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Rohkost Tagebuch von Angelika

Die rohe Lust

Bewertung: 1 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 5,00.
"Am Inhalt seines Kühlschrankes erkennen Sie, wie der Mann tickt .. " So oder so ähnliche Texte hatte ich früher einmal in einer illustrierten Zeitung gelesen.
Wer hochwertige Feinkost oder gar Spezialitäten wie Kaviar im Kühlschrank stehen hätte, setze auch in der Partnerwahl auf feine Nuancen.
Damals war ich schon längst verbandelt, aber dass in der Aussage etwas Wahres dran sein muss, dachte ich mir damals schon.
Aber es war nur eine Vermutung ..

Als ich später zur Rohkost kam, merkte ich wie stark das zutrifft.
Irgendwie würde man ja meinen, die Wahl des Partners beruht auf Gegenseitigkeit.
Doch wie sehr sinnesbezogene Qualitäten Ausschlag in Beziehungsfindung bekommen können, weiß man erst, wenn man einmal länger roh isst.
Da kann manches Ansinnen doch recht einseitig werden.

Dann kommt es einem komisch vor, wenn ein(e) Partner(in) beim Anschmiegen nach gekochtem Essen inklusive Gewürzen ausdünstet.
Und nicht nach den puren Pflanzenstoffen, die es sonst gibt.
Nur mal ein klingender Name wie Moschusmalve .. heißt nicht umsonst so.

Dann kann es schlimm werden, wenn man mit den Ausscheidungen des Gegenübers konfrontiert wird, die nach vielleicht sogar kontaminiertem tierischen Quellen riechen.
Manche Frauen essen dann lieber auch gekocht, um all das nicht selbst wahrzunehmen.
Manche suchen ihr Heil mit veganer Kochkost. Für manche ist das sicher noch besser.
Stinken und ausdünsten kann allerlei, insbesondere gekocht. Da ist egal, was da gekocht und gewürzt wurde.

Die rohe Lust.

Die ist etwas anders.
Braucht keine Fetische wie etwas an dem man sich anhält, ein immer dauernd verwendetes Gewürz.

Sie ist in sich elektrisierend, weil sie nicht ablenken will.

Heute Morgen machten wir das Schlafzimmerfenster auf und herein kam Geruch wie aus einer Werksküche. Aus der Nachbarschaft. Schnell zu, als ich wieder herein kam.
Zum Glück schnell genug.
Der Gestank hätte zu sehr abgelenkt.

Lied zu den erfüllenden Sinnen: You Fill Up My Senses (Annie´s Song) von John Denver



- - - -
Ergänzung: Heute war wieder intensiver Tag für Roman schreiben. Dzt ca. 300 Seiten (schwankt beim Arbeiten derzeit). Meine Ernährung war heute sehr spartanisch und ich mochte zuerst nicht viel von den weniger energiereichen Lebensmitteln. Entsprechend war der Tag sehr "süß".
Nachdem ich gestern eine Stunde trainierte, machte ich heute nur 15 Minuten Wirbelsäulen Beweglichkeits Übungen.

Nach einem kläglichen Rest an bester reifer Ananas, die wie von Zauberhand über Nacht stark geschrumpft war, zog es mich nach einigen Wildpflanzen zuerst zum fermentierten Gemüse.
Aber davon wollte ich heute nicht so viel.

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Die Sprossen schon, schaut mehr aus als es war.
Die werden von der ganzen Familie genützt.

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Von den weich gewordenen Karotten wurde es nur eine.

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Die Feigen habe ich jetzt nicht extra fotografiert.
Von den Erdnüssen aß ich etwas mehr.
Es war heute wohl intensive Gehirnarbeits-Nahrung.

