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Rohkost Tagebuch von Angelika

Herbstfrüchte und Krebs kontra A. Dermatitis

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Grüß euch,

bei uns im Garten zieht schon der Herbst ein und so dachten wir, holen wir mal die Erdäpfel (Kartoffel) heraus. Als wir heuer im Frühjahr bei der Arche Noah waren, hatten wir uns gedacht - probieren wir es doch einfach aus. Besonders viele oder große Erdäpfel sind es allerdings nicht geworden. Ich finde sie roh für ein paar Stück immer wieder interessant. Die Sorte ist recht gut, aber fragt mich jetzt nicht, wie die hieß.

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Auch Tompinambur haben wir herausgeholt.

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Eine Pflanze, die wir auch mehrfach im Garten ausgestreut hatten, ist die Andenbeere. Die Früchte sind eher klein geblieben, aber sehr schmackhaft.

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Sie haben mich zu diesem Teller mit Andenbeere, Kapuzinerkresse und sehr einfachen Rohkost-Kokoskeksen (Nur Kokosmehl, Kokosflocken und Wasser, wenig Datteln) animiert.

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Die wurden richtig "keksig", was angesichts der gerne reagierenden Amine in der Kokosnuss geschmacklich kein Wunder ist.

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Geschmacklich hatte ich noch mit etwas Mesquite Pulver ergänzt. Es ist wirklich erstaunlich, aber bei Rohkost-Produkten nisten sich einfach laufend Lebensmittelmotten ein - oder werden vielleicht sogar mitgeliefert, dachte ich mir schon manchmal. Nur Mesquite, das schaut kein Tierchen an wie es aussieht - und die wissen auch schon warum. Was den Rohköstlern da so gut nach Karamell schmeckt liegt an der Eigenart der Schmetterlingsblütlersamen, die da am Baum trocknen. Man soll dem Hersteller nach auch nur würzartig davon verwenden und gut trinken dazu.
Jedenfalls wieder so eine Sache wie Mungobohnen, die auch zu den Schmetterlingsblütenartigen gehören, wo die Tierchen genau wissen, dass es sich nicht gut für die Aufzucht von Nachwuchs eignet.
Faszinierend. Dennoch gebe ich den Motten ab jetzt keine Chance mehr.
Die abgedichteten Verschlüsse waren zwar konstenintensiver, aber bei meinem geringen Verbrauch an Cashewnüssen und sonstigen Spezialzutaten aus der Rohkost amortisiert sich der Kauf besserer Behälter relativ schnell. Die Produkte kosten ja und die Familie freut sich grundsätzlich über Abwechslung. So lassen sich auch Trockenfrüchte einlagern ohne dass ich aus Angst dass die Motten schneller sind diese vorzeitig unnötig esse oder eben verwerfen muss. Die Dosen mit Metallbügel Verschluss habe ich seit Monaten laufend erweitert, jetzt ist die Lade ideal voll genutzt damit.

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Im Garten ist der Sanddorn jetzt gerade voll intensiv und erfrischend.

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Und da noch kein wirklicher Frost war, kann ich die Früchte auch halbwegs einfach ablösen ohne dass sie gleich kaputt sind und spritzen.

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Borretsch ist weiterhin eine tolle zusätzliche Fettquelle - die grünen Samen sind einfach Klasse. Gerade auch für mich als Allergikerin mit atopischer Dermatitis, die ich üblicherweise sehr gut im Griff habe.

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Die Gemüsemalve ist weiterhin reichlich vorhanden und geschmacklich angenehm.
Schon die Wilde Malve hat erstaunliche 7,29 g Protein /100g und ich bin mir sicher, dass diese Gemüsemalve mit den Käsepappeln noch etwas mehr davon hat. (Vergleich Kopfsalat: knapp über 1 g / 100g).
Auch Lysin und Methionin sind ganz interessant enthalten, es schmeckt auch gut "eiweißig"
Lysin 508 mg/100g
Methionin 144 mg/100g

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Die kleinen Blüten sind doch entzückend? Aber die großen der "normaleren" Malve sind einfach nur wunderschön und schmecken super (mild, etwas phenolig). Und man kann ggf auch etwas gut einfärben damit (wie kürzlich eine Rohkost-Torte für einen Familienanlass).

