Tipps für Rohkostversender

  • Das sind ja horrende Versandkosten nach Österreich:

    bis 70,- € 24,90 €

    bis 100,- € 22,90 €

    bis 499,- € 19,90 €

    ab 500,- € versandkostenfrei
    8| 8| 8|


    Zum Vergleich: Elli Comelli verlangt für den Versand nach Österreich:

    ab 0€: 9,50€

    ab 50€: 7,25€

    ab 100€: 5,95€


    Quote

    Wir über uns

    Wir, das sind Dirk-Wito, Manuela und Clemens Franke

    Den Vornamen Dirk-Wito habe ich jetzt auch noch nicht gehört. :)


    Die verkaufen das Dr. Goerg Kokosmus noch als Rohkost. Keimling hat das auch ein paar Jahre lang gemacht, obwohl die Sache mit Dr. Goerg sogar vor Gericht gegangen ist. Das war scheinbar nie roh.

    https://www.prohviant.de/Kokos…ohkostqualitaet-Kokosnuss


    Keimling hat das aber jetzt verbessert. Es wird nicht mehr als roh bezeichnet:

    https://www.keimling.de/dr.-go…sACk7QKn3uGRoCHLYQAvD_BwE

  • Kokosmus ist für mich ein hochverarbeitets Produkt und das kommt für mich ohnehin nur in Ausnahmefällen auf den Tisch. Und für "kleine Buden", die eine großen Margen und entsprechende Verträge haben ist der Versand nun.mal teuer, ich verstehe das sie ihre Kosten da auf das Produkt umlegen (müssen). Macht die ohnehin satten Preise natürlich nicht gerade besser.

  • Hallo ihr Lieben,


    ich hab heute meine erste Lieferung von "Prohviant" bekommen. Ich habe Erdmandeln bestellt (kannte ich noch gar nicht, sind aber echt gut, wenn auch schwer zu beißen) sowie rohe Cashews, Kokosraspeln und Kelppulver.


    Ist aber Preislich echt grenzwertig für mich, oft kann ich mir so einen Luxus nicht gönnen.

    Dankeschön für deinen Bericht!


    Erdmandeln hatte ich schon öfter .. die gibt es auch so "angeschält", dann ist es eher möglich, sie nicht eingeweicht zu essen.

    Ansonsten .. mindestens über Nacht einweichen ;)


    (Für jene, die sie auch noch nicht kennen ein Foto)
    Lieber gleich mit Wasser fotografiert :D

    pasted-from-clipboard.png



    Ich habe eine Zeit lang bei Rohkosttreffen mit anderen mitbestellt, um Transportkosten zu teilen.
    Allerdings ist das recht heikel, der Hauptbesteller hatte immer viel damit zu tun, dass richtig abgerechnet wurde und das war zum Teil auch mühsam, wenn ein Frischeprodukt an Wasser & Gewicht auf der Reise verlor. Oder eine Mitbestellerin eine Frucht zu reif war (zu weiche Stelle/zu weich für Transport und leicht angedellt).

    Deshalb denke ich - nicht zuletzt - hat sich das dann aufgehört.

    Wenn ich bestelle, warte ich meist gezielt auf etwas, das ich gerne bestellen möchte bei Frischware (das ich so nicht bekomme) und bestelle dann das mit, das länger lagerfähig ist. Dann (rede ich mir ein :D ) zahlt es sich besser aus.

    Aber ehrlich gesagt, wenn ich zum Naschmarkt gehe, da ist je nach dem was man kauft, auch schnell viel Geld weg mit wenig im Sackerl .. vom Verhältnis her ...

    Der Sommer und Herbst ist eine "gesegnete" Zeit, da gibt es lokal (und ggf vom Garten her) eine günstigere Versorgung.

    P.S. Erdmandeln gibt es ja auch als "Chufas", falls du da besonders sparen möchtest .. das gab es schon vor Jahrzehnten als gemahlene Ware im Bioladen .. ist aber nur interessant für Riegel .. (habe ich so noch nicht ausprobiert).