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Was ich heute aß, Reihenfolge von unten nach oben. Wildpflanzen (inkl. 4 Hagebutten) wie immer aus dem Garten nicht extra angeführt da im Winter in geringeren Mengen als im Sommer.
Wasser: Etwa 3 Liter, was vmtl an den vielen getrockneten Feigen lag.
Produkt Brennwert Fett Kohlenhydrate Protein
150 g Erdnüsse, frisch 3620 KJ 865 kcal 72,2 g 11,2 g 44,7 g
196 g Feige, getrocknet (Orkos C Dama) 2027 KJ 484 kcal 2,5 g 105,8 g 7,8 g
29 g Karotten, weich geworden 47 KJ 11 kcal 0,1 g 2 g 0,2 g
49 g Sprossen 57 KJ 14 kcal 0 g 1,6 g 1,5 g
143 g fermentiertes Gemüse 102 KJ 24 kcal 0,4 g 1,1 g 2,1 g
175 g Ananas, frisch 429 KJ 102 kcal 0,4 g 21,7 g 0,8 g
75 g Himbeeren, aufgetaut 107 KJ 26 kcal 0,2 g 3,6 g 1 g
75 g Heidelbeeren, aufgetaut 132 KJ 32 kcal 0,5 g 5,6 g 0,5 g
130 g Apfel 294 KJ 70 kcal 0,3 g 18 g 0,3 g
6814 KJ 1628 kcal 76,5 g 170,5 g 58,9 g

Brennwert 6814 KJ (1628 kcal)
Fett 76,5 g Entspricht ca. 42% des Brennwertes.
Kohlenhydrate 170,5 g Entspricht ca. 43% des Brennwertes.
davon Zucker 47,1 g
Protein 58,9 g Entspricht ca. 15% des Brennwertes.
Alkohol 0 g
Wasser 0,6 Liter
Ballaststoffe 52,3 g
Cholesterin 0 mg
Broteinheiten (BE) 14,2

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Aktualisiert: 16.02.15 um 08:01 von Angelika

Stichworte: rohe lust, rohkost Stichworte bearbeiten
Kategorien
Rohkost-Tagebuch

Kommentare

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
  1. Avatar von Mela
    Hm... Ich esse zwar täglich einige erhitzte LM, aber trotzdem erzeugen so Gerüche nach Werksküche, Bäckerei, McDonalds, etc. in mir Abstoßung, manchmal sogar Ekel! Und das obwohl ich gar nicht "roh bin"??? Hm... Vielleicht liegt es an der Zubereitungsart und -weise des Essens?
    Oder an dem, was man sonst noch neben dem erhitzten Essen isst?
  2. Avatar von Angelika
    Bei der rohen Lust geht es dann doch mehr um Körpergerüche als um Luftschwaden.

    Stell dir mal vor du umarmst einen Mann, ihr seid beide nackt, die Begehrlichkeiten wachsen und es strömt dir sein Essensduft vom Tag davor entgegen.
    Nicht aus dem Mund sondern aus allen Poren.
    Kein Wunder, dass manche dann selbst nach dem Duschen einen Duft auflegen, um den verlorenen, nun maskierten Körpergeruch darüber zu simulieren.
    Ich meine Geruch, den man nicht abwaschen kann. Wie z.B. nach einem Sonnenbad oder so.

    Man kann sich auch mit Rohkost überlasten: Und stark nach Cassia oder auch nach Sellerie ausdünsten.
    In dem Fall ist die Frage, was man lieber hat: Veganes Gericht, Schnitzel oder Rohkost.

    Also ich denke nicht so gerne ans Essen dabei.
    Umgekehrt ist das für Männer vermute ich gegebenenfalls wohl ähnlich. Außer sie suchen vielleicht eine gute Köchin. Oder Koch.
    Ist ja alles möglich ...
  3. Avatar von Mela
    Ja, wenn jemand nach Essen riecht, kann das sehr abstoßend sein! Ich merke aber schon einen gehörigen Unterschied zwischen Ausdünstungen nach/durch Verzehr von hoch verarbeiteter oder deftig zubereiteter Nahrung und Ausdünstungen von/durch Verzehr von schonend zubereiteter Nahrung.
    "Rohkost-Ausdünstungen" können da manchmal sogar "ärger" sein als "Kochkost-Ausdünstungen".
    Soll jetzt aber nicht KK befürworten...
  4. Avatar von Angelika
    Also die krasseste Ausdünstung eines Rohköstlers erlebte ich einmal auf einem Treffen, als gerade die Hochzeit des Bärlauches bei uns war.
    Ich konnte nicht umhin, einen Mindestabstand von 2 Meter zu halten, doch wollte ich nicht zu unfreundlich sein. Bei leichtem Gegenwind ging ich neben ihm.
    Da erfuhr ich, dass er gerade eine Entgiftungs-Kur machte.