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Und die Blätter sind auch super.
Dennoch ist eines klar: Die Gemüsemalve wird nächstes Jahr auch wieder fixer Teil des Gartenanbaues.

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Ja und sonst, damit ich es nicht vergesse, in der Firma gab es zuletzt einen Artikel über Erfolg versprechende Ansätze in der Krebstherapie.
Dabei fiel mir folgender Absatz auf, der offensichtlich ohnehin "derzeit in allen Zeitungen steht", wie da geschrieben steht:

Unser zweiter Ansatz - das menschliche Immunsystem dazu zu bringen, Krebszellen abzutöten - ist derzeit in allen Zeitungen, da er die Krebstherapie revolutioniert: Sogenannte Checkpoint-Inhibitoren liefern erstaunliche Ergebnisse: Einige Patienten mit fortgeschrittenen Melanomen lebten mit ihrer Hilfe noch bis zu zehn Jahre weiter! Und wie funktioniert das? Menschliche T-Zellen, eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen, patrouillieren üblicherweise im Blut, um permanent infizierte oder degenerierte Zellen zu entdecken und zu zerstören. Damit sie dabei aber keine gesunden Zellen erwischen, müssen diese sich vor den T-Zellen schützen. Dies tun sie, indem sie auf der Oberfläche der T-Zellen "Handbremsen-Moleküle" aktivieren. Leider lernen aber auch Krebszellen, diese "Handbremse" zu ziehen. Checkpoint-Inhibitoren (dahinter der Name; Checkpoint = Haltepunkt) wirken dagegen, indem sie die "Handbremse" auf unseren T-Zellen zudecken, sodass die Krebszellen nicht an sie herankommen. Im Rahmen unserer neuen weltweiten Forschungsorganisation wurde an allen drei Forschungstandorten je eine neue Abteilung eingerichtet. Sie sollen solche Medikamente finden, die das Immunsystem "aufrüsten"
Das fand ich sehr spannend. Mein schon seit ca. 13 Jahren in Pension befindlicher früherer Hautarzt, der auch Primarius war, sagte mir damals, dass jene, die Atopische Dermatitis haben eher seltener an Krebs erkranken - eben bei das Immunsystem so "wach" ist.

Ich hatte aufgrund des Artikels etwas gegoogelt und auch gleich eine Studie entdeckt die auch zeigt, was es bedeutet, wenn Atopische Dermatitis im Krankenhaus behandelt wird - eben in Richtung Immunsystem einschläfern. Tatsächlich wurde in einer Studie festgestellt, dass eine solche Behandlung bei Erwachsenen später zu einem erhöhten Krebsrisiko führt.
Das schaue ich mir demnächst noch mal genauer an: http://www.nature.com/jid/journal/v1.../5603509a.html

Und für jene, die mit den T-Zellen nichts anfangen können, habe ich hier noch etwas: http://www.bencard.at/allergie-patie...chen-reaktion/.
Für mich trifft, wie da beschrieben steht, Typ 1 und Typ 4 zu. Also wenn ich etwas mache, das nicht in Ordnung für mich ist. Und das wiederum führt eben bei manchen Menschen dazu, dass sie ihr Immunsystem entsprechend behandeln statt die Stoffe zu meiden und froh zu sein, dass ihr Immunystem sofort alarmiert.

Und das kann selbst bei einem länger liegen gelassenem rohen Linsensprossen-Burger passieren, was ich kürzlich probierte. Da sind einfach zuviele AGEs entstanden. Oder wer weiß was noch. Frisch und möglichst einfach gegessen ist immer noch das Beste. Und das Akzeptieren, dass das Vermischen von Rohkost um mehr von etwas essen zu können, immer von Nachteil ist.
In rohen Linsensprossen sind nun einmal auch einige Hemmstoffe enthalten.
Und wenn die enthaltenen Eiweiße dann auch noch mit den Kohlenhydraten reagieren (eben zu AGEs -> Rezeptoren -> Entzündungsreaktionen der Zellen) - Prost Mahlzeit! Abwechslung ist hier das Zauberwort.

