäre also ein sehr gutes Marketing gewesen. Bzw. lässt sich daraus auch schließen / erkennen, wie gutes Marketing / gute Werbung wirken können bzw. was sie anrichten können.


    Früher bzw. vor vielleicht sogar noch gar nicht so langer Zeit, aß ich ja noch Fleisch, da hätte ich es mir ohne Salz nicht vorstellen können.


    (Räucher-)Speck esse ich gar nicht, weiß nicht, ob ich das schon mal gegessen habe überhaupt, bestimmt. Aber kann mir vorstellen, dass der guten Geschmack bringt.


    Mit solchen Gewürzen, Zwiebeln hantiere ich auch rum, nutze ich eigentlich auch immer für bestimmte Speisen, Thymian, Paprika, Oregano, Majoran, auch Rosmarin und Basilikum, Kümmel und so. Aber dass ich dadurch weniger Salz brauchen würde, hätte ich noch nicht hingekriegt. Aber wohl brauchen die Gewürze - oder jedenfalls einige davon, Pfeffer, Paprika etwa ja wohl nicht - auch einige Zeit bis sie ihren Geschmack bei der (richtigen) Zubereitung / Anwendung (die ich ihnen wohl nicht angedeihen lasse) entfalten / freigeben.


    Ja, stimmt, Hauptsache, es schmeckt (und "gesund"), egal welche Kombination. Käsebrot mit Gewürzketchup stelle ich mir aber sehr gut schmeckend vor. Mir schmecken z.B. Fischstäbchen (die ich natürlich nicht mehr esse) mit Honig.


    Lachs ohne Salz könnte ich mir auch nicht vorstellen, ja, aber auch da gibt es bestimmt Zubereitungen, die eben ohne Salz auskommen, trotzdem schmecken.


    Also, ich glaube, resümierend kann man dann also wohl (klischeehafter Weise) sagen, es ist eben einfach (nur) eine Frage der Zubereitung (vor allem) bei gewissen Lebensmitteln jedenfalls, wie man Gerichte / Lebensmittel so zu Hause verarbeitet, dass sie eben würzig, deftig / gut schmecken ohne Zugabe von Salz. Ist eben wie bei Tofu auch (nur vielleicht nicht so extrem), das ich noch nie (wissentlich) gegessen habe, bei dem es offenbar ja auch sozusagen einzig auf die Zubereitung ankommt, die es schmecken lässt oder eben nicht, unbearbeitet schmeckt das wohl überhaupt nicht, höre ich immer wieder.

  • Bei Tofu bin ich persönlich komplett raus, habe ich nie selber verarbeitet und muss das auch nicht unbedingt haben. Aber das alles hat ja auch nichts mehr mit Zucker zu tun. ;)

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

  • Ja zum Salz und Tofu ist hier etwas von der Ursprungsfrage abgewichen worden . :)

    Dennoch betreffend Salzquelle: Ich mag getrocknete Algen und die getrockneten Spagettialgen finde ich besonders praktisch.

    Es gibt Immer wieder Phasen, in denen ich zuwenig Salz konsumiere, egal auf welche Weise .. dann schmeckt so eine Spagettialgenstange besonders gut.

  • Quote

    Ja zum Salz und Tofu ist hier etwas von der Ursprungsfrage abgewichen worden . :)

    Ist mir unerklärlich wie das passieren konnte. Liegt vielleicht an der Forumsoftware.


    Quote

    Dennoch betreffend Salzquelle: Ich mag getrocknete Algen und die getrockneten Spagettialgen finde ich besonders praktisch.

    In wie fern? Die sind / schmecken salzig? Kann man anstelle von Salz verwenden?


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    Es gibt Immer wieder Phasen, in denen ich zuwenig Salz konsumiere, egal auf welche Weise ..

    Das wird also bestimmt im allgemeinen nicht oder nur wenig thematisiert, weil das wohl so gut wie gar nicht vorkommt, weil die Meisten ja eben viel zu viel Salz aufnehmen. Wie macht sich das dann bermerkbar? Das merkst Du dann köperlich? Geistig?


    Quote

    dann schmeckt so eine Spagettialgenstange besonders gut.