    Auf meinen fragenden Blick erklärte er, dass er derzeit Bärlauch büschelweise essen würde.
    Ich fragte ihn, ob ihm das nicht im Mund brennt, worauf er meinte, er habe sich da wohl daran gewöhnt.
    Und überhaupt erklärte er, als Rohköstler brauche man sich da keine Gedanken machen. Erst gestern habe er mit seinem Vater um das Thema diskutiert, der sich als sehr uneinsichtig gezeigt habe.

    Während mein Gesprächspartner darauf beharrt hatte, das man sich als Rohköstler nur selten waschen müsse, weil man nicht rieche, schien das sein Vater ganz anders zu sehen.
    Offensichtlich hatte er ihm aber nicht Klartext gesagt: Der Gute roch nach Bärlauch, das es schlimmer nicht ging.
    Abgesehen davon, dass natürlich die entstehende Butter- und Ameisensäure aus längeren Fettsäuren aus Schweiß durch Bakterien mit der Zeit entstehen (auch ggf im Gewand).
    Aber das ging bei ihm ohnehin unter in der penetranten Bärlauchwolke.

    Ich dachte schon, ich bin vielleicht übergenau oder rieche zu genau oder so.

    Im Gespräch mit anderen stellte ich fest, dass auch alle anderen die starken Körperausdünstungen von ihm rochen.
    Aber keiner getraute sich zuerst, es ihm zu sagen.
    Er war so überzeugt in seiner Art als stukkatierter Physiker, dass man eigentlich mehr Mitleid mit ihm bekam als sonst was.
    Eigentlich konnte man ihm ja nur zustimmen so wie er argumentierte
    Ich meine, wer weiß schon alles besser als Physiker. Im Studium für Quantenphysik lernte ich ja auch, dass das Physiklehrbuch die wahre Bibel ist.
    Und wenn Rohkost super ist, und Bärlauch entgiftet, muss das doch gut sein.

    Naja das war schon das krasseste Erlebnis, da gab es noch andere auch.
    Und das Schönste war wohl der durchdringende Geruch von Durian. Wie Moschusmalve auch ein Malvengewächs ..

    Da kann Axe (Schokolade = Kakao = auch Malvengewächs) einpacken



    Aber es muss ja nicht immer so ein Extrem sein
  5. Avatar von Angelika
    Zitat Zitat von Mela
    Ja, wenn jemand nach Essen riecht, kann das sehr abstoßend sein! Ich merke aber schon einen gehörigen Unterschied zwischen Ausdünstungen nach/durch Verzehr von hoch verarbeiteter oder deftig zubereiteter Nahrung und Ausdünstungen von/durch Verzehr von schonend zubereiteter Nahrung.
    Sicher gibt es Unterschiede.
    Aber was glaubst du wie groß der Unterschied ist, wenn es denn passt?

    Vor ein paar Tagen hatte ich das als Thema "Spürst du dich?" geschrieben.
    Und du hattest gemeint, du findest auch, dass mehr Körperkontakt schön wäre.
    Wenn nun Körperkontakt wichtig(er) wird, wie intensiv schätzt du die Auswirkung der Ausdünstung auf das Gesamterleben?
    Was, wenn du dich hineinlegen willst in einen Menschen und ganz eins sein willst nur alleine wegen des Körpergeruches?

    Dieser Aspekt des Lebens und der Liebe ist nicht zu unterschätzen.

    Vorspielen geht da nicht. Nicht umsonst ist Vanille (wie auch Moschus[malve], siehe oben) einer der beliebtesten Düfte.
    Ist er doch menschlichen Sexualhormonen sehr ähnlich.

    Es ist ein bißchen wie der Vergleich zwischen Vanillin und natürliche Vanille (die selbst fermentiert ist aus Orchideen, Spargelartige; Schwefel).
    Vanille ist ein billiger Abklatsch und nur ein Molekül.
    Natürliche Vanille hingegen ist eine komplexe Mischung aus sehr vielen Molekülen.