Na gut ich gebe zu, die Alarmierung kann zum Teil schon sehr heftig sein. Aber so verarscht man sich einfach selbst weniger und bekommt vieles bewußt mit. Hat doch auch etwas Gutes, wenn man sich die Sache etwas durch den Kopf gehen läßt.

Denn andere, wie ich eben las - suchen für "Normalos" Wege, ihr Immunsystem ... aufzurüsten.

Liebe Grüße,
Angelika

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Aktualisiert: 28.10.15 um 00:24 von Angelika

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Rohkost-Tagebuch

Kommentare

  1. Avatar von Mela
    Kürzlich hatte ich auch so liebe kleine Kartofferl oder Erdäpfelchen, die waren so mini, dass auf einem Esslöffel 1-2 Stück Platz hatten. (Ich habe sie aber vor dem Verzehr dampfgegart...) Was hält denn deine Familie von Kartoffeln/Erdäpfeln? Werden sie öfters oder zumindest hin und wieder mal gegessen?

    Topinambur gab es bei mir letzte Woche auch. Ich lasse sie (so wie einige andere LM auch) immer "gummig" werden, da schmecken sie mir um einiges besser.

    Andenbeeren haben mich heuer gar nicht gereizt... Weiß auch nicht, warum.

    Deine Ordnung in der Lade ist echt vorbildlich, einfach 1a!

    Sanddorn würde ich auch liebend gerne einmal essen. Der ist hier scheinbar nirgends zu finden.

    Bei meiner "Borretschquelle" sind gerade alle Pflanzen durch und durch mit einem Pilz und/oder Mehltau befallen. Ich weiß nicht ob ich ihn trotzdem essen soll... Denkst du, ich kann ihn trotzdem essen?

    Malve ist der Hit!!! Ich esse sie so gerne! Hab schon Bedenken, wie ich über den Winter kommen soll, wo draußen fast nix wächst und ich nicht täglich meine 7 Helfer habe.
  2. Avatar von Mela
    Da ich doch recht neugierig bin, wollte ich noch bzgl. den Kartofferl bzw. Erdäpfelchen nachfragen, wie beliebt sie denn in deiner Familie so sind.
  3. Avatar von Angelika
    Gar nicht. Wenn wir mal welche kauften vor Jahren, wuchsen sie immer aus.
    Im Frühjahr dachten wir bei der Arche Noah, dass wir es einfach mal versuchen, wie Erdäpfel bei uns im Garten wachsen. Meine Oma hatte früher welche im Garten und die waren eigentlich sehr dankbar.
    Aber da hatten wir wohl einen zu schattigen Platz oder zuwenig Nährstoffe dafür oder wir sind zu nah am Fluß. Das wird - falls wir es nochmal probieren an anderer Stelle - die Zukunft zeigen.
    Nachdem ich relativ am Anfang meiner Rohkost-Zeit jemanden sah, der einen Kilo Erdäpfel (nein, keine Süßkartoffel/Bataten) vor mir aß, hatt ich immer wieder mal eine geringen Menge gegessen.
    In der Familie werden sie nicht gegessen, weil sie einfach zuviele Kohlenhydrat-Kalorien haben und wir da eher sparsam sind damit - neigen ohnehin zu genügend Gewicht.
    Wir hatten heuer auch zum ersten Mal breite Fisolen (Stangenbohnen) probiert. Aber nachdem ich die ja nicht esse und sie vergessen wurden weil man sie nicht einfach so roh essen kann auch von anderen, hängen sie nun runter wie von einem schmalen Christbaum. Meine Mutter hat gesagt, ich soll sie noch hängen lassen, sie möchte sie dann später offensichtlich ganz reif, weil das (die Schalen glaube ich) irgendwie für Diabetes dann wieder interessant ist. Da habe ich sie aber noch nicht mehr gefragt.
    Aktualisiert: 05.11.15 um 13:32 von Angelika
  4. Avatar von Mela
    Lieben Dank für deine Schilderungen!

    Ich finde es schade, dass Fisolen oder Stangenbohnen roh nicht gegessen werden können. Seit ca. 1 Jahr hab ich die manchmal gern, dampfgegart halt...