    Weil sie salzig ist wohl. Schmeckt die vielleicht wie eine (ungesunde) Salzstange oder so ähnlich?

  • Liegt vielleicht an der Forumsoftware.

    DAS wird's sein. :D Pööööse Software, pöse. Die verwandelt immer Threads in off-topic.


    Wie macht sich das dann bermerkbar? Das merkst Du dann köperlich? Geistig?

    Früher hat man Salzkonsum (gerade morgens) z.B. durchaus auch bei Hypotonie (im Volksmund auch "niedriger Blutdruck") empfohlen, da Salz bekanntlich Wasser (auch im Körper) bindet und somit durchaus den Druck erhöhen KANN.

    Allerdings haben neuere Studien genau das widerlegt, da sie ergaben, dass vor allem zu WENIG Natrium im Körper den Blutdruck erhöhen kann. Ebenso wie dauerhafter Wassermangel im Körper den Druck erhöhen kann, weshalb gerade Hypertonikern heute empfohlen wird, viel Wasser zu trinken. .


    Ein weiterer (medizinischer) Einsatzzweck von Salz war auch immer der Durchfall, bei dem ebenfalls der Verzehr von Salzgebäck empfohlen wurde und teils noch wird (neben zerquetschten Bananen). Nur bitte nicht den "berühmten" Cola-Tipp beachten, denn das wäre in jeder Beziehung eher kontraproduktiv bei Magen/Darm-Beschwerden (Kohlensäure, viel Zucker usw.).

    Aber Salzstangen bei einer Gastroenteritis können durchaus hilfreich sein, weil dieses Gebäck samt Salz eben Wasser binden kann und zusätzlich die Magentätigkeit beruhigt bzw. auch Entzündungsprozesse (an Magenschleimhäuten etc.) hemmen kann.


    Das ist übrigens ein weiterer Vorteil von Natrium (bzw. Natriumchlorid): Es kann allgemein entzündliche Prozesse im Körper hemmen, weshalb ja z.B. die berühmte Salzwasser-Gurgel-Lösung sehr wirkungsvoll bei Halsentzündungen oder Schleimhaut/Zahnfleisch-Problemen im Mund ist-

    Oder auch mit dessen Dämpfen inhaliert wird, um Nasenschleimhäute zu beruhigen.

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

  • Jörg

    Changed the title of the thread from “​Was kann man (statt Zucker) zum Süßen nehmen?” to “Salz - Fluch oder Segen? Gibt es Alternativen?”.
  • Da das Thema Salz ja in eine völlig andere Richtung als Zucker geht (aber ebenfalls durchaus spannend ist), habe ich die letzten Beiträge mal in einen neuen Thread ausgekoppelt und diesem einen neuen Titel gegeben. :)

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

  • Quote

    DAS wird's sein. :D Pööööse Software, pöse. Die verwandelt immer Threads in off-topic.

    Also, war nur so eine Vermutung, kenne mich da gar nicht aus, wollte auch niemanden verdächtigen.


    Wenn es bei Ernährung um Salz geht, dann, so wie es mir vorkommt, geht es immer nur darum, weniger Salz oder kein Salz zu essen bwz. darum, dass zu viel Salz aufgenommen wird. Irgendwie nie darum, dass Salz (offenbar) lebenswichtig ist wie etwa Vitamine und andere Nährstoffe (falls Vitamine auch ein Nährstoffe seine sollten), die der Körper braucht. Ist das (vermeintlich) so, weil eigentlich "jeder" zu viel Salz oder mindestens die notwendige Menge aufnimmt und kaum einer zu wenig? Und würde das heißen können, dass, wenn man tatsächlich den Salzkonsum so einschränken würde, etwa durch "gesunde" Ernährung, man auch darauf achten müsste, nicht zu wenig Salz aufzunehmen? Bzw. wäre eine Meinung, wie die, die ich oft schon gehört habe, man solle gänzlich auf Salz verzichten am besten bzw. so wenig wie möglich Salz aufnehmen, dann überhaupt richtig? Offenbar ja nicht. Oder könnte sie vielleicht derart gemeint sein, dass die Wahrscheinlichkeit, dass man zu wenig Salz aufnimmt grundsätzlich so gering ist, dass daraus resultierende Störungen normalerweise nicht zu erwarten wären, was ich mir auch gut vorstellen könnte?