    Speziell für dich Bernhard, .. du könntest versuchen, solche Erdmandeln einzusetzen und zu vermehren. Ich glaube ich hatte sie schon mal zum wurzeln usw gebracht .. man soll sie aber nicht wild aussetzen, weil sie sonst wuchern (so wie Topinambur)


    Die Erdmandel gedeiht an vollsonnigen Plätzen. Ab Mitte Mai legt man die Wurzelknöllchen im Abstand von 30 bis 40 cm in die Erde. Nach einem Monat treiben sie aus und bilden kompakte Grasbüschel.

    Wird das Laub nach dem ersten Frost gelb, gräbt man den Wurzelballen aus und erntet die Knöllchen. Sie werden abgezupft und unter fließendem Wasser gespült. Dabei reibt man sie zwischen den Händen, um die äußere Haut abzustreifen. Danach lässt man die Knöllchen ausgebreitet auf einem Tuch trocknen.


    ... wenn du also (auch) Rohkost Erdmandeln eben hast .. du könntest sie dir nächstes Jahr auch aussähen und damit vermehren ...

  • Kokosmus ist für mich ein hochverarbeitets Produkt und das kommt für mich ohnehin nur in Ausnahmefällen auf den Tisch.

    Einmal im Jahr oder alle zwei Jahre habe ich Lust etwas zu experimentieren und dann habe ich mir so ein Kokosmus bestellt.

    Ich habe den negativen Effekt eigentlich beim ersten Mal gar nicht so bemerkt, aber bei einem weitern Glas 3 Wochen später, war die Wirkung dann ganz schön zerstörend (Dr. Goerg, Ingvy). Vor einem Jahr habe ich dann mal das Kokosmus von Eli Comelli probiert. Die schreibt so viel über den Verarbeitungsprozess, dass ich mir sicher bin, dass das roh ist. Es sind nur sehr kleine Gläser und nach dem zweiten Glas , 4 Wochen später fühlte ich mich auch nicht mehr besonders gut.
    Aber der Geschmack war gut und verführerisch.


    Wenn ein Versand das Dr Goerg-Kokosmus, was nachweislich sicher nicht roh ist, als Rohkost verkauft, dann kann ich kein Vertrauen zu diesem Versender entwickeln. Ich denke mir dann, dass er bei anderen Artikeln, wie z.B bei den Macadamianüssen genauso lax vorgeht.


    Ich praktiziere Instincto-Rohkost und dort zählt schon eine mechanische Bearbeitung des Lebensmittels als Denaturierung.


  • Fruchtbote arbeitet jetzt mit der Fruchtlawine aus Sri Lanka zusammen.

    Alle 14 Tage werden sie von Benjamin Schreyer beliefert.

    https://fruchtbote.com/produkt-kategorie/srilanka/


    Sieben verschiedene Bananen, aber die Preise sind doch relativ hoch.

    Wenn man direkt bei der Fruchtlawine bestellt und kein Stammkunde ist zahlt man gleich 17,50 für den Versand.
    Über Fruchtbote kann man jetzt wenigstens ein paar Sachen aus Sri Lanka probieren.

  • Jurassic Fruit hat ein Black Week Angebot. Im Newsletter schreiben sie folgendes:

    Quote

    Deshalb sind unsere Trockenfrüchte, Nüsse und Honige alle:

    • Bio-zertifiziert oder garantiert pestizidfrei.
    • Bei niedriger Temperatur (unter 45 °C) getrocknet.

    Das finde ich schon bedenklich, dass die frühere 42° C -Grenze immer weiter nach oben wandert. =O


    Für den Preis, den sie für ihre Ware verlangen , erwarte ich schon, dass sie die alten Rohkostrichtlinien beachten.

  • Die 45 Grad lese ich inzwischen auch immer öfter

    Habe gerade bei Keimling Macadamias bestellt. Da steht auch:


    Quote

    Unsere Macadamia-Nüsse sind schonend getrocknet unter 45 °C

    Zur Trocknung haben sie noch einiges geschrieben, aber nicht wie die Nüsse geknackt werden

    Quote

    Die harte Schale wird direkt auf der Farm entfernt, um eine schonende Verarbeitung zu gewährleisten.