    Ich dachte, da deine Familie ja nicht nur roh isst, wird beides (Erdäpfel und Fisolen/Stangenbohnen) vielleicht von ihnen manchmal gegessen.
  5. Avatar von Mela
    In der Familie werden sie nicht gegessen, weil sie einfach zuviele Kohlenhydrat-Kalorien haben und wir da eher sparsam sind damit - neigen ohnehin zu genügend Gewicht.
    Heißt das, dass der Rest deiner Familie brennwertmäßig so wie du in etwa "unterwegs ist"?
  6. Avatar von Denise
    Die "Yacon" Kartoffeln wären die bekömmlicher. Hat jemand es probiert?
  7. Avatar von Angelika
    Zitat Zitat von Mela
    Heißt das, dass der Rest deiner Familie brennwertmäßig so wie du in etwa "unterwegs ist"?
    Was meinst du mit "brennwertmässig"?

    Beide machen jedenfalls auch Sport und versuchen unnötigen Zucker oder Mehlzubereitungen zu vermeiden.
    Deshalb ist z.B. das Holunderhydrolat - obwohl natürlich nicht roh - statt einem Holundersirup viel beliebter. Das kann man auch einfach mit Wasser verdünnen, ggf mit Zitronensaft.
  8. Avatar von Angelika
    Zitat Zitat von Denise
    Die "Yacon" Kartoffeln wären die bekömmlicher. Hat jemand es probiert?
    Ich hatte bisher nur Yacon bei PureRaw erhalten, leider keine frischen. Meiner Mutter, Diabetikerin, hatte ich damit auch schon Süßigkeiten gemacht.
    Wenn ich mich nicht irre, wachsen die leider nicht bei uns oder man hat erst begonnen, sie anzubauen. Sind aber auch Asternartige/Korbblütler wie Topinambur (wächst bei uns).
  9. Avatar von Mela
    Zitat Zitat von Angelika
    Was meinst du mit "brennwertmässig"?
    Damit meinte ich vom Nährwert her.
    Als du im Frühjahr über deine tägliche Nahrungszufuhr gebloggt hast, waren es immer so ca. zwischen 900 und 1500 Kalorien. Und ich meinte mit meiner Frage, ob der Rest deiner Familie auch etwa diese Menge zu sich nimmt.
  10. Avatar von Angelika
    Meine beiden zählen keine Kalorien, zumindest nicht wirklich. Auch wenn wir durchaus darüber reden.
    Mein Mann meint eben, er sucht sich Mittags die kalorienärmeren Mahlzeiten bei 500 kcal aus, aber er nascht auch gerne dort und da und da geht der Zähler sehr schnell rauf. Er süßt weder Tee noch Kaffee, in der Früh verwendet er gerne ein Eiweißpulver-Produkt mit Vitaminergänzung. Er läuft öfter mal. Für meinen Sohn mache ich keine Angabe, da er im Wachstum ist und relativ viel Sport betreibt (zumindest im Vergleich zu vielen seiner Kollegen).
  11. Avatar von Mela
    Ich danke dir echt herzlich für deine Angaben!
    Mir ist das oft hilfreich, macht mir "Mut", Neues zu versuchen, kann es schwer beschreiben, einfach hilfreich...
    Für Dritte/Außenstehende ist es möglicherweise nicht nachvollziehbar, was ich verstehen kann.

    Vermute ich richtig, dass "mittags etwas aussuchen" bedeutet, aus einem (evtl. betriebseigenen) Mittagsbuffet (des Arbeitgebers) auszuwählen? Oder aus selbst mitgenommenen LM auszuwählen? Oder beides bzw. unterschiedlich?
    Aktualisiert: 19.11.15 um 02:02 von Mela
  12. Avatar von Denise
    Zitat Zitat von Angelika
    Ich hatte bisher nur Yacon bei PureRaw erhalten, leider keine frischen. Meiner Mutter, Diabetikerin, hatte ich damit auch schon Süßigkeiten gemacht.
    Wenn ich mich nicht irre, wachsen die leider nicht bei uns oder man hat erst begonnen, sie anzubauen. Sind aber auch Asternartige/Korbblütler wie Topinambur (wächst bei uns).
    Yacon können bei uns wachsen, ich habe es selbst gesehen. Sogar ziemlich leicht anzubauen! Es gibt bei uns ein Bauer, der Yacon angebaut hat, und manchmal gibt es sogar Knollen zum Kaufen. Die Mutter von Florian Sauer (RawFoodLifeCoach)
    hat selbst in ihren Garten angebaut. Sie wohnt in Thuringen.