    Vielen Dank für den neuen Thread.

  • Diese pauschale Empfehlung bezieht sich ja vor allem darauf, einfach mehr auf seinen Salz-Konsum zu achten und nicht leichtfertig mit zusätzlichem Salz umzugehen.

    Es wird ja fachlicherseits nirgends behauptet, dass Salz etwas Schlechtes sei oder gar bestritten, dass der Körper welches benötigt.


    Gerade im Hochsommer werden auch viele Salze ausgeschwemmt (ganz einfach allein schon durch das Schwitzen) und dort wird beispielsweise durchaus empfohlen, den Gehalt ggf. aufzufüllen und zumindest auf einen Ausgleich zu achten.


    Die "Warnung" vor einem "zu viel" zielt hauptsächlich auf den Umstand ab, dass wir heute ohnehin schon mit sehr vielen Lebensmitteln (oftmals auch unerwartet, wie z.B: bei Brot oder auch Mineralwasser) die nötige Tagesdosis aufnehmen und zudem heutzutage auch viele Convenience-Produkte eingesetzt werden, die ebenfalls viel Salz enthalten (können).

    Ebenso Fertiggerichte und vieles mehr, was den heutigen (oft schnellen) Essgewohnheiten entspricht.


    Der Trend der Aussage geht also mehr dahin, dass wir in aller Regel eher zu viel statt zu wenig Salz konsumieren. Das besagt aber keinesfalls, dass wir kein Salz benötigen würden oder man es generell meiden sollte. Was auch kaum möglich wäre, solange man nicht alles selber anbaut und frisch zubereitet. Selbst in süßen Teigwaren befindet sich ja fast immer auch eine Prise Salz und bei industrieller Fertigung erstrecht.

    Auch in gebrühtem Kaffee befindet sich manchmal eine kleine Prise Salz als Geschmacksverstärker (habe ich früher auch manchmal gemacht).

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

  • Quote

    Es wird ja fachlicherseits nirgends behauptet, dass Salz etwas Schlechtes sei

    Genau das ist es, was ich "immer" sehr eindeutig wahrnehme. Oft ist also auch von "gar kein Salz" aufnehmen zu sollen die Rede.


    Quote

    Gerade im Hochsommer werden auch viele Salze ausgeschwemmt (ganz einfach allein schon durch das Schwitzen) und dort wird beispielsweise durchaus empfohlen, den Gehalt ggf. aufzufüllen und zumindest auf einen Ausgleich zu achten.

    Vorbeugend? Oder wie bermerkt man, dass es einem an Salz mangelte? Wohl könnte ich solche Symptome gar nicht einordnen, die dann vielleicht aufträten. Wohl nur, in gewissen Zusammenhängen und mit einem gewissen Wissen (etwa "schwitzen im Sommer" etc.) jetzt.


    Quote

    Das besagt aber keinesfalls, dass wir kein Salz benötigen würden oder man es generell meiden sollte.

    Ja, gerade letzteres habe ich aber schon sehr oft gehört.


    Quote

    Der Trend der Aussage geht also mehr dahin, dass wir in aller Regel eher zu viel statt zu wenig Salz konsumieren.

    Ja, so würde ich dann solche Aussagen ab jetzt auch deuten.

  • Oder wie bermerkt man, dass es einem an Salz mangelte? Wohl könnte ich solche Symptome gar nicht einordnen, die dann vielleicht aufträten.

    Das ist ziemlich einfach: Die Symptome ähneln zunächst denen einer Dehydrierung. Du wirst müde, bekommst evtl. Schwindelanfälle und leidest irgendwann unter Desorientierung.

    Bei ganz extremem Mangel droht sogar ein Kreislaufschock (weshalb z.B. auch Leistungssportler da extrem aufpassen müssen, gerade auch im Sommer).


    Zusätzlich dient das Natrium aber auch der Kommunikation zwischen Nervenbahnen und Zellen, ebenso kannst Du einen Mangel an eingeschränkten Muskeltätigkeiten erkennen (was übrigens durchaus auch das Herz betroffen kann, da es bekanntlich ebenfalls einen Muskel darstellt).