    Wer den echten Stoff kennt, wird ihn immer erkennen.
  6. Avatar von Mela
    Zitat Zitat von Angelika
    Wenn nun Körperkontakt wichtig(er) wird, wie intensiv schätzt du die Auswirkung der Ausdünstung auf das Gesamterleben?
    Das eine gute Frage! Ich glaube sehr hoch bzw. höher als manch einer denkt!
    Was, wenn du dich hineinlegen willst in einen Menschen und ganz eins sein willst nur alleine wegen des Körpergeruches?

    Dieser Aspekt des Lebens und der Liebe ist nicht zu unterschätzen.
    Ja, da geb ich dir VOLL UND GANZ RECHT!
  7. Avatar von Angelika
    Ich glaube er ist so groß, dass Menschen, die sich zuerst an die Sache wagen, es aber dann doch nicht ganz durchziehen wollen oder können,
    durch persönliche Abstoßung (weil z.B. eben nicht roh) eines durchaus zuerst angestrebten Partners sich gegen die Rohkost wenden.

    Kein Leiberl zu holen sagt man da ja bei uns.

    Und das ist natürlich ein ganz ein blöder Faktor.
    Weil eine zum Teil wortstarke aggressive Argumentation geführt wird, die ganz andere Hintergründe hat.
    Verschmähte Liebe.

    So groß die schöpferische Macht, die aus Liebe entstehen kann, ebenso zerstörerisch kann sie auf einer anderen Seite sein.
    Aktualisiert: 15.02.15 um 19:31 von Angelika
  8. Avatar von Angelika
    Hab eben oben noch ergänzt, was ich gegessen habe heute.
    Nachdem ich in Kommentaren keine Fotos hochladen kann, ist es eben oben dazugekommen.
  9. Avatar von Mela
    Ja, ich glaube auch, dass er dermaßen groß ist oder sein kann. Nicht umsonst gibt es ja auch das Sprichwort "jemanden nicht riechen können".
  10. Avatar von Uwe
    Ein Hoch auf die Nase!
    Noch höher steht der Nasenkönig (Uwe Dick "Sauwaldprosa"), wie sie heißen, Arco, Rasso, die lieben Vierbeiner, des Menschen Freund. Ich merk die Reaktion der Hunde auf Körperausdünstungen der Menschen, wie feinste Nuancen erschnüffelt werden... Sorry ihr Lieben, liege jetzt etwas schräg mit dem Nasenkönig, bei Frauen hab ich das sehr oft beobachtet, dass sie bestimmte Männer praktisch nicht riechen können, sofort ablehnend reagieren und jeglichen Kontakt vermeiden. Natur der Sache! Warum sollte man sich mit einem Stinker einlassen... Und Rohköstler riechen nicht immer gut, was ich gerne aus der Vorrede glauben und bestätigen will. Es steht aber wirklich zu vermuten, dass Menschen, die regelmäßig Gekochtes essen, weniger gut riechen können als viele Rohköstler. Mir schwant der Geruchssinn, wenn ich zwei Tage nichts esse, also eine deutliche Verbesserung dieser Wahrnehmung, des Riechens von zarten Düften...
    Die Körperchemie macht dann alles klar und wenn man(n) sich nicht wäscht über einen längeren Zeitraum, ist einem die Damenwelt nicht mehr hold...
    Der eigene Körpergeruch, den man normalerweise doch aufnehmen kann (viele bekommen's nicht mit) mag man mögen, der/die nächste hält lieber Abstand. Wahrscheinlich aber sind die Wahrnehmungen von Körperdüften und ihre biologischen Trigger-Funktionen heute nur ansatzweise zu erklären, wichtiger aber ist die Entwicklung von Sensibilität durch Wahl der Kost und des Umgangs sowie feinster Nuancen im Spiel der Geschlechter...
    Aktualisiert: 15.02.15 um 23:17 von Uwe
  11. Avatar von Mela
    Wundervoll geschrieben! Vielen Dank!
  12. Avatar von Uwe
    O, Mela, danke sehr...
    wobei auf Geschriebenes nichts zu riechen geht...
    Ich denk immer an die einfachsten Dinge, kann mich aber nicht unbedingt einfach ausdrücken,- ist ja "nur" ein Blog von Millionen. Aber die Sache ist sehr interessant und viel kann man da mitschneiden. Dachte grad, hoffentlich kommt das nicht in die falsche Nase, also die lieben Frauen und dann gleich Rasso, der Nasenkönig. Ich liebe diese Großgedichte von Uwe Dick, dat ist unglaublich nah und direkt. Kann sie schon dahersagen, wie auch Karl Kraus. Über die Leute und ihre Nasen (gibt es auch ein Gedicht bei Kraus, fand's lustig...) könnte man noch viel mehr sagen. Also ihrem Geruchssinn...