  13. Avatar von Angelika
    Ja klar, können sie hier *im Sommer* bei uns wachsen. So wie Tropenpflanzen im Zimmer ggf gehalten werden oder Dahlien im Garten. Aber die Wurzeln müssen wieder ausgegraben werden, weil die Pflanze zu frostempfindlich ist. Sie kann sich von alleine hier nicht weiter entwickeln. Es ist zudem nur vegetative Vermehrung möglich. Die Pflanze "lebt" hier also nur durch menschliches Einwirken.

    Tompinambur ist auch ein Korbblütler, auch so wasserig und mit viel Inulin, nur dass er so gut zurecht kommt, dass manche eine Bodensperre einbauen, weil er sich sonst durch kleinste Knollen super weiter ausbreitet.
    Auch Kartoffeln (Nachtschattenartige) - hier sind nicht alle empfindlich gegenüber Frost und vermehren sich weiter. Bei einer meiner Großmütter hatte ich so einmal eine unverhoffte Kartoffelernte im Garten - mitten in den Bergen bei 600 m Seehöhe.
    Meine Mutter hat auch allerlei Pflanzen angebaut, manches nutzt sich wegen ihrem Diabetes. Vielleicht hat es deshalb auch die Mutter von Florian Sauer angesetzt.

    Mich erinnern die Pflanzen (Yacon) sehr an die Dahlien - eigentlich hatten die Ureinwohner ihre Wurzeln gegessen und nicht wegen der Blüten angesetzt, so wie es hier üblich ist. Aber du musst sie eben ausgraben und die Pflanze ist eben nicht heimisch und wird es so auch nicht werden.

    Mit dem Nebensatz ... "oder man hat erst begonnen, sie anzubauen", wollte ich darauf anspielen, dass es Kartoffelsorten gibt, die durch Kreuzungen auch winterhart geworden sind bzw. Frost überleben. Das geschieht erst nach einigen Jahren und die Yaconwurzel darf ja erst seit einiger Zeit hier in Europa regulär verwendet werden. Als ich zuerst davon bestellte, wurde es bald leider zwischenzeitlich wieder eingestellt, da sie nicht verkauft werden durfte:

    Zitat aus http://www.garten-treffpunkt.de/lexi...d_trivialnamen
    Bis Mitte 2014 waren Vertrieb und Verkauf von Yacon-Knollen und Yaconprodukten im Rahmen der sog. "Novel-Food-Verordnung" in der EU ohne Zulassungsverfahren verboten.8 Seit Mitte 2014 fällt die Yacon allerdings nicht mehr unter die "Novel-Food-Verordnung".9


    [...]

    8 Die Novel-Food-Verordnung der EU besagt, dass "neuartige Lebensmittel" (englisch: novel food), die vor Inkrafttreten dieser Verordnung im Jahre 1997 nicht in nennenswertem Umfang in den Handel gebracht wurden, einem teuren Zulassungsverfahren unterworfen waren wie z.B. Noni-Blättertee.
    Die hohen Kosten einer Zulassung hatte für kleinere Gärtnereien und Gartenbau-Betriebe bis Mitte 2014 die Wirkung, dass die Yacon faktisch "verboten" war im Verkauf, weil sich diese kleinen landwirtschaftlichen Unternehmen den hohen Preis einer Zulassung betriebswirtschaftlich nicht leisten konnten.
    9 Vgl. Novel food catalogue der Europäischen Kommission, Department für Food Savety
    Dennoch vermute ich aufgrund des wässrigen Inulin Gehaltes wie auch bei Dahlien (auch Korbblütler bzw Asterartige), dass sich hier nicht so wie die stärkehältigen Kartoffeln (Nachtschattenartige) frostharte Sorten entwickeln werden.