    Du kannst also abschließend sagen, dass nicht nur ein "Zuviel" u.U. schädlich sein kann, sondern ebenso ein Natrium-Mangel.

    Was auch insofern nachvollziehbar ist, als dasselbe ja auch für viele andere Stoffe, Mineralien und Vitamine gilt. Weder zu viel noch zu wenig ist unbedingt gut für einen Organismus.

    Deshalb wird ja immer so viel Wert auf eine ausgewogene Ernährung gelegt, denn dabei droht diese Gefahr in aller Regel ja nicht und solange einem sein Körper (der ja der beste Indikator ist) nichts anderes sagt, muss man auch keine Bedenken haben.

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

  • Von Müdigkeite abgesehen, sind das ja schon ganz schön deutliche / markante Symptome, also eigentlich wohl nicht schwer zu erkennen.


    Quote

    Du kannst also abschließend sagen, dass nicht nur ein "Zuviel" u.U. schädlich sein kann, sondern ebenso ein Natrium-Mangel.

    Was auch insofern nachvollziehbar ist, als dasselbe ja auch für viele andere Stoffe, Mineralien und Vitamine gilt. Weder zu viel noch zu wenig ist unbedingt gut für einen Organismus.

    Deshalb wird ja immer so viel Wert auf eine ausgewogene Ernährung gelegt, denn dabei droht diese Gefahr in aller Regel ja nicht


    Ja, natürlich, ist ja eigentlich auch schlüssig, also das altbekannte Thema wohl wieder, es sollte eben von alle Nährstoffen einfach die richtige Menge da sein.


    Quote

    und solange einem sein Körper (der ja der beste Indikator ist) nichts anderes sagt, muss man auch keine Bedenken haben.

    Aber das kann doch eigentlich nicht (immer oder mehr oder weniger eingeschränkt) so sein, würde ich denken. Davon abgesehen, dass man die Symptome (für deren Ursache man ja zunächst einmal überhaupt die Ernährung ansehen müsste) / einen Mangel ja auch (rechtzeitig) richtig zuordnen müsste.

  • Aber das kann doch eigentlich nicht (immer oder mehr oder weniger eingeschränkt) so sein, würde ich denken. Davon abgesehen, dass man die Symptome (für deren Ursache man ja zunächst einmal überhaupt die Ernährung ansehen müsste) / einen Mangel ja auch (rechtzeitig) richtig zuordnen müsste.

    Das würde ich Einzelfall-abhängig sehen und natürlich kann man das nicht in allen Fällen alleine analysieren.

    Das beste Beispiel ist vielleicht die Aufnahme einer "fremden" Speise bzw. eines neuen Getränks, die/das man normalerweise nicht zu sich nimmt.

    Wenn kurz darauf (also zeitnah während des anfänglichen Verdauungsprozesses) der Magen plötzlich rebelliert, kann man eigentlich ziemlich sicher davon ausgehen, dass er bestimmte Substanzen aus dem Gericht nicht gerade "mag" und sich damit schwer tut.

    Das lässt dann schon Rückschlüsse zu und man kann evtl. bestimmte Zutaten eingrenzen.


    Ansonsten gilt natürlich grundsätzlich die Empfehlung, bei Zweifel und Unsicherheit einen Arzt zu konsultieren und ggf. einen "Mangelverdacht" anzusprechen.

    Es lässt sich nahezu jede Substanz (mit relativ wenigen Ausnahmen) im Blut nachweisen und gerade Mangelerscheinungen und Organ-Fehlfunktionen lassen sich heute bei gezielter Analyse sehr gut im Blutbild erkennen.


    Da jeder Organismus etwas anders arbeitet (und evtl. auch Krankheiten aufweist), halte ich persönlich auch nichts von den häufig verbreiteten "pauschalen Mengenangaben" als Empfehlung für eine Tagesdosis.

    Jeder Körper hat da einen individuellen Bedarf und was für den Einen "gut" ist, ist für eine andere Person vielleicht schon regelrecht "Gift" oder zumindest ungesund.


    Hinzu kommt ja auch immer, dass auch jeder Arzt und sonstiger Fachmann Risiken und Bedarf unterschiedlich beurteilt. Je nach persönlichem Stand der Fortbildung und aktueller wissenschaftlichen Kenntnis (und persönlicher Meinung, die ja immer noch hinzu kommt).