    Der Satz kann auch viel heißen. Theoretisch kann es ja auch sein, dass die Nüsse in den Schalen mit Heißdampf behandelt werden um sie besser knacken zu können, und mit der schonenden Verarbeitung kann ja eventuell dann nur ein relativ schonendes trocknen danach gemeint sein.

  • Offenbar ist das tatsächlich ein Streitpunkt. Die Google-KI meint Folgendes dazu:


    Quote from Google KI


    In der Rohkost-Ernährung werden beide Temperaturgrenzen, 42 Grad Celsius und 45 Grad Celsius (oder auch bis zu 48 Grad Celsius), diskutiert und praktiziert. Es gibt keine strikte, universell festgelegte Regel, sondern unterschiedliche Ansätze innerhalb dieser Ernährungsform.

    Und weiter dieses:


    Quote from Google KI
    • Die am weitesten verbreitete und oft als strikter angesehene Definition ist die 42-Grad-Grenze. Befürworter dieser Grenze glauben, dass hitzeempfindliche Nährstoffe und vor allem Enzyme, die für die Verdauung wichtig sein sollen, bei höheren Temperaturen zerstört werden. Die Zahl 42 Grad orientiert sich auch an der maximalen Körperkerntemperatur, die ein Mensch überleben kann.


    Im weiteren Verlauf wird dann noch beschrieben, warum alle 3 Temperaturen (42, 45 und 48 Grad) keine signifikanten Veränderungen an Nährstoffen (= Nährstoffprofil) hervorrufen können und dass alle 3 weit unterhalb der üblichen Kochtemperaturen liegen.
    Das stimmt natürlich, beim Souvid-Garen aber geht es beispielsweise schon bei 45 Grad C los und eine übliche Temperatur für z.B. Fleisch liegt zwischen 52 und 57 Grad C. Also da ist die Differenz gar nicht sooo groß, allerdings braucht das Gargut dann bei 45 Grad natürlich ewig lange im Wasserbad.

  • Es ist halt bekannt das Eiweiße ab einer Temperatur von 42 Grad denaturieren. Mann kann zb bei 43Grad ein Ei festkochen (dauer halt länger). Gab dazu versuche wo Eier in der Waschmaschine bei 45 Grad "gekocht" wurden. Funktioniert! Natürlich sind nicht alle Lebensmittel hier gleich empfindlich und es kommt eben auch auf die Einwirkdauer an. Gerade bei Nüssen ist es wohl auch nicht so wild wenn sie äußerlich ganz kurz hitze ausgesetzt werden um zb die Schale knacken zu können. Dabei wird die Kerntemperatur wohl kaum über die 42 Grad gehen.

  • Ja, ich denke auch dass die jeweilige Konsistenz und Inhaltsstoffe des Produkts eine ganz wesentliche Rolle dabei spielen.

    Beim Ei sehe ich auch einen Sonderfall: Dort ist der Effekt ja eher genau konträr zu anderen Produkten, es wird durch Garen fest anstatt weich. Halt durch die Lösung und anschließende Verkettung der Proteine (die beim Ei ja aus Aminosäureketten bestehen) und dadurch beginnende Denaturierung.
    Als Grenze für diesen Prozess sind mir nur ca. 60° C bekannt, beim Eigelb sogar noch höher (ich meine ab ca. 63 - 65 Grad). Darunter tut sich meines Wissens noch nicht viel und das Ei"weiß" bleibt klar (weshalb eigentlich der Begriff Eiklar statt "Eiweiß" auch besser greift, im rohen Zustand). Weiß wird es ja eben erst durch diese Denaturierung.