    Zusatz für Mit-Leser: Der Unterschied zwischen Inulin und Stärke ist, das Inulin Fruchtzucker-Ketten sind und Stärke Traubenzucker-Ketten.
    Was für Diabetiker interessant sein kann als Süße-Ersatz, ist allerdings nicht immer für Fruchtzucker-Intolerante gut. In kleineren Mengen aber sicher auch gut für die Mikroorganismen im Darm.
    Aktualisiert: 10.11.15 um 16:45 von Angelika
  14. Avatar von Angelika
    Hier noch ein ergänzender Beitrag: http://www.rohkostforum.net/threads/...4176#post14176
  15. Avatar von Denise
    Bestellung von Yacon in Deutschland:
    http://www.garten-treffpunkt.de/lexikon/yacon.aspx
  16. Avatar von Angelika
    Was meinst du Denise? Das ist die Homepage, die ich dir oben verlinkt hatte.
  17. Avatar von Angelika
    Hier noch Zitate von derselben Seite zum Thema Frost:

    [...]
    Beide Wurzel-Teile sind im Raum Deutschland, Österreich und der Schweiz beim Anbau nicht winterhart und müssen vor Frost geschützt werden (→ vgl. Tips zum Anbau).

    [...]
    Die Yacon-Pflanze ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz beim Anbau nicht winterhart. Deshalb muß ihr zweiteiliger Wurzelstock (vgl. Kapitel 2) vor dem Winter aus der Erde ausgegraben und die Vermehrungswurzel nach Ernte der Speicherknollen an einem frostfreien, nicht zu trockenen Ort gelagert werden.
    Im darauffolgenden Frühjahr können die Vermehrungswurzeln dann wieder je nach vorherrschendem Klima ab April oder Mai in einen tiefgründig-gelockerten Boden mit einem Pflanzabstand-Radius von 1 Meter ausgepflanzt werden.
    Der Boden muss gelockert werden, damit sich nach dem Pflanzen das weitreichende Wurzel-System mit den Speicher-Knollen bilden kann. Alternativ ist die Yacon auch als Kübelpflanze geeignet, wenn der verwendete Pflanz-Container einen Durchmesser und eine Tiefe von mind. 60 bis 80 cm aufweist.

    [...]
    Die Yacon lässt sich nicht vermehren mit Samen oder Saatgut (vgl. Besonderheiten der Blüten), sondern nur durch Aufteilung der Vermehrungsknollen, die sich nach der Ernte der Pflanze im Herbst überhalb der Speicher-Knollen befinden.
    Dazu werden gegen Ende des Winters am frostfrei gelagerten Wurzelstock jeweils die hellen Knospen in einer Größe von etwa 2 bis 3 cm als Stücke herausgeschnitten.
    Diese Stücke können abhängig vom Standort anschließend mit etwas Kohlestaub eingerieben werden, um die frischen Schnittflächen vor Keim-Befall zu schützen.

    [...]
    Zu beachten ist, dass die Möglichkeit Vermehrungswurzel und Speicher-Knollen der Yacon im Winter zu bestellen bei starkem Frost am Lieferort eingeschränkt ist, weil Wurzeln und Knollen keine Temperaturen unter Null Grad vertragen.
  18. Avatar von Denise
    Entschuldige, Angelika, meine Verständlichkeit der deutschen Sprache ist nicht immer 100%. Ich hatte verstanden, dass Yacon sich nicht in EU-Länder verbreiten sollten.
  19. Avatar von Angelika
    Verstehe.
    Du meinst vermutlich das Zitat zur Novel-Food Verordnung. Das war ja auch ähnlich mit Stevia (auch Asternartige/Korbblütler), hast du sicher mitbekommen.
    Aktualisiert: 12.11.15 um 11:06 von Angelika
  20. Avatar von Angelika
    Grüß euch,

    eben schreibe ich einen Tagebucheintrag zum Thema: Ich habe die Yacon-Knollen gekauft und finde sie geschmacklich sehr gut: http://www.rohkostforum.net/entries/1052-Yacon-Knollen