    Viel zu spät, von wegen nachts vor dem Computer sitzen. Kannste mal nachgehen, wie sehr diese Flimmerkisten den Schlaf beeinflussen. Bei Smart-Fernsprechern weiß ich nicht recht, aber dieses Funzeln strengt bestimmt an. Übrigens besitze ich nicht so ein Teil, bin sehr, sehr altmodisch, alte Mode wird neue Mode...

    Bis neulich und liebe Grüße aus Mittelerde, zwischen dem Erzgebirge und der Mulde...
  13. Avatar von Angelika
    Die Geruchssensibilität ist sicherlich anders als Rohköstler/-in.
    Was ja auch in der Natur der Sache liegt, weil gerade bei rohen Lebensmitteln der Geruchsinn auch gleichzeitig Werkzeug ist, Gutes von Verdorbenen zu unterscheiden.
    Und der Gaumen dann auch bald "Ende" sagt, was bei Kochkost häufig auf ein "Ende nie" hinausläuft.

    Allerdings sind es nicht nur die Damen, die empfindliche Nasen haben, sondern durchaus auch die Herren.
    Ich könnte da G´schichten erzählen

    Auf der anderen Seite werden Hunde auch bei kranken Menschen eingesetzt und im Buch Medikus ist zu lesen, dass der Protagonist erkennen - ich glaube riechen vielleicht sogar (im Film magisch dargestellt) - kann, ob der Patient gesund werden wird oder gar stirbt (Im Buch Mediuks eben geht es insbesondere darum, dass er bei letzterem schnell flüchten muss, weil ihm sonst der Sterbefall als Verursacher angehängt wird)

    Ein Nebeneffekt, den manche Männer zu beobachten scheinen ist eine sinkende Libido, die manche allerdings als Erlösung einer übersteigerten Reizbarkeit wahrnehmen.