    In der Waschmaschine stelle ich mir das lustig vor mit einem rohen Ei. :D Das würde ich bei meiner nie riskieren.
    Um den (Heiz-)Vorgang zu starten, dreht ja automatisch auch die Trommel ... und das dürfte jedes rohe Ei in wenigen Sekunden total zerdeppern. :D Lange bevor irgendein Garprozess eintritt. Müsste man schon sehr gut polstern und dann auch vor dem Spülvorgang den Vorgang abbrechen (Schleudern wäre eh der sofortige Ei-Tod bei den Drehzahlen). :D


    PS: Stichwort Ei: Da bringe ich manchmal meinen Gag, dass ich das mit dem Eierkochen einfach nicht hin kriege.... ich bin inzwischen schon bei bereits 25 Minuten Kochen angekommen und bekomme diese Dinger einfach nicht weich! ;(

  • Also, die Datteln ,die da in Saudi-Arabien an den Palmen hängen in der direkten und fast verbrennender Hitze, bekommen sicherlich etwas mehr Grad, als 45 oder 42. Mein Thermometer im Badepavillion zeigt im Hochsommer auch mal über 50 Grad. Und wenn da Paprika Pflanzen versehentlich stehen gelassen werden, bekommen sie schnell welken Blätter, aber die Paprika-Schotten verlieren ja dadurch nicht ihre roh-Eigenschaften???


    Deswegen, ob 42 oder 45 für Rohkost ist ja nicht wirklich relevant, oder?

  • Deswegen, ob 42 oder 45 für Rohkost ist ja nicht wirklich relevant, oder?

    Das denke ich auch, weil eben das Profil durch diese 3 Grad Differenz nicht wesentlich verändert wird (wenn überhaupt!).
    Ich denke, dass der Zeitfaktor (also wie LANGE das Lebensmittel dieser Temperatur ausgesetzt war) eine viel größere Rolle bei der Denaturierung spielt.

    Beispiel Mikrowelle: Da sieht man ja sehr schön den Unterschied, ob man etwas nur 5-10 Sekunden mit z.B. 800 Watt "beschießt" (da passiert so gut wie gar nichts) oder selbst bei "Vollgas" etliche Minuten braucht, um selbst eine kleine Menge Wasser zum Kochen zu bringen.
    Bei wenigen Sekunden würde es nicht mal lauwarm.

    Tropische Pflanzen leben nun mal auch von dem dortigen (heißen) Klima und auch Datteln entfalten (wie auch z.B. Bananen) ihre Süße ja erst durch den Sonneneinfluss. Hier bei uns könnten die meisten Arten ja gar nicht erst wachsen, geschweige denn reifen.

  • Beispiel Mikrowelle: Da sieht man ja sehr schön den Unterschied, ob man etwas nur 5-10 Sekunden mit z.B. 800 Watt "beschießt" (da passiert so gut wie gar nichts) oder selbst bei "Vollgas" etliche Minuten braucht

    Passt nicht ganz zum Thema ,aber irgendwo habe ich gelesen, das Microwelle ist wie...kleiner Tschernobyl in der Küche.

    Also die Bestrahlung von Lebensmitteln ist da so enorm hoch, das da wirklich sehr, sehr schädliche Substanzen entstehen.

  • das Microwelle ist wie...kleiner Tschernobyl in der Küche.

    Also die Bestrahlung von Lebensmitteln ist da so enorm hoch, das da wirklich sehr, sehr schädliche Substanzen entstehen.

    Ganz so schlimm ist es zum Glück nicht. Dieselbe Technik wird sogar bei Menschen in der Medizin eingesetzt (dann würde man das ja erstrecht nicht machen) und wir alle setzen uns derselben Strahlung eh jeden Tag auch per Handy und Schnurlos-Telefon etc. aus.

    Entscheidend ist neben der Sende/Strahlungsleistung auch immer die Zeitspanne, mit der ein Objekt "bestrahlt" wird.

    Mit Tschernobyl ist das aber keinesfalls vergleichbar. Denn dort reden wir über radioaktive Strahlung, diese entsteht aber in keiner Mikrowelle der Welt. Die Mikrostrahlung ist sogar nicht-ionisierend, also in dem Fall völlig harmlos und diesen Geräten vergleichbar mit anderen Garmethoden (eher noch schonender).

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!