    Von daher sind pauschale Empfehlungen immer mit etwas Vorsicht zu genießen.


    Gerade auch die Sache mit dem Salz löst ja immer wieder sehr kontroverse Diskussionen aus und von 5 verschiedenen Ärzten wirst Du vermutlich 5 bis 7 verschiedene Meinungen dazu hören.... :D

    In den Hinterköpfen existiert ja auch heute noch häufig der alte Lehrsatz "Salz = erhöhter (vor allem systolischer) Blutdruck = gefährlich = unbedingt vermeiden!"


    Das meine ich u.a. mit "auf seinen Körper hören". Wenn der klar signalisiert, dass ihm etwas nicht passt oder ihm etwas fehlt (und sei es nur Wasser), sollte man darauf reagieren bzw. abklären (lassen), was ihm gerade fehlt oder wovon er möglicherweise zu viel bekommen hat.

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

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    Das beste Beispiel ist vielleicht die Aufnahme einer "fremden" Speise bzw. eines neuen Getränks, die/das man normalerweise nicht zu sich nimmt.


    Wenn kurz darauf (also zeitnah während des anfänglichen Verdauungsprozesses) der Magen plötzlich rebelliert, kann man eigentlich ziemlich sicher davon ausgehen, dass er bestimmte Substanzen aus dem Gericht nicht gerade "mag" und sich damit schwer tut.

    Könnte es nicht sein, dass es bei dieser Speise einer Gewöhnung bedürfen könnte? Gerade, wenn man eine Umstellung von heute "üblicher" Kost auf eher unübliche Kost, etwa Rohkost / Vegane umstellte. Der Körper gewöhnte sich dann nach einiger Zeit an die unverändert zubereitete Speise? Der Körper ist ja nur die alte Ernährung gewohnt, darauf ausgerichtet.


    Quote

    Es lässt sich nahezu jede Substanz (mit relativ wenigen Ausnahmen) im Blut nachweisen und gerade Mangelerscheinungen und Organ-Fehlfunktionen lassen sich heute bei gezielter Analyse sehr gut im Blutbild erkennen.

    Wäre dazu ein großes Blutbild nötig? Das müsste man dann wohl extra äußern, dass die Qualität der Ernährung / Mängel / Unstimmigkeiten aufgedckte werden sollen


    Quote

    Gerade auch die Sache mit dem Salz löst ja immer wieder sehr kontroverse Diskussionen aus und von 5 verschiedenen Ärzten wirst Du vermutlich 5 bis 7 verschiedene Meinungen dazu hören.... :D

    Todesursache Nr. 1: Ärzte. Ja, aber nicht nur hinstlich Salzes unterschiedliche Meinungen, auch sonst. Auch haben die meisten Ärzte von "guter" Ernährung wohl keine Ahnung.

  • Könnte es nicht sein, dass es bei dieser Speise einer Gewöhnung bedürfen könnte? Gerade, wenn man eine Umstellung von heute "üblicher" Kost auf eher unübliche Kost, etwa Rohkost / Vegane umstellte. Der Körper gewöhnte sich dann nach einiger Zeit an die unverändert zubereitete Speise?

    Selbstverständlich. Der menschliche Körper ist ja extrem anpassungsfähig, auch an z.B. Speisen fremder Länder. Nur geht das halt nicht "von heute auf morgen" und zunächst kann er schon auf "Ungewohntes" auch mal negativ reagieren.



    Wäre dazu ein großes Blutbild nötig?

    Bei konkretem Verdacht auf eine bestimmte Krankheit wird ohnehin ein Differentialblutbild erstellt.

    Ansonsten sollte das der behandelnde Arzt beurteilen, was er jeweils für richtig hält. Du musst ihm nur sagen, was Du wissen möchtest bzw. was Dich beunruhigt. Nicht welche Untersuchungen er dann durchzuführen hat (das weiß er selber).

    Lieben Gruß

    Jörg


    Sollte tatsächlich mal ein Veganer zu Besuch kommen, mähe ich vorher den Rasen, damit er was zu essen hat. ;)

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