    Und dann ist es wirklich nur noch interessant, wenn es eben paßt.
  14. Avatar von Uwe
    G'schichten?...
    Mir klang es so, also in meiner Notiz, als hätten Frauen generell eine bessere Nase. Aber das stimmt höchstwahrscheinlich nicht, Frauen riechen anders. Oder nehmen Düfte anders wahr. Glaub auch beobachtet zu haben, dass die Damen dann sehr schnell Entscheidungen fällen, also das Verschwinden vom Platze, oder Abstand, oder Ausschluß. Ein Verweilen im Gestank ist nicht hinnehmbar, - der Mann brauch dann mehr - oder weniger. Beispiel gestern: Der Goldregen schiebt seine Blütenblätter raus, zartgelb zwar nur und nur bei genauerem Hinsehen, doch für alle sichtbar. Ich roch einen sehr intensiven Duft in meiner Nase, wohingegen eine Freundin neben mir stand und meinte, es täte nur ganz schwach riechen. So unterschiedlich sind die Wahrnehmungen. Ob nun geschlechterspezifisch oder einfach nur eine andere Sinnes-Chemie, weiß der Geier. Gäbe es eine Intensität, eine feste Note am Geruch, klare Bestimmbarkeit, müßten ja alle falsch liegen, was aus Mustern und Mechaniken des Lernens erklärbar wäre. Dann müßte es eine Art analytisches Riechen geben, also genau sagen, was sich hinter einem Geruch verbirgt. Wobei naturwissenschaftlich ziemlich feststeht, dass wir ja wissen, wie Essig riecht, oder Schwefelwasserstoff. Einfache Verbindungen. Oder Benzol, auch noch relativ einfach. Aber komplexe Verbindungen (Du hattest Vanille angesprochen in Natura und den Ersatz in der Lebensmittelindustrie) dürften in ihrer Komplexität immer auch komplexe "Duftnoten" in der Nase (Gehirn) ablegen. Schwieriger wird's wahrscheinlich, wenn sich viele komplexe Geruchsmuster zusammenlegen, ein Parfüm zum Beispiel. Das "Rausriechen" von Zutaten sollte eine Kunst sein, es gibt aber Menschen, denen dies gelingt...
  15. Avatar von Mela
    Dazu fällt mir das Buch bzw. der Film "Das Parfum" ein. Der Hauptdarsteller hat diese "Rausriech-Gabe".
  16. Avatar von Uwe
    Stimmt! Dann wäre ja noch zu überlegen, dass es einige Berufsgruppen gibt, die eine gute Nase haben sollten. Winzer zum Beispiel. Oder Parfümmacher. Wie sagt man eigentlich zu denen? Wobei der Film hat sich bei mir nicht wirklich eingebrannt, oder ist es zulang her, als ich den Film vor der Nase hatte...
  17. Avatar von Angelika
    Naja also "Das Parfum", der Roman eben, der wurde mir vor vielen Jahren als Literatur empfohlen. Der war einerseits wohl schon interessant geschrieben, aber da geht es um Frauenmorde. Also nicht gerade lustvoll und lebensbejahend sondern eher pathologisch und grauslig.
    Inzwischen gibt es ja auch einen Film dazu. Der soll aber nicht so gut sein. Bzw ich habe ihn mir nicht angesehen, weil mir abgeraten wurde. Die Beschreibungen der Duftnoten können für mich ohnehin nur in einem Buch gut stehen, zumindest was das Thema dieses Buches betrifft.

    Interessant BTW, dass gerade die Werbe-Lockstoffe einer z.B. Mango nach dem Anfangen des Essens gleich nicht mehr oder nicht mehr so stark wahrgenommen werden. So auf die Art: "Werbesendung beendet, Samenträger ist ja schon angelockt worden".
    Das zeigt aber irgendwie auch, wie relevant etwas wirklich ist und in der Rohkost merkt man so schon auch, was mehr ein "Werbeeffekt" ist und was noch mehr Effekt hat. So kommt es mir vor zumindest.

    Was für Gedichte hattest du oben gemeint, Uwe?
  18. Avatar von Uwe
    Karl Kraus Epigramme - Wiener Mode , darunter Mann mit Nase. Wenn ich's mal wieder finde, schreib ich es her...
    Übrigens im Verlag Volk und Welt Berlin 1984 veröffentlicht, was ich Dir mal geschrieben hatte.
    Also Mango lockt mich überhapt nicht, auch spricht mich diese Frucht überhaupt nicht an. Wer soll denn den Kern verschlucken...?
    Hast Du mal so einen Kern bebrütet? Was kommt da raus? Also bei der Avocado war's ein schmuckloses Pflänzlein...
  19. Avatar von Mela
    Ich las das Buch damals im Zuge des Deutschunterrichts. Die ganze Klasse fand diese Geschichte, wie du schon schreibst, einerseit interessant geschrieben, aber andererseits pathologisch und grauslig. Den Film sah ich Jahre später auch, der gefiel mir noch weniger als das Buch.

    Dieses "Werbeverhalten" von z.B. Früchten ist wirklich interessant.
  20. Avatar von Uwe
    Echt? Das Buch im Unterricht? Ist ja 'n Ding, die Frage ist nur, was bezweckt derartige Literatur? Oder was bewirkt sie? Als der Hinweis kam über die Handlung, hellte sich bei mir einiges auf. Das Buch las ich nicht, im Osten hatten wir ganz sicher nicht das "Gruseln" mit Gorki, oder mit Seghers. Einst sprach man von Weltliteratur, heute? Uwe Dick spricht von Billigtristig...
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